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mianki. Gallery

Galerie bei artports.com

mianki. Gallery

Kalckreuthstr. 15
D-10777 Berlin
Germany/Deutschland
Tel:

info@mianki.com
www.mianki.com
Öffnungszeiten:
Di-Fr 15-19 h | Sa 11-16 h
Galerieportrait
Künstler der Galerie

Aktuelle Info

Finissage zur Ausstellunge

Katharina Schnitzler „1000 Afrikaner“ in Berlin

Malerei, Bildinstallationen, Öl-Zeichnungen, Zeichnungen

am 12. März 2016, 16 - 19 Uhr

Ausstellung vom 21. Januar – 12. März 2016


Katharina Schnitzler, eine Forscherin im Dazwischen, konfrontiert uns mit der Wahrnehmung und unseren angenommenen Realitäten. Sie schafft Bildwelten, die auf subjektive Weise das menschliche Bedürfnis nach Lösungen erfüllen. In ihrer Arbeit überlagert sie unzählige Texturen, Farbschichten, Zeichnungen und Text. Es entstehen Gemälde – installiert, poetisch, tief, witzig, eng verwoben und dabei brutal und schön zugleich!

Vom 22.01.2016 bis 12.03.2016 zeigt die mianki.Gallery in der Einzelausstellung von Katharina Schnitzler „1000 Afrikaner" Malerei, Bildinstallationen, Öl-Zeichnungen und Zeichnungen, aus den beiden Werkserien „1000 Afrikaner“ und „No Return“.

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen

Es wurde von der Galerie keine neue Ausstellung eingestellt.

Archiv

18.03.2016 - 07.05.2016
[‘dʀe׃ən]
Vernissage: 17.03.2016, 19 Uhr
Künstler: Constanze Vogt

Pressemitteilung
Am 4. Dezember 2015 erhielt die Kieler Künstlerin Constanze Vogt den Gottfried-Brockmann-Preis der Landeshauptstadt Kiel. Die begleitende Ausstellung in der Stadtgalerie Kiel endete am 28.02.2016. In der mianki Gallery werden jetzt direkt im Anschluss, vom 18.03.2016 bis zum 07.05.2016, die Arbeiten von Constanze Vogt in ihrer ersten Berliner Einzelausstellung „[‘dʀe׃ən]" gezeigt.



Die Jury in ihrem Statement zur Preisvergabe: „Die junge Kieler Künstlerin Constanze Vogt bewegt sich mit ihren Arbeiten zwischen den unterschiedlichen Medien. Ihre Bilder, Installationen, Objekte und Texte zeichnen sich durch eine reduzierte Materialwahl aus. Ephemere Materialien wie Papier, Sprache und Licht nutzt und bearbeitet Constanze Vogt für ihre Auseinandersetzung mit dem Thema der Zwischenräume. Der extensive und nahezu rituale Arbeitsprozess, mit dem sie das Material transformiert, ist in ihren Arbeiten deutlich sichtbar und erweitert die Objekte um einen performativen Charakter. Auf den ersten Blick äußerst selbstreferentiell, wirken sie wie eine Suche nach einer eigenen Sprache, die das Verhältnis von Text, Bild, Objekt und Körper in ein poetisches Licht rückt und austariert.

Die besondere Kraft und Stärke der Arbeiten von Constanze Vogt liegt in genau dieser poetischen und stillen Sprache, mit der sie Phänomene des Übergangs und der Transformation visualisiert. Mit beständiger und ausdauernder Intensität bewegt sie sich exakt und genau an der Grenze von Sichtbarkeit und dem Unsichtbaren, wodurch ihre Arbeiten als bewusster und anachronistischer Kommentar zu einer immer lauter werdenden populären Bilderkultur zu sehen sind.“



Constanze Vogt über Ihre künstlerischen Verfahren:

Ich zieh es auseinander sage ich, es werden vier, überrede mich und spiele geviertelt. Erzählen wie nähen und zeichnen, alles mit allem gleich setzen und wieder zeichnen, nähen, erzählen, was zuerst war spielt keine Rolle, aber auch nicht gar keine, weil alles die gleiche Rolle ist. Ich drehe mich um und um und muss nicht und muss alles umrunden, umrunde es murmelnd.









Constanze Vogt – [‘dʀe׃ən]



On 4th December 2015, the Kiel-based artist Constanze Vogt was awarded the Gottfried-Brockmann Prize by the of Kiel, capital of the German federal state of Schleswig-Holstein. The accompanying exhibition at Kiel’s Stadtgalerie came to a close on 28th February 2016. Directly following on from this, mianki.Gallery is pleased to be hosting ‘[‘dʀe׃ən]’, Vogt’s first Berlin solo exhibition, from 18th March to 7th May 2016.



To quote the prize jury’s statement: “Constanze Vogt, a young artist from Kiel, makes use of various mediums in her work. Her images, installations, object and written pieces all employ a limited range of materials. She uses ephemeral materials, such as paper, language and light for her works, which examine temporary spaces. The extensive and almost ritualistic working process that she uses to transform the material is clearly visible in her works and extends the objects, endowing them with a performative character. At first glance highly self-referential, the works create a sense of a search for one’s own language to lend a poetical light to the relationship between language, image, object and body.

The particular power and strengths of Vogt’s work lie in exactly this poetical, unspoken language with which she visualises phenomena of transition and transformation. She approaches very precisely the boundaries of visibility and invisibility with a constant and enduring intensity, through which her works are to be interpreted as a conscious and anachronistic commentary on the ever more loudly-expressed popular culture of image making.”



Constanze Vogt on her artistic process:

I pull it apart and say to myself, this will become four, convince myself of that and play it as something quartered. Storytelling, sewing and drawing alike, setting everything equal to everything else and once again drawing, sewing, storytelling — what came first has no importance; yet not totally so, since everything has the same importance. I spin myself around and around yet mustn’t, I have to round everything off, round it off in murmurs.


28.08.2014 - 25.10.2014
"lines + lines" – 3D Zeichnungen
Vernissage: 28.08.2014, 19-24 Uhr
Künstler: Silke Katharina Hahn

Pressemitteilung
mianki.Gallery zeigt neue Arbeiten von Silke Katharina Hahn



Die Linie, so Klee, ist „Gedanke“, und der Gedanke ist „Medium zwischen Erde und Kosmos“. Die Linie, die sichtbar macht, ist damit Mittler zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt. Die Linie ist aber auch „die erste bewegliche Tat“, ein primum movens – und damit schöpferisch.



Silke Katharina Hahn konfrontiert in ihren neusten Arbeiten die Linie in Dimension und Farbigkeit. Die farbige zweidimensionale begegnet der dreidimensionalen Linie aus schwarzer Materialität. Mit einer akribischen Vorarbeit und Planung, gepaart mit der Kontinuität der Wiederholung, unterwirft sie sich dem absoluten Zufall. Wir erleben ein Wechselspiel aus Chaos und Struktur, aus Zufall und Ordnung.



Die Linie, die erste bewegliche Tat. Aber welche von sieben möglichen Farben beim Zeichnen mit nur einem Stift erscheint, ist nicht planbar. Und kaum absehbar ist für Silke K. Hahn wie die dreidimensionale, durch Hitze geformte Linie sich entwickelt, welche Form sie nimmt, welche Fäden sie nach sich zieht.



In ihren neuen Werkserien gleichen und unterscheiden sich ihre einzelnen Arbeiten wie zwei Linien – zwei Gedanken. Sie stehen für permanente Veränderung und bilden zugleich eine Essenz, sind Relikte von Erfahrung und Begegnungen. Als Betrachter begeben wir uns auf eine Reise in einen Kosmos der ständigen Transformation.





Werk



Silke Katharina Hahns Auseinandersetzung: die Veränderung von Material durch Hitze. Ihr bevorzugtes Material: Heißkleber und Wachs. Die Prägung: reduziert, konzentriert und reflektierend.



Im Mittelpunkt steht die Farbe Schwarz. Ein komplexes Schwarz, in dem alle Farbigkeit steckt und das doch den Gegenpol zur überbordenden und oftmals überfordernden Buntheit alltäglichen Lebens bildet.



