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Martina Kaiser Cologne Contemporary Art

Galerie bei artports.com

Martina Kaiser Cologne Contemporary Art

Bismarckstrasse 50
D-50672 Köln
Germany/Deutschland
Tel: +49 (0) 221 50284924
Fax: +49 (0) 221 48531022
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Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen

06.10.2017 - 25.11.2017
Zhuang Hong Yi - Neue Arbeiten
Vernissage: 06.10.2017
Künstler: Zhuang Hong Yi

Pressemitteilung

Ost und West, Tradition und Moderne, Disziplin und Freigeistigkeit: Der chinesische Künstler Zhuang Hong Yi vereint diese scheinbaren Gegensätze nahezu mühelos und verdichtet sie in Werken, die aufgrund ihres stark haptischen, dreidimensional anmutenden Charakters und ihrer changierenden Farbverläufe weniger als Bilder denn als Wandinstallationen fungieren.

Die so genannten Flowerbeds – gleichsam aus der Leinwand sprießende Blütenköpfe, die mal hauchzart, mal betont pastos gehalten sind – zitieren in ihrer Materialsprache aus Reispapier, Tusche und Lack das chinesische Kunsthandwerk, oszillieren stilistisch jedoch zwischen europäischem Neo-Impressionismus und westlicher Abstraktion. Essenziell für Zhuangs Werke sind die virtuos eingearbeiteten Farbchangierungen, die beim geringsten Positionswechsel des Betrachters sofort neue Effekte und Wahrnehmungen evozieren. Damit greift Zhuang Hong Yi die Grundidee der kinetischen Kunst auf; wobei die Bewegung hier nicht vom Objekt selbst ausgeht, sondern erst durch die Aktion des Rezipienten entsteht.
„In China habe ich gelernt, meine Hände zu benutzen. Und in Europa, dass die Hände dem Kopf, der Idee folgen sollen. Das war rückblickend ein sehr guter Weg. Denn so hatte ich das Privileg, das Beste aus beiden Kulturen mitzunehmen und zu vereinen.“, sagt der Wahlniederländer Zhuang Hong Yi, der sowohl an der altehrwürdigen Hochschule der Künste Sichuan in Chongqing als auch an der renommierten Academie Minerva in Groningen studierte. In seiner Pekinger Werkstatt fertigt er mit seinem Team tausende, per Hand ausgeschnittene und einzeln gefaltete Blumen aus Reispapier, die er dann in seinem Rotterdamer Atelier mit Tusche, Lack und Acryl coloriert und zu großformatigen Arrangements komponiert. Das gipfelt in betörenden, poetischen Bildwelten, die das fulminante Ergebnis kultureller und schöpferischer Verdichtung sind. Und Zhuang damit einen Ausnahmestatus in der zeitgenössischen Kunst bescheren.

Zhuang Hong Yi lebt und arbeitet bei Den Haag/Rotterdam, unterhält zudem eine Werkstatt in Peking. Seine Bilder sind in zahlreichen Privatsammlungen auf der ganzen Welt vertreten und wurden bereits in Museumsausstellungen, u.a. in Peking, Groningen und Zoetermeer gezeigt. Auch auf der TEFAF Maastricht sowie der Biennale in Venedig (2013) waren seine Werke bereits zu sehen. Seine Frau Lulu ist ebenfalls Künstlerin. ( Yorca Schmidt-Junker)
In die Ausstellung


Archiv

08.07.2017 - 26.08.2017
Ja zu Bild - Gruppenausstellung
Vernissage: Freitag, 07.07.2017, 19.00 Uhr
Künstler: Annedore Dietze, Kathrin Günter, Jadranka Ivanis, Sandra Schlipkoeter, Tanja Selzer, Sandra Zuanovic,

Pressemitteilung
Die Galerie Martina Kaiser freut sich 6 Künstlerinnen aus Berlin und Zagreb - Annedore Dietze, Kathrin Günter, Jadranka Ivanis, Sandra Schlipkoeter, Tanja Selzer und Sandra Zuanovic - in einer Gruppenausstellung in Köln präsentieren zu dürfen.



