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Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

Kunstinstitution bei artports.com

Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

Almstraße 49
D-77770 Durbach
Germany/Deutschland
Tel: +49(0)781 / 93 201-403
Fax: +49(0)781 / 93 201-479
mail@museum-hurrle.de
www.museum-hurrle.de
Öffnungszeiten:
Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa-So 11-18 Uhr
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Hotels
Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

Aktuelle Info

Schließung wegen Ausstellungswechsel vom
4. bis 15. September 2017
5. bis 16. Februar 2018
11. bis 22. Juni 2018
4. bis 9. November 2018

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen


Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

20.07.2017 - 29.10.2017
Profile in der Kunst am Oberrhein: Ben Hübsch | Martin Kasper

Pressemitteilung
Ben Hübsch, geboren 1963 in Freiburg, studierte dort an der Außenstelle der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Peter Dreher und lebt noch heute dort. Seine geometrischen Arbeiten reizen in ihrer leuchtenden, gewagten Farbigkeit und mit ihren unterschiedlichen Formgefügen das Auge und spielen mit den verschiedenen Raumtiefen im Bild, das zu einem ganz eigenen Raumerlebnis wird.

Martin Kasper, geboren 1962 in Schramberg, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und lebt heute in Freiburg. Seine Malerei öffnet den Blick in menschenleere Räume: Verschlungene Treppen, Bildergalerien, Säle, Restaurants, Dachstuben. Immer haftet diesen Bildern eine unheimliche Ruhe, den Räumen eine Traumhaftigkeit an, die merkwürdig losgelöst von den sie nutzenden Menschen wirken.


Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

16.09.2017 - 04.02.2018
Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945

Pressemitteilung
Nach den verstörenden Erfahrungen des 2. Weltkriegs wurde das Thema Landschaft, das bis dahin überwiegend festen Regeln und Traditionen folgte, in die abstrakte Malerei integriert und darin aufgelöst. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern.
Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur seit dem 2. Weltkrieg bis heute, wobei mit Blick auf die Kunst der DDR auch beleuchtet wird, inwiefern sich in den Landschaftsdarstellungen politische Veränderungen wiederspiegeln.


09.11.2017 - 04.03.2018
Profile in der Kunst am Oberrhein: Helga Marten | Eva Schaeuble


Ausstellungsarchiv


06.05.2017 - 06.09.2017
Herbert Zangs - Vom Sinn des Chaos

Pressemitteilung
Vom 6. Mai bis 3. September 2017 sind im Museum für Aktuelle Kunst Durbach in der Ausstellung „Herbert Zangs - Vom Sinn des Chaos. Retrospektive“ mehr als 80 Arbeiten von Herbert Zangs zu sehen, von den frühen figürlichen Bildern über die experimentellen Collagen und Verweißungen bis hin zu den späteren Pinselabwicklungen und Blasenbildern.

