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Museum Ludwig

Kunstinstitution bei artports.com

Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz
D-50667 Köln
Germany/Deutschland
Tel: 0221-221-26165
Fax: 0221-221-24114
info@museum-ludwig.de
www.museum-ludwig.de
Öffnungszeiten:
Di-So: 10-18 Uhr, jeden 1. Do im Monat: 10-22h
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Museum Ludwig

Aktuelle Info

Langer Donnerstag

Es gibt Tage, die sind anders als andere: Interessanter, schöner, spannender. Zum Beispiel wenn Sie einfach mal abends ins Museum gehen, umsonst oder günstiger reinkommen und erleben, was Sie vorher noch nie erlebt haben. Genau so ist er jetzt: der Lange Donnerstag im Museum Ludwig, an jedem 1. Donnerstag im Monat bis 22 Uhr. Erleben Sie Live-Konzerte, Kabarett, Künstlergespräche, Themenführungen mit anschließender Diskussion, kunst:dialoge, Theater, Lesungen, Tanz, Filme oder Performances.

Ihr Langer Donnerstag im Museum Ludwig:

■ 1 x im Monat: an jedem 1. Donnerstag
■ bis in die Nacht: von 10 bis 22 Uhr
■ mit vielen Abend-Specials: aus allen Genres, die Kunst zu bieten hat
■ für Kölner: freier Eintritt in die ständige Sammlung
■ Rabatt ab 17 Uhr: für die ständige Sammlung und alle Sonderausstellungen - Sie zahlen nur 7 Euro inkl. Programm

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen


Museum Ludwig

01.09.2017 - 07.01.2018
Die humane Kamera. Heinrich Böll und die Fotografie

Pressemitteilung
Anlässlich des 100. Geburtstags von Heinrich Böll befragt das Museum Ludwig in seinen neuen Fotoräumen Bölls Verhältnis zur Fotografie und dem Fotografieren – als Person des öffentlichen Lebens, als Gegenstand seiner Betrachtung, als Hilfsmittel für sein literarisches Schaffen und als Motiv in seinen Schriften.

Ein Jahr nach Heinrich Bölls Tod, im Jahr 1986, eröffnete das Museum Ludwig im neu errichteten Gebäude. Die Adresse lautet: Heinrich-Böll-Platz. In der Sammlung Fotografie des Museum Ludwig befinden sich zahlreiche Werke, die Heinrich Böll zeigen. Denn als Autor war er selbst begehrtes Motiv der Fotografen. Zu Lebzeiten erschienen zwei Bildbände seiner Porträts, aufgenommen u.a. von Heinz Held. Zu ihm unterhielt Böll eine Freundschaft und ließ sich von ihm auch im privaten Umfeld ablichten, eine durchaus bemerkenswerte Ausnahme, da Böll eher kamerascheu war. Aus dem Nachlass Heinz Helds wird erstmals eine Auswahl seiner Porträts von Böll präsentiert.

In neun Fotobildbänden erschienen jedoch zu seinen Lebzeiten auch Texte von Heinrich Böll, neu verfasste oder wiederverwendete, so unter anderem zu Chargesheimers Unter Krahnenbäumen, Im Ruhrgebiet (beide 1958) oder Menschen am Rhein (1960). 1964 publizierte Böll im Katalog zur Weltausstellung der Photographie den Text „Die humane Kamera“. Darin formulierte er eine Moral der Fotografie: „Wo die Kamera zudringlich wird, ihr Instrument, das Objektiv, zum Instrument […] des Photographen wird, der darauf aus ist, den Menschen zu ertappen, zu denunzieren, zu entlarven, überschreitet die Photographie ihre ästhetische und gleichzeitig ihre moralische Grenze.“ Von „Verletzungen“ spricht er auch. Und eine solche Verletzung findet literarische Gestalt in Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1974), wenn die Boulevardpresse Blum in Wort und Bild ihrer Würde beraubt. Das Humane, das Menschsein – darin liegt Bölls Interesse in der Literatur wie in der Fotografie. Denn eines sagt er klar: „Ich mache mir nicht viel aus Pracht-Fotobänden.“ Das Sehen war für ihn der zentrale Sinn, um sich die Welt zu erschließen: „(…) ein gutes Auge gehört zum Handwerkszeug des Schriftstellers“, heißt es im Bekenntnis zur Trümmerliteratur (1952). Für seinen Roman Frauen vor Flußlandschaft (1985) bat Böll seinen Sohn René um Fotografien ausgesuchter Orte in Bonn, die dann im Roman beschrieben werden. Aufnahmen und entsprechende Textstellen werden in der Präsentation zusammengeführt.

Bölls Verhältnis zur Fotografie kommt ebenso in seinen Romanen und Geschichten über Fotografen und Fotografien zum Ausdruck. Als Motiv und Metapher taucht die Fotografie wiederholt auf, besonders prägnant in Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral (1963). Anhand von etwa 50 Exponaten aus Bildern, Büchern und Texten wird die vielfältige Auseinandersetzung Bölls mit der Fotografie gezeigt.

Begleitend erscheint das erste Heft einer neuen Publikationsreihe zur Sammlung Fotografie Die humane Kamera. Heinrich Böll und die Fotografie mit 11 Abbildungen, Heinrich Bölls Text „Die humane und Kamera“ und einem Beitrag von Dr. Miriam Halwani. Preis 8 Euro. ISBN 987-3-9807903-6-9.

Bild
Chargesheimer
Heinrich Böll, um 1959
© Museum Ludwig, Köln
Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln


Museum Ludwig

14.10.2017 - 21.01.2018
Werner Mantz. Architekturen und Menschen

Pressemitteilung
Werner Mantz (1901–1983) ist als einer der prominenten Fotografen des Neuen Bauens im Köln der 1920er Jahre bekannt. Geboren und aufgewachsen in Köln, eröffnete er 1921 ein Fotoatelier und porträtierte zunächst prominente Intellektuelle, Künstler und Politiker. Ab 1926 erhielt er auch Aufträge als Architekturfotograf für Wilhelm Riphahn, Peter Franz Nöcker, Caspar Maria Grod und anderer Vertreter der architektonischen Avantgarde, die Konrad Adenauers Siedlungspolitik für ein modernes Köln umsetzten. Architekturzeitschriften wie Bauwelt, Die Form oder Bauwarte publizierten häufig seine Werke. In ihrer sachlichen, schwarzweißen Strenge wirken die menschenleeren Gebäude und Straßenzüge in Mantz‘ Bildern wie monumentale Kulissen der Moderne. Diese Bilder sind es, die Kölns architektonische Moderne über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machten.

1932 eröffnete Mantz in Maastricht ein zweites Atelier und siedelte 1938 ganz in die Niederlande über. In Maastricht kam er zurück zur Porträtfotografie und spezialisierte sich auf Kinderbildnisse. Er selbst empfand seine Porträts als gleichbedeutend zu seinen Architekturaufnahmen; ausgestellt wurden sie bislang nicht. Das Museum Ludwig führt diese beiden Aspekte seines Schaffens zusammen und ermöglicht es erstmals, Mantz‘ Werk in seiner historischen Breite und Diversität zu erfahren.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Nederlands Fotomuseum in Rotterdam, das den umfangreichen Bestand von Mantz’ Fotografien aus den Niederlanden bewahrt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Kuratoren: Miriam Halwani (Museum Ludwig) und Frits Gierstberg (Nederlands Fotomuseum)

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das Königreich der Niederlande, der GAG Immobilien AG, sowie der Werner Mantz Stiftung.

Bild
Werner Mantz
Kommunionsporträt eines Mädchens, Limburg, 1934-1938Museum Ludwig, Köln
Nederlands Fotomuseum, Rotterdam Bild
Foto: Nederlands Fotomuseum, Rotterdam Heinrich Böll mit Manuskript, 1953

Haus am Botanischen Garten, um 1929
Museum Ludwig, Köln
Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

© VG Bild-Kunst, 2017


18.11.2017 - 04.03.2018
James Rosenquist
Eintauchen ins Bild

Pressemitteilung
18. November 2017 – 4. März 2018
Eröffnung: Freitag, 17. November 2017, 19 Uhr

Mit der groß angelegten Ausstellung von James Rosenquist (1933-2017) stellt das Museum Ludwig die Werke dieses bedeutenden Künstlers der amerikanischen Pop Art dezidiert im Kontext ihrer kulturellen, sozialen und politischen Dimension vor. In der Zusammenschau mit teilweise noch nicht öffentlich präsentierten Archivunterlagen, vom Künstler als Quellenmaterial bezeichneten Collagen und vielen der zugrunde liegenden Originalanzeigen aus alten Life-Magazinen wird ein historischer Kosmos erschlossen. Denn die Bildfindungen von James Rosenquist resultierten in großem Maße aus seinem ausgesprochenen Interesse an den gesellschaftlichen und politischen Ereignissen seiner Zeit.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die beeindruckende Rauminstallation F-111, eine der Ikonen der Pop Ära. Rosenquist schuf sie 1964-65, inmitten eines der politisch turbulentesten Jahrzehnte der USA. Als Hauptmotiv wählte er das Kampfflugzeug F-111, die sich damals in der Entwicklung befindende neueste Hochtechnologiewaffe, und kombinierte es in verstörender Weise mit Bildern amerikanischen Alltagskonsums. Das Gemälde umschließt die Betrachter*innen von allen Seiten. In eingebauten Aluminiumpanelen gespiegelt, werden sie selbst Teil des Werkes und sind aufgefordert zu hinterfragen, was sie sehen. Neben diesem Schlüsselwerk aus der Sammlung des MoMA präsentiert die Ausstellung mit Horse Blinders (1968-69) und Horizon Home Sweet Home (1970) erstmals gemeinsam alle drei Rauminstallationen, die Rosenquist für die legendäre Castelli Gallery schuf.

Das Bestreben, die Betrachter*innen in das Bild hineinzuziehen, sie visuell und physisch, emotional und intellektuell zu involvieren, spricht auch aus dem dreiteiligen Werkensemble The Swimmer in the Econo-mist, das Rosenquist 1997–1998 für Berlin schuf. Auf dem über 27 Meter langen Hauptgemälde werden Picassos Guernica wie auch andere Versatzstücke eigener und kollektiver Geschichte und Identität in einem verstörenden Zeitstrudel erfasst, der rasante Umbruchsituationen nicht nur deutscher Identität verbildlicht.

Die Ausstellung verfolgt den zentralen Aspekt des „Eintauchens ins Bild“, wie der Künstler es selbst nennt, und bietet gleichzeitig einen breit angelegten Überblick des Schaffens von James Rosenquist. Die collagehaften Gemälde der 1960er-Jahre, aus denen deutlich Rosenquists Herkunft als Plakatmaler riesiger Werbeflächen am Times Square spricht, sind gleichermaßen zu sehen wie biografisch motivierte Bilder der 1970er-Jahre oder Verarbeitungen kosmischer Raumphänomene in großformatigen späteren Gemälden.
James Rosenquist hat Konzept und Werkauswahl dieser Ausstellung noch selbst autorisiert und den Entwicklungsprozess von Beginn an begleitet. Nun wird dies die erste große Museumsausstellung als Hommage an den am 31. März diesen Jahres verstorbenen Künstler. Neben Arbeiten der eigenen Sammlung und großzügigen Leihgaben von James Rosenquist selbst werden wichtige Werke aus Museen wie dem MoMA und dem Guggenheim Museum in New York, dem Centre Georges Pompidou in Paris oder dem Moderna Museet in Stockholm gezeigt.

Die Ausstellung wird von der Peter und Irene Ludwig Stiftung, der Terra Foundation for American Art sowie der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig unterstützt. Die Restaurierung des Werks Horse Blinders wird ermöglicht vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Wüstenrot Stiftung. Im Anschluss wird die Ausstellung im ARoS Aarhus Kunstmuseum in Dänemark zu sehen sein.

Kuratoren: Stephan Diederich, Yilmaz Dziewior

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache im Prestel Verlag mit Essays von Sarah Bancroft, Stephan Diederich, Yilmaz Dziewior, Isabel Gebhardt, Tim Griffin, Tom Holert, Tino Graß sowie teilweise erstmalig veröffentlichten Archivunterlagen wie den Gemälden zugrunde liegenden Anzeigen aus alten Life-Magazinen und den daraus geschaffenen Collagen, 336 Seiten mit 475 Farbabbildungen und 3 Ausklapptafeln, 49,95 EUR.

Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social Media-Kanälen mit den Hashtags #MLxJR und #museumludwig
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @Museum Ludwig – www.museum-ludwig.de


Ausstellungsarchiv


24.06.2017 - 24.09.2017
Kunst ins Leben! Der Sammler Wolfgang Hahn und die 60er Jahre

Pressemitteilung
In den 1960er-Jahren bildete das Rhein­land ein wichtiges Zen­trum für ein rev­o­lu­tionäres Kun­st­gesche­hen: Eine neue, in­ter­na­tio­n­al ver­net­zte Gen­er­a­tion von Kün­st­lerIn­nen widerset­zte sich der tra­di­tionellen Kunst. Sie nutzte den All­t­ag als In­spi­ra­tion­squelle und All­t­ags­ge­gen­stände als Kun­st­ma­te­rial. Sie ging hi­naus in das städtische Um­feld. Sie durch­brach die Grenzen der Kun­st­diszi­p­li­nen und ar­beit­ete zusam­men mit Musik­erIn­nen, Lit­er­atIn­nen, Filme­macherIn­nen und Tänz­erIn­nen. Am Puls dies­er aufre­gen­den Zeit be­gann der Köl­n­er Gemälder­es­tau­ra­tor Wolf­gang Hahn (1924-1987) die neue Kunst zu er­wer­ben und zu ein­er vielschichti­gen Samm­lung mit Werken des Nou­veau Réal­isme, Fluxus, Hap­pen­ing, Pop Art und Konzep­tkunst zusam­men­zu­tra­gen.

Wolf­gang Hahn war Che­fres­tau­ra­tor des Wall­raf-Richartz-Mu­se­um und des Mu­se­um Lud­wig. Diese Per­spek­tive prägte sei­nen Blick auf die zeit­genös­sische Kunst. Er erkan­nte, dass die neue Kunst um 1960 in ihrem Kern prozesshaft und per­for­ma­tiv war. So be­suchte er von Be­ginn an Ve­r­an­s­tal­tun­gen neuer Musik, Fluxus-Ak­tio­nen und Hap­pen­ings. Er ini­tiierte Ar­beit­en wie Daniel Spo­er­ris Hahns Abendmahl von 1964, re­al­isierte in seinem Wohnz­im­mer Lawrence Wein­ers Konzept A SQUARE RE­MO­VAL FROM A RUG IN USE von 1969 und kaufte nicht nur Konzepte und Par­ti­turen, son­dern auch Au­dioar­beit­en und 16-mm-Filme von Kün­st­lerIn­nen.

Auf der an­deren Seite begeg­nete er der zeit­genös­sischen Kunst mit einem his­torischen Be­wusst­sein. Als Zeuge von Ak­tio­nen und Hap­pen­ings pro­tokol­lierte er das Ge­se­hene; er führte Kün­st­lerIn­nen­in­ter­views, um mehr über die Her­stel­lungsweise und kün­st­lerische Hal­tung zu er­fahren; und er sam­melte gezielt Werke und Doku­mente, die aus bes­timmten Ak­tion­skon­tex­ten stammten. So befin­d­en sich sehr viele Ob­jekte aus der le­g­endären Ausstel­lung Nam June Paiks Ex­po­si­tion of Mu­sic. Elec­tron­ic Tele­vi­sion von 1963 in sein­er Samm­lung.

1978 kaufte die Re­pub­lik Öster­reich die Samm­lung Hahn an, die 2003 durch weitere Ankäufe ver­voll­ständigt wurde und sich im mumok – Mu­se­um mod­ern­er Kunst Stif­tung Lud­wig Wien befin­d­et. In­dem die Ausstel­lung im Mu­se­um Lud­wig und im mumok er­st­mals die Samm­lung Hahn als ein abgeschlossenes Zeitzeug­nis be­trachtet, er­möglicht sie ei­nen neuen Blick auf die Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre auch jen­seits kun­sthis­torisch­er oder ge­o­gra­fisch­er Ei­nord­nun­gen.

Kün­st­lerIn­nen
Anouj, Ar­man, Ay-O, Joseph Beuys, Ge­orge Brecht, Michael Buthe, John Cage, John Cham­ber­lain, Chris­to, Bruce Con­n­er, Philip Corn­er, Merce Cun­n­ing­ham, Gérard De­schamps, Jim Dine, François Dufrêne, Öyvind Fahl­ström, Robert Fil­liou, Sam Gil­li­am, Lud­wig Gose­witz, Nan­cy Graves, Ray­mond Hains, Al Hansen, Dick Hig­gins, Al­lan Kaprow / Ka­sia Fu­dakows­ki, Al­i­son Knowles, Arthur Køpcke, Gary Kuehn, Yay­oi Kusa­ma, Bar­ry Le Va, Boris Lurie, Gor­don Mat­ta-Clark, Claes Ol­d­en­burg, Yoko Ono, Nam June Paik, Lil Pi­card, Klaus Rinke, Mim­mo Rotel­la, Di­eter Roth, Ni­ki de Saint Phalle, Gün­ter Sa­ree, Ge­orge Se­gal, Daniel Spo­er­ri, Paul Thek, Jean Tingue­ly, Ur­su­la, Franz Er­hard Walther, Robert Watts, Lawrence Wein­er, H.C. West­er­mann, Ste­fan Wew­er­ka, Jac­ques de la Vil­leglé, Wolf Vostell, Gil J. Wol­man.

Ka­sia Fu­dakows­ki wurde ein­ge­la­den, Push and Pull, 1963 von Al­lan Kaprow neu zu erfin­d­en. Sie wird als neue Ar­beit Push and Pull – Re-In­vent­ed re­al­isieren.

Über die Ausstel­lung
Eine Ausstel­lung des Mu­se­um Lud­wig in Ko­op­er­a­tion mit dem mumok – Mu­se­um mod­ern­er Kunst Stif­tung Lud­wig Wien, ku­ratiert von Bar­bara En­gel­bach (Mu­se­um Lud­wig) und Su­sanne Neuburg­er (mumok). Die Ausstel­lung im Mu­se­um Lud­wig wurde ku­ratiert von Bar­bara En­gel­bach.

Die Ausstel­lung wird im An­sch­luss ab dem 10. Novem­ber 2017 im mumok zu se­hen sein.

Die Ausstel­lung wird großzügig un­ter­stützt von der Peter und Irene Lud­wig Stif­tung, der Kun­st­s­tif­tung NRW, dem Land­schaftsver­band Rhein­land sowie aus Mit­teln des PS-Zweck­er­trages der Sparkasse Köln­Bonn aus der Lot­terie des Rheinischen Sparkassen- und Girover­ban­des PS Sparen und Gewin­nen und der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig e.V..

Bild
George Brecht
The Book of the Tumbler on Fire, Volume I, Chapter VIII,
Page 3, Footnote 19, 1969
Holz lackiert, Regenschirm, Lampe
85 x 115 x 110 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Foto: mumok, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, ehemals Sammlung Hahn, Köln


10.09.2016 - 08.01.2017
Master of Beauty: Karl Schenkers Mondäne Bildwelten


27.08.2016 - 08.01.2017
WIR NENNEN ES LUDWIG.
Das Museum wird 40!


13.04.2016 - 28.08.2016
Wolf­gang-Hahn-Preis 2016
Huang Yong Ping

Pressemitteilung
Zum 22. Mal in jähr­lich­er Folge ver­lei­ht die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig den Wolf­gang-Hahn-Preis. In 2016 wird der 1954 in Chi­na ge­borene, seit 1989 in Paris lebende Kün­stler Huang Yong Ping aus­gezeich­net. Seit den 1980er Jahren ar­beit­et er an Frages­tel­lun­gen von Pol­i­tik ver­sus Kul­tur, Uni­ver­sal­ität ver­sus In­di­vi­d­u­al­ität und an Sch­nitt­stellen zwischen chi­ne­sisch­er und west­lich­er Kunst.


09.04.2016 - 03.07.2016
Fernand Léger. Malerei im Raum

Pressemitteilung
In seinem Jubiläumsjahr untersucht das Museum Ludwig mit dieser Ausstellung Légers malerische Auseinandersetzung mit Architektur und Raum. Aus-gangspunkt der Ausstellung ist das Wandgemälde Les Plongeurs (Die Taucher, 1942), das der französische Künstler für das Privathaus des New Yorker Ar-chitekten Wallace K. Harrison konzipierte und das Peter und Irene Ludwig vor 30 Jahren speziell für den neuen Museumsbau in Köln erwarben.


20.02.2016 - 22.05.2016
HIER UND JETZT im Museum Ludwig
Heimo Zobernig

Pressemitteilung
Im Februar 2016 startet das Museum Ludwig eine neue Ausstellungsreihe, bei der die Vorgehensweisen und Konventionen der eigenen institutionellen Arbeit hinterfragt werden. Den Auftakt markiert der österreichische Künstler Heimo Zobernig. Sein experimenteller Umgang mit dem Skulpturbegriff führt ihn oftmals an neu auszulotende Grenzen zwischen Kunst und Architektur oder Design.






Bildnachweis:
Heimo Zobernig, Ohne Titel, 2016, Aufsicht, CAD
© VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Archiv HZ


14.11.2015 - 21.02.2016
Joan Mitchell. Retrospective. Her Life and Paintings

Pressemitteilung
Zusammen mit dem Kunsthaus Bregenz und in enger Zusammenarbeit mit der Joan Mitchell Foundation in New York präsentiert das Museum Ludwig eine große Überblicksausstellung der legendären Künstlerin Joan Mitchell (1925–1992). Der Fokus der Schau liegt dabei auf ihrer Malerei – angefangen bei frühen Arbeiten aus den 1950er Jahren bis hin zum Spätwerk ihrer letzten Lebensjahre. Kunsthistorisch wird ihr Schaffen in der Nachfolge des Abstrakten Expressionismus beziehungsweise im Umfeld der New York School verortet. Die Schau im Museum Ludwig stellt mit rund dreißig, teils sehr großformatigen, mehrteiligen Bildern eine der bedeutendsten Protagonistinnen der Kunst des 20. Jahrhunderts vor.


01.08.2015 - 25.10.2015
Danh Võ. Ydob eht ni mraw si ti

Pressemitteilung
Im Zentrum der von Danh Võ speziell für das Museum Ludwig konzipierten, ersten musealen Einzelausstellung in Deutschland steht sein wohl bekanntestes Langzeitprojekt We The People, der getreue Nachbau der Freiheitsstatue von New York im Maßstab 1:1. Während die meisten Einzelteile dieses über 250 Fragmente umfassenden Skulpturprojektes auf der ganzen Welt verstreut in öffentlichen und privaten Sammlungen beheimatet sind, wird das Museum Ludwig den bisher größten zusammengesetzten Teil des raumgreifenden Kupferkorpus präsentieren. Zusätzlich wird Danh Võ in der Ausstellung neue eigene Arbeiten mit ausgewählten Werken des US-amerikanischen Fotografen Peter Hujar in Dialog setzen.

In seinen Objekten, Installationen, Fotografien und Arbeiten auf Papier verbindet Danh Võ persönliche Erfahrungen seiner Kindheit in Vietnam mit der Geschichte seiner Familie, ihrer Flucht nach Europa und Fragen des Kolonialismus, der Migration und der kulturellen Identität. Weitere wichtige Themen seiner Werke sind die Beschäftigung mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen und das Hinterfragen normierter Verhaltensweisen generell, sowohl in der Gesellschaft im Allgemeinen als auch im Kunstkontext im Besonderen.


30.05.2015 - 22.11.2015
Bernard Schultze. Zum 100. Geburtstag

Pressemitteilung
Ber­nard Schultze (1915–2005) war ein führen­der Pro­ta­g­on­ist der gestisch-ab­s­trak­ten Malerei und bis ins ho­he Al­ter enorm pro­duk­tiv. Er schuf farbin­ten­sive, de­tail­reiche Gemälde, Zeich­nun­gen und Re­liefs, die sch­ließlich auswucherten zu drei­di­men­sio­nalen Farb­skulp­turen aus Draht, Tex­tilien und Plas­tik­masse. Das Mu­se­um Lud­wig be­her­bergt ei­nen Großteil des kün­st­lerischen Nach­lass­es und wid­met Ber­nard Schultze eine Hom­mage zum hun­dert­sten Ge­burt­s­tag.


