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Kunstbuch-Empfehlungen

Reinhard Klessinger – Werke mit Dia, Film, Video und Ton 1969–2015, modo Verlag
Reinhard Klessinger – Werke mit Dia, Film, Video und Ton 1969–2015 (modo Verlag)
Reinhard Klessinger zählt zu den Künstlern, die sich schon sehr früh mit der Medienkunst beschäftigt haben. Bereits 1969 und während seiner Studienzeit an der St. Martin’s School of Art in London entwickelte er erste Werke, in denen er mit Ton, Dias und 16-mm-Filmen arbeitete. Seither und bis ins Jahr 2016 sind 21 medienkünstlerische Werke entstanden. Die Publikation versammelt diese im Rahmen eines Werkverzeichnisses und unterzieht sie einer umfassenden Analyse. Dabei wird offenbar, dass sich Klessingers Medienkunstwerke über die Jahrzehnte hinweg aufeinander beziehen, sie sogar eng miteinander verwoben sind. Der Band dokumentiert die Handschrift eines Künstlers, der sich selbst als einen Bildhauer sieht, der die Medien zur Bearbeitung von raumbezogenen Fragen der Wahrnehmung und der Gestaltung einsetzt.

Reinhard Klessinger – Werke mit Dia, Film, Video und Ton 1969–2015
2017. Texte von Heike Piehler.
136 Seiten, 23 x 29 cm, deutsch, englisch, 142 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
28,00 EUR
ISBN 978-3-86833-225-4

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Robert Schad – Percurso Lusitano, modo Verlag
Robert Schad – Percurso Lusitano (modo Verlag)
Der Bildhauer Robert Schad kehrt mit einem großen Ausstellungsprojekt seiner Skulpturen in das Land zurück, in dem seine künstlerische Karriere Anfang der 1980er Jahre begonnen hat. Im Jahre 2007 hat er für die neue Kirchenanlage ‘Santissima Trindade’ des Santuário de Fátima die 34 Meter hohe Cruz ALTA gestaltet. Im Kontext mit diesem für Robert Schad zentralem Werk, zeigt er 2017/2018 an 20 verschiedenen Orten Portugals über 50 Skulpturen in einer Ausstellung, die sowohl hinsichtlich der Anzahl der gezeigten Skulpturen, als auch seiner räumlichen Ausdehnung vom Norden bis zum Süden Portugals einzigartig ist. Seine von der Linie bestimmten Skulpturen ziehen sich wie ein ‚roter Faden‘ durch das Land und ermöglichen neue Sichtweisen und Perspektiven auf deren jeweilige Standorte.

www.schad-percursolusitano.pt

Robert Schad – Percurso Lusitano
2017. 224 Seiten, 22 x 27 cm, portugiesisch, deutsch, ca. 236 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
29,00 EUR
ISBN 978-3-86833-229-2

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Robert Schad – Auf Papier, modo Verlag
Robert Schad – Auf Papier (modo Verlag)
100 Zeichnungen

„Launische Linien“ nennt sie der Künstler, die Zeichnungen in seinem neuen Buch „Robert Schad – Auf Papier“. 100 Zeichnungen aus Wachsmalkreide, bei denen es Robert Schad um das möglichst spontane, möglichst direkte Umsetzen einer Idee ging. Es sind Momentaufnahmen, keine Bildhauerstudien. Jedes Blatt ist das Resultat eines Augenblicks, da spielen sowohl der Zufall als auch die Gestimmtheit des Künstlers eine Rolle. Und zugleich bedeutet die Konzentration auf den Moment auch, durch das Fokussiert-Sein die höchste Verdichtung, die äußerste Reduktion zu erreichen – mit Präzision und Disziplin (und doch möglichst geringem Aufwand) der Kalligrafie ähnlich. Von einem Blatt zum nächsten darf das Auge des Betrachters wandern und dieser Dramaturgie des komponierten Zufalls folgen. Denn in Anlehnung an die Musik und den Tanz sind diese Notate auch ein Konvolut aus Rhythmus und Bewegung. Und liefern damit wiederum Impulse für Robert Schad, den Bildhauer, der so in gewisser Weise doch Skulpturen zeichnet und dem es letztlich immer um die Arbeit an der Linie geht.

Das Buch erscheint auch als Vorzugsausgabe mit je einer signierten Originalzeichnung (29,7 x 21 cm) in einer Auflage von 100 Exemplaren zum Preis von je 650,00 EUR. Die Vorzugsausgabe ist direkt beim Verlag erhältlich.

Robert Schad – Auf Papier - 100 Zeichnungen
2017. Texte von Stefan Graupner.
220 Seiten, 21 x 29,7 cm, deutsch, 106 Abbildungen, Halbleinenband, Fadenheftung.
32,00 EUR
ISBN 978-3-86833-172-

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Herbert Brandl – Hyänenpause, modo Verlag
Herbert Brandl – Hyänenpause (modo Verlag)
Er sei gerade in einer „gebirgigen Phase“, erklärte Herbert Brandl vor einigen Jahren. Ausgelöst wurde sie durch eine Säntis-Tour. Seit dem Jahr 2000 malt der österreichische Künstler Berge. Oft sind diese Bilder ausgesprochen großformatig. Parallel entstehen Monotypien. Brandls Bilder und Grafiken spiegeln sein Interesse an asiatischen Tuschearbeiten wider. Malt Herbert Brandl Berge, dann nicht aus eigener Anschauung, seine Quellen sind Hochglanzkataloge und Bergsteigerzeitschriften. Es geht ihm um die Darstellung der Berge an sich. Doch dies erklärt lediglich das eine Sujet seiner Ausstellung im Franz Gertsch Museum. Das andere ist abwegiger für einen Österreicher. Brandl interessiert sich für Hyänen, malerisch für ihr Fell und ihre charakteristisch Haltung, verhaltenspsychologisch für ihr Zusammenleben. Eine unbetitelte, 2017 entstandene monumentale Malerei zeigt dann auch zwei Hyänen am Fuße des Matterhorns, die aufmerksam die Gegend betrachten. In einer Skulpturengruppe werden mythische Raubtiere, die an Säbelzahntiger erinnern, zu Stellvertretern des Menschen, der dem Menschen so oft ein Wolf ist. Anna Wesle, Kuratorin der Ausstellung, nimmt die Betrachter in der Publikation zu einem Rundgang durch die Ausstellung und führt in die verschiedenen Werkgruppen des Künstlers ein.

