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Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow

Kunstinstitution bei artports.com

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow

Alter Garten 3
D – 19055 Schwerin
Germany/Deutschland
Tel: 0385 – 5958-0
Fax: 0385 – 563090
s.struck@museum-schwerin.de
www.museum-schwerin.de
Öffnungszeiten:
ab 15.4. Di - So 11-18 Uhr | ab 15.10. Di - So 11-17 Uhr
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Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow

Aktuelle Info

Jeden Donnerstag um 18.00 Uhr bitten wir in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin zum Rendezvous, das immer etwas anderes bietet:
Künstlergespräche, exklusive Führungen, Lesungen, Konzerte, Filmpremieren, Theateraufführungen oder Themenabende passend zu unserer aktuellen Ausstellung oder Themen unserer Sammlung.
Der Eintritt beträgt 3 €.

Die aktuellen Veranstaltungen finden Sie hier:
https://www.museum-schwerin.de/veranstaltungen/

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen


Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow

07.07.2017 - 15.10.2017
Die Menagerie der Medusa
Otto Marseus van Schrieck und die Gelehrten

Pressemitteilung
Ausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal den Erfinder des „Waldbodenstilllebens" im Kontext seiner Zeitgenossen. Sie stellt nicht allein die Schönheit von Stillleben ins Zentrum der Betrachtung, sondern die Faszination des Dunklen, Verborgenen, Unheimlichen.

Dabei sollen die vergessenen Verbindungen der Kunst mit der damaligen Wissenschaft erkennbar werden. Das 17. Jahrhundert erlebte einen Epochenwandel, der von der Buchgelehrsamkeit zur empirisch forschenden Naturwissenschaft führte und die Grundlage unseres heutigen Weltbildes schuf. Es ist das Jahrhundert des Mikroskops. Bis dahin unbekannte visuelle Welten, Dinge, die nie zuvor gesehen worden waren, verlangten nach Darstellung. Künstler gehörten damals zu den inneren Kreisen der Wissenschaft.
Otto Marseus van Schrieck stellte Pilze, Insekten und Spinnen, Amphibien und Reptilien, vor allem Schlangen, dar. All diese Pflanzen und Tiere wurden zu seiner Zeit intensiv erforscht, und ein berühmter Gelehrter wie Jan Swammerdam berief sich ausdrücklich auf Beobachtungen seines Freundes Marseus.

Gelehrte und Künstler unternahmen Reisen nach Italien, Frankreich und England. Briefe, Druckgraphik und Publikationen machten Erkenntnisse und Darstellungen in ganz Europa bekannt. Anhand dieser Zeugnisse persönlicher Beziehungen wird die Ausstellung die Netzwerke der Erkenntnisgewinnung aufzeigen. Erst in mühevoller Beobachtung wurde beispielsweise deutlich, dass auch die einfachsten Tiere sich nur durch Fortpflanzung vermehren, nicht durch Spontangenese.

Bei giftigen und heilkräftigen Substanzen gab es Schnittfelder zwischen Heilkunst und Malerei. Außerdem brachte Marseus echte Schmetterlings¬flügel
in seine Gemälde ein, die die Natur nicht nur abbilden, sondern geradezu vorweisen. Sowohl Gärten mit lebenden Pflanzen als auch umfangreiche Sammlungen von Insekten, Muscheln und anderen Naturalien wurden angelegt. Die Naturalien¬sammlungen erlangten internationale Bekanntheit – nicht zuletzt durch Bildatlanten. Wieder waren es die Künstler, die die vermittelnde Rolle spielten.

Der Zusammenhang der Stillleben mit wissenschaftlichen Erkenntnissen ihrer Zeit macht die Werke für den heutigen Betrachter lebendig. Es wird ablesbar, dass es sich um frühe Zeugnisse der Naturerkenntnis handelt, in denen die Tradition mit dem noch heute gültigen Weltbild ringt. Vor allem aber bringt
die Ausstellung eine Malerei zur Anschauung, die eine ganz eigene Faszination ausstrahlt und hier zum ersten Mal zum Thema gemacht ist.

