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Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Kunstinstitution bei artports.com

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Hauptstr. 60-64
74321 Bietigheim-Bissingen
Germany/Deutschland
Tel: 07142 74483
Fax: 07142 74446
galerie@bietigheim-bissingen.de
http://galerie.bietigheim-bissingen.de

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Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen


Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen

21.10.2017 - 07.01.2018
Stand der Dinge. Der Künstlerbund Baden-Württemberg zu Gast in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bi

Pressemitteilung

Der Künstlerbund Baden-Württemberg blickt auf eine über 60-jährige Geschichte zurück und umfasst mittlerweile mehr als 400 Mitglieder aus allen künstlerischen Sparten. Die 1955 gegründete Vereinigung zielt bis heute darauf ab, künstlerische Qualität und die Vielfalt unterschiedlicher Ausdrucksformen, Gattungen und Genres über Generationen hinweg zu fördern. Jedes Jahr richtet der Künstlerbund in Kooperation mit einer renommierten baden-württembergischen Kunstinstitution eine umfassende Ausstellung aus und zeigt den »Stand der Dinge«. In den vergangenen Jahren war der Künstlerbund in staatlichen, kommunalen und privaten Museen sowie in Kunstvereinen oder zuletzt – 2016 unter dem Titel »Die Kunst zu handeln« – in knapp 40 Galerien in ganz Baden-Württemberg zu Gast.

2017 sind mit der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen und dem Kunstmuseum Singen gleich zwei Häuser – im Norden und im Süden des Bundeslandes – beteiligt. Die besondere Herausforderung, eine Präsentation in zwei Teilen getrennt zu denken, haben die beiden Museumsleiter noch potenziert: Sie tauschen ihre Plätze, indem sie jeweils im Haus des Anderen die Ausstellung kuratieren. So heißt es für die Kunsthistoriker, gewissermaßen überkreuz zu denken, sowie kenntnisreich und einfühlsam abzuwägen, welche Arbeiten von den insgesamt 63 ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern in welchem Raum angemessen präsentiert werden können. Dies ergibt eine spannende Korrespondenz und zugleich einen frischen Blick bei der Auswahl aus der aktuellen Produktion der baden-württembergischen Kunstszene und bei der Ausstellung der einzelnen Kunstwerke am jeweils anderen Museum.

Künstlerliste Bietigheim-Bissingen:
Reinhold Adt
Petra Blocksdorf
Josephine Bonnet
Eva Borsdorf
Daniel Bräg
Isa Dahl
Markus Daum
FFM Filderbahnfreunde
Rolf Gentz
Otto D. Handschuh
Stephan Hasslinger
Elke Hennen
Ulrika Jäger
Thomas Kitzinger
Gerhard Langenfeld
Davor Ljubicic
Robert Matthes
Simon Pfeffel
albertrichard Pfrieger
Werner Pokorny
Peter Riek
Uwe Schäfer
Hans Schüle
Dorothea Schulz
David Semper
Katinka Theis
Rolf Urban
Andrea Zaumseil Künstlerliste Singen:
Hans Albrecht
Mona Ardeleanu
Sabina Aurich
Beate Baumgärtner
Christine Braun
Karin Brosa
Simone Demandt & Margret Eicher
Linda Eberle
Ariane Faller & Mateusz Budasz
Wolfgang Gäfgen
Peter Holl
Klaus Illi
Peter Jacobi
Ulrike Kirbach
Justyna Koeke
Volker Lehnert
Florina Leinß
Nino Maaskola
Agnes Märkel
Jörg Mandernach
Gabriela Oberkofler
Andreas Opiolka
Heinz Pelz
Jens Reichert
Eva-Maria Reiner
Gert Riel
Anne Römpp & Julia Wenz
Reinhard Scherer
ststs
Daniel Wagenblast
Elisabeth Wagner
Elly Weiblen
Helmut Wetter
Ulrich J. Wolff
Elke Wree
Eröffnung der Ausstellungen
in Bietigheim-Bissingen am Freitag, 20. Oktober 2017, 19 Uhr
in Singen am Sonntag, 22. Oktober 2017, 11 Uhr