Herbert Brandl – Hyänenpause
2017. Hg: Anna Wesle, Museum Franz Gertsch.
Texte von Anna Wesle.
80 Seiten, 24 x 28,5 cm, deutsch, englisch, 37 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
42,00 EUR / 48,00 SFR
ISBN 978-3-86833-221-6

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Manfred Mohr – Vom Rhythmus zum Algorithmus, modo Verlag
Manfred Mohr – Vom Rhythmus zum Algorithmus (modo Verlag)
Manfred Mohr zählt international zu den Pionieren der Computer generierten Kunst. Während und nach seinem Studium an der „École des Beaux-Arts“ (1963 – 66) begann er in Paris, den Computer für die künstlerische Produktion einzusetzen. Seit den 1970er Jahren entwickelt er mathematisch-ästhetische Experimente von zunehmender Komplexität – bis hin zu n-dimensionalen Hyperwürfeln, die zwar berechenbar, aber nicht mehr vorstellbar sind. Manfred Mohr verleiht ihnen Gestalt und macht sie so sinnlich erlebbar. Die Publikation erscheint zur Ausstellung in der Pforzheim Galerie und dokumentiert eine groß angelegte Retrospektive mit Werken aus allen Schaffensphasen. Der Wahl-New-Yorker wurde 1938 in Pforzheim geboren, verließ die Stadt 1961 als Absolvent der Kunst + Werkschule und als Jazzmusiker, ist aber seiner Heimatstadt bis heute eng verbunden. Wie kaum ein anderer hat Manfred Mohr die Logik der Kreativität mit Hilfe des Computers untersucht und ein einzigartiges künstlerisch-grafisches Werk geschaffen.

Manfred Mohr – Vom Rhythmus zum Algorithmus
2017. Hg: Kulturamt der Stadt Pforzheim.
Texte von Regina Fischer, Andreas Rauth.
144 Seiten, 17 x 22 cm, deutsch, englisch, 121 Abbildungen, Broschur, Fadenheftung.
25,00 EUR / 25,00 SFR
ISBN 978-3-86833-218-6

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Bettina Rave – Anton Berta Cäsar - Worte, Zeichen, Notationen, modo Verlag
Bettina Rave – Anton Berta Cäsar - Worte, Zeichen, Notationen (modo Verlag)
Alles hat seine Ordnung und manchmal auch eine Industrienorm. Dass die deutsche Buchstabiertafel mit Anton, Berta, Cäsar beginnt und nebenbei mit Xanthippe, Ypsilon und Zacharias endet, entspricht der DIN 5009. Der Titel von Bettina Raves Katalog ihrer Ausstellung im Hesse Museum in Gaienhofen „Anton, Berta, Cäsar“ ist zugleich ein Sinnbild für den Verweischarakter ihrer Kunst. Rave konzentriert sich in ihrer Einzelschau auf eine Werkgruppe, die auf Buchstaben und Textfragmenten basiert. Sie wird in diesem Katalog mit umfangreichen Werkabbildungen und Essays von Ute Hübner und Michaela Nicole Raß vorgestellt. Die Künstlerin, die 1964 in Schramberg geboren wurde, hat eine besondere Beziehung zur Schrift. Bevor sie ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Künste in Berlin als Meisterschülerin des Studiengangs experimentelle Filmgestaltung abschloss, studierte sie visuelle Kommunikation. Rave setzt Buchstaben und sprachliche Codes sowohl als visuelles als auch semantisches Zeichen ein. Es gibt unter ihren Werken Buchstabensalate – tatsächlich sind es Fotogramme –, Bilder, die sich zu Texträumen verdichten, freigestellte Satzzeichen und übereinander geschobene Lettern. Die Bilder sind akribisch komponiert. Dass es bei diesen Notationen immer auch um Malerei geht, zeigt ihre Serie „I paint“, in der sie Sätze von Malerinnen und Maler wie Robert Ryman, Agnes Martin und Cy Twombly zitiert. In Lasurtechnik gemalt, baut Rave ihre Bilder Schicht um Schicht auf und schafft damit in ihren Werken, wie die Direktorin des Hesse Museums Ute Hübner findet, ein „Spannungsfeld zwischen konzeptueller Kunst und essenzieller Malerei.“

Bettina Rave – Anton Berta Cäsar - Worte, Zeichen, Notationen
2017. Hg: Dr. Ute Hübner, Hesse Museum Gaienhofen.
Texte von Ute Hübner, Michaela Nicole Raß.
64 Seiten, 24 x 16,5 cm, deutsch, englisch, 46 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
18,50 EUR / 21,00 SFR
ISBN 978-3-86833-217-9

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Weitere Neuerscheinungen

Anja Ganster – Gezeitenreibung (Konstellation 6) (modo Verlag GmbH)
Anja Ganster – Gezeitenreibung (Konstellation 6), modo Verlag GmbHDie existentielle Beziehung des Menschen zu Raum, Zeit und Bewegung treibt die Künstlerin Anja Ganster in ihrer Malerei, in ihren Videos und installativen Arbeiten um. Unter dem Titel „Gezeitenreibung (Konstellation 6)“ und innerhalb ihrer Ausstellung im Museum Franz Gertsch (Burgdorf, CH) verweben sich die klein- und mittelformatigen Gemälde, die Arbeiten auf Papier und ein riesiges, wandfüllendes Werk mit skulpturalen Installationen collagenartig zu einem rhythmisch zirkulierenden Ganzen. Ausgehend von fremden Bildarchiven und Erinnerungskulturen, von Begegnungen an Reise- und Arbeitsorten und über die Darstellung von Menschen, menschlichen Handlungen oder Gegenständen menschlicher Aktivität ergibt sich ein rhizomatisch wucherndes, erweiterbares und immer wieder neu zusammenstellbares Bezugssystem. Dazu bemerkt Anja Ganster: „Ein Klang, ein Gedicht oder eine Geschichte entsteht – man reist mit den Arbeiten, die durch ein unbestimmtes narratives Band verknüpft sind und doch immer nur einen Zwischenzustand abbilden.“

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Raimund Vögtle – Malerei (modo Verlag GmbH)
Raimund Vögtle – Malerei, modo Verlag GmbHRaimund Vögtle war 30 Jahre lang Internist, er war Galerist, ist ein leidenschaftlicher Kunstsammler und er ist vor allem ein Künstler, der sich mit allen Sinnen dem Malakt hingibt. Die in dieser Publikation versammelten Werke der Jahre 2016 und 2017 dokumentieren, dass Vögtle als Künstler etwas macht, was als Arzt undenkbar gewesen wäre: Er sucht das volle Risiko. Polyethylenterephthalat – kurz PET – dient ihm als Bildträger und vergleichbar der traditionellen Hinterglasmalerei trägt er seine Öl- und Acrylfarben auf die Rückseite dieses Kunststoffes auf. Als glatt und spiegelnd wird die Bildoberfläche vom Betrachter wahrgenommen. Malerei ist für Vögtle keine Heimarbeit, die geduldig im Sitzen an einem Tisch betrieben werden kann. Sondern eine gewaltige Bewegungsenergie entlädt sich während des Malvorganges und führt zu einer kompletten Befreiung von gegenständlichen Motiven und Themen. Raimund Vögtle macht Intensität erfahrbar und betreibt Malerei als Extremsport.

