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Staatsgalerie Stuttgart

Kunstinstitution bei artports.com

Staatsgalerie Stuttgart

Konrad-Adenauer-Straße 30-32
D-70173 Stuttgart
Germany/Deutschland
Tel: 0711/470 40-0
info@staatsgalerie.de
www.staatsgalerie.de
Öffnungszeiten:
10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Mo geschlossen
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Staatsgalerie Stuttgart

Aktuelle Info

Liebe Besucherinnen und Besucher,

in der Staatsgalerie erwartet Sie ein Parcours durch 800 Jahre Malerei und Skulptur auf rund 12.000m² Ausstellungsfläche. Aufgrund der über 150-Jährigen Geschichte des Hauses sind die Gebäude aus drei Jahrhunderten über mehrere Ebenen zusammengewachsen.

Zur Orientierung ist die Kollektion in insgesamt sechs chronologische Rundgänge nach Schulen und Epochen gegliedert. Unterstütz durch ein inhaltlich abgestimmtes Farbkonzept und ein Leitsystem, das sich an den baulichen Vorgaben orientiert, erleben Sie die Werke in ihrer kunsthistorischen Entwicklung.

Das Foyer mit dem leuchtend grünen Noppenboden empfängt Sie bei Ihrem Besuch. Dor befindet sich auch der neu eingerichtete Museumsshop, das Museumscafé und erweiterte Serviceeinrichtungen.

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen


01.01.2017 - 31.12.2017
Videobox
Museum Matters

Pressemitteilung
Ist das Museum ein kollektiver Speicher von Wissen oder Plattform für Experimente? White Cube oder Werkstatt? Architekturikone oder interaktiver Ort der Kommunikation?
Unter dem Titel »Museum Matters« konzentriert sich die aktuelle Reihe der Videobox auf Arbeiten von jüngeren und etablierten Künstlern und Filmemachern, die das Museum zu ihrem Gegenstand machen. Dokumentarisch, experimentell, essayistisch oder narrativ nehmen sie Museen, ihre Ansätze, Präsentationen und Formen der Vermittlung in den Blick, um Bedingungen von Sammlungen sichtbar zu machen und alternative Archive herauszufordern.
Im zweimonatigen Wechsel werden ausgewählte Filme und Videos von internationalen jüngeren wie etablierten Künstlern gezeigt, die dokumentarisch, experimentell, essayistisch oder narrativ arbeiten.


14.07.2017 - 05.11.2017
The Great Graphic Boom
Amerikanische Kunst 1960–1990

Pressemitteilung
In Kooperation mit dem National Museum Oslo präsentiert die Staatsgalerie Stuttgart außergewöhnliche Werke der amerikanischen Druckgraphik von 1960 bis 1990.
Die Druckgraphik diente in der Vergangenheit vor allem dazu, religiöse oder politische Inhalte einem breiten Publikum zugänglich zu machen und war ein wichtiges Kommunikationsmittel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es vor allem die deutschen Expressionisten, die sich vornehmlich dieser Technik widmeten. Ende der 1950er-Jahre erlebte auch die USA einen wahren »Graphic Boom«.

Zu diesem Zeitpunkt begannen die bedeutendsten Künstler der amerikanischen Avantgarde, vertreten durch Abstrakten Expressionismus, Hard Edge, Pop Art, Minimal Art und andere Stilrichtungen, mit verschiedensten Drucktechniken zu arbeiten bzw. zu experimentieren. Eigens auf Druckgraphik spezialisierte Verlage wie Universal Limited Art Editions (ULAE) in New York, gegründet 1957 von Tatyana Grosman, oder die seit 1966 bestehende GEMINI G.E.L (Graphic Editions Limited) in Los Angeles spielten dabei eine besondere Rolle, vor allem in ihrem hohen Anspruch an die Druckkunst. Einzelblätter, Portfolios und Künstlerbücher entstanden in großer Zahl. Insbesondere die Künstler der Pop Art reagierten damit auf die industrielle Massenfertigung wie auch die Werbesprache der Medien.

Die meisten der Künstler hatten sich bereits als Maler etabliert. In den bevorzugten Medien der Lithographie wie dem Siebdruck, aber auch in anderen Drucktechniken, schufen sie daneben eigenständige Kunstformen, mit denen sie in die Fußstapfen der Pioniere moderner Graphik wie Paul Gauguin, Edvard Munch und Pablo Picasso traten.
Die Ausstellung zeigt mit rund 170 Blättern in eindrucksvoller Breite die verschiedensten Stilrichtungen und Ausprägungen der amerikanischen Druckgraphik und deren Etablierung zu einer eigenständigen Kunstform.


08.12.2017 - 02.04.2018
Der Meister von Meßkirch
Katholische Pracht in der Reformationszeit

Pressemitteilung
Im Reformationsjahr 2017 widmet die Staatsgalerie Stuttgart dem Meister von Meßkirch erstmals eine umfassende monografische Ausstellung.
Der Meister von Meßkirch gehört zu den bedeutendsten Malern der frühen Neuzeit. Obwohl sich der ausschließlich im oberschwäbischen Raum tätige Künstler als historisch verbürgte Person bis heute nicht sicher fassen lässt, ist sein Rang als herausragender Kolorist seit langem unbestritten. Seine Altarbilder beanspruchen auch deshalb hohes historisches Interesse, da sie – entgegen der sich in Württemberg fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren. Von den frühen Porträts, Epitaphien und Hausaltären bis hin zu seinen im Auftrag der Grafen von Zimmern geschaffenen Altarbildern der 1530er-Jahre erschließt sich so ein Werk von unverwechselbarer Eigenart. Charakteristisch ist auch die Verbindung altertümlicher Elemente und fortschrittlicher Bildideen der Renaissance. Ein Großteil seiner heute verstreut in Museen und Privatsammlungen Europas und der USA befindlichen Tafelbilder und Zeichnungen sind in der Ausstellung vereint zu sehen. Sie werden in aufschlussreichen Gegenüberstellungen mit annähernd zeitgleich entstandenen Werken protestantischer Ausrichtung präsentiert. So wird ein differenzierter Eindruck von den künstlerischen Ausdrucksformen im Zeitalter der Reformation vermittelt.


Ausstellungsarchiv


16.10.2915 - 20.03.2016
Christian Marclay - Shake Rattle and Roll

Pressemitteilung
In Christian Marclays künstlerischer Praxis ist die Beschäftigung mit Klang zentral, aus der er in den vergangenen 30 Jahren ein komplexes Werk geschaffen hat. Seine Videos, Installationen und Performances prägen Auseinandersetzungen mit Beziehungen zwischen Musik und bildender Kunst. »Fluxus« wie »Do-it-Yourself«-Strategien von Punk sind dabei frühe Einflüsse.
Für die Staatsgalerie Stuttgart entwickelt der amerikanisch-schweizerische Künstler, Musiker und Pionier des »Turntablism« eine Ausstellung in der Auseinandersetzung mit einer der weltweit umfangreichsten »Fluxus«-Sammlungen, dem Archiv Sohm.

Im Zentrum steht seine Videoinstallation »Shake Rattle and Roll (Fluxmix)« von 2004. Spielerisch geht Marclay darin den akustischen Möglichkeiten von Fluxus-Multiples auf den Grund und aktiviert sie in liebevoller Respektlosigkeit über die ursprünglichen Intentionen und Handlungsanweisungen hinaus vor allem akustisch. Sie gipfelt in einer fulminanten wie augenzwinkernd institutions-kritischen Kakophonie. Musiker wie Publikum sind, etwa im Rahmen von Performances, eingeladen, aktiv an den Inhalten der Ausstellung mitzuwirken.

