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Kunstbuch-Empfehlungen

in_visible limits. Grenzgänge in Kunst und Gesellschaft, modo Verlag
in_visible limits. Grenzgänge in Kunst und Gesellschaft (modo Verlag)
Grenzen sind heute gegenwärtiger denn je: Nationalität bedeutet zugleich Ein- oder Ausgrenzung, die Offenheit des Internets geht einher mit der Einschränkung unserer Freiheit als Privatpersonen und auch unsere körperliche und seelische Begrenztheit gilt es letztlich zu konfrontieren. Die acht künstlerischen Positionen und fünf Textbeiträge in diesem Buch nähern sich dem Thema Grenzen aus kunstgeschichtlicher, historisch-politischer, gesellschaftspolitischer und theologischer Sicht an. Dabei geht es sowohl um die Frage der Migration und den Umgang mit Flüchtlingen als auch um die Rolle der Kunst in der Gesellschaft: Wie kann Kunst als Vermittlerin bei der Überwindung von Grenzen helfen, die unsere Denkweisen und Vorstellungen betreffen? Das Projekt „in_visible limits“ liefert damit einen Beitrag zur aktuellen, national und international geführten Debatte und zeigt konkrete Möglichkeiten und Lösungsansätze durch und mit Kunst auf. Die Publikation entstand in Kooperation mit dem Kontur.Kunstverein Stuttgart e.V. und erscheint anlässlich eines länderübergreifenden Ausstellungsprojekts zwischen vier Institutionen und acht Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland und der Schweiz.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Anna Anders (Berlin), Klaudia Dietewich (Stuttgart), Glaser/Kunz (Zürich), Franticek Klossner (Bern), Mareike Lee (Berlin/Montreal), maboart (Basel/Reinach), Victorine Müller (Zürich) und Nicolai Rapp (Stuttgart)

Zu den Autorinnen und Autoren:
Der Autor und Werbetexter Michael Matthiass führt in das Thema ein; der promovierte Kunsthistoriker und Journalist Dietrich Heißenbüttel refl ektiert historisch-politisch über die Macht der Grenzen; Bischof Jan Janssen widmet sich dem Thema aus theologischer, die Professorin Annemarie Pieper aus philosophischer Sicht; die Kunst- und Theaterkritikerin Adrienne Braun führt ein Gespräch mit Wiebke Trunk, Vertreterin des Institut für Auslandsbeziehungen und die Kunstwissenschaftler Peter Stohler, Nina Wolfensberger und Anja Gubelmann vom Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona verfassen Texte zu den einzelnen künstlerischen Positionen.

in_visible limits. Grenzgänge in Kunst und Gesellschaft
2017. Hg: Kontur Kunstverein Stuttgart.
Texte von Adrienne Braun, Anja Gubelmann, Dietrich Heißenbüttel, Jan Janssen, Michael Matthiass, Annemarie Pieper, Wiebke Trunk, Peter Stohler, Nina Wolfensberger.
144 Seiten, 17 x 23.5 cm, deutsch, 90 Abbildungen, Flexcover, Fadenheftung.
24,00 EUR / 28,00 SFR
ISBN 978-3-86833-210-0

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Raymond E. Waydelich, modo Verlag
Raymond E. Waydelich (modo Verlag)
Der Künstler Raymond-Émile Waydelich und Lydia Jacob sind unverbrüchlich miteinander verbunden. Fast würde man sich nicht wundern, wenn die Schneiderin nie gelebt hätte und lediglich eine Kopfgeburt des elsässischen Künstlers wäre. Doch Waydelich besteht darauf, dass er ein Manuskript von Lydia Jacob auf einem Flohmarkt in Straßburg fand. Seit 1974 erzählt er ihr Leben in Objektkästen, Schriftstücken und Objets trouvées. Raymond E. Waydelich, der 1938 in Straßburg geboren wurde und nach einer Ausbildung als Kunsttischler in Straßburg und Paris angewandte Kunst studierte, ist ein Sammler, Bewahrer und Erfinder und war immer schon von der Archäologie fasziniert. Warum nicht beides verbinden? Aus dem Geist von Marcel Duchamp und der amerikanischen Pop-Art gründete er eine Archäologie der Zukunft, wobei er unter anderem Dinge vergrub, um sie für die Nachwelt zu konservieren. Bedeutende Auftritte auf der Biennale von Venedig und der Documenta folgten. Die Städtische Galerie Offenburg und der Kunstverein Offenburg-Mittelbaden richten dem Elsässer, der sich immer auch über nationale Grenzen hinweg gesetzt hat, eine groß angelegte Retrospektive aus. Sie blickt zurück auf ein gut 40-jähriges Schaffen und vereint wichtige Werkensembles des Künstlers. Darunter sind seine Objektkästen, neuere Radierungen und die so genannten Memory Paintings, seine Übermalungen und Verfremdungen der Werke alter Meister. Was diese Werkzyklen eint, ist Raymond E. Waydelichs Glaube an die Bedeutung der Fiktion und die Kraft der Erzählung.

FRANCAIS

Les liens qui unissent l’artiste Raymond-Émile Waydelich et Lydia Jacob sont indissolubles. On se s’étonnerait pas d’apprendre que la couturière n’a jamais vécu et qu’elle n’est qu’une chimère sortie de l’imagination de l’artiste alsacien. Pourtant Waydelich persiste et signe, affirmant qu’il a trouvé un manuscript de Lydia Jacob au marché aux puces de Strasbourg. Depuis 1974, il déroule le fi l de sa vie dans des boîtes-reliquaires, des documents et des objets trouvés. Né en 1938 à Strasbourg, Raymond E. Waydelich a étudié les arts appliqués à Paris après avoir suivi une formation d’ébéniste à Strasbourg. À la fois collectionneur, gardien de traditions et inventeur, il a toujours été fasciné par l’archéologie. Quoi de plus naturel à ses yeux que de faire le lien entre ces deux pôles! Imprégné de l’esprit de Marcel Duchamp et du pop art américain, il a créé l’archéologie du futur, enterrant des objets pour les conserver à l’intention de la postérité. Suivirent des entrées en scène remarquées à la Biennale de Venise et à la Documenta de Kassel. La Städtische Galerie Offenburg et le Kunstverein Offenburg- Mittelbaden organisent une grande rétrospective pour cet Alsacien qui s’est toujours joué des limites du cadre national. L’exposition se réclame d’un travail de près de 40 années, réunissant d’importants ensembles de l’artiste : boîtes-reliquaires, nouvelles gravures et ce qu’il appelle ‘Memory Paintings’, rehauts et ‘dépaysements’ d’oeuvres des maîtres anciens. Tous ces cycles de création témoignent du credo de Raymond E. Waydelich fondé sur l’importance de la fiction et la force de la narration.

Raymond E. Waydelich
2017. Hg: Städtische Galerie Offenburg.
Texte von Claude Rossignol, Ute Dahmen, Gerlinde Brandenburger-Eisele.
192 Seiten, 24 x 26,7 cm, deutsch, französisch, 226 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
32,00 EUR / 36,00 SFR
ISBN 978-3-86833-209-4

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Peter-Cornell Richter - Fotografie, modo Verlag
Peter-Cornell Richter - Fotografie (modo Verlag)
"Ich gestalte meine Bilder, ich lichte nicht ab“, sagt Peter-Cornell Richter über seine Fotografien. Richter, der 1936 in Erlangen geboren wurde und seit den 1970er Jahren Fotografie lehrt, sucht den geglückten Augenblick nicht mitten im Trubel, sondern im Stillen. Seine Motive sind einzelne Blüten, ungewöhnliche Wolkenformationen, Lichterscheinungen, die von der Sonne auf den Untergrund gemalt werden, oder Richard Serras Stahlskulpturen. Peter-Cornell Richter wählt dabei Ausschnitte, die das Detail zum Ganzen werden lassen. Nicht immer lässt sich einordnen, was hier abgebildet wird. Der Winkel an der Wand, die rostige Metallfläche, das Schattenspiel werden zur Hauptfigur. Der Ausschnitt und die Komposition waren schon immer wichtige Gestaltungsmerkmale von Richters Aufnahmen. Seit 2005 fotografiert Peter-Cornell Richter digital, schwarz-weiß-Kontraste sind für seine Aufnahmen von großer Bedeutung, doch auch die Farbe wird immer wichtiger. Der Band, es ist bereits die zweite Publikation zum fotografischen Werk von Peter-Cornell Richter im modo Verlag, stellt neuere Arbeiten seit 2009 vor. Ein Essay von Hans-Dieter Fronz führt in das Werk ein.

