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Kunstbuch-Empfehlungen

Peter-Cornell Richter - Fotografie, modo Verlag
Peter-Cornell Richter - Fotografie (modo Verlag)
"Ich gestalte meine Bilder, ich lichte nicht ab“, sagt Peter-Cornell Richter über seine Fotografien. Richter, der 1936 in Erlangen geboren wurde und seit den 1970er Jahren Fotografie lehrt, sucht den geglückten Augenblick nicht mitten im Trubel, sondern im Stillen. Seine Motive sind einzelne Blüten, ungewöhnliche Wolkenformationen, Lichterscheinungen, die von der Sonne auf den Untergrund gemalt werden, oder Richard Serras Stahlskulpturen. Peter-Cornell Richter wählt dabei Ausschnitte, die das Detail zum Ganzen werden lassen. Nicht immer lässt sich einordnen, was hier abgebildet wird. Der Winkel an der Wand, die rostige Metallfläche, das Schattenspiel werden zur Hauptfigur. Der Ausschnitt und die Komposition waren schon immer wichtige Gestaltungsmerkmale von Richters Aufnahmen. Seit 2005 fotografiert Peter-Cornell Richter digital, schwarz-weiß-Kontraste sind für seine Aufnahmen von großer Bedeutung, doch auch die Farbe wird immer wichtiger. Der Band, es ist bereits die zweite Publikation zum fotografischen Werk von Peter-Cornell Richter im modo Verlag, stellt neuere Arbeiten seit 2009 vor. Ein Essay von Hans-Dieter Fronz führt in das Werk ein.

Peter-Cornell Richter - Fotografie
2016. Texte von Hans-Dieter Fronz.
64 Seiten, 24 x 27 cm, deutsch, englisch, 41 Farbabbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
28,00 EUR / 31,00 SFR
ISBN 978-3-86833-201-8

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Johanna Platter - Mitleiden, Mitwissen, Mitfühlen., modo Verlag
Johanna Platter - Mitleiden, Mitwissen, Mitfühlen. (modo Verlag)
Über das Moment der körperlichen Wahrnehmung in den Werken von Teresa Margolles und Doris Salcedo
Teresa Margolles, Johanna Platter, Doris Salcedo

Spuren von Gewalt und Tod, Trauma und Schmerz kennzeichnen die Installationen und Objekte, die im Zentrum dieser Untersuchung stehen. Die Künstlerinnen Teresa Margolles und Doris Salcedo stammen aus Mexiko und Kolumbien und machen die grausame Realität ihrer Heimatländer zum Nährboden ihrer Arbeiten: Banden- und Drogenkriege bestimmen hier den Alltag der Bevölkerung ebenso wie die systematische Unterdrückung, Entführung und Ermordung von Menschen. Wie können diese Ereignisse äußersten Grauens, der Zustand unsagbaren Leidens dargestellt und vermittelt werden? Margolles‘ Installationen zum Beispiel verführen zunächst in ihrer sinnlich-ephemeren Erscheinung, nur um dann mit ihren Materialien, die ursprünglich aus dem Leichenschauhaus stammen, ihre schockierende Wirklichkeit offenzulegen. In den zahlreichen Werkabbildungen kann das Plädoyer dieser kunstwissenschaftlichen Analyse nachvollzogen werden: nämlich dass unsere körperliche Wahrnehmung eine entscheidende Rolle spielt, wenn es um die Frage geht, was Kunst zu leisten imstande ist. Als Mitleidende und Mitwissende sollen die Rezipierenden hier die Erfahrungen der Opfer teilen und gleichermaßen zum Mitfühlen aufgefordert werden.

Johanna Platter - Mitleiden, Mitwissen, Mitfühlen. - Über das Moment der körperlichen Wahrnehmung in den Werken von Teresa Margolles und Doris Salcedo
2017. 350 Seiten, 17 x 24 cm, deutsch, 25 Farbabbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
38,00 EUR / 44,00 SFR
ISBN 978-3-86833-211-7

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Robert Eugler – moving colours, modo Verlag
Robert Eugler – moving colours (modo Verlag)
„Barocke Räume sind Inszenierungen“, sagt Arno Zahlauer. Er muss es wissen, schließlich ist er als Direktor des Geistlichen Zentrums der Erzdiözese Freiburg in St. Peter (Südschwarzwald) bestens mit der Barockarchitektur der Klosteranlage vertraut. Auch zeitgenössische Kunst neigt zu Inszenierungen. Mutig war es dennoch, Gegenwartskunst und die alte Benediktiner Abtei St. Peter zusammenzubringen. Der Freiburger Künstler Robert Eugler hatte 2016 die Möglichkeit, sich in St. Peter für mehrere Monate auf einen besonderen Dialog einzulassen. Eugler, der 1958 im Allgäu geboren wurde und erst Bildhauerei, dann Malerei und Fotografie studiert hat, ist ein monochromer Maler. Seine Werke entstehen in langsamen Prozessen, für die es wesentlich ist, dass der Künstler die Farbe mit Pigmenten und Eiöl selbst herstellt. Das Ergebnis ist eine besonders trockene Farbe, die er so auf die Leinwand oder die Baumwolle aufträgt, dass die Oberfläche keine subjektive Handschrift erkennen lässt. Räume und ihre jeweiligen Lichtverhältnisse verändern diese Bilder auf eine besondere Weise. Robert Eugler hat seine Bilder an die Stelle von Porträts gehängt, in Nischen, Treppenhäuser, Säle und eine Kapelle. Sie schaffen besondere Stimmungen und Schwingungen, die auf ihre Weise zur Stille des Ortes beitragen. Erweitert wird die Dokumentation dieser Inszenierung durch das „Beletage Ensemble“, mit dem Robert Eugler den Empfangsraum des Regierungspräsidiums Freiburg im Basler Hof neu gestaltet hat.

Robert Eugler – moving colours
2016. Texte von Volker Bauermeister, Kathrin Gut-Hackmann, Angeli Janhsen, Arno Zahllauer, Dr. Yvonne Ziegler.
88 Seiten, 23 x 30 cm, deutsch, 71 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
26,00 EUR / 29,00 SFR
ISBN 978-3-86833-206-3

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25 Jahre ZF Kunststiftung, modo Verlag
25 Jahre ZF Kunststiftung (modo Verlag)
Die ZF (Zahnradfabrik Friedrichshafen) ist aus Friedrichshafen nicht wegzudenken. Sie ist nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber der Bodenseeregion, sondern fördert durch die ZF Kunststiftung auch soziale und kulturelle Belange. Mit durchschnittlich 140.000 Euro engagiert sie sich im Jahr. Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren ist die Liste der Institutionen, Vereine, Initiativen sowie Künstlerinnen und Künstler, die von ihr unterstützt wurden, beachtlich angewachsen. Die Publikation, die anlässlich des Jubiläums der ZF Kunststiftung erscheint, stellt nicht nur die Stiftung vor, sondern auch die Menschen, die für sie arbeiten. Vor allem aber ist sie ein Spiegelbild einer Kulturregion geworden. Denn das Buch porträtiert mit kurzen Texten die geförderten kulturellen Initiativen. Und das sind nicht wenige: Die Filmtage Friedrichshafen sind darunter, die Festspiele europäische Wochen Passau, die Birnauer Kantorei, der internationale Konzertverein Bodensee und der Kunstverein Friedrichshafen. Umfangreich bildet die Jubiläumsschrift das Engagement für das Zeppelin Museum ab, das auf einmalige Art Technik und Kunst zusammenführt und das mit der ZF Kunststiftung aufgrund der Unternehmensgeschichte eng verbunden ist. Das Stipendium für Bildende Künstlerinnen und Künstler kann exemplarisch für das Kulturengagement des Unternehmens stehen. Es ist mit einem Atelieraufenthalt im Turm des Zeppelin Museums verbunden, mit einer Ausstellung und einem begleitenden Katalog und richtet sich ausdrücklich an Kunstschaffende aus der Bodenseeregion. Die Publikation lässt all jene Revue passieren, die seit der Gründung 1990 gefördert wurden.