Parallel zeigt das Kunstmuseum Stuttgart bis 17. Januar 2016 Marclays »Video Quartet« (2002), das zu seinen komplexesten Videoinstallationen zählt. Die Arbeit ist Teil der Ausstellungsreihe »Sound in Motion. Internationale Video- und Performancekunst«, die sich dem Thema von Kunst und Musik und deren Wechselwirkungen widmet.

Bildunterschrift: Christian Marclay, Shake Rattle and Roll (Fluxmix), 2004, (Detail), 16 DVDs, 16 Monitore, 10:00-15:00 Minuten (variabel), © Christian Marclay. Courtesy: Paula Cooper Gallery, New York


03.02.2017 - 18.06.2017
Ans andere Ende der Welt
Japan und die europäischen Meister der Moderne

Pressemitteilung
Kaum eine Mode beeinflusste die Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts nachhaltiger als die Begeisterung für Japan: In der fremden Bildwelt Edos (dem heutigen Tokio) begegneten sie der bunten Welt des Theaters, der Vergnügungsviertel und der Mode. Vor allem im Medium des Farbholzschnittes gelangten diese »Szenen aus der fließenden Welt«
(Ukiyo-e) genannten Bilder nach Europa, wo sie Künstler wie Sammler gleichermaßen begeisterten.
Im Graphik-Kabinett der Staatsgalerie findet zeitgleich zur Ausstellung »Aufbruch Flora. Meisterwerke aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler« eine Präsentation japanischer Farbholzschnitte aus eigenem Bestand statt. In der Gegenüberstellung mit Werken europäischer Künstler wie Pierre Bonnard und Edouard Vuillard, Paul Gauguin und Henri de Toulouse-Lautrec – eben jenen Künstlern, deren Werke in der Sammlung Hahnloser repräsentiert sind – wird deutlich, wie diese sich auf ihrer Suche nach neuen Ausdrucksformen von der Schönheit und Ausdruckskraft der geschwungenen Linie, der simultanen Perspektive und der überbordenden Ornamentik der farbenfrohen japanischen Drucke inspirieren ließen.


Staatsgalerie Stuttgart

03.02.2017 - 18.06.2017
Aufbruch Flora
Meisterwerke aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler

Pressemitteilung
In der Überzeugung, dass man am Puls der Zeit leben müsse, trug das Schweizer Ehepaar Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler zwischen 1906 und 1936 eine umfangreiche Sammlung postimpressionistischer Kunst zusammen. Von van Gogh bis Cézanne, von Manet bis Vallotton, von Manguin bis Renoir sind darin nahezu alle großen Vorreiter der künstlerischen Moderne vertreten. Schwerpunkte der einzigartigen Kollektion liegen bei den Nabis-Künstlern Félix Vallotton, Pierre Bonnard und Édouard Vuillard sowie den Fauves um Henri Matisse.
Durch ihre Werke und den freundschaftlichen Austausch, der Künstler und Sammler verband, wurde die Villa Flora, das Wohnhaus der Hahnlosers in Winterthur, zu einem Ort der Einheit von Kunst und Leben und des Aufbruchs in die Moderne. Ihre Strahlkraft wirkte sich über die Grenzen des privaten Mäzenatentums hinaus befruchtend auf das öffentliche Sammeln aus.
Die Ausstellung »Aufbruch Flora« wird rund 100 Gemälde und Skulpturen von 15 Künstlern aus der historischen Sammlung Hahnloser präsentieren. Diese treten unweigerlich in einen Dialog mit den Beständen der Staatsgalerie Stuttgart, was die Unterschiede des privaten und öffentlichen Sammelns verdeutlicht.


16.12.2016 - 14.05.2017
Julian Rosefeldt: MANIFESTO

Pressemitteilung
Die Freunde der Staatsgalerie – Stuttgarter Galerieverein haben 2016 MANIFESTO von Julian Rosefeld erworben. Die Staatsgalerie bedankt sich für diesen spektakulären Ankauf mit einer aufwändigen Inszenierung der 13-teiligen Filminstallation.
Rosefeldts jüngste Arbeit ist eine Hommage an das Künstlermanifest von Dada, Fluxus, Pop Art, Konzeptkunst bis Dogma 95 und fragt nach der Rolle der Kunst in der Moderne. Durch Kürzung und Kombination der historischen Manifestschriften entstanden poetische Textcollagen, die von der Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett in 13 verschiedenen Rollen gesprochen und verkörpert werden. Ob als Choreographin eines Tanzensembles, Grundschullehrerin, Trauerrednerin, Fabrikarbeiterin, Börsenmaklerin oder als obdachloser Mann, immer holen diese Charaktere die historischen Manifeste in die heutige Alltagswelt. Die Radikalität der Texte, Rosefeldts Bildwelten und Blanchetts Wandlungsfähigkeit verbinden sich in MANIFESTO zu einem dichten Vokalkonzert.
MANIFESTO ist eine gemeinsame Produktion des Australian Centre for the Moving Image Melbourne, der Art Gallery of New South Wales Sydney, der Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin und dem Sprengel Museum Hannover. Das Projekt wurde von der Ruhrtriennale und der Burger Collection Hongkong koproduziert. Es entstand dank der großzügigen Unterstützung des Medienboards Berlin-Brandenburg und in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk.


13.05.2016 - 13.11.2016
Augen. Blicke. Impressionen.
Meisterwerke des Französischen Impressionismus

Pressemitteilung
Die Ausstellung »Augen. Blicke. Impressionen.« ist eine Hommage an die Meister des Französischen Impressionismus. Die für diese Zeit so charakteristische Freilichtmalerei vermittelt dem Betrachter das Gefühl der Unmittelbarkeit und Intensität der Bilder.
Licht und Schatten sind die zentralen Begriffe dieser Epoche. Die Linie tritt hinter der Farbe zurück. Helle und kräftige Töne, aufgetragen mit einem fließenden Pinselduktus, kennzeichnen Hauptwerke wie Claude Monets »Felder im Frühling« oder Auguste Renoirs »Am Kamin«. Die Kombination von Meisterwerken der Malerei und Skulptur mit herausragenden Arbeiten auf Papier aus dem Bestand der Staatsgalerie vermittelt ein bemerkenswert geschlossenes Bild der Epoche. Edgar Degas »Sich abtrocknende Frau, auf dem Rand einer Badewanne sitzend« wird nur selten gezeigt und gilt als eines der bedeutendsten Pastelle des Künstlers. Die Gliederung der Ausstellung folgt den klassischen Gattungen Landschaft, Bildnis, Interieur, Akt und Stillleben. Sie ermöglicht neue Formen der Begegnung und somit eine andere Wahrnehmung der bekannten Objekte. Zeichnungen Vincent van Goghs und selten gezeigte Gemälde seines Freundes Armand Guillaumin markieren das Ende der Epoche. Paul Gauguin und Odilon Redon entwickeln Malweise des Impressionismus weiter. Ihre Gemälde und Papierarbeiten versetzen den Betrachter in exotische und visionäre Welten.