Neben der unmittelbaren Präsenz der dreidimensionalen Linie ist die Arbeit mit Heißkleber für Silke Katharina Hahn bereits ein transformativer Prozess. Der sich durch Hitze verändernde Klebstoff ermöglicht es ihr mit der Linie direkt in den Raum zu gehen. Zeichnerisch vielschichtig, auch in der dritten Dimension präsent zu sein, wie ein unendlich vielschichtiges Liniengewirr. Die Zeichnung wächst aus der Wand in den Raum. Durch das weitere Bearbeiten mit heißer Luft können die Linien wieder geschmolzen werden. Das Liniengewirr erhält dadurch etwas Fließendes, ähnlich einer Lavamasse, die sich im Raum ausbreitet. Durch diesen gezielten Eingriff kann das dreidimensionale Liniengeflecht wieder gezielt komprimiert werden.



Alles ist ständig Transformation, ohne Anfang, ohne Ende. Dem Betrachter begegnet in den Arbeiten immer wieder der Kreis als universelles Symbol für Unendlichkeit, das Vollkommene, das große Ganze, für Zeit- und Raumlosigkeit.





CV – Silke Katharina Hahn



Silke Katharina Hahn, geboren 1968 in Bad Hersfeld, ließ sich zunächst zur Holzbildhauerin ausbilden.1992 begann sie das Studium der Bildhauerei an der Freien Kunstschule Nürtingen, wechselte 1994 in den Bereich Malerei an der Kunstschule Berlin. Nach einem Abschluss in Architektur (Diplom 2004) widmet sie sich erneut dem Studium der Malerei von 2006 – 2011 an der Akademie für Malerei Berlin, Meisterschülerin von Ute Wöllmann.

Ihr Arbeiten wurden 2008 auf der Art Innsbruck und 2009 auf der Art Zürich gezeigt. Nach ihrer ersten Einzelausstellung 2010 in der mianki. Gallery, Berlin wurde sie in der Galerie im Künstlerhaus, Leonberg und auf der Art Innsbruck 2012 präsentiert. Es folgte ihre zweite Einzelausstellung in der mianki. Gallery, die Präsentation ihrer Werke auf der PREVIEW BERLIN Art Fair 2012 und 2013 und in der Gruppenausstellung „different lines“. 2014 ging es für sie mit der Gruppenausstellung LUXURY, im Deutschen Generalkonsulat, das erste Mal nach New York.


26.06.2014 - 23.08.2014
„Ich will eine … einen …“

Vernissage: 26.06.2014, 19 Uhr
Künstler: Tina Heuter, Katharina Schnitzler

Pressemitteilung
Tina Heuter & Katharina Schnitzler – „Ich will eine … einen …“



Ein Mädchen mit Kalb und die zweidimensionale Frau

mianki.Gallery zeigt neue Arbeiten von Tina Heuter & Katharina Schnitzler





Unter dem Titel „Ich will eine ... einen ..." wird vom 26.06. bis 23.08.2014 in der Berliner mianki.Gallery –bekannt für Arbeiten mit außer- und ungewöhnlichen Materialien – eine Gemeinschaftsausstellung der Berliner Künstlerinnen Tina Heuter, Skulpturen und Katharina Schnitzler, Malerei als Installation und Zeichnungen zu sehen sein.





Die Inszenierung und die Darstellung der eigenen Person ist nicht nur ein Phänomen in allen Kulturen, sie ist eine Kunst. Unser Leben und unser Alltag sind davon geprägt – egal, ob es um den Moment geht, um die Partnerwahl oder vielleicht um die eigene berufliche Karriere. Es gibt viele Situationen, in denen es darauf ankommt, „richtig“ zu wirken. So vielfältig die Situationen sind, so vielfältig sind auch unsere Wirkungsmöglichkeiten. Es ist schon eine Kunst, dass wir uns so präsentieren, dass wir die Reaktionen erzielen, die wir zu erzielen beabsichtigen. Immer begleitet von den Fragen „Wen oder was will ich? Kann ich es überhaupt bekommen?“



Tina Heuter und Katharina Schnitzler gehen in ihren Arbeiten, auf unterschiedliche Weise, diesem Phänomen nach. Dies erleben wir in der Gegenüberstellung der Ausstellung „Ich will eine … einen …“, auf humorvolle Art. Tina Heuter beobachtet feinsinnig den Menschen im Alltag. Sie hält uns mit ihren Skulpturen aus Bronze, Beton und Papier spielerisch den Spiegel vor. In ihren Öl-Zeichnungen, Zeichnungen und Bildinstallationen stellt Katharina Schnitzler hingegen in ihrer gewohnt humoristischen Weise unter anderem die Frage nach dem Idealbild der Frau.



Künstlergespräch am Samstag, 23. August 2014 um 17 Uhr. RSVP



In Zusammenarbeit mit:

Paasburg´s WeinAusLeidenschaft | www.paasburg.de



Zugunsten des Vereins:

kulturvoll e.V. | www.kulturvoll-ev.de





Tina Heuter & Katharina Schnitzler – „I want a … a …“



Staging and presenting yourself is not only a phenomenon in all cultures, it is an art. This characterizes our everyday life and it is hereby irrelevant if it concerns the moment, a choice of partner, or career. There are many situations in which it depends to have the right effect. As different as the situations are, are also the possible effects, it is an art to presentate oneself in a way that one receives the reaction, that was imagined in advance. Always accompanied by the questions, “Who and what do I even want? And can I even get it?”



Tina Heuter und Katharina Schnitzler pursue this phenomenon in different ways in their work, which we experience in a humorous way in the exhibition “I want a … a …,”. Tina Heuter subtly observes people in everyday life and playfully holds a mirror in front of us with her sculptures of bronze, concrete and paper. In her oil-drawings, drawings and installations with paintings, Katharina Schnitzler also poses in her usual humorous manner the question of the ideal image of a woman.


24.04.2014 - 21.06.2014
Identitäten / Identities
Vernissage: 24.04.2014, 19 Uhr
Künstler: Anna Matola

Pressemitteilung
Anna Matola interessieren die Menschen, ihre Vielfalt, ihre Gesichter und ihre Charaktere, die man an den verschiedensten Orten im Alltag antrifft: in der U-Bahn, im Kino, auf einer Parkbank, in der Warteschlange vor einem Museum, auf dem Wochenmarkt.

Um die menschlichen Charaktere und ihr Verhalten darzustellen, welche sie in diesen Situationen beobachtet, bedient sie sich vor allem in der Tierwelt. Das Tier als eindrucksvoller visueller Transporteur. Es bringt auf einfache und verständliche Weise sofort die im Menschen verborgenen Charaktereigenschaften zum Ausdruck. Die damit verbundene Identität erleben wir eindrucksvoll, vor allem in der Darstellung ihrer hybriden Gestalten, halb Mensch, halb Tier.



Mit ihren Skulpturen konfrontiert uns Anna Matola mit der Kernfrage nach der persönlichen Identität und was diese ausmacht. Woran machen wir unsere Identität eigentlich fest? – an unserem Gedächtnis? An unserem Bewusstsein? – an etwas Sozialem oder schlicht an unserer Biologie.





Martino Tarantola – Fotografien

Die verformten Welten von Martino Tarantola sind bevölkert von Anna Matolas Skulpturen. Unsicher und verunsichernd scheinen sie die seltsamen Welten Tarantolas zu erforschen.





Anna Matola is interested in people, their diversity, their faces and their characters that are found in different places in everyday life: in the subway, at the movies, on a park bench, in the queue in front of a museum, at the weekly market. To illustrate the human characters and behavior, which she observed in these situations, she mainly uses elements from the animal world. The animal, as a impressive visual transformer. Immediately it brings the expression of the hidden human aspects, of its character in a simple and understandable way. Especially in the presentation of her hybrid figures, half human, half animal, we impressively experience the associated identities.



Martino Tarantola – Photographies

The twisted enviroments that Martino Tarantola creates, are populated by Anna Matola´s sculptures. Insecure and confusing they seem to explore Tarantola´s disconcerting worlds.


