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Galerieportrait
Künstler der Galerie

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen

04.11.2017 - 22.12.2017
Scarlett Hooft Graafland - Shores Like You
Vernissage: 04.11.2017
Künstler: Scarlett Hooft Graafland

Pressemitteilung
Öffnungszeiten:

06.11. - 22.12.2017
Di. + Mi. 16 – 19 Uhr, Do. + Fr. 15 – 19 Uhr, Sa. 11 – 16 Uhr

Eröffnung am Samstag, den 04.11.2017 von 19 - 21.30 Uhr. Die Künstlerin signiert ihr Buch "Shores Like You".


Scarlett Hooft Graafland kreiert magische fotografische Bilder oft in weit entlegenen Gegenden der Welt, z.B. in hoch gelegenen Salztonebenen in Bolivien, entlegenen Bauernhäusern in Island, Stränden in Jemen, Madagaskar oder Polarregionen, aber auch in dem niederländischen Dorf Gorinchem. Ihre Arbeiten berühren wichtige Themen wie das Verschwinden traditioneller Kulturen und die Zerbrechlichkeit der Natur. Trotzdem wirken ihre Werke stets leicht, bunt und surreal.



Scarlett Hooft Graafland erschafft in diesen spezifischen Landschaften mittels streng choreographierter Performances lebende Szenarien in denen lokale Probleme thematisiert werden und die leere, surreale Landschaft zum Refrain einer tragischen Komödie wird, die leise das Thema kommentiert. Wochen der Vorbereitungen, in denen sie eng mit den Bewohnern arbeitet, gehen ihren Arbeiten voran. Ihre Fotografien entstehen nur mit ihrer Analogkamera und dem natürlichen Licht, ohne jegliche digitale Manipulationen.



Scarlett Hooft Graafland machte ihren Bachelor of Fine Arts an der Königlichen Kunstakademie in Den Haag, Niederlande, und erhielt den Master of Fine Arts im Fach Skulptur an der Parsons School of Design in New York. Zu Beginn fotografierte Scarlett Hooft Graafland hauptsächlich um ihre Skulpturen und Darstellungen zu dokumentieren, doch nach und nach wurden die Fotografien zu ihrer ureigenen Ausdrucksform. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, wie dem Museum für Fotografie, Seoul; Huis Marseille Museum der Fotografie, Amsterdam; Landskrona Museum, Schweden; Museum der zeitgenössischen Kunst – Palästina (CAMP), Jerusalem; AMC Krankenhaus, Amsterdam; Museum Voorlinden, Wassenaar; USB, Zürich; Miramax, New York und Statoil, Norwegen.


13.01.2018 - 21.03.2018
Vincent Munier - Im Eisigen Weiss
Vernissage: 13.01.2018
Künstler: Vincent Munier

Pressemitteilung
Die in focus Galerie freut sich, die erste Einzelausstellung in Deutschland des bekannten französischen Fotografen Vincent Munier – “Im Eisigen Weiss” zu zeigen.

Eröffnung am Samstag, den 13.01.2018 von 19 - 21.30 Uhr.
Vincent Munier signiert sein neues Buch "Im Eisigen Weiss".

Öffnungszeiten: 16.01. - 21.03.2018
16.01. - 21.03.2018 Di. + Mi. 16 – 19 Uhr, Do. + Fr. 15 – 19 Uhr, Sa. 11 – 16 Uhr
(über Karneval und wegen Messeteilnahme art Karlsruhe vom 8.02. bis 24.02.18 geschlossen)

Unter den extremsten Bedingungen und zumeist vollkommen allein ist der französische Fotograf Vincent Munier in der Arktis und Antarktis unterwegs. Mehrere hundert Kilometer durchwandert er die schneeverwehten und kargen Landschaften der Polarkreise um deren Bewohnern aus nächster Nähe zu begegnen. Zahlreiche Expeditionen hat er in das Gebiet der weißen Wölfe unternommen, zu den „Geistern der Tundra“, wie die Inuit sie nennen, die ihn ganz besonders in ihren Bann ziehen.
Die in focus Galerie präsentiert nun eine spektakuläre Auswahl seiner in unvergleichlicher Ästhetik gestalteten Bilder. Der Besucher wird eingeladen, die raue Welt dieser eisigen Weiten zu entdecken, die hier lebenden Tiere kennenzulernen und die Fragilität dieser Welt wahrzunehmen.

Vincent Munier (geboren 1976) hat sich seit früher Jugend auf Tier- und Landschaftsfotografie spezialisiert. Seine Reportagen entstanden auf vielen Reisen rund um den Globus. Er publizierte zahlreiche Bücher – darunter 2008 bei Knesebeck “Kamtschatka – Unberührte Wildnis” oder 2016 “Im Eisigen Weiss”. Er erhielt als einziger Fotograf dreimal in Folge den Eric Hosking Award des BBC Wildlife Photographer of the Year. Seine Arbeiten wurden in vielen Ausstellungen weltweit gezeigt.


Archiv

09.09.2017 - 29.10.2017
famous faces - Sehen und gesehen werden
Vernissage: 09.09.2017
Künstler: Bernard (Bernard Bruno) of Hollywood, Patrick Demarchelier, Elliott Erwitt, Abe Frajndlich, Greg Gorman, Thomas Hoepker, Arnold Newman, Irving Penn, Marc Riboud, Dietmar Schneider, Jeanloup Sieff, Karin Székessy,

Pressemitteilung
Das menschliche Gesicht ist wundersam ausdrucksvoll und wir „scannen“ es, um die minimalsten Hinweise in der Mimik des Gegenübers wahrzunehmen. Das Erkennen menschlicher Gesichter und Gesichtszüge ist so bedeutsam, dass ein Teil des menschlichen Gehirns alleine dieser Aufgabe gewidmet ist. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Darstellung des menschlichen Gesichts auch in der Kunst eine große Bedeutung zukommt.

Seit der Antike wurden Porträts von Herrschern, aber auch von prominenten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens angefertigt. Dabei kamen die Porträts dort zum Einsatz, wo der Porträtierte abwesend war und verliehen der dargestellten Person eine symbolische Präsenz, so als lebte sie anstatt im Körper in der Darstellung weiter. Diese Porträts spiegelten nicht nur die Bekanntheit des Dargestellten wieder, mit welcher eine Illusion von Erfolg und Glück einhergeht, sondern auch Intelligenz, Schönheit und Talent. Daraus entstand der Personen-/Prominentenkult, der sich in den letzten Jahrhunderten stark gewandelt hat, wobei vor allem die Technologie hierbei eine wichtige Rolle spielt. Eine der bedeutendsten Erfindungen auf diesem Gebiet war die der Fotografie. Das damals noch neue Medium sollte die Malerei im Laufe des 19. Jahrhunderts vor allem in der Bildgattung des Porträts ablösen.



„Ein großer Porträtist – es gibt deren nur wenige – ist eine Art Quellensucher, ihm geht es um Tieferes als um äußere Ähnlichkeit.“ - Paul Goudeket (ANTLITZ DES RUHMES S.134)



Mit der Eröffnung der Ausstellung „famous faces“ am 09. September 2017 kann der Besucher bis einschließlich 29. Oktober 2017 das Porträt in der Fotografie erfahren, wie es in diesem Umfang bisher noch nie in der in focus Galerie gezeigt wurde; die berühmtesten Gesichter des 20. Jahrhunderts fotografiert von den besten Fotografen des vergangenen Jahrhunderts.

Die Meister hinter der Kamera sind Fotografen wie Elliott Erwitt, Irving Penn, Jeanloup Sieff und Arnold Newman, die wohl zu den bekanntesten Fotografen des 20. Jahrhunderts gehören. Daneben sind Arbeiten von Greg Gorman und Patrick Demarchelier zu sehen, die als bedeutende Mode- und Celebrityfotografen weltberühmt sind. "Environmental Portraits" des Magazinfotografen Abe Frajndlich und Fotografien des großartigen Fotojournalisten Thomas Hoepker, der bekannteste deutsche Magnum Fotograf, ergänzen die Ausstellung. Persönlichkeiten aus den 50er und 60er Jahren wurden von Bernard of Hollywood fotografiert, während große deutsche Schriftsteller und Künstler von Karin Székessy und Dietmar Schneider in Szene gesetzt wurden.



In der Ausstellung treffen aufeinander: Schauspieler wie Marilyn Monroe, Sophia Loren und John Wayne, Modells wie Twiggy oder Iman, Musiker wie Stravinsky und Barbara Streisand, Künstler wie Andy Warhol, Joseph Beuys und Picasso, Schriftsteller wie Lenz, Grass oder Böll und Politiker wie John F. Kennedy oder Mao Tse Tung.



Öffnungzeiten:

11.09. - 13.10.2017 Di. + Mi. 16 – 19 Uhr, Do. + Fr. 15 – 19 Uhr, Sa. 11 – 16 Uhr

bis zum 29. Oktober gerne nach telefonischer Vereinbarung.

Eröffnung am Samstag, den 09.09.2017 von 19 - 21.30 Uhr


28.04.2017 - 08.07.2017
Herbert Döring-Spengler „Polaroid + Diazetta“
Vernissage: Donnerstag, den 27.04.2017 um 19:00 bis 22:00 Uhr
Künstler:

Pressemitteilung
Seit vielen Jahren setzt sich der Fotokünstler Döring-Spengler in seinen speziellen Fotografien mit dem Menschen und seiner Einbindung in die Welt und in die Gesellschaft auseinander. Die Fotografie ist dabei für ihn ein künstlerisches Mittel, das er in Überblendungen und Überarbeitungen mit den unterschiedlichsten Techniken immer wieder zu einer künstlerisch - malerischen Aussage verändert, die sich nun in den neuesten Entwicklungen in sogenannte Diazetten umgesetzt finden. Hier werden verschiedene Bilder in Überblendungen zusammengefasst und so entstehen Bildcollagen, die immer wieder auch ganz bestimmte Situationen und historisch politische Ereignisse reflektieren. Diese Diazetten stehen den aus seinem Werk geläufigen Polaroidarbeiten gegenüber, in denen Döring-Spengler mit Überarbeitungen und Veränderungen die Einmaligkeit des Polaroids in die Einmaligkeit der künstlerischen Gestaltung überträgt und hier Bildnisse von Menschen in Situationen festhält, die gleichsam aus der eigentlichen Dokumentation heraus in eine überzeitliche Qualität gebracht werden.



In den Diazetta-Motiven wiederum erleben wir Herbert Döring-Spengler als einen ganz alltagsorientierten politisch denkenden Künstler, der sich zu unterschiedlichen Ereignissen der Weltgeschichte in neuerer Zeit mit diesen Arbeiten äußert. Sei es die erfolgreiche Wahl eines „Lautsprechers“ in Amerika oder der Brexit mit seinen Konsequenzen für die Börse, die aber letztlich Konsequenzen beinhaltet für die Menschen, die davon betroffen sind. Die Diazetten entwickeln sich durch die Überlagerungen und die Veränderungen im Sujet allerdings in ähnlichen Strukturen wie wir es von seinen Polaroidarbeiten kennen und zeigen uns eine Welt, wie sie uns täglich vor Augen tritt, in der alles mit allem vernetzt ist, alles von allem überlagert wird und sich eine Vielfalt und eine Vielfarbigkeit entwickelt, die manchmal den „Durchblick“ erschwert.

Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-LandesMuseum Bonn



Den Schwerpunkt dieser Austellung legt die in focus Galerie auf Herbert Döring-Spenglers neuen Arbeiten, der Diazetta Serie. Daneben werden auch ausgewählte Arbeiten seiner frühen Polaroid-Werke der letzten 30 Jahre gezeigt.



Öffnungszeiten:

28.04.2017 – 31.05.2017 jeden Di. + Mi. 16 – 19 Uhr, Do. + Fr. 15 – 19 Uhr, Sa. 11 – 16 Uhr

01.06.2017 – 08.07.2017 gerne nach telefonischer Vereinbarung


06.03.2017 - 07.04.2017
Stadt-Landschaften
Vernissage: 04.03.2017
Künstler: Thomas Hoepker, Elliott Erwitt, Peikwen Cheng, Susan Dobson, Ellen Bornkessel

Pressemitteilung
Stadt-Landschaften

Ellen Bornkessel, Peikwen Cheng, Susan Dobson, Elliott Erwitt, Thomas Hoepker



06.03. - 07.04.2017

Eröffnung am Samstag, den 04.03.2017 von 19:00 – 21:30 Uhr



Öffnungszeiten:

Di. - Fr. 16 - 19 Uhr, Sa. 11 - 18 Uhr



Forscher haben aktuell herausgefunden, dass die Masse aller vom Menschen hergestellten Dinge – Gebäude, Straßen, aber auch Müll und Dinge des täglichen Lebens wie z.B. Smartphones – mittlerweile rund 30 Billionen Tonnen wiegt, das sind 50 kg je qm Erdoberfläche. Diese neue Welt nennen Forscher Technosphäre und zählen den Menschen gleich dazu. Denn dieser ist ohne Technosphäre nicht mehr überlebensfähig und somit Teil des Ganzen. Als neue Bezeichnung für dieses Zeitalter wurde „Anthropozän“ vorgeschlagen – der Mensch lebt in einer von ihm geschaffenen und dominierten Umwelt.

Schon 1975 beschäftigte sich die im George Eastman House kuratierte Ausstellung von Jenkins „New Topographics“ mit der von menschlichen Eingriffen geprägten Landschaft. Diese meist konzeptuelle, dokumentarische, distanzierte und zivilisatonskritische Fotografie (u.a. Robert Adams, Stephen Shore) reflektierte den räumlichen Ausdruck einer durch und durch modernen, rationalen ökonomischen Kalkül unterworfenen Lebenswelt, zumeist allerdings ohne ihren Schöpfer darin.



Diese aktuelle Ausstellung „Stadt-Landschaften“ der in focus Galerie hat durchaus Anknüpfungspunkte an die „New Topographics“ Bewegung, geht aber darüber hinaus. Während die Fotografen der „New Topographics“ überwiegend ein neutrales, dokumentarisches Interesse verfolgten, interpretieren und kommentieren die hier gezeigten Künstler, die vom Menschen geschaffenen Landschaften und interessieren sich insbesondere für das Verhältnis zwischen Mensch und menschengemachter Stadt-Landschaften.

Elliott Erwitts Fotografie mit auf Autos sonnenbadenden Jugendlichen und Thomas Hoepkers Arbeit einer auf dem Dachdschungel der Großstadt sonnenbadenden jungen Frau zeigen – mit einer Prise augenzwinkernden Humors - wie sich der Mensch auch in trostlosen, verbauten oder heruntergekommenen Stadt-Landschaften arrangiert und trotzdem von einer schöneren Umgebung oder von Sommer- und Urlaubsfeeling träumt.

Ellen Bornkessels Fotografien der Serie „Play“ zeigen Menschen, die sich die Stadt als Naturraum aneignen. Diese Menschen erobern den urbanen Umraum von Großstädten und machen diesen in ihren nächtlichen Aktivitäten zu eigen. In der Serie „Ghost Mountains“ wird die nächtliche Landschaft nur durch die künstlichen Lichter der Städte – verborgen in Tälern oder hinter Bergen – erhellt.

Die Landschaft verändert ständig ihr Gesicht: ob über die Jahreszeiten oder durch den Ausbau von Städten. Transformationen wie diese, werden von Peikwen Cheng ebenfalls überwiegend in nächtlichen Szenerien dokumentiert und kommentiert.

Susan Dobson zeigt in ihrer Serie „Moonrise“ auch nächtliche Landschaften, die durch das Mondlicht beim ersten Blick romantisch wirken, beim genaueren Hinsehen diesen Eindruck aber durch uniforme Reihenhaussiedlungen, Gewerbegebiete oder brennende Scheunen konterkarieren. Durch Eingriffe in das Bild deckt Susan Dobson in der Serie „Retail“ die austauschbare und trostlose Struktur der meist in Stadtrandlagen gebauten großen Einkaufsmärkte auf.



Für Veröffentlichungen in Bezug auf diese Ausstellung können Sie kostenfrei die Abbildungen verwenden, die Sie auf unserer Webseite http://infocusgalerie.com/de/presse downloaden können.


17.01.2017 - 16.02.2017
Licht, Schatten und Chemie Fotografie ohne Kamera
Vernissage: Zur Eröffnung am 14.01.2017 von 19.00 – 21.30 Uhr
Künstler: Kilian Breier, Pierre Cordier, Esther Hagenmaier, Karl Martin Holzhäuser, Roger Humbert, Gottfried Jäger, Floris Neusüss, Wendy Paton, Jack Sal, Luigi Veronesi,

Pressemitteilung
Das Licht ist die wichtigste Voraussetzung für jedes fotografische Bild und entsprechend im Namen des Mediums manifest. Licht und Schatten waren und sind aber nie nur Voraussetzung für das endgültige Bild, sondern immer auch eine Herausforderung.



In dieser Ausstellung der in focus Galerie geht es um Fotografie ohne Kamera – gestern und heute. Es ist „pure“ Fotografie, basierend auf dem ureigenen Prinzip von Licht und lichtempfindlichem Träger. Das Licht steht als Akteur im Mittelpunkt. Es spielt sowohl eine ideelle als auch formgebende Rolle: das Licht als Phänomen, als Kontrast zur Dunkelheit, als Thema und Motiv, sein Einfluss und seine unmittelbaren Auswirkungen auf Gegenstände und die verwendeten Materialien.



Es ist der Moment des Zufalls, der für das Fotogramm, Luminogramm und Chemigramm gleichermaßen konstitutiv ist. Beim Verfertigen des Fotogramms sieht sein Schöpfer ausschließlich jene Seite der Objekte, die keine Spuren hinterlassen werden, bei Luminogrammen – operiert er zwar mit den Lichtquellen, ohne aber deren Wirkung im einzelnen abschätzen zu können und bei den Chemigrammen gestaltet - neben den Eingriffen des Künstlers - das Zusammenspiel von verschiedenen Chemikalien auf lichtempfindlichem Papier das Bild.



Die ausdrucksstarken und faszinierenden Unikate entstehen nach zahlreichen Versuchen und aufgrund der langjährigen Erfahrung aller in dieser Ausstellung vertretenen Künstler. Die in der Ausstellung „Licht, Schatten und Chemie“ vertretenen Künstler, die alle über viele Jahre ihren eigenen künstlerischen Weg beschreiten, können durchaus als die maßgeblichen Vertreter der zeitgenössischen Fotogramm-, Luminogramm- und Chemigrammkunst gelten.







Das Fotogramm und seine Künstler

Als Fotogramm (Hagenmaier, Jäger, Neusüss, Paton) wird die direkte Belichtung von lichtempfindlichen Materialien wie Film oder Fotopapier im Kontaktverfahren bezeichnet. Das Ergebnis ist die Erzeugung eines negativen Schattens, der je nach Transparenz der Objekte auf dem Fotopapier variiert. Im Gegensatz zu Fotografien lässt sich durch Fotogramme kaum ein Hinweis nach Zeit und Raum ablesen, die Objekte werden aus ihrem Originalkontext genommen und verhindern eine traditionelle Lesart des Bildes. Dass das Fotogramm vor der Fotografie erfunden worden ist, liegt nahe und hat einfache Gründe. Man benötigt nicht das Gehäuse einer Kamera und auch kein Objektiv, weder beschichtete Platten aus Kupfer oder Glas, sondern nicht mehr als ein lichtempfindlich gemachtes Papier. Darauf werden Blumen und Blätter, Halme und Gräser oder andere Dinge gelegt, und für eine gewisse Zeit wird das Arrangement dem Sonnenlicht ausgesetzt, worauf die Gegenstände ihren Abdruck hinterlassen. Die undurchsichtigen Partien bilden sich nicht ab, die transparenten führen zu Grauwerten, die unbedeckten Flächen des Papiers verfärben sich unter dem Einfluss des Lichts dunkel. Es entsteht ein Unikat mit negativer Darstellung.