Bildunterschrift: Camille Pissarro, Der Gärtner, 1899, Staatsgalerie Stuttgart, Leihgabe der Freunde der Staatsgalerie


17.04.2016 - 04.09.2016
Der Künstler und sein Ich
Das abstrahierte Selbstporträt in der Fotografie

Pressemitteilung
Etwa 20 Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien entführen den Besucher in die Welt von Selbstabbildung, Selbstdarstellung und Selbstinszenierung und präsentieren ihm den »Künstler und sein Ich«.
In einer Zeit, in der sich das Präsentieren und Inszenieren der eigenen Person besonders in Verbindung mit den Social Networks immer weiter verbreitet, gewinnen auch die Selbstporträts und Selbstinszenierungen von Klassikern der Fotokunst neue Aktualität. Die Ausstellung „Der Künstler und sein Ich“ beschäftigt sich weder mit dem sogenannten „Selfie“, das jeder innerhalb von Sekunden schießen kann, noch mit klassischen Porträts. Gezeigt werden ausschließlich Selbstporträts etablierter Künstler aus der reichen Fotosammlung der Staatsgalerie Stuttgart, die den Künstlerkörper abstrahieren. Fotografien von Joseph Beuys, Bernhard Blume, Marcel Broodthaers, John Coplans, VALIE EXPORT, Robert Filliou, Janice Guy, Camill Leberer, Friederike Pezold, Arnulf Rainer, Klaus Rinke und Timm Ulrichs sind in dieser kleinen Sammlungspräsentation zusammen zu sehen. Jeder der ausgestellten Künstler setzt den eigenen Körper auf eine ganz individuelle Weise ins Bild – mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Motiven. Die Künstler schlüpfen in von ihnen ausgewählte Rollen, stellen die Verfremdung des Künstlerbildnisses durch malerische und technische Mittel in den Vordergrund oder zeigen einzelne Körperteile, die – auf unterschiedlichste Weise inszeniert beziehungsweise präsentiert – für den ganzen Künstlerkörper stehen. Indirekte Künstlerporträts, die Gegenstände, Lokalitäten oder Szenen darstellen, die den menschlichen Körper ersetzen, bilden den Abschluss der Präsentation und heben sie ab von den zahlreichen klassischen Selbstporträtausstellungen der letzten Jahre.

Bildunterschrift: Camill Leberer, o. T. (Ich im Spiegel), 2000, Cibachrom, Staatsgalerie Stuttgart, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016


18.03.2016 - 03.07.2016
Giorgio de Chirico - Magie der Moderne

Pressemitteilung
In einer großen Sonderausstellung beschäftigt sich die Staatsgalerie Stuttgart im Frühjahr 2016 mit Giorgio de Chirico (1888-1978), dem Begründer der Metaphysischen Malerei und seiner Bedeutung für die Kunst der Europäischen Avantgarde.

Während seiner Stationierung in Ferrara zwischen 1915 und 1918 entwickelt de Chirico gemeinsam mit Carlo Carrà eine eigene Bildwelt voller symbolischer Anspielungen und verstörender Elemente. Innerhalb weniger Jahre breitet sich ihre innovative Bildsprache der „pittura metafisica“ in ganz Europa aus. Zahlreiche Künstler gestalten mit mysteriösen Objekten bevölkerte Innenräume und greifen Motive wie das „Bild im Bild“, der „Mensch als Puppe“ oder der „Raum als Bühne“ auf.

Ausgehend von de Chiricos Stuttgarter Gemälde „Metaphysisches Interieur mit großer Fabrik“ (1916) versammelt die Ausstellung die wichtigsten Werke des Künstler aus diesen Jahren und setzt sie in einen Dialog mit originalen Meisterwerken beispielsweise von Dalí, Magritte, Ernst oder Grosz. Die Präsentation dokumentiert so einen der wichtigsten Wendepunkte in der Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert.

Dieses Projekt der Staatsgalerie Stuttgart entsteht in Kooperation mit der Fondazione Ferrara Arte und wird kuratiert von den Kunsthistorikern Paolo Baldacci und Gerd Roos, Präsident und Vizepräsident des Archivio dell’Arte Metafisica in Mailand, die beide ausgewiesene Experten für die Kunst von Giorgio de Chirico sind.


Bildunterschrift: Giorgio de Chirico, Der große Methaphysiker, 1917, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2015


15.11.2015 - 00.00.0000
Albrecht Dürer und Lucas van Leyden
Kunst und Leben um 1500

Pressemitteilung
Albrecht Dürer (1471-1528) und Lucas van Leyden (um 1489-1533) haben durch ihre Druckgraphik besonders nachhaltige Wirkungen entfaltet. 1521 trafen die beiden Künstler in Antwerpen zusammen, was im künstlerischen Sinne nicht ohne Folgen bleiben sollte. Denn im direkten Vergleich erweist sich Lucas van Leyden keineswegs nur als Imitator, sondern er nimmt Dürers Themen auf, um sie in eigenständiger und vielfach unkonventioneller Darstellungsweise umzusetzen. Der reiche Bestand der Graphischen Sammlung macht es möglich, eine originelle Auswahl ihrer Kupferstiche, Holzschnitte und Radierungen parallel zu präsentieren. Dabei sollen jedoch nicht die bekannten und immer wieder ausgestellten Folgen im Zentrum stehen (Passionen, Marienleben, Apokalypse). Vielmehr liegt der Fokus auf den damals neuen Themen, die gleich mit Dürers Frühwerk um 1495 einsetzen: Liebespaare und Menschen aus dem Alltag.

Bilduntertitel: Albrecht Dürer, Der Koch und sein Weib, um 1498, Kupferstich, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung


23.10.2015 - 14.02.2016
Poesie der Farbe

Pressemitteilung
Max Beckmann, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Otto Dix, Lyonel Feininger, George Grosz, Alexej Jawlensky, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Alfred Kubin, August Macke, Franz Marc, Emil Nolde

In einem Brief an August Macke vom Dezember 1910 erläutert Franz Marc die Bedeutung der Primärfarben: Blau ist für ihn das ernste Prinzip, Rot das brutale, Gelb das heitere. Ausgehend von diesen poetischen und emotionalen Kategorien präsentiert die Staatsgalerie Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken aus ihrem bedeutenden Bestand.

»Blau« wird vertreten durch die Künstler des »Blauen Reiter«, Franz Marc und Wassily Kandinsky sowie deren Freunde August Macke, Heinrich Campendonk, Alexej Jawlensky, Robert Delaunay, Paul Klee und Emil Nolde. In der Gruppe »Die Blaue Vier« trifft Lyonel Feininger am Bauhaus auf Kandinsky, Klee und Jawlensky.

»Rot« als Sinnbild des Krieges vereint Max Beckmann, Otto Dix und George Grosz, die jeder auf seine Weise versuchen, das Unbegreifbare zu verarbeiten. »Gelb« führt alle Künstler mit Alfred Kubin noch einmal zusammen – heiter, ironisch, bis ins Groteske gehend.


31.05.2015 - 20.09.2015
Karikatur - Presse - Freiheit

Pressemitteilung
Honoré Daumier und die französische Bildsatire

Die Anschläge im Januar auf die Meinungsfreiheit in Paris nehmen einige Museen zum Anlass ihr Programm kurzfristig zu ändern. Die Staatsgalerie Stuttgart präsentiert im Graphik-Kabinett rund 50 ausgewählte Lithographien von Honoré Daumier und seinen Kollegen J.J. Grandville, Auguste Desperret und Charles-Joseph Traviès. Die Ausstellung ist eine Hommage an die weit zurückreichenden Wurzeln der französischen Karikatur und Bildsatire und setzt sich zugleich mit dem höchst aktuellen Thema Presse- und Meinungsfreiheit auseinander.