15.04.2015 - 30.08.2015
Wolfgang-Hahn-Preis 2015
Michael Krebber und R.H. Quaytman

Pressemitteilung
Er­st­mals in der über 20-jähri­gen Geschichte des Wolf­gang-Hahn-Preis­es und ohne eine Regel da­raus machen zu wollen, ehrt die Auszeich­nung 2015 zwei Kün­stler: Michael Kreb­ber und R.H. Quayt­man. In ihr­er ge­mein­sa­men Auss­tel­lung wird ein The­ma – die Un­möglichkeit der Malerei – in den Mit­telpunkt gestellt


02.10.2014 - 11.01.2014
LUDWIG GOES POP. Bilder einer Jahrhundertsammlung


05.09.2014 - 15.03.2014
Andrea Büttner 2


28.06.2014 - 16.11.2014
Das Museum der Fotografie: Eine Revision


28.06.2014 - 16.11.2014
Unbeugsam und Ungebändigt: Dokumentarische Fotografie um 1979


11.04.2014 - 13.07.2014
Pierre Huyghe


15.02.2014 - 13.07.2014
Oscar Tuazon. Alone in an empty room


11.10.2013 - 26.01.2014
Not Yet Titled. Neu und für immer im Museum Ludwig

Pressemitteilung
Vertrautes neu sehen und andere Geschichten erfinden: Ein Jahr nach seinem Amtsantritt wagt der Direktor Philipp Kaiser einen frischen Blick auf die Sammlung des Museum Ludwig.
Die große Neupräsentation ist zugleich Bestandsaufnahme, Selbstbefragung und Ausblick. Werke wurden aus dem Depot geholt, andere verschwanden oder finden sich in neuer Nachbarschaft wieder. Erstmals gezeigte Neuankäufe weisen in die Zukunft.
Der endgültig-vorläufige Ausstellungstitel Not Yet Titled ist ein Hinweis auf das zentrale Moment der Präsentation: Das Museum ist ein Ort, an dem Kunstgeschichte aus Sicht der Gegenwart immer wieder neu betrachtet, bewertet und umgeschrieben wird.
Diese Dynamik macht Not Yet Titled erfahrbar. Den Besucher erwartet u.a. eine große Installation der Konzeptkünstlerin Barbara Kruger, die seit dem Ankauf 1995 nicht mehr zu sehen war, eine monumentale Projektion von Michael Heizer im Untergeschoss und jüngste Ankäufe von Monika Baer, Nairy Baghramian, Hans Haacke, Kai Althoff, Mark Boulos oder Allan Sekula.


11.10.2013 - 26.01.2014
Louise Lawler. Adjusted

Pressemitteilung
Wenn Louise Lawler auf ein abstraktes Gemälde von Jackson Pollock blickt wie auf eine dekorative Suppenschüssel, ist das eine überraschende Sichtweise. Ihre Fotografien von Kunstwerken in Museen, Privaträumen, auf Auktionen oder im Depot
machen deutlich, wofür wir normalerweise blind sind. Sie zeigen, wie sehr die Bedeutung von Kunst durch den Kontext, die Nachbarschaft, das Arrangement geprägt wird – und dass es eine wertfreie Präsentation von Kunst nicht gibt.
Scharfsinnig, manchmal ironisch und oft entlarvend analysiert die 1947 geborene Konzeptkünstlerin seit 30 Jahren das Kunstsystem mit all seinen komplexen Regeln. Ihr Werk, geprägt von der Institutionskritik der frühen 70er Jahre, ist im Umfeld der Pictures Generation anzusiedeln, zu der auch Richard Prince oder Cindy Sherman zählen.
Das Museum Ludwig hat für die erste umfassende Werkschau der Künstlerin in Deutschland das gesamte Haus geöffnet: Eine Übersicht ihrer wichtigsten Werke ergänzen neue Arbeiten, mit denen Lawler die herausragende Sammlung des Museum Ludwig reflektiert.


25.05.2013 - 01.09.2013
Kathryn Andrews. Special Meat Occasional Drink

Pressemitteilung
Die kalifornische Künstlerin Kathryn Andrews (geb. 1973 in Mobile, Alabama) beschäftigt sich in ihren konzeptuellen Skulpturen auf vielfältige Art und Weise mit den Bedingungen der Aufführung und Präsentation. Die performative Qualität kommt vielleicht am deutlichsten in der Ereignishaftigkeit ihrer Geburtstags-Skulpturen zum Ausdruck, polierten Stahlabschrankungen, die einmal im Jahr mit Luftballons versehen werden. Andere Arbeiten wiederum inkludieren gemietete Filmrequisiten, welche nur auf Zeit ein ansonsten unvollständiges Werk komplettieren. Die Verknüpfung einer erzählerischen und einer temporalen Dimension bringt eine Komplexität hervor, die mit der direkten und an der Pop Art angelehnten Bildsprache kollidiert. Kathryn Andrews Interesse, ihre Skulpturen in Relation zu Werken anderer Künstler zu präsentieren, wird auch in ihrer ersten institutionellen Ausstellung am Museum Ludwig Rechnung getragen.


25.05.2013 - 25.08.2013
Jo Baer

Pressemitteilung
Jo Baer ist eine der ganz wenigen Malerinnen des Minimalismus. Trotz einiger Erfolge in den USA, zog sie 1975 nach Europa, wo gegenständliche Werke entstanden, die auf eigensinni-ge Weise antike und archaische Formen erkunden. Die Ausstellung im Museum Ludwig ist ihre erste an einem deutschen Museum und mit 170 Werken auch eine ihrer umfassendsten.


21.04.2013 - 21.07.2013
Andrea Fraser: Wolfgang-Hahn-Preis 2013

Pressemitteilung
Sie ist eine der schärfsten, witzigsten und brillantesten Kritikerinnen des Kunstbetriebs. Am 20. April hat sie den angesehenen Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig, Köln erhalten: Andrea Fraser. Noch am selben Abend hat ihre erste Überblicksausstellung in Europa seit zehn Jahren begonnen, in der zu verfolgen ist, wie sie sich gerade in den letzten Jahren kritisch neu ausgerichtet hat. Zu sehen sind frühe Arbeiten ebenso wie ihre jüngste Performance, Men on the Line. Schauspieler werden während der Ausstellung den satirischen Monolog einer Galeriemitarbeiterin, May I Help You, in deutscher Sprache aufführen. Preis und Ausstellung ehren eine Künstlerin, die vehement wie kaum eine andere eine (Selbst-) Befragung der Kunstwelt eingefordert hat.


17.04.2013 - 21.07.2013
Phil Collins. In Every Dream Home A Heartache

Pressemitteilung
Im Mittelpunkt des Werks von Phil Collins steht der Mensch in der Mediengesellschaft. Collins reist an oft entlegene Orte, nicht selten in Konfliktgebiete, um ganz gewöhnliche Zeitgenossen für die Mitarbeit bei seinen Filmen, Fotografien oder Soundarbeiten zu gewinnen. Es können Leute sein, deren Leben von Reality-TV-Sendungen zerstört worden ist, oder solche, die bei einer von Collins inszenierten Teleshopping-Show mitspielen wollen, oder ganz einfach Fans der Band The Smiths. Collins’ Arbeiten verurteilen nicht, vielmehr spiegeln sie seine eigene Faszination für die Formate und Formen der Unterhaltungsindustrie. Für seine Ausstellung setzt er auf die Mitwirkung der Kölner. Denn vor Ort ist eine neue Arbeit entstanden, an der auch internationale Musiker beteiligt sind.


23.03.2013 - 23.06.2013
Saul Steinberg. The Americans

Pressemitteilung
Das Museum Ludwig zeigt erstmals seit ihrer Entstehung zur Weltausstellung in Brüssel im Jahre 1958 die vollständige Wandarbeit The Americans von Saul Steinberg - eine insgesamt 70 Meter lange Collage. Ergänzt wird die Präsentation durch thematisch verwandte Zeichnungen und Collagen aus den fünfziger Jahren sowie zahlreiche Zeitschriftenillustrationen des Künstlers, der die Grenzen zwischen freier und angewandter Kunst immer wieder in Frage stellte.


01.02.2013 - 05.05.2013
Man Ray. L. Fritz Gruber Archiv.

Pressemitteilung
Das besondere Archiv einer außergewöhnlichen Beziehung


04.08.2012 - 13.10.2013
Meisterwerke der Moderne. Die Sammlung Haubrich im Museum Ludwig

Pressemitteilung
1946, der Spuk ist vorüber, Köln liegt in Trümmern. Da erhält die Stadt völlig unerwartet ein großes Geschenk: die Kunstsammlung des Josef Haubrich. Gegen den deutschen und vor allem den nazistischen Geschmack hat er in Jahrzehnten eine Sammlung der modernen Kunst zusammengetragen, die ihresgleichen sucht. Darunter sind solche Glanzstücke wie der "Halbakt mit Hut" von Ernst Ludwig Kirchner, das "Porträt des Dr. Koch" von Otto Dix oder "Die Schwärmer" von Emil Nolde. Fast siebzig Jahre später ist der Schatz nun in seinem ursprünglichen Zusammenhang zu bestaunen. Lange nicht mehr gesehene Werke werden aus dem Depot geholt, noch nie gezeigte Rückseiten präsentiert.


23.06.2012 - 30.09.2012
Claes Oldenburg: The Sixties

Pressemitteilung
Claes Oldenburg (*1929 in Stockholm) zählt zu den großen Namen der amerikanischen Pop Art. Seine zumeist an banalen Alltagsgegenständen orientierten Skulpturen bergen stets ein Überraschungsmoment, seien es nun die überdimensional großen Lichtschalter oder Eishörnchen aus schlaffen, gefütterten Stoffen oder seine monumentalen Außenskulpturen in zahlreichen Metropolen der Welt.


03.06.2012 - 04.11.2012
Ein Wunsch bleibt immer übrig. Kasper König zieht Bilanz

Pressemitteilung
Eine Sammlung gleicht einem lebendigen Organismus, der sich erweitert, verändert und auf die umgebende Welt reagiert. Sie kann daher auch niemals vollständig sein. So ist es nicht verwunderlich, dass auch am Ende der 12-jährigen Amtszeit von Kasper König am Museum Ludwig noch eine Menge Wünsche offen sind - wenngleich in den vergangenen Jahren schon sehr viele in Erfüllung gingen. Aus einigen davon setzt sich nun die kommende Ausstellung zusammen. Ab dem 3. Juni 2012 zeigt das Museum Ludwig auf der gesamten zweiten Etage und dem Treppenhaus eine sehr persönliche Auswahl des Direktors, die sowohl die Sammlungstätigkeit Kasper Königs und seiner MitarbeiterInnen dokumentiert, und auch die Verzahnung von Ankäufen, bestehender Sammlung und Ausstellungen aufscheinen lässt.
Mit rund 80 Werken aus einem Konvolut von etwa 2000, die seit dem Amtsantritt von Kasper König ans Museum Ludwig gelangten, entsteht so eine bilanzierende Sammlungspräsentation, die gleichsam als Zirkelschluss zu seinem Auftakt vor 12 Jahren verstanden werden kann.


28.04.2012 - 29.07.2012
Yvonne Rainer - Raum, Körper, Sprache

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Die erste europäische Retrospektive der wegweisenden Choreographin und Filmemacherin


Bild: Satie for Two, 1962
(Yvonne Rainer, Trisha Brown - Studio photo)
© The Getty Research Institute, Los Angeles (2006.M.24)


17.12.2011 - 22.04.2012
VOR DEM GESETZ

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Skulpturen der Nachkriegszeit und Räume der Gegenwartskunst

Die gemeinsam mit der Siemens Stiftung organisierte Schau ist die letzte programmatische Ausstellung von Kasper König am Museum Ludwig.


