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Martina Kaiser Cologne Contemporary Art

Galerie bei artports.com

Martina Kaiser Cologne Contemporary Art

Bismarckstrasse 50
D-50672 Köln
Germany/Deutschland
Tel: +49 (0) 221 50284924
Fax: +49 (0) 221 48531022
mk@GalerieMartinaKaiser.de
www.GalerieMartinaKaiser.de

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Aktuelle und kommende Ausstellungen

09.11.2018 - 09.01.2019
Martin Noël - Unterwegs Im Kabinett der Galerie: Vanessa Oppenhoff - City Tales
Vernissage: 09.11.2018
Künstler: Martin Noël, Oppenhoff Vanessa,

Pressemitteilung
Martin Noël - Unterwegs
Die Galerie Martina Kaiser freut sich sehr, zum ersten Mal den Künstler Martin Noël mit der Ausstellung Unterwegs, in enger Zusammenarbeit
mit Margarete Noël und Dr. Wenzel Jacob, in ihren Räumen präsentieren zu dürfen
Martin Noël (*1956 in Berlin, †2010 in Bonn), absolvierte ein Studium der freien Grafik und Malerei als Meisterschüler an der FH, Köln.
Seitdem wurden ihm zahlreiche Preise und Stipendien zugesprochen und sein Werk national und international in Galerien und Museen
ausgestellt und befindet sich in zahlreichen Sammlungen: Basel, Bank CIAL; Bad Homburg, Altona Kulturstiftung; Bad Homburg, Taunus
Sparkasse; Bedburg-Hau, Museum Schloss Moyland; Bietigheim-Bissingen, Städtische Galerie; Blanton Museum of Art, University of Texas,
Austin; Bochum, Viterra AG; Bonn, Deutsche Telekom; Bonn, IVG AG; Bonn, DSL Bank; Bonn, Stadt Bonn; Bonn, Kunstmuseum; Bonn,
Eisenbahnbundesamt; Bonn/Berlin, Deutscher Bundestag; Bonn/Berlin, Sammlung des Bundes; Bonn/Berlin, Auswärtiges Amt; Bonn/Berlin,
Bundesministerium für Arbeit; Bonn/Berlin, Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft; Bonn/Berlin, Bundesministerium des
Inneren; Bonn/Berlin, Bundesministerium für Verkehr; Berlin, Bundesbahndirektion; Bremen, Landesbank; Brühl, Stadt Brühl; Düsseldorf,
Kunstmuseum im Ehrenhof; Düsseldorf, Provinzial-Versicherungen; Frankfurt am Main, Deutsche Bank; Frankfurt am Main, DEKABank;
Göppingen, Städtische Galerie; Hannover, Sammlung Kreissparkasse, Forum Kultur, Kaiserslautern, Pfalzgalerie Kaiserslautern,
Marianne- und Heinrich Leonhardt Stiftung; Köln, LETTER Stiftung; Köln, Deutschlandfunk; Köln, Bankhaus Oppenheim; Köln/Bonn,
Sparkasse; Leverkusen, Bayer AG; Leverkusen, Museum Schloß Morsbroich; Meckenheim, Tee Gschwender; München/Berlin, The ACT
Company; München, Münchner Rück AG; München, Siemens AG; Münster, Erdgas AG; Münster, LVM Versicherungen; New York, Public
Library; New York, The Museum of Modern Art; Ravensburg, Stadt Ravensburg, Recklinghausen, Kunsthalle; Reutlingen,
Museum Spandaus; San Sebastian de la Gomera, El Cabrio; Spital am Pyhrn, Eisenfabrik Mark; Stuttgart, Landesgirokasse; Stuttgart, IBM
AG; Zwickau, Museum.
Das Werk von Martin Noël basiert auf den Überlegungen des an der Entwicklung der modernen Kunst maßgeblich beteiligten Otto Freundlich
(1878-1943). Er erachtete die Linie als das wesentliche Trennungsmerkmal zwischen den Dingen, die eine räumliche Wahrnehmung erst
möglich macht.
Von Bedeutung für Noël sind auch die Gedanken des englischen Philosophen John Berger (1926-2017), in denen er sich für die Entdeckung
des Unbeachteten, des eher bedeutungslosen bei der Wahrnehmung von Natur aussprach. So abstrakt die Bilder von Martin Noël erscheinen
mögen, so haben sie alle ihren Ursprung in der unmittelbaren, von Berger angesprochenen, unbeachteten Realität. Seien es die Risse im
Boden des World Trade Centers in New York nach der ersten Bombenattacke von 1993, oder seien es die Risse in den Wänden der Häuser
von Venedig und Paris oder die Schatten der Blumen, die er auf seinen Reisen entdeckte und als Skizzen auf Papier brachte.
Später Schnitt er diese Linien in das Holz eines Druckstockes und fertigte ganz in der Tradition von Albrecht Dürer als Holzschneider die Serien
seiner Drucke auf Papier oder Leinwand. Dabei druckte er in einer ganz besonderen Farbigkeit, die sich an der Farblehre von Le Corbusier
(1887- 1965) orientierte. Er druckte stets in kleinen Auflagen, bei den größeren Drucken handelt es sich meist um Unikate.
Oft erklärte er nach Abschluss der Druckarbeiten den Druckstock selbst zum künstlerischen Objekt, in dem er ihn mit Farbe oder mit Blattgold
überzog und ihm so seine Wiederverwendbarkeit entzog. In seinem gesamten künstlerischen Werk, darin liegt die Leistung von Martin Noël,
fand er zu einer eigenen künstlerischen Position. Sie widmet sich dem exzessiven Dialog zwischen Linie und Fläche. Dabei gelingt es ihm den
bedeutungsschweren expressiven Realismus, der in der deutschen Malerei zu seiner Schaffenszeit vorherrschte, zu überwinden.
(Dr. Wenzel Jacob – Kunsthistoriker)

