Language

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen

Kunstinstitution bei artports.com

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen

Austraße 9
D-52156 Monschau
Germany/Deutschland
Tel: +49 (0)2472 / 80 31 94
info@kuk-monschau.de
www.kuk-monschau.de
Öffnungszeiten:
Di-Fr: 14-17h / Sa, So: 11-17h / Montag geschlossen
Stadtplan
Hotels
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen

Aktuelle Info

Das KuK in Monschau präsentiert seit Jahren hochkarätige Ausstellungen mit Werken renommierter internationaler und nationaler Künstler/innen. Im aktuellen Jahr sind fünf Ausstellungen kostenfrei zu besuchen. Das Programm sowie weitere Informationen unter: www.kuk-monschau.de

Fotocredit: Peter Stollenwerk

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen


KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen

17.06.2018 - 16.09.2018
Henri Cartier-Bresson: Europäer

Pressemitteilung
„Der Augenblick, in dem Cartier-Bresson den Auslöser betätigt, ist der Moment, da Hoffnung und Verzweiflung aufeinandertreffen und eine die andere erhellt.“ Was Pulitzer-Preisträger Arthur Miller über den französischen Fotografen Henri Cartier-Bresson (1908-2004) gesagt hat, fasst die Faszination seiner Bilder exquisit zusammen. Insbesondere, wenn es um die Sammlung Les Européens (Europäer) geht. 1955 von dem griechisch-französischen Kunstsammler und Verleger Tériade als Bildband herausgebracht, befasst diese Zusammenstellung sich in einer Zeit, als die Europäische Union gerade im Entstehen war, mit der Suche nach einer gemeinsamen europäischen Identität. Gerade einmal fünf Jahre hatte Cartier-Bresson, der 1947 die schon nach kurzer Zeit weltweit renommierte Magnum-Agentur mitgründete, daran gearbeitet. Da er bereits seit 1932 durch Spanien und Italien, danach durch viele Länder und zu einschneidenden Ereignissen gereist war – stets in Begleitung von handlichen und dezenten Kleinbildkameras, bevorzugt Leicas –, hatte er längst ein Gespür entwickelt für Landschaften, Stimmungen und Mentalitäten. In der Ausstellung sind Arbeiten zu sehen, die zwischen den Jahren 1931 und 1989 entstanden sind.

Geologische Komponenten machen den Standort erkennbar: Sanddünen und Watt im Norden, die Hänge von schneebedeckten Weinbergen am Rhein im Westen, mit Olivenbäumen gesprenkelte Hügel im Süden, mächtige Weiden und Sümpfe mit satter Vegetation im Osten. Doch auf den Fotos nähern sich selbst solche Kontraste an, offenbaren in all ihrer Vielfalt Gemeinsamkeiten. Nahezu die gesamte Bildfläche ist aus der Landschaft, der Kulisse, die der jeweilige Ort bietet, komponiert. Und die Menschen, die sich ganz natürlich darin bewegen, haben gerade in der Nachkriegszeit alle ganz ähnliche Hoffnungen, Ängste und Zweifel. Henri Cartier-Bresson, der zuvor vor Ort den Spanischen Bürgerkrieg ebenso dokumentierte wie er in Indien war, als Mahatma Ghandi ermordet wurde, ist ein Meister darin, genau dann auf den Auslöser zu drücken, wenn sich zeigt, was die Menschen bewegt. Er selbst erklärte diese Fähigkeit damit, hinzuschauen: „Auf jeden Fall aber kümmern sich die Menschen zu viel um die fotografische Technik und zu wenig um das Sehen.“

Vernissage: Sonntag, 17. Juni, 12 Uhr
Fotocredit©Henri Cartier-Bresson / Magnum Photos


Ausstellungsarchiv


15.04.2018 - 10.06.2018
Bilder aus einem vergangenen Land. Ostdeutsche Fotografie.
Mit Werken von Sibylle Bergemann, Haral

