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Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

Kunstinstitution bei artports.com

Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

Almstraße 49
D-77770 Durbach
Germany/Deutschland
Tel: +49(0)781 / 93 201-403
Fax: +49(0)781 / 93 201-479
mail@museum-hurrle.de
www.museum-hurrle.de
Öffnungszeiten:
Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa-So, Feiertage 11-18 Uhr
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Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

Aktuelle Info

Schließung wegen Ausstellungswechsel vom
25. März bis 5. April 2019
Geschlossen an Heiligabend und Silvester.

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen


Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

17.11.2018 - 24.03.2019
Mythos Leipziger Schule
von 1960 bis heute

Pressemitteilung
Vom 15.11.2018 bis zum 24.3.2019 sind im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg Arbeiten Leipziger Künstler in der Ausstellung „Mythos Leipziger Schule von 1960 bis heute“ zu sehen.

Der 1972 von einem Journalisten geprägte Begriff der „Leipziger Schule“ ist schwammig und steht keineswegs für einen einheitlichen Stil. Anfang der 60er Jahre hatte Bernhard Heisig als neu berufener junger Rektor der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig (HGB) mit der Gründung einer Malklasse den Grundstein für den Erfolg Leipziger Künstler gelegt. Als sich die restriktive Kulturpolitik der DDR mit ihrem Ideal des „Sozialistischen Realismus“ zunehmend lockerte, eroberten immer mehr Leipziger Künstler das Feld, allen voran Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke, die erst Studenten, dann als Professoren an der HGB tätig waren und verschiedene Stilrichtungen von expressiv (Heisig) bis altmeisterlich-realistisch (Tübke) vertraten. 1972 galt Leipzig dann als „Kunstzentrum“, wo die künstlerische Kritik an der eigenen Gesellschaft erstmals offizielle Anerkennung fand und sich im Laufe der 80er Jahre immer mehr Geltung verschaffte.
Nach der Wende, die für viele DDR-Künstler wirtschaftlich ein Desaster bedeutete, entdeckte dann Anfang des neuen Jahrtausends zunächst der US-Kunstmarkt die junge Künstlergeneration aus Leipzig für sich. Unter dem Schlagwort der „Neuen Leipziger Schule“ kamen junge Künstler nun zu weltweitem Ruhm, wobei wiederum von einem einheitlichen Stil nicht die Rede sein kann.

Die Durbacher Ausstellung verdeutlicht, dass nicht die Etikettierung einer Arbeit ihre Bedeutung ausmacht, sondern ihre künstlerische Qualität. Neben den beiden „Leipziger Schulen“ werden auch wichtige Bilder von Künstlern gezeigt, die sich allein ihrem Anspruch verpflichtet gesehen haben: die stillen Unspektakulären und die innovativen Aufmüpfigen. Beide passten natürlich nicht in das Schema der nur nach außen hin so „tabulosen“ Kulturpolitik der SED.
Mit diesem Ansatz bietet sich erstmalig ein breiterer Blick auf das Kunstschaffen in der DDR bis heute.


Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

06.12.2018 - 24.03.2019
Profile in der Kunst am Oberrhein: Heinz Pelz | Roland Spieth

Pressemitteilung
Vom 6. Dezember 2018 bis 24. März 2019 sind in der Reihe "Profile in der Kunst am Oberrhein" Arbeiten von Heinz Pelz und Roland Spieth zu sehen.
Heinz Pelz, geboren 1959 in Ludwigsburg, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, wo er Mitbegründer der Gruppe Kriegfried war. Seine abstrakten Arbeiten – auf Papier, Aluminium oder Leinwand, unter Verwendung von Aquarell, Ölfarbe, Lack oder Putztüchern, verschließen sich dem direkten Zugang. Sie scheinen vielmehr Spuren zu sein oder flimmernde Flächen des Ungewissen, in denen sich der Blick verliert.