25 Jahre ZF Kunststiftung
2016. Hg: Matthias Lenz, Regina Michel.
Texte von Götz Adriani, Peter Vogel, Stefan Sommer, Dietmar Pfister, Regina Michel, Wolfgang Meighörner, Matthias Lenz, Hans-Georg Härter, Siegfried Goll, Claudia Emmert, Josef Büchelmeier, Andreas Brand, Klaus Bleyer, Ursula Zeller.
464 Seiten, 17 x 24 cm, deutsch, 554 Farbabbildungen, Flexcover, Fadenheftung.
32,00 EUR / 36,00 SFR
ISBN 978-3-86833-207-0

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Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg, modo Verlag
Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg (modo Verlag)
Galerien in Baden-Württemberg

Die Publikation erscheint anlässlich eines landesweiten Ausstellungsprojekts des Künstlerbundes Baden-Württemberg mit dem Titel „Die Kunst zu handeln“. 27 Galerien zeigen über 100 Künstlerinnen und Künstler, die untersuchen, wie sich die Tätigkeit des Kunsthandelns über die Jahre verändert hat. So sind die zahlreichen Kunstmessen und Biennalen heute nicht nur bedeutende Orte der Präsentation, sondern auch Gradmesser für den Marktwert und die Nachfrage der Kunst. Gleichwohl nehmen Galerien mit ihren Netzwerken immer noch eine zentrale Rolle in der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern ein, der persönliche Kontakt ist die Grundlage für eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Schließlich geht es den Galerien nicht nur um den Verkauf, sondern in der unüberschaubaren Masse künstlerischer Positionen auch um die Vermittlung relevanter Inhalte und eines bestimmten Programms. Und mit dieser Haltung genießen sie letztlich auch das Vertrauen der Kunstliebhaber: Denn trotz der zahlreichen Kunsthandelsportale, die es mittlerweile im Netz gibt, bleiben die Galeristin und der Galerist in ihrer beratenden Funktion unersetzlich.
Im Buch finden sich neben einer Auswahl an Kunstwerken ein kritischer Essay von Wolfgang Ullrich über den exklusiven Anspruch des Kunsthandels und -sammelns sowie Beiträge von Galeristen zum Thema.

Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg - Galerien in Baden-Württemberg
2016. Hg: Künstlerbund Baden-Württemberg e.V.
Texte von Rita Burster, Alfred Knecht, Michael Sturm, Linda Treiber, Werner Wohlhüter, Wolfgang Ullrich, Harry Schlichtenmaier.
284 Seiten, 15,5 x 23 cm, deutsch, 159 Abbildungen, Broschur, Fadenheftung.
24,00 EUR / 28,00 SFR
ISBN 978-3-86833-204-9

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Pascal Danz – Highlights, modo Verlag
Pascal Danz – Highlights (modo Verlag)
Die Malerei arbeitet mit Licht und Schatten. Wer sich von ihr also Eindeutigkeiten verspricht, verkennt ihr Wesen. Der Maler Pascal Danz (1961– 2015) jedenfalls war sich der Flüchtigkeit seines Mediums immer bewusst. Als „Niemandsland des Bildes“ beschreibt die Leiterin des Centre PasquArt Felicity Lunn diesen malerischen Freiraum. Ein Jahr nach seinem überraschenden Tod ist es Zeit, eine Rückschau auf das Werk von Pascal Danz zu halten. Die Retrospektive im Museum Franz Gertsch zeigt einen Überblick über das OEuvre des Malers, der begleitende zweisprachige Katalog ordnet es durch drei Essays ein. Der Titel „Highlights“ ist durchaus doppeldeutig und verweist auf zentrale Werkgruppen sowie auf die Bedeutung des Lichts für den Künstler, der in Zentralafrika geboren wurde, später nach Bern kam und in Luzern und Genf studierte. Interieurs, Bergbilder und Stillleben gehören zu den vorherrschenden Sujets von Pascal Danz. Danz malte nach Fotos, die er selbst machte oder im Internet fand. Dieser mittelbare Zugang zum Motiv sensibilisiert dafür, dass Wirklichkeit ein visuelles Konstrukt ist. Nicht immer sieht man auf den Bildern das, was man zu sehen glaubt. Da gibt es konventionell wirkende Blumensträuße, die dem 2012 verstorbenen Freund David Weiss gewidmet sind und Szenen in grellem Licht, die verstören, wenn man weiß, dass sie auf Fotos amerikanischer Nuklearversuche zurückgehen. Danz war neugierig auf alles Sichtbare. Erstmals veröffentlicht werden seine Skizzenbücher aus Island, an denen er zuletzt gearbeitet hatte.

Pascal Danz – Highlights
2016. Hg: Museum Franz Gertsch.
Texte von Daniela Hardmeier, Felicity Lunn, Anna Wesle.
112 Seiten, 24 x 28,5 cm, deutsch, englisch, 106 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
42,00 EUR / 48,00 SFR
ISBN 978-3-86833-203-2

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Weitere Neuerscheinungen

Patrick Lo Giudice – Landschaften / Landscapes (modo Verlag GmbH)
Während die Themen im Werk von Patrick Lo Giudice variieren, bleibt das Medium, in dem er arbeitet, unverwechselbar – die „Feuermalerei“, wie der Künstler selbst es nennt. Aus der traditionellen Technik der Enkaustik entwickelte Lo Giudice sein eigenes Vorgehen, wobei das Bild aus mehreren Wachsschichten besteht. Nach einem Umdruckverfahren werden die Farbpigmente aufwändig in das heiße Wachs eingebrannt. Die bildliche Darstellung erscheint in einem diffusen Licht, wirkt wie von einem Schleier überzogen und zugleich wie unter der dicken Wachsschicht versiegelt. Die Wachsbilder von Patrick Lo Giudice basieren auf eigenen Fotografien und solchen, die der Künstler in Archiven, Büchern oder auf Flohmärkten findet. Zu den Motiven zählen Landschaften und Portraits ebenso wie ein Zyklus über Afrika oder die italienische Mafia.

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HYPERION. Nándor Angstenberger (modo Verlag GmbH)
HYPERION. Nándor Angstenberger, modo Verlag GmbHNándor Angstenberger ist im Jubiläumsjahr der ZF Kunststiftung Stipendiat. Seit 25 Jahren besteht dieses Förderinstrument, das sich ausdrücklich an Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Südtirol richtet. Rein biografisch wird Nándor Angstenberger diesem Anspruch, mit der Region verbunden zu sein, aber über den eigenen Tellerrand zu schauen, mehr als gerecht. Nándor Angstenberger wurde 1970 in Novi Sad geboren, er besitzt sowohl die deutsche als auch die ungarische Staatsbürgerschaft und hat in Hamburg studiert. Die Publikation führt durch einen Essay von Robert Nachtigäller, dem künstlerischen Leiter des Museums Marta Herford, in Angstenbergers Werk ein und dokumentiert die Ausstellung in Friedrichshafen. Wer sich im Atelier der ZF Kunststiftung im Turm des Zeppelin Museums einrichtet, kann schon auf die mythische Figur des Hyperion kommen. Im Friedrichshafener Atelier der Stiftung ist man von viel Himmel und Wasser umgeben. Hyperion war der Sohn von Erde und Himmel und Vater des Sonnengottes Helios, der Mondgöttin Selene und der Göttin der Morgenröte Eos. Angstenberger arbeitet mit Alltagsgegenständen und Fundstücken, nicht zuletzt mit Einwegartikeln unserer Konsumgesellschaft. Der Künstler schafft mit fragilen Konstruktionen Welten, die mit Zitaten und Projektionen spielen. Wie der Mythos auch erzählen sie vom großen Ganzen.