13.03.2014 - 19.04.2014
EMOTIONS - Kunst aus Licht und Duft
Vernissage: 13.03.2014, 19 Uhr
Künstler: Jakob Kupfer, Christophe Laudamiel

Pressemitteilung
EMOTIONS - Kunst aus Licht und Duft



Licht und Duft sind die elementarsten und emotionalsten Phänomene unserer Kultur. Christophe Laudamiels Arbeiten sprechen direkt unsere Emotionen an, denn Düfte wirken unmittelbar auf unser emotionales Zentrum, die rationale »Wahrnehmung« wird erst später hinzugeschaltet. Jakob Kupfer umgeht den »rationalen Filter« durch die völlige Gegenstandslosigkeit seiner Arbeiten und dringt so direkt zur individuellen emotionalen Ebene des Betrachters vor.



Beiden Künstlern gemein ist, dass sie mit denkbar unmateriellem Material arbeiten: Duftmolekülen und Licht. Man könnte sogar noch weiter gehen und sagen, ihre Arbeiten seien immateriell, denn eigentlich »existieren« die Arbeiten nur im Moment der Betrachtung, im subjektiven Erleben des Betrachters. Die dabei hervortretenden eigenen inneren Bilder und Phantasien sind das eigentliche »Werk«.



Damit definieren Kupfer und Laudamiel eine neue Klasse des »Originals«. Ausschlaggebend ist nicht mehr nur die Einmaligkeit des Werks, sondern auch die Einmaligkeit und Unwiederbringlichkeit des jeweiligen Erlebnisses.



EMOTIONS – Christophe Laudamiel & Jakob Kupfer



»Jeder weiß, was eine Emotion ist, bis er gebeten wird, eine Definition dafür zu geben.«

James Russell/Ernst Fehr



Das Wort »Emotion« entstammt dem lateinischen »emovere« (herausbewegen, emporwühlen). Neurologisch werden unsere Emotionen im ältesten und tiefsten Teil des Gehirns, dem limbischen System verortet. Sie sind kaum zu kontrollieren, dafür aber leicht zu beeinflussen. Sie lassen uns das Leben spüren und entziehen sich dennoch jeder konkreten Analyse.



Der Lichtbildner Jakob Kupfer und der Duftbildner Christophe Laudamiel widmen sich beide in ihrer künstlerischen Arbeit – wenn auch auf sehr unterschiedliche Art und Weise – der Erforschung dieses gleichermaßen mächtigen wie verborgenen Bereichs unseres Unbewusstseins.



Die Arbeiten der beiden Künstler sind kaum zu deuten, denn es ist weitgehend unmöglich, sie inhaltlich zu beschreiben oder einzuordnen. Das liegt auch daran, dass sie erst in der individuellen Wahrnehmung zum eigentlichen »Werk« werden, ihre Bedeutung also mit jedem Rezipienten und jedem Umstand der Wahrnehmung variieren.



In dieser absoluten Privatheit steckt eine große Kraft. Niemand ist gezwungen, sich dazu zu verhalten oder sich dazu zu äußern, der das nicht möchte. So findet der »Betrachter« in den Arbeiten einen Moment der Freiheit, sowohl gegenüber den äußeren Bedingungen als auch gegenüber den inneren selbst auferlegten Restriktionen.



Das individuelle Erlebnis entwickelt sich frei und unbeeinflusst aus uns selbst. Dabei bleibt es immer einzigartig, denn es lässt sich weder wiederholen, noch überprüfen oder hinterfragen. Es passiert und ist im gleichen Augenblick vorüber. Man kann es immer wieder erleben, aber nicht wiederholen, denn es wird immer anders sein. Es ist nur da, während man es erlebt. Man kann es nicht vorhersagen und schon gar nicht reproduzieren. Man kann es nicht festhalten, man muss sich Zeit nehmen, es zu erleben.



Und plötzlich wird einem klar:

Glück kann man kaufen, nur nennt man es dann Kunst!



Christophe Laudamiel ist der jüngste Neuzugang der Berliner mianki. Gallery. Jakob Kupfer wird seit 2010 von der Galerie vertreten. Die Zusammenarbeit der beiden Künstler für diese Ausstellung wird völlig neue visuell-olfaktorische Erlebnisse möglich machen.



Mit freundlicher Unterstützung von:

LG Electronics | www.lg.de

Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin | www.kpm.de

Gereke Einrahmungen | www.gereke-einrahmungen.de


21.11.2013 - 18.01.2014
HIS STORY GOES ON
Vernissage: 21.11.2013, 19 Uhr
Künstler: Dominik Wein

Pressemitteilung
Der Berliner Künstler Dominik Wein (*1967) erzählt in einer Installation, die alle Formate sowie klassische und moderne Techniken der Kunst vereint, seine Familiengeschichte. Zu sehen sind u.a. seine noch jungen Weine aus dem Jahrgang 2012, Gemälde von Alessandro und den dazugehörigen Geschichten oder die neuen Arbeiten aus der Serie „Super cool unpainted“ seiner Halbschwester Kim Wein, die die „Street Art to go“ erfunden hat.



Alle Sinne ansprechen, den Besucher öffnen für neue Dimensionen, für das eigentlich Überfordernde. Alle Formate der Kunst in einer Ausstellung verbinden. Dafür legt der Berliner Künstler Dominik Wein Geschichten und Techniken in verschiedenen Ebenen übereinander. Installativ. Passioniert. Er prägt ein neues Genre aus.



In seiner Ausstellung „His Story“ versammelte der Künstler 2012 verschiedenste Formate herum um Weins Familienstammbaum. Jeder Ast ganz eigen, virtuos: Maximilian, Schriftsteller; Allessandro, Maler; Vini, Boxer; Walt Wein, Musiker; Kim, Streetartist. Familienmitglieder, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Sie alle produzieren Dinge, die man sehen, anfassen, riechen, schmecken, hören kann. Gemälde vom Urur-Großvater aus dem 19. Jahrhundert, sein Urgroßvater – Winzer aus Rheinhessen und der Wein von HERR WEIN wird bis heute angebaut. Mode aus London oder Weins Tante Maria entwickelte das Power Getränk „GEES“ für die Kunstszene.



Mit seiner neuen Ausstellung „HIS STORY GOES ON“ können wir wieder teilhaben, erleben, genießen und uns mit Weins Familie umgeben. Wir werden zurückversetzt in eine andere Zeit, mit den Gemälden von Allessandro und den dazugehörigen Geschichten. Dominik Weins Halbschwester Kim Wein, macht nicht nur mit ihrer Street-Art-Aktionen von sich reden sonder erfand die „STREET ART TO GO“. Gezeigt werden auch ihre neusten Arbeiten aus der Serie „SUPER COOL UNPAINTED“. Und von HERR WEIN erwarten wir die neuen Weine aus dem noch jungen Jahrgang 2012.

Fiktion und Fakten. Eine Ausstellung mit so vielen Seiten, dass jeder sich Angesprochen fühlt. Die Ausstellungsbesucher tauchen ein in diese einzigartige Familiengeschichte und jeder von uns kann teilhaben.



Dominik Wein sagt zu seiner Ausstellung „HIS STORY GOES ON“: „Wenn man einer schönen Frau einen Diamanten schenkt und ihr sagt, dass die Liebe für immer so schön sein wird wie dieser Diamant, weiß man, dass es nicht sein kann. Liebe verändert sich, nichts ist für ewig. Aber man möchte an der Illusion der ewigen Liebe festhalten. Meine Ausstellung ist eine unglaubliche Geschichte, die jeder entdecken und dabei für sich selbst entscheiden kann, was er glauben möchte.“


15.08.2013 - 19.10.2013
Moment mal
Vernissage: 15.08.2013, 19-24 Uhr
Künstler: Michael Schuster

Pressemitteilung
Schuster zeigt Arbeiten auf Papier, Kleinskulpturen und eine Wandinstallation aus dem fragilen Material getrockneter, gepresster Blätter. Diese schneidet er aus und appliziert sie auf Papier oder platziert sie im Raum. Als Vorlagen und Ausgangspunkt dienen Fotografien, meist Schnappschüsse, die aus seinem privaten Familienalbum stammen.