Peter-Cornell Richter - Fotografie
2016. Texte von Hans-Dieter Fronz.
64 Seiten, 24 x 27 cm, deutsch, englisch, 41 Farbabbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
28,00 EUR / 31,00 SFR
ISBN 978-3-86833-201-8

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Johanna Platter - Mitleiden, Mitwissen, Mitfühlen., modo Verlag
Johanna Platter - Mitleiden, Mitwissen, Mitfühlen. (modo Verlag)
Über das Moment der körperlichen Wahrnehmung in den Werken von Teresa Margolles und Doris Salcedo
Teresa Margolles, Johanna Platter, Doris Salcedo

Spuren von Gewalt und Tod, Trauma und Schmerz kennzeichnen die Installationen und Objekte, die im Zentrum dieser Untersuchung stehen. Die Künstlerinnen Teresa Margolles und Doris Salcedo stammen aus Mexiko und Kolumbien und machen die grausame Realität ihrer Heimatländer zum Nährboden ihrer Arbeiten: Banden- und Drogenkriege bestimmen hier den Alltag der Bevölkerung ebenso wie die systematische Unterdrückung, Entführung und Ermordung von Menschen. Wie können diese Ereignisse äußersten Grauens, der Zustand unsagbaren Leidens dargestellt und vermittelt werden? Margolles‘ Installationen zum Beispiel verführen zunächst in ihrer sinnlich-ephemeren Erscheinung, nur um dann mit ihren Materialien, die ursprünglich aus dem Leichenschauhaus stammen, ihre schockierende Wirklichkeit offenzulegen. In den zahlreichen Werkabbildungen kann das Plädoyer dieser kunstwissenschaftlichen Analyse nachvollzogen werden: nämlich dass unsere körperliche Wahrnehmung eine entscheidende Rolle spielt, wenn es um die Frage geht, was Kunst zu leisten imstande ist. Als Mitleidende und Mitwissende sollen die Rezipierenden hier die Erfahrungen der Opfer teilen und gleichermaßen zum Mitfühlen aufgefordert werden.

Johanna Platter - Mitleiden, Mitwissen, Mitfühlen. - Über das Moment der körperlichen Wahrnehmung in den Werken von Teresa Margolles und Doris Salcedo
2017. 350 Seiten, 17 x 24 cm, deutsch, 25 Farbabbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
38,00 EUR / 44,00 SFR
ISBN 978-3-86833-211-7

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Robert Eugler – moving colours, modo Verlag
Robert Eugler – moving colours (modo Verlag)
„Barocke Räume sind Inszenierungen“, sagt Arno Zahlauer. Er muss es wissen, schließlich ist er als Direktor des Geistlichen Zentrums der Erzdiözese Freiburg in St. Peter (Südschwarzwald) bestens mit der Barockarchitektur der Klosteranlage vertraut. Auch zeitgenössische Kunst neigt zu Inszenierungen. Mutig war es dennoch, Gegenwartskunst und die alte Benediktiner Abtei St. Peter zusammenzubringen. Der Freiburger Künstler Robert Eugler hatte 2016 die Möglichkeit, sich in St. Peter für mehrere Monate auf einen besonderen Dialog einzulassen. Eugler, der 1958 im Allgäu geboren wurde und erst Bildhauerei, dann Malerei und Fotografie studiert hat, ist ein monochromer Maler. Seine Werke entstehen in langsamen Prozessen, für die es wesentlich ist, dass der Künstler die Farbe mit Pigmenten und Eiöl selbst herstellt. Das Ergebnis ist eine besonders trockene Farbe, die er so auf die Leinwand oder die Baumwolle aufträgt, dass die Oberfläche keine subjektive Handschrift erkennen lässt. Räume und ihre jeweiligen Lichtverhältnisse verändern diese Bilder auf eine besondere Weise. Robert Eugler hat seine Bilder an die Stelle von Porträts gehängt, in Nischen, Treppenhäuser, Säle und eine Kapelle. Sie schaffen besondere Stimmungen und Schwingungen, die auf ihre Weise zur Stille des Ortes beitragen. Erweitert wird die Dokumentation dieser Inszenierung durch das „Beletage Ensemble“, mit dem Robert Eugler den Empfangsraum des Regierungspräsidiums Freiburg im Basler Hof neu gestaltet hat.

Robert Eugler – moving colours
2016. Texte von Volker Bauermeister, Kathrin Gut-Hackmann, Angeli Janhsen, Arno Zahllauer, Dr. Yvonne Ziegler.
88 Seiten, 23 x 30 cm, deutsch, 71 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
26,00 EUR / 29,00 SFR
ISBN 978-3-86833-206-3

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25 Jahre ZF Kunststiftung, modo Verlag
25 Jahre ZF Kunststiftung (modo Verlag)
Die ZF (Zahnradfabrik Friedrichshafen) ist aus Friedrichshafen nicht wegzudenken. Sie ist nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber der Bodenseeregion, sondern fördert durch die ZF Kunststiftung auch soziale und kulturelle Belange. Mit durchschnittlich 140.000 Euro engagiert sie sich im Jahr. Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren ist die Liste der Institutionen, Vereine, Initiativen sowie Künstlerinnen und Künstler, die von ihr unterstützt wurden, beachtlich angewachsen. Die Publikation, die anlässlich des Jubiläums der ZF Kunststiftung erscheint, stellt nicht nur die Stiftung vor, sondern auch die Menschen, die für sie arbeiten. Vor allem aber ist sie ein Spiegelbild einer Kulturregion geworden. Denn das Buch porträtiert mit kurzen Texten die geförderten kulturellen Initiativen. Und das sind nicht wenige: Die Filmtage Friedrichshafen sind darunter, die Festspiele europäische Wochen Passau, die Birnauer Kantorei, der internationale Konzertverein Bodensee und der Kunstverein Friedrichshafen. Umfangreich bildet die Jubiläumsschrift das Engagement für das Zeppelin Museum ab, das auf einmalige Art Technik und Kunst zusammenführt und das mit der ZF Kunststiftung aufgrund der Unternehmensgeschichte eng verbunden ist. Das Stipendium für Bildende Künstlerinnen und Künstler kann exemplarisch für das Kulturengagement des Unternehmens stehen. Es ist mit einem Atelieraufenthalt im Turm des Zeppelin Museums verbunden, mit einer Ausstellung und einem begleitenden Katalog und richtet sich ausdrücklich an Kunstschaffende aus der Bodenseeregion. Die Publikation lässt all jene Revue passieren, die seit der Gründung 1990 gefördert wurden.

25 Jahre ZF Kunststiftung
2016. Hg: Matthias Lenz, Regina Michel.
Texte von Götz Adriani, Peter Vogel, Stefan Sommer, Dietmar Pfister, Regina Michel, Wolfgang Meighörner, Matthias Lenz, Hans-Georg Härter, Siegfried Goll, Claudia Emmert, Josef Büchelmeier, Andreas Brand, Klaus Bleyer, Ursula Zeller.
464 Seiten, 17 x 24 cm, deutsch, 554 Farbabbildungen, Flexcover, Fadenheftung.
32,00 EUR / 36,00 SFR
ISBN 978-3-86833-207-0

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Weitere Neuerscheinungen

SEEING ART? A Question Book (modo Verlag GmbH)
SEEING ART? A Question Book, modo Verlag GmbHDie englischsprachige Ausgabe des Titels "KUNST SELBST SEHEN" (ISBN 978-3-86833-122-6).