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Robert Eugler – moving colours (modo Verlag GmbH)
Robert Eugler – moving colours, modo Verlag GmbH„Barocke Räume sind Inszenierungen“, sagt Arno Zahlauer. Er muss es wissen, schließlich ist er als Direktor des Geistlichen Zentrums der Erzdiözese Freiburg in St. Peter (Südschwarzwald) bestens mit der Barockarchitektur der Klosteranlage vertraut. Auch zeitgenössische Kunst neigt zu Inszenierungen. Mutig war es dennoch, Gegenwartskunst und die alte Benediktiner Abtei St. Peter zusammenzubringen. Der Freiburger Künstler Robert Eugler hatte 2016 die Möglichkeit, sich in St. Peter für mehrere Monate auf einen besonderen Dialog einzulassen. Eugler, der 1958 im Allgäu geboren wurde und erst Bildhauerei, dann Malerei und Fotografie studiert hat, ist ein monochromer Maler. Seine Werke entstehen in langsamen Prozessen, für die es wesentlich ist, dass der Künstler die Farbe mit Pigmenten und Eiöl selbst herstellt. Das Ergebnis ist eine besonders trockene Farbe, die er so auf die Leinwand oder die Baumwolle aufträgt, dass die Oberfläche keine subjektive Handschrift erkennen lässt. Räume und ihre jeweiligen Lichtverhältnisse verändern diese Bilder auf eine besondere Weise. Robert Eugler hat seine Bilder an die Stelle von Porträts gehängt, in Nischen, Treppenhäuser, Säle und eine Kapelle. Sie schaffen besondere Stimmungen und Schwingungen, die auf ihre Weise zur Stille des Ortes beitragen. Erweitert wird die Dokumentation dieser Inszenierung durch das „Beletage Ensemble“, mit dem Robert Eugler den Empfangsraum des Regierungspräsidiums Freiburg im Basler Hof neu gestaltet hat.

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Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg / Galerien in Baden-Württemberg (modo Verlag GmbH)
Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg / Galerien in Baden-Württemberg, modo Verlag GmbHDie Publikation erscheint anlässlich eines landesweiten Ausstellungsprojekts des Künstlerbundes Baden-Württemberg mit dem Titel „Die Kunst zu handeln“. 27 Galerien zeigen über 100 Künstlerinnen und Künstler, die untersuchen, wie sich die Tätigkeit des Kunsthandelns über die Jahre verändert hat. So sind die zahlreichen Kunstmessen und Biennalen heute nicht nur bedeutende Orte der Präsentation, sondern auch Gradmesser für den Marktwert und die Nachfrage der Kunst. Gleichwohl nehmen Galerien mit ihren Netzwerken immer noch eine zentrale Rolle in der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern ein, der persönliche Kontakt ist die Grundlage für eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Schließlich geht es den Galerien nicht nur um den Verkauf, sondern in der unüberschaubaren Masse künstlerischer Positionen auch um die Vermittlung relevanter Inhalte und eines bestimmten Programms. Und mit dieser Haltung genießen sie letztlich auch das Vertrauen der Kunstliebhaber: Denn trotz der zahlreichen Kunsthandelsportale, die es mittlerweile im Netz gibt, bleiben die Galeristin und der Galerist in ihrer beratenden Funktion unersetzlich.
Im Buch finden sich neben einer Auswahl an Kunstwerken ein kritischer Essay von Wolfgang Ullrich über den exklusiven Anspruch des Kunsthandels und -sammelns sowie Beiträge von Galeristen zum Thema.

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Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg / Galerien in Baden-Württemberg (modo Verlag GmbH)
Die Publikation erscheint anlässlich eines landesweiten Ausstellungsprojekts des Künstlerbundes Baden-Württemberg mit dem Titel „Die Kunst zu handeln“. 27 Galerien zeigen über 100 Künstlerinnen und Künstler, die untersuchen, wie sich die Tätigkeit des Kunsthandelns über die Jahre verändert hat. So sind die zahlreichen Kunstmessen und Biennalen heute nicht nur bedeutende Orte der Präsentation, sondern auch Gradmesser für den Marktwert und die Nachfrage der Kunst. Gleichwohl nehmen Galerien mit ihren Netzwerken immer noch eine zentrale Rolle in der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern ein, der persönliche Kontakt ist die Grundlage für eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Schließlich geht es den Galerien nicht nur um den Verkauf, sondern in der unüberschaubaren Masse künstlerischer Positionen auch um die Vermittlung relevanter Inhalte und eines bestimmten Programms. Und mit dieser Haltung genießen sie letztlich auch das Vertrauen der Kunstliebhaber: Denn trotz der zahlreichen Kunsthandelsportale, die es mittlerweile im Netz gibt, bleiben die Galeristin und der Galerist in ihrer beratenden Funktion unersetzlich.
Im Buch finden sich neben einer Auswahl an Kunstwerken ein kritischer Essay von Wolfgang Ullrich über den exklusiven Anspruch des Kunsthandels und -sammelns sowie Beiträge von Galeristen zum Thema.

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Dorothée Aschoff – Räume (modo Verlag GmbH)
Dorothée Aschoff – Räume, modo Verlag GmbHEine Linie ist die Verbindung zwischen zwei Punkten. Wenn jedoch Dorothée Aschoff eine Linie zieht, entsteht daraus paradoxerweise etwas Plastisches. In all ihren Arbeiten, seien es Skulpturen, Bilder oder Kohlezeichnungen, ist der Körper präsent. Für die 1965 in Göttingen geborene Aschoff ist der Körper ein wichtiger Bezugspunkt. Folgerichtig heißen die Arbeiten der Künstlerin »umrunden«, »hinauswachsen«, »auffasern« oder »verwirbeln«. Aschoff, die an den Kunsthochschulen in Braunschweig und Berlin studiert hat, schafft Skulpturen und Kohlezeichnungen, die dazu angetan sind, den Körper zu bergen, ihm Hüllen und Zwischenräume zu bieten. Die Zeichnung, das Bild und die Skulptur entstehen aus einer verbindenden Idee. Papier ist dabei auch in ihren plastischen Arbeiten ihr bevorzugtes Material, dem sie einiges an Stabilität abgewinnt und mit einer gewissen Patina versieht. Annette Schavan, die das Werk der Künstlerin seit deren Studium verfolgt, erkennt darin etwas Eigentliches und Transzendentes. Die Publikation blickt zurück auf eine Ausstellung im Freiburger Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft und zeigt die neuesten Arbeiten auf Papier und Leinwand. Der Sammler und Mäzen Franz Armin Morat beleuchtet in einem Gespräch mit der Kunsthistorikerin Ulrike Düwell das Werk von Dorothée Aschoff.

