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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
23.03.2025 - 17.05.2025 Informell - Freiheit für die Kunst
Galerie Tobien GmbH (Husum)
Pressemitteilung
Galerie Tobien GmbH
In den 1950er Jahren traten Künstler*innen an, um mit intuitiv gemalter abstrakter Kunst den Kunstbegriff zu revolutionieren. Ihr Ziel war die radikale Befreiung der Kunst von allen Regeln, Stilrichtungen und formalen Bedingungen. Der Kunsthistoriker Michel Tapié fasste ihre Bewegung unter dem Begriff Art Informel zusammen.

Diese spannende Ausstellung rückt Gegenwartskunst im Geist des Art Informel in den Mittelpunkt und stellt ihr abstrakt konstruktive Arbeiten aktueller Künstler der Galerie gegenüber. Präsentiert wird Malerei, Grafik, Enkaustik, dreidimensionale Papierobjekte und Objekte aus Epoxidharz.

Informelle Kunst ist weniger eine Stilrichtung als eine künstlerische Haltung. Sie steht für Unmittelbarkeit und Spontanität, sie lehnt gegenständliche Motive, klassische Kompositionsprinzipien und alles Planerische ab. Stattdessen nutzt sie experimentelle Techniken und spontane Gesten des Zufalls.

Der freie Geist des Informell reicht bis in die heutige Zeit hinein und durchströmt die ausgestellten Werke. In den Lithografien von Manfred Jung löst sich im spontanen Schaffensprozess die Farbe von der Form und die Linie vom Motiv, an ihrer Stelle rückt eine Bewegungskraft, die dem Zufall freien Raum lässt.
Jan Kolata experimentiert in seiner limitierte Siebdruckedition von 2019 mit unterschiedlich grob bespannten Drucksieben und erzeugt mit übereinander geschichteten Flächen, Scheiben und Farben spannende visuelle Effekte.
Auch die Enkaustik, die Wachsmalerei, bietet sich für instinktive schöpferischen Malprozesse an. Klaus Ulfert Rieger ist in dieser Ausstellung mit zwei impulsiv-abstrakten Wachsbildern vertreten.

Im Gegensatz zur formlosen Kunst des Informel folgen die ausgestellten Arbeiten mit abstrakten geometrischen Formen konzeptuell, planerischen Prinzipien.
Osmund Hansen zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Konstruktivismus des skandinavischen Raums. In seinen Lithografien strukturiert und komponiert er Farben und Formen und unterwirft sie seiner eigenen Ordnung.
Gabriele Mierzwa ordnet kleine Papierstücke nach Farben und sortiert sie in Strudel- oder Kreisform. Ihre Papierobjekten erzielen eine meditative Wirkung. Sie steht aber in ihrer systematischen Anordnung der Objekte im Gegensatz zum dynamischen Arbeitsprozess des Informel.
Malene Landgreen ist mit Lithografien von geometrischen Vierecken und Dreiecken vertreten. Ihre Arbeiten besitzen einen Bezug zur konzeptuellen Konkreten Kunst, die sich in abstrakten Kompositionen und visuellen Harmonien übt.

Abstrakte Kunst sucht die direkte Kommunikation mit uns. Sie benötigt keine gegenständliche Darstellung und kein Thema, um uns zu erreichen. Sie benötigt Offenheit gegenüber ihrer konsequenten Haltung. Lassen wir uns auf die Wildheit des dynamischen Informel oder der ordnenden Harmonie der Konkreten Kunst ein, dann beschenkt sie uns reichlich.

Galerie Tobien GmbH (Husum)

22.03.2025 - 02.05.2025 KÜNSTLERINNEN - AKTUELL
Galerie Rottloff (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Galerie Rottloff
Susanne Ackermann
Madeleine Dietz
Sabine Funke
Stefanie Lampert
Agnes Märkel
Gabi Streile

Vernissage am Samstag, 22. März von 15 bis 18 Uhr
Um 16 Uhr spricht Dr. Kei Müller-Jensen
Es erscheint ein Katalog

Galerie Rottloff (Karlsruhe)