29.11.2011 - 24.06.2012
Im Andenken an Irene Ludwig
Präsentation anlässlich ihres ersten Todestages

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Zum ersten Mal öffentlich: Werke aus dem Haus des Ehepaars Ludwig:
Vor einem Jahr, am 28. November 2010, starb unerwartet Frau Prof. Dr. h.c. mult. Irene Ludwig. In ihrem Testament verfügte sie aus ihrem Nachlass spektakuläre Schenkungen und Dauerleihgaben für das Museum Ludwig und das Museum Schnütgen. Insgesamt 528 Werke aus dem Besitz von Prof. Ludwig bereichern nun auf Dauer die Kölner Sammlungen.
Neben dem herausragenden Konvolut von Werken der Russischen Avantgarde verfügte Irene Ludwig auch, neun Werke aus ihrem privaten Haus als Dauerleihgabe an das Museum Ludwig zu geben. Darunter befindet sich der erste Ankauf des Ehepaars Ludwig im Bereich der Klassischen Moderne: ein Frühwerk von Karl Hofer, „Nach dem Bade", aus dem Jahr 1912. Außerdem Werke von August Macke, Fernand Léger, Henri Matisse, Lyonel Feininger, Alexej von Jawlensky, Roy Lichtenstein, Jasper Johns und Jackson Pollock.
Das Museum Ludwig macht diese neun Gemälde nun zum ersten Mal zugänglich. Ergänzt wird die Präsentation durch drei Fotografien von Candida Höfer, die die privaten Räume des Ehepaars Ludwig dokumentieren.


05.11.2011 - 13.05.2012
Cosima von Bonin`s Cut! Cut! Cut!

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For Museum Ludwig`s Sloth Section
Loop # 04 of th Lazy Susan Series
A Rotating Exhibition 2010 - 2011
One, Two, Three, For


17.06.2011 - 21.12.2011
Max Beckmann: Kind seiner Zeit
Werke aus der grafischen Sammlung

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Max Beckmann (1884–1950) ist einer der produktivsten und virtuosesten Grafiker des 20. Jahrhunderts. In den zehner und zwanziger Jahren entstehen zahlreiche grafische Einzel-blätter und Folgen, die sich mit den Zeitläufen auseinandersetzen. Der Künstler, formuliert Beckmann 1917, muss „Kind seiner Zeit sein. Naturalismus gegen das eigene Ich. Sachlich-keit den inneren Gesichten.“ Das Schwarz-Weiß der Druckgrafik bietet sich dafür an. Klare Linien, klare Verhältnisse. Die Druckgrafik erlaubt nicht nur eine größere Verbreitung, Druck-platten, Tinte und Papier sind auch viel günstiger als Öl, Leinwand und Keilrahmen. Ein Fak-tor, der gerade in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ins Gewicht fällt.
Das Museum Ludwig zeigt einen Großteil seiner Papierarbeiten von Max Beckmann. Die Druckgrafiken sind für diese Präsentation von Stockflecken gesäubert, die Papiere wieder geglättet worden – damit ein frischer Blick möglich wird.


Max Beckmann
Selbstbildnis 1922
Holzschnitt
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011
Foto: RBA Köln


15.04.2011 - 17.07.2011
Vija Celmins. Wüste, Meer und Sterne

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Die Ausstellung folgt der großen Forschungsreise einer besonderen Künstlerin: Bewegte Meeresoberflächen, karger Wüstengrund, weite Sternenhimmel und dichte Spinnennetze sind die Themen von Vija Celmins. Seit den sechziger Jahren überträgt die Amerikanerin mit lettischen Wurzeln Fotografien auf Gemälde, Zeichnungen und vor allem Druckgrafiken. Sie beschränkt sich dabei weitestgehend auf diese vier Motive, die sie mit immer neuen Techniken studiert. Wir zeigen in 60 repräsentativen Arbeiten, welche Differenzen sie dem Immergleichen abgewinnt.

Alle ihre Werke eint die Darstellung von Natur und gleichmäßiger sowie – mit Ausnahme der Netze – grenzenloser Strukturen. Ihre Vorlagen sind Schwarz-weiß-Fotos, die die Künstlerin in der Übertragung zu neuem Leben erweckt. Es gibt wohl kaum eine Künstlerin, von der man mit mehr Recht behaupten könnte, sie habe ihre Bilder durchgearbeitet. Konzentriert eignet sich Celmins nicht nur das Abgebildete, sondern auch das Bild immer wieder aufs Neue an. Schwarz, Weiß und Grau erschließen sich auf einer Lithografie anders als auf einem Holzschnitt, wieder anders in Öl, Kohle oder Grafit. Allein schon, dass sie für eine Zeichnung einen härteren Bleistift als für eine andere benutzt, erzeugt eine minimale Abweichung, die doch alles ändern kann.


11.04.2011 - 31.10.2011
Wolfgang-Hahn-Preis 2011 an John Miller

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John Miller erhält den diesjährigen Wolfgang-Hahn-Preis, mit dem die Gesellschaft für Mo-derne Kunst alljährlich international renommierte zeitgenössische Künstler auszeichnet. Sein widerständiges Oeuvre richtet den Blick auf das Spannungsfeld zwischen Technologie, Indi-viduum und Gesellschaft, für das laut Miller Konzeptkunst und Fluxus Vorreiter waren. In einer kleinen Übersichtsschau sind Skulptur, Fotografie, Malerei und audiovisuelle Arbeiten des 1954 in Cleveland, USA, geborenen Künstlers im 2. Obergeschoss des Museums zu besichtigen. Für die Sammlung des Museums hat Miller neu eine zweiteilige Skulptur von Litfaß-Säulen geschaffen, für deren Gestaltung er unter anderem die Kontaktanzeige eines Selfmademans verwendet. Zusammen mit Fotografien seiner Middle of the Day-Serie wird so eine repräsentative Werkgruppe John Millers nach Ende der Ausstellung im Museum Lud-wig verbleiben und damit die Sammlung erweitern.
Die Gesellschaft für Moderne Kunst dankt der Bank Julius Bär Europe AG für die Unterstützung bei Preisverleihung und Katalog sowie Knab International Art Movers.

John Miller
Im Vordergrund: Self-Made Man, 2011, Erwerbung der Gesellschaft für Moderne Kunst und des Museum Ludwig
Im Hintergrund links: Now we´re big potatoes, 1992, Gaby und Wilhelm Schürmann, Herzogenrath
Im Hintergrund rechts: Fotos der Serie Middle of the Day, Erwerbung der Gesellschaft für Moderne Kunst und des Museum Ludwig
© John Miller, Gaby und Wilhelm Schürman
Foto: Lothar Schnepf, Köln


26.02.2011 - 25.09.2011
Joel Shapiro

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Vierzig frei hängende farbige Holzbalken lassen ein neues Gefühl dafür entstehen, was ein Raum und was Bildhauerei sein können. Für den großen Oberlichtsaal des Museums schafft der US-amerikanische Bildhauer Joel Shapiro (*1941) eine Installation, die auch Besucher begeistern wird, die normalerweise nicht viel mit abstrakter Kunst anzufangen wissen. Sie bewegen sich im Raum, der zu einer ebenso riesigen wie luftigen Skulptur geworden ist. Und mit jedem Schritt ändert sich das Bild, verändern sich Grenzen, Dimensionen, Farben. Betrachter und Werk beginnen, aufeinander zu reagieren.
Shapiros Konzept erinnert an die russischen Konstruktivisten, die der Raumerfahrung oberste Priorität in ihrer Kunstproduktion gegeben haben. Konstruktion, Dynamik und ihre Wechselwirkung waren Schlüsselbegriffe für ihre oft raumgreifenden Werke. Doch auch wenn Shapiro mit diesem formalen Erbe spielen sollte, geht er doch leichtfüßig über es hinaus.

Abbildung: Joel Shapiro
Float, 2009
Installation: Pace Gallery, 2010
534 West 25th Street, New York City
Holz, Kasein und Angelschnur - Installationsausmaße variable / Wood, casein and fishing line - Installation dimensions variable
Photo: Courtesy Pace Gallery
© VG Bild-Kunst, Bonn 2010


02.02.2011 - 04.09.2011
Gesellschaftsbilder, Künstlerporträts und Modefotografien des 20. Jahrhunderts.
Meisterwerke

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Cecil Beaton, George Hoyningen-Huene und Horst P. Horst gehören zu den führenden Modefotografen des 20. Jahrhunderts. In ihren Porträts zeigten sie berühmte Persönlichkeiten mal kühl, mal verspielt, voller Sinnlichkeit oder auch in gebieterischer Distanz. Die Fotografen popularisierten die Stars der Filmindustrie, dokumentierten das Ego der angesagten Künstler oder führten – oft in surrealem Ambiente – die neuesten Damenmoden vor. Sie prägten das Genre der Studio- und Modefotografie, waren innovativ in ihren Bildfindungen und wurden zu Vorbildern für die nachfolgende Generation.
Die hier gezeigten Fotografien stammen aus der Sammlung L. Fritz Gruber, der mit vielen der in dieser Auswahl vertretenen legendären Fotografen freundschaftlich verbunden war.

Abbildung:
Cecil Beaton, Modefotografie, 1936
Museum Ludwig Köln / Sammlung Gruber


10.12.2010 - 31.10.2011
Lucy McKenzie. Die Editionen

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Eine junge Schottin zeigt, wie intelligent und erfrischend es ist, praktisch zu denken.
Lucy McKenzie bricht mit den ungeschriebenen Gesetzen der Avantgarde. Sie setzt sich nicht zwanghaft von der Tradition ab, sondern erkennt deren Qualität an. Sie proklamiert keine reine Kunst, sondern nennt sich eine Handwerkerin. Und sie kultiviert nicht ihre Individualität, sondern liebt es, im Team zu spielen. Auf diese unverkrampfte Weise sind ungewöhnliche Editionen – Poster, Plattencover, Schals u.a. – entstanden, die das Museum Ludwig komplett angekauft hat. Die erste Präsentation richtet McKenzie selbst ein, die Editionen werden von einer Wandmalerei eingefasst.

Lucy McKenzie, “Workcoat”, 2009
screen printed silk scarf in original box
90 x 90 cm
Edition 10 + 2 AP
© Lucy McKenzie


26.11.2010 - 05.06.2011
Bethan Huws. Zeichnungen

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Ihre Erinnerung, unsere Erinnerung – ein feinsinniges Spiel mit dem Bildgedächtnis.
Bei der walisischen Künstlerin Bethan Huws ist der Akt des Zeichnens immer auch einer der persönlichen Erinnerung. Das kann eine an bestimmte Orte, wie ihr Elternhaus, an Dinge, wie eine gefundene Muschel, oder an Tiere, z.B. grasende Schafe, sein. Doch sie zerlegt und verein-facht diese Erinnerungsbilder soweit, dass sie zwar immer noch an die individuelle Erfahrung gebunden bleiben, aber auch etwas Allgemeingültiges bekommen. Oft sind ihre Formen sogar so reduziert, dass sie an der Grenze zur Abstraktion stehen. Dann verselbständigt sich die Form und aus ein paar bunten Strichen kann ein Kaktus entstehen. Dreht man das Blatt um 90 Grad, erin-nert dieselbe Zeichnung an ein Krokodil. Huws bewahrt diesen spielerischen Zugang und verbindet so ihre eigenen Erinnerungen wie selbstverständlich mit unseren.

Cactus, 2008
Aquarell auf Papier / Watercolour on paper, 45 x 36,5 cm
Courtesy of the artist
Foto / Photo: Studio B. Huws
© VG Bild-Kunst, Bonn 2010


23.04.2010 - 13.06.2010
Jochen Lempert

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Der 1958 geborene und in Hamburg lebende Künstler Jochen Lempert arbeitet seit den 1990er Jahren mit der Kennerschaft eines ausgebildeten Biologen, dem Blick eines Fotografen und den Verfahren eines Wissenschaftlers. Auf 500 qm Ausstellungsfläche wird nun Jochen Lemperts Werk der letzten 15 Jahre vorgestellt. Seine Fotografien sind der Natur- und Tierwelt gewidmet.


15.08.2009 - 15.11.2009
Isa Genzken. Sesam, öffne dich!