Begleitprogramm in Bietigheim-Bissingen


Öffentliche Führungen
Sonntag, 22. Oktober, 11.30 Uhr
Sonntag, 5. November, 16.30 Uhr
Sonntag, 19. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 3. Dezember, 11.30 Uhr
Sonntag, 17. Dezember, 16.30 Uhr
Sonntag, 7. Januar, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 23. Oktober, 17 Uhr

Überkreuz
Ausstellungsrundgang mit Christoph Bauer, Leiter des Kunstmuseums Singen und Kurator der Bietigheimer Ausstellung
Sonntag, 26. November, 11.30 Uhr


Workshops für Kinder und Jugendliche

Hiergeblieben!
Samstag, 28. Oktober 2017, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Ein Bild erobert den Raum
Samstag, 11. November 2017, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Was ich schon immer einmal sagen (und malen)
wollte…
Samstag, 6. Januar 2018, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483; -819
Telefax 07142 74-446
galerie@bietigheim-bissingen.de
http://galerie.bietigheim-bissingen.de


Studioausstellungen:
ProThesen. Installation von Sabine Braun
21. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018
Ausstellungsgespräche mit der Künstlerin
Sabine Braun im Gespräch mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
Donnerstag, 7. Dezember, 18.30 Uhr
Sabine Braun im Gespräch mit Dr. Petra Lanfermann
Sonntag, 4. Februar, 16.30 Uhr


Flüge ins Paradies
Linolschnitte von Johannes Hewel
21. Oktober 2017 bis 18. März 2018
Begleitprogramm

Ausstellungsgespräche
mit Weggefährten J. Hewels
Prof. Rolf Bier, Akademie der
Bildenden Künste Stuttgart
langjähriger Kollege des Künstlers
Donnerstag, 23. November, 18.30 Uhr
Susanne Neuner, Lebensgefährtin,
und Prof. Dr. Michael Koch,
langjähriger Freund des Künstlers
Sonntag, 18. März, 11.30 Uhr

Workshop für Kinder
Paradiesische Grüße
für Kinder von 8 bis 12 Jahren
Samstag, 3. März 2018,
14.30 –17.30 Uhr
Anmeldung: 07142 74 - 483



Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Am 1. November, 26. Dezember, 1. und 6. Januar ist die Städtische Galerie jeweils von 11–18 Uhr geöffnet.
Am 24., 25. und 31. Dezember ist geschlossen.


Eintritt frei
Öffentliche Führung: 3 Euro
Spezialführung: 5 Euro
Workshop 5 Euro
Gruppenführung: 55 Euro / 65 Euro
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung.



Begleitprogramm in Singen

Öffentliche Führungen
Sonntag, 5. November 11 Uhr
So, 7. Januar 11 Uhr

Überkreuz
Ausstellungsrundgang mit Dr. Isabell Schenk-Weininger, Leiterin der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen und Kuratorin der Singener Ausstellung
Sonntag, 26. November 11 Uhr


Wozu Kunstkritik heute?
Gespräch mit Siegmund Kopitzki, Südkurier, Kulturredaktion
Freitag, 10. November, 19 Uhr


Kunst & Live
Lesung aus >Mauerläufer


Ausstellungsarchiv


21.07.2017 - 03.10.2017
Jenseits des Dokumentarischen. Aktuelle Fotografie aus China und Deutschland

Pressemitteilung
Im Mittelpunkt der Ausstellung Jenseits des Dokumentarischen stehen je sechs chinesische und deutschen Fotografen, welche die Möglichkeiten der zeitgenössischen Fotografie ausloten und dabei herkömmliche Vorstellungen von der Rolle der Fotografie kritisch unter die Lupe nehmen. Was heißt Dokumentation? Muss ein Foto einen realen Ausgangspunkt haben oder kann es eine reine Bilderfindung sein? Wie wird ein fotografisches Bild hergestellt? Braucht man dafür eine Kamera oder kann man das Bild am Computer „zusammenbauen“ – oder gar von der Natur erstellen lassen? Muss ein Foto „lesbar“ sein, um seiner Funktion als Dokumentation gerecht zu werden? Und umgekehrt – wie gehen wir damit um, dass präzise aufgenommene Bilder von Objekten und Räumlichkeiten diese weder dokumentieren noch kommentieren, sondern „lediglich“ präsentieren?