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Pascal Danz – Highlights (modo Verlag GmbH)
Pascal Danz – Highlights, modo Verlag GmbHDie Malerei arbeitet mit Licht und Schatten. Wer sich von ihr also Eindeutigkeiten verspricht, verkennt ihr Wesen. Der Maler Pascal Danz (1961– 2015) jedenfalls war sich der Flüchtigkeit seines Mediums immer bewusst. Als „Niemandsland des Bildes“ beschreibt die Leiterin des Centre PasquArt Felicity Lunn diesen malerischen Freiraum. Ein Jahr nach seinem überraschenden Tod ist es Zeit, eine Rückschau auf das Werk von Pascal Danz zu halten. Die Retrospektive im Museum Franz Gertsch zeigt einen Überblick über das OEuvre des Malers, der begleitende zweisprachige Katalog ordnet es durch drei Essays ein. Der Titel „Highlights“ ist durchaus doppeldeutig und verweist auf zentrale Werkgruppen sowie auf die Bedeutung des Lichts für den Künstler, der in Zentralafrika geboren wurde, später nach Bern kam und in Luzern und Genf studierte. Interieurs, Bergbilder und Stillleben gehören zu den vorherrschenden Sujets von Pascal Danz. Danz malte nach Fotos, die er selbst machte oder im Internet fand. Dieser mittelbare Zugang zum Motiv sensibilisiert dafür, dass Wirklichkeit ein visuelles Konstrukt ist. Nicht immer sieht man auf den Bildern das, was man zu sehen glaubt. Da gibt es konventionell wirkende Blumensträuße, die dem 2012 verstorbenen Freund David Weiss gewidmet sind und Szenen in grellem Licht, die verstören, wenn man weiß, dass sie auf Fotos amerikanischer Nuklearversuche zurückgehen. Danz war neugierig auf alles Sichtbare. Erstmals veröffentlicht werden seine Skizzenbücher aus Island, an denen er zuletzt gearbeitet hatte.

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Peter-Cornell Richter - Fotografie (modo Verlag GmbH)
Peter-Cornell Richter - Fotografie, modo Verlag GmbH„Ich gestalte meine Bilder, ich lichte nicht ab“, sagt Peter-Cornell Richter über seine Fotografien. Richter, der 1936 in Erlangen geboren wurde und seit den 1970er Jahren Fotografie lehrt, sucht den geglückten Augenblick nicht mitten im Trubel, sondern im Stillen. Seine Motive sind einzelne Blüten, ungewöhnliche Wolkenformationen, Lichterscheinungen, die von der Sonne auf den Untergrund gemalt werden, oder Richard Serras Stahlskulpturen. Peter-Cornell Richter wählt dabei Ausschnitte, die das Detail zum Ganzen werden lassen. Nicht immer lässt sich einordnen, was hier abgebildet wird. Der Winkel an der Wand, die rostige Metallfläche, das Schattenspiel werden zur Hauptfigur. Der Ausschnitt und die Komposition waren schon immer wichtige Gestaltungsmerkmale von Richters Aufnahmen. Seit 2005 fotografiert Peter-Cornell Richter digital, schwarz-weiß-Kontraste sind für seine Aufnahmen von großer Bedeutung, doch auch die Farbe wird immer wichtiger. Der Band, es ist bereits die zweite Publikation zum fotografischen Werk von Peter-Cornell Richter im modo Verlag, stellt neuere Arbeiten seit 2009 vor. Ein Essay von Hans-Dieter Fronz führt in das Werk ein.

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Jürgen Brodwolf – Thema Figur (modo Verlag GmbH)
Jürgen Brodwolf – Thema Figur, modo Verlag GmbHDie Publikation „Thema Figur“ erscheint anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Markgräfler Museum im Blankenhorn-Palais in Müllheim. Gezeigt werden in dieser Einzelausstellung Brodwolfs erstmals zahlreiche Werke seiner neuesten Schaffensphase: Der Objektkünstler Brodwolf bewegt sich wieder hin zu seinen malerischen Anfängen und setzt– für sein bisheriges Werk ungewohnt – pointiert und kraftvoll Farbe ein. Zugleich bleibt er der Figur treu. „Die Faszination und der Zauber dieser Figur hat auch nach 56 Jahren auf ihren Finder nicht nachgelassen“, formuliert der Künstler selbst.

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Erich Thies. Dialog mit den Dingen – Franz Bernhard (modo Verlag GmbH)
Erich Thies. Dialog mit den Dingen – Franz Bernhard, modo Verlag GmbHDer Titel von Erich Thies‘ Buch „Dialog mit den Dingen“ beschreibt einen Mangel. Der Freund fehlt. Der Tod des Bildhauers Franz Bernhard im Jahr 2013 beendete nicht nur einen Dialog, er durchkreuzte auch den Plan ein gemeinsames Buch zu machen, das Texte des Philosophen und Schriftstellers Erich Thies Grafiken Franz Bernhards gegenüberstellen sollte. Nun ist es an Erich Thies den Dialog mit den Dingen, wie ihn der Bildhauer Franz Bernhard zeit seines Lebens geführt hat, weiter zu verfolgen. Die neun Texte und Essays, die Erich Thies in dem Band „Dialog mit den Dingen“ vereinte und die sich mit Franz Bernhard und seinem Werk befassen, zeigen auch, dass es kein Monolog war, der hier geführt wurde. Die Freunde haben sich gegenseitig neugierig gemacht auf die Welt des Sichtbaren, aber auch auf die der Literatur und der Philosophie. Wer sich mit dem Werk von Franz Bernhard befassen möchte, wird um diese Aufsätze nicht herum kommen. Sie zeigen einen intimen, aber auch hoch reflektierten Zugang zu den Skulpturen, Zeichnungen und der Gedankenwelt des Bildhauers. Sie öffnen die Wahrnehmung für diesen außergewöhnlichen Künstler. Die abgebildeten Fotos spiegeln diese genaue Kenntnis des Werkes wider durch die große Nähe zwischen Text und Bild und die Einblicke in die Werkstatt von Franz Bernhard. Ein Nachruf möchte dieser Textband nicht sein. Auf seine Weise tritt er an die Stelle des abgebrochenen Dialogs zwischen dem Schriftsteller und dem Bildhauer.

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Josef Linschinger – Zahlen und Farben (modo Verlag GmbH)
Josef Linschinger – Zahlen und Farben, modo Verlag GmbHHier gibt es keine Beliebigkeiten. „Mathematik ist eine Bedingung aller exakten Erkenntnis“ sagt Immanuel Kant. Der österreichische Künstler Josef Linschinger (geb. 1945) überträgt diesen Aphorismus in den Bar-Code 39 und macht damit seine Zustimmung und eigene Haltung klar. Linschinger, dessen Arbeiten der konkret-konstruktiven Kunst sowie der visuell-konzeptuellen Poesie zuzuordnen sind, arbeitet mit einer großen Bandbreite von Codierungen und einer Vielfalt von mathematischen Themen. Ihn fesselt die Fibonacci- Zahlenreihe ebenso wie der Satz des Pythagoras und in seinem Mobile „E=m·c²“ bringt er Einsteins Formel der Relativitätstheorie zum Tanzen. Damit und über seine „magischen Quadrate“, Buchstaben- und Ziffernkuben, Sprach- und Sudoku-Bilder weist Linschinger auf etwas hin, das bereits der Kunst des 15. Jahrhunderts eingeschrieben war: Die lebendige Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Es gibt kaum einen besseren Ort als das Mathematikum in Gießen, um diese Werke zu zeigen. Die neue Publikation „Zahlen und Farben“ begleitet die Ausstellung und gibt einen Einblick in das Werk eines Künstlers, der Mathematik und Sprache zum integrativen Bestandteil der bildenden Kunst macht.

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Claas Gutsche – Risse im Beton (modo Verlag GmbH)
Claas Gutsche – Risse im Beton, modo Verlag GmbHIn seinen zum Teil sehr großformatigen, ein- oder mehrfarbigen Linolschnitten, auf feinem Japanpapier gedruckt, beschäftigt sich Claas Gutsche mit den Spuren deutsch-deutscher Vergangenheit. Aufgewachsen in Blankenburg im Harz, war er sieben Jahre alt, als die Mauer fiel und lernte sowohl das Leben in der DDR als auch in der Bundesrepublik kennen. Seine Druckgrafiken zeigen oft stimmungsgeladene Orte, deren geschichtsträchtige Bedeutung sich dem Betrachter erst mit zusätzlichen Informationen, etwa durch den Bildtitel, erschließt. Dabei werden Erinnerungen an die NS-Zeit oder die sozialistische Denkmalkultur wach und es lassen sich ebenso Bezüge zu aktuellen politischen Ereignissen herstellen. Technisch äußerst versiert ausgeführt, thematisieren die Blätter Aspekte des kollektiven deutschen Gedächtnisses und betreiben damit gleichermaßen Geschichts- und Erinnerungsarbeit.