Die karikaturistische Zeichnung findet ihren Höhepunkt in der einflussreichen, 1830 gegründeten, politisch-satirischen Wochenzeitschrift »La Caricature«. Hervorragende Zeichner wir Honoré Daumier (1808-1879) üben mit spitzer Feder gesellschaftliche Kritik an den bestehenden Verhältnissen und riskieren dabei folgenreiche Konsequenzen.

Mit dem erst 1796 entwickelten Verfahren der Lithographie ließ sich die Produktion von Bildern in hoher Auflage umsetzen. So werden der vierseitigen Zeitschrift »La Caricature« jeweils zwei lose Lithographien beigefügt, die aktuelle politische Ereignisse thematisieren. Die Zeitschrift wird als Vorzugsdruck zu einem begehrten Sammlerobjekt und schafft finanziellen Rückhalt für die kostenträchtigen Gerichtsverfahren. 1835 wird »La Caricature« aufgrund der Presse- und Zensurgesetze eingestellt. Ab 1832 steht der Zeitschrift der täglich erscheinende »Charivari« zur Seite.

Die Staatsgalerie greift für die Ausstellung auf ihren vollständigen Bestand der Zeitschrift »La Caricature« von ihrem erstmaligen Erscheinen 1830 bis zu ihrer letzten Ausgabe 1835 zurück. Im Zentrum steht Honoré Daumier, der bedeutendste französische Karikaturist des 19. Jahrhunderts, der für beide Zeitschriften – »La Caricature« und »Charivari« - tätig war.


23.05.2015 - 27.09.2015
Künstlerräume

Pressemitteilung
»Künstlerräume« zeigt die Positionen von dreizehn Künstlern und Künstlerinnen, die in einzelnen Kompartimenten der Stirling-Halle sowie zwei angrenzenden Räumlichkeiten präsentiert werden. Die Werke stammen alle aus der Sammlung der Staatsgalerie, wurden teilweise lange nicht oder noch nie gezeigt und werden jetzt mit frischem Blick betrachtet. Damit fungiert die Ausstellung als Auftakt eines offenen Diskurses über die zukünftige Rolle und die anstehenden Aufgaben eines Kunstmuseums der Gegenwart. Die zeitliche Spanne der gezeigten Arbeiten reicht von einem Frühwerk von Georg Baselitz - »Ein Grüner zerrissen« (1967), noch nicht auf dem Kopf stehend! - bis zur jüngsten Erwerbung, einem Werkkomplex von Katharina Grosse aus dem Jahr 2013.
Aus der Sammlung heraus werden markante Situationen jüngeren und jüngsten Kunstschaffens vorgestellt, die sich anhand verschiedener Techniken und Medien ganz unterschiedlichen Themen zuwenden. Mal attackiert die Kunst das Bild der Frau, mal stellt sie existentielle Fragen oder sie stellt sich selbst in Frage. An einer Stelle geht es um die Eigenmächtigkeit der Farbe, an anderer um intuitive Erfahrungen mit Licht und Raum. Der Betrachter wird eingebunden, angesprochen, ist gefordert. Wer sich einlässt, wird reich belohnt: In jedem Raum kann der Besucher erfahren, wie Kunst die (Selbst-) Wahrnehmung oder auch das Körpergefühl auf jeweils eigene Weise verändern, sensibilisieren und intensivieren kann. Wir wünschen Ihnen dabei viel Freude und garantieren den einen oder anderen neuen Blickwinkel!


16.12.2014 - 31.12.2015
VIDEOBOX - »Silent« Cinema

Pressemitteilung
Über den Zeitraum eines Jahres zeigt die Staatsgalerie Stuttgart in monatlichem Wechsel ausgewählte Filme und Videos von internationalen jüngeren wie etablierten Künstlern, die dokumentarisch, experimentell, essayistisch oder narrativ arbeiten.

Unter dem Titel »Silent« Cinema widmet das Museum eine erste Reihe Filmen und Videos, die sich bewusst auf ihre Bilder konzentrieren und Ton als Möglichkeit ausklammern. Denn auch wenn Kunst immer von Technologien ihrer Zeit bestimmt ist, so setzt sie diese mitunter absichtlich nicht ein oder greift auf ältere Produktionsweisen und Vorführkonventionen zurück. Ohne Sprache auszukommen, scheint Filme und Videos zudem universell verständlich zu machen. Dass auch Kino ohne Ton indes oft nicht stumm war, sondern von Livemusik begleitet, deuten die Anführungsstriche im Titel an.

Was kann in aktueller zeitbasierter Kunst passieren, wenn auf Schallbegleitung verzichtet wird? Wenn es still um einen ist und allein die Bilder wirken, berühren und herausfordern? Diesen Fragen geht »Silent« Cinema nach und zeigt Arbeiten, in denen aus Stille etwa Staunen, Momente anderer Intimität oder Gegenwelten entstehen.

Januar:
Josef Dabernig, excursus on Fitness

Februar:
Margaret Salmon, Hyde Park

März:
David Claerbout, Oil workers (from the Shell company of Nigeria)returning home from work, caught in torrential rain

April:
Christoph Keller, Anarcheology

Mai:
Sarah Browne, Carpet for the Irish Pavilion at the Venice Biennale

Juni:
Rachel Reupke, Wine & Spirits

Juli:
William E. Jones, Model Workers

August:
Mireille Kassar, The Children of Uzaï, Antinarcissus

September:
James Benning, Signs

Oktober:
Dana Munro, Dolly

November:
Christian Marclay, Mixed Reviews (American Sign Language)

Dezember:
Yael Bertauer, Freedom Border

(Änderungen vorbehalten)

Bildunterschrift: © Staatsgalerie Stuttgart / 6B


21.11.2014 - 24.05.2015
Weggefährten Schlemmers in Stuttgart

Pressemitteilung
Parallel zur Großen Landesausstellung »Oskar Schlemmer
– Visionen einer neuen Welt« sind im Graphik-Kabinett
der Staatsgalerie Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken von Künstlern zu sehen, die Schlemmer
während seiner Zeit an der Akademie in Stuttgart (zwischen 1906 und 1919) begleitet haben. Der Lehrer Adolf Hölzel sowie die Freunde Willi Baumeister, Otto Meyer-Amden, Johannes Itten und Hermann Stenner sind ebenso vertreten wie die Künstler, mit denen Schlemmer 1919 die Üecht-Gruppe gründete: Gottfried Graf, Edmund Daniel Kinzinger, Albert Mueller und Hans Spiegel. Und auch die Hölzel-Schülerin aus seiner »Damenmalklasse«, Ida Kerkovius, wird ›zu Wort‹ kommen.


21.11.2014 - 19.04.2015
Oskar Schlemmer
Visionen einer neuen Welt

Pressemitteilung
Die Große Landesausstellung 2014 würdigt das facettenreiche Werk des Stuttgarter Bauhauskünstlers, das alle Varianten der Malerei ebenso wie Skulptur und Bühnenkunst umfasst. Seit 37 Jahren sind die Arbeiten Schlemmers, die in ihrer unvergleichlichen Bandbreite und gedanklichen Tiefe einmalig sind, nicht mehr so umfassend in Deutschland zu sehen gewesen. Neben zahlreichen Gemälden, Skulpturen, graphischen Arbeiten und Originalkostümen werden auch bislang unveröffentlichte Dokumente die künstlerische Vision Schlemmers vermitteln. Schlemmers Auffassung vom Menschen als "Maß aller Dinge" war zu seiner Zeit am Bauhaus einzigartig. Dabei spricht er der Kunst die Kraft zu, die Erschaffung einer neuen Welt zu bewirken.