Ja zum Bild



Bilder überwinden die Grenzen der Länder, Sprachen und Kulturen schneller, als alle anderen Botschaften des Menschen. Augenblicklich vermitteln sie eine Vorstellung von Orten und Dingen, Formen und Farben. Mit Lichtgeschwindigkeit verbreiten Instagramm, Flickr und Pinterest Millionen dieser Bilder digital und folgen dem Wunsch des Menschen, Dinge sichtbar zu machen und zu sehen.

oderne, in der seit zwei Jahrhunderten die intellektuelle und sinnliche Auseinandersetzung mit dem, was ein Bild ist, stattfindet. In Berlin und Zagreb haben sich sechs Künstlerinnen gefunden, die in ihrer jeweiligen individuellen künstlerischen Arbeit und miteinander, intensiv über das, was ein Bild heute sein kann, nachdenken. Annedore Dietze, Kathrin Günter, Jadranka Ivanis, Sandra Schlipkoeter, Tanja Selzer und Sandra Zuanovic arbeiten jede für sich – und doch auch gemeinsam – am Bild und mit dem Bild. Es geht ihnen dabei nicht um eine gemeinsame formale Stilistik, sondern um die wesentliche Frage nach der konkreten Materialität des Bildes als sinnliches Konstrukt, in bewusster Auseinandersetzung mit der Immaterialität der massenhaft verfügbaren digitalen Bilder.



Als Produzentinnen sind sie – im Unterschied zu den Betrachtern – auf das engste dem Medium ihrer Bilder verpflichtet. Ihre Arbeiten sind dabei nie allein das Ergebnis einer handwerklich erprobten Routine. Sie alle experimentieren mit den Mitteln ihres jeweilig gewählten Materials und hinterfragen – sowohl technisch wie inhaltlich – Gewohnheiten, formulieren auch Zweifel und Krisen: und verweigern sich konsequent der weit verbreiteten, allzu einfachen und ungefährlichen Pose einer kunstmarktkonformen Sprachlosigkeit. Diese Arbeit am Bild, auf der Grundlage einer souveränen Beherrschung der Mittel, steht für die Authentizität und Qualität bildender Kunst. Kommen Leidenschaft und intellektuelles Vermögen hinzu, die allen sechs Künstlerinnen unterstellt werden darf, erübrigt sich auch die Frage, wie zeitgemäß materiell basierte Gestaltung im Angesicht digital-fluider Bildwelten ist. Dietze, Günter, Ivanis, Schliepköter, Selzer und Zuanovic beziehen materiell konkret nachvollziehbare Standpunkte, Resultate einer intensiven künstlerischen Arbeit.



Auf unterschiedliche Weise untersuchen die Künstlerinnen auch die Beziehung zwischen ihren Sujets und der jeweiligen Beziehung zum Medium einerseits und als informationelles Zeichen andererseits. Es geht dabei um die Frage nach dem Bezug zur Realität, in wie weit vorgefasste Erwartungen, aber auch Wünsche die Wahrnehmung und Deutung bestimmen. Sie begegnen dabei auch der Frage, ob ein Bild schön und anziehend sein darf. Diese ästhetische Fragestellung bezieht sich sowohl auf die Umsetzung als auch auf das Sujet, das einen mitunter problematischen Sehnsuchtsort artikuliert, in dem Begehren, Identifikation und Zwang kollidieren. Unter Verzicht auf Zynismus und Ironie beantworten sie diese Frage mit einem klaren, aber auch durch und kritisch reflektierten, JA. Denn das ganze Potenzial des Bildes und der Kunst gilt es auszuhalten.



Thomas W. Kuhn, Berlin-Tiergarten 2016





Annedore Dietze, geb. 1972 in Bischofswerda | Studium Malerei/Grafik an der HfBK Dresden | Meisterschülerin bei Prof. Ralf Kerbach | MA Chelsea College of Art & Design London | lebt und arbeitet in Berlin und Dresden.



Kathrin Günter, geb. 1971 in Lüchow-Dannenberg | Diplomstudium Photographie an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg | lebt und arbeitet in Berlin.



Jadranka Ivanis, geb.1974, Zagreb, Kroatien |1996 -2000 Studium an der Akademie der Künste, Zagreb | Diplom bei Zlatko Keser | Seit 1995 Sängerin und Mitglied der Band Jinx, Zagreb, Kroatien.