Why should this be art? Did you come for the sake of the art? What is the context around this art? If you are opening this book up for the first time at an exhibition, you might end up asking yourself questions about art that would not have otherwise arisen. In reading this book at home, you may experience a shift in your way of thinking about the interpretation of art. In SEEING ART, art historian Angeli Janhsen has written a book of questions that incite us to find our own way towards art – without spoon-feeding us institutional instruction briefs in the form of audio guides, museum labels, tours and catalogs. Each person encounters art differently. Angeli Janhsen’s questions are at times provo - cative, at others animating, but whichever way, they always touch upon how individuals perceive art. SEEING ART is intended to invite us to search for answers and pose questions ourselves. Angeli Janhsen, professor at the Institute of Art History at the University of Freiburg, opens up a questions hotline: the pages in her book make space for notes, thoughts and ideas. Instead of aiming to be an open book, or guidebook, her book prompts dialog. It makes us aware of art. It conveys art in a subliminal way, without patronizing the viewer, while also reflecting on its own presuppositions. If art history in the 19th century was a classification system, then today’s contemporary inquiry into art is an open discourse. And nothing is more important here than asking questions. Except seeing art itself.



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Elly Weiblen – recherches (modo Verlag GmbH)
Elly Weiblen – recherches, modo Verlag GmbHDiese erste umfassende Monografie des Werkes von Elly Weiblen ist aus Anlass ihrer Ausstellung im Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft Freiburg entstanden. Die Publikation stellt die Werkgruppen der Tuschezeichnungen, Gouachen, Malerei und Fotografien mit zahlreichen Abbildungen, kurzen Essays und einem Gespräch mit der Künstlerin vor. Elly Weiblen wurde 1950 geboren und studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Was die verschiedenen Techniken verbindet, ist das Interesse der Künstlerin an Farbe und Licht. In den Tuschezeichnungen und Gemälden schafft Elly Weiblen räumliche Illusionen, die mal abstrakt wirken, mal an Landschaften erinnern. Dabei spielt sie mit der Leere des jeweiligen Bildgrundes, ergründet die Proportionen der Farbflächen. Dies ist ein lebendiger Prozess, der immer auch die Materialeigenschaften der jeweiligen Technik einbezieht: In den Tuschezeichnungen zum Beispiel untersucht die Künstlerin, wie die einzelnen Farbflächen von hellstem Grau bis ins tiefste Schwarz auf dem hauchdünnen Papier auf die unterschiedlichen Lichtverhältnisse reagieren. Auch ihre Fotografien stellen formale Auseinandersetzungen dar: Die Silhouetten von Ästen auf Asphalt und die Spiegelflächen nassglänzender Straßen verlieren ihren Abbildcharakter und sind Teil des künstlerischen Nachdenkens über Form, Farbe und Licht. In all ihren Werkgruppen geht es Elly Weiblen letztlich um das Verhältnis zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.

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in_visible limits. Grenzgänge in Kunst und Gesellschaft (modo Verlag GmbH)
in_visible limits. Grenzgänge in Kunst und Gesellschaft, modo Verlag GmbHGrenzen sind heute gegenwärtiger denn je: Nationalität bedeutet zugleich Ein- oder Ausgrenzung, die Offenheit des Internets geht einher mit der Einschränkung unserer Freiheit als Privatpersonen und auch unsere körperliche und seelische Begrenztheit gilt es letztlich zu konfrontieren. Die acht künstlerischen Positionen und fünf Textbeiträge in diesem Buch nähern sich dem Thema Grenzen aus kunstgeschichtlicher, historisch-politischer, gesellschaftspolitischer und theologischer Sicht an. Dabei geht es sowohl um die Frage der Migration und den Umgang mit Flüchtlingen als auch um die Rolle der Kunst in der Gesellschaft: Wie kann Kunst als Vermittlerin bei der Überwindung von Grenzen helfen, die unsere Denkweisen und Vorstellungen betreffen? Das Projekt „in_visible limits“ liefert damit einen Beitrag zur aktuellen, national und international geführten Debatte und zeigt konkrete Möglichkeiten und Lösungsansätze durch und mit Kunst auf. Die Publikation entstand in Kooperation mit dem Kontur.Kunstverein Stuttgart e.V. und erscheint anlässlich eines länderübergreifenden Ausstellungsprojekts zwischen vier Institutionen und acht Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland und der Schweiz.

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Bettina Rave – Anton Berta Cäsar (modo Verlag GmbH)
Bettina Rave – Anton Berta Cäsar, modo Verlag GmbHAlles hat seine Ordnung und manchmal auch eine Industrienorm. Dass die deutsche Buchstabiertafel mit Anton, Berta, Cäsar beginnt und nebenbei mit Xanthippe, Ypsilon und Zacharias endet, entspricht der DIN 5009. Der Titel von Bettina Raves Katalog ihrer Ausstellung im Hesse Museum in Gaienhofen „Anton, Berta, Cäsar“ ist zugleich ein Sinnbild für den Verweischarakter ihrer Kunst. Rave konzentriert sich in ihrer Einzelschau auf eine Werkgruppe, die auf Buchstaben und Textfragmenten basiert. Sie wird in diesem Katalog mit umfangreichen Werkabbildungen und Essays von Ute Hübner und Michaela Nicole Raß vorgestellt. Die Künstlerin, die 1964 in Schramberg geboren wurde, hat eine besondere Beziehung zur Schrift. Bevor sie ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Künste in Berlin als Meisterschülerin des Studiengangs experimentelle Filmgestaltung abschloss, studierte sie visuelle Kommunikation. Rave setzt Buchstaben und sprachliche Codes sowohl als visuelles als auch semantisches Zeichen ein. Es gibt unter ihren Werken Buchstabensalate – tatsächlich sind es Fotogramme –, Bilder, die sich zu Texträumen verdichten, freigestellte Satzzeichen und übereinander geschobene Lettern. Die Bilder sind akribisch komponiert. Dass es bei diesen Notationen immer auch um Malerei geht, zeigt ihre Serie „I paint“, in der sie Sätze von Malerinnen und Maler wie Robert Ryman, Agnes Martin und Cy Twombly zitiert. In Lasurtechnik gemalt, baut Rave ihre Bilder Schicht um Schicht auf und schafft damit in ihren Werken, wie die Direktorin des Hesse Museums Ute Hübner findet, ein „Spannungsfeld zwischen konzeptueller Kunst und essenzieller Malerei.“

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Groupe Art et Ordinateur de Belfort (GAOB) 1972–2016 (modo Verlag GmbH)
Groupe Art et Ordinateur de Belfort (GAOB) 1972–2016, modo Verlag GmbHIm Jahr 1972 gründen der Künstler Kammerer-Luka und der Informatiker Jean-Baptiste Kempf die Groupe Art et Ordinateur de Belfort (GAOB). Mit der Entscheidung von Kammerer-Luka, sich auf den Computer einzulassen, beschreitet er Neuland und zählt zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Er gehört zu den wenigen Künstlern, die sich zu jener Zeit dem neuen Medium zuwenden. Eines der zentralen künstlerischen Prinzipien der computergesteuerten Kunst ist der systematisch eingesetzte Zufall, der auf den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit beruht und der sich als ein besonderes mathematisches Handlungsmodell konkret-konstruktiver Kunst begreifen lässt. Seit Beginn der Zusammenarbeit von Kammerer-Luka und Kempf ist ihr Werk international in Ausstellungen zur computergenerierten Kunst vertreten. Die Publikation erscheint anlässlich der Retrospektive der Künstlergruppe GAOB in den Museen der Stadt Belfort (Tour 46) von März bis Juni 2017 und zeigt einen Überblick zur über 44 Jahre andauernde Zusammenarbeit des Künstlers mit dem Informatiker.