Vanessa Oppenhoff - City Tales

Die Galerie Martina Kaiser freut sich auch, erstmals die Arbeiten der Kölner Künstlerin Vanessa Oppenhoff im Kabinett der Galerie zeigen
zu dürfen.
Vanessa Oppenhoff (*1971 Köln) absolvierte von 1992-93 ein Studium der Malerei bei Prof. Dank an der FH Köln und von 1993-99 ein
Studium der Experimentellen Filmgestaltung an der HdK Berlin, wo sie 2000 als Meisterschülerin bei Prof. Heinz Emigholz abschloss.
Stipendien und Auszeichnungen: 2001, 47. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, lobende Erwähnung der Deutschen Jury für Die Vorstadt
der Gefühle; 1997, Kunstförderpreis Berliner Fernsehturm für das Gruppenprojekt Berlin-Bologna-Berlin; 1995–96, Erasmus-Stipendiatin an
der Accademia di belle Arti, Bologna
Der Mann als Wolf, getrieben, hungrig und dominant. Dazu gesellen sich sirenenhafte Frauen, die ihn wahlweise trösten, seine Mähne richten
oder seinen Avancen selbstbewusst Paroli bieten. Oder sich gleich als stilisierte Flintenweiber, Amazonen und Ballerinen mit Superkräften
geben.
Die Bildwelten von Vanessa Oppenhoff sind ein sardonischer Spiegel des Daseins in der Großstadt – und bilden damit eine so eloquente wie
liebevolle Persiflage auf gängige Genderetiketten und die Problematik des Zwischenmenschlichen im vollständig urbanisierten Raum. An
Graphic Novels angelehnt, künden sie von Märchen, Großstadtmythen und SuperheldInnentum, genauso wie von den Sehnsüchten,
Hoffnungen und Träumen ihrer ProtagonistInnen. Damit sind sie auch ein Stück weit Sittengemälde unserer Zeit, wo die Ellenbogenmentalität
und der omnipräsente Druck, stets optimal „performen“ zu müssen, längst zum bestimmenden Kanon des gesellschaftlichen Miteinanders
geworden sind.
Dass die Arbeiten der Kölnerin - die lange in New York gelebt hat, weshalb ihren Werke auch eine „amerikanische“ Ästhetik anhaftet –
dennoch poetisch und fragil anmuten, ist dabei ihrer einzigartigen Technik geschuldet. Denn Vanessa Oppenhoffs Motive entstehen mit
Nadel und Faden und bedienen sich damit eines tradierten, ursprünglich weiblich konnotierten Mediums, das sie kunstvoll in die Jetztzeit
überführt. Dabei greift die Kölnerin gleichsam auf Collage- und Mischtechniken zurück, an deren Anfang Zeitungs- und Velinpapier, Gouache
und Acryl stehen, gefolgt von zarten Zeichnungen und Skizzen, die sie dann mit der Nähmaschine zum Leben erweckt. Denn dank der
Stofftextur, gesäumt von wie zufällig herabhängenden Fäden, erhalten ihre Motive nicht nur einen dreidimensionalen Charakter, sondern
eine sinnlich erfahrbare Eigendynamik. Das zieht den Betrachter unmittelbar mit hinein ins Großstadtgeschehen – und lässt ihn einmal mehr
über die Komplexität unseres Daseins reflektieren...
In die Ausstellung


Archiv

07.09.2018 - 04.11.2018
Leiko Ikemura, Katharina Jahnke, Sabine Moritz - LICHTUNG
Vernissage: 07.09.2018
Künstler: Leiko Ikemura, Katharina Jahnke, Sabine Moritz,

Pressemitteilung
Lichtung

Leiko Ikemura - Katharina Jahnke - Sabine Moritz

Landschaften von Leiko Ikemura, Katharina Jahnke und Sabine Moritz anlässlich der DC Open 2018.

Die Herbstausstellung 2018 in der Galerie Martina Kaiser präsentiert drei aktuelle Positionen der Gegenwartskunst, die sich in signifikanten

Referenz- und Narrationsketten mit dem Thema Landschaft als Weltentwurf auseinandersetzen. Landschaft meint in diesem Kontext einen

atmosphärischen Raum, in dem Natur, Pflanzen, Dinge und Lebewesen zirkulieren und sich wechselseitig durchdringen.

Im Prozess der gemeinsamen Annäherung durch Atelier- und Ausstellungsbesuche in Köln und Berlin ist von den Künstlerinnen der mehrfach

codierte Titel „Lichtung“ gewählt worden, der auch als Bezeichnung für das in den Werken beinhaltete Wechselspiel zwischen Sichtbarem

und Verborgenem gelten kann.

In den Werken von Leiko Ikemura (*1951, Tsu, Japan) geht es um den Stoffwechsel des Kreatürlichen. Ihre Gemälde und Skulpturen erzählen

von der sphärischen Verschränkung zwischen Mensch, Tier und Pflanzenwelt, worin nicht zuletzt Bezüge zur traditionellen japanischen

Landschaftsmalerei zu erkennen sind. Besonders der subtile Farbkosmos kommuniziert diese eigene Wirklichkeit der hybriden

Pflanzenkörper.

Leiko Ikemura studierte in ihrer Heimat spanische Literatur und von 1973-78 Malerei an der Akademie von Sevilla. Nach ihrer Übersiedlung

in die Schweiz hinterließ Ikemura ihre ersten markanten Spuren in der Kunstszene. Das National Art Center in Tokio sowie das Kunstmuseum

Basel werden der Künstlerin 2019 eine Soloschau widmen. In der Vergangenheit wurden ihre Werke weltweit in renommierten Institutionen

wie dem Vangi Sculpture Garden Museum, Mishima; dem Nevada Museum of Art, Reno; der staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe oder dem

Museum für Gegenwartskunst Basel ausgestellt worden und 2015 im Ostasiatischen Museum in Köln. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen

internationalen Museen wie dem Centre Pompidou, Paris; den Kunstmuseen Basel, Bern und Zürich sowie dem National Museum of Modern

Art und dem Hara Museum of Contemporary Art, Tokio, vertreten.

Ikemura wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Cologne Fine Art Prize (2014), dem August-Macke-Preis (2009) und dem

Deutschen Kritikerpreis für Bildende Kunst (2001). Von 1990 -2015 hatte Leiko Ikemura eine Professur an der Universität der Künste Berlin

inne.

Katharina Jahnke (*1968, Berlin) setzt sich in ihren Cut-Outs und Fotocollagen mit der mehrdeutigen Organisation von Welt, mit Strukturen

und Texturen, auseinander. Ausgangspunkt sind Darstellungen von Sakral- und Profanbauten, die sie in antiquarisch erworbenen Büchern

aus den 1960er Jahren findet. Die spannungsvolle Relation zwischen Naturelementen, Tierkörpern und Architektur hinterfragt so

vermeintlich chaotische Strukturen versus formalästhetische Ordnungssysteme.

.

Katharina Jahnke, geb. 1968 in Berlin, schloss nach einem Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach bei Wolfgang Luy und an

der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Kamp und bei Prof. Kiecol ihr Studium als Meisterschülerin ab. Von 2007 – 2009 hatte Jahnke einen

Lehrauftrag an der Kunstakademie in Düsseldorf inne und seit 2012 u.a. an der Folkwangschule Essen, Uni Paderborn, Halle Burg

Giebichenstein. Die Künstlerin hat seitdem zahlreiche Stipendien erhalten unter anderem des Landes NRW; der Kunststiftung NRW und des

Kölnisches Kunstvereins.

Aktueller Hinweis: Katharina Jahnke hat die Monkey Bar und das Neni Restaurant in der 8. Etage des 25hours Hotel The Circle in Köln mit

drei großangelegten Wandarbeiten gestaltet

Die Arbeiten von Sabine Moritz (*1969, Quedlinburg) erzählen von der Kraft des Geheimnisvollen und Undurchdringbarem, welche sich in

den Bildern vom rhizomatisch erscheinenden Pflanzendickicht zeigt. Die nach der Natur gezeichneten Blumenstillleben wiederum sind eine

zyklische Auseinandersetzung mit dem materiellen Organismus von Blütenpflanzen und oszillieren in der Anschauung von Existenz und

Empfindsamkeit.

Sabine Moritz studierte ab 1989 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und von 1991-94 an der Kunstakademie in Düsseldorf bei

Markus Lüpertz und Gerhard Richter. Seitdem nahm sie an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil: König Galerie Berlin (2018);

Imperial War Museum in London, (2018); Neuland (2017) in der Kunsthalle Bremerhaven; Dawn (2016) in der Marion Goodman Gallery,

Paris; Galerie Haas Zürich (2016); Harvest (2016) in der Pilar Corrias Gallery, London; Paintings and Drawings (2015) in der Felix Ringel Galerie,

Düsseldorf und weitere. Ihre Werke sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Kunstsammlungen vertreten, unter anderem in der Tate

Modern in London; Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt am Main; Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Sammlung Faber-Castell,

Nürnberg und von der Heydt-Kunsthalle, Wuppertal.