Die Stadtbilder von Andreas Gefeller (*1970) bewegen sich zwischen Dokumentation und Konstruktion. Die Nachtaufnahmen sind extrem überbelichtet, so dass die beleuchteten Stellen sich auflösen, während die dunklen Partien als Linienkonstruktionen gerade noch sichtbar sind. Die Dunkelheit der Nacht spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle in den schwarzen Alpenlandschaften von Michael Schnabel (*1966), die er in stille Poesie verwandelt. Während es Shan Feiming (*1978) auch um einen meditativen Blick auf Naturphänomene geht, überlässt Jiang Pengyi (*1977) gar Glühwürmchen den kreativen Prozess: Das pulsierende Licht und die Flugbewegungen der Tiere hinterlassen Spuren, die im fotografischen Entwicklungsprozess sichtbar werden. Für die konkreten Kompositionen von Michael Reisch (*1964) hingegen gibt es keine real existierenden Vorlagen, denn die Kompositionen entstehen ausschließlich im Rechner. Xu Yong (*1954) konfrontiert die Betrachter mit weichen Farbwolken, die aber tatsächlich an biografisch bedeutsamen Orten aufgenommen wurden, auch wenn sie abstrakt erscheinen. Kris Scholz‘ (*1952) Fotografien von Böden und Arbeitsflächen muten wie abstrakt-expressive Gemälde an – eine Wirkung, die durch das große Format und die Verwendung von Leinen als Bildträger noch intensiviert wird.

Jiaxi Yang (*1989) und Samuel Henne (*1982) setzen sich konzeptuell mit der Wechselbeziehung zwischen Bild und Objekt auseinander. Durch ungewöhnliche Zusammenstellungen und Kontextverschiebungen werden banale Alltagsdinge bedeutsam und markant. Corina Gertz lenkt die Aufmerksamkeit auf traditionelle Kleidung und Kopfbedeckung als identitätsstiftendes Element nonverbaler Kommunikation. Um Kommunikation geht es ebenfalls bei Wang Ningde (*1972), der illegal gepostete „Kleinanzeigen“ in den Großstädten Chinas fotografiert, die von den Behörden patchworkartig übermalt werden. Diese kombiniert er dann mithilfe eines Bildbearbeitungsprogrammes zu malerischen Porträts. Genauso „komponiert“ sind auch die Bildnisse von Zhang Wei (*1977): Aus hunderten chinesischen Gesichtern montiert er täuschend echte Porträts berühmter Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Popkultur.


Begleitprogramm


Öffentliche Führungen
Sonntag, 23. Juli 2017, 11.30 Uhr
Sonntag, 6. August 2017, 11.30 Uhr
Donnerstag, 17. August, 18.30 Uhr
Sonntag, 27. August 2017, 16.30 Uhr
Sonntag, 10. September 2017, 11.30 Uhr
Sonntag, 24. September 2017, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 24. Juli, 17 Uhr

Fotografische Grenzen ausloten
Expertenführung mit dem teilnehmenden Künstler Michael Schnabel
Donnerstag, 14. September, 18.30 Uhr


Workshops für Kinder und Jugendliche

Was ist das? Ist das ein Quiz oder ist das Kunst?
Donnerstag und Freitag, 27. und 28. Juli, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8–14 Jahren

Klick klick, Dein Bild lernt laufen...
Mittwoch und Donnerstag, 2. und 3. August
10.30–13.30 Uhr für Kinder von 6–10 Jahren
14.30–17.30 Uhr für Kinder von 8–12 Jahren

Anmeldung für alle Workshops unter: 07142 74-483

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Donnerstag, 20. Juli, 19 Uhr

Studioausstellung

Einblick in die Sammlung:
Malerbücher und Mappenwerke des 20. und 21. Jahrhunderts
bis 24. September
Aus dem eigenen Bestand zeigt die Städtische Galerie eine Auswahl an Malerbüchern und Mappenwerken von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart: vom klassisch gebundenen Buch über üppig gestaltete Mappen bis hin zum aufwändig gefalteten Leporello.