Pressemitteilung
Die Berliner Mauer wurde am 9.11.1989 zum Einsturz gebracht. Dieses kaum noch für möglich gehaltene Ereignis beendete letztlich nicht nur die Teilung Deutschlands, sondern auch jene Europas. Mit dem Mauerfall begann eine neue Phase der europäischen Politik: Der ideologische und politische Ost-West-Konflikt in Europa wurde beendet. Die Einheit Europas ist damit einen erheblichen Schritt vorangekommen. Die Ausstellung dokumentiert das gesellschaftspolitische Zusammenleben von Menschen in der DDR, einem Staat, dessen Alltag von Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl ideologisch und real geprägt war. Was sich seit dem Mauerfall 1989 in welcher Weise ändert und entwickelt, hat die OSTRKREUZ-Agentur im Fokus. 1990 wappneten sich unter diesem Namen sieben ostdeutsche Fotografen gemeinsam für die Herausforderungen des Systemwandels im wiedervereinten Deutschland. Die Ausstellung Bilder aus einem vergangenen Land zeigt eine exemplarische Auswahl fotografischer Serien der OSTKREUZ-Gründer Sibylle Bergemann (1941-2010), Harald Hauswald (*1954), Ute Mahler (*1949) und Werner Mahler (*1950). Diese ausgewählten Fotoarbeiten dokumentieren den Arbeitsalltag und das Zusammenleben der Menschen zwischen 1960-1988 in der DDR - hintern den Kulissen. Der Hauch der Armut und des Mangels dieser Jahre ist auf vielen der Fotos zu spüren. Auch für den Nicht-Mitglied der Ostkreuz-Agentur Bernd Heyden war der Alltag der kleinen Leute im Berlin das ureigenesThema. Straßenkehrer, Fleischer, Schornsteinfeger gehören ebenso zu den von ihm Porträtierten wie die Alten und die frechen Kinder. Die hier präsentierten Fotos fügen sich häufig zu einer in Grautönen schweigenden Comèdie humaine, die nicht nur in der DDR-Fotografie ihresgleichen sucht.

Kuratiert duch Nina Mika Helfmeier
Gefördert durch das Land NRW

Fotocredit: ©Bernd Heyden


18.02.2018 - 08.04.2018
Jessica Lange - Unseen

Pressemitteilung
Lange Erklärungen, wer Jessica Lange ist, sind überflüssig. Sechs Oscar-Nominierungen unterstreichen ihr Können als Schauspielerin, zweimal sogar erhielt sie die höchste Auszeichnung in der Filmwelt. Dass sie nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera – der Fotokamera – begnadet ist, zeigt die Ausstellung Unseen mit insgesamt 132 Arbeiten, die in zwei Jahrzehnten entstanden sind. Analog zum russischen Künstler Wassily Kandinsky, der behauptete, der Punkt sei die Form, die am prägnantesten die Zeit ausdrücke, und die Linie deren Kontinuität, hängen Langes Bilder – entstanden in einem Sekundenbruchteil – von nichts als dem (vielmehr ihrem) entscheidenden Moment ab, kompromiss- und reuelos.
Langes Fotokunst fokussiert unaufgeregt alles, was im Leben bewegt und das Leben bewegt. Und wie die Worte des US-amerikanischen Fotografen, Galeristen und Mäzens Alfred Stieglitz reflektieren: „Kunst ist, was vom Leben Notiz nimmt, und Leben – oder dessen Bedeutung – lässt sich überall finden.“ Daher beeinflussen Russland, Finnland, Italien, Langes Heimatstaat Minnesota und Big Apple New York als Schauplätze ihrer Motive der ersten Serie Things I see nicht maßgeblich deren Aussagen. Vielmehr sind sie Vorlagen für Szenen, die Langes Aufmerksamkeit erhaschen konnten, auf die sie nun die des Betrachters lenkt. Die zweite Serie der Ausstellung Unseen steht unter dem Titel Mexico, On Scene. Hier zeigt Lange dem Betrachter Mexiko wie in einem persönlichen Reisetagebuch, das aber von den Menschen vor Ort geschrieben wird, und legt das Augenmerk auf Details, die Durchreisende übersehen würden: das Getöse der Volksmusik, den Duft der Dämmerung, den Lichtstrahl in den Schatten.

In Zusammenarbeit mit diChroma Madrid.

Fotocredit: ©Jessica Lange / Courtesy diChroma photography


19.11.2017 - 22.12.2017
Schnee von gestern
Björn Melhus (Video/Film) & Thomas Rentmeister (Skulptur/Installation)

Pressemitteilung
Winter, Weihnachten und Fernsehschnee: Die Keimzelle der dialogischen Ausstellung von Thomas Rentmeister und Bjørn Melhus ist das weiße Rauschen im analogen Äther. Nach Sendeschluss eröffnete dieser in der Vergangenheit einen imaginären Raum der Stille, der Kontemplation, und beflügelte viele Geister. Mittlerweile aber, in Zeiten des digitalen Spektakels, ist er gänzlich zum „Schnee von gestern“ geworden. Obgleich sich die skulpturalen Installationen von Thomas Rentmeister und die narrativ- medialen Inszenierungen von Bjørn Melhus auf den ersten Blick konträr gegenüberzustehen scheinen, wagt die Ausstellung mit der Konfrontation den Versuch einer gemeinsamen poetischen Klammer, die nicht nur den „Schnee von gestern“, sondern auch die Gegenwart hinterfragt.