Deutlich wird, dass Landschaft als Kontinuität von Verschiedenheit Welt bildet.

Alle drei Künstlerinnen haben durch ihr biographisches Wirkungsfeld und ihre Ateliersituation einen engen Bezug zu Köln, wenngleich sie

national und international tätig sind. Dementsprechend spiegelt die gemeinsame Präsentation anlässlich der DC Open auch die Vielfalt der

rheinischen Kunst- und Kulturszene wider. Die Ausstellung in den historischen Galerieräumen in der Bismarckstraße 50 wird kuratiert von

Renate Goldmann.

Die Ausstellung „Lichtung – Landschaften von Leiko Ikemura, Katharina Jahnke und Sabine Moritz“ läuft vom 6.9.-4.11.2018.

Martina Kaiser Cologne Contemporary Art Bismarckstraße 50 50672 www.GalerieMartinaKaiser.de

CLEARING -

Landscapes by Leiko Ikemura, Katharina Jahnke and Sabine Moritz

The 2018 autumn exhibition at Martina Kaiser Gallery presents three current positions of contemporary art which deal with the subject of

landscape as a concept of the world, here embedded in significant chains of narration and references.

Landscape in this context means an atmospheric space where nature, plants, things and entities circulate and interpenetrate.

The works of Leiko Ikemura (*1951) exemplify the metabolism of creatures; her paintings and sculptures are telling about the

interconnection of humans, animals and plants by citing the traditional Japanese landscape painting. Her subtle way of using colors here

creates an own reality of hybrid plant bodies.

Leiko Ikemura has studied Spanish literature in Japan and painting at the academy of Seville/Spain from 1973-1978. After moving to

Switzerland she left her first notable marks in the art scene. In 2019 both the National Art Center at Tokyo and the Kunstmuseum Basel will

grant her big solo exhibitions. Her works were already shown in renowned institutions all over the world such as the Vangi Sculpture

Garden Museum in Mishima/Japan, the Nevada Museum of Art in Reno/USA, the Staatliche Kunsthalle Karlsruhe/Germany, the Museum of

Contemporary Art in Basel/Switzerland and the Ostasiatische Museum in Cologne/Germany in 2015. Also her works are represented in

various museums such as the Centre Pompidou/Paris, the art museums of Basel, Bern and Zurich, the National Museum of Modern Art and

the Hara Museum of Contemporary Art at Tokyo.

Ikemura was awarded several art prizes, i.e. Cologne Fine Art Prize (2014), August Macke Preis (2009) and the German Critics Choice Prize

for Fine Arts (2001). From 1990-2015 she held a chair at the College of Fine Arts in Berlin.

The cut-outs and photo collages of Katharina Jahnke (*1968) deal with the ambiguous organization of the world, with its’ structures and

textures. The initinial point are portrayals of both sacral and secular buildings that she detected in antique books of the 1960s. The

suspence-packed relation between elements of nature, animal bodies and architecture thereby questions allegedly chaotic structures vs.

purely aesthetic systems of order.

Katharina Jahnke first studied at the Hochschule für Gestaltung in Offenbach and then graduated at the Kunstakademie Düsseldorf as

master student of Hubert Kiecol, where she also gave lectures from 2007-2009. Since 2012 she teaches at Folkwangschule Essen and at the

University Paderborn. In her career she was awarded many scholarships, i.e. from the Federal State of NRW, the Kunststiftung NRW and

the Kölnische Kunstverein.

Fyi: Miss Jahnke just co-furnished the spectacular Monkey Bar on the 8th floor of the new 25hours Hotel The Circle in Cologne. Here you

will find her latest mural art piece.

The works of Sabine Moritz (*1969 Quedlinburg) tell about the mystical power and the strenght of the impenetrable which reveal in

paintings of rhizomatic plant thickets. Her authentically sketched floral still lifes on the other hand represent a cyclic analysis of the

material organism of flowers and vacillate in the perception of existence and sensitivity.

From 1989 Sabine Moritz studied at Hochschule für Gestaltung in Offenbach, graduating at Kunstakdemie Düsseldorf where she became a

student of her later husband Gerhard Richter. She was granted various group and solo exhibitions, i.e. at Johann König Gallery/Berlin

(2018), Imperial War Museum/London, the exhibition „Neuland“ at Kunsthalle Bremerhaven, „Dawn“ at Marian Goodman Gallery/Paris,

Gallery Haas/Zurich and many more. Her works are found in both renowned public and private collections such as the Tate

Modern/London, Deutsche Bank/Frankfurt, Städtische Galerie im Lenbachhaus/Munich, Faber-Castell/Nuremberg and Von der Heydt-

Kunsthalle/Wuppertal.

Due to their biographic field of activity and their studio locations the three artists have a strong bond with Cologne although they act all

over the world. The linking of Leiko Ikemura, Katharina Jahnke and Sabine Moritz during DC Open therefore also represents the variety of

the rich culture and art scene in the Rhineland. The exhibition in the historical gallery space at Bismarckstraße 50 is curated by Mrs. Renate

Goldmann.

„Clearing – Landscapes by Leiko Ikemura, Katharina Jahnke and Sabine Moritz“ runs from September, 6th till November, 4th 2018.

In die Ausstellung


18.05.2018 - 30.06.2018
Tobias Grewe - Im Bilde
Vernissage: 17.05.2018
Künstler: Tobias Grewe,

Pressemitteilung
Die Galerie Martina Kaiser freut sich sehr, zum ersten Mal den Kölner Künstler Tobias Grewe mit seiner Ausstellung Im Bilde in ihren Räumen präsentieren zu dürfen.



IM BILDE verdeutlich den ungewöhnlichen Umgang des Künstlers mit der Fotografie. Aufnahmen von Architektur setzt Grewe ins Bild. Die Fotografie fängt Realitäten ein, die der Künstler herauslöst und dem Raum anpasst.



In der Ausstellung Im Bilde verweist der Titel zudem auf die Wahrnehmung der Werke durch den Betrachter, der Teil des Bildes wird. Wir befinden uns im Bild – das Bild löst sich auf, verschiebt sich und vertauscht Realitäten. Grewe verbindet in der Schau unterschiedliche Gattungen der Kunst: Fotografie, Film und Malerei. Ihm gelingt es geometrisch abstrakte Malerei durch Aufnahmen von Architektur zu imitieren. In dem Werk RefractionII –Beijing zeigt der Künstler weiße Linien eines Hochhauses kontrastierend zum schwarzen Hintergrund. Wir spiegeln uns auf der Oberfläche des Bildes und können uns im Bild mit den durchziehenden Linien betrachten. Der Mensch taucht im Bild auf und verschwindet in seiner Umgebung. Die Videoarbeit veranschaulicht vergleichbare Formen, die sich öffnen und den Hintergrund auf Menschen freigeben. Diese erscheinen und schließen sich im farbigen Formgefüge ein.