Die Arbeiten von Michael Schuster setzen sich mit der Konservierung und Speicherung von Erinnerungen auseinander. Im Fokus steht dabei das fotografisch erzeugte Bild. Die Fotografie als bildhafte Umsetzung eines vergangenen Zeitpunktes suggeriert dem Betrachter Wirklichkeit und Gegenwart.



Bildnerische Reduktionsprozesse der Vorlagen und die Verwendung von Vergänglichkeit suggerierender Laubblätter lösen die Fotografien aus ihrem ursprünglichen Kontext heraus. Es verschwinden typische Merkmale wie Grauwerte, Tonwertabstufungen, Perspektive und Raum. Die bildgebenden Personen lösen sich von ihrer bisherigen Umgebung und verbinden sich neu mit der Struktur und der Form des Blattes. Mit dem Verschwinden der Fotografie verschwindet auch Subjektivität und Intimität. Aus dem flüchtigen Moment der Vergangenheit entsteht ein Bild: universell, eigenständig und neu – befreit von der Versuchung, Gegenwart und Realität vorzutäuschen.





Vita – Michael Schuster



Michael Schuster, 1963 in Mannheim geboren, absolviert sein Kunststudium von 1988 – 1991 an der Freien Kunstakademie Mannheim bei Gerd Lind, Rainer Negrelli und Walter Stallwitz. Er hat in dieser Zeit bereits seine erste Einzelausstellung in der Galerie HALSKRATZ in Mannheim. Im Anschluss studiert er von 1991-1995 an der Fachhochschule für Gestaltung Mannheim Visuelle Kommunikation bei Prof. Günter Slabon, Prof. Wolf Magin, Prof. Roland Fürst und bei Prof. Eckhard Neumann. Es folgen zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, u. a. im Kunstverein Bochumer Kulturrat, in der Galerie Klose, Essen, Galerie Rudolfv, Amsterdam und in der Galerie Andersen, Zürich. 2012 wurde Schuster das erste Mal auf der AFFORDABLE ART FAIR, Amsterdam und im ZAHA MUSEUM, Seoul gezeigt. Zeitgleich zu seiner ersten Einzelausstellung in der mianki. Gallery, Berlin zeigen wir ihn auch zur Berlin Art Week 2013 auf der PREVIEW BERLIN ART FAIR.


20.06.2013 - 10.08.2013
Dialog mit ...
Vernissage: 20.06.2013, 19-24 Uhr
Künstler: Tina Heuter

Pressemitteilung
Tina Heuter kombiniert gekonnt Mimik, Gestik und Haltung, ihre Plastiken erzählen Geschichten, ziehen uns regelrecht in ihren Bann. Im zweiten Schritt setzt sie zeitgenössische Materialien wie Beton oder Papier ein. Das führt sie konsequent weiter und hängt das Ganze dann sogar in den Raum und an die Wand. So entsteht eine ganz eigene, neue Art der Plastik. Sie zeigt uns, dass das Thema der figürlichen Plastik unendlich ist.



Einfach mal Träumen, oder doch Nachdenken, in Gedanken versunken, oder ganz stolz Schreiten. Um Stimmungen, Ausdrücke und Situationen geht es der Künstlerin, ohne sich dabei im Detail zu verlieren. Diese Stimmungen sind aber keines falls vordergründig, oder gar Plakativ. Durch die grobe Oberfläche, einer gekonnten Kombination aus Mimik, Gestik und Haltung, gelingt es Tina Heuter ihre Plastiken Geschichten erzählen zu lassen. Dabei ziehen uns die Figuren regelrecht in ihren Bann.



Diese Stimmungen greift Heuter im zweiten Schritt ganz geschickt, durch die Verwendung „zeitgenössischeren“ Materialien wie Beton, Stahl oder Papier für die Plastik erneut auf. Und wir erleben, was mit ein und derselben Plastik geschieht, wie sich Wirkung und Wahrnehmung verändern. So schafft Heuter es Ihren Arbeiten eine ungewohnte Aktualität zu geben und selbst die klassische Bronze erscheint in diesem Dialog wieder zeitgemäß und modern.



Das Spiel der Materialien führt sie Konsequent weiter, Kombiniert mit neuen Medien, stellt gegenüber und hängt das Ganze dann sogar in den Raum oder an die Wand. So entsteht eine ganz eigene, neue Art der Plastik. Tina Heuter zeigt uns, dass das Thema der figürlichen Plastik unendlich ist und führt uns dabei in einen spannenden Dialog mit ihren Werken, den Materialien, den Raum, mit uns, mit … und wir dürfen gespannt sein was sie in der Zukunft mit der klassischen Bildhauerei noch alles kombiniert.



Vita – Tina Heuter

Tina Heuter, 1968 in Düren geboren, absolvierte nach dem Abitur eine Holzbildhauerlehre im Atelier Bonifatius Stirnberg. Im Anschluss Studierte sie an der Fachhochschule Aachen im Fachbereich Design und Bildhauerei bei Prof. Lutz Brockhaus & Prof. Benno Werth. Beim Internationalen Bildhauer – Symposium in Budduso / Sardinien erhielt Tina Heuter 1995 den 3. Preis. Nach Ihrem erfolgreichen Diplom-Abschluss 1998, folgten viele Ausstellungen im In- und Ausland und belegte beim „Andreas-Kunstpreis 2003“ den 1.Platz. Seit 2005 lebt und arbeitet sie in Berlin.



Abdruck frei / Belegexemplar erwünscht


18.04.2013 - 16.06.2013
Im falschen Traum
Vernissage: 18.04.2013, 19-24 Uhr
Künstler: Katharina Schnitzler

Pressemitteilung
Katharina Schnitzler, eine Forscherin im Dazwischen, konfrontiert uns mit der Wahrnehmung, unserer angenommenen Realitäten. Sie schafft Bildwelten, die auf subjektive Weise das menschliche Bedürfnis nach Lösungen erfüllen. In ihrer Arbeit überlagert sie unzählige Texturen, Farbschichten, Zeichnungen und Text. Es entstehen Gemälde – installiert, poetisch, tief, witzig, eng verwoben und dabei brutal und schön zugleich!


21.02.2013 - 13.04.2013
different lines
Vernissage: 21.02.2013, 19 Uhr
Künstler: Silke Katharina Hahn, Claudia Kallscheuer, Lisa Mayerhofer, Ev Pommer, Rebekka Uhlig

Pressemitteilung
Die Ausstellung „different lines“ nähert sich dem Raum auf besondere Weise. Fünf Künstlerinnen greifen den Raum neu, sichtbar oder unsichtbar. Sie umschließen ihn mit ungewöhnlichen Materialien, lassen subtile Reflexionen durchdringen. Sie führen vorbei am fragilen Oberflächengerüst alltäglicher Wahrnehmungen, öffnen den Raum dahinter. Klangräume entstehen. Die unterschiedlichen Positionen eint das Basiselement: die Linie.



Die Künstlerinnen



Silke Katharina Hahn

Bevorzugt arbeitet Silke K. Hahn mit sich unter und durch Einfluss von Hitze verändernden Materialien wie Heißkleber und Wachs. Dies ermöglicht es ihr mit der gezeichneten Linie in den Raum zu gehen und in der dritten Dimension präsent zu sein. Vielschichtig, dabei reduziert, reflektierend und auf das Wesentliche konzentriert.



Claudia Kallscheuer

Das Sticken und Nähen ist Claudia Kallscheuers zentrales künstlerisches Ausdrucksmittel. Es ermöglicht ihr Kleinigkeiten im Wert hervorzuheben. Werte die wir meist nicht mehr beachten. Einfaches und belangloses, entrückt sie durch das Schreiben an der Nähmaschine. Prozesshaft, wiederholend, verknüpft mit dem kalkulierten Chaos der hängenden Fäden.