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Jürgen Knubben – Werkverzeichnis der Skulpturen 1973 – 2017 (modo Verlag GmbH)
Jürgen Knubben – Werkverzeichnis der Skulpturen 1973 – 2017, modo Verlag GmbHJürgen Knubben gehört nicht zu jenen Künstlern, die von sich sagen, sie lesen nicht das, was über sie geschrieben wird. In seinem Werkverzeichnis der Skulpturen, das die letzten 44 Jahre Revue passieren lässt, führt ein Textblock in die Arbeiten ein. Er setzt sich aus Artikeln, Einführungen und Essays zusammen, die anlässlich seines Werkes entstanden sind. Jürgen Knubben hat sie nicht nur gelesen, er hält sie für wesentlich, insofern Kunst ein Angebot zum Dialog ist. Autoren wie Reinhold Wohlleben, Albert Baumgarten, Eugen Gomringer, Klaus Gallwitz, Michael Hübl oder Adrienne Braun sind ihn eingegangen und geben Hinweise zur Interpretation. Die kurzen Standpunkte erzählen von der Machart der Stahlplastiken, vom Bezug seiner geometrischen Formen zum Raum und ihrem Symbolgehalt. Diese Reaktionen auf Jürgen Knubbens Werk machen einerseits auf seine enorme Produktivität aufmerksam – fast jedes Jahr gibt es etwas zu berichten, sie dokumentieren andererseits Entwicklungen in seinem OEuvre, neue Themen und Motive und spiegeln auch so etwas wie den Zeitgeist wider. Vielleicht ist das Wesentliche an der Kunst des Stahlbildhauers überhaupt diese Offenheit gegenüber dem Dialog. Knubben, der 1955 in Rottweil geboren wurde und Theologie studiert hat, stellt an den unterschiedlichsten Orten aus: in Kunstinstitutionen, in Kirchen und im öffentlichen Raum. Jedes Mal stoßen seine Arbeiten, die oft Grundformen wie Pyramiden, Häuser, Boote, Leitern, Räder und Säulen aufgreifen, auf ein anderes Publikum. Und mit dem Forum Kunst Rottweil hat er selbst einen Ort geschaffen, der einen Aus- tausch mit Werken international bekannter Künstlerinnen und Künstler ermöglicht. Sein Werkverzeichnis bildet dies ab, indem es nicht nur seine eigenen Arbeiten aufgenommen hat, sondern auch die Orte, an denen sie gezeigt wurden und die Menschen, denen Jürgen Knubben im Laufe seines Künstlerlebens begegnet ist.

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Robert Schad – Percurso Lusitano (modo Verlag GmbH)
Robert Schad – Percurso Lusitano, modo Verlag GmbHDer Bildhauer Robert Schad kehrt mit einem großen Ausstellungsprojekt seiner Skulpturen in das Land zurück, in dem seine künstlerische Karriere Anfang der 1980er Jahre begonnen hat. Im Jahre 2007 hat er für die neue Kirchenanlage ‘Santissima Trindade’ des Santuário de Fátima die 34 Meter hohe Cruz ALTA gestaltet. Im Kontext mit diesem für Robert Schad zentralem Werk, zeigt er 2017/2018 an 20 verschiedenen Orten Portugals über 50 Skulpturen in einer Ausstellung, die sowohl hinsichtlich der Anzahl der gezeigten Skulpturen, als auch seiner räumlichen Ausdehnung vom Norden bis zum Süden Portugals einzigartig ist. Seine von der Linie bestimmten Skulpturen ziehen sich wie ein ‚roter Faden‘ durch das Land und ermöglichen neue Sichtweisen und Perspektiven auf deren jeweilige Standorte.

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Reinhard Klessinger – Werke mit Dia, Film, Video und Ton 1969–2015 (modo Verlag GmbH)
Reinhard Klessinger – Werke mit Dia, Film, Video und Ton 1969–2015, modo Verlag GmbHReinhard Klessinger zählt zu den Künstlern, die sich schon sehr früh mit der Medienkunst beschäftigt haben. Bereits 1969 und während seiner Studienzeit an der St. Martin’s School of Art in London entwickelte er erste Werke, in denen er mit Ton, Dias und 16-mm-Filmen arbeitete. Seither und bis ins Jahr 2016 sind 21 medienkünstlerische Werke entstanden. Die Publikation versammelt diese im Rahmen eines Werkverzeichnisses und unterzieht sie einer umfassenden Analyse. Dabei wird offenbar, dass sich Klessingers Medienkunstwerke über die Jahrzehnte hinweg aufeinander beziehen, sie sogar eng miteinander verwoben sind. Der Band dokumentiert die Handschrift eines Künstlers, der sich selbst als einen Bildhauer sieht, der die Medien zur Bearbeitung von raumbezogenen Fragen der Wahrnehmung und der Gestaltung einsetzt.

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Romain Finke – 2753. To the People of New York City (Volume II) (modo Verlag GmbH)
Romain Finke – 2753. To the People of New York City (Volume II), modo Verlag GmbHDas Attentat auf das World Trade Center ist mittlerweile über 15 Jahre her, doch die meisten dürften noch wissen, wie und wo sie davon erfahren haben. Romain Finke war zwei Jahre zuvor noch am gleichen Ort gewesen und hatte nach dem 11. September 2001 das Bedürfnis etwas zu tun. Der Künstler reagierte mit den ihm zur Verfügung stehenden Fähigkeiten. Über das Attentat sagt Romain Finke in einem Interview mit Herbert Köhler in diesem Band: „Die Kunst hat von der Anschaulichkeit her kaum eine Möglichkeit – ohne zynisch zu werden, das zu toppen, weil der Akt für sich selbst schon derart brachial und obszön war“. Als Konsequenz zollte er den Opfern seinen Tribut und begann mit dem Mammutwerk „2753 to the people of New York City“. Seitdem erinnert der Ravensburger Künstler Blatt um Blatt an die Menschen, die 2001 beim Anschlag umkamen. Mittlerweile ist die Serie auf gut 2000 Arbeiten gewachsen. Romain Finke variiert sowohl die Technik als auch die Papiersorte. Das Format jedoch bleibt sich gleich. Jedes Blatt soll im großen Ganzen aufgehoben sein. Dieser zweite Band stellt die neuesten Arbeiten des Projektes vor und gibt durch ein Interview einen Einblick in den Grundgedanken von „2753 to the people of New York City“.

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Stephan Hasslinger – Paisley (modo Verlag GmbH)
Stephan Hasslinger – Paisley, modo Verlag GmbHStephan Hasslinger hat mit seinen plastischen Gebilden aus gekneteten, gerollten und in Schlaufentechnik zusammengefügten Tonsträngen zu einer unverwechselbaren Formensprache gefunden. Viele Ideen bezieht der Künstler aus dem Bereich der Mode, und auch für das nach der schottischen Stadt Paisley benannte, kommaförmige Stoffmuster hat er inzwischen eine eigene plastische Form entwickelt. Ausstellungen von Stephan Hasslinger sind immer auch Verabredungen mit dem jeweiligen Raum und dessen Architektur. So entstanden unter dem Titel „Paisley“ in der Galerie Prediger, Schwäbisch Gmünd, im Kunstmuseum Singen und im Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg drei ganz unterschiedliche Ausstellungen. Die Publikation „Paisley“ dokumentiert Hasslingers Spiel mit diesen Kunsträumen und vertieft mit Textbeiträgen von Christoph Bauer, Stephan Berg, Sabine Heilig und Aurélie Sécheret das Verständnis für eine Kunst, die das Auge zu verführen weiß.