Roland Spieth, geboren 1963 in Boxberg/Baden, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Seine Bilder bewegen sich immer an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion. Sie legen sich nicht fest, und ihre Titel, wie Landschaft, Gleichgewicht, Verbergung, machen aus dem Betrachter einen Suchenden, dem sich auf einmal neue Aus- und Einblicke öffnen.
Beide Künstler leben in Karlsruhe.


Ausstellungsarchiv


19.08.2018 - 25.11.2018
Guido Kucznierz | Voré
(Profile in der Kunst am Oberrhein)

Pressemitteilung
Vom 19. Juli bis 25. November 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach bei Offenburg in der Reihe „Profile in der Kunst am Oberrhein“ Arbeiten von Guido Kucznierz und Voré. Beide Künstler sind Absolventen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und überwiegend plastisch oder zeichnerisch tätig. Während Kucznierz seine filigranen Skulpturen aus Gipsbinden aufbaut und häufig mit Fundstücken versetzt, bevorzugt Voré für seine an Fragmente gestürzter Baumriesen, Ehrenmäler und Prachtbauten erinnernden Arbeiten den Baumberger Sandstein, der sich durch seine matte, seidige Oberfläche auszeichnet. Im Oszillieren zwischen Figur und Abstraktion zeigt sich eine gewisse Verwandtschaft im Werk der beiden Künstler, das sich einer genauen Begrifflichkeit entzieht: Die Zerbrechlichkeit und Filigranität der Kunst von Kucznierz zeugt ebenso von der Endlichkeit und Unfassbarkeit des Daseins wie die monumentalen Trümmerlandschaften Vorés.


30.06.2018 - 04.11.2018
Das Lied der Dinge. Stillleben im Wandel der Kunst

Pressemitteilung
Vom 30.6. bis zum 4.11.2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg die Ausstellung „Das Lied der Dinge. Stillleben im Wandel der Kunst“.
Mit einem kurzen Blick zurück auf die Malerei der frühen Neuzeit, widmet sich die Ausstellung schwerpunktmäßig dem Fortleben des Stilllebens in der Kunst des 20. Jahrhunderts bis heute. Dabei wird der Vielfalt des Sujets und seiner Symbolik Rechnung getragen: vom althergebrachten Blumenstillleben über Früchtearrangements hin zu vanitas-Motiven mit Skeletten und Totenköpfen, Schlacht- und Jagdbeutemotiven und Interieurs, von Lovis Corinth bis Markus Lüpertz, von Georges Braque über Jean Fautrier bis Michael Triegel. Mit über 70 Arbeiten verschiedenster Stilrichtungen und Künstler zeigt die Ausstellung, dass das Stillleben – französisch „nature morte“ – bis heute alles andere als tot ist.


21.03.2018 - 08.07.2018
Jürgen Brodwolf: Einblicke - Ausblicke
(Profile in der Kunst am Oberrhein)


17.02.2018 - 17.06.2018
Adieu Tristesse. Neue Figurationen 1953 - 1968


06.05.2017 - 06.09.2017
Herbert Zangs - Vom Sinn des Chaos

Pressemitteilung
Vom 6. Mai bis 3. September 2017 sind im Museum für Aktuelle Kunst Durbach in der Ausstellung „Herbert Zangs - Vom Sinn des Chaos. Retrospektive“ mehr als 80 Arbeiten von Herbert Zangs zu sehen, von den frühen figürlichen Bildern über die experimentellen Collagen und Verweißungen bis hin zu den späteren Pinselabwicklungen und Blasenbildern.