Floris M. Neusüss entwickelt wie kaum ein anderer Künstler bis heute die altehrwürdige Technik der Fotogramme weiter und schafft dabei stets neue und faszinierende Ausdrucksformen. In Verbindung mit Doppelbelichtung, mehreren überlagerten Ansichten und Solarisation erzeugen Neusüss Bilder ein irritierendes Paralleluniversum der Realität. Die direkte Einwirkung von Licht und Körperlichkeit auf das Fotopapier schafft die Verwirrung zwischen scheinbarer Nähe zur Realität und gleichzeitiger Auflösung in bizarr fantastischer Unbestimmtheit. Die Motive im Fotogramm, so formuliert Prof. Klaus Honnef, erscheinen wie rätselhafte Geistererscheinungen. Licht und Schatten schaffen ein Klima des Geheimnisvollen. Die Bilderfindungen von Neusüss sind in dieser Technik immer Unikate, die im Herstellungsprozess genau kalkuliert und berechnet sind, in der Ausführung dann aber doch neue und überraschende Effekte bieten. In dieser Ausstellung werden Arbeiten aus seinen wichtigen Serien „Tellerbilder“, 1960er und 1970er Jahre, „Nachtstücke“ 1987 – 1994, „Barbie“ 1990er Jahre und „Pflanzen“ 1990er Jahre gezeigt. Neusüss wurde 1937 in Deutschland geboren, absolvierte ein Studium der Wandmalerei an der Werkkunstschule Wuppertal, der Fotografie an der Bayerischen Staatslehranstalt für



Photographie in München und der Experimentellen Fotografie bei Heinz Hajek-Halke an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. Seit 1960 beschäftigt er sich mit Fotogrammen. 1972 bis 2002 war er Professor für Experimentelle Fotografie an der Kunsthochschule Kassel. Seit 1961 wurde Floris M. Neusüss international in nahezu 200 wichtigen Museen und Galerien gezeigt und gesammelt. Zahlreiche Publikationen dokumentieren sein Schaffen.







Gottfried Jäger „... entdeckt das Fotogramm als Möglichkeit, um nicht nur die Avantgarden im allgemeinen und Moholy-Nagy im besonderen ästhetisch-theoretisch zu erkunden, sondern zurück bis zu den Anfängen der Fotografie zu gehen, dies aber mit der klaren Intention, das, was dort zum Bild wurde, nun zur intellektuellen Anschauung zu machen. … Die Welt der Fotografie wird in ihre elementaren Einheiten zerlegt und dann neu montiert und in Serien übersetzt, die regelrechte experimentelle Versuchsreihen darstellen. Die Fotografie bleibt in diesem Durchgang nicht dieselbe, sondern steht am Ende verwandelt da: ein technisch-ästhetisch- intellektuelles Wunderland der Bilder, die doch ganz konkret sind. Sie sind Fotografien der Fotografie. Die Fotografie ist wieder zu einem Kosmos geworden und führt uns eine neu geordnete und anders konfigurierte Welt vor Augen. Die Fotografie wird nun im Wortsinn zur theoria, zur Anschauung. Sie zeigt uns eine andere Welt, ja ist eine andere Welt. “ (aus Bernd Stiegler, Gottfried Jäger: Der Fotograf der Fotografie – Laudatio zur Verleihung des Kulturpreises 2014 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh), Berlin, 7. März, 2014) Gottfried Jäger (geboren 1937 in Deutschland) wird als einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Fotografie gesehen. Von 1973-2002 war er Professor an der Fachhochschule (FH) Bielefeld im Bereich Kunst tätig. Seine Tätigkeiten als Professor und seine grundlegenden Bücher über Abstrakte / Generative Fotografie bis zur Konkreten Fotografie schufen das theoretische Fundament für dieses spezielle Genre innerhalb der Kunst mit dem Medium Fotografie. Jägers Arbeiten können in vielen Sammlungen weltweit gesichtet werden, z.B. in der Sammlung des George Eastman House, Rochester; im Sprengel Museum, Hannover; im Museum Ludwig, Köln; in der Sammlung Peter C. Ruppert im Museum Würzburg; im Museum Folkwang, Essen; im Fotomuseum im Münchner Stadtmuseum, München; im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg; in der Bibliothèque Nationale, Paris. Jäger lebt und arbeitet in Deutschland.







Esther Hagenmaier (geboren 1975 in Deutschland) studierte von 1999 –2006 Freie Kunst an der HBKsaar, Saarbrücken und an der École des Beaux-Arts in Rennes (F) mit einem Diplom in Freier Kunst. Sie war Meisterschülerin von Sigurd Rompza. Das Grundthema ihrer Arbeiten ist der Raum bzw. unsere Wahrnehmung von Räumlichkeit. Bei den Fotogrammarbeiten benutzt sie geometrische Schablonen. Der Belichtungsvorgang ist recht diffizil, da die einzelnen Dreiecksschablonen perfekt aneinander anliegen müssen, damit keine Fugen entstehen. Dieses Ausrichten kann nicht im Licht überprüft werden. Im Ergebnis entstehen Arbeiten, die stark dreidimensional wirken. Die in dieser Ausstellung gezeigten Arbeiten stammen aus dem Jahr 2014. Seit 2006 wurde Esther Hagenmaier in vielen Ausstellungen und auf Kunstmessen gezeigt. Obwohl sie erst wenige Jahre künstlerisch tätig ist, kann sie schon mehrere Künstlerstipendien und zwei Kunstpreise vorweisen. Weithin gilt sie als vielversprechendes junges Talent.







Wendy Patons Arbeiten wurden international in vielen Museums- und Galerieausstellungen gezeigt. Sie ist in wichtigen Sammlungen in den Vereinigten Staaten und in Europa vertreten, u.a. im Museé de la Photographie in Charleroi, Belgien, im James A. Michener Museum in den USA und in der Sammlung der Lumiere Brothers Center of Photography in Moskau. Die Bibliothèque Nationale, Paris erwarb von ihr gerade erst im Oktober 2016 6 Arbeiten, darunter drei Arbeiten aus der hier gezeigten Fotogrammserie. Sie arbeitet immer in schwarz-weiß, entweder auf Film oder direkt auf Silbergelatine Barytpapier. Sie erstellt oder vergrößert ihre Arbeiten in ihrer eigenen Dunkelkammer in New Jersey. Paton wurde in den USA geboren und lebt und arbeitet in New Jersey, New York und in Paris.







Das Luminogramm und seine Künstler



Luminogramme (Holzhäuser, Humbert, Breier, Veronesi) entstehen ohne Mitwirkung von Gegenständen und nur durch die Modulation von Licht auf lichtempfindlichem Papier und ergeben so ebenfalls in der Regel Unikate. Veronesi belichtete allerdings auch auf Film und erstellt so kleine Auflagen. Die Künstler operieren bei den Luminogrammen zwar mit den Lichtquellen, ohne aber deren Wirkung bis zum letzten Detail bestimmen zu können.







Karl Martin Holzhäuser (geboren 1944 in Deutschland) ist neben Jäger und Humbert einer der ersten Vertreter der Konkreten Fotografie. Heute kreiert Holzhäuser ein neues Genre im Bereich der kameralosen Fotografie, welches Elemente eines genau geplantes Programms und eines kalkulierten Zufalls verbindet. Holzhäuser nennt diese Werke “Lichtmalerei” oder “painting with light”. Holzhäuser arbeitet komplett im Dunklen und bewegt die leuchtenden Farben mittels eines selbst gebauten „Farbpinsels“ mit der Hand auf dem Papier. Hellere und dunklere Farben ergeben sich auch aus dem Duktus, wie Holzhäuser den Farbpinsel bewegt. Arbeiten von Karl Martin Holzhäuser sind in zahlreichen Sammlungen u.a. im Museum für Kunst und Geschichte, Freiburg; in der Artothek Kunstverein, Bielefeld; in den fotografischen Sammlungen der Städte Leinfelden und Detmold; im Marburger Kunstverein, Marburg; in der Peter C. Ruppert Sammlung im Museum im Kulturspeicher Würzburg; und in der Schupmann Sammlung vertreten.







Roger Humbert (geboren 1929 in der Schweiz) ist ein Schweizer Pionier der Konkreten Fotografie. Seit den 1950er Jahren hat Humbert eine umfangreiche Sammlung an fotografischen Werken hervorgebracht. In seinen Fotoarbeiten löst er sich von Gegenständen und thematisiert die Fotografie als konkretes Objekt selbst, indem er Lichtquellen experimentell und inszenatorisch einsetzt. Seine Luminogramme sind von einer technischen Formgestaltung geprägt. Formelemente wie Schablonen, Lochkarten, Stanzabfälle werden in einer Lichtquelle so komponiert, dass sie rein auf ihre geometrischen Strukturen reduziert werden. Die Lichtführung entmaterialisiert sie und lässt sie vibrierend und schwingend erscheinen. Humberts experimentelle, kameralose Fotografie steht in Zusammenhang mit dichten Überlegungen, die ausgehend von Konstruktivismus und Existentialismus auf eine grundlegende Erneuerung der Fotografie und des Lebens zielen. Er gab sein komplettes Werk an die Fotostiftung Winterthur, die dort sein Werk wissenschaftlich erforscht und Ausstellungen organisiert. Im Frühjahr 2014 hatte Roger Humbert im Rappaz Museum in Basel eine Retrospektive seines Schaffens. Deshalb gibt es nur einzelne Werke aus seinen frühen Jahren von 1950 bis 1975 im Handel. Roger Humbert lebt und arbeitet in Basel, Schweiz.







Kilian Breier wurde 1931 in Deutschland geboren und starb im April 2011 in Hamburg. Er absolvierte von 1952 bis 1953 ein Studium der freien Malerei an der École des Beaux-Arts in Paris und von 1953 bis 1955 ein Studium der Fotografik an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken bei Hannes Neuner und Otto Steinert. Von 1959 bis 1962 war er Mitglied der Neuen Gruppe Saar, von 1961 bis 1966 Dozent an der Werkkunstschule in Darmstadt. 1966 wurde er als Professor für Fotografie an die Hochschule für bildende Künste Hamburg berufen und war dort von 1968 bis 1999 am Institut für Visuelle Kommunikation tätig. Breiers fotografische Arbeiten bewegten sich im Kontext der bildenden Kunst, immer auf der Suche nach den spezifischen Mitteln der Fotografie. Das Material in seinen Eigenschaften sollte für sich sprechen, die Eingriffe des Gestalters dabei offengelegt werden. In den Ergebnissen ergaben sich Ende der 1950er Jahre Verbindungen zu anderen Künstlern aus der Konkreten Kunst. Breier wurde schließlich 1960 von Otto Piene und Heinz Mack zur Teilnahme an der letzten Katalogproduktion der Gruppe Zero zur Ausstellung "Zero 3" in Mailand eingeladen.







Luigi Veronesi (geboren 1908 in Italien, gestorben 1998) war ein italienischer Fotograf, Maler, Bühnenbildner und Filmregisseur. Er begann seine künstlerische Tätigkeit in den 1920er Jahren, indem er eine Ausbildung als Textilzeichner absolvierte. Mit zwanzig Jahren interessierte er sich für die Malerei, und er besuchte Kurse beim neapolitanischen Maler Carmelo Violante, damals Lehrer bei der Accademia Carrara in Bergamo, Italien. Im Jahr 1932 reiste er nach Paris und begegnete Fernand Léger. Seine ersten Werke,welche noch figurativ waren, wurden in der Galerie il Milione in Mailand vorgestellt. Später begann Veronesi die abstrakte Kunst zu erforschen. Im Jahre 1934 machte er eine gemeinsame Ausstellung mit Josef Albers in der Galerie Il Milione. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der Gruppe Abstraction-Création in Paris. Er experimentierte mit dem Konstruktivismus und übernahm die Bauhaus-Methode. Am 4. März 1935 nahm er an der ersten Gemeinschaftsausstellung der abstrakten Kunst Italiens im Atelier der Maler Felice Casorati und Enrico Paolucci in Turin teil. Die Teilnehmer unterschrieben das „Manifest der ersten Ausstellung über die abstrakte Kunst Italiens“. Luigi Veronesi war ein polyvalenter Künstler, der die verschiedenen Strömungen der Avantgarde Europas zu synthetisieren vermochte.







Das Chemiegramm und Pierre Cordier



Chemigramme (Chimigramme nach Cordier) sind eine primäre Form fotografischer Gestaltung und somit vergleichbar mit dem Fotogramm und dem Luminogramm. Es basiert auf der Reaktion von lichtempfindlichem Papier mit Entwickler und Fixierbad und somit auf fotochemische Verfahren. Es verbindet die Physik der Farbe (Firnis, Wachs, Öl) und die Chemie der Fotografie (lichtempfindliche Schicht, Entwickler, Fixierbad) - ohne Kamera, ohne Vergrösserer und bei natürlichem Tageslicht.







Als Hauptvertreter gilt der Belgier Pierre Cordier, der 1956 das erste Chemigramm schuf und 1963 diesen Begriff urheberrechtlich schützen ließ. Ohne je eine Aufnahme gemacht zu haben, erzeugt Cordier Chemigramme allein durch die fotochemische Behandlung und Gestaltung lichtempfindlicher Papiere in der Phase der Entwicklung und Fixierung. Das Prinzip des Zufalls, das in seinen Werken immer einer große Rolle spielt, erlaubt ihm eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. 1958 folgte Cordier einer Einladung von Otto Steinert nach Saarbrücken, welcher später daraufhin notierte: „Die Chemigramme sind, ohne Zweifel, eine Station in der Entwicklung der gestalterischen Fotografie und ihrer Geschichte. Ein Maler kann kaum eine solche Präzision in den Strukturen und Farben haben wie in den Arbeiten von Pierre Cordier“. Seine Werke sind in vielen internationalen privaten, wie öffentlichen Sammlungen vertreten u.a. im Centre Georges Pompidou - Paris, im Musée national d’art moderne - Paris, im Musée d’Art moderne de Bruxelles - Belgien, in der Peter C. Ruppert Sammlung Konkreter Kunst im Museum im Kulturspeicher Würzburg und im Victoria & Albert Museum - London. Pierre Cordier (geboren 1933 in Brüssel) lebt und arbeitet in Brüssel, Belgien.







Das Cliché Verre und Jack Sal



Das Cliché Verre oder auch Glasklischeedruck genannt (Jack Sal) ist ein Gefährte des Fotogramms. Hierbei handelt es sich um ein Hybrid aus Fotogramm und Handzeichnung. Die Blätter sind Kontaktkopien auf lichtempfindlichem Papier von einem manuell angefertigten Bild/Gegenstand auf einer Glasplatte. Zur Herstellung eines Cliché verre wird meist eine Glasplatte mit einer lichtundurchlässigen Deckschicht (oftmals dunkle Farbe, Druckerschwärze) bestrichen. Sie kann obendrein hell eingefärbt und auf einen dunklen Untergrund gelegt werden, um den Entstehungsprozess besser überblicken zu können. Die Zeichnung ritzt man in die Beschichtung dieser Glasplatte. Beim Zeichnen erscheinen die Linien durch den freigelegten dunklen Untergrund schwarz auf weiß. An den gravierten Stellen wird die Platte lichtdurchlässig. Belichtet man diese Platte auf ein Fotopapier, erscheint die eingeritzte Zeichnung als positive, seitenverkehrte Linienzeichnung und kann auf diese Art fotochemisch vervielfältigt werden.







Jack Sal (geboren 1954 in Connecticut, USA) ist seit den 1980er Jahren als Künstler für seine Installationen, Zeichnungen und Fotoarbeiten international bekannt. Er nutzt die Technik nicht, um gezeichnete Abbilder zu schaffen, sondern um das Verfahren selbst zu hinterfragen und transparent zu machen. Seine Arbeiten wurde gezeigt und gesammelt von Institutionen wie das Museum of Modern Art in New York, Haifa - Museum of Art in Israel, Museum Ludwig in Köln, Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt, Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, Kunsthalle Bielefeld, Center for Creative Photography in Tucson – Arizona, National Museum in Di San Matteo Pisa, Italy. Jack Sal lebt und arbeitet in New York und in Italien.



Öffnungszeiten: 17.01. - 16.02.2017:

jeden Di. - Fr. 16 - 19 Uhr, Sa. 11 - 18 Uhr


07.11.2016 - 22.12.2016
Selbstportrait als Konzept
Vernissage: 05.11.2016
Künstler: Emmanuelle Bousquet, Ville Kansanen, Arno Rafael Minkkinen,

Pressemitteilung
Selbstportraits gehören seit Langem zu den bevorzugten Bildmotiven von Künstlern.

Die Frage, ob zeitgenössische Kunst und Fotografie, insbesondere im Zeitalter der massenhaften „Selfies“, noch in der Lage ist die spezifische Persönlichkeit eines Individuums einzufangen und abzubilden und der aktuelle Diskurs über Identitätskonstruktion als solche beschäftigen derzeit viele Künstler an den unterschiedlichsten Orten der Welt.



Die Ausstellung "Selbstportrait als Konzept" in der in focus Galerie konzentriert sich auf die Strategien der Darstellung und Inszenierung des eigenen Ichs von drei Künstlern, die jeweils einen eigenen, ganz besonderen Stil entwickelt haben.

In der Fotografie der Gegenwart eine bestimmte „Handschrift“ zu etablieren, erfordert Talent, kreative Ideen, Durchhaltevermögen und ein gutes Gespür für das Medium. Die Entwicklung eines eigenen Stiles bedeutet, Fotografien zu schaffen, die die eigenen Intentionen am besten ausdrücken, so dass ein Werk entstehen kann, das der eigenen Inspiration und Erkenntnis dient und auch für andere eine Offenbarung darstellt.

Emmanuelle Bousquet, Ville Kansanen und Arno Rafael Minkkinen sind sowohl Fotografen als auch Künstler, die seit Jahren ein klares Konzept mit unterschiedlichen Ansätzen verfolgen und einen eigenen Stil mit überzeugenden Ergebnissen entwickelt haben.

Arno Rafael Minkkinen, (*1945, finnischer Fotogaf, lebt und arbeitet in den USA)

Seit über 40 Jahren setzt der finnisch-amerikanische Künstler Arno Rafael Minkkinen fotografisch in erster Linie seinen Körper ein, um surrealistische Ansichten des Menschen und der Natur ins Bild zu setzen. Die in focus Galerie zeigt in dieser Ausstellung eine Auswahl seiner frappierenden Natur- und Körperstudien, mit denen Minkkinen seit Jahrzehnten das Verhältnis von Mensch und Natur auf originelle und durchaus auch amüsante Weise auslotet. A. R. Minkkinen spielt mit Formen und mit Größenverhältnissen und hält seine Kreationen in faszinierenden Schwarzweißfotografien fest.

Arno Rafael Minkkinen erhielt seinen Master of Fine Art (MFA) in Fotografie an der Rhode Island School of Design. Gegenwärtig ist er Professor für Kunst an der University of Massachusetts, Lowell und lehrt an der Aalto Universität in Helsinki. Zudem betätigt er sich als Kurator und Essayist. Die nicht nachbearbeiteten Selbstporträts in der Landschaft sind einem internationalen Publikum durch zahlreiche Bücher, Zeitschriften, Vorträge und über 100 Einzelausstellungen weltweit bekannt. 2006 wurde Minkkinen mit dem Finnish National Art Prize in Photography, 2013 mit dem Lucie Award for Achievement in Fine Art und 2015 mit dem John Simon Guggenheim Memorial Foundation Fellowship ausgezeichnet. Er ist in vielen bedeutenden Sammlungen in Museen weltweit vertreten.





Ville Kansanen (*1984, Espoo, Finland, lebt und arbeitet in San Francisco). Wir zeigen den in Deutschland noch nahezu unbekannten jungen Fotografen mit einer Auswahl seiner Arbeiten aus seiner jüngsten Serie „The Procession of Spectres“, die im Jahr 2015 entstanden ist. Die Bilder schaffen ein komplexes Spannungsgeflecht zwischen majestätischer Landschaft, surrealer Struktur, dem Selbst des Künstlers und einer erhabenen Stille. Das Werk Kansanens konfrontiert den Zuschauer mit der scheinbaren Unendlichkeit und Übermächtigkeit einer ursprünglichen Natur. Diese wird zur Projektionsfläche für Reflexionen über die menschliche Existenz, um rückbezüglich eine emotionale Beziehung zwischen diesen beiden Entitäten zu erschaffen. Das Gefühl von Einsamkeit und Isolation, das die Bilder ausstrahlen, enthüllt jedoch keine endgültige Hoffnungslosigkeit, sondern mündet in einer tröstenden Melancholie.

Der Fotograf Ville Kansanen hat in verschiedenen Ausstellungen in New York, Los Angeles, New Orleans, San Diego, Lexington, Fort Collins, London, Berlin und Athen seine Arbeiten gezeigt. Darüber hinaus wurde sein Werk 2015 mit dem "Lucie Award for Discovery of the Year" und dem "International Photography Award as Fine Art Photographer of the Year" ausgezeichnet.



Neben der Zentralstellung des physischen wie symbolischen Körpers spielen viele Fotografinnen mit Geschlechterkonzeptionen und den damit verbundenen Fragen nach der eigenen Identität. Wie wird der eigene weibliche Körper vor der Kamera präsentiert? Welche Normen sind damit verbunden? Auch Emmanuelle Bousquet (lebt und arbeitet in Paris) erforscht in ihren Fotografien diese Fragen. In der hier gezeigten Serie „Illusionen“ von 2010 posiert und fotografiert sie sich in verschiedenen Rollen mit unterschiedlichen Charakteren.