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Kaleidoskop Freiburg (modo Verlag GmbH)
Kaleidoskop Freiburg, modo Verlag GmbHDie Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Padua begeht in diesem Jahr einen runden Geburtstag, der natürlich gefeiert werden muss: Seit 50 Jahren existiert die alpenübergreifende Verbindung zwischen den beiden Universitätsstädten. Auf Initiative des Kulturwerk T66 (Kulturwerk des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler BBK) wird mit einem Ausstellungsprojekt gefeiert, das 12 Freiburger Künstlerinnen und Künstler nach Padua führt und von der Publikation „Kaleidoskop Freiburg“ begleitet wird. Der italienische Kurator der Ausstellung, Andrea B. Del Guercio, wählte Bettina Bosch, Werner Ewers, Andrea Hess, Brigitte Liebel, Jikkemien Ligteringen, Dieter Maertens, Thomas Matt, Michael Ott, Dietrich Schön, Maria Cristina Tangorra und Sylvia T. Verwick für die Ausstellung im Centro Culturale Altinate San Gaetano aus, zusätzlich findet eine Hommage an den 1998 in Freiburg verstorbenen Künstler Bert Jäger statt. Ergänzt wird dieser Einblick in die Freiburger Kunstszene durch einen Anhang, der verschiedene Kulturinstitutionen wie Kunstvereine, Museen, Stiftungen und auch den modo Verlag vorstellt.

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Herbert Brandl – Hyänenpause (modo Verlag GmbH)
Herbert Brandl – Hyänenpause, modo Verlag GmbHEr sei gerade in einer „gebirgigen Phase“, erklärte Herbert Brandl vor einigen Jahren. Ausgelöst wurde sie durch eine Säntis-Tour. Seit dem Jahr 2000 malt der österreichische Künstler Berge. Oft sind diese Bilder ausgesprochen großformatig. Parallel entstehen Monotypien. Brandls Bilder und Grafiken spiegeln sein Interesse an asiatischen Tuschearbeiten wider. Malt Herbert Brandl Berge, dann nicht aus eigener Anschauung, seine Quellen sind Hochglanzkataloge und Bergsteigerzeitschriften. Es geht ihm um die Darstellung der Berge an sich. Doch dies erklärt lediglich das eine Sujet seiner Ausstellung im Franz Gertsch Museum. Das andere ist abwegiger für einen Österreicher. Brandl interessiert sich für Hyänen, malerisch für ihr Fell und ihre charakteristisch Haltung, verhaltenspsychologisch für ihr Zusammenleben. Eine unbetitelte, 2017 entstandene monumentale Malerei zeigt dann auch zwei Hyänen am Fuße des Matterhorns, die aufmerksam die Gegend betrachten. In einer Skulpturengruppe werden mythische Raubtiere, die an Säbelzahntiger erinnern, zu Stellvertretern des Menschen, der dem Menschen so oft ein Wolf ist. Anna Wesle, Kuratorin der Ausstellung, nimmt die Betrachter in der Publikation zu einem Rundgang durch die Ausstellung und führt in die verschiedenen Werkgruppen des Künstlers ein.

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Dorothée Aschoff – geschichtet (modo Verlag GmbH)
Dorothée Aschoff – geschichtet, modo Verlag GmbH„Dorothée Aschoff – geschichtet“ ist der Titel der neuen Publikation über die 1965 in Göttingen geborene Künstlerin, deren Bilder stets etwas ausgesprochen Skulpturales in sich tragen und den Betrachter in Bewegung bringen. Auf diese Weise hebelt die Künstlerin, die an den Kunsthochschulen in Braunschweig und Berlin studiert hat, den eindimensionalen Werkbegriff aus, wonach ein Bild etwas ist, dem der Betrachter still und andächtig gegenüber zu stehen hat. Die Berliner Psychoanalytikerin Dorothee von Weizsäcker bringt es in ihrem einleitenden Text folgendermaßen auf den Punkt: Die Arbeiten von Dorothée Aschoff lassen sich zwar anschauen – doch sie schauen auch an.

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Dorothée Aschoff – geschichtet (modo Verlag GmbH)
„Dorothée Aschoff – geschichtet“ ist der Titel der neuen Publikation über die 1965 in Göttingen geborene Künstlerin, deren Bilder stets etwas ausgesprochen Skulpturales in sich tragen und den Betrachter in Bewegung bringen. Auf diese Weise hebelt die Künstlerin, die an den Kunsthochschulen in Braunschweig und Berlin studiert hat, den eindimensionalen Werkbegriff aus, wonach ein Bild etwas ist, dem der Betrachter still und andächtig gegenüber zu stehen hat. Die Berliner Psychoanalytikerin Dorothee von Weizsäcker bringt es in ihrem einleitenden Text folgendermaßen auf den Punkt: Die Arbeiten von Dorothée Aschoff lassen sich zwar anschauen – doch sie schauen auch an.

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Manfred Mohr – Vom Rhythmus zum Algorithmus (modo Verlag GmbH)
Manfred Mohr – Vom Rhythmus zum Algorithmus, modo Verlag GmbHManfred Mohr zählt international zu den Pionieren der Computer generierten Kunst. Während und nach seinem Studium an der „École des Beaux-Arts“ (1963 – 66) begann er in Paris, den Computer für die künstlerische Produktion einzusetzen. Seit den 1970er Jahren entwickelt er mathematisch-ästhetische Experimente von zunehmender Komplexität – bis hin zu n-dimensionalen Hyperwürfeln, die zwar berechenbar, aber nicht mehr vorstellbar sind. Manfred Mohr verleiht ihnen Gestalt und macht sie so sinnlich erlebbar. Die Publikation erscheint zur Ausstellung in der Pforzheim Galerie und dokumentiert eine groß angelegte Retrospektive mit Werken aus allen Schaffensphasen. Der Wahl-New-Yorker wurde 1938 in Pforzheim geboren, verließ die Stadt 1961 als Absolvent der Kunst + Werkschule und als Jazzmusiker, ist aber seiner Heimatstadt bis heute eng verbunden. Wie kaum ein anderer hat Manfred Mohr die Logik der Kreativität mit Hilfe des Computers untersucht und ein einzigartiges künstlerisch-grafisches Werk geschaffen.