Lisa Mayerhofer

Die Arbeiten von Lisa Mayerhofer beginnen und enden mit einem Material. Meist alltägliche Materialien, die im spielerischen Umgang ihre Eigenheiten offenbaren. Repetitive Prozesse, oder fast obsessive Arbeitsweisen gesellen sich im Arbeiten zum Material. Dem Entstehungsprozess wird somit ein hoher Stellenwert gegenüber dem Ergebnis zugestanden – und so enthüllt sich ein vielleicht oft übersehenes Merkmal des Ausgangsmaterials, welches an sich schon zur Linie wird.



Ev Pommer

Anwesenheit und Abwesenheit, das Zusammenspiel von Sichtbarem und Unsichtbarem, der Gegensatz von Innen und Außen spielen in ihrer Arbeit eine wichtige Rolle. Ev Pommer geht von der horizontalen und vertikalen Dimension des menschlichen Körpers aus, sie sind Vektoren, welche die Anwesenheit eines Körpers im Raum skizzieren. Dabei funktioniert der fiktive Körper als Leerstelle. Das Material vergegenständlicht diese, bzw. seinen Bewegungsraum.



Rebekka Uhlig / PerformanceChor für Experimentellen Gesang

Lines and Dots - Grafische Videokomposiotion für Stimmen gesetzt in Zeit und Raum

Die Performance „Lines and Dots“ vereint Zeichnung, Klang und Bewegung. Zeichnerische Strukturen werden stimmlich interpretiert, Stimmen zeichnen Linien in den Raum. Die Interpretation entsteht jeden Augenblick neu. Komponiert sind ausschließlich Strukturen: Linear und punktuell. Die musikalische Interpretation ist frei improvisiert. Mit dieser Arbeit verfolgt Rebekka Uhlig mit dem PerformanceChor für Experimentellen Gesang Berlin ihre Spur in der Realisierung von audiovisuellen Ereignissen.


22.11.2012 - 16.02.2013
Ich sehe was, was Du nicht siehst
Vernissage: 22.11.2012, 19-24 Uhr
Künstler: Jakob Kupfer

Pressemitteilung
„Ich sehe was, was Du nicht siehst“

Jakob Kupfer »Lichtbilder« und »Fades«



Er ist ein Lichtbildner im besten, althergebrachten Sinne: Jakob Kupfer verdichtet in seinen fotografischen Arbeiten diffuse Farb- und Lichtreflexe zu malerischen Originalen (Unikaten). In den »Lichtbildern« lässt er verborgene, vom Licht gemalte Fantasiewelten sichtbar werden. Mit seinen Lichtobjekten »FADES« löst er diese eingefrorenen Momente wieder in einen konstanten Wandel auf.



Kupfers Bilder bleiben wertlose Farbschlieren, solange sie niemand ins Auge fasst. Was ein Stück weit für jedes Kunstwerk gilt, gilt für diese Werke ohne jede Einschränkung: Erst im Akt des Betrachtens entsteht aus dem manifesten Farbbogen echte Kunst. An den ruhigen, weichen Farb- und Lichtspuren, die so sanft scheinen und doch von unbändiger Kraft beseelt sind, gerinnt die Vorstellungskraft, kristallisiert die Fantasie zu imaginierten Bildern. Das macht Kupfers Lichtbilder weniger zu klassischen Fotos, denn zu Regiebüchern künstlerischer Interventionen. Ein Dauerticket zu immer neuen visuellen Happenings. Kupfers Lichtbilder verlangen ein aktives Sehen, das wir längst verlernt zu haben meinten, und ihre Betrachtung fordert gebieterisch jene Muße, die wir uns sonst nur noch selten leisten. So zu schauen, sagt wenig über das Abgebildete, viel aber über den Schauenden. Fast möchte man von einem therapeutischem Sehen sprechen, die Lichtbilder mit Rorschach-Tafeln vergleichen, würde sich tatsächlich jemand außer dem Betrachter selbst für das Ergebnis interessieren, seine wie auch immer geartete Leistung deuten oder prüfen. Doch nichts dergleichen ist der Fall. Die Landschaften aus Licht dienen sich der Freude an Fantasie und Sinnlichkeit einzig als Vehikel an. Sie fordern nichts und öffnen doch das Tor zum Widerhall sehr existentieller Erfahrungen: Geborgenheit, Liebe, Wehmut, Sehnsucht, Wünsche und ja, auch Ängste leben in diesen Lichtbildern auf - wie überall, wo wir uns auf neues Terrain wagen.

»Was wir nicht erkennen können, dürfen wir uns neu erdenken. Wo wir nicht mehr verstehen müssen, beginnt der Freiraum der Fantasie« Jakob Kupfer





»Lichtbilder«

Die »Lichtbilder« machen, als Momentaufnahmen aus dem sich kontinuierlich wandelnden Lichtfluss, verborgene, vom Licht gemalte Phantasiewelten sichtbar, die wir mit unseren auf »scharf« gestellten Sinnen nicht wahrnehmen können. Lassen wir uns darauf ein, führen sie uns zu unseren eigenen Bildern, Fantasien, Imaginationen. Möglich wird dies durch die Abwesenheit jeglichen konkreten Anhaltspunktes. Alles, was der Betrachter wahrnimmt, entsteht aus seiner persönlichen Interpretation und momentanen Verfassung. Darin liegt die eigentliche Magie der Bilder: Sie fordern nichts, sie drängen uns keine Aussage auf, sondern bieten sich still als Ausgangspunkt zur Erforschung unserer eigenen Wirklichkeit an. Kupfer versteht seine »Lichtbilder«, obwohl auf fotografischem Weg entstanden, als Gemälde; Einzelstücke aus Pigment, Wachs und Papier.





»FADES«

Mit den 2012 begonnenen »FADES« erweitert sich der künstlerische Ausdruck. Der eingefrorene Moment des »Lichtbildes« wird wieder aufgelöst und entzieht so dem Auge auch noch die gewohnte Konvention des Bildbetrachtens. Der permanente nahezu unmerkliche Wandel erzeugt eine neue Wahrnehmungs-konstante. Der Vorgang der Verwandlung ist kaum wahrnehmbar, der Effekt, dass das vermutete/erinnerte Bild im nächsten Moment weg ist, sich verändert hat, verwirrt, stellt die eigene Wahrnehmung in Frage und fesselt zugleich. Licht ist hier nicht mehr nur Gegenstand der Betrachtung, sondern wird aktiver Teil der Darstellung. »FADES« sind »digitale Unikate«. Sie sind nicht nur inhaltlich unbeständig, sondern eigentlich auch nicht existent: Sie entstehen, wenn sie mit Licht (Strom) versorgt werden. Die beiden Werkgruppen berühren, jedes für sich und in ihrer Wechselwirkung miteinander, zwei grundlegende Fragen des menschlichen Selbstverständnisses: Zum einen die Frage nach der Wirklichkeit und zum anderen die Frage nach der Gegenwart. In den »Lichtbildern« können wir unsere innere Wirklichkeit erforschen, unsere Sinnlichkeit erfahren und unsere Phantasie entwickeln.

»Nicht die Dinge selbst beunruhigen den Menschen, sondern die Vorstellung von den Dingen« (Epiktet, um 50 - 125 n. Chr.) Der englische Begriff »Fade« beschreibt den Moment der Wandlung, der Vergänglichkeit und Entstehung.





Jakob Kupfer

Die konsequente Umsetzung des künstlerischen Ansatzes, zwingt die dahinter stehende Person, sich ebenfalls für die absolute, durch das Pseudonym »Jakob Kupfer« verkörperte Abwesenheit zu entscheiden. Weder ein scheinbar erkennbarer Bildinhalt, noch eine »reale« Person mit allen daraus entstehenden Interpretationen sollen die freie Wahrnehmung des Betrachters beeinflussen.


25.10.2012 - 10.11.2012
3. Benefiz-Kunstauktion zugunsten der
Stiftung Telefonseelsorge Berlin, Vorbesichtigung
Vernissage: 25.10.2012, 19-24 Uhr
Künstler: Andreas Amreihn, Dan von Anhalt, Elvira Bach, Matthias Beckmann, Mara Diener, Klaus Fußmann, Manfred Hamm, Edvard Koinberg, Jan Mövius, Willem Julius Müller, Barbara Quandt, Friederike von Rauch, Lars Teichmann, Carsten Weitzmann, Stephen Eilks, Ute Wöllmann, Wolfgang Zandt, u.w.