Wenn man sich die Serie „Illusionen“ von Emmanuelle Bousquet genauer ansieht, erkennt man, dass ihre Selbstportraits etwas wirklich beängstigendes beheimaten. Es geht eine gewisse Brutalität von Ihnen aus, als würden sie sagen: „Macht das Licht aus. Lasst mich nicht alleine im Dunkeln.“ In diesem Austausch zwischen dem Mädchen, das sich selbst anschaut, das, welches uns betrachtet und derjenigen, die wir wahrnehmen, finden wir das klare Werk der Verführung. Was vollkommen genügen würde, um eine faszinierende Reihe formaler Schönheit zu kreieren. Dennoch lässt sie uns darüber hinaus, mit jeder Falte und jeder Geste, in die geflüsterten Geheimnisse eines Kindes, eines Jugendlichen, eine junge Frau hineinhorchen.

Sich selbst zu fotografieren, heißt sich selbst in Gefahr zu begeben. Auch wenn ihre Porträts extrem konstruiert sind, sprechen sie, paradoxerweise, von der Notwendigkeit los zu lassen



Nachdem Emmanuelle Bousquet die Schule für Journalismus in Paris mit Diplom abschloss, besuchte sie die UCLA in Los Angeles und absolvierte ein Programm am SPEOS Photography Institute in Paris. In 2004 traf Emmanuelle den Fotografen Antoine d’Agata, der ihr vorschlug, sie solle ihren Weg mit Selbstportraits vertiefen und weiter verfolgen. “Mein eigenes Modell zu sein, erlaubt mir, jedes Detail der Fotografie zu kontrollieren und eins zu werden mit dem Bild. Dies meint nicht, sich selber zu glorifizieren, sondern es dient dazu, einen Weg zu finden, meine Gedanken auszudrücken, mein Körper wird zum Instrument meines Geistes.“ Das Resultat ist ein ästhetisches und symbolbeladenes Konzept einer Selbstinszenierung, welches zum wesentlichen Merkmal ihres fotografischen Stils geworden ist.



Öffnungszeiten:

08.11.2016 bis 05.12.2016 Di. - Fr. 16:00 bis 19:00 Uhr, Sa. 11:00 bis 18:00 Uhr

06.12.2016 bis 22.12.2016 gerne nach telefonischer Vereinbarung 0177 3202913


06.09.2016 - 22.10.2016
Early Works. 1945 - 1955
Vernissage: 03.09.16, 19-21.30 Uhr
Künstler: René Groebli,

Pressemitteilung
Der Künstler wird zur Eröffnung am 3. September 19 Uhr anwesend sein.

René Groebli präsentiert seine neuesten Bücher u.a.: „Beryl Chen“, „Early Work“, „London“.

Ausstellung vom 6. September bis zum 22. Oktober 2016



Öffnungszeiten:

bis 1. Oktober: Di. - Fr. 16 – 19 Uhr, Sa. 11 – 18 Uhr

vom 2. Oktober bis zum 22. Oktober gerne nach telefonischer Vereinbarung.



RENÉ GROEBLI – EARLY WORK" ist eine umfassende Ausstellung zu Groeblis frühen Werken von 1945 bis 1955. Es werden Vintages und spätere limitierte Silbergelatine Prints aus seinen bekannten Serien "Auge der Liebe" und "Magie der Schiene" zu sehen sein wie auch viele großartige Bilder aus London und Paris in den 1940er und 1950er Jahren. Zum ersten Mal werden in dieser Ausstellung auch bisher unveröffentlichte Bilder aus seiner berühmten Serie "Auge der Liebe" gezeigt, die aktuell in Groeblis Archiv entdeckt wurden.



Wer ist René Groebli? Als erster auf ihn aufmerksam wurde der amerikanische Fotograf und Kurator Edward Steichen. Der Visionär Steichen, der Ende der vierziger Jahre im New Yorker Museum of Modern Art die weltweit erste Abteilung für Fotografie eingerichtet hatte. Er erwarb für seine Museumssammlung Groeblis Bild-Poem "Das Auge der Liebe". Er wählte Groebli auch für seine monumentale MoMA-Ausstellung "The Family of Man" (1955), den Versuch eines umfassenden Menschheits-Porträts, das bis heute um die Welt reist. Steichens Nachfolger John Szarkowski wiederum integrierte Groebli in seine Ausstellung "The Photographer’s Eye" (1964) und wies ihm in der gleichnamigen Publikation einen besonderen Platz zu.



In Deutschland war es Otto Steinert, der Groeblis Potential erkannte. Der renommierte Nachkriegsfotograf, Professor an der Werkkunstschule Saarbrücken, und Mitglied der avantgardistischen Gruppe "fotoform", zeigte die Bewegungsbilder des Schweizers in den Ausstellungen "subjektive fotografie" (1951/1954). Die Tanzenden im Zürcher Tresterclub (1947) verkörperten für Steinert die visionären Möglichkeiten des Mediums, den State oft the Art progressiver Fotografie. Denn das ist ja das Typische an diesem Künstler: Er ist ein Künstler in Bewegung. Bewegung ist seine innere Natur. Deshalb hat er die Entwicklung seiner Kunst nie linear vollzogen, nie das Einzelbild als statische Ikone verstanden. Im Gegenteil, er denkt das Medium zentrifugal von seiner Mitte aus. Und diese Mitte meint Bewegung, ist Dynamik. Es ist die Urform von Kreativität.



René Groebli vereint das Romantische in der Fotografie mit dem Visionären des Technikers, des Modernisten. Seine entscheidenden Publikationen sind Jahre früher entstanden als jene von Robert Frank. In der Kraft ist er ihm ebenbürtig, in seiner vollen Bedeutung gilt es Groeblis Werk noch weiter zu entdecken. Mit Überraschungen ist zu rechnen.



Text: Daniele Muscionico aus "Der freihändige Fotograf", erschienen im Buch "René Groebli – Early Work (1945–1955)", Verlag Sturm und Drang, 2015


11.04.2016 - 01.07.2016
Marilyn Monroe. 90th Anniversary. A Life in Pictures
Vernissage: 09.04.2016, 19 Uhr
Künstler: Elliott Erwitt, Bruno Bernard, Sam Shaw, Eve Arnold, George Barris, Arnold Newman, Bert Stern, André De Dienes, Edward Clark, Lawrence Schiller,

Pressemitteilung
Marylin Monroe - 90th Anniversary - A Life in Pictures

Ausstellungseröffnung am Samstag, den 9. April von 19 – 21.30 Uhr.

Marilyn Monroe (geboren 1. Juni 1926 in Los Angeles, Kalifornien als Norma Jeane Mortenson, kirchlich registrierter Taufname Norma Jeane Baker; † 5. August 1962 in Brentwood, Los Angeles) war eine US-amerikanische Filmschauspielerin, Fotomodell, Sängerin und Filmproduzentin. Sie wurde in den 1950er Jahren zum Weltstar, ist heute eine Filmikone und zählt zu den archetypischen Sexsymbolen des 20. Jahrhunderts.

In der Ausstellung werden ca. 70 Original - Fotografien berühmter Fotografen gezeigt, mit Aufnahmen ab 1945 (damals noch Norma Jean) bis kurz vor ihrem Tod 1962 (Bert Stern „The last sitting), darunter sehr seltene Aufnahmen u.a. frühes Reklamefoto für eine Schokoladenfabrik zum Valentinstag; Marilyns erstes Titelfoto eines US Magazins (Romance), der legendäre „flying Skirt“ (von Elliott Erwitt und Bernard of Hollywood) zum Film „7 year itch“, sehr seltene private Aufnahmen über Marilyn von Arnold Newman und Bilder der legendären Poolszene von Lawrence Schiller.



Eve Arnold (Magnum)

George Barris

Bruno Bernard / Bernard of Hollywood –

Edmund Clark (Fotograf bei 20th Century Fox)

Andre de Dienes

Elliott Erwitt (Magnum)

Arnold Newman

Lawrence Schiller

Sam Shaw

Bert Stern



Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 104 Seiten und etwa 65 meist ganzseitigen Abbildungen und einem Text von Andreas J. Mueller, Direktor des Deutschen Fotomuseums, Markkleeberg/Leipzig. Der Verkaufspreis beträgt 10 €.



Öffnungszeiten: 11.04.16 bis zum 07.05.16

Di. - Fr. 16 – 19 Uhr, Sa. 11 – 18 Uhr

bis zum 30.06. gerne nach Vereinbarung


16.01.2016 - 19.03.2016
Thomas Kellner - Black & White
Vernissage: 16.01.16, 19 Uhr
Künstler: Thomas Kellner,

Pressemitteilung
Wer hätte gedacht, dass solch´ ein Wunder in einer Zeit der digitalen Manipulation mit analoger Fotografie noch möglich ist? Alan G. Artner



Ausgestellt werden schwarz-weiße Tableaux-Arbeiten aus den Jahren 1997 bis 2005. Mit „Black & White“ beruft sich Thomas Kellner auf seine Ursprünge als Künstler und den Ursprung der Fotografie selbst – die Schwarzweißfotografie.



Um 1871 setzt sich die Schwarzweißfotografie durch und entwickelt sich innerhalb kurzer Zeit zum ersten massenhaft verbreiteten Bildmedium der Kulturgeschichte. Als ursprüngliche Fotografie dominiert sie 60 Jahre lang den Markt, bis sie von der Farbfotografie abgelöst wird. Wer Kellners Werke kennt, weiß, dass der Großteil seiner veröffentlichten Fotografien für sein intensives Zusammenspiel von Licht und Farbe bekannt ist. Das war nicht immer so, denn Kellner hat eine schwarz-weiße Vergangenheit.

In einer Zeit, in der sich viele Künstler wieder der Schwarzweißfotografie zuwenden, blickt auch Thomas Kellner zehn Jahre später auf seine Wurzeln zurück. Die bisher wenig veröffentlichten Werke in schwarz-weiß spiegeln die Anfänge in Kellners Karriere wieder, als er in Zyklen mit verschiedenen Bildsprachen im Schwarzweißlabor experimentierte, bis er 1997 schließlich zu seiner einzigartigen, multiperspektivischen und dekonstruktivistischen Bildsprache fand: das zusammengesetzte Bild entweder als Mehrfachbelichtung auf einem Negativ (1993-1998) oder als sequenzielle Montage auf einem Kontaktbogen des Roll- und 35mm Films.



Aus einem anfänglichem Entwurf über den Eiffelturm als Hommage an Robert Delaunay und den Orphismus in Paris beginnt Kellners Hinwendung zur Architektur und zu immer komplexeren Kompositionen. Es entstehen zeitlose Bilder einer neu formulierten, am Kubismus orientierten Sprache. Bei seinen frühen schwarzweiß Aufnahmen konzentriert sich Kellner auf die Struktur selbst. Das Verhältnis von Gegenstand und Bildform steht im Zentrum der Betrachtung.



Kellners ursprüngliches Konzept war es, aus jeweils einem Film eine kleinformatige Arbeit zu kreieren. Fotografien aus San Francisco, New York City oder Chicago, bestehend aus zwei Filmen, werden erstmals in „Thomas Kellner - Black & White“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Daneben zeigt der Künstler auch ausgewählte großformatige Werke in schwarzweiß, wie zum Beispiel eine beeindruckende Fotografie vom Guggenheim Museum in Bilbao.



Eine Auswahl von circa 40 Schwarzweißfotografien ist in der Ausstellung „Thomas Kellner - Black & White -“ in Köln ab Januar 2016 zu sehen.


25.10.2015 - 22.12.2015
Love is...
Vernissage: 24.10.2015. 18-21 Uhr
Künstler: 35 Fotografen

Pressemitteilung
Kann man Liebe fotografieren? Lassen sich Emotionen, menschliche Regungen und Gefühle so einfach auf Film oder Platte bannen? Die Fotografie ist ein Kind des positivistischen, rationalen Zeitalters. Als neues, technisches und quasi »selbsttätiges« Verfahren war sie angetreten, die äußere, dinghafte Welt möglichst schnell und verlässlich sprich: objektiv zu erfassen. Nicht um Kunst ging es, jedenfalls zunächst, sondern um Beweismittel. Die Rede ist vom indexikalischen Charakter der Fotografie. Ungeachtet der Tatsache, dass sich auch Fotos inszenieren, manipulieren und verändern lassen: Am Anfang steht immer ein Gegenstand, der Licht reflektiert und so auf einer Schicht seine Spuren hinterlässt. Und Emotionen? Gefühle? Das große Thema Liebe, ohne das – zum Beispiel – die Literatur kaum denkbar ist? Spätestens seit dem Surrealismus wird die Möglichkeit diskutiert, auch die nicht dinghafte Welt fotografisch zu erfassen. Bilder als Symbole, als Zeichen. In diesem Sinne wurden und werden auch und gerade Emotionen auf allerdings sehr unterschiedliche Weise in Fotografien übersetzt. In Bilder, die nicht zuletzt das zentrale Thema Liebe spiegeln.



Im Rahmen einer ambitionierten Gruppenausstellung hat die Kölner Galerie in focus Arbeiten internationaler Kamerakünstler zusammengetragen, über 60 Exponate, die sämtlich um das Thema Liebe kreisen. Wohlgemerkt, es geht nicht um den Akt, obwohl Erotik nicht ausgeschlossen ist. Es geht um Bildformeln, die auf sehr unterschiedliche, mitunter komplexe Weise die Liebe als große Emotion thematisieren. Dabei spannt sich der Bogen von Liebespaaren, im Geist der Photographie humaniste im Paris der 1950er-Jahre einfühlsam erfasst (Robert Doisneau, Willy Ronis) bis hin zu inszenierten Fotos, die die Verbundenheit mit einem Partner oder dem eigenen Kind belegen (Abe Frajndlich, Will McBride). Homoerotische Liebe (Greg Gorman, Jeanloup Sieff) bleibt ebensowenig ausgeklammert wie Zuneigung vor prekärem Hintergrund (Bruce Davidson) oder Liebe als Lust, mit Verve vorgetragen (Thomas Karsten). Schon eine Geste (René Groebli), ein Lachen (Thomas Hoepker), ein kesser Blick (Frank Horvat) können Liebe ausdrücken. Es ist eine breite Skala visueller Möglichkeiten, über die sich hier das Thema Liebe offenbart, wobei neben den genannten Namen u.a. als weitere Künstler auch Eve Arnold, Ilse Bing, Elliott Erwitt, Ben Fernandez, Mary Ellen Mark, Marc Riboud, Jan Saudek, Jeanloup Sieff oder Karin Szekessy in der Schau vertreten sind.





Ausstellung vom 25.10.2015 bis 22.12.2015

Eröffnung mit einer Einführung von Hans Michael Koetzle am Samstag, den 24.10.2015 um 18 Uhr.

Es erscheint ein Katalog mit 88 Seiten und Text von H. M. Koetzle.



Öffnungszeiten: 25.10. - 22.11. Dienstag – Freitag von 16 – 19 Uhr, Samstag von 11 – 18 Uhr,

vom 23.11. bis zum 22.12. gerne nach telefonischer Vereinbarung.


22.08.2015 - 10.10.2015
ÄTHOPIA
Vernissage: 21.8.15, 18 Uhr
Künstler: Ropp William

Pressemitteilung
In dieser 3. Einzelausstellung, die die in focus Galerie dem international bekannten Fotokünstler William Ropp widmet, zeigt die Galerie etwa 45 Arbeiten aus Ropps neuester Serie mit Menschenbildern aus Äthiopien, die zum ersten Mal auf der AIPAD (wichtige Fotomesse in New York) im April diese Jahres dem internationalen Publikum mit großem Erfolg vorgestellt wurde.



William Ropp gelingt in dieser Serie ein ganz eigener Grenzgang zwischen Naturalismus und Künstlichkeit, zwischen der Wiedergabe von Mensch mit Natur und Stilisierung.

Die Menschen aller Generationen in Ropps Werken blicken den Betrachter meist direkt an. Die enorme Ausstrahlung der Protagonisten zieht den Betrachter magisch in seinen Bann. Die Äthiopier in Ropps Bildern wirken verletzlich und eindrucksvoll in sich gekehrt aber gleichzeitig auch stark und voller Selbstbewusstsein. Die eigentümliche Einbettung des Menschen in fremde Landschaften und Pflanzenwelten führt zu geheimnisvollen Bildern voller Rätsel.

Die ausgewogene Komposition, gezielt eingesetzte Lichtakzente, die raffiniert nuancierte Farbigkeit und der subtile Einklang zwischen Form und Inhalt verleihen den Fotografien eine überzeugende Dichte.

William Ropp zeigt das vermeintlich Unabbildbare, die starke Kraft der Gedankenwelten. Das Zusammenführen des Abbildhaften und des Imaginären prägen den Charakter seiner wieder erkennbaren künstlerischen Handschrift.



Öffnungszeiten:

vom 22. August bis zum 18. September 2015

Di. - Fr. von 16-19 Uhr, Sa. von 11-18 Uhr

vom 19.09. bis zum 10.10. gerne nach telefonischer Vereinbarung (0221 1300341)





Besuchen Sie uns auch auf unserem Stand auf der nächsten ART.FAIR in Köln (22.9.- 27.9.2015)



Pressebilder zum Download auf unserer Webseite: www.infocusgalerie.com/de/presse


20.04.2015 - 27.06.2015
BODY WORKS - Connie Imboden und Hermann Försterling
Vernissage: 18.04.15, 18 Uhr
Künstler: Connie Imboden, Hermann Försterling,

Pressemitteilung
„Think about how much less we´d know about ourselves if we´d never examine the things that scare us.“ (Connie Imboden)

„.. the photographs are a beautiful celebration of the human form ...“ (Juxtapoz art&culture magazine)



Die amerikanische Fotografin Connie Imboden (*1953) und der deutsche Fotograf Hermann Försterling (*1955) widmen ihr künstlerisches Schaffen der Erforschung und Erfassung des menschlichen Körpers. Das Resumé ihrer Arbeit verblüfft den Betrachter, hervorgerufen insbesondere durch die Verschmelzung einer ganz speziellen Schönheit und provokanter Offenheit. Ihre Werke bilden ein Brücke zwischen der uns bekannten Realität und unserem facettenreichen Gefühlsvermögen.



Die Grenzen zwischen Realität und Reflektion werden in den Arbeiten beider Künstler ausgelotet und sichtbar gemacht. Das Aushalten der Konfrontation mit teils undefinierbaren Formen kann für den Betrachter oft zu einer ungewohnten, jedoch faszinierenden Herausforderung werden.



Durch Wasser und Reflektionen verändern die Künstler unsere Wahrnehmung des menschlichen Körpers. Mit Hilfe zerbrochener Spiegel und Lichtbrechungen der Wasseroberfläche schafft Connie Imboden Illusionen, die das Menschsein in all seiner Komplexität hervortreten lässt. In Försterlings Arbeiten, insbesondere in seinen raren Heliogravuren, werden die Körper durch das Wasser in besonderer Weise modelliert. Dem Altbekannten werden neue Perspektiven verliehen. Hermann Försterling erforscht seine „Torsi“ auf provokante und gleichzeitig zelebrierende Art.





Ausstellung vom 20. April bis zum 27. Juni 2015

Eröffnung am Samstag, den 18. April 2015 von 18 bis 21 Uhr



Künstlerempfang am Donnerstag, den 21. Mai 2015, 18 Uhr bis 20 Uhr:

Die Künstler sprechen über ihre Arbeiten und signieren ihre Bücher.



Öffnungszeiten:

bis zum 21. Mai: Di. - Fr.: 16 - 19 Uhr, Sa.: 11 - 18 Uhr

bis zum 27. Juni: gerne nach telefonischer Vereinbarung


10.01.2015 - 25.03.2015
Elliott Erwitt - KOLOR
Vernissage: 10.01.2015, 18-21 Uhr
Künstler: Elliott Erwitt

Pressemitteilung
Die in focus Galerie begeht im Januar 2015 ihr 25- jährige Galeriejubiläum. In Deutschland gibt es nur wenige Galerien, die über 25 Jahre in einer kontinuierlichen Arbeit ausschließlich Fotografien präsentiert haben. In den vergangenen 25 Jahren wurden in über 140 Ausstellungen neben berühmten Fotografen wie z.B. den soeben verstorbenen Lucien Clergue, Bruce Davidson, Elliott Erwitt, Franco Fontana, Greg Gorman, F.C. Gundlach, Thomas Hoepker, Susan Meiselas, Marc Riboud, Willy Ronis, Jan Saudek oder Jeanloup Sieff auch viele neue Talente wie Peikwen Cheng, Thomas Kellner, Vadim Gushchin, Arno Rafael Minkkinen, Hans Jürgen Raabe, William Ropp oder Susan Dobson zum Teil erstmals in Deutschland vorgestellt.



Die Jubiläumsausstellung im Januar 2015 wird als weltweite Premiere Fotografien eines der berühmtesten Fotografen der Welt zeigen. Es sind Fotografien eines erfüllten Arbeitslebens, die bis heute im Archiv des Künstlers nur darauf gewartet haben, in dieser Ausstellung gezeigt zu werden.