Sandra Schlipkoeter, geb. 1979 in Solingen | Diplomstudium an der Ruhrakademie in Schwerte | Studium an der Kunstakademie Düsseldorf | Meisterschülerin von Eberhard Havekost | Akademiebrief |lebt und arbeitet in Berlin.



Tanja Selzer, geb. 1970 in Idar-Oberstein | Diplomstudium Malerei an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg | lebt und arbeitet in Berlin.



Sandra Zuanovic, geb. 1973 in Kroatien | 1993–1997 Universität Zagreb, Fakultät Textiltechnologie, Diplom Mode-Design | 1997 Umzug nach Berlin | 1997–2003 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee | 2003–2005 Meisterschüler Studium |Diplom bei Katharina Grosse.




09.06.2017 - 06.07.2017
The Poetics of Silence
Vernissage: Freitag, 09.06.2017 um 19.00 Uhr
Künstler: Bernd Kirschner,


10.03.2017 - 19.04.2017
Otto Piene - Keramiken - Papierarbeiten - Leinwandarbeiten - Lichtobjekte
Vernissage: 10.03.2017
Künstler: Otto Piene,

Pressemitteilung


Otto Piene



Keramiken, Lichtobjekte und Feuerarbeiten auf Leinwand und Büttenkarton



Die Einführung sprach Dr. Renate Goldmann, Direktorin Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren



Die Galerie Martina Kaiser freut sich, erstmals Werke des Zero-Künstlers Otto Piene, einem der großen Avantgardisten der deutschen Nachkriegskunst und  Wegbereiter der Licht- und Feuerkunst sowie der Sky-Art-Aktionen in einer Einzelausstellung in der Galerie in der Bismarckstraße zeigen zu dürfen. Gezeigt werden Keramiken und Lichtskulpturen, die bis kurz vor seinem Tod entstanden sind, sowie Feuerarbeiten auf Büttenkarton und Leinwand aus den 70er und 90er Jahren.



Otto Piene (geb. 1928 in Laasphe, gest. 2014 in Berlin) studierte Malerei und Kunsterziehung in München und Düsseldorf. 



Charakteristisch für Piene sind Rauchgemälde, Feuerbilder, Lichtinstallationen, aufblasbare Himmelsskulpturen und kinetische Plastiken, wie zum Beispiel die Skulptur „Licht und Bewegung“ von 1966 am Wormland-Haus an der Hohe Straße, eines der bedeutendsten Kunstwerke im öffentlichen Raum in Köln. Eine weitere Arbeit „Star Pit“ von Piene befindet sich seit 1992 im Mediapark in Köln.



Otto Pienes vielfältiges Werk durchzieht die Suche und die Nähe zu den elementaren Kräften der Natur: Licht, Feuer, Luft und Erde. Das Element Erde und seine Verbindung zum Feuer sind für Piene die Hauptaspekte in seinen Keramikarbeiten, die seit 1999 entstanden sind. Seine Keramiken blicken zurück auf die frühen kinetischen Arbeiten und greifen das Motiv des Rasters auf. Seine „schweren Bilder“ wie er sie selbst nannte, denen eine haptische Qualität innewohnt, lassen sich nicht nur sehen sondern auch fühlen.



Die große Anzahl jüngster Einzelausstellungen in namhaften Museen wie der Neuen Nationalgalerie (Berlin, 2014), dem Guggenheim Museum (New York 2014), der Langen Foundation (Neuss, 2014), dem Stedeljijk Museum (Amsterdam, 2015) sowie dem Teheran Museum of Contemporary Art (2016) zeigt die hohe internationale Wertschätzung von Otto Piene.



Als Mitbegründer der legendären „Zero-Gruppe“ (1957, gemeinsam mit Heinz Mack), der sich 1961 auch Günter Uecker anschloss, gehörte Piene zu den bedeutenden Erneuerern und Pionieren der Kunst in Deutschland und Europa nach dem zweiten Weltkrieg und hat damit Kunstgeschichte geschrieben.

„Zero ist die Stille. Zero ist der Anfang. Zero. Der Neue Idealismus“, heißt es in ihrem Manifest. 