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Robert Schad – Auf Papier (modo Verlag GmbH)
Robert Schad – Auf Papier, modo Verlag GmbH„Launische Linien“ nennt sie der Künstler, die Zeichnungen in seinem neuen Buch „Robert Schad – Auf Papier“. 100 Zeichnungen aus Wachsmalkreide, bei denen es Robert Schad um das möglichst spontane, möglichst direkte Umsetzen einer Idee ging. Es sind Momentaufnahmen, keine Bildhauerstudien. Jedes Blatt ist das Resultat eines Augenblicks, da spielen sowohl der Zufall als auch die Gestimmtheit des Künstlers eine Rolle. Und zugleich bedeutet die Konzentration auf den Moment auch, durch das Fokussiert-Sein die höchste Verdichtung, die äußerste Reduktion zu erreichen – mit Präzision und Disziplin (und doch möglichst geringem Aufwand) der Kalligrafie ähnlich. Von einem Blatt zum nächsten darf das Auge des Betrachters wandern und dieser Dramaturgie des komponierten Zufalls folgen. Denn in Anlehnung an die Musik und den Tanz sind diese Notate auch ein Konvolut aus Rhythmus und Bewegung. Und liefern damit wiederum Impulse für Robert Schad, den Bildhauer, der so in gewisser Weise doch Skulpturen zeichnet und dem es letztlich immer um die Arbeit an der Linie geht.

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SEEING ART? A Question Book (modo Verlag GmbH)
SEEING ART? A Question Book, modo Verlag GmbHDie englischsprachige Ausgabe des Titels "KUNST SELBST SEHEN" (ISBN 978-3-86833-122-6).

Why should this be art? Did you come for the sake of the art? What is the context around this art? If you are opening this book up for the first time at an exhibition, you might end up asking yourself questions about art that would not have otherwise arisen. In reading this book at home, you may experience a shift in your way of thinking about the interpretation of art. In SEEING ART, art historian Angeli Janhsen has written a book of questions that incite us to find our own way towards art – without spoon-feeding us institutional instruction briefs in the form of audio guides, museum labels, tours and catalogs. Each person encounters art differently. Angeli Janhsen’s questions are at times provo - cative, at others animating, but whichever way, they always touch upon how individuals perceive art. SEEING ART is intended to invite us to search for answers and pose questions ourselves. Angeli Janhsen, professor at the Institute of Art History at the University of Freiburg, opens up a questions hotline: the pages in her book make space for notes, thoughts and ideas. Instead of aiming to be an open book, or guidebook, her book prompts dialog. It makes us aware of art. It conveys art in a subliminal way, without patronizing the viewer, while also reflecting on its own presuppositions. If art history in the 19th century was a classification system, then today’s contemporary inquiry into art is an open discourse. And nothing is more important here than asking questions. Except seeing art itself.



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Elly Weiblen – recherches (modo Verlag GmbH)
Elly Weiblen – recherches, modo Verlag GmbHDiese erste umfassende Monografie des Werkes von Elly Weiblen ist aus Anlass ihrer Ausstellung im Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft Freiburg entstanden. Die Publikation stellt die Werkgruppen der Tuschezeichnungen, Gouachen, Malerei und Fotografien mit zahlreichen Abbildungen, kurzen Essays und einem Gespräch mit der Künstlerin vor. Elly Weiblen wurde 1950 geboren und studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Was die verschiedenen Techniken verbindet, ist das Interesse der Künstlerin an Farbe und Licht. In den Tuschezeichnungen und Gemälden schafft Elly Weiblen räumliche Illusionen, die mal abstrakt wirken, mal an Landschaften erinnern. Dabei spielt sie mit der Leere des jeweiligen Bildgrundes, ergründet die Proportionen der Farbflächen. Dies ist ein lebendiger Prozess, der immer auch die Materialeigenschaften der jeweiligen Technik einbezieht: In den Tuschezeichnungen zum Beispiel untersucht die Künstlerin, wie die einzelnen Farbflächen von hellstem Grau bis ins tiefste Schwarz auf dem hauchdünnen Papier auf die unterschiedlichen Lichtverhältnisse reagieren. Auch ihre Fotografien stellen formale Auseinandersetzungen dar: Die Silhouetten von Ästen auf Asphalt und die Spiegelflächen nassglänzender Straßen verlieren ihren Abbildcharakter und sind Teil des künstlerischen Nachdenkens über Form, Farbe und Licht. In all ihren Werkgruppen geht es Elly Weiblen letztlich um das Verhältnis zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.

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in_visible limits. Grenzgänge in Kunst und Gesellschaft (modo Verlag GmbH)
in_visible limits. Grenzgänge in Kunst und Gesellschaft, modo Verlag GmbHGrenzen sind heute gegenwärtiger denn je: Nationalität bedeutet zugleich Ein- oder Ausgrenzung, die Offenheit des Internets geht einher mit der Einschränkung unserer Freiheit als Privatpersonen und auch unsere körperliche und seelische Begrenztheit gilt es letztlich zu konfrontieren. Die acht künstlerischen Positionen und fünf Textbeiträge in diesem Buch nähern sich dem Thema Grenzen aus kunstgeschichtlicher, historisch-politischer, gesellschaftspolitischer und theologischer Sicht an. Dabei geht es sowohl um die Frage der Migration und den Umgang mit Flüchtlingen als auch um die Rolle der Kunst in der Gesellschaft: Wie kann Kunst als Vermittlerin bei der Überwindung von Grenzen helfen, die unsere Denkweisen und Vorstellungen betreffen? Das Projekt „in_visible limits“ liefert damit einen Beitrag zur aktuellen, national und international geführten Debatte und zeigt konkrete Möglichkeiten und Lösungsansätze durch und mit Kunst auf. Die Publikation entstand in Kooperation mit dem Kontur.Kunstverein Stuttgart e.V. und erscheint anlässlich eines länderübergreifenden Ausstellungsprojekts zwischen vier Institutionen und acht Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland und der Schweiz.

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Bettina Rave – Anton Berta Cäsar (modo Verlag GmbH)
Bettina Rave – Anton Berta Cäsar, modo Verlag GmbHAlles hat seine Ordnung und manchmal auch eine Industrienorm. Dass die deutsche Buchstabiertafel mit Anton, Berta, Cäsar beginnt und nebenbei mit Xanthippe, Ypsilon und Zacharias endet, entspricht der DIN 5009. Der Titel von Bettina Raves Katalog ihrer Ausstellung im Hesse Museum in Gaienhofen „Anton, Berta, Cäsar“ ist zugleich ein Sinnbild für den Verweischarakter ihrer Kunst. Rave konzentriert sich in ihrer Einzelschau auf eine Werkgruppe, die auf Buchstaben und Textfragmenten basiert. Sie wird in diesem Katalog mit umfangreichen Werkabbildungen und Essays von Ute Hübner und Michaela Nicole Raß vorgestellt. Die Künstlerin, die 1964 in Schramberg geboren wurde, hat eine besondere Beziehung zur Schrift. Bevor sie ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Künste in Berlin als Meisterschülerin des Studiengangs experimentelle Filmgestaltung abschloss, studierte sie visuelle Kommunikation. Rave setzt Buchstaben und sprachliche Codes sowohl als visuelles als auch semantisches Zeichen ein. Es gibt unter ihren Werken Buchstabensalate – tatsächlich sind es Fotogramme –, Bilder, die sich zu Texträumen verdichten, freigestellte Satzzeichen und übereinander geschobene Lettern. Die Bilder sind akribisch komponiert. Dass es bei diesen Notationen immer auch um Malerei geht, zeigt ihre Serie „I paint“, in der sie Sätze von Malerinnen und Maler wie Robert Ryman, Agnes Martin und Cy Twombly zitiert. In Lasurtechnik gemalt, baut Rave ihre Bilder Schicht um Schicht auf und schafft damit in ihren Werken, wie die Direktorin des Hesse Museums Ute Hübner findet, ein „Spannungsfeld zwischen konzeptueller Kunst und essenzieller Malerei.“