ELLIOTT ERWITT - "KOLOR"

In dieser Ausstellung wird eine vom Galeristen Burkhard Arnold und vom Fotografen Elliott Erwitt gemeinsam zusammengestellte Auswahl von 45 bedeutenden Farbarbeiten präsentiert. Noch nie wurden diese Fotografien des durch seine ironisch-intelligenten Straßen- und Hundefotografien berühmt gewordenen Fotografen gezeigt.

„Farbe ist beschreibend. Schwarz-Weiß ist interpretierend.“, so der Fotograf in seinen eigenen Worten. Elliott Erwitt arbeitet zweigleisig. Zum einen arbeitet er, vornehmlich in Farbe, in der Auftragsfotografie und der Werbung und zum anderen widmet er sich in seiner Freizeit seinem Hobby, dem zwanglosen Umherstreifen mit seiner Leica. Die so entstandenen Schwarz-Weiß-Arbeiten sind die, für die er heute am bekanntesten ist. Weltweit erstmalig werden nun die farbigen Arbeiten in der Kölner in focus Galerie präsentiert. Die Ausstellung trägt den Titel des gleichnamigen Buches: KOLOR, herausgegeben vom teNeues Verlag, 2014. Als Hommage und subtile Anspielung an George Eastman, den Mitbegründer der Firma Kodak, gedacht, werden Erwitts nie zuvor in Buchform publizierten Farbarbeiten gezeigt. Die 45 ausgewählten Arbeiten der Ausstellung präsentieren die Essenz seines umfangreichen Archivs, von denen viele Arbeiten beinahe in Vergessenheit geraten wären. „Ganz egal, ob es sich um Weltenlenker, Hollywoodstars, ganz normale Menschen oder kesse Showgirls handelt – die Motive bringen die Erwitt eigene, trockene und eklektische Sensibilität zum Ausdruck. Von Marktplätzen bis zu Militärlagern, Las Vegas bis Venedig – es ist eine vielseitige Mischung aus sorgsam beobachteten öffentlichen und privaten Kuriositäten.“ (Christoph Schroeter für rp-online.de).



Eröffnung am 10. Januar 2015 von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr.

Prof. Klaus Honnef führt in die Farbarbeiten von Elliott Erwitt ein.

Ausstellung vom 10. Januar bis zum 25. März 2015

Öffnungszeiten:

bis 11.02.15: Di. – Fr.: 16 – 19 Uhr, Sa.: 11 – 18 Uhr

bis 25.03.15: gerne nach telefonischer Vereinbarung


11.11.2014 - 20.12.2014
Stage of Life
Vernissage: 08.11.2014, 18 Uhr
Künstler: Peikwen Cheng, Gilbert Garcin,

Pressemitteilung
Die Galerie setzt in dieser Doppelausstellung die Arbeiten des renommierten, französischen Fotokünstlers Gilbert Garcin mit den Arbeiten des jungen, chinesischen Fotografen Peikwen Cheng in einen spannenden Dialog.



Die Ausstellung wird am Samstag, den 08.11.2014 von 18 Uhr - 21 Uhr eröffnet.



Gilbert Garcin

wurde 1929 in La Ciotat, Frankreich geboren und lebt in Marseille. Erst nach seinem Rückzug aus dem Geschäftsleben entdeckte er 1993 für sich die Fotografie. Mittlerweile wurden schon sechs Fotobücher mit seinen Arbeiten ­produziert. Er ist in zahlreichen internationalen Ausstellungen vertreten und auf Fotofestivals und Messen in ganz Europa präsent. In Deutschland wird er vertreten durch die in focus Galerie, Köln.



In den mitunter ironischen Selbstinszenierungen des Fotografen Gilbert Garcin scheint die gesamte Bandbreite der menschlichen Komödie angelegt zu sein. Jede seiner minimalistisch gestalteten Fotografien gleicht einem theatralischen Akt auf der obskuren Bühne des Lebens.



Gilbert Garcin ist nicht nur gleichzeitig Regisseur, Bühnenbauer und Fotograf seiner Inszenierungen, sondern zugleich auch der Hauptprotagonist seiner Bilder. Es gibt kaum ein Foto von Garcin, auf dem er selbst nicht zu sehen ist. Stilisiert zu einer Allerweltsfigur in der Tradition eines bieder-komischen Monsieur Hulot durchläuft Garcin seine eigenen Odyssee, in der Gesellschaftskritik, Humor und eine starke Sensibilität für alltägliche Geschichten bestimmend sind. „Hinter meinen Bildern liegen aber keine zu Ende geschriebenen Geschichten“, betont der Künstler, „ich versuche lediglich Räume zu schaffen, in die der Betrachter seine eigenen Vorstellungen projizieren und sein eigenes Abenteuer erfinden kann.“ (Auszüge aus Schwarzweiss Magazin #53, 2006)



Peikwen Cheng

wurde 1975 im Staate New York geboren, sein Vater stammt aus dem Beijinger Tongzhou, seine Mutter aus Chongqing. Ausgebildet zunächst an der Stanford University in Produktdesign, wohnte er vorübergehend in Taipei, Helsinki und San Francisco, studierte später an der Qinghua-Universität in Beijing und lebt und arbeitet seit 2007 als Fotograf und Designer in Beijing und New York.



Strände, Wüsten und karge Einöden scheinen die ästhetische Faszination Chengs auszumachen. Begeistert spricht er aber vor allem von den sich ballenden Energien einzelner oder auch vieler Menschen, die ihren autarken, meist nur im Augenblick ausgedrückten Visionen nachgehen. Alles begann im Jahr 2000, als Peikwen sich mit seiner Kamera zum Festival Burning Man der kalifornischen Experimentalkunst-Community in die Black Rock Desert nach Nevada aufmachte. Dort entsprang seine Idee des Einfangens anderer und Generierens eigener Wunschträume, von privaten Momenten in öffentlichen Räumen in spontaner Kollaboration. Er nennt es „Lost and Found“, das sind im Hintergrund die Weite, im Vordergrund die Verbildlichung der gelebten Illusionen und ihrer Geschichten.



Es gehe in allen seinen Arbeiten um Veränderungen, so Cheng, .das Leben ist in ständiger Entwicklung mit all seinen Vor- und Nachteilen, multiplen Perspektiven. Ich möchte es verstehen, es vergegenwärtigen und die entstehenden Energien fixieren.



Gerade Beijing biete ihm unter anderem mit seinen 24/7-Baustellen einen Mikrokosmos globaler Phänomene – und: Smog filtert Licht, woraus ein ganz eigenes Kräftefeld entsteht.



Weitere Arbeiten seiner Serie „Lost and Found“ wird Cheng im September auf der Kunstmesse Photo Shanghai zeigen. (Autorin: Stefanie Thiedig)


09.09.2014 - 26.10.2014
Thomas Hoepker "In Amerika - 1963-2013"
Vernissage: 06.09.14, 19 Uhr
Künstler: Thomas Hoepker

Pressemitteilung
Ausstellung:

Thomas Hoepker „In Amerika - 1963–2013“

Mit der Ausstellung von Arbeiten des international erfolgreichen Fotografen Thomas Hoepker setzt setzt die in focus Galerie - Burkhard Arnold ihre erfolgreiche Reihe berühmter Magnum Fotografen nach Bruce Davidson, Elliott Erwitt, Stuart Franklin, Marc

Riboud und Susan Meiselas fort.

Die Galerie zeigt Arbeiten der in Schwarz-Weiß aufgenommenen Fotoserie „Heartland – An American Road Trip in 1963“ und der Fotoserie „Champ“ von 1966 über Muhammad Ali sowie farbige Aufnahmen aus New York.



Die Ausstellung wird am Samstag, den 06.09.2014 um 19 Uhr eröffnet.



Thomas Hoepker, 1936 in München geboren, lebt seit 1976 in New York City. Als Student der Kunstgeschichte und Archäologie errang Hoepker erste Auszeichnungen beim Wettbewerb „Jugend fotografiert“ auf der Photokina. So war die Laufbahn vorgezeichnet und er

begann nach dem Studium in München regelmäßig für Zeitschriften zu arbeiten. Von 1964 an war Hoepker als Fotoreporter u. a. für den „Stern“ tätig. Seit 1989 ist er Vollmitglied der legendären Agentur Magnum Photos, von 2003 bis 2007 war er ihr Präsident. Hoepkers Bilder, engagiert und der Wahrheit verpflichtet, aber nie voyeuristisch oder verletzend, stehen für ungeschönte Dokumentarfotografie.



Im ersten Teil der Ausstellung zeigt die Galerie eine Auswahl beeindruckender Fotografien über den Boxer Muhammad Ali. Hoepker begleitete Ali 1966 einige Tage für eine Story im Stern Magazin. Das Buch „Champ“ erschien 2011.

1963 fuhren der 27-jährige Thomas Hoepker und der Journalist Rolf Winter im Auftrag einer Hamburger Illustrierten mehr als 25 000 Kilometer quer durch Amerika. Dabei sahen sie hinter die schillernden Fassaden der Wolkenkratzer von Manhattan und dokumentierten abseits vom Postkarten-Amerika Wahrheiten, die den legendären „American way of life“ nicht mehr ganz so glänzend aussehen ließen. Die Bilder wurden 2013 in dem Buch „Heartland“ veröffentlicht. Ausgewählte Arbeiten hierzu sind in der Galerie zu sehen. Die New-York-Fotografien im dritten Teil der Ausstellung reichen von den frühen 1960er-Jahren über den 11. September 2001 bis hin zu den aktuellen Nachwirkungen des Hurrikans „Sandy“.

Sie dokumentieren mit einem wachen Auge für entscheidende Details das „wahre“ New York und

wurden 2013 in einem opulenten Bildband „New York“ veröffentlicht.



Ausstellungsdauer: 09. September bis 26. Oktober 2014

Öffnungszeiten: Di – Fr 16 – 19 Uhr, Sa 11 – 18 Uhr

+ Sonderöffnungszeiten während der Internationalen Photoszene Köln vom 16.09. - 21.09.



Event zur Photokina am Freitag, den 19.09.2014 um 18 Uhr führt Thomas Hoepker durch seine Ausstellung und signiert die Bücher „Champ“ (36 €), „Heartland“ (28 €), „New York“ (35 €) und sein druckfrisches retropektiv angelegtes Buch "Wanderlust" (80 €).

Signierte Exemplare können vorbestellt werden.


03.05.2014 - 31.05.2014
Karin Székessy - Photographien
Vernissage: 03.05.2014, 19 Uhr
Künstler: Karin Szekessy,

Pressemitteilung
Karin Székessy – Photographien

Ausstellung vom 3. Mai bis zum 31. Mai 2014

Zur Ausstellungseröffnung am 3. Mai 2014 um 19 Uhr möchten wir Sie und Ihre Freunde

herzlich einladen. Die Künstlerin wird bei der Eröffnung anwesend sein.

Karin Székessy (geb. 1938, Essen) nähert sich in ihrer Arbeit zahlreichen Sujets an: Ob Akt, Stillleben,

(Selbst-)Portraits, Landschaften oder Hunde – ihr Gefühl für Eleganz und formale Perfektion lässt die

Bilder zu Fiktionen, die Realität zu Zeichen werden. „Alle ihre Bilder sind schmeichelnde Provokation,

gepaart mit dem Element der versteiften Posen einer aufregend festgehaltenen Bewegung.“ (Prof. L. Fritz

Gruber, April 1988).

Székessy arbeitete häufig mit ihrem 2010 verstorbenen Ehemann Paul Wunderlich zusammen. Besonders

zahlreiche Aktfotografien entstanden aus dieser Werkkorrespondenz. Sie fotografierten hauptsächlich

„gefundene“ Frauen, keine Models. Die Bilder zeugen von einem unverkrampften, selbstverständlichen

Umgang mit den Frauen. Die Selbstbezogenheit der Modelle, ohne rivalisierende Zurschaustellung, lässt

keinen Raum für plumpen Voyeurismus und ihre Stilisierung und Abstraktion wirkt der Banalität der

bloßen Nacktheit entgegen. Es ist eher ein spielerischer und lustvoller Umgang mit Frauenkörpern und

ihrer Darstellung. Auffällig ist auch die bewusste Inszenierung, eine absichtliche Künstlichkeit statt einer

vorgeblichen Natürlichkeit. Man sieht Verfremdungen, Farbexperimente, verzerrte Perspektiven und

verdeckte Gesichter, die ganz im Kontrast zu ihren frühen Arbeiten als Reportagefotografin stehen.

Székessys Bilder verleihen den Eindruck einer eigentümlichen Melancholie, einer Faszination für das

Fremdartige und Geheimnisvolle. Seit den 60er Jahren fotografiert Karin Székessy poetisch mysteriöse

Akte, kompositorisch exakte Straßenszenen und traumartige Inszenierungen. Sie findet und erfindet

Bilder, macht jegliche Umgebung zu ihrem Atelier und damit gelingt Székessy der Übergang zwischen

Malerei und Fotografie, dem Malen mit Licht.

Nun zeigt die Kölner in focus Galerie eine repräsentative Werkauswahl

vom 3. Mai bis zum 31. Mai diesen Jahres.

Öffnungszeiten der in focus Galerie : Di. - Fr. 16 – 19 Uhr, Sa. 11 – 19 Uhr und nach Vereinbarung


08.03.2014 - 26.04.2014
Hans-Jürgen Raabe: Stills
Vernissage: 08.03.2014, 19 Uhr
Künstler: Hans-Jürgen Raabe,

Pressemitteilung
Prologartig sind die Stills als ortsbezogene Arbeiten allen Portraitreihen von Hans-Jürgen Raabe vorangestellt und somit fester Bestandteil des künstlerischen Konzepts seines Langzeitprojekt "990 FACES". Die Kölner in focus Galerie widmet den Stills nun vom 8. März bis zum 26. April 2014 erstmals eine umfassende Ausstellung.



Anders als bei den seriell angelegten Portraits der Serie 990 FACES hat Raabe mit seinen bisher entstandenen Stills klar voneinander getrennte Einzelwerke geschaffen. Mit den Stills gibt der Fotograf deutlich mehr von sich und seiner künstlerischen Handschrift preis. In meditativen Szenenbildern gelingt es ihm, leicht und beinah spielerisch, das Ephemere einzufangen. Die oft rätselhaften, unkonventionellen, aber gleichzeitig doch exakt bestimmten Bildkompositionen kondensieren Vorgefundenes zu stilllebenhaften Momentaufnahmen der von Raabe bereisten Orte.




11.01.2014 - 26.02.2014
Marc Riboud: China & Japan in den 50er und 60er Jahren
Vernissage: 11.01.2014, 19 bis 21.30 Uhr
Künstler: Marc Riboud,

Pressemitteilung
Marc Riboud Ausstellung vom 11.01.2014 – 26.02.2014

China & Japan in den 50er und 60er Jahren



Einige der wichtigsten Arbeiten von Marc Riboud entstanden in China während der Tage hinter

dem eisernen Vorhang. Die Fotografien zeigen das Leben unter der Herrschaft der geschlossenen

kommunistischen Gesellschaft von Mao Zedong. Eine weitere Reihe von wunderbaren Riboud

Fotografien entführt uns in das Japan der Nachkriegsjahre und dokumentiert, wie Japans Kultur,

im Gegensatz zu China, aufgrund seiner westlichen Orientierung eine gänzlich andere

Entwicklung nahm.

Riboud war einer der ersten westlichen Fotografen in China nach der Kulturrevolution und fuhr in einem

Auto von Alaska bis Mexiko. Ab 1975 war er für zwei Jahre Vize-Präsident von Magnum in Paris. 1979

verließ er die Agentur und ging wieder in den Nahen und Fernen Osten.

Heute gehört Riboud zu jenen Vertretern seines Fachs, die ihre Fotos neben der publizistischen Tätigkeit für

Zeitungen und Zeitschriften weltweit in unzähligen Ausstellungen in Museen und Galerien präsentieren

konnten, darunter in der Barbican Art Gallery in London, im ICP in New York und im Art Institute of

Chicago. Darüber hinaus hat Riboud mehr als ein Dutzend Bücher veröffentlicht, die von etlichen Kritikernals Klassiker des künstlerischen Fotojournalismus angesehen werden. Heute lebt der Fotograf wieder in Paris. Marc Riboud ist einer der letzten lebenden, großen französischen Meister des Fotojournalismus.



China & Japan in 50s and 60s

In focus gallery shows photographs from China during the days of the iron curtain, some of

Riboud’s most valuable works, which captured the life under the rule of Mao Zedong’s closed

society. Marc Riboud is one of the very few photographers who did an intense portrait of Chine

at that time.

In real contrast to this, there will be a wonderful set of photographs depicting Japan’s

westernization after the war, which was responsible that things and culture in Japan changed so

rapidly.



Öffnungszeiten:

bis zum 08.02.2014 Di. – Fr. 16 – 19 Uhr, Sa. 11 – 18 Uhr

09.02.2014 bis zum 26.02.2014 gerne nach Vereinbarung: 0177 3202913


28.05.2013 - 20.07.2013
Best of Jan Saudek
Vernissage: 25.05.2013, 19 Uhr
Künstler: Jan Saudek,

Pressemitteilung
Der wohl berühmteste tschechische Fotograf Jan Saudek, geb. 1935, widmet sich vor allem der inszenierten erotischen Fotografie und seine schwarzweiß-, seit 1977 handkolorierten Fotografien haben eine typische unverwechselbare Handschrift. Häufigstes Sujet seiner Fotografie sind der weibliche Körper, das Altern, Rollentausch in der Mann – Frau Beziehung und erotische Fantasien. In den Anfängen seines Schaffens befasste er sich auch mit der Thematik der Kindheit mit dem Augenmerk auf die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern.



Heute gehört Saudek zu den international bekanntesten Aktfotografen. Mit seinen märchenhaft poetischen Kompositionen, mit seinen häufig pastellfarben kolorierten Schwarzweißbildern hat Saudek alle politischen Irrungen und Wirrungen seines tschechischen Heimatlandes überlebt. Seine Bildsprache ist kräftig, um nicht zu sagen deftig, sie erinnert mit ihren Lustbarkeiten an mittelalterliche Genredarstellungen oder barocke Mythologien - und daraus bezieht sie auch ihre zeitlose Kraft.



Seine Geschichten spielen in morbider Hinterhofatmosphäre, in der man jederzeit das Auftauchen eines Hausmeisters, eines moralischen Saubermanns, befürchtet. Saudek ist eine Art Saubermann, allerdings einer, der aufräumt mit der doppelzüngigen Tabuisierung der in geheimen Dunkelkammern ausgetragenen Obsessionen. Saudek "wäscht seine schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit" - wie er selbst sagt. Ganz persönliche Erlebnisse haben seine Bilder geprägt: Die nachhaltige Begegnung mit der legendären Fotoausstellung "The Family of Man" gehört ebenso dazu wie die Erfahrung, als Zwilling nur knapp den schrecklichen Experimenten des KZ-Arztes Dr. Mengele entgangen zu sein.



Öffnungszeiten

25. Mai bis zum 15. Juni 2013 - Dienstag bis Samstag von 16.00 – 20.00 Uhr,

bis zum 20. Juli nach telefonischer Vereinbarung.




12.03.2013 - 08.05.2013
Ulrich Mack
Kennedy in Germany – Köln/Bonn/Frankfurt/Wiesbaden/Berlin 1963; „Ruhrgebiet“, 1959; „Ferne“, 2001.
Vernissage: 09.03.2013, 19 Uhr
Künstler: Ulrich Mack

Pressemitteilung
»Ich bin ein Berliner« – mit diesen Worten hat John F. Kennedy Geschichte geschrieben. Kein Satz des jungen charismatischen Präsidenten ist mehr gefeiert, heftiger umjubelt, häufiger zitiert worden als dieser. Im Juni 1963 war Kennedy in die Bundesrepublik gekommen. Köln, Bonn,Wiesbaden und Frankfurt standen auf dem Programm einer Reise, die vor allem mit ihrem

Abstecher nach Berlin zum Triumphzug werden sollte. Seit dem Mauerbau 1961 hatten die Berliner auf ein Zeichen der Solidarität gewartet. Nun war es da: In Gestalt des mächtigsten Mannes der Welt, dessen Anwesenheit in der »Frontstadt« nicht weniger als zwei Millionen Menschen auf die Straße brachte: jubelnd, winkend, Fähnchen schwingend. Der Kennedy-Besuch

markierte den Höhepunkt der Amerika-Begeisterung in Westdeutschland. Er war ein politisches, aber auch ein mediales Großereignis, das der 28-jährige Ulrich Mack für die deutsche Illustrierte Quick begleitet hat. Was Macks Schwarzweiß-Reportage auszeichnet, sind handwerkliche Exzellenz, ein Gefühl für entscheidende Augenblicke, für große Gesten, aber auch ein sensibler

Blick auf das Treiben am Rande, das mehr noch als die wohl inszenierten Auftritte der Politiker –

Kennedy, Adenauer, Brandt – die emotionale Seite des Besuches spiegelt. Wahlweise wahrt

Mack den Überblick oder ist unmittelbar dabei, wenn die Berliner den Präsidenten umkreisen,

bedrängen, mit Blumen überhäufen. Kein Fotograf, soviel steht fest, hat den Staatsbesuch so

lückenlos, so einfühlsam, so engagiert dokumentiert wie Ulrich Mack. Fünf Jahrzehnte lagerten

seine Bilder bzw. Negative weitgehend unbeachtet im Archiv. Nun hat Burkhard Arnold, Inhaber

der in focus Galerie, Köln in Zusammenarbeit mit Ulrich Mack Fotografien dieser Serie

ausgewählt und zu einer Ausstellung zusammengestellt – gleichermaßen ein bedeutendes Stück

Zeit-, Fotografie- und Mediengeschichte.