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Günter Figal – Unwillkürlichkeit. Essays über Kunst und Leben (modo Verlag GmbH)
Günter Figal – Unwillkürlichkeit. Essays über Kunst und Leben, modo Verlag GmbHDie Kunst ist für das Leben von Bedeutung, sofern sie nicht den Interessen des Lebens unterworfen ist. Dann lässt Kunst das Leben klarer werden, nicht zuletzt dadurch, dass sie es in seiner Unwillkürlichkeit, jenseits von Tun und Lassen, zur Geltung bringt. Günter Figal entwickelt diesen Gedanken in den Essays dieses Buches, indem er die Frage nach den einfachen Dingen und dem einfachen Leben stellt, darüber nachdenkt, welche Dinge zum Anfassen gemacht sind und welche nicht, was die Künstler tun, wenn sich nichts beabsichtigen und wie es sich im Raum der Bilder verweilen lässt. Beschrieben und erläutert werden unter anderem Werke von Frank Lloyd Wright und John Pawson, von Donald Judd, Young-Jae Lee, Tanimoto Kei und Jan Kollwitz, von Julius Bissier, Kammerer-Luka und Agnes Martin. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen den Text.

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Frank Michael Zeidler – Das verlorene Bild. Eine Aufforderung zur Reflexion über Künstlernachlässe (modo Verlag GmbH)
Frank Michael Zeidler – Das verlorene Bild. Eine Aufforderung zur Reflexion über Künstlernachlässe, modo Verlag GmbHFrank Michael Zeidler weiß, wovon er schreibt. Der 1952 geborene Künstler ist selbst seit 40 Jahren Maler und Zeichner und als Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes ist er gewohnt, den Dialog mit der Öffentlichkeit zu führen. Zusammen mit der Berlinischen Galerie organisierte er 2012 ein Symposium über Künstlernachlässe. Seitdem treibt das Thema ihn um. Auch, da es ihn selbst betrifft, gut 2.500 Arbeiten lagert er in seinem Atelier in Potsdam. Frank Michael Zeidler hat in vielen Veranstaltungen zu dem Thema Künstlernachlässe gesprochen und hat nun eine Publikation vorgelegt, die mehr Essay als Ratgeber ist. Weil es den einen Weg, mit dem Werk umzugehen, nicht gibt und weil das Thema unseren grundsätzlichen Umgang mit Kunst berührt.
Dass der Gegenstand derart neuralgisch werden konnte, liegt auch in der Professionalisierung und Demokratisierung des Kunstschaffens, die bei den Akademien beginnt und beim Künstlerbedarf endet und der Situation der Museen. Während immer mehr Kunst entsteht, sinken die Ressourcen der Institutionen, Nachlässe zu verwalten. Zeidler appelliert in seiner Schrift an die eigene Verantwortung der Künstlerinnen und Künstler, die Spreu vom Weizen zu trennen und er erinnert an die Last, die das Erbe eines solchen Nachlasses für die Nachkommen bedeuten kann. „Das verlorene Bild. Eine Aufforderung zur Reflexion über Künstlernachlässe“ richtet sich nicht allein an Künstlerinnen und Künstler sowie ihre Erben, sondern fordert auch Leiter von Museen und überhaupt die Öffentlichkeit auf, über den Umgang mit dem kulturellen Erbe nachzudenken. Nicht für jedes Werk ist eine Stiftung, die Aufnahme in einer Sammlung oder gar in einem Museum, eine Lösung. Denn eines scheint gewiss, eine postume Karriere wie Van Gogh wird eine Ausnahme bleiben.


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KAMMERER-LUKA Retrospektive 1950-2015 (modo Verlag GmbH)
KAMMERER-LUKA Retrospektive 1950-2015, modo Verlag GmbHMalerei, Druckgrafik, kinetische Skulpturen, Kunst im öffentlichen Raum, Computer- und Filmkunst – das bildnerische Werk von Kammerer-Luka (geb. 1929 in Gernsbach / Baden) ist reich an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Mit unterschiedlichsten Mitteln setzt er sich mit den für ihn zentralen Themen Sprache, Schrift, Text und Zeichen auseinander. Schon seit 1972 und in Zusammenarbeit mit dem Informatiker Jean-Baptiste Kempf nutzt Kammerer-Luka auch den Computer für seine künstlerischen Projekte und unterwirft einfache Formelemente mathematischen Ordnungsprinzipien. Die konkret-konstruktive Kunst bereichert Kammerer-Luka um eine – überraschend – inhaltliche Komponente, denn der Künstler sieht seine seriellen Arbeiten auch als eine Form der Interpretation von Welt und Wirklichkeit. Seine logisch aufgebauten Formensysteme machen unbekannte Zeichen zu Zeichen des Unbekannten. Vor fast 20 Jahren bezeichnete Peter Staechelin die Arbeiten von Kammerer-Luka als „Wegmarken auf der Suche nach universeller Kommunikation jenseits kultureller Kodierung“. Noch immer gilt dieser Satz für das Werk des seit nunmehr über sechs Jahrzehnten unermüdlich Schaffenden. Die zweibändige Publikation eröffnet einen detaillierten Zugang zum Werk von Kammerer- Luka (bis zu den neuesten Arbeiten aus den Jahren 2015). Mit ca. 850 Abbildungen werden Teile des umfangreichen Werkes dokumentiert, aber auch über Skizzen, Entwürfe, Fotografien und Arbeitsdokumente Einblick in die Dimension, die gesellschaftliche-künstlerische Auseinandersetzung eines zwischen Frankreich und Deutschland agierenden Künstlers ermöglicht.

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Brigitte Schwacke – Ephemere Erscheinung (modo Verlag GmbH)
Brigitte Schwacke – Ephemere Erscheinung, modo Verlag GmbHKunst bringt Menschen zusammen. Brigitte Schwacke hat noch vor der eigentlichen Eröffnung ihrer Ausstellung „Ephemere Erscheinung“ in Landshut dafür gesorgt, dass Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung zusammen kommen. Brigitte Schwackes Sache ist überhaupt das Verbinden und Knüpfen von Netzwerken. Die 1957 geborene Künstlerin, die an der Akademie in München studiert hat, greift auf alte Handarbeitstechniken zurück, verwendet dafür aber ein technisch anmutendes Material. Schwacke verarbeitet einen speziell legierten Draht, den sie durch Biegen und Formen oder mit der Häkelnadel in dreidimensionale Gebilde verwandelt, die mal Zeichnung, mal Skulptur oder Installation sind. Seit 25 Jahren fertigt die Bildhauerin auf diese Weise Drahtarbeiten an. Im Rahmen des Kunstfestivals „Gewebe“, das 2016 in 20 bayerischen Städten stattfindet, hat Schwacke auf Einladung des Skulpturenmuseum im Hofberg verschiedene Kirchen und Gebetsräume unterschiedlicher Konfessionen und Religionen durch ihre Werke miteinander verbunden. In Landshut lud sie so Christen und Muslime zu Workshops ein, in denen Drahtgewebe gehäkelt wurden, die einerseits dem Abbildungsverbot genügen, andererseits etwas über diejenigen erzählen, die sie angefertigt haben.