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Feiertag 3. Oktober 11–18 Uhr


Eintritt frei
Öffentliche Führungen 3 €
Expertenführung 5 €
Private Gruppenführungen 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Katalog 29 €

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de


08.04.2017 - 02.07.2017
Meisterwerke der französischen Moderne. Malerbücher von Bonnard bis Picasso

Pressemitteilung
Die Künstler der französischen Moderne wie Pierre Bonnard, Georges Braque, Marc Chagall, Maurice Denis, Fernand Léger, Aristide Maillol, Henri Matisse, Joan Miró und Pablo Picasso haben auch in den grafischen Künsten Meisterwerke geschaffen. Die Ausstellung widmet sich den Malerbüchern – diese Gattung aufwändig gestalteter Bücher entstand Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich in Frankreich. So bietet sich ein repräsentativer Überblick über die Entwicklung der ›livres d’artistes‹ im 20. Jahrhundert: bibliophile Bücher mit Originalgrafiken, auf hochwertigem Papier in begrenzter Auflage gedruckt, wobei das Verhältnis von Text und Bild häufig gleichrangig ist. Die Künstler illustrierten sowohl Klassiker von Ovid, Vergil oder Hesiod und kommentierten sie dergestalt für ihre Zeitgenossen, setzten sich aber gleichfalls mit den avantgardistischen Dichtern des 19. und 20. Jahrhunderts wie Guillaume Apollinaire, Charles Baudelaire oder James Joyce auseinander. Gelegentlich schmückten sie auch eigene Texte bildnerisch.
Generell gingen die Künstler weit über eine grafische Nacherzählung der Texte hinaus, nicht selten führen die Bilder ein Eigenleben. Viele Künstler pflegten inspirierenden Austausch und freundschaftliche Kontakte mit französischen Schriftstellern – so hatte Picasso über die Tür seines Pariser Ateliers »Rendezvous der Dichter« geschrieben. Der Kunsthändler und Verleger Ambroise Vollard konnte ihn und viele weitere Künstler für die Buchkunst begeistern und revolutionierte die Ästhetik dieses Mediums. Überhaupt kann die Bedeutung der verschiedenen Verlegerpersönlichkeiten nicht hoch genug für die Entwicklung des Malerbuchs bewertet werden. Die schöpferische Symbiose von bildenden Künstlern, Dichtern und Verlegern führte in der französischen Moderne zur Entstehung wahrer Gesamtkunstwerke.
Für die Ausstellung sind die – meist ungebundenen – Bücher so aufbereitet, dass die attraktiven, häufig farbigen Holz und Linolschnitte, Lithografien, Radierungen und Aquatinten von 18 namhaften Künstlern der französischen Moderne intensiv betrachtet werden können: Die losen Blätter sind gerahmt, die gebundenen Bücher sind digital zu blättern und Hörstationen lassen die Texte lebendig werden. So veranschaulichen die präsentierten Künstler- und Malerbücher von 1893 bis 1966 die stilistische Formentwicklung und Vielfalt an künstlerischen Strömungen vom Spätimpressionismus bis zur Abstraktion. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, das mit der Sammlung Classen einen einzigartigen Fundus an französischen Malerbüchern beherbergt.

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 7. April um 19 Uhr.


Öffentliche Führungen
Jeden Sonn- und Feiertag, jeweils 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 24. April, 17 Uhr


Literarische Soirée
Donnerstag, 4. Mai, 18.30 Uhr
Donnerstag, 1. Juni, 18.30 Uhr
und speziell für
Seniorinnen und Senioren:
Literarische Matinée
Freitag, 2. Juni, 9.30 Uhr
Kuratorenführung
mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
und szenische Rezitation
mit Lisa Kraus und Rüdiger Erk
Anmeldung: 07142 74 - 483

Mit dem anderen Blick
Expertenführung mit
Uta Schneider, freischaffende
Künstlerin, Typografin und
Dozentin, ehem. Geschäftsführerin
der Stiftung Buchkunst
Donnerstag, 29. Juni, 18.30 Uhr