Diese Serie wird ergänzt durch eine Auswahl von Fotografien der Serie „Ruhrgebiet“, die 1959

entstand und die Zechen, Hochöfen, Arbeitersiedlungen und Bahngleise zeigt, eine heute nicht

mehr bestehende Welt. Abgerundet wird die Ausstellung mit der Serie „Ferne“ von 2001. Es sind

Farbbilder von großer Schönheit (Dye-Transfer) über die weiten Salzmarschen in Massachusetts,

USA.

Ulrich Mack, 1934 geboren, war Bildreporter für Quick und Stern, bevor er 1975 als Professor

für Visuelle Kommunikation an der FH Dortmund in die Lehre wechselte. Mack hat mehrere

Bücher publiziert (darunter eine vergleichende Studie »Pellworm / Harkers Island«) und

wiederholt Preise und Ehrungen für sein Lebenswerk erhalten.

Preise: signierte und datierte Silbergelatine Abzüge in der Größe 30 x 40 cm ab 1200 €;

signierte, datierte, auf 10 Ex. limitierte Dye-Transfer Prints in der Größe 50 x 60 cm ab 3600 €.

Eröffnung in Anwesenheit des Fotografen Ulrich Mack am Samstag, den 9. März 2013

von 19.00 – 21.30 Uhr. Ausstellung bis 8. Mai 2013.

Zur Eröffnung spricht Gert Koshofer. Er war 20 Jahre lang Generalsekretär der Deutschen

Gesellschaft für Photographie (DGPh), danach Vorsitzender und Stellvertretender Vorsitzender

der Sektion Archive und Geschichte der DGPh, deren Ehrenmitglied er heute ist.

Öffnungszeiten:

bis 28. März 2013 - Dienstag bis Samstag von 16.00 – 20.00 Uhr,

bis zum 8. Mai nach telefonischer Vereinbarung.

Neues Buch ab Mitte März 2013:

Ulrich Mack - Kennedy in Germany

Köln / Bonn / Wiesbaden / Frankfurt / Berlin 1963, Herausgegeben von Hans-Michael Koetzle

Circa 128 S., circa 100 Abb., 25,0 x 26,5 cm, Hardcover

Vorschau:

Best of Jan Saudek

Kolorierte unikate Silbergelatine Prints 1970 – 2000



Öffnungszeiten:

25. Mai bis zum 15. Juni 2013 - Dienstag bis Samstag von 16.00 – 20.00 Uhr, bis zum 20. Juli nach telefonischer Vereinbarung.


15.01.2013 - 28.02.2013
Vadim Gushchin "BOOKS"
Vernissage: 12.01.2013, 19.30 Uhr
Künstler: Vadim Gushchin

Pressemitteilung
Die Ausstellung des russischen Fotografen Vadim Gushchin in der in focus Galerie zeigt einen Ausschnitt aus verschiedenen Serien, die er seit 2007 zu den Thema Buch geschaffen hat.

Das Buch wird hier nicht nur als literarischer Gegenstand verstanden, sondern vielmehr als ein umfassendes kulturelles Symbol. Die früheren Schwarz-Weiß-Fotografien sind nach einer Typologie von Objekten entstanden. Der Künstler verwendete Bücher seiner Bibliothek, die er wie Denkmäler auf einem Sockel platzierte.

In einer weiteren Serie, die auch seiner Privatbibliothek gewidmet ist, arrangiert Gushchin Bücherstapel zu monolithischen Blöcken. Dabei sind die Titel nicht zu sehen. Der Betrachter schaut auf die Seiten. Der Künstler lässt offen, ob es sich um billige Kriminalromane oder um philosophische Werke, die die Welt verändert haben, handelt. „Es sind rätselhafte Bücher in denen möglicherweise eine explosive geistige Energie konzentriert ist“, sagt der Fotograf. Die Ästhetik seiner Schwarz-Weiß-Arbeiten gleicht eher dem Porträt als den Prinzipien der klassischen Stillleben.

In seinen aktuellen farbigen Serien zeigt Gushchin eine ganz andere Interpretation des Buches. Sie sind emotionaler und im Gegensatz zu den kühlen Schwarz-Weiß-Fotografien basieren sie vor allem auf Farbkomposition. Der Künstler nimmt bewusst Bezug auf das nationale kulturelle Erbe. Er bedient sich der Bildsprache des Suprematismus und Konstruktivismus, die sich in Russland auf die Ikonen bezieht. Damit unterstreicht er seine nationale Identität. Bücher hatten schon immer eine große Bedeutung in der russischen Kultur, die in der Moderne auf Namen wie Tolstoi, Dostojewski und Tschechow basiert.

Die Bilder der Ausstellung sind eine stille visuelle Provokation im Zeitalter von Hörbüchern und elektronischen Lesegeräten. Diese Werkserie des Moskauer Künstlers ist eine Hommage an das Buch als sinnlich erfahrbarer Gegenstand, als emotional aufgeladenes Symbol unseres kollektiven Wissens und als ein zu bewahrender kultureller Schatz. – Ulrike Lahmann, Kuratorin



Eröffnung am Samstag, den 12. Januar 2013, 19.00 – 21.30 Uhr in Anwesenheit des Fotografen.

Öffnungszeiten: vom 15.01.13 bis zum 02.02.13 jeden Di. - Sa. von 16 – 20 Uhr,

vom 3.02. bis zum 28.02.13 gerne nach telefonischer Vereinbarung.


13.11.2012 - 20.12.2012
Hans-Jürgen Raabe
Das große fotografische Bild unserer Zeit: 990 Faces - Lourdes -

Vernissage: 10.11.12, 19 Uhr
Künstler: Hans-Jürgen Raabe

Pressemitteilung
Hans-Jürgen Raabe

Das große fotografische Bild unserer Zeit: 990 Faces - Lourdes -



Mit dem Erscheinen der ersten drei Buchpublikationen Ende Oktober sowie zwei Ausstellungen im November in Deutschland kündigt sich ein fotografisches Langzeitprojekt an, dessen Vollendung das gesamte Jahrzehnt umspannen wird.

Es handelt sich um ein Vorhaben des Fotografen Hans-Jürgen Raabe. Im Focus steht das Antlitz des Menschen. Raabe sucht Orte auf, an denen sich unsere Zeit in archetypischer Weise verdichtet. Dort entstehen jeweils 30 Aufnahmen, 33 Serien sind in Planung = 990 Faces.

Das provozierende ist stille Alltäglichkeit, das scheinbar Nicht-Besondere. Inmitten einer nie da gewesenen Flut sich selbst reproduzierender Bilder begibt sich Raabe auf die Suche nach dem Grundsätzlichen. Was sich formt ist eine fotografische Welterzählung, die gedanklich, künstlerisch und konzeptionell eigene Wege geht.

Mit offenen Augen, aber blind gehen wir durch die Welt. Hans-Jürgen Raabe hält mit seiner Kamera dagegen. Schaut Menschen an, schaut ihnen ins Gesicht, erträgt ihren Blick. Was so entsteht, sind „große stille Bilder“, um einen Begriff des Medienwissenschaftlers Norbert Bolz aufzugreifen. Nicht nur stemmen sie sich gegen eine grassierende Gleichgültigkeit im Alltag. Sie opponieren auch gegen das Flimmern und visuelle Rauschen allenthalben.



Bewusst sucht Raabe Orte, die einer eher zivilen Ausstrahlung gehorchen. Ob Myanmar, Lourdes oder das Oktoberfest, Marrakesch oder die Fifth Avenue: Zum Fluchtpunkt seiner Arbeit bestimmt Raabe Plätze, die eine Art ponderierten Ausnahmezustand spiegeln, eine Form besonderer Normalität oder vice versa normaler Besonderheit. Am Ende wird er dreiunddreißigmal losgezogen sein, um der Magie eines Ortes nachzuspüren, ohne dass der Ort selbst zum Thema würde. Er ist nur die Bühne, die Plattform für Menschen, die so besonders sind wie normal, individuell wie durchschnittlich. Dreiunddreißig Orte. Je dreißig Menschen-Bilder. In der Addition ergibt sich das Projekt „990 Faces“ bzw. das Abenteuer Mensch.



Eröffnung der Ausstellung LOURDES am 10. November 2012 von 19 - 21.30 Uhr.

Hans-Michael Koetzle spricht zur Eröffnung. Hans-Jürgen Raabe signiert seine Bücher.

Öffnungszeiten:

13. November bis zum 1. Dezember, Dienstag bis Samstag von 16 - 20 Uhr

2. Dezember bis zum 20. Dezember gerne nach Vereinbarung.


04.09.2012 - 27.10.2012
Greg Gorman „Portraits & Nudes“
Vernissage: 01.09.2012, 19 Uhr
Künstler: Greg Gorman,

Pressemitteilung
Greg Gorman „Portraits & Nudes“

Eröffnung am Samstag, den 1. September von 19.00 bis 21.30 Uhr. Ausstellung bis 27.Oktober.

Greg Gorman (geb. 1949 in Kansas City) studierte Photojournalismus und Filmkunst und beendete die Ausbildung 1972 mit einem Master of Fine Arts.



Dass Greg Gorman zu einem der angesagtesten Celebrity-Fotografen der USA werden sollte, das verdankte er unter anderem Andy Warhol. Für dessen Zeitschrift "Interview" - dem ersten Lifestyle-Magazin der Welt - schoss er in den 80er-Jahren mehr als 20 Cover-Fotos. Fotos, die Gormans Stil in die Welt hinaus trugen: diese perfekte Synthese aus Licht und Schatten, dieser erdige Mix aus Mensch und Mythos. Auch Warhol selbst hat sich auf diese Weise einmal von ihm porträtieren lassen - 1986, im Jahr vor seinem plötzlichen Tod. Vielleicht ist das Warhol-Porträt bis heute Gormans berühmtestes Foto. Es zeigt einen Mann hinter abgedunkelten Brillengläsern; einen Star mit zerzausten Haaren und gefrorener Mine.

Es gibt wenige Film- und Popstars, die nicht im Laufe ihrer Karriere von Gorman porträtiert wurden, entsprechend beeindruckend liest sich auch die Ausstellungsliste für Köln. Schauspieler sind es gewohnt, Posen einzunehmen, Regieanweisungen zu befolgen. Das genaue Gegenteil allerdings fordert Fotograf Gorman von ihnen. Deshalb konzentriert er sich oft auf die Augen der Person und nicht auf Mimik oder Gestik. Gorman hatte nahezu alle großen Schauspieler vor der Linse und schaffte es auf Magazin-Cover von "Vogue" bis "Vanity Fair". Gorman bemühte sich dabei stets, den Fotos eine rätselhafte Note und das gewisse Etwas zu geben: "Man kann immer ein Licht über den Kopf von jemanden hängen und ein Bild machen, das aussieht wie die Person. Für mich aber sind die interessantesten Aufnahmen die, die der Fantasie Spielraum geben." Die in Köln gezeigten Fotografien von Greg Gorman aus vier Jahrzehnten, mit außerordentlich prominenten Zeitgenossen, sind zu Ikonen des 20. Jahrhunderts geworden. Porträts von Johnny Depp, Al Pacino, Leonardo Di Caprio, Michael Jackson oder Sophia Loren sind dabei ebenso zu sehen wie Gormans Begegnungen mit Nina Hagen, Elton John, Barbara Streisand, David Bowie, Antonio Banderas oder Andy Warhol. Viele dieser Fotos haben Medien- und Kulturgeschichte geschrieben, noch nie waren sie in so komprimierter Form in Deutschland zu sehen.



Auch seine Nudefotografien mit weiblichen als auch männlichen Modellen sind zeitlos und nicht auf heiße Eigenschaften und Oberflächlichkeiten beschränkt. Jedes Bild enthüllt einen Teil der menschlichen Natur in ihrer unendlichen Vielfalt und ist ein Beweis für die individuellen Charaktere ihrer Protagonisten.



Gormans Arbeiten wurden in unzähligen renommierten Magazinen und Ausstellungen veröffentlicht, auch viele hochkarätige Werbekampagnen stammen von ihm, wie etwa zuletzt die preisgekrönten Arbeiten für L.A. Eyeworks. Bücher von Greg Gorman: „Vol. I“, „Vol. II“, „Inside Life“, „Perspectives“, „Just between us“, „As I see it“, „In their youth“ und „Framed“.


05.05.2012 - 30.06.2012
William Ropp "Faces"
Vernissage: 05.05.12, 19 Uhr
Künstler: William Ropp

Pressemitteilung
Nach Museumsausstellungen in Belgien (Museum für Photographie, Charleroi 2010), in Norwegen (Stenersen Museum, Oslo 2011) und in Frankreich (Europäisches Haus der Photographie, Paris 2012) freut sich die in focus Galerie William Ropp mit neuen Arbeiten in Deutschland zu zeigen.



Der international renommierte Fotograf William Ropp ist für seinen einzigartigen Stil der Darstellung des Rätselhaften und der Komplexität der menschlichen Natur in seinen Bildern berühmt. Der Spitzname von William Ropp „The Shadow Catcher“ ist ein direkter Verweis auf des Fotografen spezifischen und ureigenen Beitrag zum Genre der Porträtfotografie: eine besondere Ästhetik, die durch seine selbst entwickelte "Tanz der Lichter“ - Technik entsteht. Indem er seine Modelle in Dunkelheit bei langen Belichtungszeiten mit mobilen Lichtquellen abtastet, erfasst Ropp in einem Spiel von Licht und Schatten sowie von partieller Schärfe und Unschärfe das ambivalente menschliche Individuum in einem Prozess der Ruhe und Selbstreflexion, die sich vom Porträtierten auf den Betrachter überträgt.

Die in focus Galerie zeigt William Ropp´s neue schwarzweiß-Fotografien aus Afrika gemeinsam mit seinen brandneuen, erstmalig farbigen Menschenstudien.

In seiner eigenen Handschrift, nun mit meist pastellzarten und sehr feinen farbigen Tönen und Schattierungen, laden William Ropps neueste Fotografien auf eine überaus ästhetische Art ein, das Labyrinth der menschlichen Existenz und Gefühle zu erkunden.



William Ropp (1960) wurde in Versailles geboren, er lebt und arbeitet in Frankreich. Seit 1988 wurden seine Fotografien in Museen und Galerien weltweit ausgestellt. Seine Arbeiten wurden in mehreren Büchern, u.a. "Children", "Dreamt Memories from Africa", „Twenty Years-Retrospective“ und „Faces“ veröffentlicht.



Eröffnung am 5. Mai 2012 von 19.00 – 21.30 Uhr in Anwesenheit des Künstlers.

Öffnungszeiten: Bis zum 25.05. Di.-Sa. von 16–20 Uhr, bis zum 30.06. gerne nach telefonischer Vereinbarung.


14.01.2012 - 30.03.2012
Gilbert Garcin "Mister G"

Vernissage: 14.01.12, 19 Uhr
Künstler: Gilbert Garcin

Pressemitteilung
In den mitunter ironischen Selbstinszenierungen des Fotografen

Gilbert Garcin scheint die gesamte Bandbreite der menschlichen

Komödie angelegt zu sein. Garcin ist nicht nur gleichzeitig

Regisseur, Bühnenbauer und Fotograf seiner Inszenierungen,

sondern zugleich auch der Hauptprotagonist seiner Bilder. Stilisiert

zu einer Allerweltsfigur in der Tradition eines bieder-komischen

Monsieur Hulot durchläuft Garcin seine eigene Odyssee in der

Gesellschaftskritik, Humor und eine starke Sensibilität für alltägliche

Geschichten bestimmend sind. Garcin wurde international bekannt

durch seine zahlreichen Ausstellungen, Messebeteiligungen und

durch vielfältige Veröffentlichungen und diverse Bücher.


22.11.2011 - 22.12.2011
Berühmtheiten & Modefotografie des XX. Jahrhunderts
Celebrities & Fashion of the 20th Century
Vernissage: 19.11.2011, 19 Uhr
Künstler: Eve Arnold, Bruno Bernard, Jean-Philippe Charbonnier, Elliott Erwitt, Abe Frajndlich, Peter H. Fürst, F. C. Gundlach, Horst P. Horst, Frank Horvat, Walde Huth, Arnold Newman, Jeanloup Sieff

Pressemitteilung
Für die großen Modehäuser sind die Berühmtheiten lebenswichtig. Tragen die Stars ihre Mode auf den Filmpreisverleihungen, Ehrungen oder in der Klatschpresse bedeutet dies die notwendige Öffentlichkeit, Markenkraft und bewirkt eine entsprechende Nachfrage. Ruhm ist aber äußerst fragil. Vielfach führt der Höhenflug tatsächlich in die Unsterblichkeit. Mancher Glamour aber landet in trauriger Berühmtheit, manchmal in die Vergessenheit.

Versammelt sind hier heute Fotografien des vergangenen Jahrhunderts, dargestellt von 12 Lichtbildnern, deren Ansehen dem ihrer Motive mitunter kaum nachsteht: Eve Arnold, Bruno Bernard, Jean-Philippe Charbonnier, Elliott Erwitt, Abe Frajndlich, Peter H. Fürst, F.C. Gundlach, Horst P. Horst, Frank Horvat, Walde Huth, Arnold Newman und Jeanloup Sieff. Alle prägten nachhaltig das Genre der Studio- und Modefotografie, waren immer innovativ in ihren Bildfindungen und wurden zu Vorbildern für die nachfolgende Generation. Sie gelten als Neuerer der Mode- und Portraitfotografie und arbeiteten für alle wichtigen Magazine wie „Vogue“, „Harper’s Bazaar“, „Life“, oder auch für Agenturen wie Magnum.

Die Fotografien zeigen eine exzentrische Welt von gestern, als die Mode noch ein großes Versprechen barg und die Schönen, Reichen und Berühmten noch wirkliche Weltstars waren. In dieser Ausstellung zeigen sich Modelle oder berühmte Persönlichkeiten mal kühl, mal verspielt, oft voller Sinnlichkeit oder auch in gebieterischer Distanz.



Unter den abgelichteten Berühmtheiten befinden sich Stars wie Yul Brunner, Lorraine Crawford, Anita Ekberg, Clark Gable, Zsa Zsa Gabor, Dennis Hopper, Jack Lemmon, Sophia Loren, Marilyn Monroe, Pablo Picasso, Charlotte Ramplin, Frank Sinatra, Elisabeth Taylor, Ivana Trump, John Wayne, Yoko Ono und andere.





Öffnungszeiten: vom 22. November bis zum 10. Dezember jeden Di. - Sa. von 16 – 20 Uhr,

vom 11. Dezember bis zum 22. Dezember gerne nach Vereinbarung.




20.09.2011 - 29.10.2011
The Journey of Arno Rafael Minkkinen
Vernissage: 17.09.11, 19 Uhr
Künstler: Arno Rafael Minkkinen

Pressemitteilung
Die in focus Galerie zeigt erstmalig in einer Einzelausstellung in Deutschland

den international renommierten amerikanischen Fotografen Arno Rafael Minkkinen.



Weltweit bekannt wurde er durch Fotografien seiner eigenen Körperformationen, verbunden mit Naturlandschaften. Minkkinen erinnert an das Essentielle und zeigt mit Witz, Eleganz und Kreativität, ohne Verwendung von Bildbearbeitungsprogrammen, die natürliche Schönheit des Körpers.

Eröffnung der Ausstellung „The Journey of Arno Rafael Minkkinen"

am Samstag, 17. September von 19.00 - 21.30 Uhr in Anwesenheit von Arno Rafael Minkkinen.

Öffnungszeiten: vom 19. September bis zum 8. Oktober jeden Di. - Sa. von 16.00 - 20 Uhr,

vom 9. Oktober bis zum 30. Oktober gerne nach Vereinbarung.


