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Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Kunstinstitution bei artports.com

Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Friedensplatz 1
D-64283 Darmstadt
Germany/Deutschland
Tel: 06151 - 3601-200
info@hlmd.de
www.hlmd.de
Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag und Freitag 11.00 – 18.00 Uhr Mittwoch 11.00 Uhr – 20.00 Uhr Sa, So und Feiertag 11.00 – 18.00 Uhr Montag geschlossen
Stadtplan (Google)
Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Aktuelle Info

Neu in der Dauerausstellung – Meteorite

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt hat seine Dauerausstellung im Bereich Erd- und Lebensgeschichte erweitert und präsentiert nun 25 echte Meteorite, darunter Eisenmeteorite, Stein-Eisenmeteorite und Steinmeteorite, somit alle Überkategorien an Meteoriten. Es handelt sich um Stücke von den inneren Planeten, dem Mond, aus dem Asteroidengürtel und sogar dem äußeren Sonnensystem.

Meteoriten sind Gesteins- oder Metallbrocken aus dem Weltall, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht vollständig verglühen und den Boden erreichen. Sie sind »Botschafter aus dem All« und liefern wertvolle Informationen über die Entstehung des Sonnensystems, da sie Materie enthalten, die seit Milliarden von Jahren unverändert geblieben ist.

Der erste Meteorit, damals auch Aerolith (Luftstein) genannt, erreichte die fürstliche Sammlung vor über 200 Jahren und diente vermutlich zu Forschungszwecken. Nach Eröffnung des Landesmuseums gelangte im Jahr 1909 zudem ein großer Eisenmeteorit als Schenkung der Firma Merck in die Sammlung, welcher auch heute ein zentrales Objekt darstellt.

Die neue Erweiterung erlaubt dem Publikum einen faszinierenden Blick hinaus in dieses Sonnensystem und in die bis dato weitgehend verborgene Meteoriten-Sammlung des Landesmuseums. Originale Stücke vom Mond, Mars, dem Asteroidengürtel, oder aus den Weiten unseres Sonnensystems zeigen, welche kosmischen Kräfte bei der Entstehung unseres Planeten gewirkt haben. In einer interaktiven Station wird sichtbar, welche Weltraummissionen die Menschheit heute unternimmt, und wo sich unsere Raumsonden heute befinden.

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen


Hessisches Landesmuseum Darmstadt

20.03.2026 - 21.06.2026
#SHOTBYADAMS
Photography by Bryan Adams

Pressemitteilung
Unter dem Titel #SHOTBYADAMS zeigt das Hessische Landesmuseum Darmstadt ausgewählte Arbeiten aus dem beeindruckenden fotografischen Schaffen von Bryan Adams. Die Werke stammen aus vier der bekanntesten Serien des Fotografen:

#SHOTBYADAMS, WOUNDED: THE LEGACY OF WAR, HOMELESS, IN COLOUR

Parallel zu seinen Erfolgen als Sänger und Songwriter hat Bryan Adams seit den 1990er Jahren eine sehr selbstbewusste Karriere als Fotograf gemacht und ist hierfür mehrfach ausgezeichnet worden.

In der Serie #SHOTBYADAMS standen ihm zahlreiche Freunde, Berühmtheiten und Superstars Modell, unter ihnen Julianne Moore, Ben Kingsley, Amy Winehouse oder Mick Jagger. Es ist beeindruckend, wie Bryan Adams bei diesen Porträtaufnahmen Regie führt. Seinem Auge scheint nichts zu entgehen. Die Porträtierten offenbaren sich ihm in zum Teil egozentrischen Posen und sind dabei ganz in ihrem Element. Sie lassen keinen Zweifel daran, dass sie großes Vergnügen bei den Foto-Sessions hatten.