Vernissage am 19.11.2017 um 12h.


Foto: Birte Bosse


17.09.2017 - 05.11.2017
Richard Kalvar - Earthlings

Pressemitteilung
"Das ist es, was ich gerne mache: Spielen mit der ganz normalen Wirklichkeit, wobei sich meine "Akteure" ihrer Rolle nicht bewusst sind, sich also nicht in Pose werfen in dem "Drama", in dem ich sie einsetze."
Der 1944 in New York geborene Fotograf Richard Kalvar bringt seine Arbeit in dieser Beschreibung selbst auf den Punkt. So fokussieren seine Bilder Befindlichkeiten, die Menschen gewöhnlich für sich behalten, und machen ihr Verhalten mit hintersinnigem Humor sichtbar. Augenzwinkernd konstruiert er alltägliche Dramen, spielt mit der Wirklichkeit und ignoriert manche Konventionen. Das herausragende Können Kalvars honorierte die Agentur Magnum Photos in Paris, indem sie den Künstler 1977 als Vollmitglied aufnahm.


09.07.2017 - 10.09.2017
World in Images - A Portable History of Photography
Lola Garrido Collection

Pressemitteilung
"Jede Sammlung hat ihre Geschichte und Lesart, und sie auszustellen, erlaubt sowohl dem Sammler als auch dem Betrachter, ihre eigene Geschichte zu erschaffen, indem sie die Bilder in eine Ordnung bringen", so die Kunstsammlerin Lola Garrido. Die von ihr handverlesenen Größen der Fotokunst lesen sich wie eine Liste der wichtigsten Triebfedern des Genres. Zu ihnen gehören u.a. Cindy Sherman, Irving Penn, Alexander Rodchenko und Dorothea Lange, Robert Capa und Henri Cartier-Bresson (beide Mitbegründer von Magnum Photos), Man Ray und Robert Mapplethorpe. Insgesamt 91 Originaldrucke fordern in "World in Images - A Portable History of Photography" dazu auf, die eigene Geschichte in der Fotografie zu entdecken.

Fotocredit: "Divers, Horst and Model. Swimwear by A.J. Idoz.", Paris, 1930 © George Hoyningen-Huene / Mit freundlicher Genehmigung der Staley Wise Gallery sowie der Lola Garrido Collection


30.04.2017 - 02.07.2017
Malkovich Malkovich Malkovich
Homage to Photographic Masters

Pressemitteilung
Der legendäre Schauspieler John Malkovich hat mit dem Fotografen Sandro Miller ein außergewöhnliches Fotoprojekt verwirklicht. John Malkovich spielte in seiner Karriere viele komplexe Rollen: einen Schurken, einen Geheimagenten, einen Intellektuellen, einen Wissenschaftler, einen Künstler, einen skrupellosen Intriganten und einen bösen König. Im Rahmen dieses Projektes schlüpfte er gleich mehrmals in ganz verschiedene Rollen, indem er zahlreiche ikonische Fotografien nachstellte. So sehen wir John Malkovich als Alfred Hitchcock with Goose, als Che Guevara, als Marilyn Monroe, als Meryl Streep, als Albert Einstein, als Salvador Dalí oder als Muhammad Ali - verblüffend ähnlich den zum Vorbild genommenen ikonischen Fotografien und doch anders als die Originale. Die Ausstellung wird zu ersten und einzigen Mal in Deutschland präsentiert.

Fotocredit: Diane Arbus: Identical Twins, Roselle, New Jersey (1967), © Sandro Miller (2014) / Courtesy Catherine Edelman Gallery, Chicago


12.02.2017 - 23.04.2017
Herbert List - The Magical in Passing

Pressemitteilung
Einen Querschnitt seines vielfältigen Schaffens zeigen 122 Arbeiten in „The Magical in Passing“. Diese Auswahl beleuchtet das schwer fassbare Œuvre des deutschen Fotografen und warum es so schwer ist, seine Arbeit zu kategorisieren. Er arbeitete in fast allen Genres, die die Fotografie zu bieten hat: Architektur, Stillleben, Streetfotografie, Porträts und Dokumentation. Dennoch verwischte er auch die Abgrenzung zwischen diesen Bereichen: Architektonische Aufnahmen scheinen wie komponierte Stillleben oder surreale Kompositionen. Die Dokumentation von griechischen Skulpturen oder afrikanischen Artefakten grenzt an Porträts; und wenn er die klassische Schönheit des männlichen Körpers einfängt, weiß man nicht genau, ob wir uns mühevoll komponierte Arrangements anschauen oder ein privates Fototagebuch, das spontan gemacht wurde.

Fotocredit: "The Egg-Despiser": Hamburg, Germany, 1931 © Herbert List/Magnum Photos