14.05.2011 - 21.07.2011
Bernard of Hollywood - PIN-UPs - Guide to PIN-UP Photography

Vernissage: 14.05.11, 19 Uhr
Künstler: Bruno Bernard

Pressemitteilung
Ob im Bikini oder Pelz, auf high heels oder barfuß, am Meer, im Bett, auf Zebra- oder Tigerfell - inszenierte Schnappschüsse schöner Frauen waren sein Metier: Bruno Bernard (gestorben 1986), berühmt geworden unter seinem Künstlernamen Bernard of Hollywood, war einer der größten Glamourfotografen im goldenen Zeitalter der amerikanischen Filmmetropole. Er galt als "Rembrandt der Fotografie", als "König des Hollywood-Glamours", als Entdecker Marilyn Monroes und als bedeutendster Nachkriegs Pin-Up Fotograf.

Die in focus Galerie zeigt etwa 60 der seltenen Vintage PIN-UPs aus den 40 – 50er Jahren u.a. auch mit großen Stars wie Anita Ekberg, Jane Russel, Jayne Mansfield, Marilyn Monroe, Lorraine Crawford oder Val Njord (Miss International Beauty). Die meisten der gezeigten Fotos wurden 1950 als Vorlage für das Buch: verwendet. Bernard of Hollywood - PIN-UPs - Guide to PIN-UP Photography



Eröffnung der Ausstellung am Samstag, den 14. Mai 2011 von 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr.

Öffnungszeiten: bis zum 9. Juni (an Feiertagen geschlossen) jeden Dienstag bis Samstag 16 - 20 Uhr,

vom 14. Juni bis zum 21. Juli gerne nach telefonischer Vereinbarung.


15.03.2011 - 21.04.2011
Contemporary American Photography
Part II: American Temples
Vernissage: 12.03.2011, 19 Uhr
Künstler: Kim Chang , Susan Dobson, Lothar Troeller

Pressemitteilung
Mit den Ausstellungen Contemporary American Photography Part I und II freut sich die in focus Galerie einen vielfältigen Einblick in die zeitgenössische amerikanische Fotografie zu ermöglichen. Alle Künstler dieser beiden Ausstellungen bewegen sich im Grenzbereich zwischen dokumentarischer Fotografie sowie inszenierter und konzeptueller Kunstfotografie. Der „Amerikanische Traum“ und die zum Teil harten Lebensumstände der amerikanischen Wirklichkeit sind ihre Themen.



In den „American Temples“, Part 2 präsentiert die in focus Galerie Architekturfotografien von Susan Dobson, Chang Kim und Lothar Troeller (ebenfalls Entdeckungen des Fotofestes Houston 2010). Unter diesem Titel begeben sich die Fotografen auf die Suche nach den neuen Pilgerstätten unserer Zeit und beleuchten einerseits die geradlinig-schmucklose und monströse Ästhetik der Konsumtempel (Einkaufsmärkte) auf unterschiedliche Weise, als auch die typisch amerikanischen und den Massenkonsum überdauernden, gemütlichen Diners, die in dramatisches Licht getaucht, wie Orte der Erinnerung an eine frühere Zeit anmuten.



Was alle Fotografien verbindet, ist das unmittelbare Erfassen der Alltagswirklichkeit und das Bestreben, Menschen und Dinge selber sprechen zu lassen. Für die einen Künstler steht überwiegend die Person oder der Gegenstand im Vordergrund, die anderen versuchen verstärkt, die Wirklichkeit für verstandesmäßig nicht Fassbares transparent zu machen.



Öffnungszeiten: 15. März bis zum 9. April, jeden Di. – Sa. 16 – 20 Uhr, bis zum 21. April gerne nach telefonischer Vereinbarung.




01.02.2011 - 05.03.2011
Contemporary American Photography
Part I: American Portraits
Vernissage: 29.01.2011, 19 Uhr
Künstler: Keliy Anderson-Staley, Abe Frajndlich, Wendy Paton, Mary Ellen Mark

Pressemitteilung
In dieser Ausstellung zeigt die in focus Galerie Werke von in Europa schon bekannten amerikanischen Künstlern wie Mary Ellen Mark oder Abe Frajndlich bis zu den Newcomern der amerikanischen Fotoszene wie z.B. Keliy Anderson-Staley, Wendy Paton, Chang Kim, Susan Dobson und Lothar Troeller.



Mit den Ausstellungen Contemporary American Photography Part I und II freut sich die in focus Galerie einen vielfältigen Einblick in die zeitgenössische amerikanische Fotografie zu ermöglichen. Alle Künstler dieser beiden Ausstellungen bewegen sich im Grenzbereich zwischen dokumentarischer Fotografie sowie inszenierter und konzeptueller Kunstfotografie. Der „Amerikanische Traum“ und die zum Teil harten Lebensumstände der amerikanischen Wirklichkeit sind ihre Themen.



In den „American Portraits“, Part I von Keliy Anderson-Staley, Wendy Paton (beide entdeckt auf dem Fotofest Houston 2010), sowie Abe Frajndlich und Mary Ellen Mark bietet sich uns die Chance durch der im Portrait innewohnenden Spannung zwischen Wahrhaftigkeit und Stilisierung nach dem amerikanischen Typus zu suchen. Was sich da zeigt, sind nicht die Stereotypen in unseren Köpfen, sondern vielgestaltige, witzige und auch melancholische Anblicke. Die Suche nach der Essenz im Portrait offenbart sehr persönliche Einblicke, in die Welt der Portraitierten und ebenso in die Welt der Fotografen.



Was alle Fotografien verbindet, ist das unmittelbare Erfassen der Alltagswirklichkeit und das Bestreben, Menschen und Dinge selber sprechen zu lassen. Für die einen Künstler steht überwiegend die Person oder der Gegenstand im Vordergrund, die anderen versuchen verstärkt, die Wirklichkeit für verstandesmäßig nicht Fassbares transparent zu machen.



Öffnungszeiten: 1. Februar bis zum 19. Februar, jeden Di. – Sa. 16 – 20 Uhr, bis zum 5. März gerne nach telefonischer Vereinbarung.


01.02.2011 - 05.03.2011
Contemporary American Photography
Part I: American Portraits
Vernissage: 29.01.2011, 19 Uhr
Künstler: Keliy Anderson-Staley, Abe Frajndlich, Wendy Paton, Mary Ellen Mark

Pressemitteilung
In dieser Ausstellung zeigt die in focus Galerie Werke von in Europa schon bekannten amerikanischen Künstlern wie Mary Ellen Mark oder Abe Frajndlich bis zu den Newcomern der amerikanischen Fotoszene wie z.B. Keliy Anderson-Staley, Wendy Paton, Chang Kim, Susan Dobson und Lothar Troeller.



Mit den Ausstellungen Contemporary American Photography Part I und II freut sich die in focus Galerie einen vielfältigen Einblick in die zeitgenössische amerikanische Fotografie zu ermöglichen. Alle Künstler dieser beiden Ausstellungen bewegen sich im Grenzbereich zwischen dokumentarischer Fotografie sowie inszenierter und konzeptueller Kunstfotografie. Der „Amerikanische Traum“ und die zum Teil harten Lebensumstände der amerikanischen Wirklichkeit sind ihre Themen.



In den „American Portraits“, Part I von Keliy Anderson-Staley, Wendy Paton (beide entdeckt auf dem Fotofest Houston 2010), sowie Abe Frajndlich und Mary Ellen Mark bietet sich uns die Chance durch der im Portrait innewohnenden Spannung zwischen Wahrhaftigkeit und Stilisierung nach dem amerikanischen Typus zu suchen. Was sich da zeigt, sind nicht die Stereotypen in unseren Köpfen, sondern vielgestaltige, witzige und auch melancholische Anblicke. Die Suche nach der Essenz im Portrait offenbart sehr persönliche Einblicke, in die Welt der Portraitierten und ebenso in die Welt der Fotografen.



Was alle Fotografien verbindet, ist das unmittelbare Erfassen der Alltagswirklichkeit und das Bestreben, Menschen und Dinge selber sprechen zu lassen. Für die einen Künstler steht überwiegend die Person oder der Gegenstand im Vordergrund, die anderen versuchen verstärkt, die Wirklichkeit für verstandesmäßig nicht Fassbares transparent zu machen.


06.11.2010 - 15.01.2011
Elliott Erwitt "... von Menschen und Hunden"

Vernissage: 06.11.2010, 19 Uhr
Künstler: Elliott Erwitt

Pressemitteilung
Elliott Erwitt wurde 1928 in Paris geboren. Er wuchs in Mailand auf und emigrierte mit der Familie 1938 nach Amerika. 1948 zog Elliott Erwitt nach New York, wo er Robert Capa und Edward Steichen kennen lernte. 1949 begann Erwitt seine Arbeit als professioneller Fotograf. Seit 1953 ist er Mitglied der angesehenen Agentur Magnum und hat mehrmals als ihr Präsident fungiert. Elliott Erwitt zählt zu den berühmtesten noch lebenden Fotografen der Welt. Neben seinen journalistischen Essays, Illustrationen und Werbeanzeigen für seine Auftraggeber, fand Erwitt immer noch Zeit, eigene fotografische Projekte umzusetzen. Er findet im Alltäglichen das Verschmitzte, das Ironische, das Humorvolle und das Nachdenkliche. Gerade diese Fotografien katapultierten Erwitt in den Himmel der Kunstfotografen. Die in focus Galerie freut sich, eine Auswahl seiner „persönlichen Lieblingsbilder“ zeigen zu dürfen.



Öffnungszeiten:

9. November bis 2. Dezember, Di. - Sa. 16 – 20 Uhr,

vom 3.12.2010 bis zum 15.01.2011 gerne nach telefonischer Vereinbarung.


18.09.2010 - 29.10.2010
Franco Fontana "Colors"
Vernissage: 18.09.10, 19.30 Uhr
Künstler: Franco Fontana

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Franco Fontana Ausstellung vom 18. September bis zum 29. Oktober 2010



Die Farbfotografien des am 9. Dezember 1933 in Modena geborenen italienischen Meisterfotografen Franco Fontana zählen seit über 40 Jahren zu den stilprägenden Meilensteinen der Farbfotografie.

Er wurde zunächst bekannt durch seine, meist in Italien aufgenommenen, Landschaftsstudien. Es sind stark stilisierte, dabei farbsatte und dekorative Fotografien, in denen sich Wolken, Felder und Hügel in geometrischen Kompositionen verwandeln. In den 80er und 90er Jahren folgten seine Stadtlandschaften, oft in Amerika fotografiert und seine Poolszenen. Wie die Landschaften komponiert Fontana auch hier seine Bilder mit den Mitteln des extremen Bildausschnitts und der Reduktion auf Farben und Formen. Die Betonung auf wesentliche, meist kontrastierende Farben und Formen ermöglicht es Fontana, die atmosphärische und formale Essenz des Sichtbaren zu finden und abzubilden. Deshalb sind seine Motive ganz unabhängig von Ort und Zeit. Er löst das Motiv aus seinen Bezügen und komponiert so ganz eigene Bilderwelten aus seinem Zugang zur Wirklichkeit heraus. Was entsteht sind unverwechselbare fotografische Gemälde, die in ihrer Stringenz und Ausdruckskraft als einzigartig anzusehen sind.






29.05.2010 - 17.07.2010
Thomas Kellner „Sehen (und Fotografieren) als Prozess“

Vernissage: 29.05.10, 19 Uhr
Künstler: Thomas Kellner

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Thomas Kellner, Jg.1966, gehört zu den Fotokünstlern mit einem internationalen Renommee und einer einzigartigen Bildsprache.

2009 erhielt er hierfür den Kunstpreis des Kreises Düren. 2010 erschien sein neues Buch „FarbWelt 135-36“



In der aktuellen Ausstellung zeigen wir einige seiner wichtigsten Projekte auf dem Weg zu seinen heute unverwechselbaren Bildern, angefangen von den frühen Editionen, über die Mehr-Lochkameras, das Venedigprojekt oder die Naturtableaus der Provence zu den ersten Kontaktbogen-Architekturen aus Paris, London, Lissabon und Berlin und dem 2006 entstandenen Hearst-Portfolio bis zu dem 2008 entstandenem

Palace Hotel, Brasilia und der Zeche Zollverein aus dem Jahr 2009.



Zur Eröffnung spricht Stefanie Scheit-Koppitz, MA in Anwesenheit des Fotografen am Samstag, den 29. Mai um 19.00 Uhr. Thomas Kellner signiert sein neues Buch.


13.03.2010 - 09.05.2010
Stuart Franklin – human footprints -
Vernissage: 13.03.10, 19 Uhr
Künstler: Stuart Franklin

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Stuart Franklin, geb. 1956 studierte Fotografie am West Surrey College of Art and Design und begann anschließend für die Sunday Times und das Sunday Telegraph Magazine zu arbeiten.

Als Mitglied der Agence Presse Sygma in Paris (1980 bis 1985) erweiterte er seine Kenntnisse. Seit 1989 ist Stuart Franklin Mitglied der weltberühmten Fotografenagentur Magnum und war deren gewählter Präsident von 2006 bis 2009.

Stuart Franklin schuf eine fotografische Ikone, als er 1989 beim Massaker am Tiananmen Platz die weltweit berühmte Aufnahme machte, in der ein Demonstrant die Reihe der Panzer stoppt. Dieses Foto gilt heute als das Symbol dieses Ereignisses und als Metapher für gewaltlosen Widerstand schlechthin.

Franklin entschloss sich anschließend stärker für Magazine zu arbeiten und fotografierte zwischen 1990 und 2004 etwa 20 Reportagen für das National Geographic Magazine.



Von seinem Engagement und Interesse für die Ökologie und Natur angetrieben, promovierte er 2002 in Geographie an der Oxford University um ein besseres theoretisches Verständnis für seine Arbeit zu erlangen.



Wie kaum einem anderen gelingt es ihm, die Landschaft als Momentaufnahme des Wandels zu dokumentieren. In der subtilen Ästhetik seiner Landschaftsportraits tritt sowohl die Einmaligkeit, als auch die Fragilität der Natur zutage, einerseits durch verstörend schöne Details der Landschaft selbst, andererseits durch die Kontamination der Natur durch menschliche Hinterlassenschaften und Eingriffe. In seinen Fotografien manifestieren sich natürliche und unnatürliche Prozesse. Als Ergebnis erschien 2008 sein aktuelles Buch "Footprints - Our Landscape in Flux" (Thames & Hudson, 2008). Eine Auswahl der besten Arbeiten dieses Buches sind in der in focus Galerie zu sehen, neben aktuellen Arbeiten aus Afrika und Fotografien aus der Serie "Pool". Hier hinterfragt Franklin das Verhältnis von Mensch und Natur und wirft einen kritisch-ironischen Blick auf die Versuche des Menschen sich Winkel der Natürlichkeit im urbanen Raum neu zu schaffen.



In Zeiten weltweiten, zähen Ringens um den Erhalt unseres Klimas und des überall spürbaren und sichtbaren Wandels der Natur, treffen die Arbeiten des 1959 in London geborenen Fotografen Stuart Franklin den Nerv der Zeit.



Ausstellung vom 13.03.2010 bis zum 09.05.2010

Öffnungszeiten: bis 03.04.2010 jeden Di. - Sa. von 16 – 20 Uhr,

vom 04.04.2010 bis zum 09.05.2010 gerne nach telefonischer Vereinbarung.


16.01.2010 - 28.02.2010
exposed- Akt-Fotografie des 2XX. Jahrhunderts
Vernissage: 16.01.10, 19 Uhr
Künstler: Horst P. Horst, Frantisek Drtikol, Ruth Bernhard, Jeanloup Sieff, Joel Peter Witkin, Gerhard Vormwald, Bruce Davidson, Willy Ronis

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„Ohne Zweifel vermag nichts den Blick so auf sich zu lenken, wie der nackte menschliche Körper“.



Diese fast einhundert Jahre alte Äußerung hat bis in die Gegenwart Gültigkeit.

Der nackte Körper ist eines der ältesten und faszinierendsten Motive in der bildenden Kunst. Während Künstler früherer Jahrhunderte bei der Darstellung des unbekleideten Körpers den Konventionen des Idealschönen verpflichtet waren, sprengten sie im 20. Jahrhundert mehr und mehr die traditionellen akademischen Posen. Der Begriff »Akt« steht im 20. Jahrhundert für die ganze Breite künstlerischer Darstellungen des nackten Körpers vom naturalistischen Abbild bis zum »Körperbewußtseinsbild«, von der Vergewisserung des eigenen Körpers bis zum entgrenzenden Experiment. Der lebensechte Körper wird in der zeitgenössischen Kunst zur Projektionsfläche der künstlerischen Gedanken: Mit seinen Bedürfnissen und Trieben rückt er schonungslos offen, wird er zur Chiffre für das Mensch sein an sich. Die in focus Galerie zeigt in dieser Ausstellung eine breite Auswahl von Fotografien herausragender Künstler:

Alfons Alt (D), Bruno Bernard (D/USA), Ruth Bernhard (USA), Günter Blum (D), Alvin Booth (GB), Edouard Boubat (FR), Jean - Philippe Charbonnier (FR), Lucien Clergue (FR), Bruce Davidson (USA), Herbert Döring-Spengler (D), Frantisek Dritikol (CZ), Claude Fauville (B), Ben J. Fernandez (USA), Hermann Försterling (D), Abe Fraijndlich (USA), René Groebli (CH), F.C. Gundlach (D), Michel Hanique (B), Heinz Hajek – Halke (D), Heinrich Heidersberger (D), Horst P. Horst (USA), Frank Horvat (FR), Eikoh Hosoe (J), Thomas Karsten (D), Willy Kessels (B), Michal Macku (CZ), Will McBride (D), Susan Meiselas (USA), Helmut Newton (USA), Philippe Pache (CH), Willi Ronis (FR), Willian Ropp (FR), Jan Saudek (CZ), Rüdiger Schestag (D), Jeanloup Sieff (FR), Karin Szekessy (D), Antonin Tesar (CZ), Christine Webster (AUS), Gerhard Vormwald (D), Joel Peter Witkin (USA)



Eröffnung, Samstag, den 16. Januar 2010 von 19 – 21.30 Uhr

Öffnungszeiten: vom 18. Januar bis zum 14. Februar: Di. - Sa. 16 – 20 Uhr,

vom 15. Februar bis zum 28. Februar gerne nach telefonischer Vereinbarung.


07.11.2009 - 23.12.2009
- Marilyn Monroe -
seltene Vintage-Fotografien von:
Eve Arnold, Bernard of Hollywood & André de Dienes

Vernissage: 07.11.09, 19.30 Uhr
Künstler: Eve Arnold, Bruno Bernard, Andre DeDienes

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- Marilyn Monroe - seltene Vintage-Fotografien von:

Eve Arnold, Bernard of Hollywood & André de Dienes



Mit viel Ausdauer hat Galerist Burkhard Arnold über 40 zumeist seltene Vintage Fotografien von Eve Arnold, Bruno Bernard und André de Dienes, die zu den berühmtesten Marilyn Monroe Fotografen der 50er und 60er Jahre gehörten, zusammengetragen.

Die Fotografien aus den Jahren 1946 bis 1962 dokumentieren den Aufstieg des unbekannten Fotomodells Norma Jean Baker zur umjubelten Kultfigur Marilyn Monroe, den Glamour in Hollywood, aber auch die Einsamkeit und Unsicherheit des Weltstars.

Es sind Bilder der jungen Norma Jean Baker, die des Fotomodels Marilyn, der Sex- Ikone, des Filmstars und der Geliebten - ungekünstelt, nachdenklich, bedrückend, leidenschaftlich, lustig, einfach lebensnah.



Der Fotograf Bruno Bernard, (*1911 in Berlin, † 1987), wurde im goldenen Zeitalter Hollywoods berühmt unter seinem Künstlernamen "Bernard of Hollywood" und gilt bis heute als Entdecker Marilyn Monroes. Bruno Bernard begegnete 1946 auf dem Sunset Boulevard in Hollywood einem hübschen Mädchen. Bernard erkannte sofort ihre besondere Ausstrahlung und bat sie, ihm Modell zu stehen. Das Mädchen war Norma Jean Baker und aus Norma Jean Baker wurde Marilyn Monroe. Das erste Magazin-Coverfoto das von Norma Jean Baker veröffentlicht wurde, stammte von ihm. Durch Bernards Beziehungen erhielt Marilyn ihren ersten Filmvertrag.

1954 schoss Bernard eines der berühmtesten Monroe-Bilder überhaupt. Auf dem Set von das "Verflixte Siebte Jahr" fotografierte er die Szene mit dem wehenden Kleid über einem Lüftungsschacht. Die Posen seiner Modelle erreichen auch heute noch ihre Wirkung. Frauen wie die Monroe oder Lili St. Cyr wurden erst durch diese Bilder in den Olymp der Pin-Up Göttinnen erhoben. Bernard fotografierte zahlreiche Schauspieler und Schauspielerinnen, aber auch Stripperinnen und Showgirls. Fotos, die oft zensiert wurden und heute als Kunstwerke gelten. Als erster Portraitfotograf wurde er 1984 von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit

einem Oscar ausgezeichnet. In zahlreichen Büchern wurden Bernards Fotografien publiziert, seine Marilyn Fotografien in „Requiem for Marilyn“, 1986, Kensal Press und 1993 in „Bernards of Hollywood´s MARILYN“, St Martin´s Press, New York.