Workshops für Kinder und Jugendliche

Erzähl mal…
Osterferienworkshop
Dienstag und Mittwoch, 11. und 12. April 2017
10–13 Uhr für Kinder von 6 bis 10 Jahren
14–17 Uhr für Kinder von 8 bis 12 Jahren

TextBild oder BildText?
Samstag, 13. Mai 2017, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 7 bis 12 Jahren

Wir falten uns ein fantastisches Leporello
Samstag, 20. Mai 2017, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Wortsalat und Buchstabensuppe
Samstag, 1. Juli 2017, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 6 bis 10 Jahren


Workshopwochen für Schulklassem aller Altersstufen
2. bis 19. Mai, Uhrzeit nach Absprache
im Anschluss wird eine Auswahl der kreativen Ergebnisse ausgestellt!

Anmeldung für alle Workshops unter: 07142 74-483

Studioausstellung:
Einblick in die Sammlung:
Malerbücher und Mappenwerke des 20. und 21. Jahrhunderts
8. April bis 24. September
Parallel und ergänzend zur großen Ausstellung »Meisterwerke der französischen Moderne. Malerbücher von Bonnard bis Picasso« zeigt die Städtische Galerie aus dem eigenen Bestand eine Auswahl an Malerbüchern und Mappenwerken von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart.


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Karfreitag, Ostermontag, Maifeiertag, Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam 11–18 Uhr

Eintritt frei an jedem ersten Freitag im Monat sowie am Internationalen Museumstag: Sonntag, 21. Mai
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Öffentliche Führungen 3 € zzgl. Eintritt
Spezialführungen 5 € zzgl. Eintritt
Private Gruppenführungen 55 € / 65 € zzgl. erm. Eintritt
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de


21.01.2017 - 26.03.2017
»Was ich mit mir trage...«
Gepäckstücke und ihre Fluchtgeschichten

Pressemitteilung
Im Zentrum der Ausstellung stehen zwei raumgreifende künstlerische Installationen: Die zehn Meter lange, aus mehr als 150 Reisetaschen und Koffern bestehende »Koffermauer – Klagemauer« (1976 /78) von Raffael Rheinsberg (1943–2016) versperrt den Besuchern der Städtischen Galerie den Durchgang; die Installation »Migration VII« (1999) von Sabine Braun (*1967) wiederum umfasst mehr als 60 geöffnete Koffer mit fotografischen Leuchtkästen, die Wasseroberflächen und Porträts von Migranten zeigen. Diese beiden emotional aufgeladenen Werke nutzen die vielfältige Symbolik des Koffers. Obwohl sie in spezifischen historischen Situationen geschaffen wurden, sind ihre Aussagen
ins Heute übertragbar. Neben den beeindruckenden künstlerischen Arbeiten wird in der Ausstellung eine vor Ort durchgeführte Recherche dokumentiert. Da Flucht ein ebenso hochaktuelles wie stets
wiederkehrendes gesellschaftliches Phänomen darstellt, werden verschiedene Personengruppen einbezogen: aktuelle Flüchtlinge ebenso wie aus der DDR geflohene und nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebene Personen, die alle in Bietigheim-Bissingen leben. Und da Flucht ein sehr komplexes Thema ist, richtet die Ausstellung den Fokus auf einen spezifischen Aspekt: auf die Gepäckstücke und Gegenstände, die flüchtende Personen mit sich tragen. Neben Auszügen aus den geführten Interviews werden auch Gegenstände, die aus der Heimat mitgebracht wurden – Lebensnotwendiges ebenso wie Erinnerungsstücke –, in den Museumsräumen präsentiert. Die Ausstellung stellt damit existenzielle Fragen: nach unseren – im Wortsinn – Habseligkeiten ebenso wie nach dem Bedeutungsverlust von Besitz in einschneidenden Lebenssituationen wie Vertreibung
und Flucht.