Die Ausstellung widmet sich dem Phänomen Herbert Zangs, einem Pionier, der erst spät als solcher erkannt und anerkannt wurde, denn er selbst hat sich dem offiziellen Kunstbetrieb stets entzogen. Als junger Soldat der deutschen Luftwehr war er in Finnland und Norwegen unterwegs, wo ihn die weiten weiß verschneiten Flächen tief beeindruckten, deren Formen unter der Schneedecke nur noch abstrakt zu erahnen waren. Später nahm er 1945 in Düsseldorf sein Kunststudium an der durch den Krieg schwer geschädigten Akademie auf und begann ein reges Reiseleben.
Anfang der 50er Jahre begann er bereits mit seinen „Verweißungen“ zu experimentieren: Er collagierte „objets trouvés“, also gefundene Dinge, Fortgeworfenes und Müll, auf die Leinwand und überzog das Ganze dann mit einer dünnen Weißschicht, unter der die Eigenheiten der Gegenstände noch zu erahnen sind und zugleich abstrahiert werden. Jedoch ging er damit nicht an die Öffentlichkeit, da ihm die Arbeiten zu avantgardistisch erschienen. Erst 1972 findet sein Freund Adolf Luther im Keller eines Krefelder Gymnasiums frühe Arbeiten wieder, von denen Zangs selbst sich neu inspirieren lässt.
Während andere Künstler Karriere machten, wie beispielsweise Joseph Beuys, den er in Düsseldorf kennenlernte, verschwand Zangs immer wieder ins Ausland und ließ auch wichtige Aufträge einfach zurück, ebenso wie er sich oft nicht um das weitere Schicksal von Arbeiten kümmerte, die er gerade ausgestellt hatte. Er gilt als Wegbereiter der 1958 gegründeten Gruppe ZERO, welcher er aber nie angehören wollte, wenngleich er ihr nahestand.
Zangs‘ Werk ist geprägt von unerschöpflicher Neugierde, von immer neuen Experimenten: Er malte mit Scheibenwischern ebenso wie mit gebrauchten Toilettenpapierrollen oder Gläsern, mit deren in Farbe getauchten Rändern er die Blasenbilder schuf. Seine seriellen Bilder sind immer wieder durch Unregelmäßigkeiten unterbrochen – um keinen Preis darf Langeweile aufkommen, die Ordnung muss gestört werden, um Neues zu schaffen. Und auch, als ihn bereits eine falsch behandelte Diabetes an den Rollstuhl fesselte, entstanden noch Arbeiten, nämlich die extrem großformatigen Rollstuhlbilder. Mit seinen Arbeiten erforschte Zangs die Räumlichkeit, die Grenzen und Möglichkeiten des Bildraums und das Spiel von Licht und Schatten, die Wirkung von Weiß und Schwarz. Seine Antibücher, die er 1977 auch auf der Kasseler documenta 6 präsentierte, verkörpern die Leere zwischen den Seiten. Hier stellt der Künstler das gesamte Konzept des Buchs infrage, indem er entweder nur die äußere Form übernimmt oder die Seiten unlesbar macht.
Die Retrospektive „Vom Sinn des Chaos“ beleuchtet die zahlreichen Facetten dieses spannungsvollen Lebenswerkes, in dem sich die Persönlichkeit dieses unkonventionellen und bahnbrechenden Künstlers manifestiert.


15.10.2016 - 23.04.2017
PANORAMA: Imagination und Sprache. Schlüsselwerke aus der Sammlung Hurrle

Pressemitteilung
Vom 15. Oktober 2016 bis zum 23. April 2017 sind im Museum für Aktuelle Kunst Durbach in der Ausstellung „PANORAMA - Imagination und Sprache. Schlüsselwerke der Sammlung Hurrle“ Arbeiten zu sehen, die wegweisend für die weitere Entwicklung der Kunst waren und ein wichtiges Verbindungsglied zwischen der vorhergegangenen Kunst und einem neuen Ansatz in der Kunst darstellen. In zehn Panoramen wird jeweils ein Schlüsselwerk in Beziehung gesetzt zu anderen Werken der Sammlung und so visuelle, kunsthistorische und künstlerische Verbindungen verdeutlicht.