„Die faszinierende Detailgenauigkeit von Otto Marseus van Schrieck wird die Besucher der Ausstellung gefangen nehmen. Diese Verbindung von Forschung und Kunstgenuss war es, die Ernst von Siemens mit seiner Kunststiftung unterstützen wollte“ freut sich Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung, die zu den Förderern des Ausstellungsprojektes zählt.


Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow

07.10.2017 - 07.01.2018
Land in Sicht
Die Kunstankäufe des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2015/2016

Pressemitteilung
Ausstellungstermin nur voraussichtlich!!
Aktuelle Informationen unter: https://www.museum-schwerin.de/ausstellungen/vorschau/

Ausstellung auf Schloss Güstrow

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und das Staatliche Museum Schwerin?/?Ludwigslust?/?Güstrow präsentieren gemeinsam die Neuerwerbungen für die Kunstsammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. In den Ateliers von 14 Künstlern wurden insgesamt 79 Arbeiten aus unterschiedlichen Gattungen und von großer stilistischer Bandbreite zusammengetragen: Malerei, Druckgrafik, Zeichnungen, Objekte, Fotoarbeiten und Videokunst von Martha Damus, Jacqueline Duhr, Friedrich Wilhelm Fretwurst, Jörg Hamann, Lars Lehmann, Annette Leyener, Margret Middell, Marcus Schramm, Holger Stark, Wolfgang Tietze, Iris Thürmer, Sven Ochsenreither, Matthias Wegehaupt und Marc Wiesel.


Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow

17.11.2017 - 18.02.2018
Rausch, Wonne und Verglühen
Die Zukunft der Sammlung Frank Brabant


Pressemitteilung
Ausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Frank Brabant, der in Schwerin geboren und aufgewachsen ist und sich später in Wiesbaden eine Existenz als erfolgreicher Geschäftsmann aufbaute, hat im Laufe seines Lebens eine beachtliche Kunstsammlung zusammengetragen. Die Sammlung umfasst das ganze 20. Jahrhundert angefangen von Bonnard und Toulouse-Lautrec bis zu Penck und Lüpertz, der Schwerpunkt liegt aber bei Werken des Expressionismus und der Neue Sachlichkeit.

Angefangen hat alles mit einem Holzschnitt von Max Pechstein, den Frank Brabant sich von dem Geld kaufte, das er eigentlich für seinen ersten VW-Käfer gespart hatte. Später kamen Werke von Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke Georg Tappert, Emil Nolde, Otto Dix, Max Beckmann und viele anderen hinzu. Über 500 Werke umfasst die Sammlung heute. Neben den „großen Namen“ sind viele Maler der „Verschollenen Generation“ vertreten – Künstler, die in der Nazizeit verfemt wurden und nach dem Krieg nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen konnten. Die Bilder spiegeln in vielen Fällen die sozialen Missstände in der Weimarer Republik und geben zugleich einen Überblick über das damalige Kunstgeschehen.

Frank Brabant will seine Kunstsammlung nach seinem Tod je zur Hälfte dem Museum Wiesbaden und der Galerie Alte & Neue Meister des Staatlichen Museums Schwerin schenken. Die Ausstellung zeigt heute schon die Werke, die die Sammlung des Schweriner Museums in Zukunft ergänzen werden. Bisher besitzt das Museum nur wenige Werke, die dem Expressionismus oder der Neue Sachlichkeit zu zurechnen sind, insofern schließt diese Schenkung eine Lücke. Besonders augenfällig wird die Bedeutung der Stiftung für die Sammlung des Museums an einem Gemälde von Heinrich Ehmsen. Bei dem Werk in der Sammlung Brabant handelt es sich um die Vorstudie zu dem Gemälde Der Angler von Cassis, das sich bereits seit 1968(?) im Bestand des Staatlichen Museums befindet.