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Raymond E. Waydelich (modo Verlag GmbH)
Raymond E. Waydelich, modo Verlag GmbHDer Künstler Raymond-Émile Waydelich und Lydia Jacob sind unverbrüchlich miteinander verbunden. Fast würde man sich nicht wundern, wenn die Schneiderin nie gelebt hätte und lediglich eine Kopfgeburt des elsässischen Künstlers wäre. Doch Waydelich besteht darauf, dass er ein Manuskript von Lydia Jacob auf einem Flohmarkt in Straßburg fand. Seit 1974 erzählt er ihr Leben in Objektkästen, Schriftstücken und Objets trouvées. Raymond E. Waydelich, der 1938 in Straßburg geboren wurde und nach einer Ausbildung als Kunsttischler in Straßburg und Paris angewandte Kunst studierte, ist ein Sammler, Bewahrer und Erfinder und war immer schon von der Archäologie fasziniert. Warum nicht beides verbinden? Aus dem Geist von Marcel Duchamp und der amerikanischen Pop-Art gründete er eine Archäologie der Zukunft, wobei er unter anderem Dinge vergrub, um sie für die Nachwelt zu konservieren. Bedeutende Auftritte auf der Biennale von Venedig und der Documenta folgten. Die Städtische Galerie Offenburg und der Kunstverein Offenburg-Mittelbaden richten dem Elsässer, der sich immer auch über nationale Grenzen hinweg gesetzt hat, eine groß angelegte Retrospektive aus. Sie blickt zurück auf ein gut 40-jähriges Schaffen und vereint wichtige Werkensembles des Künstlers. Darunter sind seine Objektkästen, neuere Radierungen und die so genannten Memory Paintings, seine Übermalungen und Verfremdungen der Werke alter Meister. Was diese Werkzyklen eint, ist Raymond E. Waydelichs Glaube an die Bedeutung der Fiktion und die Kraft der Erzählung.

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Patrick Lo Giudice – Landschaften / Landscapes (modo Verlag GmbH)
Während die Themen im Werk von Patrick Lo Giudice variieren, bleibt das Medium, in dem er arbeitet, unverwechselbar – die „Feuermalerei“, wie der Künstler selbst es nennt. Aus der traditionellen Technik der Enkaustik entwickelte Lo Giudice sein eigenes Vorgehen, wobei das Bild aus mehreren Wachsschichten besteht. Nach einem Umdruckverfahren werden die Farbpigmente aufwändig in das heiße Wachs eingebrannt. Die bildliche Darstellung erscheint in einem diffusen Licht, wirkt wie von einem Schleier überzogen und zugleich wie unter der dicken Wachsschicht versiegelt. Die Wachsbilder von Patrick Lo Giudice basieren auf eigenen Fotografien und solchen, die der Künstler in Archiven, Büchern oder auf Flohmärkten findet. Zu den Motiven zählen Landschaften und Portraits ebenso wie ein Zyklus über Afrika oder die italienische Mafia.

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HYPERION. Nándor Angstenberger (modo Verlag GmbH)
HYPERION. Nándor Angstenberger, modo Verlag GmbHNándor Angstenberger ist im Jubiläumsjahr der ZF Kunststiftung Stipendiat. Seit 25 Jahren besteht dieses Förderinstrument, das sich ausdrücklich an Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Südtirol richtet. Rein biografisch wird Nándor Angstenberger diesem Anspruch, mit der Region verbunden zu sein, aber über den eigenen Tellerrand zu schauen, mehr als gerecht. Nándor Angstenberger wurde 1970 in Novi Sad geboren, er besitzt sowohl die deutsche als auch die ungarische Staatsbürgerschaft und hat in Hamburg studiert. Die Publikation führt durch einen Essay von Robert Nachtigäller, dem künstlerischen Leiter des Museums Marta Herford, in Angstenbergers Werk ein und dokumentiert die Ausstellung in Friedrichshafen. Wer sich im Atelier der ZF Kunststiftung im Turm des Zeppelin Museums einrichtet, kann schon auf die mythische Figur des Hyperion kommen. Im Friedrichshafener Atelier der Stiftung ist man von viel Himmel und Wasser umgeben. Hyperion war der Sohn von Erde und Himmel und Vater des Sonnengottes Helios, der Mondgöttin Selene und der Göttin der Morgenröte Eos. Angstenberger arbeitet mit Alltagsgegenständen und Fundstücken, nicht zuletzt mit Einwegartikeln unserer Konsumgesellschaft. Der Künstler schafft mit fragilen Konstruktionen Welten, die mit Zitaten und Projektionen spielen. Wie der Mythos auch erzählen sie vom großen Ganzen.

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Robert Eugler – moving colours (modo Verlag GmbH)
Robert Eugler – moving colours, modo Verlag GmbH„Barocke Räume sind Inszenierungen“, sagt Arno Zahlauer. Er muss es wissen, schließlich ist er als Direktor des Geistlichen Zentrums der Erzdiözese Freiburg in St. Peter (Südschwarzwald) bestens mit der Barockarchitektur der Klosteranlage vertraut. Auch zeitgenössische Kunst neigt zu Inszenierungen. Mutig war es dennoch, Gegenwartskunst und die alte Benediktiner Abtei St. Peter zusammenzubringen. Der Freiburger Künstler Robert Eugler hatte 2016 die Möglichkeit, sich in St. Peter für mehrere Monate auf einen besonderen Dialog einzulassen. Eugler, der 1958 im Allgäu geboren wurde und erst Bildhauerei, dann Malerei und Fotografie studiert hat, ist ein monochromer Maler. Seine Werke entstehen in langsamen Prozessen, für die es wesentlich ist, dass der Künstler die Farbe mit Pigmenten und Eiöl selbst herstellt. Das Ergebnis ist eine besonders trockene Farbe, die er so auf die Leinwand oder die Baumwolle aufträgt, dass die Oberfläche keine subjektive Handschrift erkennen lässt. Räume und ihre jeweiligen Lichtverhältnisse verändern diese Bilder auf eine besondere Weise. Robert Eugler hat seine Bilder an die Stelle von Porträts gehängt, in Nischen, Treppenhäuser, Säle und eine Kapelle. Sie schaffen besondere Stimmungen und Schwingungen, die auf ihre Weise zur Stille des Ortes beitragen. Erweitert wird die Dokumentation dieser Inszenierung durch das „Beletage Ensemble“, mit dem Robert Eugler den Empfangsraum des Regierungspräsidiums Freiburg im Basler Hof neu gestaltet hat.

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Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg / Galerien in Baden-Württemberg (modo Verlag GmbH)
Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg / Galerien in Baden-Württemberg, modo Verlag GmbHDie Publikation erscheint anlässlich eines landesweiten Ausstellungsprojekts des Künstlerbundes Baden-Württemberg mit dem Titel „Die Kunst zu handeln“. 27 Galerien zeigen über 100 Künstlerinnen und Künstler, die untersuchen, wie sich die Tätigkeit des Kunsthandelns über die Jahre verändert hat. So sind die zahlreichen Kunstmessen und Biennalen heute nicht nur bedeutende Orte der Präsentation, sondern auch Gradmesser für den Marktwert und die Nachfrage der Kunst. Gleichwohl nehmen Galerien mit ihren Netzwerken immer noch eine zentrale Rolle in der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern ein, der persönliche Kontakt ist die Grundlage für eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Schließlich geht es den Galerien nicht nur um den Verkauf, sondern in der unüberschaubaren Masse künstlerischer Positionen auch um die Vermittlung relevanter Inhalte und eines bestimmten Programms. Und mit dieser Haltung genießen sie letztlich auch das Vertrauen der Kunstliebhaber: Denn trotz der zahlreichen Kunsthandelsportale, die es mittlerweile im Netz gibt, bleiben die Galeristin und der Galerist in ihrer beratenden Funktion unersetzlich.
Im Buch finden sich neben einer Auswahl an Kunstwerken ein kritischer Essay von Wolfgang Ullrich über den exklusiven Anspruch des Kunsthandels und -sammelns sowie Beiträge von Galeristen zum Thema.