Am Karfreitag, den 3.4.2015 ist die Ausstellung von 10-18 Uhr geöffnet!


18.07.2014 - 26.10.2014
Königliche Sammellust
Wilhelm I. von Württemberg als Sammler und Förderer der Künste.

Pressemitteilung
Anlässlich des 150. Todestages Wilhelm I. von Württemberg erinnert die Staatsgalerie Stuttgart an die "königliche Sammlust" dieses Förderers der Künste.

Als Regent gab er dem jungen Königreich Württemberg eine historische Identität; seine vielfältigen Initiativen als Sammler und Mäzen sind dagegen weitgehend in Vergessenheit geraten. Die Bestände der 1843 eröffneten Staatsgalerie wurden durch Kunstwerke aus königlichem Besitz sowie durch persönliche Schenkungen vergrößert. Die von ihm initiierte Erwerbung der Sammlung Barbini-Breganze bildet heute den Kernbestand der italienischen Barockmalerei der Staatsgalerie Stuttgart. Die königlichen Schenkungen, nahezu vollständig in der Sammlung unseres Museums, werden nach Jahrzehnten erstmals wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Zahlreiche Ausstattungsstücke der ehemaligen Privatresidenzen Wilhelms I. sowie Hauptwerke seiner nach 1918 zerstreuten privaten Gemäldesammlung werden zu sehen sein. Anhand der vollständig erhaltenen Akten des Staatsarchivs Baden-Württemberg wird außerdem die Geschichte der königlichen Ankäufe dargestellt. Die Ausstellung findet in Kooperation mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg statt.


22.05.2014 - 07.09.2014
Katharina Grosse
Ihr Verhalten steht im Widerspruch zu ihrer ziemlich heruntergekommenen Kleidung

Pressemitteilung
Im Jahr 2014 wird zum ersten Mal der Oskar-Schlemmer-Preis, Großer Staatspreis für Bildende Kunst Baden-Württemberg verliehen. Katharina Grosse erhält für ihre Erweiterung des Begriffs der Malerei die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung. Durch ihre Malerei im Raum schafft sie Umgebungen von ganz eigener Qualität und Stimmung. Bewusst überschreitet sie mit ihrer einzigartigen Sprühtechnik die materialbezogenen Grenzen des klassischen Bildträgers. Neben der sinnlichen Wirkung der Farben fordert ihr radikal neu definiertes Verhältnis von Farbe und Malgrund den Betrachter immer wieder aufs Neue heraus. Die Preisverleihung ist verbunden mit der Präsentation von zwei neuen raumgreifenden Arbeiten von Katharina Grosse in der Staatsgalerie Stuttgart.


28.03.2014 - 29.06.2014
Kandinsky, Klee, Schiele ...
Ausgewählte Graphikmappen des frühen 20. Jahrhunderts

Pressemitteilung
Kandinsky, Klee, Schiele, Beckmann, Feininger oder auch Schlemmer – sie alle schätzten die Ausdrucksmöglichkeiten druckgraphischer Techniken. In gemeinsamen Graphikmappen sahen die Künstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Chance, ihre experimentellen Arbeiten einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Ausstellung im Graphik-Kabinett umfasst eine Auswahl von etwa 60 Werken aus dem reichen Bestand der Staatsgalerie und zeigt unter anderem Blätter aus den berühmten vier »Bauhaus-Mappen«. Diese vereinen die europäische Avantgarde der 1920er-Jahre und zählen heute zu den bedeutendsten Graphikprojekten des 20. Jahrhunderts. Daneben sind auch Neuentdeckungen zu sehen, wie die kaum bekannte »SEMA-Mappe« von 1912, die zu den frühesten Ausformulierungen der expressionistischen Kunstauffassung zählt:
Für die daran beteiligten Künstler Klee, Kubin, Oppenheimer und Schiele ist es die erste Beschäftigung mit der Lithographie.


21.03.2014 - 22.06.2014
Kunst & Textil
Stoff als Material und Idee in der Moderne von Klimt bis heute

Pressemitteilung
Die Ausstellung rückt die Aneignung des textilen Werkprozesses in der Gegenwartskunst in den Fokus und spannt zugleich den Bogen zurück ins 19. Jahrhundert, zur Arts-and-Crafts-Bewegung, zum Jugendstil, der Art Nouveau, den Wiener Werkstätten und dem Deutschen Werkbund. Sie zeigt auf, wie, gleichsam als Antwort auf die Industrialisierung, die Blüte des Kunsthandwerks in der Kunst einsetzte, aber auch, wie dekorative Elemente in Bildmotiven von Malern wie Gustav Klimt, Édouard Vuillard, Pierre Bonnard auftauchen. Weniger die Abkehr von der Industrialisierung, als vielmehr deren Nutznießung erfolgte wenig später in Form der seriellen Produktion von handwerklichen Erzeugnissen am Bauhaus.
Diese letzte von Markus Brüderlin für das Kunstmuseum Wolfsburg konzipierte Ausstellung wurde für die Staatsgalerie Stuttgart in Kooperation beider Museen adaptiert. Wir widmen die Ausstellung dem Andenken von Markus Brüderlin.


26.10.2013 - 28.02.2014
Offenes Depot #03
Simon Starling

Pressemitteilung
In der dritten Ausstellung dieser Reihe präsentiert Simon Starling (*1967 in Epsom/Großbritannien, lebt und arbeitet in Kopenhagen) seine Auswahl aus den Archiven und Depots der Staatsgalerie Stuttgart mit eigenen und in diesem Zusammenhang auch neu entstandenen Arbeiten. Ausgangspunkt für sein Projekt ist das Fotoatelier samt seinem Archiv, das heute mehrere 10.000 Schwarzweiß-Negative, Diapositive und Abzüge von Aufnahmen einzelner Werke wie von Sammlungspräsentationen, Ausstellungen und Eröffnungen beherbergt. Starlings Recherche gilt Dokumentation und Dokumenten, die Sammlungspräsentationen und ihre Geschichte zeigen. Der Fokus liegt auf den Jahren der Wiedereröffnung des Museums nach dem Zweiten Weltkrieg. Gemeinsam mit den Fotografen der Staatsgalerie Stuttgart arbeitet der Künstler und Träger des Turner Prize (2005) im Fotoatelier des Museums. Dabei reaktiviert er auch die inzwischen ausgediente, aber noch vorhandene analoge Technik, um neue Arbeiten für diese Ausstellung zu produzieren und damit aus seiner Perspektive ein Stück Geschichte der Institution zu „erzählen“.


10.10.2013 - 02.03.2014
Alfred Flechtheim.com - Kunsthändler der Avantgarde

Pressemitteilung
Bis heute haben die kunsthändlerischen Aktivitäten von Alfred Flechtheim in zahlreichen deutschen Museen ihre Spuren hinterlassen: Er hat ihre Sammlungen der Moderne aktiv mit geprägt. Flechtheim verließ Deutschland 1933 aufgrund der massiven antisemitischen Attacken gegen ihn und seine Künstler. Das Forschungsprojekt will die Mechanismen des Kunsthandels und die Sammlungsstrategien der Institutionen sichtbar machen. Die Ergebnisse werden zeitgleich ab 9.10.13 auf einer Plattform im Internet international zugänglich gemacht (www.alfredflechtheim.com).