Pressemitteilung
Anknüpfend an den Erfolg der Jahre 2010 und 2011, gibt es auch im Spätherbst 2012 eine Kunstauktion zugunsten der Stiftung Telefonseelsorge Berlin.



Unter der Leitung des renommierten Berliner Auktionators Fares Al-Hassan kommen

am 13. November ca. 50 Werke zeitgenössischer Kunst zur Versteigerung.



Veranstaltungsort der Auktion ist die Berlinische Galerie, Berlins Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur.



Eine Vorbesichtigung der Kunstwerke findet vom 25. Oktober bis 10. November in der mianki.Gallery, Berlin-Schöneberg, statt. Die Ausstellung wird feierlich am 25. Oktober von 19 bis 24 Uhr eröffnet.



Ende Oktober liegt der Auktionskatalog mit Informationen zu den eingelieferten Kunstwerken vor. Diesen können Sie auch Online einsehen unter www.telefonseelsorge-berlin.de!



In Kooperation mit: Berlinische Galerie, KUNST Magazin, zitty Berlin, mianke.Gallery, LVBG


24.08.2012 - 20.10.2012
SHIFTING
Vernissage: 23.08.2012, 19 - 24 Uhr
Künstler: Wanda Stolle

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Wanda Stolle „Shifting“



In ihren jüngsten Arbeiten verschiebt Wanda Stolle Wahrnehmungen, sie verteilt um, verlagert, überlagert, verwandelt. Ein illusorisch-reflexives Spiel unter der greifbaren Oberfläche. Sie schafft poetische Momente zwischen Kraft und Erschlaffung, zwischen Schwere und Zartheit, zwischen Illusion und Materialität. Sphärisches eingefasst in materieller Präsenz.



Zeichnungen



Wanda Stolles Zeichnungen sind Schnitte, Einschnitte in Tuscheflächen. Ein Strich ist hier eine geschnittene Linie, ins Papier hinein. Jeder Schnitt treibt die Zeichnung in die Räumlichkeit, in die Dreidimensionalität. Der Schnitt legt Material offen, bahnt Lichtdurchflutung, lenkt Perspektiven.



Die Zeichnungen betonen, zelebrieren ihre eigene Verletzbarkeit, Fragilität. Durch Einschnitte hart an der Destruktion. Schnitte und Flächen schaffen einen Raum, sie behaupten sich.



Wandobjekte



Die Wandobjekte sind Einflussfelder von aufgetragenen Flächen, geschnittenen Linien und herausgelösten Fragmenten. In diesen Einfluss geraten Raum und Betrachter, Letzterer verunsichert in seiner eingeübten Wahrnehmung. Wo ist Fläche und wo Perspektivität, ist das Bild eine Wand oder ein Illusionsraum vor einer Wand? Eine Klärung findet nicht real, sondern nur in der Imagination des Betrachters statt.



Wanda Stolles neuste Arbeit ist ein Spannungsfeld konträrer Kräfte. Einem gebogenen Blatt Papier ähnlich scheint sich die Arbeit von der Wand abzudrücken und sich andererseits der Schwerkraft zu ergeben. Die scheinbare Flexibilität der Arbeit ist durch ihre Materialeigenschaft arretiert. Ehemals flexibles Holz, zur Form gezwungen.



Vor- und Rückseite scheinen vertauscht, die mit Graphitstaub bearbeitete Hauptseite begegnet der Wand. Sie ist als Vorderseite zu deuten, die sich ihrer

(Voll-/Vorder-)Ansichtigkeit entzieht. Zugleich reflektiert die Graphitoberfläche die Wand und stellt sie damit als wesentliche Bedingung eines Bildes an sich heraus.



english:



Wanda Stolle “Shifting”



In her latest works, Wanda Stolle shifts perceptions; she reallocates, dislocates, superimposes, transforms, producing an illusory, reflective play beneath the tangible surface. She creates poetic moments between strength and slackening, between heaviness and delicacy, between illusion and materiality – the spherical enclosed in a material presence.



Drawings



Wanda Stolle’s drawings are cuts, slits in inked surfaces. A stroke here is a cut line, sliced into the paper. Each cut drives the drawing into spatiality, into three-dimensionality. The cut reveals the material, channels the flow of light, and directs perspectives.



The drawings accentuate, even celebrate their own vulnerability and fragility. The slits take them to the edge of destruction. Cuts and surfaces create a space – they assert themselves.



Wall objects



The wall objects are fields of influence created out of covered surfaces, cut lines and extracted fragments. Room and observer fall under this influence, the latter’s practised powers of perception being thrown into disarray. Where is surface and where perspectivity? Is the picture a wall or an illusory space set against a wall? This question is not clarified in reality but only in the viewer’s imagination.



Wanda Stolle’s latest work is a field of tension created by contrasting strengths. The work seems to press away from the wall like a curved sheet of paper, while also yielding to gravity. The apparent flexibility of the work is arrested by its material property. Once flexible wood, forced into a shape.



The front and reverse sides seem to be swapped around: the front, treated with graphite dust, meets the wall. It may be interpreted as the front side which eludes (full/frontal) view. At the same time, the graphite surface reflects the wall, thus revealing it as an essential requirement of a picture in itself.


22.06.2012 - 18.08.2012
HEITER BIS GLÜCKLICH
Vernissage: 21.06.12, 19 Uhr
Künstler: Claudia Kallscheuer

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Claudia Kallscheuer



Schreiben an der Nähmaschine, besticken und umnähen, und Fäden auch mal hängen lassen – ungewöhnliche Ausdrucksformen in der Kunst Claudia Kallscheuers. Kleinigkeiten im Wert hervorzuheben, Werte die wir meist nicht mehr beachten. Doch sind es gerade die einfachen Dinge, die uns heiter bis glücklich stimmen. Claudia Kallscheuer entrückt das scheinbar Belanglose, prozesshaft, wiederholend, verknüpft mit einem kalkulierten Fadenchaos. Durch die gestickte Umsetzung erhalten die Arbeiten eine nachdrückliche Relevanz. Fadengeschriebene Botschaften, denen erst die Nähseide besonderes inhaltliches Gewicht verleiht. Und sonst: Kallscheuer baut Kästchen mit Gefundenem, Aufgehobenem, Geschenktem, Verbrauchtem, Vergessenem. Jedes Kästchen ein WunschundTraum, eine Not, ein Heimweh, eine Suche.





Claudia Kallscheuer



Writing with a sewing machine, embroidery, the whipstitch, and sometimes letting threads hang loose: unusual means of expression in the art of Claudia Kallscheuer. She places great value in details, values that we usually no longer appreciate. In fact, it is the really the simple things that make us sunny with a chance of joy. Kallscheuer carries off the seemingly trivial, procedural, and repetitive, combined with a calculated chaos of threads. Through their embroidered execution, the works obtain an emphatic relevance. Messages written in thread whose silk lends the content particular weight. And additionally, Kallscheuer builds little boxes with items that were found, stored, given as gifts, used, forgotten. Each box a wish and dream, an emergency, a pang of homesickness, a search.


26.04.2012 - 17.06.2012
gleich - anders
Vernissage: 26.04.2012, 19 - 24 Uhr
Künstler: Silke Katharina Hahn, Andreas Herrmann, Tina Heuter, Claudia Kallscheuer, Jakob Kupfer, Anna Matola, Katharina Schnitzler, Wanda Stolle, Dominik Wein, Michael Weiss

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Die von der mianki. Gallery vertretenen Künstlerinnen und Künstler lassen sich nicht auf „einen Nenner bringen“. Wie auch, bei Schaffenden, die sich gerade durch ihre Innovationskraft auszeichnen! Folglich ist auch das Galerieprogramm ein beständiges Weiter.



Und doch verbindet die Künstler eine Auseinandersetzung insbesondere mit Raum und Räumlichkeit. Ertasten und greifen aus dem Rahmen, lösen von der Wand, zeichnen in den Raum hinein. Licht umwerben, stellen. Raumillusionen werfen.