Auch das Museum Wiesbaden stellt in einer Ausstellung im Sommer 2018 seinen Teil der Sammlung vor. Zu beiden Ausstellungen erscheint ein gemeinsamer Katalog, der die Sammlung Frank Brabant noch einmal als Ganzes würdigt. Anhand der Sammlung wird hier nicht nur die Kunst des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit, sondern auch die Vernetzung der Künstler und Gruppierungen untereinander vorgestellt.


Ausstellungsarchiv


Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow

20.05.2017 - 24.09.2017
Cranachs Luther!
Werke der Malerfamilie Cranach



Pressemitteilung
Ausstellung auf Schloss Güstrow

Das Staatliche Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow veranstaltet im Reformationsjahr 2017 unter dem Titel Cranachs Luther! eine Ausstellung
zu Lucas Cranach dem Älteren und Lucas Cranach dem Jüngeren.
Die Wittenberger Malerdynastie stand in engem Kontakt zu namhaften Reformatoren wie Martin Luther oder Philipp Melanchthon und begleitete
mit ihren Gemälden und Grafiken die Zeitgeschehnisse. Beide Künstler galten
als die „Maler der Reformation“ und prägten im Wortsinn bis heute unser Lutherbild.

Erstmals präsentiert das Staatliche Museum die eigenen Bestände der Werke von Lucas Cranach dem Älteren, Lucas Cranach dem Jüngeren und ihrer Werkstatt in einer Sonderausstellung im Schloss Güstrow. Zu sehen sind die Zeichnungen zum Altar in der Wittenberger Stadtkirche sowie 16 Druckgrafiken, die für die Verbreitung der Gedanken der Reformation von zentraler Bedeutung waren.
Im Zentrum der Ausstellung stehen 12 Gemälde der Cranachs, die einen guten Einblick in das Schaffen der Maler ermöglichen.

Die Schau ist als Kabinettausstellung in zwei Räumen von Schloss Güstrow konzipiert. Wichtige Werke wie das Jugendbildnis Martin Luthers und seiner Frau Katharina von Bora befinden sich im Besitz des Staatlichen Museums.
Mit dem ganzfigurigen Luther-Porträt zeigt die Ausstellung ein Werk, das von zentraler kultur- und kunstgeschichtlicher Bedeutung ist. Es stammt aus der Schweriner Schlosskirche, dem ersten protestantischen Kirchenbau Norddeutschlands, und steht im Blickpunkt der Schau.

Die Kabinettausstellung wird begleitet von dem Vermittlungsprogramm
„Pop up Cranach“, einem Bereich für Kinder und Schüler, der 2015 im Rahmen der Cranach-Ausstellung in der Gemäldegalerie Berlin entstand. Aufgrund des großen Erfolgs war „Pop up Cranach“ bisher in mehreren Städten Deutschlands zu sehen. Kinder und Schüler können hier das Motivrepertoire der Cranachs auf spielerische Weise erkunden und selbständig eigene und neue Bildideen kreieren.


02.02.2017 - 07.05.2017
Ein Mecklenburger in Rom
Ferdinand Ruscheweyh – eine Wiederentdeckung

Pressemitteilung
Kabinettausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Im Jahr 2016 erwarb das Staatliche Museum den Nachlass von Ferdinand Ruscheweyh (1785–1846). Dazu gehören ein Selbstporträt, eine Autobiographie und acht Skizzenbücher mit Reiseerlebnissen und Veduten aus Italien.
Dieser umfangreiche Ankauf ermöglicht eine umfassende Neubewertung
des Wirkens des Künstlers.
Ferdinand Ruscheweyh war einer der bedeutendsten Reproduktionsstecher einer Gruppe von Künstlern, die als Nazarener bezeichnet wurden. Dieser deutschsprachige Künstlerkreis ging um 1800 nach Italien, um in Rom unter Orientierung an der Malerei der Renaissance die Kunst zu reformieren.
Der in Neustrelitz geborene Ruscheweyh studierte in Berlin und Wien und reiste im Jahr 1808 ebenfalls nach Rom, wo er 24 Jahre lebte. Erst 1833 kehrte er nach Neustrelitz zurück.
Zu Ruscheweyhs bedeutendsten Stichwerken gehören die Reproduktionen nach Zeichnungen von Peter Cornelius zu Johann Wolfgang von Goethes „Faust“ und die Stiche nach Johann Martin Wagner zum „Eleusinischen Fest“ von Friedrich Schiller. Er arbeitete weiterhin nach so wichtigen Vertretern der nazarenischen Kunst wie Asmus Jacob Carstens, Friedrich Overbeck und Franz Pforr.
In den folgenden Jahren wird in Kooperation mit der Universität Göttingen
der Nachlass des Künstlers aufgearbeitet und anschließend die Ergebnisse in einer Tagung diskutiert. Eine umfassende Publikation ist geplant.
Die aktuelle Kabinettausstellung präsentiert den Neuankauf erstmals der Öffentlichkeit zusammen mit einer Auswahl der im Schweriner Kabinett vorhandenen Druckgraphiken Ruscheweyhs.