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Groupe Art et Ordinateur de Belfort (GAOB) 1972–2016 (modo Verlag GmbH)
Groupe Art et Ordinateur de Belfort (GAOB) 1972–2016, modo Verlag GmbHIm Jahr 1972 gründen der Künstler Kammerer-Luka und der Informatiker Jean-Baptiste Kempf die Groupe Art et Ordinateur de Belfort (GAOB). Mit der Entscheidung von Kammerer-Luka, sich auf den Computer einzulassen, beschreitet er Neuland und zählt zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Er gehört zu den wenigen Künstlern, die sich zu jener Zeit dem neuen Medium zuwenden. Eines der zentralen künstlerischen Prinzipien der computergesteuerten Kunst ist der systematisch eingesetzte Zufall, der auf den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit beruht und der sich als ein besonderes mathematisches Handlungsmodell konkret-konstruktiver Kunst begreifen lässt. Seit Beginn der Zusammenarbeit von Kammerer-Luka und Kempf ist ihr Werk international in Ausstellungen zur computergenerierten Kunst vertreten. Die Publikation erscheint anlässlich der Retrospektive der Künstlergruppe GAOB in den Museen der Stadt Belfort (Tour 46) von März bis Juni 2017 und zeigt einen Überblick zur über 44 Jahre andauernde Zusammenarbeit des Künstlers mit dem Informatiker.

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Raymond E. Waydelich (modo Verlag GmbH)
Raymond E. Waydelich, modo Verlag GmbHDer Künstler Raymond-Émile Waydelich und Lydia Jacob sind unverbrüchlich miteinander verbunden. Fast würde man sich nicht wundern, wenn die Schneiderin nie gelebt hätte und lediglich eine Kopfgeburt des elsässischen Künstlers wäre. Doch Waydelich besteht darauf, dass er ein Manuskript von Lydia Jacob auf einem Flohmarkt in Straßburg fand. Seit 1974 erzählt er ihr Leben in Objektkästen, Schriftstücken und Objets trouvées. Raymond E. Waydelich, der 1938 in Straßburg geboren wurde und nach einer Ausbildung als Kunsttischler in Straßburg und Paris angewandte Kunst studierte, ist ein Sammler, Bewahrer und Erfinder und war immer schon von der Archäologie fasziniert. Warum nicht beides verbinden? Aus dem Geist von Marcel Duchamp und der amerikanischen Pop-Art gründete er eine Archäologie der Zukunft, wobei er unter anderem Dinge vergrub, um sie für die Nachwelt zu konservieren. Bedeutende Auftritte auf der Biennale von Venedig und der Documenta folgten. Die Städtische Galerie Offenburg und der Kunstverein Offenburg-Mittelbaden richten dem Elsässer, der sich immer auch über nationale Grenzen hinweg gesetzt hat, eine groß angelegte Retrospektive aus. Sie blickt zurück auf ein gut 40-jähriges Schaffen und vereint wichtige Werkensembles des Künstlers. Darunter sind seine Objektkästen, neuere Radierungen und die so genannten Memory Paintings, seine Übermalungen und Verfremdungen der Werke alter Meister. Was diese Werkzyklen eint, ist Raymond E. Waydelichs Glaube an die Bedeutung der Fiktion und die Kraft der Erzählung.

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Patrick Lo Giudice – Landschaften / Landscapes (modo Verlag GmbH)
Während die Themen im Werk von Patrick Lo Giudice variieren, bleibt das Medium, in dem er arbeitet, unverwechselbar – die „Feuermalerei“, wie der Künstler selbst es nennt. Aus der traditionellen Technik der Enkaustik entwickelte Lo Giudice sein eigenes Vorgehen, wobei das Bild aus mehreren Wachsschichten besteht. Nach einem Umdruckverfahren werden die Farbpigmente aufwändig in das heiße Wachs eingebrannt. Die bildliche Darstellung erscheint in einem diffusen Licht, wirkt wie von einem Schleier überzogen und zugleich wie unter der dicken Wachsschicht versiegelt. Die Wachsbilder von Patrick Lo Giudice basieren auf eigenen Fotografien und solchen, die der Künstler in Archiven, Büchern oder auf Flohmärkten findet. Zu den Motiven zählen Landschaften und Portraits ebenso wie ein Zyklus über Afrika oder die italienische Mafia.

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HYPERION. Nándor Angstenberger (modo Verlag GmbH)
HYPERION. Nándor Angstenberger, modo Verlag GmbHNándor Angstenberger ist im Jubiläumsjahr der ZF Kunststiftung Stipendiat. Seit 25 Jahren besteht dieses Förderinstrument, das sich ausdrücklich an Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Südtirol richtet. Rein biografisch wird Nándor Angstenberger diesem Anspruch, mit der Region verbunden zu sein, aber über den eigenen Tellerrand zu schauen, mehr als gerecht. Nándor Angstenberger wurde 1970 in Novi Sad geboren, er besitzt sowohl die deutsche als auch die ungarische Staatsbürgerschaft und hat in Hamburg studiert. Die Publikation führt durch einen Essay von Robert Nachtigäller, dem künstlerischen Leiter des Museums Marta Herford, in Angstenbergers Werk ein und dokumentiert die Ausstellung in Friedrichshafen. Wer sich im Atelier der ZF Kunststiftung im Turm des Zeppelin Museums einrichtet, kann schon auf die mythische Figur des Hyperion kommen. Im Friedrichshafener Atelier der Stiftung ist man von viel Himmel und Wasser umgeben. Hyperion war der Sohn von Erde und Himmel und Vater des Sonnengottes Helios, der Mondgöttin Selene und der Göttin der Morgenröte Eos. Angstenberger arbeitet mit Alltagsgegenständen und Fundstücken, nicht zuletzt mit Einwegartikeln unserer Konsumgesellschaft. Der Künstler schafft mit fragilen Konstruktionen Welten, die mit Zitaten und Projektionen spielen. Wie der Mythos auch erzählen sie vom großen Ganzen.