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Die Kunst zu handeln – Künstlerbund Baden-Wüttemberg / Galerien in Baden-Württemberg (modo Verlag GmbH)
Die Publikation erscheint anlässlich eines landesweiten Ausstellungsprojekts des Künstlerbundes Baden-Württemberg mit dem Titel „Die Kunst zu handeln“. 27 Galerien zeigen über 100 Künstlerinnen und Künstler, die untersuchen, wie sich die Tätigkeit des Kunsthandelns über die Jahre verändert hat. So sind die zahlreichen Kunstmessen und Biennalen heute nicht nur bedeutende Orte der Präsentation, sondern auch Gradmesser für den Marktwert und die Nachfrage der Kunst. Gleichwohl nehmen Galerien mit ihren Netzwerken immer noch eine zentrale Rolle in der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern ein, der persönliche Kontakt ist die Grundlage für eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Schließlich geht es den Galerien nicht nur um den Verkauf, sondern in der unüberschaubaren Masse künstlerischer Positionen auch um die Vermittlung relevanter Inhalte und eines bestimmten Programms. Und mit dieser Haltung genießen sie letztlich auch das Vertrauen der Kunstliebhaber: Denn trotz der zahlreichen Kunsthandelsportale, die es mittlerweile im Netz gibt, bleiben die Galeristin und der Galerist in ihrer beratenden Funktion unersetzlich.
Im Buch finden sich neben einer Auswahl an Kunstwerken ein kritischer Essay von Wolfgang Ullrich über den exklusiven Anspruch des Kunsthandels und -sammelns sowie Beiträge von Galeristen zum Thema.

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Dorothée Aschoff – Räume (modo Verlag GmbH)
Dorothée Aschoff – Räume, modo Verlag GmbHEine Linie ist die Verbindung zwischen zwei Punkten. Wenn jedoch Dorothée Aschoff eine Linie zieht, entsteht daraus paradoxerweise etwas Plastisches. In all ihren Arbeiten, seien es Skulpturen, Bilder oder Kohlezeichnungen, ist der Körper präsent. Für die 1965 in Göttingen geborene Aschoff ist der Körper ein wichtiger Bezugspunkt. Folgerichtig heißen die Arbeiten der Künstlerin »umrunden«, »hinauswachsen«, »auffasern« oder »verwirbeln«. Aschoff, die an den Kunsthochschulen in Braunschweig und Berlin studiert hat, schafft Skulpturen und Kohlezeichnungen, die dazu angetan sind, den Körper zu bergen, ihm Hüllen und Zwischenräume zu bieten. Die Zeichnung, das Bild und die Skulptur entstehen aus einer verbindenden Idee. Papier ist dabei auch in ihren plastischen Arbeiten ihr bevorzugtes Material, dem sie einiges an Stabilität abgewinnt und mit einer gewissen Patina versieht. Annette Schavan, die das Werk der Künstlerin seit deren Studium verfolgt, erkennt darin etwas Eigentliches und Transzendentes. Die Publikation blickt zurück auf eine Ausstellung im Freiburger Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft und zeigt die neuesten Arbeiten auf Papier und Leinwand. Der Sammler und Mäzen Franz Armin Morat beleuchtet in einem Gespräch mit der Kunsthistorikerin Ulrike Düwell das Werk von Dorothée Aschoff.

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Pascal Danz – Highlights (modo Verlag GmbH)
Pascal Danz – Highlights, modo Verlag GmbHDie Malerei arbeitet mit Licht und Schatten. Wer sich von ihr also Eindeutigkeiten verspricht, verkennt ihr Wesen. Der Maler Pascal Danz (1961– 2015) jedenfalls war sich der Flüchtigkeit seines Mediums immer bewusst. Als „Niemandsland des Bildes“ beschreibt die Leiterin des Centre PasquArt Felicity Lunn diesen malerischen Freiraum. Ein Jahr nach seinem überraschenden Tod ist es Zeit, eine Rückschau auf das Werk von Pascal Danz zu halten. Die Retrospektive im Museum Franz Gertsch zeigt einen Überblick über das OEuvre des Malers, der begleitende zweisprachige Katalog ordnet es durch drei Essays ein. Der Titel „Highlights“ ist durchaus doppeldeutig und verweist auf zentrale Werkgruppen sowie auf die Bedeutung des Lichts für den Künstler, der in Zentralafrika geboren wurde, später nach Bern kam und in Luzern und Genf studierte. Interieurs, Bergbilder und Stillleben gehören zu den vorherrschenden Sujets von Pascal Danz. Danz malte nach Fotos, die er selbst machte oder im Internet fand. Dieser mittelbare Zugang zum Motiv sensibilisiert dafür, dass Wirklichkeit ein visuelles Konstrukt ist. Nicht immer sieht man auf den Bildern das, was man zu sehen glaubt. Da gibt es konventionell wirkende Blumensträuße, die dem 2012 verstorbenen Freund David Weiss gewidmet sind und Szenen in grellem Licht, die verstören, wenn man weiß, dass sie auf Fotos amerikanischer Nuklearversuche zurückgehen. Danz war neugierig auf alles Sichtbare. Erstmals veröffentlicht werden seine Skizzenbücher aus Island, an denen er zuletzt gearbeitet hatte.

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Peter-Cornell Richter - Fotografie (modo Verlag GmbH)
Peter-Cornell Richter - Fotografie, modo Verlag GmbH„Ich gestalte meine Bilder, ich lichte nicht ab“, sagt Peter-Cornell Richter über seine Fotografien. Richter, der 1936 in Erlangen geboren wurde und seit den 1970er Jahren Fotografie lehrt, sucht den geglückten Augenblick nicht mitten im Trubel, sondern im Stillen. Seine Motive sind einzelne Blüten, ungewöhnliche Wolkenformationen, Lichterscheinungen, die von der Sonne auf den Untergrund gemalt werden, oder Richard Serras Stahlskulpturen. Peter-Cornell Richter wählt dabei Ausschnitte, die das Detail zum Ganzen werden lassen. Nicht immer lässt sich einordnen, was hier abgebildet wird. Der Winkel an der Wand, die rostige Metallfläche, das Schattenspiel werden zur Hauptfigur. Der Ausschnitt und die Komposition waren schon immer wichtige Gestaltungsmerkmale von Richters Aufnahmen. Seit 2005 fotografiert Peter-Cornell Richter digital, schwarz-weiß-Kontraste sind für seine Aufnahmen von großer Bedeutung, doch auch die Farbe wird immer wichtiger. Der Band, es ist bereits die zweite Publikation zum fotografischen Werk von Peter-Cornell Richter im modo Verlag, stellt neuere Arbeiten seit 2009 vor. Ein Essay von Hans-Dieter Fronz führt in das Werk ein.

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Jürgen Brodwolf – Thema Figur (modo Verlag GmbH)
Jürgen Brodwolf – Thema Figur, modo Verlag GmbHDie Publikation „Thema Figur“ erscheint anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Markgräfler Museum im Blankenhorn-Palais in Müllheim. Gezeigt werden in dieser Einzelausstellung Brodwolfs erstmals zahlreiche Werke seiner neuesten Schaffensphase: Der Objektkünstler Brodwolf bewegt sich wieder hin zu seinen malerischen Anfängen und setzt– für sein bisheriges Werk ungewohnt – pointiert und kraftvoll Farbe ein. Zugleich bleibt er der Figur treu. „Die Faszination und der Zauber dieser Figur hat auch nach 56 Jahren auf ihren Finder nicht nachgelassen“, formuliert der Künstler selbst.

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Erich Thies. Dialog mit den Dingen – Franz Bernhard (modo Verlag GmbH)
Erich Thies. Dialog mit den Dingen – Franz Bernhard, modo Verlag GmbHDer Titel von Erich Thies‘ Buch „Dialog mit den Dingen“ beschreibt einen Mangel. Der Freund fehlt. Der Tod des Bildhauers Franz Bernhard im Jahr 2013 beendete nicht nur einen Dialog, er durchkreuzte auch den Plan ein gemeinsames Buch zu machen, das Texte des Philosophen und Schriftstellers Erich Thies Grafiken Franz Bernhards gegenüberstellen sollte. Nun ist es an Erich Thies den Dialog mit den Dingen, wie ihn der Bildhauer Franz Bernhard zeit seines Lebens geführt hat, weiter zu verfolgen. Die neun Texte und Essays, die Erich Thies in dem Band „Dialog mit den Dingen“ vereinte und die sich mit Franz Bernhard und seinem Werk befassen, zeigen auch, dass es kein Monolog war, der hier geführt wurde. Die Freunde haben sich gegenseitig neugierig gemacht auf die Welt des Sichtbaren, aber auch auf die der Literatur und der Philosophie. Wer sich mit dem Werk von Franz Bernhard befassen möchte, wird um diese Aufsätze nicht herum kommen. Sie zeigen einen intimen, aber auch hoch reflektierten Zugang zu den Skulpturen, Zeichnungen und der Gedankenwelt des Bildhauers. Sie öffnen die Wahrnehmung für diesen außergewöhnlichen Künstler. Die abgebildeten Fotos spiegeln diese genaue Kenntnis des Werkes wider durch die große Nähe zwischen Text und Bild und die Einblicke in die Werkstatt von Franz Bernhard. Ein Nachruf möchte dieser Textband nicht sein. Auf seine Weise tritt er an die Stelle des abgebrochenen Dialogs zwischen dem Schriftsteller und dem Bildhauer.