27.10.2016 - 29.01.2017
Mit der Kraft des Neubeginns.
Ludwigslust in Ansichten des Hofmalers Johann Dietrich Findorff

Pressemitteilung
Kabinettausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Johann Dietrich Findorff, ab 1747 Hofmaler im Schloss Ludwigslust, dokumentierte von 1765 bis 1770 den Baufortschritt beim Umbau des Dorfes Klenow in die neue Residenz Ludwigslust.
Inmitten ausgedehnter Wälder und Jagdgebiete entstand ein Lustschloss, das bis heute von einem weitläufigen Park umgeben ist.

Die Kabinettausstellung, in der Sammlung der Alten Meister zu sehen, präsentiert 12 Radierungen Findorffs, die in großformatige Ansichten der neuen Anlagen im Park und einer monumentalen Version der Hofkirche gipfeln.
Findorff zeigt Ludwigslust als ein ländliches Ideal, bestehend aus bäuerlichen Sujets, Wasserspielen und Szenen im Park – als locus amoenus (lieblichen Ort).
Auch wenn Findorff die Vollendung des Neubaus durch seinen Tod 1772 nicht erlebte, spiegeln seine Radierungen doch die Hoffnungen des Hofes auf einen Neubeginn nach dem Siebenjährigen Krieg.

Das Museum besitzt die von Findorff gefertigten Kupferplatten der Radierungen. Einige davon sind in der Ausstellung zu sehen.
Sie veranschaulichen sehr eindrucksvoll den Herstellungsprozess der Prospekte von Ludwigslust.


01.07.2016 - 28.02.2017
MODERNE

Pressemitteilung
Ausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Mit der Eröffnung des Neubaus der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin am 1. Juli 2016 eröffnen sich völlig neue Perspektiven für die Präsentation der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Schwerin: auf 1.500 Quadratmetern
Ausstellungsfläche findet endlich dauerhaft die Moderne ihren Platz – in wechselnden Präsentationen der eigenen Bestände.
Das Schweriner Haus bietet damit erstmals stets einen Gang durch die Kunstgeschichte vom 17. bis zum 21. Jahrhundert.
Die Eröffnungsausstellung verbindet die Einweihung des Neubaus, in dem die zeitgenössische Kunst ihren Platz findet, mit der Präsentation des umgestalteten theaterseitigen Altbauflügels: auch hier ist zukünftig Kunst der Moderne zu sehen. Eine gläserne Brücke verbindet den Neubau mit dem 1882 eröffneten Altbau also sowohl architektonisch als auch inhaltlich.
Das spektakulärste Werk in der Eröffnungsausstellung wird die von Günther Uecker eigens für Schwerin angefertigte Serie neuer Wustrower Tücher sein, die im Obergeschoss des Neubaus gezeigt wird. Der 1930 in Mecklenburg
geborene Uecker nimmt hier Bezug auf seine Erlebnisse in den Kriegs- und Nachkriegsjahren auf Wustrow: Sowjetische Soldaten zwangen ihn, Leichen vom Untergang der Cap Arkona, die an den Wustrower Strand gespült wurden, zu verscharren. Es waren ca. 4600 Häftlinge aus dem KZ Neuengamme und 500 Soldaten an Bord.
Seit 2010 suchte Uecker die Halbinsel immer wieder auf, um an den Stellen, an denen er 1945 die Leichen verscharrt hatte, Tücher auf den Sand zu legen und großformatige Bilder zu schaffen.