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
jeweils Sonntag
29. Januar, 11.30 Uhr
12. Februar, 11.30 Uhr
26. Februar, 11.30 Uhr
12. März, 14.30 Uhr
26. März, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 23. Januar, 17 Uhr

Pavillon-Kolleg
in Kooperation mit den
Aktiven Senioren
Donnerstag, 9. Februar
14 Uhr
Senioren-Seminar
in Kooperation mit dem
Dachverband für Seniorenarbeit,
Freitag, 17. Februar
9.30 Uhr
jeweils mit anschließendem
Kaffee und Kuchen
Anmeldung:
07142 51155 oder 775133

»...und wenn ich noch
etwas hätte einpacken
können...«
Donnerstag, 16. März
18.30 Uhr
Ausstellungsrundgang mit
der Galerieleitung und
Gespräche mit beteiligten
Vertriebenen und Flüchtlingen
· Eintritt frei

Workshops für
Kinder und Jugendliche

»Ich packe meinen
Koffer...« · Spiele und
Geschichten zu Flucht,
Vertreibung, Reise
Samstag, 11. Februar
14.30 –17.30 Uhr, für Kinder
von 8 bis 12 Jahren

Reiseerzählungen –
Zeichne Deinen Comic!
Samstag, 18. März
14.30 –17.30 Uhr, für Kinder
von 8 bis 12 Jahren

Anmeldung für die
Workshops: 07142 74-483

Wir danken den in
Bietigheim-Bissingen Engagierten
vom Ökumenischen
Freundeskreis Asyl, vom
Dachverband für Seniorenarbeit
e.V. und vom Suryoye
und Deutsche Verein für
Integration und Kultur e.V.



22.10.2016 - 08.01.2017
stein, erde, holz. herman de vries

Pressemitteilung
Der gebürtige Niederländer herman de vries (*1931) verfolgt seit fast sechzig Jahren konsequent ein beeindruckend eigenständiges OEuvre, das Kunst und Leben vereint, Naturprozesse und Philosophie einbezieht. Der ausgebildete Gärtner und Biologe sammelt, ordnet und präsentiert Gegenstände und Materialien aus der Natur und lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Welt, die uns umgibt. Die Niederlande beauftragten ihn 2015, ihren Länder-Pavillon auf der Biennale von Venedig zu bespielen, der bei Publikum wie Presse großen Anklang fand.
Die Ausstellung richtet den Fokus auf Steine, Erden und Hölzer, die herman de vries auf ausgedehnten Reisen ebenso wie in seiner deutschen Wahlheimat Eschenau im Steigerwald gesammelt hat. Er bringt diese Fundstücke mit systematisch konzeptuellem Blick in eine strenge, serielle Ordnung, die eine überaus poetische Wirkung entfaltet. Ohne ihr natürliches Umfeld, stattdessen in den Museumskontext gestellt und zu Installationen vereint, ergibt sich ein neuer Blick auf Gesteinsbrocken, Erdanhäufungen und Baumbruchstücke.
Was wir bei einem Spaziergang im Freien bereits bewundern, fasziniert einmal mehr und auf ganz andere Weise im Museum: Sorgsam ausgewählte Steine zeigen eigentlich nichts als sich selbst – doch auf einem Sockel werden sie zur Skulptur, geformt durch die Natur statt von Künstlerhand.
Ein Stück markantes Holz dokumentiert Gewesenes und ist zugleich Zeuge von gegenwärtiger Existenz. In seinem Erdkatalog wiederum rieb herman de vries auf mehr als 450 Blättern 9000 Erdproben mit den Fingern aus, was die unglaubliche Farbigkeit der Natur beeindruckend veranschaulicht. In der Ausstellung wird auch der Reichtum an Erden unserer hiesigen Gegend in einer großen, neu geschaffenen Bodenarbeit offenbar. Über naturwissenschaftlich- rational erscheinende Präsentationsformen macht uns herman de vries die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Fundobjekte und die ihnen eigene Schönheit bewusst – oder wie er sagt: „natur ist kunst!“


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 23. Oktober, 11.30 Uhr
Sonntag, 6. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 20. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 4. Dezember, 14.30 Uhr
Sonntag, 18. Dezember, 11.30 Uhr
Sonntag, 1. Januar, 14.30 Uhr
Sonntag, 8. Januar, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 24. Oktober, 17 Uhr

Führung mit dem anderen Blick
mit Diplom-Geografin Birgit Hummler
Donnerstag, 29. Dezember, 18.30 Uhr