13.03.2025 - 05.04.2025 THERE MUST BE LIFE
Galerie Alfred Knecht (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Galerie Alfred Knecht
ln Ulrich J. Wolffs Radierungen findet sich der Betrachtende plötzlich vor einer massiven Häuserwand einer undefinierten Großstadt wieder. Andernfalls steht er oder sie mitten in einem kargen verschneiten Wald und blickt zwischen den Baumstämmen hindurch in die verschwommene Weite. Es sind Perspektiven,die der Künstler auftut, Perspektiven,die unangenehm, wenn nicht sogar unheilvoll anmuten,auf der anderen Seite jedoch auch durch ihre Mystik eine unheimliche Anziehungskraft besitzen. Dominiert werden sie von einem schwarzen, trüben Zustand. Die Unschärfe der Bilder suggeriert den Eindruck einer verschwommenen Momentaufnahme, wie auch des menschIichen BIickes, der nie in der Lage ist jeden Punkt in seinem BIickradius zu fokussieren.
Als GrundIage dienen den Arbeiten banale Fotografien, die der Künstler aus dem Internet bezieht. Diese haben meist die Eigenschaft in ihrer qualitativen Auflösung auf einem solchen Format, wie Wolff sie verwendet,für das allgemeine Ästhetikempfinden nicht mehr brauchbar zu sein. Doch der Künstler nutzt dies und schöpft daraus den künstlerischen Mehrwert seiner Werke. Und er geht noch weiter in der Destruktion dieser Fotografien: Auf dem Weg zu einer großformatigen Aquatinta­ Radierung,es handelt sich um Unikate,gehen viele Details des ursprünglichen Motivs verloren- eine grobe Anonymisierung, die sich in der MenschenIeere der BiIder widerspiegelt. Lichter werden zu spothaften Unterbrechungen der Dunkelheit,die Architektur der Häuser zu einem unklaren Raster, Bäume zu einer vertikalen Taktierung des BiIdes. Der tristen Farblosigkeit stehen mit einer gewissen WiIIkür eingefügte Farbfelder gegenüber.

Galerie Alfred Knecht (Karlsruhe)

09.03.2025 - 19.04.2025 Anciens Régimes
Galerie Guido W. Baudach (Berlin)
Pressemitteilung
Galerie Guido W. Baudach
Galerie Guido W. Baudach is pleased to present its tenth solo exhibition of works by Thomas Helbig (*1967). Under the title Anciens Régimes, the Berlin-based artist is showing new paintings and wall objects.

"One might be tempted to see Thomas Helbig`s paintings and sculptures as an expression of a dichotomous world view between order and chaos, good and evil. However, this would not only be too short-sighted, but also a misunderstanding, as Helbig`s artistic practice is by no means associated with a morality of either/or. Instead of following corresponding guidelines, i.e. regimes, his works resist any reduction of their context. At the same time, in their characteristic amalgam of formal and thematic fragments from art and cultural history, they reveal their very own poetry of specific pictorial power." – Cora Waschke

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Die Galerie Guido W. Baudach freut sich, ihre zehnte Einzelausstellung mit Arbeiten von Thomas Helbig (*1967) zu präsentieren. Unter dem Titel Anciens Régimes zeigt der in Berlin lebende Künstler neue Malereien und Wandobjekte.
Man könnte versucht sein, die Gemälde und Plastiken von Thomas Helbig als Ausdruck eines dichotomen Weltbildes zwischen Ordnung und Chaos, Gut und Böse aufzufassen. Doch wäre dies nicht nur zu kurz gegriffen, sondern ein Missverständnis, da Helbigs künstlerische Praxis keineswegs mit einer Moral des Entweder/Oder verbunden ist. Statt entsprechenden Vorgaben, sprich: Regimen, zu folgen, sträuben seine Arbeiten sich gegen jegliche Verkürzung ihres Kontextes. Gleichzeitig weisen sie in dem für sie so charakteristischen Amalgam aus formalen wie inhaltlichen Fragmenten der Kunst- und Kulturgeschichte eine ganz eigene Poesie von spezifischer Bildmächtigkeit auf.