Die Wahl besonderer Materialien unterstützt die Inszenierung von Raum, ermöglicht ungewöhnliches Spiel mit Raum durch Reflexion. Dabei geht es den Künstlern weniger darum, die Ungewöhnlichkeit des Werkstoffs zu zelebrieren. Vielmehr ist es die Selbstverständlichkeit im Umgang mit Heißkleber, Beton, Näseide oder Keramik, die eine ungewöhnliche Wahrnehmung des umschlossenen Raums oder des geschaffenen Objekts erlaubt.



Außergewöhnliche Materialität verdichten die Künstler an (selten flachen) Oberflächen. Der Verdichtungsprozess folgt dabei häufig klassischen Techniken, der Malerei, der Zeichnung, der Plastik, der Fotografie.



Die Techniken sind jedoch ins Zeitgenössische geholt: die Zeichnung bekommt plötzlich eine räumliche Struktur, der dahingeworfene Lederhandschuh ist in Wahrheit eine filigran gewirkte Keramikskulptur, die Stoffbahn, auf die das Werk gemalt ist, ist bei näherem Hinschauen ebenfalls gemalt.



Illusion und Reflexion. Die Künstler verführen, vielleicht gerade durch die Kombination von geübten Techniken und außergewöhnlichen Materialien. Sie locken Blicke hinein in die Vielschichtigkeiten ihres Werks, in seine Komplexitäten. Blicke lernen dabei Fühlen. Das Werk erschließt sich in der Emotion.



Die mianki. Gallery präsentiert mit der Ausstellung „gleich – anders“ eine Gruppe hochinteressanter und vielversprechender Künstlerinnen und Künstler.


12.04.2012 - 21.04.2012
HISTORY
Vernissage: 12.04.2012, 19 Uhr
Künstler: Dominik Wein

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Dominik Wein – HISTORY



Alle Formate der Kunst in einer Ausstellung. Alle Sinne ansprechen, den Besucher öffnen für neue Dimensionen, für das eigentlich Überfordernde.



Dominik Wein vereint Film, Fotografie und digitale Bearbeitungen mit traditioneller Malerei. Er hebt Widersprüche zwischen computergesteuerten Kompositionen und klassischen Techniken auf. Er prägt ein neues Genre aus.



Die Ausstellung „History“ versammelt verschiedenste Formate herum um Weins Familienstammbaum. Jeder Ast ganz eigen, virtuos: Maximilian, Schriftsteller; Allessandro, Maler; Vini, Boxer; Kim, Streetartist. Familienmitglieder, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Sie alle produzieren Dinge, die man sehen, anfassen, riechen, schmecken, hören kann. Musik, Gemälde aus dem 19. Jahrhundert, Weine aus Baden, Mode aus London. Fiktion und Fakten. Wir können teilhaben, erleben, genießen, uns damit umgeben.



Dominik Wein legt Geschichten und Techniken in verschiedenen Ebenen übereinander. Installativ. Passioniert. Der Ausstellungsbesucher adoptiert. Erfasst ein Stück der Familiengeschichte, fasst ein Stück Wirklichkeit.



Künstler



Dominik Wein, geboren 1967 in Frankfurt a.M., aufgewachsen und Abitur in Johannesburg Südafrika. Nach Abschluss seines Design Studiums (Diplom 1991) in Johannesburg, machte Dominik Wein verschiedene Praktika beim Film und für Digitale Bildbearbeitung in Los Angeles, Johannesburg und München. Seit 1993 lebt und arbeitet er als Freischaffender Künstler zunächst in München, dann in Berlin. Dominik Weins erste Einzelausstellung „BLACK WITH BLUR“ 2004 in Kapstadt bildet den Auftakt für zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Einige Stationen hieraus sind 2005 Galerie de Miguel, München, 2008 Galerie Mensing, Berlin und 2010 „GEES – A part of History“ im Platoon Berlin Cultural Development.


23.02.2012 - 07.04.2012
Farben - Welt - Emotionen
Vernissage: 23.02.2012, 19 - 24 Uhr
Künstler: Andreas Herrmann

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Aktuelle Ausstellung

Andreas Herrmann bleibt im Politischen. „Farben – Welt – Emotionen“ ist ein tagesaktueller Zugriff auf Euro- und Finanzkrise, auf Rebellion, auf Machtverflechtung. Der soziale Boden rundherum bebt, der Krisenrhythmus wird dröhnender, wird schneller. Doch statt Antworten ernsthaft zu suchen, drehen wir uns im Kreis. Geraten wir so in einen verschlingenden Sog? Oder gelingt es uns, Krisenwirklichkeiten und –wirkungen in ihren Vielschichtigkeiten zu analysieren und positive gesellschaftliche Dynamiken wahrzunehmen, zu entfalten?



Werk

Andreas Herrmann arbeitet in der Tradition der Enkaustik-Malerei. Sein Thema ist Vielschichtigkeit und Transparenz. Enkaustik ist eine besondere, lange Zeit vergessene Form der Wachsmalerei. Farbpigmente werden dabei in Wachs gebunden und mit einem heißen Maleisen auf Oberflächen aufgetragen. Die Ursprünge der Enkaustik-Technik reichen bis in altägyptische Zeiten zurück. Sie ist somit älter als die Ölmalerei. Von ihrer Blütezeit zeugen ägyptische Sarkophag- und Ikonenmalerei wie auch Fresken in Pompeji, die noch heute in ihrer ursprünglichen Farbenpracht und Leuchtkraft erhalten sind.



Andreas Herrmann weiß die Enkaustik-Technik für seine Bildsprache zu nutzen und weiter zu entwickeln. Sie erlaubt ihm, Vielschichtigkeit und Perspektivwechsel zu explorieren. Die Strahlkraft und die organische Struktur der Wachsmalerei verleihen den Werken Lebendigkeit und erlauben Farbkombinationen, die so in anderen Medien kaum tragen. Herrmann schärft den Blick des Betrachters, indem er abstrakte Bildinhalte durch das Übereinanderlegen von einer Vielzahl von Ebenen scheinbar immer weiter entrückt. Die Komplexität der Komposition lädt ein zum Herantasten an vermeintliche Konstanten.



Im künstlerischen Fokus steht für Andreas Herrmann einmal die Natur, ihre ursprünglichen Kräfte und deren Ambivalenz zwischen Segen und Destruktion. Immer häufiger gelten seinem künstlerischen Interesse aber auch Fragen zu Macht, Politik und gesellschaftlichem Wandel. Er thematisiert hier die Vielschichtigkeit und Transparenz/Intransparenz von Botschaften, von Wahrnehmung und von Wirklichkeit.



Künstler

Andreas Herrmann wurde am 1.2.1971 in Kaiserslautern geboren. Seit 2000 lebt und arbeitet er in Berlin. Nach einer Ausbildung in klassischem Tanz und Choreografie und nach Engagements auf verschiedenen Bühnen in Deutschland, wandte er sich der Bildenden Kunst zu. Seit 2002 arbeitet er ausschließlich in der besonderen Technik der Enkaustik-Malerei.


24.11.2011 - 18.02.2012
Dimensionen - Zeichnung im Raum
Vernissage: 24.11.2011
Künstler: Silke Katharina Hahn

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Silke Katharina Hahn





Werk



Silke Katharina Hahns Auseinandersetzung: die Veränderung von Material durch Hitze. Ihr bevorzugtes Material: Heißkleber und Wachs. Die Prägung: reduziert, konzentriert und reflektierend.



Im Mittelpunkt steht die Farbe Schwarz. Ein komplexes Schwarz, in dem alle Farbigkeit steckt und das doch den Gegenpol zur überbordenden und oftmals überfordernden Buntheit alltäglichen Lebens bildet.



Hahns Arbeit mit Heißkleber ist doppelte Transformation. Durch Hitze verändert sich der Klebstoff, wie auch der „bearbeitete“ Raum. Hahn geht mit dem Klebstoff direkt in den Raum, zeichnet dort Linien. Viele Linien. Ein vielschichtiges Linienwirrwarr entsteht, verschmilzt, wächst aus der Wand in den Raum. Den Arbeiten haftet dabei etwas Fluides an. Sie erinnern an Lavamassen, die sich schmelzend ausbreiten.