Exklusive Kurzführung und Yoga zum Schnuppern
Sonntag, 20. November, 9–11 Uhr
Sonntag, 27. November, 9–11 Uhr
Speziell für Senioren und Seniorinnen
Dienstag, 8. November, 10–12 Uhr
Mittwoch, 14. Dezember, 10–12 Uhr
mit der Yoga-Lehrerin Alexandra Haug
Anmeldung unter: 07142 74-483


Workshops für Kinder und Jugendliche

Der Natur mit offenen Augen begegnen
Samstag, 29. Oktober, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 8–12 Jahren

Mit Erde malen
Samstag, 7. Januar, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 6–10 Jahren

Weihnachts-Workshops:

Ein kleines Lichttheater entsteht
Samstag, 3. Dezember, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 6–12 Jahren

Das etwas andere Weihnachtsgeschenk:
Vriesische Haikus
Samstag, 17. Dezember, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 8–11 Jahren

Anmeldungen für alle Workshops unter 07142 74-483

Die Städtische Galerie verschenkt Plakate!
Aktion zum »Sternlesmarkt«
Samstag, 10. Dezember, 11–18 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am 21. Oktober, 19 Uhr


Studioausstellung:

Verdichtung und Auflösung
Netzwerke von Hans-Christian Brix
26. November 2016 bis 12. März 2017
Das Werk des in Besigheim geborenen und in Markgröningen lebenden Künstlers Hans-Christian Brix (*1970) zeichnet sich durch filigrane Strukturen und grafische Gespinste aus, die er in schwarzer und farbiger Tusche oder mit Klebstoff-Fäden erzeugt. Diese können mikro- und makrokosmisch – als Atome und Galaxien – oder auch als Metapher für unsere vernetzte Gesellschaft gelesen werden.
Eröffnung: Freitag, 25. November, 19 Uhr

Demnächst...
Ab 21. Januar 2017 zeigt die Städtische Galerie die Ausstellung »Was ich mit mir trage… Gepäckstücke und ihre Fluchtgeschichten«


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Am 1. November, 26. Dezember, 1. und 6. Januar ist die Städtische Galerie jeweils von 11–18 Uhr geöffnet.
Am 24., 25. und 31. Dezember ist geschlossen.

Eintritt frei
Öffentliche Führung: 3 €
Spezialführung: 5 €
Führung mit Yoga: 20 €
Workshop: 5 €
Gruppenführung: 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
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galerie@bietigheim-bissingen.de



16.07.2016 - 03.10.2016
Linolschnitt heute X. Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen

Pressemitteilung

Mit der Gründung der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen 1989 wurde auch der Wettbewerb »Linolschnitt heute« ins Leben gerufen. Alle drei Jahre wird er ausgerichtet und findet 2016 zum zehnten Mal statt. Dieses erfreuliche Jubiläum ist Bestätigung und zugleich Ermutigung, sich auf diesem Gebiet des Hochdrucks weiter zu engagieren, denn im Laufe von bald drei Jahrzehnten ist der Wettbewerb in Fach- wie Künstlerkreisen zu einer festen Institution geworden: Mehr als 550 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt beteiligen sich inzwischen – von Großbritannien bis Südafrika, von Mexiko bis Australien. Die wechselnde, stets hochkarätig besetzte, fünfköpfige Jury entscheidet über die drei Preisträger, über Ankäufe für die Sammlung der Städtischen Galerie und die Werke, welche in der anschließenden Ausstellung und dem begleitenden Katalog präsentiert werden. Mit Preisgeldern von 10.000 Euro sowie den Juryankäufen fördert dieser Grafikpreis zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, die sich dem Linolschnitt leidenschaftlich verschrieben haben.

Auch wenn der Linolschnitt eine vergleichsweise junge Technik ist – 1863 wurde das Linoleum erfunden, seit Beginn des 20. Jahrhunderts für künstlerische Zwecke genutzt –, hat er doch eine respektable Tradition. Die Künstler des Blauen Reiters und andere Expressionisten haben sich dieser Hochdrucktechnik ebenso bedient wie Protagonisten der französischen Moderne, darunter Henri Matisse und Pablo Picasso. Im Zuge der Neuentdeckung des Hochdrucks in den 1980er Jahren wandten sich dann Künstler wie Georg Baselitz oder Markus Lüpertz dem Linolschnitt zu. Der Wettbewerb »Linolschnitt heute« hat einen weiteren Beitrag dazu geleistet, dass das Linolschneiden längst nicht mehr nur mit pädagogischen Kursen in Verbindung gebracht wird, sondern sich vielmehr neben dem Holzschnitt gleichrangig als künstlerische Hochdrucktechnik etabliert hat.