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„Sesam, öffne dich!“ So lautet die Zauberformel, mit der Ali Baba Zugang zum Inneren des Berges findet, in dem 40 Räuber ihre reiche Beute verstecken. In dieser Erzählung aus 1001 Nacht sind schillernde Pracht und selbstlose Treue eng mit skrupelloser Zerstörung und Missgunst verflochten.
Sesam, öffne dich! Diese Parole wählte die Bildhauerin Isa Genzken als Titel für ihre bislang umfassendste Einzelausstellung, die das Museum Ludwig in Zusammenarbeit mit der Whitechapel Gallery, London entwickelt hat. Von den aerodynamischen, mit Einschnitten versehenen Holzskulpturen aus den siebziger Jahren bis hin zu den jüngst verwirklichten fragilen Rauminstallationen erscheinen ihre Werke als Sinnbild einer der Gratwanderung zwischen Schönheit und Zerstörung, zwischen Anmut und Brutalität. Die aktuellen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Bedingungen im Blick, deckt Genzken die labilen, irritierenden, widersprüchlichen Seiten unserer Wahrnehmung und Erkenntnis auf.
Sie zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Zeit. Dennoch waren ihre Werke bis zur Ausstellung Oil im deutschen Pavillon der Venedig Biennale eher wenigen bekannt. Mit der retrospektiv angelegten Ausstellung Sesam, öffne dich! bietet das Museum Ludwig erstmals die Gelegenheit, die künstlerische Entwicklung von Isa Genzken über eine Spanne von mehr als dreißig Jahren in ihrer thematischen und formalen Komplexität zu verfolgen. Ihre kritische Auseinandersetzung mit Architektur wird dabei als zentrales Thema ebenso greifbar wie ihre Beschäftigung mit der Konsumkultur. Die Ausstellung umfasst mehr als 60 Werke und Werkgruppen, die sich zum größten Teil im Besitz öffentlicher und privater Sammlungen befinden.


26.05.2009 - 03.01.0201
Russische Avantgarde.
TEIL 1:„EINE OHRFEIGE DEM ÖFFENTLICHEN GE-SCHMACK."
DER KUBOFUTURISMUS UND

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Anlässlich des 100. Geburtstags des futuristischen Manifests von Marinetti, widmet sich die erste Präsen-tation dem Aufbruch der Moderne in Russland. Die ca. 40 Werke von 23 Künstlern, die zum Teil zum ersten Mal gezeigt werden, spiegeln den anregenden künstlerischen Austausch Russlands mit Italien und Frankreich vor Ausbruch des ersten Weltkrieges wider. Spitzenwerke des Kubofuturismus von Popova und Exter werden ebenso wie Werke des Rayonismus von Larionow und Gontscharowa zu entdecken sein.


21.04.2009 - 12.07.2009
Christopher Wool. Porto-Köln

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Christopher Wool ist nicht nur ein abstrakter Maler, er ist auch ein Erforscher des Abstrakten. Er führt Figur und Defiguriertes gegeneinander, Zeichnung und Malerei, Durchdachtes und Sponta-nes. Mit der Sprühpistole zeichnet er Linien auf die Leinwand, die er kurz darauf mit einem in Lö-sungsmittel getränkten Tuch wieder auswischt. Dadurch entsteht ein neues Bild, in dem sich klare Linien gegen gewischte Flächen behaupten müssen. Und auch in seinen Siebdrucken auf Papier begegnen wir dem Interesse des Künstlers an Abstraktion wieder. Besonders interessante Stellen der Gemälde setzt Wool hier zu idealen Kompositionen zusammen und stellt sie gleich-wertig neben seine Gemälde.
Zum Wolfgang-Hahn-Preises 2009 an Wool konnte die Gesellschaft für Moderne Kunst am Mu-seum Ludwig zwei Siebdrucke für das Museum ankaufen. Die Ausstellung feiert auch die Preis-verleihung an Christopher Wool.
Katalog: Es ist ein Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König Köln erschienen.


03.04.2009 - 21.06.2009
CARROLL DUNHAM: Arbeiten auf Papier

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Eine Linie wird vorwitzig, unanständig und ganz schön gemein: Carroll Dunhams Zeichnungen sehen manchmal aus wie Kritzeleien von Hochpubertären. Doch das ist nur ihre halbe Wahrheit. Denn so zotig Dunhams Zeichenlinie ist, so streng bleibt sie doch innerhalb der gesetzten Grenzen und folgt den Gesetzen äußerster Sparsamkeit. Seine reflektierte Form zeigt sich besonders deutlich an seinen Arbeiten auf Holz oder mit Furnier. Hier tobt sich nicht einfach eine pralle Phantasie aus, sondern sie lässt sich von der zufälligen Beschaffenheit des Bildträgers, von seinen Musterungen und Maserungen, anregen. Die seltsamen Abenteuer eines Mannes mit Zylinder schließlich weisen Dunham als einen Künstler aus, der vom Abstrakten Expressionismus ebenso viel gelernt hat wie vom Comic, ja bei dem beides kinderleicht zusammengeht.


14.03.2009 - 26.07.2009
Lucy McKenzie

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Die Gemälde der 1977 geborenen Künstlerin Lucy McKenzie machen deutlich, wie heute eine über die rein ästhetische Erfahrung hinausgehende Bedeutung von Malerei aussehen kann. Ihre großformatigen Gemälde zeigen Interieurs, die von Inneneinrichtungen des 19. Jahrhunderts inspiriert sind. McKenzie stellt diese Leinwände wie Theaterkulissen in den Raum. Die Gemälde werden als solche zur Projektionsfläche der Betrachter, die sich die Handlung des fehlenden Theaterstücks imaginieren können. Zugleich aber fordern McKenzies von deckenden zu lasierenden, von gestischen zu flächigen Malweisen zur Reflexion über das Medium Malerei selbst heraus. Im großen Deckenlichtsaal im Museum Ludwig plant die Künstlerin solche Leinwände mit Trompe l’œil Malerei in eine annähernd sieben Meter lange und acht Meter hohe Holzkonstruktion einzubringen. Diese kann von der Empore ebenso wie vom Ausstellungsraum erschlossen werden, so dass die Spannung von perspektivischer Täuschung und Betonung der malerischen Fläche einmal mehr vorangetrieben wird.


14.03.2009 - 14.06.2009
MARIA LASSNIG.
IM MÖGLICHKEITSSPIEGEL
Aquarelle und Zeichnungen von 1947 bis heute

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Seit über 60 Jahren malt und zeichnet die österreichische Künstlerin Maria Lassnig und gerade ihr Spätwerk überrascht mit seiner Frische und Ausdruckskraft.
Die mal ernsthafte, mal humorvolle Innen- wie Außensicht erlaubt es dem Betrachter, nah dran zu sein und dennoch Distanz zu bewahren. Die Ausstellung im Museum Ludwig setzt bei den informellen Zeichnungen der späten 40er Jahre ein und verfolgt das zeichnerische Werk von den „Körpergefühlszeichnungen“ über die New Yorker Trickfilme bis hin zu den Aquarellen in den 80er und 90er Jahren. Der Schwerpunkt aber liegt auf ganz aktuellen Arbeiten, in denen Lassnig auf irritierende Weise schlichte Bleistiftzeichnungen mit grellen, oft schreiend bunten Hintergründen kombiniert. Meistens handelt es sich hierbei um Selbstporträts. Die Künstlerin befragt in ihnen ihr Körpergefühl, die physischen Bedingungen ihrer Existenz.


08.11.2008 - 01.03.2008
Looking for mushrooms
Beat Poets, Hippies, Funk und Minimal Art:
Kunst und Counterculture in San F

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Vierzig Jahre nach 1968, dem Jahr, in dem sich die Gesellschaft radikal verändert hat, ist es an der Zeit, die Kunstszene einer Stadt ins Bewusstsein zu rücken, die in den 1960er und 1970er Jahren als Mekka experimenteller Lebens- und Kulturformen (Beat Poets, Hippiebewegung, Counterculture) galt.

Nicht in New York, sondern „am Ende der Welt“, an der Westcoast der USA rund um San Francisco, werden die Tabus der werkzentrierten Nachkriegsmoderne in einer Weise gebrochen, dass es zum intensiven Austausch aller Künste kommt. „Looking for mushrooms“ heißt ein 1959-1967 entstandener Film von Bruce Connor, der der Ausstellung seinen Titel leiht. Hier verschmelzen winzige Filmpartikel zu einem abstrakten, virtuosen Farb- und Lichtspiel. So assoziiert nicht nur der Titel „magic mushrooms“, die Drogenkultur der 1960er Jahre. In der Person von Bruce Connor laufen Verbindungen zwischen Kunst, Film, Tanz, Beat- und Popkultur zusammen. Dies ist nicht nur für ihn als Einzelperson kennzeichnend, sondern für die Zeit der 1950er und 1960er Jahre in San Francisco und der Bay Area. Hier wird eine Entgrenzung der Kunst zu einer politisierten Counterculture ebenso möglich wie die Vermischung von Theater, bildender Kunst, Tanz, Literatur und Film.

In diesem Umfeld experimentieren Künstler, welche die Weiterentwicklung der internationalen Kunst seit den 1960er Jahren maßgeblich beeinflusst haben. Ihre Kunst ist nicht mehr mit den traditionellen Kategorien vom schöpferischen Subjekt und das jeweilige Medium reflektierenden Einzelwerks zu begreifen.

Aus diesem Grund ist neben der Ausstellung, die mit einem synchronen Schnitt die Vernetzung der Künste und Künstler mit rund 200 Werken und Dokumenten deutlich und lebendig macht, ein dichtes Filmprogramm geplant sowie ein umfangreiches Materialbuch als Katalog. Die Ausstellung wird von Barbara Engelbach (Museum Ludwig) zusammen mit Friederike Wappler (Universität Bochum) und Hans Winkler (freier Künstler und Kurator) kuratiert.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kunststiftung NRW.

Künstlerliste
William Allan, Bruce Baillie, Ruth-Marion Baruch, Wallace Berman, Stan Brakhage, James Broughton, Lenny Bruce, Bruce Conner, Robert Crumb, Jay DeFeo, Emory Douglas, Simone Forti, Terry Fox, Allen Ginsberg, Rick Griffith, Anna Halprin, Wallace Hedrick, Jess, Pirkle Jones, Lawrence Jordan, Steve Kaltenbach, Ken Kesey, Timothy Leary, La Monte Young, Michael McClure, Christopher MacLaine, Bruce Nauman, Gunvor Nelson, Robert Nelson, Yvonne Rainer, Steve Reich, Ron Rice, Terry Riley, Peter Saul, S. F. Mime Troupe, H.C. Westermann, Dorothy Wiley, and William T. Wiley


24.10.2008 - 25.01.2009
RUHE1
Hörspiel im Raum von Paul Plamper

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Der Berliner Regisseur und Hörspielautor Paul Plamper (*1972) entwickelt für das Museum Ludwig ein Hörspiel im Raum. Es entsteht ein `Audio-Lokal` in einem Saal mit leeren Tischen und Stühlen. Aus Lautsprechern erklingt die Geräuschkulisse eines voll besetzten Restaurants. Der Besucher kann sich einen Weg durch die Tische suchen, Platz nehmen und die einzelnen Unterhaltungen belauschen. In dem scheinbaren ‚Nebeneinanderher‘ der bunt zusammengewürfelt erscheinenden Gespräche lassen sich doch lose Zusammenhänge und sich wiederholenden Themen ausmachen.

Plötzlich durchschneidet ein Ereignis die Szene. Ein Vorfall draußen auf der Straße lässt die
Gespräche an den Tischen verebben. Man müsste einschreiten, helfen. Ein Moment von Ruhe entsteht im Raum. Ruhe, in der beides möglich ist: Zivilcourage und Ignoranz. Absolute Stille. Wird jemand aufstehen? Gilt für die Geschäftsleute am Tisch 4 immer noch `business as usual`? Werden sich Herr und Frau König von Tisch 7 beim Kellner beschweren? Kann sich der verklemmte Junggeselle am Nebentisch aus seiner Starre lösen?

Paul Plamper untersucht mit seinem ersten `Hörspiel im Raum` eine plötzlich entstandene
Ruhe als Politikum. RUHE 1 seziert das komplexe Verhalten einer Gruppe durch konsequente Auffächerung in die verschiedenen Perspektiven und Haltungen - die einzelnen
Bequemlichkeiten, Ängste, Selbstsüchte, Unaufmerksamkeiten und Mutanflüge. Aus dem
scheinbaren Nebeneinander alltäglicher Restaurantgespräche wird in diesem
multidimensionalen Hörspiel eine Gemeinschaft, die eine Entscheidung trifft.