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Robert Eugler – moving colours (modo Verlag GmbH)
Robert Eugler – moving colours, modo Verlag GmbH„Barocke Räume sind Inszenierungen“, sagt Arno Zahlauer. Er muss es wissen, schließlich ist er als Direktor des Geistlichen Zentrums der Erzdiözese Freiburg in St. Peter (Südschwarzwald) bestens mit der Barockarchitektur der Klosteranlage vertraut. Auch zeitgenössische Kunst neigt zu Inszenierungen. Mutig war es dennoch, Gegenwartskunst und die alte Benediktiner Abtei St. Peter zusammenzubringen. Der Freiburger Künstler Robert Eugler hatte 2016 die Möglichkeit, sich in St. Peter für mehrere Monate auf einen besonderen Dialog einzulassen. Eugler, der 1958 im Allgäu geboren wurde und erst Bildhauerei, dann Malerei und Fotografie studiert hat, ist ein monochromer Maler. Seine Werke entstehen in langsamen Prozessen, für die es wesentlich ist, dass der Künstler die Farbe mit Pigmenten und Eiöl selbst herstellt. Das Ergebnis ist eine besonders trockene Farbe, die er so auf die Leinwand oder die Baumwolle aufträgt, dass die Oberfläche keine subjektive Handschrift erkennen lässt. Räume und ihre jeweiligen Lichtverhältnisse verändern diese Bilder auf eine besondere Weise. Robert Eugler hat seine Bilder an die Stelle von Porträts gehängt, in Nischen, Treppenhäuser, Säle und eine Kapelle. Sie schaffen besondere Stimmungen und Schwingungen, die auf ihre Weise zur Stille des Ortes beitragen. Erweitert wird die Dokumentation dieser Inszenierung durch das „Beletage Ensemble“, mit dem Robert Eugler den Empfangsraum des Regierungspräsidiums Freiburg im Basler Hof neu gestaltet hat.

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Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg / Galerien in Baden-Württemberg (modo Verlag GmbH)
Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg / Galerien in Baden-Württemberg, modo Verlag GmbHDie Publikation erscheint anlässlich eines landesweiten Ausstellungsprojekts des Künstlerbundes Baden-Württemberg mit dem Titel „Die Kunst zu handeln“. 27 Galerien zeigen über 100 Künstlerinnen und Künstler, die untersuchen, wie sich die Tätigkeit des Kunsthandelns über die Jahre verändert hat. So sind die zahlreichen Kunstmessen und Biennalen heute nicht nur bedeutende Orte der Präsentation, sondern auch Gradmesser für den Marktwert und die Nachfrage der Kunst. Gleichwohl nehmen Galerien mit ihren Netzwerken immer noch eine zentrale Rolle in der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern ein, der persönliche Kontakt ist die Grundlage für eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Schließlich geht es den Galerien nicht nur um den Verkauf, sondern in der unüberschaubaren Masse künstlerischer Positionen auch um die Vermittlung relevanter Inhalte und eines bestimmten Programms. Und mit dieser Haltung genießen sie letztlich auch das Vertrauen der Kunstliebhaber: Denn trotz der zahlreichen Kunsthandelsportale, die es mittlerweile im Netz gibt, bleiben die Galeristin und der Galerist in ihrer beratenden Funktion unersetzlich.
Im Buch finden sich neben einer Auswahl an Kunstwerken ein kritischer Essay von Wolfgang Ullrich über den exklusiven Anspruch des Kunsthandels und -sammelns sowie Beiträge von Galeristen zum Thema.

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Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg / Galerien in Baden-Württemberg (modo Verlag GmbH)
Die Publikation erscheint anlässlich eines landesweiten Ausstellungsprojekts des Künstlerbundes Baden-Württemberg mit dem Titel „Die Kunst zu handeln“. 27 Galerien zeigen über 100 Künstlerinnen und Künstler, die untersuchen, wie sich die Tätigkeit des Kunsthandelns über die Jahre verändert hat. So sind die zahlreichen Kunstmessen und Biennalen heute nicht nur bedeutende Orte der Präsentation, sondern auch Gradmesser für den Marktwert und die Nachfrage der Kunst. Gleichwohl nehmen Galerien mit ihren Netzwerken immer noch eine zentrale Rolle in der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern ein, der persönliche Kontakt ist die Grundlage für eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Schließlich geht es den Galerien nicht nur um den Verkauf, sondern in der unüberschaubaren Masse künstlerischer Positionen auch um die Vermittlung relevanter Inhalte und eines bestimmten Programms. Und mit dieser Haltung genießen sie letztlich auch das Vertrauen der Kunstliebhaber: Denn trotz der zahlreichen Kunsthandelsportale, die es mittlerweile im Netz gibt, bleiben die Galeristin und der Galerist in ihrer beratenden Funktion unersetzlich.
Im Buch finden sich neben einer Auswahl an Kunstwerken ein kritischer Essay von Wolfgang Ullrich über den exklusiven Anspruch des Kunsthandels und -sammelns sowie Beiträge von Galeristen zum Thema.

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Dorothée Aschoff – Räume (modo Verlag GmbH)
Dorothée Aschoff – Räume, modo Verlag GmbHEine Linie ist die Verbindung zwischen zwei Punkten. Wenn jedoch Dorothée Aschoff eine Linie zieht, entsteht daraus paradoxerweise etwas Plastisches. In all ihren Arbeiten, seien es Skulpturen, Bilder oder Kohlezeichnungen, ist der Körper präsent. Für die 1965 in Göttingen geborene Aschoff ist der Körper ein wichtiger Bezugspunkt. Folgerichtig heißen die Arbeiten der Künstlerin »umrunden«, »hinauswachsen«, »auffasern« oder »verwirbeln«. Aschoff, die an den Kunsthochschulen in Braunschweig und Berlin studiert hat, schafft Skulpturen und Kohlezeichnungen, die dazu angetan sind, den Körper zu bergen, ihm Hüllen und Zwischenräume zu bieten. Die Zeichnung, das Bild und die Skulptur entstehen aus einer verbindenden Idee. Papier ist dabei auch in ihren plastischen Arbeiten ihr bevorzugtes Material, dem sie einiges an Stabilität abgewinnt und mit einer gewissen Patina versieht. Annette Schavan, die das Werk der Künstlerin seit deren Studium verfolgt, erkennt darin etwas Eigentliches und Transzendentes. Die Publikation blickt zurück auf eine Ausstellung im Freiburger Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft und zeigt die neuesten Arbeiten auf Papier und Leinwand. Der Sammler und Mäzen Franz Armin Morat beleuchtet in einem Gespräch mit der Kunsthistorikerin Ulrike Düwell das Werk von Dorothée Aschoff.