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Josef Linschinger – Zahlen und Farben (modo Verlag GmbH)
Josef Linschinger – Zahlen und Farben, modo Verlag GmbHHier gibt es keine Beliebigkeiten. „Mathematik ist eine Bedingung aller exakten Erkenntnis“ sagt Immanuel Kant. Der österreichische Künstler Josef Linschinger (geb. 1945) überträgt diesen Aphorismus in den Bar-Code 39 und macht damit seine Zustimmung und eigene Haltung klar. Linschinger, dessen Arbeiten der konkret-konstruktiven Kunst sowie der visuell-konzeptuellen Poesie zuzuordnen sind, arbeitet mit einer großen Bandbreite von Codierungen und einer Vielfalt von mathematischen Themen. Ihn fesselt die Fibonacci- Zahlenreihe ebenso wie der Satz des Pythagoras und in seinem Mobile „E=m·c²“ bringt er Einsteins Formel der Relativitätstheorie zum Tanzen. Damit und über seine „magischen Quadrate“, Buchstaben- und Ziffernkuben, Sprach- und Sudoku-Bilder weist Linschinger auf etwas hin, das bereits der Kunst des 15. Jahrhunderts eingeschrieben war: Die lebendige Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Es gibt kaum einen besseren Ort als das Mathematikum in Gießen, um diese Werke zu zeigen. Die neue Publikation „Zahlen und Farben“ begleitet die Ausstellung und gibt einen Einblick in das Werk eines Künstlers, der Mathematik und Sprache zum integrativen Bestandteil der bildenden Kunst macht.

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Claas Gutsche – Risse im Beton (modo Verlag GmbH)
Claas Gutsche – Risse im Beton, modo Verlag GmbHIn seinen zum Teil sehr großformatigen, ein- oder mehrfarbigen Linolschnitten, auf feinem Japanpapier gedruckt, beschäftigt sich Claas Gutsche mit den Spuren deutsch-deutscher Vergangenheit. Aufgewachsen in Blankenburg im Harz, war er sieben Jahre alt, als die Mauer fiel und lernte sowohl das Leben in der DDR als auch in der Bundesrepublik kennen. Seine Druckgrafiken zeigen oft stimmungsgeladene Orte, deren geschichtsträchtige Bedeutung sich dem Betrachter erst mit zusätzlichen Informationen, etwa durch den Bildtitel, erschließt. Dabei werden Erinnerungen an die NS-Zeit oder die sozialistische Denkmalkultur wach und es lassen sich ebenso Bezüge zu aktuellen politischen Ereignissen herstellen. Technisch äußerst versiert ausgeführt, thematisieren die Blätter Aspekte des kollektiven deutschen Gedächtnisses und betreiben damit gleichermaßen Geschichts- und Erinnerungsarbeit.

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Günter Figal – Unwillkürlichkeit. Essays über Kunst und Leben (modo Verlag GmbH)
Günter Figal – Unwillkürlichkeit. Essays über Kunst und Leben, modo Verlag GmbHDie Kunst ist für das Leben von Bedeutung, sofern sie nicht den Interessen des Lebens unterworfen ist. Dann lässt Kunst das Leben klarer werden, nicht zuletzt dadurch, dass sie es in seiner Unwillkürlichkeit, jenseits von Tun und Lassen, zur Geltung bringt. Günter Figal entwickelt diesen Gedanken in den Essays dieses Buches, indem er die Frage nach den einfachen Dingen und dem einfachen Leben stellt, darüber nachdenkt, welche Dinge zum Anfassen gemacht sind und welche nicht, was die Künstler tun, wenn sich nichts beabsichtigen und wie es sich im Raum der Bilder verweilen lässt. Beschrieben und erläutert werden unter anderem Werke von Frank Lloyd Wright und John Pawson, von Donald Judd, Young-Jae Lee, Tanimoto Kei und Jan Kollwitz, von Julius Bissier, Kammerer-Luka und Agnes Martin. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen den Text.

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Frank Michael Zeidler – Das verlorene Bild. Eine Aufforderung zur Reflexion über Künstlernachlässe (modo Verlag GmbH)
Frank Michael Zeidler – Das verlorene Bild. Eine Aufforderung zur Reflexion über Künstlernachlässe, modo Verlag GmbHFrank Michael Zeidler weiß, wovon er schreibt. Der 1952 geborene Künstler ist selbst seit 40 Jahren Maler und Zeichner und als Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes ist er gewohnt, den Dialog mit der Öffentlichkeit zu führen. Zusammen mit der Berlinischen Galerie organisierte er 2012 ein Symposium über Künstlernachlässe. Seitdem treibt das Thema ihn um. Auch, da es ihn selbst betrifft, gut 2.500 Arbeiten lagert er in seinem Atelier in Potsdam. Frank Michael Zeidler hat in vielen Veranstaltungen zu dem Thema Künstlernachlässe gesprochen und hat nun eine Publikation vorgelegt, die mehr Essay als Ratgeber ist. Weil es den einen Weg, mit dem Werk umzugehen, nicht gibt und weil das Thema unseren grundsätzlichen Umgang mit Kunst berührt.
Dass der Gegenstand derart neuralgisch werden konnte, liegt auch in der Professionalisierung und Demokratisierung des Kunstschaffens, die bei den Akademien beginnt und beim Künstlerbedarf endet und der Situation der Museen. Während immer mehr Kunst entsteht, sinken die Ressourcen der Institutionen, Nachlässe zu verwalten. Zeidler appelliert in seiner Schrift an die eigene Verantwortung der Künstlerinnen und Künstler, die Spreu vom Weizen zu trennen und er erinnert an die Last, die das Erbe eines solchen Nachlasses für die Nachkommen bedeuten kann. „Das verlorene Bild. Eine Aufforderung zur Reflexion über Künstlernachlässe“ richtet sich nicht allein an Künstlerinnen und Künstler sowie ihre Erben, sondern fordert auch Leiter von Museen und überhaupt die Öffentlichkeit auf, über den Umgang mit dem kulturellen Erbe nachzudenken. Nicht für jedes Werk ist eine Stiftung, die Aufnahme in einer Sammlung oder gar in einem Museum, eine Lösung. Denn eines scheint gewiss, eine postume Karriere wie Van Gogh wird eine Ausnahme bleiben.