Die Ausstellung widmet sich dem Phänomen Herbert Zangs, einem Pionier, der erst spät als solcher erkannt und anerkannt wurde, denn er selbst hat sich dem offiziellen Kunstbetrieb stets entzogen. Als junger Soldat der deutschen Luftwehr war er in Finnland und Norwegen unterwegs, wo ihn die weiten weiß verschneiten Flächen tief beeindruckten, deren Formen unter der Schneedecke nur noch abstrakt zu erahnen waren. Später nahm er 1945 in Düsseldorf sein Kunststudium an der durch den Krieg schwer geschädigten Akademie auf und begann ein reges Reiseleben.
Anfang der 50er Jahre begann er bereits mit seinen „Verweißungen“ zu experimentieren: Er collagierte „objets trouvés“, also gefundene Dinge, Fortgeworfenes und Müll, auf die Leinwand und überzog das Ganze dann mit einer dünnen Weißschicht, unter der die Eigenheiten der Gegenstände noch zu erahnen sind und zugleich abstrahiert werden. Jedoch ging er damit nicht an die Öffentlichkeit, da ihm die Arbeiten zu avantgardistisch erschienen. Erst 1972 findet sein Freund Adolf Luther im Keller eines Krefelder Gymnasiums frühe Arbeiten wieder, von denen Zangs selbst sich neu inspirieren lässt.
Während andere Künstler Karriere machten, wie beispielsweise Joseph Beuys, den er in Düsseldorf kennenlernte, verschwand Zangs immer wieder ins Ausland und ließ auch wichtige Aufträge einfach zurück, ebenso wie er sich oft nicht um das weitere Schicksal von Arbeiten kümmerte, die er gerade ausgestellt hatte. Er gilt als Wegbereiter der 1958 gegründeten Gruppe ZERO, welcher er aber nie angehören wollte, wenngleich er ihr nahestand.
Zangs‘ Werk ist geprägt von unerschöpflicher Neugierde, von immer neuen Experimenten: Er malte mit Scheibenwischern ebenso wie mit gebrauchten Toilettenpapierrollen oder Gläsern, mit deren in Farbe getauchten Rändern er die Blasenbilder schuf. Seine seriellen Bilder sind immer wieder durch Unregelmäßigkeiten unterbrochen – um keinen Preis darf Langeweile aufkommen, die Ordnung muss gestört werden, um Neues zu schaffen. Und auch, als ihn bereits eine falsch behandelte Diabetes an den Rollstuhl fesselte, entstanden noch Arbeiten, nämlich die extrem großformatigen Rollstuhlbilder. Mit seinen Arbeiten erforschte Zangs die Räumlichkeit, die Grenzen und Möglichkeiten des Bildraums und das Spiel von Licht und Schatten, die Wirkung von Weiß und Schwarz. Seine Antibücher, die er 1977 auch auf der Kasseler documenta 6 präsentierte, verkörpern die Leere zwischen den Seiten. Hier stellt der Künstler das gesamte Konzept des Buchs infrage, indem er entweder nur die äußere Form übernimmt oder die Seiten unlesbar macht.
Die Retrospektive „Vom Sinn des Chaos“ beleuchtet die zahlreichen Facetten dieses spannungsvollen Lebenswerkes, in dem sich die Persönlichkeit dieses unkonventionellen und bahnbrechenden Künstlers manifestiert.


17.11.2016 - 17.03.2017
Profile in der Kunst am Oberrhein: Markus Gadient | Mireille Gros

Pressemitteilung
Vom 17. November 2016 bis 17. März 2017 ist im Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach bei Offenburg die Ausstellung der Schweizer Künstler Markus Gadient und Mireille Gros im Rahmen der Reihe „Profile in der Kunst am Oberrhein“. Beide sind in Basel ansässig und erhielten ihre Ausbildung an der dortigen Schule für Gestaltung.
Markus Gadient, geboren 1958 in Olten/Schweiz, hat seit den 90er Jahren den Baum zum Hauptthema seines Werkes erhoben. Dabei begnügt er sich nicht mit der einfachen malerischen Wiedergabe der knorrigen, urwüchsigen Eichen, die in einem mittelalterlichen Hain im Kanton Baselland zu finden sind. Vielmehr fasst er sie in gewagt grelle Farben, verfremdet die Szenerie durch grelle Beleuchtung und fügt abstrakte Elemente in Form von Übermalungen hinzu. Der sichtbare Raum wird damit in den künstlerischen Raum überführt, ohne dabei die Achtung vor der Natur aufzugeben, die mit ihren phantasievollen Formen den Künstler inspiriert und leitet. Dies zeigt sich auch in den Grisaillen mit ihren geheimnisvollen Wurzel- und Astgeflechten, in denen die Urtümlichkeit dieser Motive ihren Ausdruck gewinnt.
Mireille Gros, geboren 1954 in Muri/Schweiz, verbindet in ihrem Werk Malerei und Zeichnung. Die Linie ist ein wichtiges Element, wird aber von der Künstlerin nicht nach streng formalen Regeln eingesetzt. Vielmehr ist es eine Art Lebens- und Weltrhythmus, den die Arbeiten einzufangen suchen – auch wenn sie im Atelier entstehen, sind die Motive von der Natur angeregt. Das findet seinen Ausdruck auch im „Durbachskript“, das den Blick aus dem Fenster des Museums auf die Rebhänge aufgreift und künstlerisch formuliert. Die Ordnung der Linie findet sich in der Hängung wieder, welche die Arbeiten streng symmetrisch präsentiert. In den Arbeiten selbst jedoch wird der Entstehungsprozess sichtbar, ebenso wie Fülle und Bedrohtheit der Natur. Filigrane Zartheit und vitale Dichte gehören hier eng zusammen, die Grenze zwischen Figur und Abstraktion verschwimmt.