05.07.2013 - 06.10.2013
Edvard Munch in Stuttgart
Vom ersten Kuss bis in den Tod

Pressemitteilung
Den 150. Geburtstag von Edvard Munch (1863-1944) nimmt die Staatsgalerie zum Anlass, um ihren kostbaren Bestand an Werken des norwegischen Malers und Graphikers erstmals seit über 50 Jahren wieder komplett zu zeigen. Rund 65 Werke, davon 25 aus Privatbesitz, veranschaulichen die für Edvard Munch typische Arbeitsweise und Themenvielfalt. Die Staatsgalerie ist in der glücklichen Lage, im Besitz des weltweit einzigen Abzugs des als »Der Schrei« berühmt gewordenen Blattes zu sein, das aber, wie unser Abzug beweist, vom Künstler selbst als »Geschrei« betitelt wurde. Erst kürzlich entdeckte Briefe belegen ferner, dass Munch schon im August 1923 das Stuttgarter Museum besuchte und auch danach Kontakt zum damaligen Direktor der Staatsgalerie, Otto Fischer, unterhielt. Wie bei kaum einem Maler vor ihm beherrschen Gefühle und Seelenzustände seine Bildthemen, und es gelang ihm, Abgründe unseres Daseins festzuhalten. Krankheit, Angst, Tod, Liebe, Eifersucht und Verzweiflung ziehen sich wiederholt und in zahlreichen Varianten leitmotivisch durch sein OEuvre. Ob in Malerei oder Graphik, mit den Variationen seiner Themen gingen ebenso vielfältige mal- und drucktechnische Experimente einher. Vor allem in der Graphik bediente sich Munch stets neuer Ideen. So lieferten die wandelbaren Träger wie Platten, Steine und Holzstöcke die Basis für seine zahlreichen Verfeinerungen und Ausführungen der wiederkehrenden Bildmotive.

Öffentliche Führungen:
dienstags, 15 Uhr
donnerstags, 15 Uhr und 18.30 Uhr
sonntags, 15 Uhr und 16 Uhr
jeden ersten Sonntag im Monat Kinderpraxisführung, 15 Uhr


01.12.2012 - 28.04.2013
Fluxus! >Antikunst< ist auch Kunst.

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FLUXUS steht für eine Initiative von bildenden Künstlern und Musikern, die Anfang der 1960er-Jahre mit geläufigen Vorstellungen von Kunst radikal brach. Die rebellische Grundeinstellung der beteiligten Akteure brachte absurde Performances, skurrile Objekte und humorvolle ›Events‹ hervor. Längst hat diese ›Anti-Kunst‹ ihren Platz in den Museen gefunden. Und doch erweist sich der für FLUXUS charakteristische Versuch, die Grenzen zwischen Kunst und Alltag zu verwischen, noch immer als hochgradig spannungsvoll: Die vielseitigen Experimente mit unterschiedlichen Materialien und Ausdrucksformen regen bis heute zum Nachdenken über die Frage an, was wir unter Kunst verstehen. Im FLUXUS-Jubiläumsjahr 2012 widmet die Staatsgalerie Stuttgart der Strömung und ihren Hauptvertretern eine umfassende Schau mit Exponaten aus dem Archiv von Hanns Sohm, das eine der weltweit bedeutendsten FLUXUS-Sammlungen beherbergt.

Die Ausstellung beleuchtet wesentliche Themenbereiche und künstlerische Anliegen von FLUXUS und spürt der charakteristischen ›Antiästhetik‹ der beteiligten Künstler nach. Darüber hinaus werden die wichtigsten Impulsgeber – u. a. George Maciunas, Wolf Vostell, Nam June Paik, Alison Knowles, Yoko Ono, Robert Filliou, Addi Koepcke, Ben Vautier – als Künstlerpersönlichkeiten vorgestellt, die in zunehmendem Maße, und nicht ohne Konflikte, kollektive und individuelle künstlerische Interessen zu vereinbaren versuchten. Nicht zuletzt ehrt die Ausstellung den großen Förderer von FLUXUS, Hanns Sohm, dessen Archiv sich seit 1981 im Besitz der Staatsgalerie Stuttgart befindet.


01.12.2012 - 07.04.2013
Friedensbilder in Europa 1450-1815
Kunst der Diplomatie - Diplomatie der Kunst

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Frieden schließen und Frieden wahren sind zentrale Themen der Frühen Neuzeit. In der Ausstellung »Friedensbilder in Europa 1450–1815« wird ein breites Spektrum an künstlerischen Darstellungen von Frieden und Friedensschlüssen präsentiert, angefangen von der Endphase des Hundertjährigen Krieges bis zum Wiener Kongress. Gleichzeitig dient sie als abschließende Dokumentation des dreijährigen Verbundforschungsprojekts »Übersetzungsleistung von Diplomatie und Medien im vormodernen Friedensprozess Europa 1450–1789«.


27.10.2012 - 03.03.2013
Mythos Atelier Von Spitzweg bis Picasso, von Giacometti bis Nauman

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Große Landesausstellung Baden-Württemberg

»Mythos Atelier« ist mit einer Ausstellungsfläche von ca. 2500 qm eine der größten Sonderschauen in der Geschichte der Staatsgalerie Stuttgart. Das Thema »Atelier« beschäftigt Künstler bis in die jüngste Gegenwart. Die Staatsgalerie würdigt dieses spannende Kapitel Kunstgeschichte erstmals mit einer multimedial konzipierten Museumsschau. Zu sehen sind Ateliersituationen verschiedenster Art ausgehend vom 19. Jahrhundert bis heute von mehr als 70 Künstlern. Neben den beiden zentralen Atelierbildern „Atelier mit Gipskopf“ (1925) und „Das Atelier“ (1927/28) von Picasso aus dem Museum of Modern Art, New York, reist ein seit Jahrzehnten nicht mehr in Europa präsentiertes Atelierbild von Henri Matisse, „Die Drei Uhr Sitzung“ (1924), aus dem New Yorker Metropolitan Museum of Art an. „Der arme Poet“ von Carl Spitzweg aus der Neuen Pinakothek München, das berühmte Gemälde „So lebt der Mensch (La condition humaine)“ (1933) von René Magritte aus der National Gallery in Washington zählen ebenso wie das sechs Meter breite Triptychon „Atelier“ (1985) von Gerhard Richter aus der Berliner Nationalgalerie zu den herausragenden Leihgaben. Die rund 200 Exponate werden dem Besucher in einem weitläufigen Parcours von der Neuen über die Alte Staatsgalerie präsentiert. Eindrücklich wird vermittelt, wie für die Künstler das Atelier zur anschaulichen Bildwerdung ihrer Ästhetik wird – sei es als gemaltes Programmbild, als inszenierte Fotografie oder, in jüngster Zeit, als Videoarbeit und raumgreifendes Environment, wie beispielsweise die begehbare Rekonstruktion des Ateliers von Piet Mondrian . »Mythos Atelier« bietet eine erkenntnis- wie abwechslungsreiche Beschäftigung mit der veränderten Selbstwahrnehmung der Künstler in der Moderne.


21.07.2012 - 11.11.2012
"It`s John. John Cage." Zum 100. Geburtstag.