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KAMMERER-LUKA Retrospektive 1950-2015 (modo Verlag GmbH)
KAMMERER-LUKA Retrospektive 1950-2015, modo Verlag GmbHMalerei, Druckgrafik, kinetische Skulpturen, Kunst im öffentlichen Raum, Computer- und Filmkunst – das bildnerische Werk von Kammerer-Luka (geb. 1929 in Gernsbach / Baden) ist reich an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Mit unterschiedlichsten Mitteln setzt er sich mit den für ihn zentralen Themen Sprache, Schrift, Text und Zeichen auseinander. Schon seit 1972 und in Zusammenarbeit mit dem Informatiker Jean-Baptiste Kempf nutzt Kammerer-Luka auch den Computer für seine künstlerischen Projekte und unterwirft einfache Formelemente mathematischen Ordnungsprinzipien. Die konkret-konstruktive Kunst bereichert Kammerer-Luka um eine – überraschend – inhaltliche Komponente, denn der Künstler sieht seine seriellen Arbeiten auch als eine Form der Interpretation von Welt und Wirklichkeit. Seine logisch aufgebauten Formensysteme machen unbekannte Zeichen zu Zeichen des Unbekannten. Vor fast 20 Jahren bezeichnete Peter Staechelin die Arbeiten von Kammerer-Luka als „Wegmarken auf der Suche nach universeller Kommunikation jenseits kultureller Kodierung“. Noch immer gilt dieser Satz für das Werk des seit nunmehr über sechs Jahrzehnten unermüdlich Schaffenden. Die zweibändige Publikation eröffnet einen detaillierten Zugang zum Werk von Kammerer- Luka (bis zu den neuesten Arbeiten aus den Jahren 2015). Mit ca. 850 Abbildungen werden Teile des umfangreichen Werkes dokumentiert, aber auch über Skizzen, Entwürfe, Fotografien und Arbeitsdokumente Einblick in die Dimension, die gesellschaftliche-künstlerische Auseinandersetzung eines zwischen Frankreich und Deutschland agierenden Künstlers ermöglicht.

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Brigitte Schwacke – Ephemere Erscheinung (modo Verlag GmbH)
Brigitte Schwacke – Ephemere Erscheinung, modo Verlag GmbHKunst bringt Menschen zusammen. Brigitte Schwacke hat noch vor der eigentlichen Eröffnung ihrer Ausstellung „Ephemere Erscheinung“ in Landshut dafür gesorgt, dass Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung zusammen kommen. Brigitte Schwackes Sache ist überhaupt das Verbinden und Knüpfen von Netzwerken. Die 1957 geborene Künstlerin, die an der Akademie in München studiert hat, greift auf alte Handarbeitstechniken zurück, verwendet dafür aber ein technisch anmutendes Material. Schwacke verarbeitet einen speziell legierten Draht, den sie durch Biegen und Formen oder mit der Häkelnadel in dreidimensionale Gebilde verwandelt, die mal Zeichnung, mal Skulptur oder Installation sind. Seit 25 Jahren fertigt die Bildhauerin auf diese Weise Drahtarbeiten an. Im Rahmen des Kunstfestivals „Gewebe“, das 2016 in 20 bayerischen Städten stattfindet, hat Schwacke auf Einladung des Skulpturenmuseum im Hofberg verschiedene Kirchen und Gebetsräume unterschiedlicher Konfessionen und Religionen durch ihre Werke miteinander verbunden. In Landshut lud sie so Christen und Muslime zu Workshops ein, in denen Drahtgewebe gehäkelt wurden, die einerseits dem Abbildungsverbot genügen, andererseits etwas über diejenigen erzählen, die sie angefertigt haben.

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Béatrice Gysin – Archiv der Vermutungen (modo Verlag GmbH)
Béatrice Gysin – Archiv der Vermutungen, modo Verlag GmbH„Es könnte sein: Stufen, Schatten, Schichten. Abgelagerte Zeit.// Und immer wieder: die vagen Ränder.“ So nähert sich die Autorin und bildende Künstlerin Bettina Wohlfender den Zeichnungen von Béatrice Gysin. Die in Biel lebende, 1947 in Zürich geborene Béatrice Gysin sucht in ihren Arbeiten keine Sicherheiten. Es ist etwas Tastendes und Prüfendes um ihre Werke, die mal abstrakt, mal gegenständlich sein können. So als ob sie an den Grenzen des Sichtbaren nach einer anderen Wirklichkeit forscht, zugleich aber bereit ist, das, was sie festhält, wieder zu verwerfen. Man muss an Zellhaufen denken – amorphe, wolkige Gebilde, die immer schon etwas Anderes in sich tragen, ohne es unbedingt offenbaren zu müssen. Béatrice Gysin arbeitet mit Farb-, Bleistift und Bleistiftstaub, sie zeichnet und widmet sich der Druckgrafik, unter anderem der Heliogravüre. Wie sie ihre Arbeiten präsentiert, sei es in Serien, auf Tischen oder übereinandergeschichtet, ist Teil der Zeichnung. Alles ist eine Frage der Wahrnehmung. In den gegenständlichen Arbeiten spiegeln sich Eindrücke von Museumsbesuchen wider: fragmentierte Gesichter, Hände oder Kopfputz. In ihnen findet Béatrice Gysin Ikonografisches, Gesten aus der Vergangenheit, kurz: vage Ränder vor.

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Celso Martínez Naves – a media luz (modo Verlag GmbH)
Celso Martínez Naves – a media luz, modo Verlag GmbHRichard Schindler charakterisiert die Werke seines Künstlerkollegen Celso Martínez Naves mit „präziser Vagheit“. Martínez Naves‘ Bilder scheinen im Dazwischen verortet. Zwar sind es immer konkrete Orte, die er malt, doch was wir sehen, sind seine Aneignungen. Ihr Reiz beruht nicht zuletzt auf der Tageszeit, die Celso Martínez Naves festhält: die Stunden zwischen Tag und Nacht und Nacht und Tag. Kein Mensch verirrt sich in den Straßen, Pfützen reflektieren die Straßenlaternen, Fabrikanlagen werden gespenstisch beleuchtet. Eigentlich sind die Orte des Malers, der 1953 in Spanien geboren wurde, perfekte Filmsettings. Hier könnte gut ein einsamer Ermittler einem Fall nachgehen oder jemand zu den Orten seines Lebens zurückkehren. Doch Celso Martínez Naves ist kein Erzähler in Bildern. Seine Arbeiten formulieren den Stillstand von Zeit und Raum. Vom Vorher oder Nachher weiß er nichts. Martínez Naves, der bei Peter Dreher an der Freiburger Außenstelle der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe studiert hat, geht es um das Malen, um die Lichtverhältnisse zwischen Tag und Nacht und das eigentlich Unvertraute an Orten, die wir zu kennen glauben. Die Publikation stellt Arbeiten aus den 90er Jahren bis heute vor, Texte von Richard Schindler und Volker Bauermeister ordnen sie in das Gesamtwerk ein.

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Annette Merkenthaler – und sehen wie das Gras wächst (modo Verlag GmbH)
Annette Merkenthaler – und sehen   wie das Gras wächst, modo Verlag GmbHDas Berufsbild des amtlichen Straßenbegehers ist leider viel zu unbekannt. Hanns Zischler, Schauspieler und Sprecher, hat es in seinem Berlinbuch beschrieben. Und vielleicht ist Annette Merkenthaler auch ein bisschen in die Rolle eines solchen Straßenbegehers geschlüpft. Doch der Freiburger Künstlerin geht es nicht um die Dokumentation von etwaigen Straßenschäden, sondern eher um eine Kartografierung von Freiräumen. Sie fotografierte Berliner Brachen und schaute, wie die Natur sich gegen Beton und die Geschichte der Stadt durchsetzt und wie das Terrain neu genutzt wird. Annette Merkenthalers Werke – sie fotografiert, schafft Skulpturen, vor allem jedoch Installationen – sind vielleicht selbst solche Beobachtungsstationen. In Liliental, einem forstlichen Versuchsgelände im Kaiserstuhl, installierte sie im Jahr 2000 einen Kubus aus Maschendrahtzaun, in dem die Vegetation wachsen konnte und zugleich reglementiert wurde. Für einen Skulpturenweg entwarf sie 2001 die Arbeit Das Gärtchen, deren Betonelemente sie der Natur überließ. In der Folge siedelten sich durch Samenflug Pflanzen an. Gut 15 Jahre später ist es jetzt Zeit zu sehen, wie sich die Arbeiten in der Paradoxie von freier Entfaltung und Kontrolle entwickelt haben. In diesem Künstlerbuch stehen sie im Kontext weiterer Arbeiten von Annette Merkenthaler, dem Essay von Hanns Zischler, Texten über ihr Werk und die Betrachtungen des Waldökologen Manuel Karopka.