15.10.2016 - 23.04.2017
PANORAMA: Imagination und Sprache. Schlüsselwerke aus der Sammlung Hurrle

Pressemitteilung
Vom 15. Oktober 2016 bis zum 23. April 2017 sind im Museum für Aktuelle Kunst Durbach in der Ausstellung „PANORAMA - Imagination und Sprache. Schlüsselwerke der Sammlung Hurrle“ Arbeiten zu sehen, die wegweisend für die weitere Entwicklung der Kunst waren und ein wichtiges Verbindungsglied zwischen der vorhergegangenen Kunst und einem neuen Ansatz in der Kunst darstellen. In zehn Panoramen wird jeweils ein Schlüsselwerk in Beziehung gesetzt zu anderen Werken der Sammlung und so visuelle, kunsthistorische und künstlerische Verbindungen verdeutlicht.

"La langue et l’imagination", Imagination und Sprache, ist ein Bild des dänischen Künstlers Asger Jorn aus dem Jahr 1960. Es ist nicht nur ein Schlüsselbild in der Sammlung Hurrle, sondern gibt auch zugleich das Programm der Ausstellung Panorama vor. Die (künstlerische) Sprache und die (visionäre) Vorstellung sind die Grundkonstanten eines Werks – auf sie will die Ausstellung die Aufmerksamkeit lenken.
Unter einem Schlüsselwerk ist ein Bild zu verstehen, mit dessen Hilfe sich ein größerer Zusammenhang erschließt oder das an einer Schnittstelle steht, einen Umbruch oder eine Neuorientierung aufzeigt. Schlüsselbilder kann es in der Werkentwicklung eines einzelnen Künstlers oder einer Künstlerin oder einer Künstlergruppe, aber auch für eine bestimmte Zeit, einen Ort oder eine Region geben. Sie verbinden Eigenheiten vorhergehender Kunstwerke mit neuen Merkmalen, die wegweisend für die weitere Kunstentwicklung sind. In ihnen manifestiert sich der Zeitgeist, und in diesem Sinne sind sie Herzstücke der Sammlung, da sie auch für diese charakteristisch sind und sie sich um die Schlüsselwerke herum entwickelt.
Schwerpunkt der Sammlung Hurrle waren stets weniger die Superstars des Kunstmarkts, sondern das Interesse gilt den Wegbereitern unter den Künstlern, der künstlerischen Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg und insbesondere den Verbindungen zwischen Künstlern – Lehrverhältnisse, Freundschaften, Künstlergruppen und Rivalitäten. So wird auch in der Ausstellung „Panorama“ die künstlerische Vernetzung rund um zehn ausgewählte Schlüsselwerke sichtbar gemacht und das Einzelwerk in einen größeren kunsthistorischen Kontext gestellt. Dem Besucher öffnen sich damit ein neuer Zugang zum einzelnen Werk und ein Einblick in kunsthistorische Zusammenhänge.


14.07.2016 - 06.11.2016
Profile in der Kunst am Oberrhein: Werner Ewers| Patrick Le Corf

Pressemitteilung
Vom 14. Juli bis 6. November 2016 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach bei Offenburg Arbeiten der Künstler Werner Ewers und Patrick Le Corf. Die beiden verbindet eine deutsch-französische Freundschaft, denn der 1941 in Kehl geborene Bildhauer Ewers erhielt seine Ausbildung in Straßburg an der Ecole municipale des arts décoratifs, der 1950 in der Bretagne geborene Maler Le Corf ließ sich nach seinem Pariser Studium in Bühl nieder.
Werner Ewers hat seit 1983 die Bildhauerei für sich entdeckt, nachdem er sich zuvor ausschließlich der Malerei und Graphik gewidmet hat. Seither fasziniert ihn das Zusammenspiel verschiedener Materialien – insbesondere der Schiefer hat es ihm angetan, da dieser ein empfindliches und zugleich lebendiges Material ist. Er kombiniert ihn bevorzugt mit Pappelholz, lässt die unterschiedlichen Materialien in Dialog treten, so dass gewachsene und geschaffene Form einander ergänzen.
Patrick Le Corf ist nach wie vor fasziniert von der Atmosphäre seiner bretonischen Heimat, der Weite von Strand und Meer und vom Horizont in seinen verschiedenen Erscheinungsformen. Dabei kopiert er nicht einfach das Gesehene, sondern fasst es in eine individuelle künstlerische Form und Sprache. Mit seinen überwiegend gedeckten Farben erfasst er das diffuse Licht und setzt Akzente durch sparsame Andeutungen menschlicher Eingriffe in die Natur, wie beispielsweise Mauern oder Masten.