"La langue et l’imagination", Imagination und Sprache, ist ein Bild des dänischen Künstlers Asger Jorn aus dem Jahr 1960. Es ist nicht nur ein Schlüsselbild in der Sammlung Hurrle, sondern gibt auch zugleich das Programm der Ausstellung Panorama vor. Die (künstlerische) Sprache und die (visionäre) Vorstellung sind die Grundkonstanten eines Werks – auf sie will die Ausstellung die Aufmerksamkeit lenken.
Unter einem Schlüsselwerk ist ein Bild zu verstehen, mit dessen Hilfe sich ein größerer Zusammenhang erschließt oder das an einer Schnittstelle steht, einen Umbruch oder eine Neuorientierung aufzeigt. Schlüsselbilder kann es in der Werkentwicklung eines einzelnen Künstlers oder einer Künstlerin oder einer Künstlergruppe, aber auch für eine bestimmte Zeit, einen Ort oder eine Region geben. Sie verbinden Eigenheiten vorhergehender Kunstwerke mit neuen Merkmalen, die wegweisend für die weitere Kunstentwicklung sind. In ihnen manifestiert sich der Zeitgeist, und in diesem Sinne sind sie Herzstücke der Sammlung, da sie auch für diese charakteristisch sind und sie sich um die Schlüsselwerke herum entwickelt.
Schwerpunkt der Sammlung Hurrle waren stets weniger die Superstars des Kunstmarkts, sondern das Interesse gilt den Wegbereitern unter den Künstlern, der künstlerischen Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg und insbesondere den Verbindungen zwischen Künstlern – Lehrverhältnisse, Freundschaften, Künstlergruppen und Rivalitäten. So wird auch in der Ausstellung „Panorama“ die künstlerische Vernetzung rund um zehn ausgewählte Schlüsselwerke sichtbar gemacht und das Einzelwerk in einen größeren kunsthistorischen Kontext gestellt. Dem Besucher öffnen sich damit ein neuer Zugang zum einzelnen Werk und ein Einblick in kunsthistorische Zusammenhänge.


14.07.2016 - 06.11.2016
Profile in der Kunst am Oberrhein: Werner Ewers| Patrick Le Corf

Pressemitteilung
Vom 14. Juli bis 6. November 2016 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach bei Offenburg Arbeiten der Künstler Werner Ewers und Patrick Le Corf. Die beiden verbindet eine deutsch-französische Freundschaft, denn der 1941 in Kehl geborene Bildhauer Ewers erhielt seine Ausbildung in Straßburg an der Ecole municipale des arts décoratifs, der 1950 in der Bretagne geborene Maler Le Corf ließ sich nach seinem Pariser Studium in Bühl nieder.
Werner Ewers hat seit 1983 die Bildhauerei für sich entdeckt, nachdem er sich zuvor ausschließlich der Malerei und Graphik gewidmet hat. Seither fasziniert ihn das Zusammenspiel verschiedener Materialien – insbesondere der Schiefer hat es ihm angetan, da dieser ein empfindliches und zugleich lebendiges Material ist. Er kombiniert ihn bevorzugt mit Pappelholz, lässt die unterschiedlichen Materialien in Dialog treten, so dass gewachsene und geschaffene Form einander ergänzen.
Patrick Le Corf ist nach wie vor fasziniert von der Atmosphäre seiner bretonischen Heimat, der Weite von Strand und Meer und vom Horizont in seinen verschiedenen Erscheinungsformen. Dabei kopiert er nicht einfach das Gesehene, sondern fasst es in eine individuelle künstlerische Form und Sprache. Mit seinen überwiegend gedeckten Farben erfasst er das diffuse Licht und setzt Akzente durch sparsame Andeutungen menschlicher Eingriffe in die Natur, wie beispielsweise Mauern oder Masten.


30.04.2016 - 03.10.2016
Heiko Herrmann und das Kollektiv Herzogstraße