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Béatrice Gysin – Archiv der Vermutungen (modo Verlag GmbH)
Béatrice Gysin – Archiv der Vermutungen, modo Verlag GmbH„Es könnte sein: Stufen, Schatten, Schichten. Abgelagerte Zeit.// Und immer wieder: die vagen Ränder.“ So nähert sich die Autorin und bildende Künstlerin Bettina Wohlfender den Zeichnungen von Béatrice Gysin. Die in Biel lebende, 1947 in Zürich geborene Béatrice Gysin sucht in ihren Arbeiten keine Sicherheiten. Es ist etwas Tastendes und Prüfendes um ihre Werke, die mal abstrakt, mal gegenständlich sein können. So als ob sie an den Grenzen des Sichtbaren nach einer anderen Wirklichkeit forscht, zugleich aber bereit ist, das, was sie festhält, wieder zu verwerfen. Man muss an Zellhaufen denken – amorphe, wolkige Gebilde, die immer schon etwas Anderes in sich tragen, ohne es unbedingt offenbaren zu müssen. Béatrice Gysin arbeitet mit Farb-, Bleistift und Bleistiftstaub, sie zeichnet und widmet sich der Druckgrafik, unter anderem der Heliogravüre. Wie sie ihre Arbeiten präsentiert, sei es in Serien, auf Tischen oder übereinandergeschichtet, ist Teil der Zeichnung. Alles ist eine Frage der Wahrnehmung. In den gegenständlichen Arbeiten spiegeln sich Eindrücke von Museumsbesuchen wider: fragmentierte Gesichter, Hände oder Kopfputz. In ihnen findet Béatrice Gysin Ikonografisches, Gesten aus der Vergangenheit, kurz: vage Ränder vor.

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Celso Martínez Naves – a media luz (modo Verlag GmbH)
Celso Martínez Naves – a media luz, modo Verlag GmbHRichard Schindler charakterisiert die Werke seines Künstlerkollegen Celso Martínez Naves mit „präziser Vagheit“. Martínez Naves‘ Bilder scheinen im Dazwischen verortet. Zwar sind es immer konkrete Orte, die er malt, doch was wir sehen, sind seine Aneignungen. Ihr Reiz beruht nicht zuletzt auf der Tageszeit, die Celso Martínez Naves festhält: die Stunden zwischen Tag und Nacht und Nacht und Tag. Kein Mensch verirrt sich in den Straßen, Pfützen reflektieren die Straßenlaternen, Fabrikanlagen werden gespenstisch beleuchtet. Eigentlich sind die Orte des Malers, der 1953 in Spanien geboren wurde, perfekte Filmsettings. Hier könnte gut ein einsamer Ermittler einem Fall nachgehen oder jemand zu den Orten seines Lebens zurückkehren. Doch Celso Martínez Naves ist kein Erzähler in Bildern. Seine Arbeiten formulieren den Stillstand von Zeit und Raum. Vom Vorher oder Nachher weiß er nichts. Martínez Naves, der bei Peter Dreher an der Freiburger Außenstelle der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe studiert hat, geht es um das Malen, um die Lichtverhältnisse zwischen Tag und Nacht und das eigentlich Unvertraute an Orten, die wir zu kennen glauben. Die Publikation stellt Arbeiten aus den 90er Jahren bis heute vor, Texte von Richard Schindler und Volker Bauermeister ordnen sie in das Gesamtwerk ein.

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Annette Merkenthaler – und sehen wie das Gras wächst (modo Verlag GmbH)
Annette Merkenthaler – und sehen   wie das Gras wächst, modo Verlag GmbHDas Berufsbild des amtlichen Straßenbegehers ist leider viel zu unbekannt. Hanns Zischler, Schauspieler und Sprecher, hat es in seinem Berlinbuch beschrieben. Und vielleicht ist Annette Merkenthaler auch ein bisschen in die Rolle eines solchen Straßenbegehers geschlüpft. Doch der Freiburger Künstlerin geht es nicht um die Dokumentation von etwaigen Straßenschäden, sondern eher um eine Kartografierung von Freiräumen. Sie fotografierte Berliner Brachen und schaute, wie die Natur sich gegen Beton und die Geschichte der Stadt durchsetzt und wie das Terrain neu genutzt wird. Annette Merkenthalers Werke – sie fotografiert, schafft Skulpturen, vor allem jedoch Installationen – sind vielleicht selbst solche Beobachtungsstationen. In Liliental, einem forstlichen Versuchsgelände im Kaiserstuhl, installierte sie im Jahr 2000 einen Kubus aus Maschendrahtzaun, in dem die Vegetation wachsen konnte und zugleich reglementiert wurde. Für einen Skulpturenweg entwarf sie 2001 die Arbeit Das Gärtchen, deren Betonelemente sie der Natur überließ. In der Folge siedelten sich durch Samenflug Pflanzen an. Gut 15 Jahre später ist es jetzt Zeit zu sehen, wie sich die Arbeiten in der Paradoxie von freier Entfaltung und Kontrolle entwickelt haben. In diesem Künstlerbuch stehen sie im Kontext weiterer Arbeiten von Annette Merkenthaler, dem Essay von Hanns Zischler, Texten über ihr Werk und die Betrachtungen des Waldökologen Manuel Karopka.

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Beate Knapp – tribute to grande (modo Verlag GmbH)
Beate Knapp – tribute to grande, modo Verlag GmbHDie Dinge fanden Beate Knapp schon früh. Bereits während des Studiums an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart begann die 1952 geborene Beate Knapp gegenständlich zu malen. Und obwohl vereinzelt Menschen vorkommen und es durchaus Ausflüge in die Aktmalerei gab, widmete sie den Objekten immer die eigentliche Aufmerksamkeit in ihrem Werk, in das die Kunsthistorikerin und ehemalige Leiterin des Ulmer Museums Brigitte Reinhardt einführt. Entgegen der klassischen Stilllebenmalerei arrangiert Beate Knapp ihre Sujets nicht dekorativ auf Tischen, sie isoliert sie und bildet das jeweilige Objekt auf neutralem Grund ab. Ihr Farbspektrum ist konzentriert: Grautöne, ein reduziertes Weiß, Schwarz, manchmal Akzente in Rot oder Grün. Oder proben hier etwa die Dinge den Aufstand, wie Clemens Ottnad – Erich Kästner zitierend – andeutet. Die Gegenstände – Polaroidkameras, Schreibmaschinen, Staubsauger oder immer wieder Damentaschen und später Ballerinas – taugen nicht zur metaphysischen Aufladung. Es sind Objekte, mit denen wir uns umgeben, an denen wir manchmal Spuren hinterlassen. Doch für Beate Knapp sind es vor allem Malanlässe. Knapp, die in Achern und Berlin lebt und arbeitet, ist – auch wenn ihre Handschrift rasch ist – eine sorgfältige Malerin, die ihr Motiv auf der Leinwand entstehen lässt. Der eigentliche Tribut wird hier den Dingen gezollt, die eine große Bühne bekommen.