Galerie Guido W. Baudach (Berlin)

01.03.2025 - 10.04.2025 Anneliese Schrenk – "THERE IS LOVE AND THERE IS HATE. I PREFER LOVE."
MAM Mario Mauroner Contemporary Art SALZBURG (Salzburg)
Pressemitteilung
MAM Mario Mauroner Contemporary Art SALZBURG
» There is love and there is hate. I prefer love. «

Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, jedes Ding hat eine Oberfläche, die Haut, und somit eine Beziehung zu diesem Material. Sie, unser größtes Organ, setzt Schrenk in ihrer Gleichung ihrem Material, dem Leder, gleich. Beide sind gleicherweise verletzlich, von Schrammen und Verwundungen gezeichnet und in dunklen Zeiten ebenso mit Nummern markiert.

Auf den ersten Blick abstrakt, verdichtet SCHRENK Alltagmaterialien, indem sie „arme“ – den absoluten Perfektionsansprüchen der Luxusgüterindustrien nicht genügende – Haut von Tieren auswählt, bemalt, tätowiert und/oder mit Fetischobjekten assoziierbarenden Relikten aus der Fleischindustrie oder auch anderen industriellen Fundstücken konfrontiert. „In scheinbarer Absenz alles Menschlichen entlarvt die Künstlerin, was allem Leben anhaftet: Verletzbarkeit und Sehnsucht. Nach Bearbeitung durch Kochen, Behandlung mit Säure, durch Nähte, Zeichnung, Tätowierung, Behandlung mit Brennkolben oder auch bewusste Verschmutzung, werden die Tierhäute gespannt. Nun erkennt man die dem Leder eingeschriebenen Lebensstrukturen der organischen Basis. Von der Künstlerin werden Linien tätowiert, Zeichnungen aus der Kunst- und Naturgeschichte eingebrannt: beginnend in der Renaissance bzw. den Anfängen der modernen Medizin bis hin zu Rautenmustern, die an Picassos Harlekine erinnern. Boa Federn werden affichiert oder nicht aufgeblasene Luftballone und biomorphe Abgüsse eingebracht. Jeder Haut ist archivarisch die jeweilige Produktnummer eingeschrieben, die über Lieferanten, Salzgehalt, Geschlecht Gewicht, Charge und Käufer Auskunft gibt. So wird der Körper flächig und gleichzeitig das Bild zum Körper, der in den Raum ragt, eingreift und befragt.“
(Elisabeth Fiedler zur Ausstellung im Universalmuseum Johanneum Graz, 2024)

MAM Mario Mauroner Contemporary Art SALZBURG (Salzburg)

07.10.2024 - 13.04.2025 Connected
Galerie Tobien GmbH (Husum)
Pressemitteilung
Galerie Tobien GmbH
Die Galerie Tobien widmet sich mit dieser Ausstellung dem Thema Verbundenheit. Leicht verlieren wir den Blick dafür, was uns miteinander und mit der Natur verbindet.

Künstlerinnen und Künstler zeigen uns mit ihren Werken, was für sie wichtig ist, sie helfen uns damit, neue Verbindungen zu unserer Umgebung aufzubauen. Sie öffnen uns die Augen für die Schönheit und Kraft der Natur, für humorvolle Situationen, verwegene Gedankenspiele und für die Wichtigkeit persönlicher und familiärer Verbindungen.

Die ausgestellten Künstlerinnen und Künstlern Otto Beckmann, Falko Behrendt, Max Grimm, Diether Kressel, Manuel Knortz, Hans-Ruprecht Leiß, Levke Leiß, Hanna Petermann, Ulf Petermann und Wolfgang Werkmeister, sind aus ganz unterschiedlichen Gründen in diese Ausstellung eingebunden.

Ein Vater und seine Tochter - das ist eine einzigartige Verbindung, besonders wenn beide künstlerisch tätig sind. Für Levke Leiß und Hanna Petermann sind Besuche ihrer Väter Hans-Ruprecht Leiß und Ulf Petermann wichtige Ereignisse. Sie stärken nicht nur die jeweilige familiäre Bindung, sondern sie arbeiten während ihrer Aufenthalte in der Nordfriesischen Heimat auch Seite an Seite mit ihren Vätern in dessen Ateliers und sorgen für einen künstlerischen Austausch.

Bei den anderen Kunstschaffenden liegt ebenfalls eine regionale oder kollegiale Verbundenheit vor, oder sie teilen besonderen Vorliebe für bestimmte Themen und Techniken. So lädt diese Ausstellung die Besucher*innen ein, sich auf die Suche nach diesen besonderen Verbindungen zu begeben.

Galerie Tobien GmbH (Husum)