Für zwei Radiosendungen im Dezember 2008 wird das Material um eine dokumentarische
Ebene erweitert, zu den Themen Zivilcourage und Verantwortungsdiffusion.
2009 soll die begehbare Szene aus Ton dann im Theaterraum des HAU in Berlin Kreuzberg
präsentiert werden.


24.10.2008 - 18.01.2009
Thomas Bayrle: Looping

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Thomas Bayrle (*1937) wird im großen Saal des Museum Ludwig sein grafisches
Werk aus 40 Jahren installieren. Die meisten der gezeigten Arbeiten sind zwischen 1967 und 1972 entstanden. Neben teilweise sehr großformatigen Siebdrucken auf Plastik, die der Künstler seinerzeit selbst in Nutzen gedruckt und zusammen gesetzt hat, sind etwa 60 Siebdrucke auf Papier zu sehen.
Von Anfang an arbeitete Bayrle mit Foto-Montagen und allen erdenklichen Reproduktionsmethoden. So akkumulierte er gleiche, sich wiederholende Bildelemente derart, dass Bild-Raster entstanden, die komplex genug waren, um als Bauelemente von „Superformen“ zu funktionieren. So können beispielsweise viele kleine Biergläser ein großes Bierglas formen oder hunderte winziger Telefone das Porträt einer Frau bilden.

Im Zentrum des Ausstellungsraums wird eine neue Skulptur „Conveyor Belt“
platziert werden. Sie hat ihren Ursprung in den seit den 80ziger Jahren entstandenen „Autobahn-Reliefs“. Ein Modell aus der letzten Zeit versetzt Bayrle in der Ausstellung in eine
architektonische Dimension, die direkt Anschluss an die reale Architektur des Ortes hat.


18.10.2008 - 01.02.2009
Gerhard Richter. Abstrakte Bilder

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Die Ausstellung lenkt den Blick auf die abstrakten Gemälde Gerhard Richters. Die Mehrzahl der gezeigten Bilder ist in den Jahren 1986 bis 1990 entstanden; sie werden ergänzt durch eine Serie neuerer Bilder aus dem Jahr 2006. Dies war eine sehr produktive Phase Richters, in der ungewöhnlich viele großformatige Bilder entstanden sind, die von einer formalen wie inhaltlichen Dichte geprägt sind.
Die Ausstellung will keine Retrospektive der Abstrakten Gemälde Gerhard Richters sein, sie will vielmehr eine künstlerische Momentaufnahme sein und ein Schlaglicht auf eine homogene Werkphase werfen.


15.08.2008 - 09.11.2008
David Shrigley. Monotypien

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Ein ernster, trockener Name für eine denkbar kurzweilige Ausstellung. Monotypien sind Drucke, von denen es nur einen Abzug gibt. Gedruckte Originale, könnte man sagen: ein paradoxes Medium, wie geschaffen für den britischen Künstler David Shrigley und seine verzweifelten wie komischen Auseinandersetzungen mit Kunst, Kitsch und Konvention.

Shrigleys Monotypien sind großformatig und schreiend bunt, Gegenstücke zu den Comicstrip-artigen Schwarzweiß-Zeichnungen, für die er berühmt ist, und doch genauso komisch, grimmig und bizarr. Sie spielen mit bekannten Motiven, reduzieren sie auf ihre Grundformen und enthüllen ihre Absurdität. Eine Schule des Sehens, am Ende reibt sich der Betrachter die Augen, wacher als zuvor, und so verwundert wie beglückt.

David Shrigley, geboren 1968 in Macclesfield, hat von 1988-91 an der Glasgow School of art studiert. Er lebt und arbeitet in Glasgow.


09.08.2008 - 19.10.2008
Hitler blind, Satlin lahm. Marinus und Heartfield - Politische Fotomontagen der 1930er Jahre

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Unter dem Pseudonym „Marinus“ veröffentlichte die in Paris erscheinende Zeitung „Marianne“ in den Jahren 1932 bis 1940 über 250 Fotomontagen. Diese vorwiegend als Titel abgedruckten Werke waren offenkundig von den Fotomontagen John Heartfields inspiriert, die dieser seit 1930 für die AIZ
(Arbeiter-Illustrierte-Zeitung) hergestellt hatte. Während Leben und Werk von John Heartfield inzwischen umfassend aufgearbeitet worden sind, galt der Bildautor von „Marianne“ als unbekannt, vor allem nachdem der Einmarsch der deutschen Truppen in Paris im Juni 1940 die große Zeit der französischen Illustrierten schlagartig beendete.

Vor diesem Hintergrund ist die erst kürzlich erfolgte Entdeckung, dass sich der Däne Jacob Kjeldgaard (1884 - 1964) sein Leben lang hinter dem Pseudonym „Marinus“ versteckt hielt, als Sensation zu betrachten. Seit 1933 war er Mitarbeiter der Redaktion von „Marianne“ und der Urheber der Fotomontagen, die ein ganz außergewöhnliches Bilderrepertoire entfalteten. Aus französischer Sicht wurde die nationalsozialistische Politik karikiert, aber auch die mächtigen Staatsmänner der westlichen Welt als zweifelhafte Drahtzieher und Friedenskämpfer der 1930er Jahre dargestellt. Hitler wurde als Anstreicher, als stumpfer Bräutigam aus Wagners Oper „Tristan und Isolde“ oder als Karnevalsprinz vorgeführt, aber auch Mussolini und Stalin als verschlagene Politiker dargestellt. Marinus verarbeitete Kunstwerke von Leonardo, Breughel, Delacroix, Rodin und Franz von Stuck, aber auch Standfotografien aus Historienfilmen wie z.B.aus `Ben Hur`. Noch heute irritieren diese Fotomontagen den Betrachter in ihrer Perfektion und historischen Finesse, die damals den Leser subtil informieren und aufrütteln sollten.

Erstmalig werden in dieser Ausstellung nahezu alle noch erhaltenen originalen Fotomontagen von Marinus und die gedruckten Ausgaben der Zeitschrift Marianne in Deutschland gezeigt. Beispielhaft werden Vorbilder von John Heartfield dokumentiert und ikonografische und historische Bilderthemen analysiert. Es gilt, Marinus neben Heartfield als bedeutenden politischen Fotomonteur zu entdecken und die Mediengeschichte der 1930er Jahre um die Dimension dieser Bilderwelt aus Kunstgeschichte, Film und fotografierter Tagespolitik zu erweitern.


28.06.2008 - 21.09.2008
Tobias Rehberger. Die "Das-kein-Henne-Ei-Problem"-Wandmalerei

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Einem Defilee ähnlich präsentiert Tobias Rehberger rund 40 Werke in einer 70m langen Installation. Ungeachtet der Chronologie, stellt er Arbeiten aus 15 Jahren künstlerischen Schaffens nebeneinander: Stühle, die an Designklassiker erinnern, Blumenvasenportraits und Prothesen auf Sockeln, japanisch anmutende Blumen aus Papier, Lampen aus Klettband, Objekte aus Plexiglas, Videoregale. Von Spots beleuchtet, werfen all diese Werke Schattenbilder auf die gegenüber liegende weiße Wand. Das alte Werk strahlt im neuen Licht, während ein neues Werk zugleich entsteht: eine Wandmalerei aus Licht, Schatten und Farbe.

Mit dieser Installation überführt Tobias Rehberger das Dreidimensionale in die Zweidimensionalität. Indem er Lichtspiel und Malerei bei der Gestaltung der Wand kombiniert, bleibt die Abhängigkeit zwischen den Objekten im Raum und dem Dargestellten auf der Wand bewahrt – denn gingen die Lichter aus, so würde das Wandbild größtenteils verschwinden. Dem Künstler „gefällt die Vorstellung, dass etwas Ausgearbeitetes und Endgültiges den Ausgangspunkt für etwas Vages und Skizzenhaftes bilden kann“.

Die „Das-kein-Henne-Ei-Problem“-Wandmalerei will keine Retrospektive sein, obwohl die Aufgabenstellung – Arbeiten aus den letzten 15 Jahren zu präsentieren – einen Rückblick geradezu erzwingt. Tatsächlich sind keinerlei Merkmale einer klassischen Retrospektive auszumachen: Auswahl und Platzierung der Werke erfolgten ohne Rücksicht auf chronologische oder thematische Aspekte. Die ausgestellten Werke wurden nicht nach ihrer Bedeutung innerhalb des Oeuvres ausgewählt, sondern als Rohmaterial für etwas Neues. Mit dieser Installation wirft Tobias Rehberger einmal mehr die Fragen nach Funktion, Gebrauchswert und Urheberschaft von Kunst auf.

Was war zuerst da: die Henne oder das Ei? Tobias Rehbergers Wandmalerei ist ohne seine Skulpturen nicht denkbar, sowie das Ei ohne Henne unmöglich ist. Aber: Ist das Dreidimensionale ohne die zweidimensionale Skizze denkbar? Ist die Henne ohne Ei möglich? Was war zuerst da? Wie Henne und Ei stehen sich Rehbergers skulpturales Werk und sein Schattenbild gegenüber.


Der Künstler Tobias Rehberger (*1966) studierte 1987 bis1992 an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Thomas Bayrle und Martin Kippenberger. Heute lehrt er an der Städelschule in Frankfurt am Main. Seine Werke, die sich frei zwischen bildender Kunst, Design und Architektur bewegen, reflektieren den Gebrauchswert und die Funktion von Kunst.


Die Ausstellung ist eine Übernahme aus dem Stedelijk Museum CS in Amsterdam.


04.04.2008 - 08.06.2008
Gerhard Rühm. Schriftbilder
Gerhard Rühm. Picture Scripts

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Gerhard Rühm gehört zu den ersten, die Schrift als Medium der Kunst genutzt haben. Seit den fünfziger Jahren entstehen Schreibmaschinenideogramme, hintergründige Collagen mit Ausrissen aus Zeitungen, automatische Handschriften und Briefbilder. Rühm misst die gesamte emotionale und gedankliche Dimension der Schrift aus und bleibt immer mit einem Fuß im Semantischen, er balanciert zwischen Form und Sinn. Gerade das macht seine Schriftbilder so aufregend. Schrift behält hier ihren Doppelcharakter, sie wird nie ganz Zeichnung, sie hört nie ganz auf, Mitteilung zu bleiben.
Wir zeigen eine kleine, aber feine Auswahl aus einer Arbeit von über fünfzig Jahren. Darunter einzelne Stücke aus der Nachkriegszeit, die belegen, wie eigensinnig Rühm schon früh einen eigenen Weg beschritten hat. Politische Kabinettstücke aus den achtziger Jahren zeigen, dass der Künstler sich nie auf dem Erreichten ausgeruht hat.

Zur Ausstellung erscheint der erste Band der Reihe Grafische Sammlung / Museum Ludwig.


15.03.2008 - 13.07.2008
köln progressiv 1920-33. seiwert-hoerle-arntz



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Über dreißig Jahre sind vergangen, seitdem den Kölner Progressiven eine große Ausstellung gewidmet wurde. Aus einem ursprünglich lockeren Zusammentreffen politisch und künstlerisch Gleichgesinnter entwickelte sich in den 1920er Jahren in Köln die "gruppe progressiver künstler”. Die Gruppe zeichnet aus, dass sie ihre sozialkritischen Überzeugungen weniger mittels der Kunst zum Ausdruck bringen wollte. Vielmehr war es ihr Anliegen, eine neue zeitgemäße Formensprache zu entwickeln. Mit dem Ende der Weimarer Republik löste sich die Gruppe auf, deren Werke während des Nationalsozialismus als "entartet" diffamiert wurden.


Heinrich Hoerle. Arbeiter, 1931
Öl auf Pappe. 62 x 49 cm
Harvard University Art Museums, Busch-Reisinger Museum


15.03.2008 - 15.06.2008
Paula Modersohn-Becker und die ägyptischen Mumienportraits

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Das Museum Ludwig zeigt eine Gegenüberstellung von Portraits der Paula Modersohn-Becker und ägyptischen Mumienbildnissen. Wertvolle, fragile Mumienbildnisse aus hochkarätigen internationalen Sammlungen sind erstmals in einem Museum moderner Kunst zu sehen und werfen ein neues Licht auf die Werke der norddeutschen Künstlerin.