27.11.2010 - 20.03.2011
Hans Holbein der Ältere: Die Graue Passion in ihrer Zeit

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Große Landesausstellung Baden-Württemberg


17.07.2010 - 02.11.2010
"...nur Papier, und doch die ganze Welt..."
200 Jahre Graphische Sammlung

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500 Jahre Kunst auf Papier


06.03.2010 - 20.06.2010
Brücke Bauhaus Blauer Reiter

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Schätze der Sammlung Max Fischer
Sonderausstellung


07.11.2009 - 07.03.2010
Johann Heinrich Schönfeld: Zeichnungen und Druckgraphik


24.10.2009 - 07.02.2010
Edward Burne-Jones: The Earthly Paradise / Das Irdische Paradies

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Sonderausstellung


04.07.2009 - 02.11.2009
"Film und Foto"


20.06.2009 - 25.10.2009
Wie wohnt die Königin?

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Das »Olga-Album«


16.05.2009 - 13.09.2009
Bello impossibile - Schätze europäischer Zeichenkunst aus der »Sammlung Schloss Fachsenfeld«

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Ausstellung auf Schloss Fachsenfeld bei Aalen


07.03.2009 - 05.07.2009
Wiener Aktionismus


21.02.2009 - 01.06.2009
Deutsches Informel - Zeichnungen und Druckgraphik aus der Staatsgalerie


13.12.2008 - 08.03.2009
Max Beckmann »Apokalypse«


08.11.2008 - 22.03.2009
Adolf Fleischmann zum 40. Todesjahr – Erinnerung an eine Stiftung


21.06.2008 - 21.09.2008
»Mit erhabenen Zierathen«
Die Entwurfszeichnungen der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur

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Die Entwurfszeichnungen der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur
Anlass der Ausstellung ist das 250jährige Gründungsjubiläum der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur. Die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart verfügt über einen bedeutenden Bestand von Vorzeichnungen für Porzellan, darunter sowohl Entwürfe für Gefäße und Figurengruppen wie für die Bemalungen von Gottlieb Friedrich Riedel, Johann Gottfried Trothe und A. T. Schultze. Neben den Zeichnungen sind in der Ausstellung einige ausgewählte Stücke des Originalporzellans zu sehen. Zeitgleich zur Sonderausstellung »Luxus und Lustbarkeiten des Rokoko. Herzog Carl Eugens Venezianische Messe« im Landesmuseum Württemberg zeigt die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart die Ausstellung »Mit erhabenen Zierathen« – Die Entwurfszeichnungen der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur. Die beiden Institutionen unterstützen die Projekte gegenseitig durch Leihgaben.


23.02.2008 - 08.06.2008
Pop Art Portraits

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Mit dieser Ausstellung zeigt die Staatsgalerie Stuttgart erstmals eine umfassende Ausstellung über Pop Art-Portraits. Zu sehen sind Werke ab den frühen 1950er Jahren bis hin zur Ausprägung des Genres als internationales Phänomen ab 1965. Bilder von Elvis Presley, The Beatles oder von Marilyn Monroe zählen längst zu Ikonen der Bildenden Kunst. Dennoch ist bis heute die Bedeutung des Portraits innerhalb der Pop Art-Bewegung kaum untersucht worden. Auch der Bezug auf die historische Antwort der Pop Art auf die vorausgehende Epoche der Abstraktion im massenmedialen Zeitalter ist bisher nicht ausreichend erforscht. Dies will nun die breit angelegte Schau, die in Zusammenarbeit mit der National Portrait Gallery, London entstand, nachholen.


23.02.2008 - 25.05.2008
Zwischen Staatsporträt und Spiegelbild
Porträtgraphik aus fünf Jahrhunderten

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Die Graphische Sammlung präsentiert mit dieser Ausstellung beeindruckende Beispiele der Bildnisgraphik. Werke von Dürer, van Dyck, Rembrandt, Daumier, Picasso bis hin zu Künstlern der Gegenwart machen unter anderem die historische Entwicklung und die Typologie der Porträtgraphik deutlich. Die Präsentation bildet somit einen historischen Rahmen für die Ausstellungen »PopArtPortraits« und »Matisse – Menschen Masken Modelle«.


17.11.2007 - 26.05.2008
Konzentriert!
Kunst von 1350 bis heute

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In konzentrierter Form sind im Stirling-Bau Kunstwerke aus der Sammlung der Staatsgalerie zu sehen. In dieser Neupräsentation können »alte Bekannte« und Lieblingswerke vom Betrachter, jedoch nicht allein »Zimelien« wahrgenommen werden, behutsame und teilweise ungewohnte Zusammenstellungen und Überraschungen werden die Bilder und Skulpturen in ein anderes Licht rücken.


15.09.2007 - 06.01.2008
Stan Douglas. Past Imperfect
Werke 1986 - 2007

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Der 1960 in Vancouver geborene Stan Douglas zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. In Stuttgart sind erstmals seine zentralen Werke der letzen 20 Jahre in einer groß angelegten Schau erfahrbar. Kein anderer Künstler vermag es, wie Stan Douglas auf gleichermaßen sinnliche wie intellektuelle Weise die Erfahrungsräume des Kinos und Museums zu erweitern. Im Rückgriff auf die geistigen, kulturellen und ideologischen Traditionen der Moderne, stellen seine Werke dabei eine kritische Revision der westlichen Geschichte und Gegenwart dar. Das Scheitern der modernistischen Utopien und die »Geister«, die sie hervorbrachten, sind Schlüsselthemen des Künstlers.

Hinter fast allen Werken steht die Auseinandersetzung mit einem bestimmten Ort – Potsdam, Vancouver, Kuba oder Detroit –, dessen Geschichten entlang literarischer, filmischer oder musikalischer Vorlagen reflektiert werden. Seine beiden neuesten Film- und Videoinstallationen, Klatsassin und Video, kreisen um zwei Auseinandersetzungsfelder, mit denen sich Douglas seit den 1980er Jahren beschäftigt und die sein Œuvre wesentlich geprägt haben: Der Aufbruch der westlichen Imperien in die »Neue Welt« einerseits und das künstlerische Schaffen Samuel Becketts andererseits.


Gefördert durch
das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
die Botschaft von Kanada, Berlin
die Kulturstiftung des Bundes

Medienpartner:
Monopol
Motor FM

Sponsor:
Hotel Unger, Stuttgart


21.07.2007 - 21.10.2007
Neue Welt. Die Erfindung der amerikanischen Malerei

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Untrennbar verbunden mit der Geschichte Amerikas ist die frühe Entstehung einer eigenständigen nationalen Kunst. Dass diese bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert ihren Ursprung hat, ist bis heute hierzulande kaum bekannt. Die Staatsgalerie will mit ihrem Partner, dem Bucerius Kunst Forum, Hamburg, durch diese Ausstellung zur Rezeption der ersten amerikanischen Malerschule in der Neuen Welt anregen.