Im Untergeschoss des Neubaus werden Beispiele aus der vielfältigen Sammlung Neue Medien des Staatlichen Museums gezeigt, die bislang aus Platzgründen nie präsentiert werden konnten, darunter Installationen, Videos und Objekte von u.a. Ulrike Rosenbach, Aernout Mik und Jörg Herold. Herolds großformatige, mit Wasser gefüllte Skulptur Mahnmal für einen Matrosen erinnert an die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs versenkten Flüchtlingsschiffe und greift damit ein den Wustrower Tüchern vergleichbares Thema auf. Beispielhaft genannt sei außerdem die Installation Uto-Pia von Gediminas & Nomeda Urbonas (Litauen), die den gesellschaftlichen Wandel auf einem Archipel in der Ostsee nach dem Wegfall des Eisernen Vorhangs thematisiert – und somit, wenn auch indirekt, das Thema Krieg.
Im ehemaligen Wechselausstellungsbereich im Altbau sind mit dem Fadenstuhl, dem Elektrischen Garten, dem Twine Object oder der Materialcollage wichtige Werke Günther Ueckers aus der Schweriner Sammlung zu sehen.
Die Schweriner Sammlung des „enfant terrible“ Marcel Duchamp gibt Aufschluss über die enorme Bedeutung, die Duchamp für folgende Künstlergenerationen hatte und noch immer hat. An einzelnen Werken der Schweriner Sammlung sowie der Fluxus-Kollektion der Familie Kelter wird dieser Bezug konkret nachvollziehbar.
Erwähnt seien zudem Werke von Lovis Corinth, Lyonel Feininger, Nam June Paik, Bernhard Heisig und Sigmar Polke, die ebenfalls zu sehen sind.


20.11.2015 - 14.02.2016
Experimentell & Subversiv. Farbige Grafik & Mail Art in der DDR

Pressemitteilung
Grafik war im Osten Deutschlands sehr beliebt – dennoch blieb dieser im sozialistischen Kunstbetrieb wichtige Bereich bisher unbearbeitet. In den 1990er Jahren standen die Gattungen des Tafelbildes im Mittelpunkt unterschiedlichster Betrachtungen. Die Ausstellung schließt eine Lücke im Reigen der Ausstellungen zur Kunst in der DDR und zeigt die Funktionsweise und Bedeutung der Grafik in der DDR in ihrer künstlerischen Bandbreite und Experimentiervielfalt. Mit seinen Sammlungsschwerpunkten Farbige Grafik der DDR und dem Mail Art Archiv ist das Schweriner Museum prädestiniert, einen wichtigen Beitrag zur Rekonstruktion des künstlerischen Kommunikationssystems „Grafik in der DDR“ mit all seinen Facetten zu leisten.


10.07.2015 - 18.10.2015
Kaleidoskop der Moderne. Chagall, Miró, Picasso und die Avantgarde

Pressemitteilung
Die Ausstellung zeigt nicht nur ein Kaleidoskop von Künstlern und Werken der Nachkriegsavantgarde, sondern sie wird durch die Geschichte von Nana und Eddy Novarro und ihres Carnet d’Or in den Kontext einer Erzählung gestellt, die den Charakter der Ausstellung prägt und den Besucher Kunstgeschichte auf eine persönliche Art näherbringt.