Paula Modersohn-Becker
Selbstbildnis nach halblinks, die Hand am Kinn
Sommer 1906, Privatbesitz


23.01.2008 - 13.04.2008
Jeanne Faust. excuse me brother

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Jeanne Faust inszeniert Szenen, die alltäglich wirken, gleichzeitig jedoch einem Spielfilm entnommen sein könnten. Momente der Imagination und Projektionen von Gefühlen, die sich an unsere Wahrnehmung und Deutung von Bildern heften, spielen in Jeanne Fausts Filmen eine wichtige Rolle. Sie verwendet jedoch keine direkten Filmzitate, sie greift vielmehr auf den Vorrat kinematografischer Erinnerungen zurück, der Teil unseres kulturellen Bildgedächtnisses geworden ist. Es überblenden sich in den Filmen der Künstlerin vorgefundene, erinnerte und erwartete Bilder in einer hybriden Mischung aus Pose und Inszenierung.

Jeanne Faust, excuse me brother, 2006, 16mm auf DV (produziert von Sammlung Rheingold; Edition Bewegte Bilder). (c) VG Bild Kunst Bonn, 2007


14.12.2007 - 30.03.2008
Piet Mondrian: Vom Abbild zum Bild

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Vom 14. Dezember 2007 bis 30. März 2008 präsentiert das Museum Ludwig eine der weltweit größten und bedeutendsten Mondrian-Sammlungen. Sie ist im Gemeentemuseum in Den Haag beheimatet und zeichnet den Weg des Künstlers von seinen impressionistischen und kubistischen Anfängen über die Gründung von De Stijl 1917 (gemeinsam mit Theo van Doesburg) bis zum Neoplastizismus nach.
Nach impressionistischen und frühexpressionistischen Anfängen, die noch dem Symbolismus verhaftet waren, machte Mondrian 1910 Bekanntschaft mit kubistischer Malerei. Er ging nach Paris und entwickelte bis 1914 einen konsequenten Kubismus, der schließlich ganz abstrakt wurde. Ab den 1920er Jahren arbeitete Mondrian vollkommen abstrakt in seiner charakteristischen geometrischen Formsprache, mit ihren optisch ausbalancierten Kompositionen aus roten, gelben und blauen Rechtecken in einem System aus schwarzen Linien und weißen Flächen. Diese Bilder haben sich ins kollektive Bildgedächtnis eingeprägt, nicht zuletzt weil sie auch in der Werbung immer wieder aufgegriffen wurden.
Ein umfangreiches Rahmenprogramm zur Ausstellung ist derzeit in Planung.


26.10.2007 - 24.03.2008
Georg Herold: wo man kind

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Dachlatten, Ziegelsteine, Autolack, Kaviar – ob das Material aus dem Fachhandel oder dem Feinkostladen stammt:: Georg Herold liebt es, die Kunst vom Sockel auf den Boden zu holen. Scharfsinnig und schlagfertig, verschmitzt und zuweilen schlüpfrig, spielt er seit Ende der Siebziger Jahre mit Materialien und Begriffen. Ihn interessiert das sich immer aufs Neue verändernde Verhältnis von Gesellschaft und Kunstbetrieb.
Das Museum Ludwig besitzt zahlreiche Werke des Kölner Künstlers aus der Zeit zwischen 1986 und 2001. Jetzt wurde er eingeladen, eine eigene Präsentation seiner Werke zu konzipieren. Herold zeigt Werke aus dem Bestand des Museum Ludwig und neue plastische Arbeiten. Darunter eine drei Meter hohe, kantige Figur in knalligem Orange. Sie besteht aus einer Konstruktion aus Holzlatten, die miteinander verschraubt wurden, bis das Gerüst eine weibliche Silhouette ergab. Mit Leinwand bespannt und mit Autolack lackiert, bekam die manierierte Gestalt ein einziges Attribut: eine lange Holzlatte, die sie zwischen den Beinen hält.


26.10.2007 - 06.01.2008
Corinna Schnitt: Von einer Welt

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Familienleben, Vorstellungen von Glück, Alltagsgeschichten im Umgang mit Vermieter oder Versicherungsagenten – Corinna Schnitts Kurzfilme widmen sich vermeintlich privaten, aber gesellschaftlich fundierten Ritualen und Interaktionen. Auf der Folie der von der Künstlerin gewählten ruhigen und klaren Einstellungen entfalten die darüber gesprochenen Texte aus dem Off ein Eigenleben, das den kunstvollen Einsatz der Motive noch unterstreicht. Die Künstlerin paart ihr minimalistisches Skript mit konzentrierten Bildern in einer Weise, dass die genau beobachteten Handlungen in künstlerische Arbeiten von großer Abstraktionskraft überführt werden. Im Rahmen der Edition Bewegte Bilder des Museum Ludwig und der Sammlung Rheingold, die die Realisierung neuer Projekte von ausgewählten Künstlern und Künstlerinnen ermöglicht, hat Corinna Schnitt eine Arbeit realisiert, die erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. In der Ausstellung wird sie gemeinsam mit einer Auswahl früherer Werke der Künstlerin gezeigt.
Die Installation wurde im Rahmen der Edition Bewegte Bilder – eine Kooperation des Museum Ludwig mit der Sammlung Rheingold – realisiert.


20.10.2007 - 06.01.2008
Horst Peter Meyer: Ranzenkontrolle. Künstlerbücher

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Vom 20. Oktober 2007 bis zum 6. Januar 2008 zeigt die Kunst- und Museumsbibliothek Künstlerbücher des Weimarer Grafikers Horst Peter Meyer. Die Ausstellung zeigt die ersten, gegen Ende der 80er Jahre entstandenen Künstlerbücher und setzt den Schwerpunkt auf die Editionen der letzten sechs Jahre, die Meyer in limitierten Auflagen drucken ließ. Aber auch Unikate sind exemplarisch vertreten, z.B. das üppig übermalte rumänische Propagandabuch Ceau Aplauze, das er 1987 begann und 2006 überarbeitete. Sein neuestes Künstlerbuch, Ranzenkontrolle, das der Ausstellung ihren Titel verleiht, enthält einen Text von Alfred M. Fischer.


29.09.2007 - 30.01.2008
Chargesheimer. Bohemien aus Köln 1924-1971

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„Wir sind es gründlich leid von Außenseitern in dieser Weise dargestellt zu werden... Wir haben nicht die Absicht, derartige Veröffentlichungen unwidersprochen hinzunehmen... Solche Darstellungen akzeptieren wir nicht!“ Diese harten Worte äußerte 1959 der Oberbürgermeister von Essen angesichts des Bildbandes ‚Im Ruhrgebiet‘ mit Fotografien von Chargesheimer und einem Text von Heinrich Böll. Chargesheimer war ein Querkopf, ein Querdenker, ein Bohemien in der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg, in der solche ‚Typen‘ eigentlich nicht gemocht wurden.
Die Ausstellung zeigt einen umfassenden Überblick über das fotografische Werk des Kölner Fotografen und Künstlers Chargesheimer, von den kameralosen Experimenten, den Portraits und den Fotoessays bis zu den Theaterfotografien. Neben dem umfangreichen Nachlass, der sich im Museum Ludwig befindet, werden auch bislang völlig unbekannte Portraits von Chargesheimer, die ihn mal melancholisch, mal wütend und mal schmunzelnd zeigen, in dieser Ausstellung zu sehen sein. Es erscheint ein repräsentativer Bildband im Greven Verlag Köln.


25.09.2007 - 09.12.2007
Kino als Ort: Fotowerkstätte Hugo Schmölz

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Karl Hugo Schmölz (1917 – 1986) wurde durch seinen Vater, den Architekturfotografen Hugo Schmölz, frühzeitig an die Fotografie heran geführt. Bereits 1930 begann er mit ihm Aufträge durchzuführen. Als sein Vater 1938 starb, führte er die "Fotowerkstätte Hugo Schmölz" ohne Unterbrechung fort. Nach dem Krieg dokumentierte er in großem Umfang die Neubauten der 1950er Jahre von Industriearchitektur zu Repräsentationsbauten und öffentlichen Gebäuden. Zu diesen Auftragsarbeiten gehören auch die sogenannten Lichtspielhäuser der 1950er Jahre aus Nordrhein-Westfalen. Die strengen Kompositionen der Fotografien lenken den Blick auf die Architektur und das Design der 1950er Jahre. Sie vermitteln eindrucksvoll den Glanz des Kinos in der jungen Bundesrepublik, vor dessen Hintergrund die aktuelle Diskussion um die Kinolandschaft in Köln in ein anderes Licht rückt. Die Ausstellung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kino als Ort“ des Filmforum NRW statt, die nach der Bedeutung des Kinos heute fragt. Die Ausstellung wird durch die Leihgaben des Archiv Wim Cox in Köln sowie der Sabine Schmidt Galerie, Köln möglich.


25.08.2007 - 13.01.2008
Gerhard Richter – Zufall
„4900 Farben“ und Entwürfe zum Kölner Domfenster

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Parallel zur Weihe des neuen Fensters am 25. August 2007, das Gerhard Richter für das südliche Querhaus des Kölner Domes entworfen hat, zeigt das Museum Ludwig eine begleitende Studiopräsentation mit Entwürfen für das Fenster sowie ein neues, großformatiges Farbtafelbild.

Die unterschiedlichen Entwurfsvarianten geben einen Einblick in das komplexe Zusammenspiel von Zufall und Kalkül, das dem auf 72 Farbtönen aufbauenden Glasmosaik im Dom zugrunde liegt, das sich zwischen dem Maßwerk auf etwa 113 Quadratmetern entfaltet. Richters Bild "4096 Farben" von 1974 bildet einen ebenso spannungsvollen wie aufschlussreichen Bezugspunkt, auf den die ersten Entwürfe zurückgehen; derzeit ist es im Kontext der permanenten Sammlung mit Werken Gerhard Richters im 2. Obergeschoss des Museum Ludwig zu sehen. Mit „4900 Farben“ einer gerade fertiggestellten, etwa 6,5 m im Quadrat messenden Lacktafelarbeit wird der Bogen in die aktuellste Auseinandersetzung Richters mit dem Thema gespannt. Trotz vergleichbarer, vorrangig auf Zufallslosung basierender Farbwürfelung besitzt das Werk in seiner Materialität und Auswahl der 25 Farbtöne eine wiederum völlig andere Anmutung, die dem Domfenster einen weiteren Aspekt hinzugesellt.

Zum Domfenster und der neuen Arbeit „4900 Farben“ im Kontext des Oeuvres erscheint eine vom Museum Ludwig herausgegebene Publikation mit dem Titel „Gerhard Richter – Zufall, das Kölner Domfenster und andere Farbfeldbilder“.


18.08.2007 - 04.11.2007
Balthus - Aufgehobene Zeit. Gemälde und Zeichnungen 1932 - 1960

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Vom 18. August bis 4. November 2007 zeigt das Museum Ludwig die erste Einzelausstellung des französischen Malers Balthus (Balthasar Klossowski, 29.02.1908-18.02.2001) in Deutschland. Mit herausragenden Gemälden und Zeichnungen präsentiert das Museum das Werk des als Sonderling geltenden Künstlers, der mit altmeisterlichen Maltechniken arbeitete und zeitgenössischen Tendenzen distanziert gegenüber stand. Er selbst beschrieb seine Malerei als „zeitlosen Realismus“. Seine erste Ausstellung 1934 in der Galerie Pierre in Paris löste einen Skandal aus. Denn die großformatigen Gemälde zeigten zwar traditionelle Motive wie etwa Straßenszenen, eine Musikstunde oder ein Mädchen am Fenster. Allerdings führte die provokante Erotik der Darstellungen in Grenzbereiche der Sexualität, was bei manchen Ausstellungsbesuchern Empörung hervorrief. Französische Kritiker bezeichneten Balthus auch als “Sigmund Freud der Malerei.”
Trotz der deutschen Herkunft des Künstlers sind seine Gemälde in Deutschland wenig bekannt und in keiner öffentlichen Sammlung. Nach Edward Hopper und Salvador Dalí führt das Museum Ludwig damit die Reihe monographischer Ausstellungen großer Maler des 20. Jahrhunderts fort.