Tobias Grewe entwickelt dynamische malerische Effekte durch die Fotografie. Häufig bezieht er sich dabei auf bekannte Künstler. Vasareley hat in seinen Malereien vibrierende Formen dargestellt. Tobias Grewe hat in der Serie Hommage an Vasarely#1 + 2 ähnelnde Muster auf Gebäuden einfangen können. Welcher Teil von Architektur wird sichtbar? Die Fragmente sind häufig nicht verortbar und erscheinen durch die neue Bildsetzung geheimnisvoll.



Die große Wandarbeit IM BILDE überlagert den gesamten hinteren Raum der Galerie. Raum und Perspektive werden vorgetäuscht. Deutlich wird hier wie Farbe großflächig wirken kann. Die gelbe Farbe besteht aus einer Wandtapete und Fotografie. Das Bild löst sich in verschiedenen Schichten auf. Partiell erscheint es zerstückelt durch die gerahmte Fotografie Not so minimal #5 + 6, die zur Wand überleitet und in der Malerei endet. Grewe splittet die geometrische Form auf mit unterschiedlichen Techniken und der Betrachter hat die Möglichkeit divergent in das Bild einzutauchen. Dabei fügt der Künstler den Galerieraum mit seiner Säule in das Bild ein.



Flirrende Effekte der Op Art erzielt Tobias Grewe in der Aufnahme eines Hochhauses in Utrecht. Die bunte Pixelfassade scheint in zwei Richtungen zu kippen. Der Blick des Künstlers erkennt die farbigen Flächen und fügt sie Im Bilde zu einer neuen Komposition. Der Ursprung der Realität löst sich auf und erweitert das Interpretationsfeld.



Grewe manipuliert seine Bilder nicht digital, sondern entnimmt sie aus seinem Umfeld. Die Oberflächen von Häusern erscheinen wie Pinselstriche in ihrer Geometrie. Tobias Grewe der malerische Fotograf verbindet die Ebenen der Kunst. Fragmente von Architektur, die an Hard Edge Malerei erinnern und mit der Wahrnehmung spielen. IM BILDE sind die Motive in neuer Konstellation, die sich mit dem Betrachter aus verschiedenen Perspektiven komplementieren. (Wilko Austermann)
In die Ausstellung


19.04.2018 - 12.05.2018
Ingeborg zu Schleswig-Holstein - Ins weite Blau
Vernissage: 19.04.2018 um 19.00 Uhr
Künstler: Ingeborg Zu Schleswig-Holstein,

Pressemitteilung


Ins weite Blau



Für Ingeborg zu Schleswig-Holstein



Diese Malerei, fern also von allem Erzählen, folgt den unmittelbaren Ereignissen, in denen Farbe ins Bild tritt.

Auf vielen ihrer kleineren Bilder wird das Blau oder Rot oder Magenta vom Weiß ihrer eigens dafür grundierten Leinwände ins Weite getragen.

Auf kleinen Aquarellen zeigt das Weiß des Kartons, woher die Farbflüsse sich über das Papier gelegt haben.

Dann geben die sehr großen Formate zu begreifen, dass ihr Geschehen sehr weite Räume braucht und sich von den Kanten auch dieser Flächen nicht aufhalten lässt.

Wie die frühen Bilder aus den Tiefen einander überziehender und umfangender Farbschleier auftauchen, so machen die Flüsse der neuen sich aus der Enge des noch Überschaubaren.

Und nehmen uns mit-

Wenn wir uns anvertrauen, dem Unbekannten.

Wie Paul Celan rufen sie

In die realitätsverbannten Zivilisationen:

"…ins weite, ins Offene…“



Rudolf zur Lippe



Die Galerie Martina Kaiser freut sich sehr, erstmals in Köln ausgewählte Werke von Ingeborg zu Schleswig-Holstein präsentieren zu dürfen.



Die Werke von Ingeborg zu Schleswig-Holstein entziehen sich gezielt jeglicher Gegenständlichkeit und erkennbarer Formalien. Ihre abstrakten Bildwelten, die auf sorgsam komponierten Schüttungen von Ölfarbe beruhen, verdichten sich in rhythmischen Flächen, Akkorden gleich, wo sowohl Farbe als auch Form von schierer Dimensionalität befreit scheinen - und sich über die Leinwand hinaus in den Raum verlängern und ausweiten. Das einzelne Werk als Pars pro toto, als Teil eines größeren, nicht fassbaren Ganzen: Nicht die Oberfläche, das Motiv steht im Fokus von Ingeborg zu Schleswig-Holsteins großformatigen Arbeiten, sondern das Metaphysische, kognitiv Verborgene. „Ich versuche, das zu zeigen, was sich der Begrifflichkeit entzieht, was sich hinter dem Sichtbaren verbirgt. Meine Arbeiten sind gegenstandslos, weil sie von der Wirklichkeit jenseits des physisch Erfahrbaren künden.“, so Ingeborg zu Schleswig-Holstein.



Dieser Ansatz ist Kernelement ihrer künstlerischen Emanzipation; nach ihrem Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg machte sie über Joseph Beuys die Bekanntschaft von Andy Warhol - und avancierte bald darauf zu seiner Assistentin in der legendärenFactory. Doch im Zuge ihrer Entwicklung als eigenständige Künstlerin suchte sie den bewussten Bruch mit der Bildsprache von Pop Art und figurativer Kunst. Die Farbe als autarke Materie, als Medium zur Verdichtung des Augenblicks, als impulsives Barometer für Zufälligkeit, Unbestimmbarkeit und den Aspekt der Unendlichkeit wurde zu ihrem bestimmenden Impetus.



Bei den Crystal Paintings greift die Hamburgerin auf ein ungewöhnliches Ausgangsmaterial zurück: Als Grundierung nutzt sie eine Farbe des österreichischen Kristallunternehmens Swarovski, welche für das Finish von Straßenbelägen fungiert und dort bei Dunkelheit für die nötige Reflexion sorgt. Die silbrig-milchige, mit winzigen Glaspartikeln versehene Farbe steht dabei im spannenden Kontrast zur hochpigmentierten, viskosen Ölfarbe, was in einem virtuosen Spiel aus kalt und warm, transparent und opak, schimmernd und matt gipfelt. Die geheimnisvolle Fremdartigkeit des Swarovski-Materials erweitert die Licht- und Leuchtspektren von Ingeborg zu Schleswig-Holsteins Ölschüttungen nachhaltig – und führt in bislang ungekannte Texturwelten und (Bild)Sprachkosmen. Oder wie die Künstlerin selbst sagt: „Das Bild wird zum Antwortenden, es zeugt von einer Wirklichkeit, die der Künstler vorher nicht besaß. Der Künstler erfindet nicht, er entdeckt.“ Genau dieser Entdeckungsprozess ist es, an dem Ingeborg zu Schleswig-Holstein den Betrachter teilhaben lässt – und ihm das Erkennen vollständig selbst überlässt...



Ingeborg zu Schleswig-Holstein lebt und arbeitet in Hamburg. Dort gestaltete sie den berühmten Bilderzyklus für den Fenstergaden in St. Katharinen. Einzelne Werke von ihr waren bereits 1981 im PS1 (heute MoMA PS1) und später u.a. auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, in Schloss Reinbek und in der Kunsthalle Bielefeld zu sehen. Das Ludwig-Museum im Russischen Museum St. Petersburg widmete ihr 2004 eine umfassende Retrospektive. Interdisziplinäre Projekte führten zur Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern wie dem polnischen Komponisten Augustyn Bloch und dem amerikanischen (Theater)Regisseur Robert „Bob“ Wilson. Anfang der 1980er Jahre lebte sie für einige Zeit in New York, wo sie u.a. als persönliche Assistentin von Andy Warhol in der Factory wirkte.