Fast zeitgleich mit Bruno Bernard lernte André de Dienes (*1913 in Turia/Siebenbürgen,†1985) amerikanischer Fotograf rumänischer Abstammung, Norma Jean Baker kennen.

Seit 1944 arbeitete er freiberuflich für diverse Filmstudios und fotografierte zahlreiche Stars, darunter Marlon Brando, Elizabeth Taylor, Henry Fonda. usw. Er wurde bald als einer der besten Glamour-Fotografen bekannt. 1945 traf er durch die Vermittlung einer Agentin auf die damals 19-jährige Norma Jean und war sofort fasziniert von ihrer jugendlichen Frische und ihrem fotogenen Sexappeal. Eine fünfwöchige Foto-Tour mit der jungen Norma Jean Baker durch Kalifornien, Nevada und New Mexiko endete mit einer Liebesaffäre und zahlreichen Titelbildern für Zeitschriften in aller Welt, die aus dem Pin-up-Girl bald einen Superstar machen. Auch nach dem Ende ihrer Romanze setzen beide ihre gemeinsame Arbeit bis Ende 1960 fort. Heute gelten de Dienes Studien der Monroe mit als die besten, die es überhaupt von ihr gibt. Die Fotografien von André de Dienes wurden in mehr als 20 Büchern in den USA, in England und Deutschland veröffentlicht. Postum erschienen 1985 „Marilyn - mon amour“ mit den Memoiren von de Dienes und 2002 der luxuriöse Bildband „Marilyn“ (Taschen Verlag).

Die amerikanische Fotografin Eve Arnold (* 1912 in Philadelphia) ist seit 1955 Mitglied der legendären Agentur Magnum und gehörte zu den wenigen Photographen, die Marilyn Monroes Leben über weite Strecken und aus nächster Nähe begleitet haben. Anfang der 50er Jahre, als Marilyn noch ein kaum beachtetes Starlet war, lernten sie sich kennen - und gegenseitig schätzen. Eve Arnolds damals revolutionärer photographischer Stil, natürlich und ungekünstelt, gefiel dem angehenden Star, und ihre Integrität, die sie so wohltuend von der bald allgegenwärtigen Photographenmeute unterschied, ließ ein freundschaftliches Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Frauen entstehen. Im Schirmer/Mosel Verlag erschien 2005 von ihr das Buch „Marilyn Monroe – Eine Hommage von Eve Arnold“.



Mit dieser Ausstellung präsentiert die in focus Galerie eine beeindruckende und außergewöhnliche Hommage, auf das wohl berühmteste Gesicht des 20. Jahrhunderts und offeriert dem Besucher einen einzigartigen und gleichzeitig intimen Blick auf den Facettenreichtum des Glamourgirls.



Öffnungszeiten:

Vom 8. November bis zum 21. November täglich von 15 - 19 Uhr,

vom 22. November bis zum 23. Dezember gerne nach telefonischer Vereinbarung.


05.09.2009 - 30.10.2009
Marc Riboud, Photographs at home and abroad
Künstler: Marc Riboud

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Seine ersten Fotos nahm der 1923 in Lyon geborene Fotograf Marc Riboud auf, als er vierzehn war - mit einer Taschenkamera, die ihn noch lange auf seinen Reisen begleiten sollte.

Ihre handlichen Abmessungen ermöglichten es ihm zu fotografieren ohne Aufmerksamkeit zu erregen. So gelang es Riboud, in seinen Bildern den Eindruck von Unmittelbarkeit und Authentizität entstehen zu lassen, Nähe zu vermitteln, ohne aufdringlich zu erscheinen.



Bevor Marc Riboud jedoch die Fotografie zu seinem Broterwerb erkor, absolvierte er eine Ausbildung zum Ingenieur. 1951 lernte er den Mitbegründer der Fotoagentur Magnum, Henri Cartier-Bresson, kennen, der von seinen bis dahin gemachten Fotos vor und während des Zweiten Weltkriegs so begeistert war, dass er ihn fortan nach Kräften förderte.

Ein Jahr darauf wurde Riboud von Cartier-Bresson, Robert Capa und David Seymour bei Magnum als Mitarbeiter akzeptiert - womit für den 28-Jährigen eine jahrzehntelange Reise um die Welt begann. Ab 1955 arbeitete Riboud im Nahen und Fernen Osten, in Indien, Nepal und der Sowjetunion.

Er war einer der ersten westlichen Fotografen in China nach der Kulturrevolution und fuhr in einem Auto von Alaska bis Mexiko. In den sechziger Jahren besuchte er nicht nur Afrika, sondern auch die Kriegsgebiete in Kambodscha, Nord- und Südvietnam. Ab 1975 war er für zwei Jahre Vize-Präsident von Magnum in Paris, 1979 verliess er die Agentur, ging wieder in den Nahen und Fernen Osten und fotografierte in der Tschecheslowakei und in Polen.



Heute gehört Riboud zu jenen Vertretern seines Fachs, die ihre Fotos neben der publizistischen Tätigkeit für Zeitungen und Zeitschriften weltweit in unzähligen Ausstellungen in Museen und Galerien präsentieren konnten, darunter in der Barbican Art Gallery im Barbican Centre in London, im ICP in New York und im Art Institute of Chicago. Darüber hinaus hat Riboud mehr als ein Dutzend Bücher veröffentlicht, die von etlichen Kritikern als Klassiker des künstlerischen Fotojournalismus angesehen werden.

Heute lebt der Fotograf wieder überwiegend in Frankreich.

Marc Riboud zählt zu den größten Fotojournalisten des 20. Jahrhunderts.


25.04.2009 - 30.06.2009
Kent Rogowski - Teddybären -
Vernissage: 25.04.2009
Künstler: Kent Rogowski

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Die Serie „Teddybären“ des Amerikaners Kent Rogowski ist eine höchst ungewöhnliche konzeptuelle Arbeit. Die Fotografien zeigen gewöhnliche, von Kindern geliebte und benutzte Teddybären, deren Inneres nach außen gedreht und die danach wieder ausgestopft worden sind.

Normalerweise wird das Aussehen eines Teddybären durch Stoffe, Füllung und durch das Fertigungsverfahrens bestimmt. Daneben zeugen Gebrauchsspuren ehemaliger Besitzer von einem innigen Verhältnis.

Rogowski stülpt nun das Innere nach Außen. Einfache Muster und Nähte, die man im Normalzustand niemals zu sehen bekäme, sind jetzt dominierende physische Eigenschaften, die jedem Bären eine einzigartige Persönlichkeit geben. Glasaugen verschwinden, seltsame Plastikknöpfe werden zu Augen, ehemals verborgene Nähte werden zu Narben und weiches Fell wird rau.

Zusammengefasst zeigt diese Serie eine Topologie zunächst ungewöhnlicher, beim genaueren Hinsehen jedoch sonderbar vertrauter Wesen. Die Bären sind für den Betrachter sowohl knuddelig und als auch erschreckend, sowohl lieb als auch absurd, sowohl süß als auch verletzlich. Assoziationen zur eigenen Kindheit werden wach und der Betrachter wird unweigerlich mit der Frage der Bedeutung des Teddys in seiner eigenen Kindheit konfrontiert.




17.01.2009 - 31.03.2009
René Groebli - Retrospektive-
Vernissage: 17.01.2009
Künstler: René Groebli

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Großen Einfluss auf das frühe fotografische Werk René Groeblis hatten seine Freunde, die bekannten Schweizer Fotografen Jakob Tuggener und Robert Frank. Die Subjektivität in Robert Franks Werk beschäftigte René Groebli und führte ihn hin zu seiner eigenen subjektiv-poetischen Bildsprache. Groebli wollte fotografieren, was nicht greifbar ist: Bewegung, Dynamik und Geschwindigkeit - wie bei „Magie der Schiene", einem wegweisenden Fotoessay, welcher 1949 entstand und in einem Zusammenspiel von Rauch, Geruch, Landschaft, Romantik und Stimmung die französische Dampfeisenbahn als Symbol der Kraft versinnbildlicht hat und Gefühle - wie bei „Das Auge der Liebe", ein fotografisches Liebesgedicht, ein Werk voll zeitloser Poesie, welches 1953 entstand.



Auch der Fotograf Edward Steichen, damals bereits Kurator am Museum of Modern Art (MoMA) in New York, war beeindruckt von der Serie „Das Auge der Liebe", welche 1954 als kleines Buch in einer Auflage von 1000 Stück erschien. Zusammen mit Robert Frank kam Edward Steichen 1953 nach Zürich, um für sein großes Ausstellungsprojekt „The Family of Man" zu recherchieren. Steichen besuchte den damals 26- jährigen Fotografen Groebli, dessen sitzender Akt aus der vorliegenden Serie er sogleich für die renommierte fotografische Sammlung des MoMA erwarb. Außerdem wurde Groebli von ihm zur Teilnahme an der Ausstellung „The Family of Man" eingeladen, die später weltweit in zahlreichen Museen gezeigt wurde.



Die verspätete Hochzeitsreise von René Groebli und seiner Frau Rita im Jahre 1953 führte die beiden nach Paris und Südfrankreich. Die dort entstandene Serie ist eine Konzentration auf eine zeitlich kurze und emotionale Situation. Die Bilder bestechen durch die Schönheit der Bewegungen, das Spiel mit der Silhouette, dem gedämpften Licht, den tiefen Schatten, dem Kontrast von Schärfe und Unschärfe, dem Verhüllen und Enthüllen. Sie leben von der Andeutung und der Assoziation. Man erblickt Stilleben, ein Interieur des Hotelzimmers, einen Blick aus dem Fenster, gar eine Szene im benachbarten Cafe - aber im Mittelpunkt steht etwas, das der Fotograf mit den Augen der Liebe betrachtet: seine Frau Rita.

(Auszüge aus dem begleitenden Text im Reprint, 2002 „Das Auge der Liebe" von Birgit Filzmaier)


08.11.2008 - 23.12.2008
Thomas Kellner "Dancing Walls"
Vernissage: 08.11.2008. 19 Uhr
Künstler: Thomas Kellner

Pressemitteilung
Thomas Kellner. Dancing Walls 2003-2006





08.11. - 23.12.2008

Eröffnung in Anwesenheit des Künstlers: 08. November; 19:00 – 21:30 Uhr



Die in focus Galerie, Köln zeigt einen Querschnitt der zwischen 2003 und 2006 entstandenen großformatigen Farbfotografien von Innenräumen prominenter architektonischer Monumente. Bei den Arbeiten handelt es sich um höchst künstlerisch arrangierte Fotomontagen. Ihre vordergründig kubistisch anmutende Erscheinung ist durchdrungen von rhythmischer Musikalität, die Kellner selbst als „Vibration“ oder „tanzender

Blick“ beschreibt. Diese, die gesamte Werkgruppe durchziehenden Schwingungen, fordern den Betrachter zum visuellen Tanzpartner auf.

Mit subversiver Ironie stellen uns die Architekturfotografien von Thomas Kellner weder postkartentaugliche Erinnerungsbilder der Monumente vor Augen, noch sind sie dokumentarische Belege einer vollkommenen Gestalt. Statt verfestigt, erscheinen die Bauwerke in viele einzelne Fragmente dekonstruiert, die in ihrer Gesamtheit zu einer neuen Gestalt gefügt werden.

Entscheidend ist, dass es sich bei den großformatigen Farbfotografien um Kontaktabzüge handelt, die sich aus den zusammenmontierten, fortlaufenden Filmstreifen des Shootings aufbauen.

Einige Exemplare der „Dancing Walls“ sind aus neunhundert Einzelaufnahmen, ergo fünfundzwanzig Filmrollen, komponiert. Damit beginnt der konzeptuelle Prozess bereits im Vorfeld des Einsatzes der Kamera, die Bildzerlegung findet zuerst im Kopf des Künstlers statt. Das Ergebnis selbst stellt den fotografischen Prozess offen vor Augen, mehr noch es verlässt diesen, um in der Dimension des Filmischen zu argumentieren.



Öffnungszeiten:

Eröffnung in Anwesenheit des Künstlers: 08. November; 19:00 – 21:30 Uhr

09.11.2008 – 22.11.2008 täglich von 15 – 19 Uhr,

vom 23.11.2008 – 23.12.2008 gerne nach telefonischer Vereinbarung.


23.08.2008 - 18.10.2008
-Faszination des Imaginären-
Vernissage: 23.08.2008 um 19 Uhr
Künstler: William Ropp

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Diese Ausstellung zeigt erstmalig drei Schwerpunkte des international renommierten Fotografen William Ropp - angefangen von seinen frühen Menschenfotografien über Kinderporträts bis zu den neuesten Bildern aus Mali.



Die Menschen in Ropps frühen Werken wirken durch die einzigartige Verwendung des Lichtes

- die Konturen oft seltsam verschwommen und durchscheinend - verletzlich und eindrucksvoll in sich gekehrt. Ropp porträtiert die enorme Ausstrahlung seiner Protagonisten, die den Betrachter magisch in seinen Bann zieht. Gleichzeitig zeigt er das vermeintlich Unabbildbare, die starke Kraft der Gedankenwelten. Das Zusammenführen des Abbildhaften und des Imaginären prägen den Charakter seiner wiedererkennbaren künstlerischen Handschrift.



In seinen zeitlos, mystischen Kinderportraits weckt Ropp Emotionen des Betrachters an seine eigene Kindheit und lässt längst vergessene Erinnerungen wach werden.



Seine neuesten Werke zeigen Menschen in Mali. Die eigentümliche Einbettung des Menschen in fremde Landschaften und Wasserwelten führt zu geheimnisvollen Bildern voller Rätsel.



William Ropp benutzt Fotografie nicht um „Realität“ abzubilden, sondern vielmehr ist er auf der Suche nach der Faszination des Imaginären. Seine Bilder werfen Fragen auf. Ob es Antworten darauf gibt, bleibt allein dem Betrachter überlassen.




13.01.2008 - 15.03.2008
BRUCE DAVIDSON - Photographs -
Vernissage: 12.01.2008, 19 Uhr
Künstler: Bruce Davidson

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Bruce Davidson - Photographs -



Die in focus Galerie, Köln zeigt in der Ausstellung „Photographs“ einen Überblick über wichtige Fotografien von Bruce Davidson aus den Serien „The dwarf (der Zwerg) - 1958, England –1960, Black Americans – 1962/65 und Cafeteria 1976. Schwerpunkte der Ausstellung bilden die Serien Brooklyn Gang, 1958 und East 100 th Street - 1966/68.



Bruce Landon Davidson, geboren 1933 in Illinois, begann bereits als Zehnjähriger zu photographieren. 1949 gewann er den Kodak National High School Competition. Später absolvierte er eine Photographenlehre, bevor er Anfang der fünfziger Jahre am Rochester Institute of Technology Photographie studierte. Im Jahr 1955 ergänzte er diese Ausbildung durch ein Studium der Malerei, Philosophie und Photographie bei Herbert Matter, Alexey Brodovich und Josef Albers an der Yale University, New Haven. Seither arbeitete er als Freelancer in New York, Paris und Los Angeles und war unter anderem für Zeitschriften wie Vogue, Life, Realite, Du und Esquire tätig. Seit 1958 ist er ein Mitglied der weltberühmten Fotografenagentur Magnum. Bruce Davidsons Sympathie gilt vielen Menschen; seine typischen Motive sind die Benachteiligten, die Erniedrigten, die Verwundeten, wie sie in stolzer Hinnahme der Umstände leben. In seinen Photographien der Serien über einen Circusclown, einer Straßengang in Brooklyn, über schwarze Amerikaner zwischen 1962 und 1965 und insbesondere in der Serie East 100 th Street betritt der Betrachter Welten, die ihm vorher verschlossen waren. Welten, die zugänglich werden durch Bruce Davidsons Talent, Akzeptanz zu finden und zugleich ein kaum relevanter Faktor in den Situationen zu bleiben, die er aufbaut und einfängt.



In zahlreichen Büchern und in großen Ausstellungen weltweit wurden seine Photographien einem großem Publikum bekannt. Schon 1963 widmete ihm das Museum of Modern Art in New York eine Einzelausstellung mit Photographien der East 100 th Street, eine Serie, die die Zeitschrift DU 1969 als „das bedeutendste fotografische Dokument des zu Ende gehenden Jahrzehnts“ bezeichnete. Aktuelle Ausstellungen u.a. in Madrid zur Photo Espana und in Paris in der Foundation Cartier Bresson bezeugen das bis heute anhaltende große Interesse an Davidsons Arbeit.

In der Galerie ist ein Katalog (48 Seiten mit 30 ganzseitigen Abbildungen in Duotone, Hardcover, Text von Bruce Davidson in Deutsch und Englisch) zur Serie „East 100 th Street“ für 20 € erhältlich.



Öffnungszeiten:

vom 13.01.08 bis zum 26.01.08 täglich von 15 – 19 Uhr,

vom 27.01.08 bis zum 15.03.08 gerne nach telefonischer Vereinbarung.


20.10.2007 - 21.12.2007
„Faszination Körper“ Abe Frajndlich & Alvin Booth
Vernissage: 20.10.07, 19 Uhr
Künstler: Alvin Booth, Abe Frajndlich

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Die Fotografen Alvin Booth und Abe Frajndlich arbeiten seit Jahren kontinuierlich an dem Thema Akt, sind fasziniert von den verschiedenen Aspekten des menschlichen Körpers und erschufen jeweils ein spannendes Oeuvre erotischer Fotografien. Beide sind Perfektionisten der fotografischen Gestaltung. Die Bildwinkel könnten nicht besser gewählt sein und auch die Lichtverteilung wie der jeweilige Bildausschnitt ist überzeugend umgesetzt.



Während Alvin Booth zur Umsetzung seiner Bildideen seine Modelle in eine aufwendige Inszenierung einbettet und Assesoires wie Latex und Farbe verwendet und auch bei der Ausarbeitung seiner Fotografien handwerklich gestaltend eingreift, zum Beispiel durch Tonung und Bleichen, ist Abe Frajndlich ein geduldiger Beobachter. Er lässt seine Modelle möglichst frei agieren, liegt auf der Lauer, um den richtigen Moment nicht zu verpassen – jenen, den die meisten Fotografen niemals sehen. Seine Bilder entstehen in realen Situationen, seine Vergrößerungen sind perfekte pure schwarz-weiß Fotografien.



Mit seinen Arbeiten steht Abe Frajndlich in der Tradition der großen Fotografen wie Ruth Bernard, Willy Ronis u.a., die ihm intim vertraut sind. Dabei ist er immer bereit, künstlerische Grenzen ins Neuland zu überschreiten, um auf diese Weise das Schönste zu erreichen, was sich mit Kunst anstellen lässt: Sie neu entstehen zu lassen.

Neben der Portrait- und der journalistischen Fotografie sind die erotischen Bildwelten Abe Frajndlichs zweite Passion. Seine erotischen Fotografien sind so, wie wir sie uns wünschen: leicht, verzaubernd und fragend. Und immer lassen sie uns die Grenzen erahnen, hinter denen eine Art zwiespältiger Sinnlichkeit zu beginnen scheint. Man wagt zu träumen.



Alvin Booth versetzt den Betrachter in eine Zeit irgendwann zwischen dem viktorianischem England und dem heutigen Tag. Er benutzt alte Vergrößerungstechniken, handgearbeitete Kupferrahmen und ungewöhnliche Bildgrößen. So fühlt sich der Betrachter wie ein Entdecker der frühen Fotografie, obwohl die Anmutung des Aktes hinsichtlich des Posing, der Lichtwirkung und der Nutzung von Latex etc. überaus modern und zeitgemäß erscheint. Während die Serie „Corpus“ provokativ und sexualisiert Elemente des Fetisch und des Bondage aufgreift, zeigen die Serien „Osmosis“ und „Ova“ den nackten Körper meist als reine Form in Licht gekleidet in poetischen Bildern.

Die Positionen von Alvin Booth und von Abe Frajndlich sind eigenständige Beiträge zur aktuellen Aktfotografie – gegensätzlich aber auch sich ergänzend.


26.08.2007 - 12.10.2007
Bilder vom Menschen
Michal Macku (CZ)
Gellagen, Glasobjekte, Carbon Prints
Vernissage: 26.08.07, 15 Uhr
Künstler: Michal Macku

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Der tschechische Fotokünstler Michal Mackû (*1963) erlangte große Aufmerksamkeit durch kreative experimentelle Fotografie des Menschen. Mackûs Hauptmotiv ist der nackte menschliche Körper, verformt, zerrissen, gespaltet und zum Teil auf unwirklichem, abstrakten Hintergrund positioniert. Mackûs expressive Fotografie thematisiert die gegenwärtigen Existenzängste des Menschen in einer Zeit des politischen und ökonomischen Umbruchs.