27.02.2015 - 14.06.2015
REISE NACH INDIEN

Pressemitteilung
„Ich möchte das wahre Indien sehen”, heißt es im Roman Edward Morgan Forsters Auf der Suche nach Indien. Doch was ist das ‚wahre Indien‘? Jeder hat eine andere Vorstellung, entstanden durch Erfahrungen mit der indischen Kultur im heimischen Umfeld oder durch Reisen auf den Subkontinent.
Unterschiedliche Blickwinkel der Künstler Sakshi Gupta, Alf Löhr, Renate Graf, Sudarshan Shetty und Thomas Florschuetz auf Indien lassen den Betrachter ihrer Arbeiten das Land neu entdecken und schicken ihn auf eine visuelle Reise, die ihn Unerwartetes und Altbekanntes in einem zeitgenössischen Kontext entdecken lässt.
Die Ausstellung zeigt rund fünfzig Werke – darunter Gemälde, Fotografien und Installationen, von denen zahlreiche erstmals in Deutschland zu sehen sind.


05.07.2014 - 28.09.2014
Expressionistische Begegnung
Ernst Ludwig Kirchner - Jan Wiegers

Pressemitteilung
Ernst Ludwig Kirchner zählt zu den bedeutendsten Künstlern des deutschen Expressionismus. Im Alter von 25 Jahren gründete er 1905 gemeinsam mit den Architekturstudenten Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff die Künstlergruppe Die Brücke. Die Künstler strebten in ihren Werken nach dem reinen Ausdruck. Motive wie Landschaften oder Akte in der Natur wurden zum Ausdrucksträger für das innere Erleben der Welt. 1920 lernte der niederländische Maler Jan Wiegers Kirchner in Davos kennen und wurde sein erster Schüler. In der Ausstellung werden die Werke Kirchners erstmals in Deutschland mit denen von Wiegers zusammen gezeigt. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Staatlichen Museums Schwerin mit dem Saarland Museum Saarbrücken und dem Groninger Museum.


14.03.2014 - 09.06.2014
Die Revolution der Romantiker
FLUXUS made in USA

Pressemitteilung
Die Ausstellung zeigt erstmals den Einfluss der historischen Romantik auf eine aktualisierte, neue Idee des Romantischen. Werke der berühmten, aus Mecklenburg und Pommern stammenden Romantiker Caspar David Friedrich, Georg Friedrich Kersting und Philipp Otto Runge treffen auf Werke der amerikanischen Fluxus-Künstler Nam June Paik, John Cage, George Brecht, Alison Knowles, George Macunias und anderen.
Fluxus ist eine Avantgardeströmung, die zu Beginn der 1960er Jahre einen künstlerischen und auch einen gesellschaftlichen Wandel anstrebte. Beide Kunstströmungen verbindet der drängende Wunsch, Kritik an den als einengend empfundenen gesellschaftlichen Verhältnissen zu üben und die Idee der Freiheit mit den Mitteln der Kunst zu behaupten.


11.10.2013 - 16.02.2014
Kosmos der Niederländer. Die Schenkung Christoph Müller

Pressemitteilung
Die Sammlung Christoph Müller ist hinsichtlich ihrer Themen, Gattungen und Künstlernamen vielfältig und umfänglich angelegt. Sie stellt eine ideale Ergänzung der Sammlung des Staatlichen Museums Schwerin dar, handelt es sich doch ausschließlich um niederländische Werke des 16. bis 18. Jahrhunderts. Müller hat seine Sammlung über 25 Jahre hinweg aufgebaut und sich als Sammler über diesen langen Zeitraum eine bemerkenswerte Kennerschaft und ein ausgezeichnetes Urteilsvermögen angeeignet, so dass die Werke durchweg von hoher bis höchster Qualität sind. In der Ausstellung werden erstmals alle Gemälde vorgestellt und in einem Katalog publiziert.


14.06.2013 - 15.09.2013
Schimmern aus der Tiefe. Muscheln/ Perlen/ Nautilus

Pressemitteilung
Der subtile Glanz von Perlmutt, das in den Farben des Regenbogens schillert, fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten. Über den optischen Reiz hinaus sind Perlen, Muscheln und Schnecken Ausdruck der Entdeckung und Erforschung der Welt durch die Europäer in der
Renaissance. Perlmutt ziert die repräsentativsten Objekte adeliger Auftraggeber: in Waffen, prächtigen Möbeln oder Prunkpokalen brilliert das Material neben Ebenholz, Schildpatt, Edelsteinen, Gold und Silber.
Dem feinen Schmelz der Oberflächen spüren etwa die holländischen Stilllebenmaler des Goldenen Zeitalters nach, während auf Grafiken vor diesen weltlichen Reichtümern gewarnt wird. Ausgehend von den reichen,
aus herzoglichem Kunstsinn hervorgegangenen Sammlungen des Staatlichen Museums und ergänzt um Leihgaben präsentiert die Ausstellung eine Reihe von eigens für das Projekt restaurierten Objekten.