In die Ausstellung


10.03.2018 - 14.04.2018
Umberto Ciceri-Fighters
Vernissage: 09.03.2018 um 19.00 Uhr
Künstler: UMBERTO CICERI,

Pressemitteilung
Die Galerie Martina Kaiser freut sich sehr, bereits zum dritten Mal Umberto Ciceri in einer Einzelausstellung in Köln präsentieren zu dürfen.



Seine neue Werkreihe Fighters widmet Umberto Ciceri allen Frauen, die sich über ihre biologische und tradierte Rollendefinition erheben und zu Amazonen der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung werden. Die weibliche Physis bannt der Italiener hier in rautenförmig verschachtelte Spiegelfelder, die einmal mehr dem von ihm spezialisierten Lentikular-Effekt unterliegen, flankiert von monochromen Farbflächen. Womit „seine“ Frauen zu einer neuen, vom Status quo losgelösten Entität finden.



Mit der Lentikular-Technik gehört Umberto Ciceri zu den wenigen Künstlern, die über ein veritables Alleinstellungsmerkmal verfügen. Dabei ist es weniger eine spezifische Bildsprache, die ihn gänzlich von anderen Künstlern unterscheidet, als vielmehr die Aufhebung ebendieser, indem er eine völlig neue visuelle Syntax definiert. Seine hypnotischen, dreidimensionalen anmutenden Installationen zeigen lediglich die Umrisse und Silhouetten von Subjekten oder geometrisch ausgerichteten Farbfeldern, die in permanenter Bewegung zu sein scheinen und sich einer zentrierten Beobachtung des Rezipienten vollkommen entziehen. Umberto Ciceri nennt seine Arbeiten Hypertraits und verweist damit auf motivische Eigenschaften, die jenseits des rein visuellen, kognitiv Erfahrbaren liegen. Vielmehr konstruiert jeder Betrachter das sich in steter Kinese befindliche Bild vor seinem eigenen „inneren Auge“, womit es zu einem individuell geprägten, transitorischen Objekt wird. Und der Beobachter zu einem aktiv Beteiligten am kreativen Prozess.



Umberto Ciceri lebt und arbeitet in Barcelona. Der gebürtige Italiener ist diplomierter Textildesigner und graduierte an der Mailänder Akademie für Kunst und Mode. Bereits während seiner Tätigkeit in der Modebranche setzte sich Umberto Ciceri intensiv mit Optik, der chemischen Struktur von Farben und neurophysiologischen Prozessen bei der Wahrnehmung auseinander – was den Grundstein für seine 2007 startende Karriere als freier Künstler bilden sollte. Seitdem zählt er zu den führenden Spezialisten auf dem Gebiet der Lentikular-Technik. Seine Werke sind in zahlreichen internationalen Privatsammlungen zu finden und wurden bereits auf der Context Art Miami, der Art New York sowie der Paris Art Fair gezeigt. 2011 gehörte er zu den ausgestellten Künstlern im italienischen Pavillon der 54. Biennale D’Arte in Venedig. (Yorca Schmidt-Junker)



Wir freuen uns über Ihren Besuch.

In die Ausstellung


19.01.2018 - 06.03.2018
Crystal Paintings
Vernissage: 19.01.2018 um 19.00 Uhr
Künstler: Ingeborg zu Schleswig-Holstein,

Pressemitteilung
Die Galerie Martina Kaiser freut sich sehr, erstmals in Köln ausgewählte Werke von Ingeborg zu Schleswig-Holstein präsentieren zu dürfen.



Die Werke von Ingeborg zu Schleswig-Holstein entziehen sich gezielt jeglicher Gegenständlichkeit und erkennbarer Formalien. Ihre abstrakten Bildwelten, die auf sorgsam komponierten Schüttungen von Ölfarbe beruhen, verdichten sich in rhythmischen Flächen, Akkorden gleich, wo sowohl Farbe als auch Form von schierer Dimensionalität befreit scheinen - und sich über die Leinwand hinaus in den Raum verlängern und ausweiten. Das einzelne Werk als Pars pro toto, als Teil eines größeren, nicht fassbaren Ganzen: Nicht die Oberfläche, das Motiv steht im Fokus von Ingeborg zu Schleswig-Holsteins großformatigen Arbeiten, sondern das Metaphysische, kognitiv Verborgene. „Ich versuche, das zu zeigen, was sich der Begrifflichkeit entzieht, was sich hinter dem Sichtbaren verbirgt. Meine Arbeiten sind gegenstandslos, weil sie von der Wirklichkeit jenseits des physisch Erfahrbaren künden.“, so Ingeborg zu Schleswig-Holstein.



Dieser Ansatz ist Kernelement ihrer künstlerischen Emanzipation; nach ihrem Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg machte sie über Joseph Beuys die Bekanntschaft von Andy Warhol - und avancierte bald darauf zu seiner Assistentin in der legendären Factory. Doch im Zuge ihrer Entwicklung als eigenständige Künstlerin suchte sie den bewussten Bruch mit der Bildsprache von Pop Art und figurativer Kunst. Die Farbe als autarke Materie, als Medium zur Verdichtung des Augenblicks, als impulsives Barometer für Zufälligkeit, Unbestimmbarkeit und den Aspekt der Unendlichkeit wurde zu ihrem bestimmenden Impetus.



Bei den Crystal Paintings greift die Hamburgerin auf ein ungewöhnliches Ausgangsmaterial zurück: Als Grundierung nutzt sie eine Farbe des österreichischen Kristallunternehmens Swarovski, welche für das Finish von Straßenbelägen fungiert und dort bei Dunkelheit für die nötige Reflexion sorgt. Die silbrig-milchige, mit winzigen Glaspartikeln versehene Farbe steht dabei im spannenden Kontrast zur hochpigmentierten, viskosen Ölfarbe, was in einem virtuosen Spiel aus kalt und warm, transparent und opak, schimmernd und matt gipfelt. Die geheimnisvolle Fremdartigkeit des Swarovski-Materials erweitert die Licht- und Leuchtspektren von Ingeborg zu Schleswig-Holsteins Ölschüttungen nachhaltig – und führt in bislang ungekannte Texturwelten und (Bild)Sprachkosmen. Oder wie die Künstlerin selbst sagt: „Das Bild wird zum Antwortenden, es zeugt von einer Wirklichkeit, die der Künstler vorher nicht besaß. Der Künstler erfindet nicht, er entdeckt.“ Genau dieser Entdeckungsprozess ist es, an dem Ingeborg zu Schleswig-Holstein den Betrachter teilhaben lässt – und ihm das Erkennen vollständig selbst überlässt...



Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein lebt und arbeitet in Hamburg. Dort gestaltete sie den berühmten Bilderzyklus für den Fenstergaden in St. Katharinen. Einzelne Werke von ihr waren bereits 1981 im PS1 (heute MoMA PS1) und später u.a. auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, in Schloss Reinbek und in der Kunsthalle Bielefeld zu sehen. Das Ludwig-Museum im Russischen Museum St. Petersburg widmete ihr 2004 eine umfassende Retrospektive. Interdisziplinäre Projekte führten zur Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern wie dem polnischen Komponisten Augustyn Bloch und dem amerikanischen (Theater)Regisseur Robert „Bob“ Wilson. Anfang der 1980er Jahre lebte sie für einige Zeit in New York, wo sie u.a. als persönliche Assistentin von Andy Warhol in der Factory wirkte.

In die Ausstellung


03.12.2017 - 12.01.2018
Werner Klotz - Wahrnehmungsinstrumente und Fotografien
Vernissage: Sonntag, 03.12.2017 um 12.00 Uhr
Künstler: Werner Klotz,

Pressemitteilung
Martina Kaiser

Cologne Contemporary Art

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Werner Klotz



Wahrnehmungsinstrumente und Fotografien





Die Galerie Martina Kaiser freut sich sehr, den Künstler Werner Klotz zum ersten Mal in einer Einzelausstellung Wahrnehmungsinstrumente und Fotografien in Köln präsentieren zu dürfen.



Werner Klotz, der unlängst auch im Arp Museum Bahnhof Rolandseck zu sehen war, lotet in seinem Oeuvre so kenntnisreich wie humorvoll die Grenzen der optischen Physik aus, bricht Sehgewohnheiten sowie konditionierte Wahrnehmungsprozesse auf und implementiert auf spielerische Weise bislang ungekannte (Bild)Räume. Irritation und der Überraschungsmoment sind dabei seine mächtigsten Verbündeten. Wobei er explizit das Assoziationsvermögen des Betrachters samt der Konstruktion eigener Fantasiebilder anregt – und sich damit auch ein Stück weit der Tradition der Surrealisten verschreibt.



Der jeweilige Ort des präsenten Kunstwerks und der Betrachter: Das sind die Protagonisten in den Arbeiten des deutsch-amerikanischen Künstlers Werner Klotz. Während der Ort mittels ungewöhnlicher Spiegelungen oder kaleidoskopischer Ansichten eingebunden wird, so gänzlich neue, surreal anmutende Sehmomente erfährt und damit in seiner Wahrnehmung transferiert und umgedeutet wird, ist der Betrachter durch seine zielgerichtete Interaktion direkt an besagter Metamorphose von Ort und Raum beteiligt. Das eigentliche Kunstwerk fungiert somit weniger als finales Produkt des Künstlers Werner Klotz, denn als Medium zwischen Umgebung und Rezipient, die zu bewussten Co-Akteuren des Schöpfungsprozesses erhoben werden.



Seine Wahrnehmungsinstrumente, allen voran die „Intellektuellenfalle“ und die „Anemone“, sind Skulptur, technoide Apparatur und sprichwörtliches Wundertüte zugleich; auf den ersten Blick kühl, mechanisch und höchst artifiziell, offenbaren sie in ihrer Erprobung eine ungeahnte Sinnlichkeit und Poetik.



Die „Licht- und Wasserbilder“ von Werner Klotz scheinen in ihrer vergleichsweise fluiden und naturphänomistischen Ästhetik zunächst in bewusstem Gegensatz zu den Wahrnehmungsinstrumenten zu stehen. Doch auch bei diesem Fotozyklus geht es um die Auslotung und Überwindung traditioneller Sehgewohnheiten und das Verschmelzen räumlicher Dimensionen. So erzeugen unter der Wasseroberfläche eines kanadischen Gebirgsbachs fotografierte Steine mit ihren flirrenden Reflexen, amorphen Strukturen und geheimnisvollen Spiegelungen Möglichkeitsräume, die kaum noch eine Unterscheidung zwischen Realität und Fiktion zulassen.



Es ist dieses Spiel mit der Dualität von Innen und Außen, Natur und Technik, Wissenschaft und Spiritualität, Sehen und Imaginieren, das die Werke von Werner Klotz so einzigartig macht. Werke, die ihn als Visionär der zeitgenössischen Kunst ausweisen…



Werner Klotz wurde 1956 in Bonn geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin und New York. Weltberühmt wurde er mit Kunst im Öffentlichen Raum wie bspw. seine interaktiven Installationen am Flughafen von San Francisco und die kinetischen Lichtskulpturen am Flughafen in Seattle. Für seine Video- und Audio Lichtinstallation auf den Staaten Island Ferries in New York erhielt er 2002 den „New York City Art Commission Award for Excellence in Design of Public Art“, die wichtigste US-Auszeichnung für Kunst im Öffentlichen Raum. Im gleichen Jahr gewann er zudem den Marler Medienkunst-Preis. Auch für Kunst am Bau zeichnet der Deutsch-Amerikaner verantwortlich, u.a. für das Wolkenhaus in Wittstock.



Seine Werke sind neben dem Öffentlichen Raum in zahlreichen internationalen Privatsammlungen vertreten.

(Yorca Schmidt-Junker)



Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Der Künstler wird anwesend sein.



Martina Kaiser   Cologne Contemporary Art    Bismarckstraße 50 50672 Köln     tel +(221)  50 28 49 24     mobil 0178-78 33 990    Mi – Fr 12.00 –19.00 Uhr     Sa 11.00 – 16.00 Uhr     www.GalerieMartinaKaiser.de     mk@GalerieMartinaKaiser.de

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06.10.2017 - 25.11.2017
Zhuang Hong Yi - Neue Arbeiten
Vernissage: 06.10.2017
Künstler: Zhuang Hong Yi

Pressemitteilung


Ost und West, Tradition und Moderne, Disziplin und Freigeistigkeit: Der chinesische Künstler Zhuang Hong Yi vereint diese scheinbaren Gegensätze nahezu mühelos und verdichtet sie in Werken, die aufgrund ihres stark haptischen, dreidimensional anmutenden Charakters und ihrer changierenden Farbverläufe weniger als Bilder denn als Wandinstallationen fungieren.



Die so genannten Flowerbeds – gleichsam aus der Leinwand sprießende Blütenköpfe, die mal hauchzart, mal betont pastos gehalten sind – zitieren in ihrer Materialsprache aus Reispapier, Tusche und Lack das chinesische Kunsthandwerk, oszillieren stilistisch jedoch zwischen europäischem Neo-Impressionismus und westlicher Abstraktion. Essenziell für Zhuangs Werke sind die virtuos eingearbeiteten Farbchangierungen, die beim geringsten Positionswechsel des Betrachters sofort neue Effekte und Wahrnehmungen evozieren. Damit greift Zhuang Hong Yi die Grundidee der kinetischen Kunst auf; wobei die Bewegung hier nicht vom Objekt selbst ausgeht, sondern erst durch die Aktion des Rezipienten entsteht.

„In China habe ich gelernt, meine Hände zu benutzen. Und in Europa, dass die Hände dem Kopf, der Idee folgen sollen. Das war rückblickend ein sehr guter Weg. Denn so hatte ich das Privileg, das Beste aus beiden Kulturen mitzunehmen und zu vereinen.“, sagt der Wahlniederländer Zhuang Hong Yi, der sowohl an der altehrwürdigen Hochschule der Künste Sichuan in Chongqing als auch an der renommierten Academie Minerva in Groningen studierte. In seiner Pekinger Werkstatt fertigt er mit seinem Team tausende, per Hand ausgeschnittene und einzeln gefaltete Blumen aus Reispapier, die er dann in seinem Rotterdamer Atelier mit Tusche, Lack und Acryl coloriert und zu großformatigen Arrangements komponiert. Das gipfelt in betörenden, poetischen Bildwelten, die das fulminante Ergebnis kultureller und schöpferischer Verdichtung sind. Und Zhuang damit einen Ausnahmestatus in der zeitgenössischen Kunst bescheren.