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between – Michael Danner | Sebastian Kuhn | Gert Riel (modo Verlag GmbH)
between – Michael Danner | Sebastian Kuhn | Gert Riel, modo Verlag GmbHDas Dazwischen war für die Kunst noch nie ein schlechter Ort. „Between“ lautet auch der Titel einer Ausstellung im Museum ART.PLUS in Donaueschingen, die Werke der Bildhauer Michael Danner, Sebastian Kuhn und Gert Riel zusammenführt. Drei Bildhauer und unendliche Möglichkeiten für das Wechselspiel zwischen Statik und Elastizität, Konzentration und Expansion, Spannung und Balance. Der Ausstellungstitel verweist zugleich auf einen Zustand des Übergangs, in dem sich die Skulpturen, Installationen und Raumgebilde der drei Künstler befinden. Michael Danner (*1951), Sebastian Kuhn (*1977) und Gert Riel (*1941) sind Bildhauer aus verschiedenen Generationen, auch deshalb steht ihr Werk unter ganz unterschiedlichen Einflüssen. Bei Michael Danner leiten sich die auf wenige Grundformen reduzierten Stahlskulpturen und Zeichnungen von seinem Verständnis des Raumes als Gefüge von Spannungen ab und seinem Interesse für fernöstliche Philosophie. Sebastian Kuhn hingegen entwirft in seinen Installationen, Reliefs und Objekten immer auch bildhauerisch inszenierte Dramen, in denen der Betrachter zum Mitspieler wird. Sie entstehen aus industriellen Materialien wie farbigem Acrylglas, Gummi oder Polyurethan und aus Licht. Sebastian Kuhn destruiert, um aus den einzelnen Elementen etwas Anderes entstehen zu lassen. Während Gert Riel Farbe als bewusste malerische Geste einsetzt, die seinen minimalistischen Aluminiumarbeiten eine völlig neue Anmutung gibt. Farbe und Material sind in seinen Wand- und Bodenobjekten als eigenständige Qualität spürbar. Die Ausstellung und der Katalog mit seinen Essays zum Werk der Künstler und einem umfangreichen Abbildungsteil stiftet selbst ein derartiges Dazwischen. Es ist ein Ort, an dem neue Sichtweisen entstehen.

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Ulrich Gehret – mamba-whaling (modo Verlag GmbH)
Ulrich Gehret – mamba-whaling, modo Verlag GmbHUlrich Gehret ist niemand, der die Kunst mit einem Abenteuer verwechseln würde. Er lebt beides. Gehret, der 1944 im ostpreußischen Cranz geboren wurde, studierte in Berlin und Hamburg freie Malerei, doch schon bald zog es den Künstler in die Welt. Ulrich Gehret bereiste Südamerika, Mexiko, Trinidad und Tobago, nicht selten mit dem Motorrad. Immer entstand unterwegs Kunst, oft Bilder in der Größe von Satteltaschen, aber häufig bezog er in der Fremde ein Atelier. Als visuelle Notizen bezeichnet er seine Werke, die in Mischtechnik entstehen und auf den Betrachter wie Speicher von Seheindrücken wirken. Zu seinen Materialien gehören Pflanzen, Tierknochen, Schlangenhäute und Papierfragmente, meist sind die Bilder mit einer Paraffinschicht versiegelt. Wenn Ulrich Gehret seine Arbeiten mit einem schlichten Metallrahmen umschließt, sind sie noch nicht zum Abschluss gekommen. Die Bilder arbeiten weiter, das Wachs bekommt Risse, das Metall verändert sich, alles ist im Schwebezustand. Ulrich Gehret, der von sich selbst als einem „wogenden und wechselnden Ich“ spricht, sucht das Offene nicht nur metaphorisch, er bereist das Meer mit einem Boot, dem er den bezeichnenden Namen „nota visual“ gegeben hat. Die Publikation vereint nun sein bildnerisches mit seinem literarischen Werk. Auszüge aus seiner vielschichtigen und ausufernden Novelle „mamba-whaling“ geben einen Einblick in diesen Wortkosmos und begleiten seine Bilder aus den letzten vier Jahrzehnten.

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Maya Bringolf – Loaded Circles (modo Verlag GmbH)
Maya Bringolf – Loaded Circles, modo Verlag GmbHIn der Schweizer Kunstszene nimmt die 1969 geborene Maya Bringolf eine besondere Position ein. Ihr Werk reizt Ambivalenzen aus, es ist konzeptuell, aber auch körperlich. Die Monografie zu ihrer Einzelschau im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona gibt einen Einblick in die neuen Arbeiten der in Zürich lebenden Künstlerin. Er nähert sich diesen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven an, mit Essays, literarischen Bildbetrachtungen und einem Interview, das Einblick in die Gedankenwelt der Künstlerin gibt. Maya Bringolf hat in Zürich und München Kunst studiert und seit ihrer Rückkehr in die Schweiz entstehen Arbeiten, die sich nicht auf ein Medium festlegen lassen. In den letzten Jahren hat sie Installationen, Zeichnungen und Collagen geschaffen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie durchaus widersprüchliche Gefühle beim Betrachter auslösen können. Zwischen gemütlich und unbehaglich schwankt der Eindruck, wenn sie Möbel aus dem Brockenhaus arrangiert, geradezu beklemmend ist es, wenn sie Abgüsse ihres Kopfes zu einem Turm stapelt. In ihren aktuellen Arbeiten sucht sie stärker den Bezug zur Gesellschaft, so setzt sie in Collagen sakrale Räume mit denen des Handels gleich und pflanzt in Kirchen Bildschirme der New Yorker Börse auf. Oder sie verbindet Röhrensysteme mit Orgelpfeifen. Alles zirkuliert: Geld- und Warenströme, der Atem, die Luft.

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Birgit Brandis: Es war das Blau (Kerber Verlag)
Birgit Brandis: Es war das Blau, Kerber Verlag„Birgit Brandis’ künstlerische Arbeit kündet von einer selbstverständlichen Multimedialität. Groß ist ihre Bandbreite an Techniken und Gattungen, rätselhaft anspielungsreich ihr Bildrepertoire und farbgewaltig überbordend sind ihre Bildwelten“ (D. Dobke). Neben ihren großformatigen Malereien und Hochdrucken, Holzreliefs und Fotografien nimmt Brandis auch räumliche Interventionen vor. Für ihre Bodenschüttungen lässt sie gezielt Farblachen auf dem Ausstellungsboden ineinander fließen. Dieses von der Künstlerin gestaltete Buch ist Katalog und Künstlerbuch zugleich und gewährt einem repräsentativen Überblick über ihre Arbeiten.

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Bernd Völkle – Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier (modo Verlag GmbH)
Bernd Völkle – Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier, modo Verlag GmbHArbeiten auf Papier, erst recht Zeichnungen sind für Maler oft ein Nebenschauplatz. Nicht so für Bernd Völkle. Blättert man nun in diesem vollständigen Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier, muss man einen Eindruck revidieren. Der 1940 geborene Bernd Völkle ist noch um einiges produktiver als gedacht. Die etwa 2.500 Werke, die in diesen Band aufgenommen wurden, sind Ausdruck einer ungeheuren Schaffenskraft und sie kommentieren, reflektieren und begleiten die wesentlichen Auseinandersetzungen, die der Künstler seit den 1950er Jahren bis heute führt. Ein Essay von Volker Bauermeister befasst sich mit diesem Werkkomplex und ordnet ihn in das OEuvre ein, indem der Kunsthistoriker Verbindungen zu wesentlichen Motiven – wie das Kreuz, das Lo-Shu-Quadrat – und Einflüssen wie dem Ab - strakten Expressionismus zieht. Arbeiten auf Papier meint bei dem in Tannenkirch lebenden Künstler nicht ausschließlich die Zeichnung, es meint noch nicht einmal Papier und Grafitstift. Bernd Völkle benutzt feinstes Papier, aber auch Buchbinderpappe, Raufasertapete, Pappteller, Packpapier oder Wellpappe und er greift zur Kreide, zu Filzstiften, mitunter zu Asphalt, Aquarell- und Ölfarben. Was dabei entsteht, ist vital und farbig, oft nah an der Malerei, aber auch nah am Objekt. Seit den 1950er Jahren finden sich in seinem Werk Collagen, seit den 2000er Jahren faltet Völkle frühere Arbeiten, die er verworfen hat, zu handlichen Packen. Durch den chronologischen Aufbau dieser Publikation lassen sich Werkgruppen erkennen und vergleichen und Entwicklungen verfolgen. Man bemerkt aber auch einen sehr hintersinnigen Humor. „Ich will mich selbst mit meinen Arbeiten überraschen“, sagt Bernd Völkle.