BU: Nautilus-Deckelpokal, Meister des Schweriner Nautilus , Köln, um 1618, Perlboot (Nautilus pompilius), geschnitten, graviert, Silber, gegossen, getrieben, punziert, ziseliert, vergoldet, Foto: Gabriele Bröcker, © Staatliches Museum Schwerin


22.02.2013 - 19.05.2013
Knut Wolfgang Maron - EIN LEBEN

Pressemitteilung
Die Ausstellung zeigt Fotografien aus der Welt des Alltags, Bilder der Vergänglichkeit. In dem Projekt „Ein Leben“ wendet sich Knut Maron ganz persönlich dem Tod und der Frage zu, was am Ende bleibt: Im Haus seiner 82-jährigen Mutter führte er fotografisch Tagebuch über die letzte Phase ihres Lebens. Es entstanden berührende Bilder von körperlicher Zerbrechlichkeit und der sichtbaren Ordnung eines langen Lebens. Bilder voll Trauer und Abschied verweisen über den subjektiven Blickwinkel hinaus auf eine Ordnung hinter den Dingen. Nichts Spektakuläres scheint auf; die Intensität der fotografischen Einfühlung wurde zu Recht mehrfach mit Preisen gewürdigt.

BU: Knut Wolfgang Maron, Ein Leben (1997-2012) Original Handabzüge des Künstlers auf Farbfotopapier, Typ C, Vintage-Prints. 60 x 90 cm, © K. W. Maron


12.10.2012 - 27.01.2013
Kopie, Replik und Massenware - Bildung und Propaganda in der bildenden Kunst

Pressemitteilung
Zu jeder Zeit wurde kopiert und reproduziert mit wechselndem Anliegen und wechselnder Funktion: Bildnisse, Madonnen, Stadtansichten, antike Bildwerke, eigene und fremde Gemälde – auf Leinwand und Papier, in Ton, Gips, Wachs und Papiermaché.
Die Ausstellung präsentiert etwa 150 Exponate unterschiedlicher Kunstgattungen: aus eigenem Bestand, ergänzt durch einmalige Leihgaben aus Klöstern, Kirchgemeinden, Museen und Privatbesitz. Sie setzt mit den privaten Andachtsbildern des Mittelalters ein und endet mit der Nutzung des Mediums Photographie für den Lichtdruck. Untergliedert ist sie in die großen Themenkomplexe: Bilder des Glaubens, Bilder fürstlicher Macht, Kunst für Sammler und Liebhaber, Schaulust und Bildung. Dabei wird die Funktion des Exponats zu seiner Entstehungszeit verfolgt sowie die sich wandelnde Auffassung von Original und Wiederholung. Nonnenarbeiten und sorgsam bemalte Abformungen galten vom Mittelalter bis zum Barock als eigenständige Andachtsbilder und Kunstwerke. Seit dem Klassizismus wurden Kopien und Abgüsse weitgehend als Verweis auf das Original betrachtet. Dazu zählen auch Wallfahrtsbildchen, Reproduktionsgraphiken und Photographien von Gemälden. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Schweriner Hof und dem Großherzoglichen Museum. Den Schlusspunkt setzen zwei Buchausgaben der Schweriner Sammlung, die eine im Lichtdruck und die andere mit eigens angefertigten druckgraphischen Reproduktionen, sowie ein Blick auf Marcel Duchamps Auseinandersetzung mit der Mona Lisa von Leonardo da Vinci.
BU: Peeter van Bloemen
Proviantzug, 1719
Staatliches Museum Schwerin