Zhuang Hong Yi lebt und arbeitet bei Den Haag/Rotterdam, unterhält zudem eine Werkstatt in Peking. Seine Bilder sind in zahlreichen Privatsammlungen auf der ganzen Welt vertreten und wurden bereits in Museumsausstellungen, u.a. in Peking, Groningen und Zoetermeer gezeigt. Auch auf der TEFAF Maastricht sowie der Biennale in Venedig (2013) waren seine Werke bereits zu sehen. Seine Frau Lulu ist ebenfalls Künstlerin. ( Yorca Schmidt-Junker)

In die Ausstellung


08.07.2017 - 26.08.2017
Ja zu Bild - Gruppenausstellung
Vernissage: Freitag, 07.07.2017, 19.00 Uhr
Künstler: Annedore Dietze, Kathrin Günter, Jadranka Ivanis, Sandra Schlipkoeter, Tanja Selzer, Sandra Zuanovic,

Pressemitteilung
Die Galerie Martina Kaiser freut sich 6 Künstlerinnen aus Berlin und Zagreb - Annedore Dietze, Kathrin Günter, Jadranka Ivanis, Sandra Schlipkoeter, Tanja Selzer und Sandra Zuanovic - in einer Gruppenausstellung in Köln präsentieren zu dürfen.



Ja zum Bild



Bilder überwinden die Grenzen der Länder, Sprachen und Kulturen schneller, als alle anderen Botschaften des Menschen. Augenblicklich vermitteln sie eine Vorstellung von Orten und Dingen, Formen und Farben. Mit Lichtgeschwindigkeit verbreiten Instagramm, Flickr und Pinterest Millionen dieser Bilder digital und folgen dem Wunsch des Menschen, Dinge sichtbar zu machen und zu sehen.

oderne, in der seit zwei Jahrhunderten die intellektuelle und sinnliche Auseinandersetzung mit dem, was ein Bild ist, stattfindet. In Berlin und Zagreb haben sich sechs Künstlerinnen gefunden, die in ihrer jeweiligen individuellen künstlerischen Arbeit und miteinander, intensiv über das, was ein Bild heute sein kann, nachdenken. Annedore Dietze, Kathrin Günter, Jadranka Ivanis, Sandra Schlipkoeter, Tanja Selzer und Sandra Zuanovic arbeiten jede für sich – und doch auch gemeinsam – am Bild und mit dem Bild. Es geht ihnen dabei nicht um eine gemeinsame formale Stilistik, sondern um die wesentliche Frage nach der konkreten Materialität des Bildes als sinnliches Konstrukt, in bewusster Auseinandersetzung mit der Immaterialität der massenhaft verfügbaren digitalen Bilder.



Als Produzentinnen sind sie – im Unterschied zu den Betrachtern – auf das engste dem Medium ihrer Bilder verpflichtet. Ihre Arbeiten sind dabei nie allein das Ergebnis einer handwerklich erprobten Routine. Sie alle experimentieren mit den Mitteln ihres jeweilig gewählten Materials und hinterfragen – sowohl technisch wie inhaltlich – Gewohnheiten, formulieren auch Zweifel und Krisen: und verweigern sich konsequent der weit verbreiteten, allzu einfachen und ungefährlichen Pose einer kunstmarktkonformen Sprachlosigkeit. Diese Arbeit am Bild, auf der Grundlage einer souveränen Beherrschung der Mittel, steht für die Authentizität und Qualität bildender Kunst. Kommen Leidenschaft und intellektuelles Vermögen hinzu, die allen sechs Künstlerinnen unterstellt werden darf, erübrigt sich auch die Frage, wie zeitgemäß materiell basierte Gestaltung im Angesicht digital-fluider Bildwelten ist. Dietze, Günter, Ivanis, Schliepköter, Selzer und Zuanovic beziehen materiell konkret nachvollziehbare Standpunkte, Resultate einer intensiven künstlerischen Arbeit.



Auf unterschiedliche Weise untersuchen die Künstlerinnen auch die Beziehung zwischen ihren Sujets und der jeweiligen Beziehung zum Medium einerseits und als informationelles Zeichen andererseits. Es geht dabei um die Frage nach dem Bezug zur Realität, in wie weit vorgefasste Erwartungen, aber auch Wünsche die Wahrnehmung und Deutung bestimmen. Sie begegnen dabei auch der Frage, ob ein Bild schön und anziehend sein darf. Diese ästhetische Fragestellung bezieht sich sowohl auf die Umsetzung als auch auf das Sujet, das einen mitunter problematischen Sehnsuchtsort artikuliert, in dem Begehren, Identifikation und Zwang kollidieren. Unter Verzicht auf Zynismus und Ironie beantworten sie diese Frage mit einem klaren, aber auch durch und kritisch reflektierten, JA. Denn das ganze Potenzial des Bildes und der Kunst gilt es auszuhalten.



Thomas W. Kuhn, Berlin-Tiergarten 2016





Annedore Dietze, geb. 1972 in Bischofswerda | Studium Malerei/Grafik an der HfBK Dresden | Meisterschülerin bei Prof. Ralf Kerbach | MA Chelsea College of Art & Design London | lebt und arbeitet in Berlin und Dresden.



Kathrin Günter, geb. 1971 in Lüchow-Dannenberg | Diplomstudium Photographie an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg | lebt und arbeitet in Berlin.



Jadranka Ivanis, geb.1974, Zagreb, Kroatien |1996 -2000 Studium an der Akademie der Künste, Zagreb | Diplom bei Zlatko Keser | Seit 1995 Sängerin und Mitglied der Band Jinx, Zagreb, Kroatien.



Sandra Schlipkoeter, geb. 1979 in Solingen | Diplomstudium an der Ruhrakademie in Schwerte | Studium an der Kunstakademie Düsseldorf | Meisterschülerin von Eberhard Havekost | Akademiebrief |lebt und arbeitet in Berlin.



Tanja Selzer, geb. 1970 in Idar-Oberstein | Diplomstudium Malerei an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg | lebt und arbeitet in Berlin.



Sandra Zuanovic, geb. 1973 in Kroatien | 1993–1997 Universität Zagreb, Fakultät Textiltechnologie, Diplom Mode-Design | 1997 Umzug nach Berlin | 1997–2003 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee | 2003–2005 Meisterschüler Studium |Diplom bei Katharina Grosse.