Doch Bryan Adams ist weit mehr als ein Fotograf berühmter Persönlichkeiten aus der Glamourwelt der Unterhaltung. Er widmet sich auch realen Lebensgeschichten und Schicksalen unserer Gegenwart. Ein bedeutendes Beispiel hierfür ist die Serie WOUNDED: THE LEGACY OF WAR. Sie zeigt junge britische Soldaten, die mit verstümmelten Gliedmaßen, Prothesen, Brandnarben aus den Einsätzen in Afghanistan und im Irak zurückgekehrt sind. Die Porträtierten blicken würdevoll in seine Kamera. Sie sind gezeichnet durch die Folgen des Kriegseinsatz, der ihr Leben radikal veränderte.

Mit der Serie HOMELESS wendet sich Bryan Adams denen zu, die am Rande der Gesellschaft leben: Seine Porträts zeigen Menschen ohne festen Wohnsitz in London, die das Obdachlosenmagazin »The Big Issue« verkaufen. Mitfühlend und respektvoll macht er ihre Notlage bewusst und betont gleichzeitig den unschätzbaren Wert jedes Einzelnen.

Bryan Adams hat in der Serie IN COLOUR ausgewählte Porträts um eine künstlerische Komponente erweitert. Indem er in einem ausgeklügelten Verfahren die Aufnahmen mit individuell abgestimmten, auf Plexiglas hinterdruckten Farbtönen verbindet, verleiht er den Fotografien eine zusätzliche ästhetische und atmosphärische Ebene.

Mit der Ausstellung #SHOTBYADAMS setzt das Hessische Landesmuseum Darmstadt seine Reihe von Fotoausstellungen fort, die im Jahr 2021 begonnen wurde. Nach Peter Lindbergh, Walter Schels und Candida Höfer ist Bryan Adams nun der vierte bedeutende Fotograf, dessen herausragende Arbeiten in Darmstadt bewundert werden können.

Die Ausstellung wird in Kooperation zwischen Crossover und dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt präsentiert.
Kuratoren: Anke Degenhard und Mat Humphrey


Hessisches Landesmuseum Darmstadt

18.06.2026 - 27.09.2026
Hedwig Kruse. Eine Druckkünstlerin lebt ihren Traum

Pressemitteilung
Erstmals präsentiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt die expressiven Papierarbeiten von Hedwig Kruse-Geibel (Frankfurt/Main 1895–1991 Darmstadt) und erinnert mit der Ausstellung an eine fast vergessene Künstlerin.

Ihre Werke kreisen um ihre Rolle als Künstlerin, als Angebetete, Geliebte, Mutter oder verlassene Frau. Ihrer Zeit enthoben und gleichzeitig dieser weit voraus schuf sie ein Crossover der Kulturen. Darin verbinden sich antike Mythologie, Christentum, Judentum, Buddhismus und Islam. Ihre ungemein dichten Bilder zeigen phantastische Wesen, Figuren aus Mystik und Märchen. Sie leben von der Linie und leuchtenden Farben.

Die Tochter des Frankfurter Malers Hermann Kruse studierte in München an der Kunstgewerbeschule. 1917 begann sie mit eigenständigen Arbeiten eine vielversprechende Karriere als Druckkünstlerin. Dieser künstlerische Weg wurde 1935 durch das Ausstellungsverbot der Nationalsozialisten jäh abgebrochen. Auch wenn Hedwig Kruse, die 1939 den Bildhauer Hermann Geibel (1889–1972) heiratete, nach 1945 weiter künstlerisch arbeitete, blieb die Zäsur durch den Zweiten Weltkrieg für sie unüberwindbar. Zeitlebens fand ihr druckgrafisches Werk keine gebührende kunsthistorische Würdigung.

Dank einer Schenkung durch den Sohn der Künstlerin, Stephan Heise (1928–2017), besitzt das Hessischen Landesmuseum Darmstadt den gesamten grafischen Nachlass von Hedwig Kruse-Geibel. Das Oeuvre umfasst neben aufwändigen Collagen aus Glanzpapier vor allem Farbholzschnitte. Diese druckte die Künstlerin von filigran geschnittenen Holzstöcken mit feinsten Linien. Die grafischen Werke sind von höchster Qualität und drucktechnischer Perfektion.