Alles ist ständig Transformation, ohne Anfang, ohne Ende. Dem Betrachter begegnet in Hahns Arbeiten immer wieder der Kreis als universelles Symbol für Unendlichkeit, das Vollkommene, das große Ganze, für Zeit- und Raumlosigkeit.



Mit Wachs und Acrylfarbe thematisiert die Künstlerin im Triptychon „stars“ den unendlichen und unserem Bewusstsein letztlich unvorstellbaren kosmischen Raum.



Künstlerin



Silke Katharina Hahn, geboren 1968 in Bad Hersfeld, ließ sich zunächst zur Holzbildhauerin ausbilden.1992 begann sie das Studium der Bildhauerei an der Freien Kunstschule Nürtingen, wechselte 1994 in den Bereich Malerei an der Kunstschule Berlin. Nach einem Abschluss in Architektur (Diplom 2004) widmet sie sich erneut dem Studium der Malerei von 2006 – 2011 an der Akademie für Malerei Berlin, Meisterschülerin von Ute Wöllmann.


16.06.2011 - 27.08.2011
ABOUT LOVE AND TROUBLE
Vernissage: 16.06.11, 19 Uhr
Künstler: Katharina Schnitzler

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Katharina Schnitzler führt den Betrachter in Welten, die er durch das tägliche Abstumpfen im Kampf um Erfolg und Macht oft nicht mehr betreten hat. Es geht jedoch nicht um verklärte esoterische Ruhe oder um romantische Märchen, die sie in ihren Bildern zum Ausdruck bringt: Es sind sowohl humoristische als auch politische Blicke auf den Menschen, die die Künstlerin einfängt.



In der aktuellen Ausstellung werden Arbeiten auf Leinwand und Installationen gezeigt. Katharina Schnitzler lotet darin die unterschiedlichen Aspekte von Love and Trouble aus. Sie stellt Poesie „Ich hänge dein nasses Hemd ins Fenster“ gegen Aussagen wie „Eh Du geboren war die Liebe tot“. Sie bekennt: „I love my boobys“ und fragt nach „Wo ist Ai Wei Wei?“ Ziel ist es die Betrachter aufzustören, zu belustigen oder mit Schönheit einzuseifen.



Katharina Schnitzler ist eine Meisterin der Mischtechnik: Oftmals besteht der Hintergrund aus unzähligen Schichten. Da der Pinselstrich zu sehen ist und dieser in verschiedene Richtungen gezogen wird, entstehen Strukturen und Muster. Dabei unterstreicht Schnitzler die Materialität der Arbeit: manchmal ist es Stoff, manchmal erscheint es nur so, denn die Strukturen erinnern an Ausschnitte von Stoffbahnen. Häufig entsteht ein Gefühl von Raum.

Im Vordergrund befinden sich manchmal zarte Zeichnungen, die bis in das Abstrakte gehen oder geometrische Formen, welche mit viel Farbe aufgetragen wurden. Aber auch graziöse Pflanzen oder ornamentale Verzierungen ergänzen die Komposition und erinnern an chinesische Malerei.



Die Darstellung des „Dazwischen“ ist ihr künstlerischer Anspruch. Die Künstlerin Katharina Schnitzler bezeichnet sich als eine Forscherin im „Dazwischen“. Obwohl der Hinter- und der Vordergrund auch jeweils für sich stehen könnten, kommunizieren und harmonieren sie miteinander.

„Ich möchte, dass meine Bilder vielschichtig sind, der Betrachter sie nicht leersieht, sondern seine subjektive Wahrnehmung das Bild immer wieder verändert. Der Facettenreichtum allen Seins, beinhaltet Momente, in denen alles möglich scheint“, sagt Katharina Schnitzler über ihr künstlerisches Anliegen.

Katharina Schnitzlers Werke strahlen eine subtile Zeitlosigkeit aus und beschäftigen sich mit den existenziellen menschlichen Themen wie Liebe und Glück, Schönheit und Freude, aber auch Trauer und Kriege.


14.04.2011 - 11.06.2011
Plastiken & Lichtbilder
Vernissage: 14.04.2011, 19 Uhr
Künstler: Tina Heuter, Jakob Kupfer

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Wahrnehmungen entrücken, Stimmungen aufgreifen. Ohne sich im Detail zu verlieren. Den Betrachter einladen zum aktiven Sehen - das wir im „rush“ häufig längst verlernt haben. Beide Künstler ziehen in den Bann, ins Erleben. Die Werke verändern sich – und uns – je nach Stimmung, Wirkung, Wahrnehmung.



Tina Heuter



Einfach mal Träumen, oder doch Nachdenken, in Gedanken versunken, oder ganz stolz Schreiten. Um Stimmungen, Ausdrücke und Situationen geht es der Künstlerin, ohne sich dabei im Detail zu verlieren. Diese Stimmungen sind aber keines falls vordergründig, oder gar Plakativ. Durch die grobe Oberfläche, einer gekonnten Kombination aus Mimik, Gestik und Haltung, gelingt es Tina Heuter ihre Plastiken Geschichten erzählen zu lassen. Dabei ziehen Sie uns regelrecht in ihren Bann.

Diese Stimmungen greift Tina Heuter im zweiten Schritt ganz geschickt, durch die Verwendung „zeitgenössischeren“ Materialien wie Beton, Stahl oder Aluminium, erneut auf. Und wir erleben, was mit ein und derselben Plastik geschieht, wie sich Wirkung und Wahrnehmung verändern. So schafft Heuter es Ihren Arbeiten eine ungewohnte Aktualität zu geben und selbst die klassische Bronze erscheint wieder zeitgemäß und modern.

Das Spiel der Materialien führt sie Konsequent weiter, Kombiniert mit neuen Medien, Verbindet zweidimensional und dreidimensional und hängt das Ganze dann sogar an die Wand. So entsteht eine ganz eigene, neue Art der Plastik. Tina Heuter zeigt uns, dass das Thema der figürlichen Plastik unendlich ist und wir dürfen gespannt sein was sie in der Zukunft mit der klassischen Bildhauerei noch alles kombiniert.



Jakob Kupfer



Er ist ein Lichtbildner im besten, althergebrachten Sinne: Jakob Kupfer verdichtet in seiner Serie »Lichtbilder« diffuse Farb- und Lichtreflexe zu kunstvollen Reflexionen. Kupfer bildet keine Dinge ab, er lässt das Licht selbst, das die Dinge auf uns werfen, neue Welten malen.

Kupfers Bilder bleiben wertlose Farbschlieren, solange sie niemand ins Auge fasst. Was ein Stück weit für jedes Kunstwerk gilt, gilt für diese Werke ohne jede Einschränkung: Erst im Akt des Betrachtens entsteht aus dem manifesten Farbbogen echte Kunst. Das macht Kupfers Lichtbilder weniger zu klassischen Fotos, denn zu Regiebüchern künstlerischer Interventionen. Ein Dauerticket zu immer neuen visuellen Happenings. An den ruhigen, weichen Farb- und Lichtspuren, die so sanft scheinen und doch von unbändiger Kraft beseelt sind, gerinnt die Vorstellungskraft, kristallisiert die Fantasie zu imaginierten Bildern.

Kupfers Lichtbilder verlangen ein aktives Sehen, das wir längst verlernt zu haben meinten, und ihre Betrachtung fordert gebieterisch jene Muße, die wir uns sonst nur noch selten leisten. Die Landschaften aus Licht dienen sich dabei der Freude an Fantasie und Sinnlichkeit einzig als Vehikel an. Sie fordern nichts, und öffnen doch das Tor zum Widerhall sehr existentieller Erfahrungen: Geborgenheit, Liebe, Wehmut, Sehnsucht, Wünsche und ja, auch Ängste leben in diesen Lichtbildern auf – wie überall, wo wir uns auf neues Terrain wagen.


Bestand

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