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Beate Knapp – tribute to grande (modo Verlag GmbH)
Beate Knapp – tribute to grande, modo Verlag GmbHDie Dinge fanden Beate Knapp schon früh. Bereits während des Studiums an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart begann die 1952 geborene Beate Knapp gegenständlich zu malen. Und obwohl vereinzelt Menschen vorkommen und es durchaus Ausflüge in die Aktmalerei gab, widmete sie den Objekten immer die eigentliche Aufmerksamkeit in ihrem Werk, in das die Kunsthistorikerin und ehemalige Leiterin des Ulmer Museums Brigitte Reinhardt einführt. Entgegen der klassischen Stilllebenmalerei arrangiert Beate Knapp ihre Sujets nicht dekorativ auf Tischen, sie isoliert sie und bildet das jeweilige Objekt auf neutralem Grund ab. Ihr Farbspektrum ist konzentriert: Grautöne, ein reduziertes Weiß, Schwarz, manchmal Akzente in Rot oder Grün. Oder proben hier etwa die Dinge den Aufstand, wie Clemens Ottnad – Erich Kästner zitierend – andeutet. Die Gegenstände – Polaroidkameras, Schreibmaschinen, Staubsauger oder immer wieder Damentaschen und später Ballerinas – taugen nicht zur metaphysischen Aufladung. Es sind Objekte, mit denen wir uns umgeben, an denen wir manchmal Spuren hinterlassen. Doch für Beate Knapp sind es vor allem Malanlässe. Knapp, die in Achern und Berlin lebt und arbeitet, ist – auch wenn ihre Handschrift rasch ist – eine sorgfältige Malerin, die ihr Motiv auf der Leinwand entstehen lässt. Der eigentliche Tribut wird hier den Dingen gezollt, die eine große Bühne bekommen.

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between – Michael Danner | Sebastian Kuhn | Gert Riel (modo Verlag GmbH)
between – Michael Danner | Sebastian Kuhn | Gert Riel, modo Verlag GmbHDas Dazwischen war für die Kunst noch nie ein schlechter Ort. „Between“ lautet auch der Titel einer Ausstellung im Museum ART.PLUS in Donaueschingen, die Werke der Bildhauer Michael Danner, Sebastian Kuhn und Gert Riel zusammenführt. Drei Bildhauer und unendliche Möglichkeiten für das Wechselspiel zwischen Statik und Elastizität, Konzentration und Expansion, Spannung und Balance. Der Ausstellungstitel verweist zugleich auf einen Zustand des Übergangs, in dem sich die Skulpturen, Installationen und Raumgebilde der drei Künstler befinden. Michael Danner (*1951), Sebastian Kuhn (*1977) und Gert Riel (*1941) sind Bildhauer aus verschiedenen Generationen, auch deshalb steht ihr Werk unter ganz unterschiedlichen Einflüssen. Bei Michael Danner leiten sich die auf wenige Grundformen reduzierten Stahlskulpturen und Zeichnungen von seinem Verständnis des Raumes als Gefüge von Spannungen ab und seinem Interesse für fernöstliche Philosophie. Sebastian Kuhn hingegen entwirft in seinen Installationen, Reliefs und Objekten immer auch bildhauerisch inszenierte Dramen, in denen der Betrachter zum Mitspieler wird. Sie entstehen aus industriellen Materialien wie farbigem Acrylglas, Gummi oder Polyurethan und aus Licht. Sebastian Kuhn destruiert, um aus den einzelnen Elementen etwas Anderes entstehen zu lassen. Während Gert Riel Farbe als bewusste malerische Geste einsetzt, die seinen minimalistischen Aluminiumarbeiten eine völlig neue Anmutung gibt. Farbe und Material sind in seinen Wand- und Bodenobjekten als eigenständige Qualität spürbar. Die Ausstellung und der Katalog mit seinen Essays zum Werk der Künstler und einem umfangreichen Abbildungsteil stiftet selbst ein derartiges Dazwischen. Es ist ein Ort, an dem neue Sichtweisen entstehen.

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Ulrich Gehret – mamba-whaling (modo Verlag GmbH)
Ulrich Gehret – mamba-whaling, modo Verlag GmbHUlrich Gehret ist niemand, der die Kunst mit einem Abenteuer verwechseln würde. Er lebt beides. Gehret, der 1944 im ostpreußischen Cranz geboren wurde, studierte in Berlin und Hamburg freie Malerei, doch schon bald zog es den Künstler in die Welt. Ulrich Gehret bereiste Südamerika, Mexiko, Trinidad und Tobago, nicht selten mit dem Motorrad. Immer entstand unterwegs Kunst, oft Bilder in der Größe von Satteltaschen, aber häufig bezog er in der Fremde ein Atelier. Als visuelle Notizen bezeichnet er seine Werke, die in Mischtechnik entstehen und auf den Betrachter wie Speicher von Seheindrücken wirken. Zu seinen Materialien gehören Pflanzen, Tierknochen, Schlangenhäute und Papierfragmente, meist sind die Bilder mit einer Paraffinschicht versiegelt. Wenn Ulrich Gehret seine Arbeiten mit einem schlichten Metallrahmen umschließt, sind sie noch nicht zum Abschluss gekommen. Die Bilder arbeiten weiter, das Wachs bekommt Risse, das Metall verändert sich, alles ist im Schwebezustand. Ulrich Gehret, der von sich selbst als einem „wogenden und wechselnden Ich“ spricht, sucht das Offene nicht nur metaphorisch, er bereist das Meer mit einem Boot, dem er den bezeichnenden Namen „nota visual“ gegeben hat. Die Publikation vereint nun sein bildnerisches mit seinem literarischen Werk. Auszüge aus seiner vielschichtigen und ausufernden Novelle „mamba-whaling“ geben einen Einblick in diesen Wortkosmos und begleiten seine Bilder aus den letzten vier Jahrzehnten.

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Maya Bringolf – Loaded Circles (modo Verlag GmbH)
Maya Bringolf – Loaded Circles, modo Verlag GmbHIn der Schweizer Kunstszene nimmt die 1969 geborene Maya Bringolf eine besondere Position ein. Ihr Werk reizt Ambivalenzen aus, es ist konzeptuell, aber auch körperlich. Die Monografie zu ihrer Einzelschau im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona gibt einen Einblick in die neuen Arbeiten der in Zürich lebenden Künstlerin. Er nähert sich diesen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven an, mit Essays, literarischen Bildbetrachtungen und einem Interview, das Einblick in die Gedankenwelt der Künstlerin gibt. Maya Bringolf hat in Zürich und München Kunst studiert und seit ihrer Rückkehr in die Schweiz entstehen Arbeiten, die sich nicht auf ein Medium festlegen lassen. In den letzten Jahren hat sie Installationen, Zeichnungen und Collagen geschaffen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie durchaus widersprüchliche Gefühle beim Betrachter auslösen können. Zwischen gemütlich und unbehaglich schwankt der Eindruck, wenn sie Möbel aus dem Brockenhaus arrangiert, geradezu beklemmend ist es, wenn sie Abgüsse ihres Kopfes zu einem Turm stapelt. In ihren aktuellen Arbeiten sucht sie stärker den Bezug zur Gesellschaft, so setzt sie in Collagen sakrale Räume mit denen des Handels gleich und pflanzt in Kirchen Bildschirme der New Yorker Börse auf. Oder sie verbindet Röhrensysteme mit Orgelpfeifen. Alles zirkuliert: Geld- und Warenströme, der Atem, die Luft.

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Birgit Brandis: Es war das Blau (Kerber Verlag)
Birgit Brandis: Es war das Blau, Kerber Verlag„Birgit Brandis’ künstlerische Arbeit kündet von einer selbstverständlichen Multimedialität. Groß ist ihre Bandbreite an Techniken und Gattungen, rätselhaft anspielungsreich ihr Bildrepertoire und farbgewaltig überbordend sind ihre Bildwelten“ (D. Dobke). Neben ihren großformatigen Malereien und Hochdrucken, Holzreliefs und Fotografien nimmt Brandis auch räumliche Interventionen vor. Für ihre Bodenschüttungen lässt sie gezielt Farblachen auf dem Ausstellungsboden ineinander fließen. Dieses von der Künstlerin gestaltete Buch ist Katalog und Künstlerbuch zugleich und gewährt einem repräsentativen Überblick über ihre Arbeiten.

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