Die Ausstellung präsentiert die autobiographisch gefärbten Traumwelten der Künstlerin Hedwig Kruse-Geibel und erinnert an eine fast vergessene Künstlerin.


13.08.2026 - 24.01.2027
Facettenreiche Insekten

Pressemitteilung
Die Ausstellung »Facettenreiche Insekten« lädt Besucherinnen und Besucher ein, die erstaunliche Vielfalt der Insektenwelt zu entdecken. Von schillernden Käfern über filigrane Schmetterlinge bis hin zu faszinierenden Ameisenkolonien zeigt sie, wie wichtig Insekten für unsere Ökosysteme sind.

Anschauliche Präparate, interaktive Stationen und beeindruckende Makroaufnahmen lassen selbst kleinste Details sichtbar werden. Themen wie Bestäubung, Tarnung und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur regen zum Staunen und Nachdenken an. Die Ausstellung richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen und verbindet Wissen mit ästhetischem Erlebnis.


Hessisches Landesmuseum Darmstadt

02.10.2026 - 17.01.2027
Drachen - Mythos und Wirklichkeit

Pressemitteilung
Drachen beflügeln die Fantasie des Menschen seit Jahrtausenden. Die faszinierenden Fabelwesen gehören zum festen Repertoire großer Geschichten – von antiken Mythen bis zu Serienhighlights unserer Gegenwart. Selbst in vielen Kinderzimmern finden sich Drachen-Bücher, -Spiele oder -Stofftiere. Dabei werden den Drachen je nach kulturellem Kontext ganz unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben: In den europäischen Kulturen erscheinen sie als bedrohliche Wesen, welche die Eigenschaften von Schlangen und Raubtieren kombinieren. In China, Korea und Japan ist der Drache hingegen positiv konnotiert und hält als kosmische Kraft die Natur im Gleichgewicht.

Während in der ostasiatischen Mythologie vornehmlich göttliche Himmelsdrachen auftreten, begegnet uns der Drache in der Antike vor allem bei den Heldentaten von Herkules. Das Schreckensbild des feuerspeienden Untiers bildet sich in Europa jedoch erst in der Kunst des Mittelalters heraus. Hier wird der Drache zum Symbol des Bösen, das durch das Gute überwunden wird – wie es sich exemplarisch in der Ikonografie des Drachentöters wiederfindet. Noch bis in die Neuzeit wurden Drachen als real existierende Tiere angesehen, erst mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaft wandelte sich dieses Bild: Drachen wurden aus der Systematik der Zoologie ausgeschlossen und zu Fabelwesen erklärt. Dennoch erscheinen sie heute durch die aktuelle Fantasy-Kultur, wie z.B. die Romane von J. R. R. Tolkien oder die zahlreichen anderen Bücher, Filme, Comics und Spiele lebendiger als je zuvor.

Die interdisziplinäre Ausstellung beleuchtet Drachen sowohl aus kunsthistorischer als auch naturwissenschaftlicher Perspektive. Sie präsentiert herausragende europäische und ostasiatische Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart, und zeigt naturwissenschaftliche Exponate wie seltene Dokumente der Wissenschaftsgeschichte, jahrmillionenalte Fossilien oder Tierpräparate. Ergänzt wird dieses vielfältige Panorama mit digitalen Inhalten, einer Erzählschiene für Kinder, einer Leseecke und Zeichenwand sowie stimmungsvollen audiovisuellen Installationen. So können Jung und Alt entdecken, wie viel Wirklichkeit in dem jahrtausendealten Mythos „Drachen“ steckt.

Die Sonderausstellung ist Ergebnis einer kuratorischen Zusammenarbeit des Hessischen Landesmuseum Darmstadt und des Museum Schnütgen Köln. Kooperationspartner des Projektes ist das Museum für Ostasiatische Kunst, Köln.

Anschließend wird die Ausstellung vom 4. März bis 6. Juni 2027 im Museum Schnütgen in Kooperation mit dem Museum für Ostasiatische Kunst in Köln zu sehen sein.


Ausstellungsarchiv


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