15.06.2012 - 16.09.2012
Connected by Art - Zeitgenössische Kunst aus dem Ostseeraum


24.02.2012 - 28.05.2012
Der Bloemaert-Effekt. Farbe im Goldenen Zeitalter


22.07.2011 - 23.10.2011
Sommergäste. Von Arp bis Werefkin. Klassische Modern in Mecklenburg und Pommern

Pressemitteilung
Der Landstrich an der Ostseeküste mit den Inseln Hiddensee, Rügen und Usedom, die durch Ursprünglichkeit und Ruhe geprägt waren, bildete für viele Künstler der Klassischen Moderne (u. a. Arp, Corinth, Feininger, Jawlensky, Munch, Werefkin) den notwendigen Gegenpol zu den turbulenten Großstädten. Hier konnten sie die Einheit von Mensch und Natur erleben und zum Wesentlichen menschlicher Existenz zurückkehren.
Die Ausstellung Sommergäste gibt mit ausgewählten Gemälden, Zeichnungen und Druckgraphiken aus nationalen und internationalen Museen und Privatsammlungen erstmals einen repräsentativen Überblick über die in dieser Region entstandenen Werke der Klassischen Moderne.


23.07.2010 - 14.11.2010
Scheinbar vertraut
Die holländische Genremalerei in Schwerin

Pressemitteilung
Ausstellung und Katalog bieten erstmals einen vollständigen Überblick über den kostbaren Schweriner Besitz holländischer Genremalerei des 17. und 18. Jahrhunderts. Der Begriff Genremalerei ruft jedem Kunstinteressierten einige der berühmtesten holländischen Gemälde vor Augen, Szenen des täglichen Lebens der einfachen Leute, der Bauern, aber auch Blicke in Interieurs wohlhabender holländischer Bürger, Straßen- und Kirmesszenen. Mit deutlich über 100 Werken ist die Genremalerei in Schwerin sowohl sehr umfangreich als auch in besonderer Variationsbreite der Themen und in außerordentlicher Attraktivität vertreten. Zu den schönsten Gemälden zählen die Torwache von Carel Fabritius und Werke von Frans Hals, van Mieris, Dou, Potter und Honthorst.


02.04.2010 - 04.07.2010
Schwerinblicke-Künstlersichten

Pressemitteilung
Anlässlich des 850. Stadtjubiläums lädt das Staatliche Museum Schwerin national und international renommierte Künstler ein, Schwerin selbst zum Thema ihrer Werke zu wählen. Beteiligt sind u.a. Daniel Spoerri aus der Schweiz, der ein Musée Sentimental de Schwerin einrichtet, Jim Hamlyn aus Schottland, der sich dem Thema Stadt am Wasser widmet, Jürgen Palmer aus Stuttgart, der die akustische Wahrnehmung einer Stadt in der schwerin.blindstudie einfängt, die "Reinigungsgesellschaft" aus Berlin, die sich der Abwanderung aus Schwerin in einer Medieninstallation widmet und der Schweizer Konzeptkünstler Res Ingold, der einen Wasserflugplatz für Schwerin visioniert.
Kostbare Werke aus den Kunstsammlungen des Hauses, die Schweriner Ansichten zeigen, werden erstmalig nach ihrer Restaurierung zu sehen sein.


22.11.2008 - 15.02.2009
Koordinaten M-V. Vom Wesen des Wandels

Pressemitteilung
Die Ausstellung präsentiert zeitgenössische Positionen von sieben Künstlern, die Mecklenburg-Vorpommern auf unterschiedliche Weise verbunden sind. Zu sehen sind filmische Werkfolgen des Regisseurs Hans Jürgen Syberberg, Objekte und Skulpturen von Günther Uecker, Interventionen im mecklenburgischen Loitz von Barbara C. Tucholski sowie Zeichnungskomplexe von Hanns Schimansky. Katrin von Maltzahn, Jörg Herold und Andreas Sachsenmaier vertreten junge Positionen.