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09.06.2017 - 06.07.2017
The Poetics of Silence
Vernissage: Freitag, 09.06.2017 um 19.00 Uhr
Künstler: Bernd Kirschner,
In die Ausstellung


10.03.2017 - 19.04.2017
Otto Piene - Keramiken - Papierarbeiten - Leinwandarbeiten - Lichtobjekte
Vernissage: 10.03.2017
Künstler: Otto Piene,

Pressemitteilung


Otto Piene



Keramiken, Lichtobjekte und Feuerarbeiten auf Leinwand und Büttenkarton



Die Einführung sprach Dr. Renate Goldmann, Direktorin Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren



Die Galerie Martina Kaiser freut sich, erstmals Werke des Zero-Künstlers Otto Piene, einem der großen Avantgardisten der deutschen Nachkriegskunst und  Wegbereiter der Licht- und Feuerkunst sowie der Sky-Art-Aktionen in einer Einzelausstellung in der Galerie in der Bismarckstraße zeigen zu dürfen. Gezeigt werden Keramiken und Lichtskulpturen, die bis kurz vor seinem Tod entstanden sind, sowie Feuerarbeiten auf Büttenkarton und Leinwand aus den 70er und 90er Jahren.



Otto Piene (geb. 1928 in Laasphe, gest. 2014 in Berlin) studierte Malerei und Kunsterziehung in München und Düsseldorf. 



Charakteristisch für Piene sind Rauchgemälde, Feuerbilder, Lichtinstallationen, aufblasbare Himmelsskulpturen und kinetische Plastiken, wie zum Beispiel die Skulptur „Licht und Bewegung“ von 1966 am Wormland-Haus an der Hohe Straße, eines der bedeutendsten Kunstwerke im öffentlichen Raum in Köln. Eine weitere Arbeit „Star Pit“ von Piene befindet sich seit 1992 im Mediapark in Köln.



Otto Pienes vielfältiges Werk durchzieht die Suche und die Nähe zu den elementaren Kräften der Natur: Licht, Feuer, Luft und Erde. Das Element Erde und seine Verbindung zum Feuer sind für Piene die Hauptaspekte in seinen Keramikarbeiten, die seit 1999 entstanden sind. Seine Keramiken blicken zurück auf die frühen kinetischen Arbeiten und greifen das Motiv des Rasters auf. Seine „schweren Bilder“ wie er sie selbst nannte, denen eine haptische Qualität innewohnt, lassen sich nicht nur sehen sondern auch fühlen.



Die große Anzahl jüngster Einzelausstellungen in namhaften Museen wie der Neuen Nationalgalerie (Berlin, 2014), dem Guggenheim Museum (New York 2014), der Langen Foundation (Neuss, 2014), dem Stedeljijk Museum (Amsterdam, 2015) sowie dem Teheran Museum of Contemporary Art (2016) zeigt die hohe internationale Wertschätzung von Otto Piene.



Als Mitbegründer der legendären „Zero-Gruppe“ (1957, gemeinsam mit Heinz Mack), der sich 1961 auch Günter Uecker anschloss, gehörte Piene zu den bedeutenden Erneuerern und Pionieren der Kunst in Deutschland und Europa nach dem zweiten Weltkrieg und hat damit Kunstgeschichte geschrieben.

„Zero ist die Stille. Zero ist der Anfang. Zero. Der Neue Idealismus“, heißt es in ihrem Manifest. 



Seit den 50er Jahren stehen Licht, Raum, Bewegung und Farbe im Zentrum von Otto Pienes Schaffen. „Was ist das alles, Bild, Farbe, Licht, Vibration, reine Energie? Leben. Leben in Freiheit“ so schrieb Piene 2014 zu seiner Ausstellung in Berlin. Am liebsten ließ er Lichtstrahlen tanzen und inszenierte Sky Events. Nichts soll den Betrachter bedrücken, klein machen. Seine Feuerbilder mit Spuren verbrannter Farbe sind kein Zeichen von Zerstörung, sondern von Befreiung. Die Formen explodieren. Leidenschaftlich streben sie der Sonne entgegen, rot, gelb oder blau leuchten die Hintergründe. Und der Empfindung wachsen Flügel.

In die Ausstellung


20.01.2017 - 04.03.2017
Julian Schnabel,Palimpsest Printed Works
Vernissage: 20.01.2017
Künstler: Julien Schnabel,

Pressemitteilung
Die Galerie Martina Kaiser freut sich, den US-amerikanischen Künstler und Filmregisseur Julian Schnabel  zum ersten Mal mit einer Einzelausstellung Palimpsest Printed Works in der Galerie in der Bismarckstraße zeigen zu dürfen. 



Schnabel, geb. 1951 in New York City, gilt nicht nur als einer der bedeutendsten amerikanischen Künstler der Gegenwart, sondern auch als internationaler Topstar und renommierter Filmemacher. Er zählt neben Jean-Michel Basquiat und Keith Haring zu den Hauptvertretern des amerikanischen Neoexpressionismus, der sich durch einen figurativen Malstil in expressiver Farbigkeit auszeichnet. Schnabels Werke, die in allen namhaften Museen und privaten Kunstsammlungen auf der ganzen Welt vertreten sind, weisen ein hohes Maß an Eigenständigkeit auf und haben einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert.



Der Künstler studierte von 1969 bis 1973 an der University of Houston, Texas und nahm danach an einem unabhängigen Studienprogramm des Whitney Museums in New York teil. 



Julian Schnabel, der sich auch als Filmemacher einen großen Namen machte, wurde unter anderem für seinen Film "Schmetterling und Taucherglocke" bei den Filmfestspielen in Cannes 2007 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Bei den Filmfestspielen in Venedig 2010 gewann sein Film Miral sowohl den UNESCO als auch den UNICEF Award. Der Künstler lebt und arbeitet in New York City und Montauk, Long Island.



Dass Julian Schnabel eine Vorliebe für das Poetische hat, wird nicht nur in seinen preisgekrönten Filmen, sondern auch in seinen Bildern spürbar deutlich. Oftmals erzählen sie vom Verborgenen, Fragmentarischen und doch scheinbar Allzusammenhängenden und bewegen sich dabei mit einer gestalterisch expressiven Intensität auf der Ebene des Emotionalen und Irrationalen. So auch in seinen neusten grafischen Werken, in denen er sich dem amerikanischen Dichter und Pantheisten Walt Whitman widmet. Dessen weltberühmte Gedichte über den amerikanischen Bürgerkrieg zählen bis heute zu den einflussreichsten literarischen Werken der USA und zeichnen sich durch eine demokratische sowie natur- und volksverbundene Geisteshaltung aus. Whitman, der als einer der Begründer der modernen amerikanischen Lyrik gilt, weist darüber hinaus eine Nähe zum Transzendentalismus auf, der in Schnabels Hommage an ihn ebenso künstlerisch zum Ausdruck kommt wie seine Naturverbundenheit.



Die strenglimitierten und von Hand signierten Grafiken Walt Whitman – Waterfall, I, II und III, Lake und Frozen Lake von 2016 zeigen eine gestisch-expressive Übermalung eines zitierten Baummotivs aus der American Revolution Wallpaper, jener berühmten Tapete aus dem Weißen Haus, die über die Kennedys 1961 dorthin gelangte. Ausschnitte aus dieser Tapete hatte Schnabel bereits in seinem 2016 erschienenen Grafikzyklus Childhood, den wir auch zeigen werden, verwendet. In einer weltweiten Auflage von nur jeweils 25 Exemplaren 2016 erschienen, sind sie neben Childhood die ersten grafischen Werke, die Julian Schnabel seit 18 Jahren exklusiv mit dem Grafikverlag Geuer & Geuer in Düsseldorf veröffentlicht hat.  



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