09.06.2007 - 02.09.2007
„Leute wie wir“. Grafiken von Sister Corita aus den 1960er Jahren

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Parallel zum Evangelischen Kirchentag in Köln (6.-10. Juni) zeigt das Museum Ludwig die erste Einzelausstellung von Sister Mary Corita Kent (1918 –1986) in Deutschland. Die Nonne, die in der katholischen Immaculate Heart Community in Los Angeles lebte, engagierte sich politisch gegen soziales Unrecht und den Vietnamkrieg. Sie fertigte Transparente für Demonstrationen und Plakate in Siebdrucktechnik an. Bilder und Texte, abstrakte Muster und kräftige Farben fügte sie in kritischen, oft humorvollen Kompositionen zusammen.

Sister Corita, yes people like us, 1965, Siebdruck, 89 x 73 cm, abgedruckt mit freundlicher Genehmigung des Corita Art Center, Immaculate Heart Community, Los Angeles © 2007, Joshua M. White, jwpictures.com


21.04.2007 - 07.10.2007
Manfred Pernice: Haldensleben..., Projektraum DC:

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Die skulpturalen Arbeiten von Manfred Pernice sind von Räumen (wie Industrieanlagen, Kanälen, Hochhäusern, U-Bahnen oder Wehranlagen) und Behältern (wie Dosen und Containern) abgeleitet, deren Formen durch ihre jeweilige Funktion definiert werden. Weil die Erinnerung an diese Funktionen erhalten bleibt, wenn Pernice die Formen zu neuen Gebilden aus Sperrholz und anderen Materialien im Ausstellungsraum zusammensetzt, entstehen nicht nur räumlich komplexe Strukturen, sondern auch entsprechend dichte Assoziationsgefüge, in die auch Fotografien, Zeichnungen und Dokumentationen des Künstlers eingehen.

Manfred Pernice, Haldensleben, 2005. © Manfred Pernice


21.04.2007 - 29.07.2007
Tomas Schmit. Können Menschen denken?

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Der Fluxuspionier und Zeichner Tomas Schmit ist am 4. Oktober 2006 in Berlin gestorben. Er hat seine Arbeit in seinen Werkkatalogen stets selbst kommentiert. Der letzte, vierte Band dieses als Künstlerbuch konzipierten Werkverzeichnisses erscheint im April 2007 posthum. Aus diesem Anlass widmet das Museum Ludwig Schmit eine Werkschau mit rund 150 Zeichnungen, Büchern und Editionen aus 40 Jahren Arbeit.

Tomas Schmit: „in jeder hinsicht unter und übertrieben“,1992
© Nachlass Tomas Schmit


31.03.2007 - 15.07.2007
What does the jellyfish want? Fotografien von Man Ray bis James Coleman

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What does the jellyfish want - diese Frage wirft der Künstler Christopher Williams während eines Interviews auf, in dem er erläutert, warum ihn das Meerestier so fasziniert: Ohne Form, ohne Skelett, ohne Geschlecht ist die Qualle ein Wesen ohne Eigenschaften. In diesem Sinne steht das Meerestier als Metapher für die Fotografie in der zeitgenössischen Kunst und dient als Motto zur Ausstellung: Was ist die Fotografie? Abdruck der Wirklichkeit oder Datenmaterial, das beliebig bearbeitet werden kann? Dokumentation oder inszeniertes Bild? Found Footage oder aufwändig hergestellter Abzug? Mit drei historischen Bezügen auf die Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt die Ausstellung aktuelle Tendenzen der Fotografie und ihre Traditionen auf.


22.12.2006 - 18.03.2007
Pierre Klossowski

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Die Ausstellung im Museum Ludwig beinhaltet rund vierzig, meist großformatige Zeichnungen und drei Skulpturen des französische Philosophen, Schriftstellers, Übersetzers und bildenden Künstlers Pierre Klossowski.
In seinen Zeichnungen und Skulpturen eignet sich Klossowski die Bilder und Mythen aus der Geschichte der Malerei an und versetzt sie in die eigene Welt und Zeit. Auch wenn Klossowski mit den lebensgroßen Figuren in seinen Zeichnungen den Betrachter gleichsam verführt, verleiht er diesen Figuren durch den zarten Bleistiftauftrag eine solch diaphane Erscheinung, dass sie sich fast aufzulösen und ihre Gegenwärtigkeit zu verlieren scheinen. Daher zeigt sich die dem Werk innewohnende Erotik nicht in der Darstellung des Körpers, sondern vielmehr in den versteckten Blicken und den zweideutigen Gesten, d.h. in der zwischen den Figuren zu spürenden knisternden Spannung.
Es gibt nicht die Spur der Farce oder Satire in seinem Werk (es sei denn, man interpretiert es als Parodie der von seinem jüngeren Bruder – Balthus – geteilten Ehrerbietung vor der Kunst und den alten Meistern). Der Betrachter wird nicht zum Voyeur, ganz im Gegenteil: Der Betrachter wird in das Werk hineingezogen, bis er, mit den Worten Klossowskis, „ sich innerhalb eines Bereichs seines Selbst im Bilde erkennt“.
Wenige Monate später (18. August – 4. November 2007) zeigt das Museum Ludwig die erste Balthus-Ausstellung in Deutschland und gibt dem Besucher dadurch einen noch nie dagewesenen Überblick über das außergewöhnliche, selten gezeigte Werk dieses beispiellosen Bruderpaars.


09.12.2006 - 04.03.2007
Kein Tag ohne Linie - Paul Klee

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Mit einer gezielten Auswahl von rund 200 Arbeiten auf Papier aus der Sammlung des im Juni 2005 eröffneten Paul Klee Zentrums in Bern präsentiert das Museum Ludwig das Spätwerk Klees. In den meist weniger bekannten kalligraphischen Bleistift- und Tuschezeichnungen sowie Kleisterfarbenblättern kommt Klees gestalterische Intensität in expressiv-meditativer Darstellungsweise zum Ausdruck.
Ob als Maler, als Kunsttheoretiker, oder als Kunstpädagoge – Paul Klee gehört zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Trotz eines rationalistischen Ansatzes – Klee lehrte zehn Jahre lang als Meister am Bauhaus (1921-1931) – beharrte er auf der großen Bedeutung des Unbewussten in der Kunst. Sein Verständnis der Kunst als Schöpfungsakt parallel zur Natur inspiriert die Künstler noch heute.


03.11.2006 - 28.01.2006
BlueOrange Kunstpreis 2006

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Der mexikanische Künstler Gabriel Orozco ist der Gewinner des blueOrange 2006.
Der von den Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgelobte und mit einer Preissumme von 77.000 Euro ausgestattete blueOrange gilt als Schwergewicht unter den deutschen und europäischen Kunstpreisen. Integraler Teil des Preises ist eine Ausstellung des Preisträgers in einer jeweils wechselnden Kunstinstitution in Deutschland.

Für die Ausstellung im Museum Ludwig hat Gabriel Orozco 672 digitale Drucke entwickelt, die die hohen Wände des DC:Saales füllen. Keines der Blätter gleicht dem anderen, obwohl dasselbe geometrische Gebilde dargestellt ist. Das Festhalten der Bewegung von sich um Achsen drehenden Kreisen in 672 verschiedene Augenblicken ergibt die einzigartigen rot, blau, gelben Konstellationen.

Verliehen wird der blueOrange 2006 zur Ausstellungseröffnung am 2. November 2006 um 19 Uhr.


02.09.2006 - 26.11.2006
Ed Ruscha

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Das Werk des 1937 geborenen und in Los Angeles lebenden Künstlers Ed Ruscha ist bis heute nicht in seiner ganzen Bedeutung erfasst worden. Dies gilt vor allem für sein fotografisches Werk, das, obwohl es legendär ist und einen grossen Einfluss auf die junge Künstlergeneration hat, kaum bekannt ist. Dabei steht es für den Aufbruch der Fotografie der 1960er Jahre, der die Grenzen zwischen Kunst und Fotografie umfassend revidierte. Inspiriert durch die amerikanische Fotografie der 1940er und 1950er Jahre sowie durch Eugéne Atgets Fotografien von Paris, begann Ed Ruscha sehr bald das Medium konzeptuell zu fassen und in diesem Sinne seine künstlerische Arbeit mit Fotografie weiterzuentwickeln. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt daher auf den frühen Fotografien des Künstlers um 1960, die er in Europa und Amerika machte, und seiner fotografischen Arbeit der 1970er Jahre, die unter anderem in seine berühmten Künstlerbücher wie dem „Every Building on the Sunset Strip“ mündete. Wichtigster Leihgeber ist neben dem Whitney Museum of American Art der Künstler selbst, der aus seiner Sammlung Fotografien zur Verfügung stellt, die noch nie zuvor gezeigt worden sind.


19.08.2006 - 12.11.2006
Das achte Feld.
Geschlechter, Leben und Begehren in der Kunst seit 1960

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Mit der Ausstellung „Das achte Feld" wagt sich das Museum Ludwig an die Ränder der Sexualität. Zum ersten Mal wird der künstlerische Umgang mit marginalisierter Sexualität so umfassend gewürdigt. Die Schau versammelt über 260 Werke von mehr als 80 Künstlerinnen und Künstlern und bietet damit einen Überblick über Trans-, Homo- und Intersexualität, Transgender, Gender-Crossing, Drag und Travestie in der Kunst.
Der Titel „Das achte Feld" verweist auf eine Regel im Schach. Rückt der Bauer auf das achte Feld vor, kann er sich in eine Dame verwandeln. Ein Geschlechterwechsel, der die Verhältnisse auf den Kopf stellt: Der Schwache wird zur Starken, der Verlierer zur Gewinnerin. Diese Verwandlung, die die heterosexuell dominierten Geschlechterverhältnisse außer Kraft setzt, will die Ausstellung zeigen, für die Möglichkeiten einer freien, nicht regulierten Sexualität will sie plädieren.


15.07.2006 - 15.10.2006
Independencia I

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Der Begriff der Unabhängigkeit bezieht sich allgemein auf die Fähigkeit mancher Musiker, verschiedene Körperglieder vermeintlich unabhängig voneinander einzusetzen – wie etwa der Spieler einer kubanischen Bata-Trommel, der seine linke von der rechten Hand trennen muss.
Die Video-Installation Independencia I greift die Prinzipien der Bata-Trommel auf. An den Enden eines schmalen länglichen Kubus‘, der Form des Instruments nachempfunden, werden zwei Filme projiziert. Die Kameraaufnahmen zeigen einen Mann von hinten, der einmal mit dem Fahrrad den Malecón, die Uferpromenade von Havanna, entlang fährt. Das andere Mal rudert er parallel zu jener Promenade auf dem Meer. Aus dem Off erzählt eine Stimme von der Geschichte und der soziokulturellen Bedeutung der Trommel. In Independencia I steht der Gebrauch der Bata-Trommel als Metapher für das Ringen des Einzelnen um und mit seiner Freiheit.


15.07.2006 - 01.10.2006
Architekturen des Wartens

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Irgendwo in weiter Landschaft stehen sie in erhabener Strenge als Eisengerüste mit lächerlichen Ornamenten oder in grauem Beton da: Haltestellen in Armenien. Weder Pavillon noch Kiosk, weder Bunker noch Tankstelle scheinen diese merkwürdigen Gebäude Schutz zu versprechen , die Menschen aber schutzlos auszuliefern. Deren Anwesenheit ist zeitlich bedingt, denn sie warten in grotesker Einsamkeit auf einen Bus, der die Erlösung bringt. Diese Unorte der Architektur hat Ursula Schulz- Dornburg in den Jahren von 1997 - 2001 fotografiert. Es entstand eine Serie von Fotografien , die groteske Architekturen zeigen, die als Diplomarbeiten von Architekten erscheinen aber auch Pathosformeln des Sozialismus beschwören.


01.05.0200 - 31.12.0200
Russische Avantgarde. TEIL 1:„EINE OHRFEIGE DEM ÖFFENTLICHEN GESCHMACK."
DER KUBOFUTURISMUS UND DE

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Anlässlich des 100. Geburtstags des futuristischen Manifests von Marinetti, widmet sich die erste Präsentation dem Aufbruch der Moderne in Russland. Die ca. 40 Werke von 23 Künstlern, die zum Teil zum ersten Mal gezeigt werden, spiegeln den anregenden künstlerischen Austausch Russlands mit Italien und Frankreich vor Ausbruch des ersten Weltkrieges wider. Spitzenwerke des Kubofuturismus von Popova und Exter werden ebenso wie Werke des Rayonismus von Larionow und Gontscharowa zu entdecken sein.