Seit den 50er Jahren stehen Licht, Raum, Bewegung und Farbe im Zentrum von Otto Pienes Schaffen. „Was ist das alles, Bild, Farbe, Licht, Vibration, reine Energie? Leben. Leben in Freiheit“ so schrieb Piene 2014 zu seiner Ausstellung in Berlin. Am liebsten ließ er Lichtstrahlen tanzen und inszenierte Sky Events. Nichts soll den Betrachter bedrücken, klein machen. Seine Feuerbilder mit Spuren verbrannter Farbe sind kein Zeichen von Zerstörung, sondern von Befreiung. Die Formen explodieren. Leidenschaftlich streben sie der Sonne entgegen, rot, gelb oder blau leuchten die Hintergründe. Und der Empfindung wachsen Flügel.


20.01.2017 - 04.03.2017
Julian Schnabel,Palimpsest Printed Works
Vernissage: 20.01.2017
Künstler: Julien Schnabel,

Pressemitteilung
Die Galerie Martina Kaiser freut sich, den US-amerikanischen Künstler und Filmregisseur Julian Schnabel  zum ersten Mal mit einer Einzelausstellung Palimpsest Printed Works in der Galerie in der Bismarckstraße zeigen zu dürfen. 



Schnabel, geb. 1951 in New York City, gilt nicht nur als einer der bedeutendsten amerikanischen Künstler der Gegenwart, sondern auch als internationaler Topstar und renommierter Filmemacher. Er zählt neben Jean-Michel Basquiat und Keith Haring zu den Hauptvertretern des amerikanischen Neoexpressionismus, der sich durch einen figurativen Malstil in expressiver Farbigkeit auszeichnet. Schnabels Werke, die in allen namhaften Museen und privaten Kunstsammlungen auf der ganzen Welt vertreten sind, weisen ein hohes Maß an Eigenständigkeit auf und haben einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert.



Der Künstler studierte von 1969 bis 1973 an der University of Houston, Texas und nahm danach an einem unabhängigen Studienprogramm des Whitney Museums in New York teil. 



Julian Schnabel, der sich auch als Filmemacher einen großen Namen machte, wurde unter anderem für seinen Film "Schmetterling und Taucherglocke" bei den Filmfestspielen in Cannes 2007 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Bei den Filmfestspielen in Venedig 2010 gewann sein Film Miral sowohl den UNESCO als auch den UNICEF Award. Der Künstler lebt und arbeitet in New York City und Montauk, Long Island.



Dass Julian Schnabel eine Vorliebe für das Poetische hat, wird nicht nur in seinen preisgekrönten Filmen, sondern auch in seinen Bildern spürbar deutlich. Oftmals erzählen sie vom Verborgenen, Fragmentarischen und doch scheinbar Allzusammenhängenden und bewegen sich dabei mit einer gestalterisch expressiven Intensität auf der Ebene des Emotionalen und Irrationalen. So auch in seinen neusten grafischen Werken, in denen er sich dem amerikanischen Dichter und Pantheisten Walt Whitman widmet. Dessen weltberühmte Gedichte über den amerikanischen Bürgerkrieg zählen bis heute zu den einflussreichsten literarischen Werken der USA und zeichnen sich durch eine demokratische sowie natur- und volksverbundene Geisteshaltung aus. Whitman, der als einer der Begründer der modernen amerikanischen Lyrik gilt, weist darüber hinaus eine Nähe zum Transzendentalismus auf, der in Schnabels Hommage an ihn ebenso künstlerisch zum Ausdruck kommt wie seine Naturverbundenheit.



Die strenglimitierten und von Hand signierten Grafiken Walt Whitman – Waterfall, I, II und III, Lake und Frozen Lake von 2016 zeigen eine gestisch-expressive Übermalung eines zitierten Baummotivs aus der American Revolution Wallpaper, jener berühmten Tapete aus dem Weißen Haus, die über die Kennedys 1961 dorthin gelangte. Ausschnitte aus dieser Tapete hatte Schnabel bereits in seinem 2016 erschienenen Grafikzyklus Childhood, den wir auch zeigen werden, verwendet. In einer weltweiten Auflage von nur jeweils 25 Exemplaren 2016 erschienen, sind sie neben Childhood die ersten grafischen Werke, die Julian Schnabel seit 18 Jahren exklusiv mit dem Grafikverlag Geuer & Geuer in Düsseldorf veröffentlicht hat.  




Bestand

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