30.04.2016 - 03.10.2016
Heiko Herrmann und das Kollektiv Herzogstraße


23.03.2016 - 09.07.2017
Profile in der Kunst am Oberrhein: Karlheinz Bux | Rainer Nepita

Pressemitteilung
Vom 23. März bis 9. Juli 2017 sind im Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach bei Offenburg mit dem Karlsruher Künstler Karlheinz Bux und dem Oberkircher Maler Rainer Nepita in der Reihe „Profile in der Kunst am Oberrhein“ zwei Künstler vertreten, welche nicht nur ein sehr eigenwilliges künstlerisches Profil aufzuweisen haben, sondern auch im öffentlichen Raum der Region sehr präsent sind.
Karlheinz Bux, der 1952 in Ulm geboren wurde und in Karlsruhe lebt, schafft nicht nur Skulpturen, sondern auch Rauminstallationen, Zeichnungen auf Glas und fotobasierte Folienarbeiten. Bei allen Unterschieden der künstlerischen Technik sind ihnen allen aber doch die Eigenschaften eines Vexierbildes gemeinsam: Keine der Arbeiten erschließt sich auf den ersten Blick.
So wirken Bux‘ Skulpturen zwar zunächst in sich geschlossen, doch zeigt sich beim zweiten Blick, dass die Formen in Bewegung sind und die scheinbar regelmäßige Struktur mit Unregelmäßigkeiten aufgelockert wird. Aus Kerbungen und Durchbrüchen entsteht ein lebhaftes Spiel von Licht und Schatten, und auch die verschiedenen Materialien, die Verwendung finden, wie Holz, Plexiglas und Stahl, tragen zu einer lebendigen und dynamischen Komposition bei. Die fotobasierten Arbeiten der letzten Jahre wiederum sind Kombinationen verschiedener Aufnahmen von beispielsweise Landschaften oder Baustellen, die übereinander gelegt und digital bearbeitet, gespiegelt und verwischt werden. So entsteht eine vielschichtige Ansicht, die dann ausgedruckt und nochmals gezielt mit Aceton behandelt wird, so dass eine neue Bildwirklichkeit entsteht.

Rainer Nepita, der 1954 in Schweinfurt geboren wurde und in Oberkirch lebt, lässt vegetabile Formen über den Bildgrund schweben. Es scheinen Blätter und Blüten zu sein, und doch setzen sie sich nur aus Linien zusammen. Hier wird die Einfachheit der Form kombiniert mit lebendiger Farbigkeit und so eine Raumtiefe geschaffen, die eine stille Dynamik in sich birgt. Die Arbeiten speisen sich einerseits aus eingehender Naturbetrachtung, andererseits aus der Begegnung mit der Kultur Nepals und dem Buddhismus. Denn seit 24 Jahren lässt Nepita in Nepal nach seinen Entwürfen Teppiche knüpfen und hat die buddhistische Einsicht verinnerlicht, dass alle Lebensformen miteinander verbunden sind und einander bedingen.
Auf farbig oder weiß grundierte Leinwand legt Nepita zunächst eine Graphitzeichnung, der weitere Linien in Acryl- oder Ölmalerei folgen, sowie dann noch einmal verschiedene Farblasuren. So treten die Linien bald in den Vordergrund, bald weichen sie zurück, die Naturformen werden abstrahiert und transzendiert, erhalten eine Leichtigkeit und bewahren doch zugleich ihre räumliche Tiefe und Spannung.