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Stefan Strumbel (modo Verlag GmbH)
Stefan Strumbel, modo Verlag GmbHOb der Street Art-Künstler Stefan Strumbel sich hat träumen lassen, seine Ideen einmal in Bronze gegossen zu sehen? Ein größerer Gegensatz zur flüchtigen Kunst der Straße ist wohl kaum denkbar. Doch tatsächlich haben sich die Arbeiten Strumbels radikal gewandelt, seit er in den 1990er Jahren in seiner Geburtsstadt Offenburg seine ersten Graffitis sprühte. Jetzt kommen sie, um zu bleiben. Längst finden sich seine poppigen, subversiven Kuckucksuhren in prominenten Privatsammlungen und statt Anzeigen gibt es mittlerweile offizielle Anfragen. Sei es für die Innengestaltung der katholischen Kirche in Goldscheuer, die Oper Stuttgart oder zum 300-jährigen Bestehen der Stadt Karlsruhe. Das Haus Baden bat ihn um ein Denkmal für Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach. Heimat ist bei Stefan Strumbel Pop-Kultur mit lokaler Provenienz und Pop-Kultur lokaler Alltag. Da ist die Einzelausstellung, die die Städtische Galerie Offenburg dem wohl bekanntesten Künstler der Stadt widmet, nur konsequent. Die Publikation reflektiert diese Werkentwicklung und zeigt den Entstehungsprozess wichtiger und aktueller Arbeiten, aber auch, wie sich ein Künstler neu erfindet. Die Straße als das natürliche Terrain eines Street Art-Künstlers hat dennoch Eingang in den Katalog gefunden, indem Stefan Strumbel fotografische Augenblicke von unterwegs zeigt.

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Marianne Hopf – Malerei (modo Verlag GmbH)
Marianne Hopf – Malerei, modo Verlag GmbHDie Künstlerin Marianne Hopf ist jemand, der die Landschaft und das Sehen dieser Landschaft als Ereignis erlebt. Und wer sich den Großformaten der Malerin gegenüber sieht, kann etwas von diesem Ereignis nachempfinden. Malerei inszeniert sich in den Werken Hopfs als Landschaft. Seit Claude Monet drängt es das Tafelbild zur Rauminstallation und wenn das Freiburger Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft Marianne Hopf nun eine Retrospektive widmet, wird der Raum auch zum Teil dieser Installation. Der begleitende Katalog rekapituliert das Werk der 1959 in Freiburg geborenen Künstlerin: ihre großformatigen Bilder, die Zeichnungen, die Projekte für den Außenraum, ihre Experimente mit dem Farbpigment, überhaupt die starke Präsenz des Materials in ihrem Werk. Essays von Franz Armin Morat und Susanne Ließegang werfen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven einen Blick auf die Arbeiten. Sie ziehen Verbindungen zu früheren Ausstellungen, dem venezianischen Maler Emilio Vedova, einem Vertreter des Informel und Vorbild von Marianne Hopf und sie zeichnen auch ein Porträt einer Künstlerin, die Körper und Geist in ihren Werken zu vereinen weiß.

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Shangri-La – Das Museum hinter der Brücke / Museo dopo il ponte (modo Verlag GmbH)
Shangri-La – Das Museum hinter der Brücke / Museo dopo il ponte, modo Verlag GmbHBesucher waren vorgewarnt. Ein handschriftlicher Hinweis verkündete: „Das Museum Shangri-La als Zeuge der über tausendjährigen Geschichte unserer Vorfahren in ihrer Arbeit, Mühe und Hingabe, erstreckt sich über 5.000 Quadratmeter“. Von Beginn an war es ein utopisches Unterfangen. Nicht grundlos stand das fiktive Lama-Kloster Shangri-La aus James Hiltons Roman „Der verlorene Horizont“ für dieses Museum Pate. Ein normales Museum war Shangri-La nie. Seit 1965 verfolgte Pietro Benzi (1931–2014) das Projekt, während der Umweltaktivist bei den Bauern des Piemonts dafür warb, keine Pestizide zu verwenden, sammelte er ein, was diese nicht mehr wollten, weil es zu alt oder aus der Mode gekommen waren: 2,7 Millionen Objekte der Alltagskultur, darunter viel Hausrat, religiöser Kitsch, Nippes, Schuhe und Plastikspielzeug. Pietro Benzi, der als Glockenmechaniker gearbeitet hat, sammelte gegen das Vergessen an, gegen die Vergänglichkeit kam auch er nicht an. Der Bildessay von Cosima und Klaus Schneider nimmt den Betrachter mit auf eine Reise in das Innere dieser unsystematischen Sammlung. Viel Staub und Spinnfäden haben sich über diese „Stillleben aus verborgenem Tiefsinn“ gelegt, wie der Literaturwissenschaftler Heiner Boehncke diese Ruine eines Museums nennt. Die sechs Texte dieses Buches kreisen um den Sinn des Sammelns und der Institution des Museums, folgen aber auch poetischen Arrangements und dadaistischen Collagen. Hier ist ein Originalkunstwerk zu entdecken.

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Helmut Middendorf - Berlin. Die 80er & frühe Bilder (Kerber Verlag)
Helmut Middendorf - Berlin. Die 80er & frühe Bilder, Kerber VerlagDas Buch „Berlin - Die 80er & frühe Bilder“ dokumentiert in einer konzentrierten Auswahl hervorragender Bildbeispiele die Entwicklung von Middendorfs großformatiger Malerei: von den ersten Ausstellungen in der legendären Galerie am Berliner Moritzplatz Ende der 70er bis hin zu den internationalen Ausstellungen der 80er. Einige der Bilder werden in diesem Band erstmals publiziert. Abzüge aus Middendorfs Fotoarchiv ergänzen den Bildband und verdeutlichen die Atmosphäre und das urbane Berliner und New Yorker Umfeld, in dem Middendorfs Malerei entstand.

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Ursula Jüngst – Elementare Akkorde (modo Verlag GmbH)
Ursula Jüngst – Elementare Akkorde, modo Verlag GmbHDer Pinselstrich ist zu Ihrem Markenzeichen geworden. Ursula Jüngst selbst spricht von einer Pinseltaktung und dass der Farbduktus ihr eigentlicher Lebensrhythmus sei. Tatsächlich bestehen die Bilder der 1965 geborenen Ursula Jüngst mehr als andere aus Pinselstrichen und sind ein wahrer Farbrausch. Jüngst ist eine abstrakte Malerin, die mit gestischen Pinselstrichen ihre Farbsetzungen macht. Doch das Bild beginnt für sie schon früher, indem sie die Leinwand selbst bespannt und grundiert. Man kann die Bilder von Ursula Jüngst, die manchmal monumentale Ausmaße annehmen, durchaus mit Ereignissen oder Landschaften in Zusammenhang bringen. Sei es der Krieg in Syrien oder die üppige Vegetation in Spanien, wo sie einen Teil des Jahres verbringt. Denn Ursula Jüngst setzt sich einerseits direkt vor Ort mit dem Licht, den Energien und den Kräften der Natur auseinander und lässt die Farben zu Empfindungsträgern werden. Andererseits braucht sie die Ruhe ihres Ateliers in Nürnberg, wo sie studiert hat, um sich zu sammeln. Der Ortswechsel sei, so sagt sie, gut, um die Augen offen zu halten. Die Publikation stellt nicht nur neue Arbeiten der Künstlerin vor, sie zeigt auch, wo sie entstanden sind und im Detail, wie die verschiedenen Farben aufeinander reagieren. Zwischen den Werken, den Aufsätzen und Interviews, mittels derer man sich dem OEuvre der Künstlerin nähern kann, finden sich Kommentare der Malerin zu ihren Bildern: „Die Zikade singt ihr Mittagslied. Schrill. Kobaltblau beißt Rot. Die Sonne ist grell und heiß. Die Zeit scheint stehengeblieben, der Moment unendlich.“

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