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Pascal Danz – Highlights (modo Verlag GmbH)
Pascal Danz – Highlights, modo Verlag GmbHDie Malerei arbeitet mit Licht und Schatten. Wer sich von ihr also Eindeutigkeiten verspricht, verkennt ihr Wesen. Der Maler Pascal Danz (1961– 2015) jedenfalls war sich der Flüchtigkeit seines Mediums immer bewusst. Als „Niemandsland des Bildes“ beschreibt die Leiterin des Centre PasquArt Felicity Lunn diesen malerischen Freiraum. Ein Jahr nach seinem überraschenden Tod ist es Zeit, eine Rückschau auf das Werk von Pascal Danz zu halten. Die Retrospektive im Museum Franz Gertsch zeigt einen Überblick über das OEuvre des Malers, der begleitende zweisprachige Katalog ordnet es durch drei Essays ein. Der Titel „Highlights“ ist durchaus doppeldeutig und verweist auf zentrale Werkgruppen sowie auf die Bedeutung des Lichts für den Künstler, der in Zentralafrika geboren wurde, später nach Bern kam und in Luzern und Genf studierte. Interieurs, Bergbilder und Stillleben gehören zu den vorherrschenden Sujets von Pascal Danz. Danz malte nach Fotos, die er selbst machte oder im Internet fand. Dieser mittelbare Zugang zum Motiv sensibilisiert dafür, dass Wirklichkeit ein visuelles Konstrukt ist. Nicht immer sieht man auf den Bildern das, was man zu sehen glaubt. Da gibt es konventionell wirkende Blumensträuße, die dem 2012 verstorbenen Freund David Weiss gewidmet sind und Szenen in grellem Licht, die verstören, wenn man weiß, dass sie auf Fotos amerikanischer Nuklearversuche zurückgehen. Danz war neugierig auf alles Sichtbare. Erstmals veröffentlicht werden seine Skizzenbücher aus Island, an denen er zuletzt gearbeitet hatte.

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Peter-Cornell Richter - Fotografie (modo Verlag GmbH)
Peter-Cornell Richter - Fotografie, modo Verlag GmbH„Ich gestalte meine Bilder, ich lichte nicht ab“, sagt Peter-Cornell Richter über seine Fotografien. Richter, der 1936 in Erlangen geboren wurde und seit den 1970er Jahren Fotografie lehrt, sucht den geglückten Augenblick nicht mitten im Trubel, sondern im Stillen. Seine Motive sind einzelne Blüten, ungewöhnliche Wolkenformationen, Lichterscheinungen, die von der Sonne auf den Untergrund gemalt werden, oder Richard Serras Stahlskulpturen. Peter-Cornell Richter wählt dabei Ausschnitte, die das Detail zum Ganzen werden lassen. Nicht immer lässt sich einordnen, was hier abgebildet wird. Der Winkel an der Wand, die rostige Metallfläche, das Schattenspiel werden zur Hauptfigur. Der Ausschnitt und die Komposition waren schon immer wichtige Gestaltungsmerkmale von Richters Aufnahmen. Seit 2005 fotografiert Peter-Cornell Richter digital, schwarz-weiß-Kontraste sind für seine Aufnahmen von großer Bedeutung, doch auch die Farbe wird immer wichtiger. Der Band, es ist bereits die zweite Publikation zum fotografischen Werk von Peter-Cornell Richter im modo Verlag, stellt neuere Arbeiten seit 2009 vor. Ein Essay von Hans-Dieter Fronz führt in das Werk ein.

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Jürgen Brodwolf – Thema Figur (modo Verlag GmbH)
Jürgen Brodwolf – Thema Figur, modo Verlag GmbHDie Publikation „Thema Figur“ erscheint anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Markgräfler Museum im Blankenhorn-Palais in Müllheim. Gezeigt werden in dieser Einzelausstellung Brodwolfs erstmals zahlreiche Werke seiner neuesten Schaffensphase: Der Objektkünstler Brodwolf bewegt sich wieder hin zu seinen malerischen Anfängen und setzt– für sein bisheriges Werk ungewohnt – pointiert und kraftvoll Farbe ein. Zugleich bleibt er der Figur treu. „Die Faszination und der Zauber dieser Figur hat auch nach 56 Jahren auf ihren Finder nicht nachgelassen“, formuliert der Künstler selbst.

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Erich Thies. Dialog mit den Dingen – Franz Bernhard (modo Verlag GmbH)
Erich Thies. Dialog mit den Dingen – Franz Bernhard, modo Verlag GmbHDer Titel von Erich Thies‘ Buch „Dialog mit den Dingen“ beschreibt einen Mangel. Der Freund fehlt. Der Tod des Bildhauers Franz Bernhard im Jahr 2013 beendete nicht nur einen Dialog, er durchkreuzte auch den Plan ein gemeinsames Buch zu machen, das Texte des Philosophen und Schriftstellers Erich Thies Grafiken Franz Bernhards gegenüberstellen sollte. Nun ist es an Erich Thies den Dialog mit den Dingen, wie ihn der Bildhauer Franz Bernhard zeit seines Lebens geführt hat, weiter zu verfolgen. Die neun Texte und Essays, die Erich Thies in dem Band „Dialog mit den Dingen“ vereinte und die sich mit Franz Bernhard und seinem Werk befassen, zeigen auch, dass es kein Monolog war, der hier geführt wurde. Die Freunde haben sich gegenseitig neugierig gemacht auf die Welt des Sichtbaren, aber auch auf die der Literatur und der Philosophie. Wer sich mit dem Werk von Franz Bernhard befassen möchte, wird um diese Aufsätze nicht herum kommen. Sie zeigen einen intimen, aber auch hoch reflektierten Zugang zu den Skulpturen, Zeichnungen und der Gedankenwelt des Bildhauers. Sie öffnen die Wahrnehmung für diesen außergewöhnlichen Künstler. Die abgebildeten Fotos spiegeln diese genaue Kenntnis des Werkes wider durch die große Nähe zwischen Text und Bild und die Einblicke in die Werkstatt von Franz Bernhard. Ein Nachruf möchte dieser Textband nicht sein. Auf seine Weise tritt er an die Stelle des abgebrochenen Dialogs zwischen dem Schriftsteller und dem Bildhauer.

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Josef Linschinger – Zahlen und Farben (modo Verlag GmbH)
Josef Linschinger – Zahlen und Farben, modo Verlag GmbHHier gibt es keine Beliebigkeiten. „Mathematik ist eine Bedingung aller exakten Erkenntnis“ sagt Immanuel Kant. Der österreichische Künstler Josef Linschinger (geb. 1945) überträgt diesen Aphorismus in den Bar-Code 39 und macht damit seine Zustimmung und eigene Haltung klar. Linschinger, dessen Arbeiten der konkret-konstruktiven Kunst sowie der visuell-konzeptuellen Poesie zuzuordnen sind, arbeitet mit einer großen Bandbreite von Codierungen und einer Vielfalt von mathematischen Themen. Ihn fesselt die Fibonacci- Zahlenreihe ebenso wie der Satz des Pythagoras und in seinem Mobile „E=m·c²“ bringt er Einsteins Formel der Relativitätstheorie zum Tanzen. Damit und über seine „magischen Quadrate“, Buchstaben- und Ziffernkuben, Sprach- und Sudoku-Bilder weist Linschinger auf etwas hin, das bereits der Kunst des 15. Jahrhunderts eingeschrieben war: Die lebendige Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Es gibt kaum einen besseren Ort als das Mathematikum in Gießen, um diese Werke zu zeigen. Die neue Publikation „Zahlen und Farben“ begleitet die Ausstellung und gibt einen Einblick in das Werk eines Künstlers, der Mathematik und Sprache zum integrativen Bestandteil der bildenden Kunst macht.

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