22.04.2007 - 21.06.2007
ROOMS – RÄUME Georg Hornung und Bertram Kober
Vernissage: 21.04.2007, 19 Uhr
Künstler: Georg Hornung, Bertram Kober

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Die in focus Galerie stellt in dieser Ausstellung zwei aktuelle fotografische Positionen vor, die sich intensiv mit der Thematik von leeren Räumen auseinandersetzen. In beiden Positionen fehlt der Mensch. Er hat die Räume verlassen, vergessen oder dem Verfall überlassen.

Georg Hornung interessiert sich für die eigentümliche Ästhetik und die Magie der verlassenen und verfallenen Räume, die er dann mittels realer und virtueller Installationen erweitert. Er regt den Betrachter an, die eigenen Erwartungen und Erfahrungen zu hinterfragen.

Bertram Kober spürt dokumentarisch und detailliert den Indizien ehemaliger menschlicher Nutzung nach und deckt Privates der früheren Bewohner und Benutzer auf.



Georg Hornung, geb. 1951 in Glauchau/Sachsen, hat verlassene Fabrikhallen und Werkstätten, aufgegebene Lager- und Büroräume, verkommene Kultursäle, entweihte Kirchen und vereinsamte Kasernen fotografiert. Diese Räume liegen außerhalb unserer gewohnten Alltagserfahrung. Sie zeichnen sich aus durch die Kategorien der Vergängnis und des Zerfalls, der zerstörerischen Formwandlung und zufälligen Strukturbildung.

Doch die aufwendig fotografierten Räume sind für Hornung nicht das fotodokumentarische Endprodukt, sondern der erste Schritt seines gestalterischen Prozesses. In einer raffinieren Mischung aus realer und virtueller Installation werden seine Räume zu geheimen Wirkungsstätten, zu surrealen Ereignisbühnen, angefüllt mit seltsamen Objekten, monströsen Gewächsen und eigentümlichen Geräten. Die Szenerien zeigen rätselhafte Versuchsanordnungen und Fundorte von Fremdartigem.

Es gibt Räume in denen Wachstumsversuche und mysteriöse Tests stattfinden, Anpflanzungen fremdartiger Gewächse gedeihen, kristalline Gebilde wuchern und zurückgelassene Kampftechnik floral vereinnahmt wird.



Bertram Kober, geb. 1961 in Leipzig, fotografiert in dokumentarischer Tradition verlassene Räume. Er beschäftigt sich mit dem unentrinnbaren Widerspruch, der zwischen der Sehnsucht nach Entgrenzung, nach Befreiung aus der Begrenztheit menschlicher Lebensverhältnisse und den jämmerlichen Klischees besteht, in denen sich diese Sehnsucht entäußert. Sorgsam betrachtet, entfalten sich in den Bildern Mikrodramen, deren tragische und zugleich klägliche Dimension außer Frage steht. Es sind „Altäre der Privatheit“ in ehemaligen bewohnten und benutzten Räumen. Die Pinnwände und Poster versprechen Notausgänge und Fluchtfenster aus dem Alltag. Aber: Die Menschen haben die Bühne scheinbar endgültig verlassen, die von ihnen benutzten Dinge bleiben als Zeugen zurück. Alleingeblieben wird ihr Surrogatcharakter an ihrer Hinfälligkeit doppelt deutlich: Tapeten wölben sich, Risse in der Wand platzen wie Wunden auf, Kabel baumeln zufällig herum, antiquierte Empfangstische und Sitzecken verströmen eine Atmosphäre eisiger Isolation. Das Ungelebte lässt sich nicht durch Sehnsuchtsmotive ersetzen, leere Behältnisse bleiben zurück.


14.01.2007 - 30.03.2007
Bühne des Lebens
Vernissage: 13.01.2007 , 19.00 - 21.30 Uhr
Künstler: Gilbert Garcin

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In den mitunter ironischen Selbstinszenierungen des Fotografen Gilbert Garcin scheint die gesamte Bandbreite der menschlichen Komödie angelegt zu sein. Jede seiner minimalistisch gestalteten Fotografien gleicht einem theatralischen Akt auf der obskuren Bühne des Lebens.

Gilbert Garcin ist nicht nur gleichzeitig Regisseur, Bühnenbauer und Fotograf seiner Inszenierungen, sondern zugleich auch der Hauptprotagonist seiner Bilder. Es gibt kaum ein Foto von Garcin, auf dem er selbst nicht zu sehen ist. Stilisiert zu einer Allerweltsfigur in der Tradition eines bieder-komischen Monsieur Hulot durchläuft Garcin seine eigenen Odyssee, in der Gesellschaftskritik, Humor und eine starke Sensibilität für alltägliche Geschichten bestimmend sind. „Hinter meinen Bildern liegen aber keine zu Ende geschriebenen Geschichten“, betont der Künstler, „ich versuche lediglich Räume zu schaffen, in die der Betrachter seine eigenen Vorstellungen projizieren und sein eigenes Abenteuer erfinden kann.“


29.10.2006 - 22.12.2006
Jan Saudek und Sara Saudkova “That´s life”
Vernissage: 28.10.2006, 19.00 Uhr
Künstler: Jan Saudek, Sara Saudkova

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Jan Saudek und Sara Saudkova “That´s life”



Niemals zuvor wurden Fotoarbeiten des weltberühmten Jan Saudek mit Fotografien seiner langjährigen Lebensgefährtin Sara gemeinsam ausgestellt. Die in focus Galerie, Köln zeigt neue Fotografien von Jan Saudek aber auch einen Querschnitt aus seinem etwa 50 jährigem Schaffen gemeinsam mit Fotografien von Sara Saudkova aus den vergangenen 6 Jahren.

Der wohl berühmteste tschechische Fotograf Jan Saudek, geb. 1935, widmet sich vor allem der inszenierten erotischen Fotografie und seine schwarzweiß-, seit 1977 handkolorierten Fotografien haben eine typische unverwechselbare Handschrift. Häufigstes Sujet seiner Fotografie sind der weibliche Körper, das Altern, Rollentausch in der Mann – Frau Beziehung und erotische Fantasien. In den Anfängen seines Schaffens befasste er sich auch mit der Thematik der Kindheit mit dem Augenmerk auf die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern.

Heute gehört Saudek zu den international bekanntesten Aktfotografen. Mit seinen märchenhaft poetischen Kompositionen, mit seinen häufig pastellfarben kolorierten Schwarzweißbildern hat Saudek alle politischen Irrungen und Wirrungen seines tschechischen Heimatlandes überlebt. Seine Bildsprache ist kräftig, um nicht zu sagen deftig, sie erinnert mit ihren Lustbarkeiten an mittelalterliche Genredarstellungen oder barocke Mythologien - und daraus bezieht sie auch ihre zeitlose Kraft.

Seine Geschichten spielen in morbider Hinterhofatmosphäre, in der man jederzeit das Auftauchen eines Hausmeisters, eines moralischen Saubermanns, befürchtet. Saudek ist eine Art Saubermann, allerdings einer, der aufräumt mit der doppelzüngigen Tabuisierung der in geheimen Dunkelkammern ausgetragenen Obsessionen. Saudek "wäscht seine schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit" - wie er selbst sagt. Ganz persönliche Erlebnisse haben seine Bilder geprägt: Die nachhaltige Begegnung mit der legendären Fotoausstellung "The Family of Man" gehört ebenso dazu wie die Erfahrung, als Zwilling nur knapp den schrecklichen Experimenten des KZ-Arztes Dr. Mengele entgangen zu sein.

Selten ist ein Fotograf so kontrovers diskutiert worden. Die Betrachter von Saudeks Fotografien sind entweder begeistert oder verdammen seine Bilder.

Sara Saudkova, langjährige Lebensgefährtin, ruhender Pol und Managerin von Jan Saudek hat in den vergangenen Jahren eine beachtenswerte Reihe von Fotografien geschaffen. Sicherlich inspiriert von Jan Saudek hat sie allerdings eine subtile eigene Handschrift entwickelt. Ihre Arbeiten sind eher poetisch und mit einem femininen Touch geprägt und erzählen von einfacheren Dingen und den kleinen Schönheiten und Erlebnissen des Alltags und der Menschen.


20.08.2006 - 01.10.2006
Heinrich Heidersberger – zum 100. Geburtstag - Struktur und Architektur - Vintage Fotografien

Vernissage: 20.08.2006, 15 Uhr
Künstler: Heinrich Heidersberger

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Heinrich Heidersberger verstarb am 14. Juli in Wolfsburg, knapp fünf Wochen nach

seinem 100. Geburtstag.



Der Faszination der Photographie ist Heinrich Heidersberger noch im hohen Alter erlegen. Der in Wolfsburg lebende, international renommierte Künstler verzichtete bis letztes Jahr auf keinem seiner Spaziergänge im Elektromobil auf eine Kamera, obgleich er am 10. Juni 2006, sein 100. Lebensjahr vollendete. Dabei war die Photographie zunächst gar nicht sein berufliches Ziel, als er sich 1928 an der privaten Malschule von Fernand Léger in Paris einschrieb. Drei Jahre lang blieb er dort, lernte Künstler wie Mondrian und Tanguy kennen. Und: Er photographierte. Die Photographien dienten ihm als Reproduktionen seiner gemalten Bilder.



Die Photographie ließ den 1906 in Ingolstadt geborenen Heinrich Heidersberger nicht mehr los. 1936 ging er nach Berlin, um dort als freier Bildjournalist für Ullstein und Scherl sowie als Sach- und Werbephotograph zu arbeiten. Erste Veröffentlichungen im Jahrbuch "Photographie" folgten. Zugleich begann er mit der Architekturphotographie, auch wenn er zunächst noch in der Industrie (Berlin, Salzgitter, Braunschweig) fotografisch arbeitete. "Wie kaum ein anderer deutscher Photograph hat Heinrich Heidersberger das architektonische Geschehen der Moderne nach 1945 begleitet und kongenial interpretiert", urteilt Prof. Rolf Sachsse von der HBK Saarbrücken, indem er "sich exakt auf der schmalen Grenze zwischen sachlicher Schilderung und surrealer Inszenierung" bewegt.



In diesem Zusammenhang ist Wolfsburg für ihn wichtig geworden. Die junge, sich so dynamisch wie das bundesdeutsche Wirtschaftswunder entwickelnde Volkswagenstadt faszinierte ihn so sehr, dass er 1961 ins alte Renaissance-Schloss Wolfsburgs einzog. Heidersberger gehörte dort zu den Mitbegründern der Künstlergruppe "Schloßstraße 8". Sein Atelier befindet sich noch immer dort.

Heidersberger ist indes viel zu polyglott, als das er allein in Wolfsburg blieb. Reisen und Ausstellungen führten ihn nach Paris, Tucson in den USA oder Kopenhagen. Schon vor dem Wechsel nach Wolfsburg fuhr er wiederholt nach Amerika, Venedig, Kopenhagen, Den Haag und Istanbul. Auf der Trienale in Mailand reüssierte er mit den berühmten "Rhythmogrammen", zu deren Entwicklung er eigene Maschinen baute. Auch für die Stern-Serie "Kleid aus Licht", die Henry Nannen 1949 im Magazin Stern publizierte, bastelte er Scheinwerfer aus Kochtöpfen und optischen Linsen, vor die er Loch- und Lamellenmasken montierte. In der Projektion modulierten diese unterschiedliche Lichtmuster auf den Körpern der Frauen.



1972 repräsentieren von ihm geschaffene Wandbilder die Stadt Wolfsburg bei der Olympiade in München. 1981 wird ihm das Verdienstkreuz des Landes Niedersachsen verliehen, 1984 ist er an einer Ausstellung im Centre Pompidou in Paris beteiligt, 1989 folgen Ausstellungen und Vorträge in Touscon, Arizona. 1998 werden Arbeiten von Heinrich Heidersberger im New Yorker Museum of Modern Art gezeigt, und das ZDF sendet eine Reportage über ihn im Rahmen des "Heute"-Journals.

In den vielen Jahren seines fotografischen Schaffens ist Heinrich Heidersberger in diversen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Österreich, Dänemark, Großbritannien, Frankreich und den USA vertreten. Seine Arbeiten werden in Fachzeitschriften, Katalogen und Büchern veröffentlicht, u.a. in einem 1982 im Verlag Schirmer und Mosel erschienen Buch von Van Deren Coke. Der Titel: "Avantgarde Photographie in Deutschland 1919 -1939".

Die Fotografien Heinrich Heidersbergers galten jahrzehntelang als "State of the Art", und auf dem derzeitigen Kunstmarkt werden sie hoch geschätzt. Er gilt als Meister der Klassischen Fotografie.



In dieser 3. Einzelausstellung mit Heinrich Heidersberger der in focus Galerie seit 1994 zeigt die in focus Galerie ausschließlich Vintage Prints bekannter aber auch noch zu entdeckender Arbeiten des genialen Heinrich Heidersberger.


30.04.2006 - 25.06.2006
BLACK - Portraits und Körper -
Fine Art schwarzweiß Fotografien
Vernissage: 30.04.2006, 15:00 - 18:00 Uhr
Künstler: Angèle Etoundi Essamba, Heinz Thomi

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Öffnungszeiten:

vom 2. Mai bis zum 14. Mai täglich von 15:00 - 19:00 Uhr geöffnet, vom 15. Mai bis zum 25. Juni nur nach telefonischer Vereinbarung 0221 1300341 oder 0177 3202913.

Der persönliche Blick auf den farbigen Menschen der Afrikanerin Angèle Etoundi Essamba, aber auch der des Deutschen Heinz Thomi sowie ihre exzellenten Kompositionen und ihr Gespür für feinste Kontraste von Hell und Dunkel führen zu eindrucks- und kraftvollen

Körper-Bildern und Portraits von schwarzafrikanischen Menschen.

Im Werk Essambas spürt der Betrachter ihre afrikanische Herkunft. Mit Stolz, Einfühlungsvermögen und Intuition spiegelt sie innere Werte der afrikanischen Kultur.


15.01.2006 - 31.03.2006
Herbert Böttcher "Seamotion"
Vernissage: 15.01.2006, 15:00 Uhr
Künstler: Herbert Böttcher

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Moderne Transport-Logistik im Kontrast zur Seefahrerromantik ist das Thema des Fotografen Herbert Böttcher. In mitreißenden Panoramen hat der Fotograf das Zusammenspiel der Elemente Wasser und Wind mit dem Dahingleiten der riesigen Containerschiffe eingefangen.

Entstanden sind kraftvolle Aufnahmen, die die einzigartige Schönheit bewegter Meere inszenieren. In leuchtenden Farben, mit starken Kontrasten und klaren Formen. Bewegende Fotografien von Himmel, Wasser, Schiffen, Containern und Häfen. Am Tag und in der Nacht. Ein Gefühl, als wäre man dabei, wenn die Weite des Horizonts in der Kurzlebigkeit der Bewegung versinkt.

Öffnungszeiten: 15.01.06 - 29.01.06 täglich 15 - 19 Uhr, bis 31.03.2006 nur nach Vereinbarung


30.10.2005 - 23.12.2005
Connie Imboden (USA): „new photographs“
Vernissage: 29.10.2005, 19:00 Uhr
Künstler: Connie Imboden

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Die amerikanische Fotografin Connie Imboden widmet ihr künstlerisches Schaffen der Erforschung und Erfassung des Körpers. Mehr als je ein anderer Fotograf zuvor, vertieft sie sich in die Erfassung des Aktes. Das Resumé ihrer Arbeit verblüfft einen jeden Betrachter, hervorgerufen insbesondere durch die Verschmelzung einer ganz speziellen Schönheit und provokanter Offenheit. Ihre Werke bilden ein Brücke zwischen der uns bekannten Realität und unserem facettenreichen Gefühlsvermögen.



Die Künstlerin verändert den Körper durch Wasser und Reflektionen. Mit Lichtbrechungen in zerbrochenen Spiegeln schafft sie Illusionen, die den menschlichen Geist in all seiner Komplexität widerspiegeln lässt. Für ihre Bilder in und unter Wasser nutzt die Künstlerin

Reflektionen der Wasseroberfläche, um den Körper in bisher ungeahnten Formen erscheinen zu lassen. Dem Altbekannten werden neue Perspektiven verliehen.



Die Arbeit dieser Künstlerin wird durch ihre unvergleichbare Methodik ausgezeichnet. Die Bilderreihe, die über einen Zeitraum von zwanzig Jahren durch die Linse ihrer Kamera festgehalten wurde, wirkt provokativ und anregend, verwirrend ja sogar erregend. Ihre

gnadenlose Neugier hinterlässt eine Sammlung von ausdrucksstarken Fotografien, die von Sammlern und Museen weltweit erworben worden sind.



Ihre aktuelle Arbeiten, die die in focus Galerie, Köln (1. Ausstellung von Connie Imboden bei in focus 1997) ab Ende Oktober 2005 zeigen wird, sind eine sorgfältige Auswahl von sanften bis pietätlosen Fotografien. Die von der Fotografin selbst auf Silbergelatine-Baryt Papier vergrößerten Fotografien wirken schlicht und romantisch aber auch befreiend und erregend. Dieses Werk ist der Höhepunkt von zwei Sabbatjahren und die bisherige Krönung ihrer Leistung.

Die Fäden, die sie in zwanzig Jahren unermüdlicher Arbeit gesponnen hat, wurden mit diesem Werk zu einem Stoff exquisiter visueller und emotionaler Feinheit gewoben.


04.09.2005 - 20.10.2005
René Groebli - Magie und Melancholie
Fotografien der 40er und 50er Jahre aus den Serien:
"Das Auge der Liebe", "Magie der Schiene"
Vernissage: 03.09.2005, 19.00 Uhr
Künstler: René Groebli

Pressemitteilung
René Groebli , geb. 1927

- Fotografien der 40er und 50er Jahre



Öffnungszeiten:

vom 4. September bis zum 18. September 2005 täglich 15 – 19 Uhr,

vom 19. September bis zum 20. Oktober 2005 nur nach Vereinbarung



Eröffnung am Samstag, 3. September 2005, 19 Uhr

René Groebli ist anwesend und signiert den Reprint „Das Auge der Liebe“.



Großen Einfluss auf das frühe fotografische Werk René Groeblis hatten seine Freunde, die bekannten Schweizer Fotografen Jakob Tuggener und Robert Frank. Die Subjektivität in Robert Franks Werk beschäftigte René Groebli und führte ihn hin zu seiner eigenen subjektiv-poetischen Bildsprache. Groebli wollte fotografieren, was nicht greifbar ist: Bewegung, Dynamik und Geschwindigkeit – wie bei „Magie der Schiene“, einem wegweisenden Fotoessay, welcher 1949 entstand und in einem Zusammenspiel von Rauch, Geruch, Landschaft, Romantik und Stimmung die französische Dampfeisenbahn als Symbol der Kraft versinnbildlicht hat und Gefühle – wie bei „Das Auge der Liebe“, ein fotografisches Liebesgedicht, ein Werk voll zeitloser Poesie, welches 1953 entstand.



Auch der Fotograf Edward Steichen, damals bereits Kurator am Museum of Modern Art (MoMA) in New York, war beeindruckt von der Serie „Das Auge der Liebe“, welche 1954 als kleines Buch in einer Auflage von 1000 Stück erschien. Zusammen mit Robert Frank kam Edward Steichen 1953 nach Zürich, um für sein großes Ausstellungsprojekt „The Family of Man“ zu recherchieren. Steichen besuchte den damals 26- jährigen Fotografen Groebli, dessen sitzender Akt aus der vorliegenden Serie er sogleich für die renommierte fotografische Sammlung des MoMA erwarb. Außerdem wurde Groebli von ihm zur Teilnahme an der Ausstellung „The Family of Man“ eingeladen, die später weltweit in zahlreichen Museen gezeigt wurde.



Die verspätete Hochzeitsreise von René Groebli und seiner Frau Rita im Jahre 1953 führte die beiden nach Paris und Südfrankreich. Die dort entstandene Serie ist eine Konzentration auf eine zeitlich kurze und emotionale Situation. Die Bilder bestechen durch die Schönheit der Bewegungen, das Spiel mit der Silhouette, dem gedämpften Licht, den tiefen Schatten, dem Kontrast von Schärfe und Unschärfe, dem Verhüllen und Enthüllen. Sie leben von der Andeutung und der Assoziation. Man erblickt Stilleben, ein Interieur des Hotelzimmers, einen Blick aus dem Fenster, gar eine Szene im benachbarten Cafe – aber im Mittelpunkt steht etwas, das der Fotograf mit den Augen der Liebe betrachtet: seine Frau Rita.

(Auszüge aus dem begleitenden Text im Reprint, 2002 „Das Auge der Liebe“ von Birgit Filzmaier)



Die in focus Galerie, Köln zeigt seltene Vintage Prints aus der Serie „Das Auge der Liebe“ und limitierte Modern Prints aus der Serie: „Die Magie der Schiene“.


Bestand

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