Daniel Wadsworth gründete 1844 das Wadsworth Atheneum Museum of Art in Hartford, Connecticut. Zuvor war er jedoch schon lange Jahre Mäzen und Impulsgeber für die Pioniere der Malerei, die sich ursprünglich als Porträtisten der Einwanderer und Siedler ihr Brot verdienten. Wadsworth beauftragte bereits in den 1820er Jahren die beiden Maler Thomas Cole und Frederic Edwin Church mit Landschaftsgemälden. Damit wies er ihnen einen Weg zu eigenen Motiven, bot ihnen doch die Besonderheit der unberührten Natur neue Ausdrucksmöglichkeiten.
Um die beiden Protagonisten amerikanischer Landschaftsmalerei Cole und Church bildete sich bald ein lockerer Kreis von Künstlern, die in den Catskill Mountains an den Ufern des Hudson River arbeiteten. Viele Maler der sogenannten Hudson River School gingen aber auch auf Reisen und entdeckten die Neue Welt für sich und ihre Malerei. So folgte Frederic Edwin Church den Spuren Alexander von Humboldts und bereiste in Mittelamerika Länder wie Kolumbien, Ecuador und Mexiko.
Zwar beeinflusst von europäischer Landschaftsmalerei, zeichnen sich die Gemälde dennoch durch einen ganz eigenen Charakter aus. So bestand die einzigartige Herausforderung an die Künstler im bildnerischen Umgang mit der Weite des amerikanischen Kontinents. Die Gemälde machen schließlich anschaulich, wie Wildnis und Weite des amerikanischen Kontinents eine »Vision Amerika« prägten und Landschaft zum Zeugnis nationaler Identität wurde.

Eine Ausstellung des Wadsworth Atheneum Museum of Art, Hartford,
Connecticut (USA)


28.04.2007 - 29.07.2007
Andy Warhol und die Minimal Art

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Anlässlich seines 20. Todesjahres (1928–1987) zeigt die Staatsgalerie rund 40 Graphiken und Gemälde des berühmten Pop Art-Künstlers.

Über drei Monate lang sind in den Steibhallen Werke Andy Warhols und seiner zeitgenössischen Vertreter der Minimal Art gegenübergestellt. Die Staatsgalerie veranschaulicht auf diese Weise die Gegensätze der wichtigsten künstlerischen Positionen im Amerika der 1960er Jahre.


31.03.2007 - 01.07.2007
Nutzen und Schönheit – Deutsche Zeichnungen vom Mittelalter bis zum Barock

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Die Ausstellung zeigt vom 31.3. – 1.7.2007 Schätze der Zeichenkunst aus der Zeit vom Mittelalter bis zum Barock. Unter den 150 Arbeiten aus der Graphischen Sammlung befinden sich zahlreiche Werke, die bisher noch nie zu sehen waren.


11.11.2006 - 04.03.2007
PHOTO-Kunst der letzten 40 Jahre
in der Graphischen Sammlung

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Im Jahr 1989 gründete die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart die Abteilung PHOTO-KUNST. Die Basis dafür bildete der Erwerb zweier Stuttgarter Privatsammlungen.

Die hochkarätige Sammlung Dr. Rolf H. Krauss von PHOTO-KUNST internationalen
Ranges deckt fast das gesamte Spektrum der sechziger, siebziger und achtziger Jahre ab. Die Abteilung wächst bis heute durch hauseigene Ankäufe. Arbeiten der Body Art, Land Art, Concept Art und Architekturphotographie belegen nun im Steib-Bau der Graphischen Sammlung die künstlerische Qualität der einst als rein dokumentarisch geltenden Technik.

Raumgreifende, großformatige und mehrteilige Werke, unter anderem von Dennis Oppenheim oder Jean le Gac, Dolores Wyss oder Giorgio Ciam, sind in der Ausstellung zu sehen. Jüngere Erwerbungen zeigen zeithistorische und bis heute wichtige Positionen von Künstlern wie Jürgen Klauke, Astrid Klein, Helmut Schweizer, Fischli/ Weiss, Katharina Sieverding, Andreas Gursky und Klaus Rinke.


28.10.2006 - 18.02.2007
Humanism in China Ein fotografisches Porträt

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Die Ausstellung entwirft anhand von 590 dokumentarischen Fotografien ein umfassendes Lebenspanorama der Menschen in China. Die Aufnahmen, die in den letzten fünf Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstanden sind, stammen ausnahmslos von chinesischen Fotografen.
Ausgerichtet vom Guangdong Museum of Art, Guangzhou, wird die Ausstellung nun nach dem Museum für Moderne Kunst, Frankfurt, als zweite deutsche Station in der Staatsgalerie Stuttgart in neuer Präsentation zu Gast sein.

In vier Themenbereiche gegliedert – Existenz, Beziehung, Begehren und Zeit – schildern die dicht an dicht präsentierten Bilder den chinesischen Alltag vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Modernisierung. Hinter dem äußeren und für jedermann offensichtlichen Glanz des wirtschaftlichen Booms in Chinas Metropolen suchen die Fotografen vor allem die zunächst schleichende, dann aber rasant fortschreitende Veränderung nach den für die weitere Entwicklung des Landes einschneidenden Wendepunkten zu dokumentieren: der Kulturrevolution von 1969 und dem Tod Maos im Jahr 1976.
An Glaubwürdigkeit gewinnen die Aufnahmen, weil sie nichts verstellen, in ihrer Fülle nichts auslassen und nicht den Zweck haben, inszenieren zu wollen. Gerade weil der Blick nicht bestimmt ist von einer fremden Wahrnehmung, sondern die Sicht einer in China heranwachsenden Generation selbst zum Ausdruck bringt, ist die Ausstellung mehr als eine fotografische Schau: Sie ist ein Zeitdokument.

Die Staatsgalerie übernimmt diese facettenreiche Ausstellung – unverändert und unkommentiert – in der Überzeugung, dass dieser „Blick der Chinesen auf sich selbst“ ein erster Schritt ist, sich dem fernen unbekannten Land in kultureller Hin-sicht zu nähern.


22.07.2006 - 22.10.2006
OLAF METZEL Zeichnungen

Pressemitteilung
Olaf Metzel gilt als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Gegenwart. Die Graphische Sammlung der Staatsgalerie rückt nun seine Zeichnungen in den Fokus. Die Ausstellung, die in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle entstand, zeigt großformatige, vielfarbige Studien zu Installationen und Skulpturen, aber auch eigenständige Papierarbeiten und Skizzenbücher. In diesem umfassenden Spektrum von Zeichnungen aus zwei Jahrzehnten erscheint Metzel in neuem Licht.


20.05.2006 - 24.09.2006
Monet - Felder im Frühling


08.04.2006 - 02.07.2006
Anton Stankowski

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Stankowski - Aspekte des Gesamtwerks
Die Ausstellung des Gesamtwerks von Anton Stankowski in zwölf Themenkreisen gibt einen umfassenden Überblick über das freie und angewandte Schaffen des international hoch angesehenen Gestalters. Ausgehend von einer umfangreichen Stiftung zu Lebzeiten des Künstlers, die sein facettenreiches Schaffen belegt, erfolgt jetzt eine vertiefte und erweiterte Präsentation aller Sparten seines Gesamtwerks. Dieses umfasst acht Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts und überrascht durch mediale Vielfalt, wiederholte experimentelle Ansätze und ein beispielhaftes graphisches Wirken, das das visuelle Erscheinungsbild der Bundesrepublik der Nachkriegszeit geprägt hat.

Die Ausstellung reagiert auf das neu erwachte Interesse an Kunst und Graphikdesign der Nachkriegszeit, auf die überraschende Erkenntnis, dass Stankowskis gestalterische Lösungen bis heute ihre Gültigkeit besitzen, auf ungebrochenes Interesse an Stankowski als Fotograf sowie auf die Wiederentdeckung seines konstruktiven, undogmatischen Frühwerks der 1920/30er Jahre.


26.11.2005 - 12.03.2006
Mäzene der Kunst auf PapierGraphikreihen und Einzelblätter aus der Sammlung Günther und Renate Hauff


15.10.2005 - 05.02.2006
Die Entdeckung der Landschaft