»Linolschnitt heute« gibt auch in seiner zehnten Runde den Besuchern wieder einen repräsentativen Einblick in die aktuelle und internationale künstlerische Linolschnitt-Szene und bietet ein breites Spektrum vom klassischen Weißlinienschnitt bis hin zu farbintensiven Werken, von traditionellen bis hin zu höchst experimentellen Techniken. Parallel zu den ausgewählten Arbeiten aus der X. Ausschreibung zeigt die Städtische Galerie – aus Anlass des Jubiläums – unter dem Motto »Linoläum« Werke von Preisträgern aus den vergangenen Wettbewerben. Diese Schau geht in erweiterter Form 2017/18 auf Tour und wird u.a. in der Lyonel Feininger Galerie Quedlinburg und im Richard Haizmann Museum Niebüll präsentiert.

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 24. Juli, 11.30 Uhr
Sonntag, 7. August, 11.30 Uhr
Sonntag, 21. August, 11.30 Uhr
Sonntag, 4. September, 11.30 Uhr
Sonntag, 18. September, 11.30 Uhr
Sonntag, 2. Oktober, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 18. Juli, 17 Uhr

Wie würden Sie entscheiden?
Ausstellungsrundgang mit Diskussion: Was ist gute Kunst? Welche Kriterien bestimmen eine Jurysitzung? Und welche Künstler hätten Sie als Preisträger gewählt?
mit Dr. Isabell Schenk-Weininger und Dr. Petra Lanfermann
Donnerstag, 8. September, 18.30 Uhr


Workshops für Erwachsene
mit der Künstlerin Karin Brosa

Weißlinien- und Schwarzlinienschnitt
Samstag, 30. Juli, 13–17 Uhr
Fortführende Technik der Überdruckung
Samstag, 1. Oktober, 13–17 Uhr
pro Termin 35 € inkl. aller Materialien


Workshops für Lehrkräfte
mit dem Künstler Sergei Moser

Grundlagen des Linolschnitts und Druck mit »verlorener Platte«
Samstag, 13. August, 13–17 Uhr
Linolschnittdruck als Unikat und experimentelles Drucken mit Depron und anderen Materialien
Samstag, 27. August, 13–17 Uhr
pro Termin 35 € inkl. aller Materialien


Workshops für Kinder und Jugendliche

Die »verlorene Platte« – Vielfarbendruck
Donnerstag und Freitag, 28. und 29. Juli
10–13 Uhr für Kinder von 6 bis 10 Jahren
14–17 Uhr für Kinder von 10 bis 16 Jahren

Cut´n´roll
Donnerstag und Freitag, 25. und 26. August
10–13 Uhr für Kinder von 6 bis 10 Jahren
14.30–17.30 Uhr für Kinder von 8 bis12 Jahren

Einer ist anders – ein Suchbild
Samstag, 24. September, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Anmeldung für alle Workshops unter 07142 74-483


Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 15. Juli, 19 Uhr




Studioausstellung

Linoläum!
Preisträger der zehn Wettbewerbe »Linolschnitt heute« seit 1989
16. Juli bis 23. Oktober 2016


Demnächst…
Ab 22. Oktober zeigt die Städtische Galerie die Ausstellung »stein, erde, holz. herman de vries«




Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag und 3.Oktober 11–18 Uhr

Eintritt frei
Öffentliche Führung 3 €
Gruppenführung 55 € / 65 €

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Katalog zur Ausstellung 22 €

Mit großzügiger Unterstützung von
DLW Flooring GmbH

Die 1926 gegründeten und seither in Bietigheim ansässigen Deutschen Linoleum Werke, für welche Willi Baumeister das Logo entwarf, waren der Anlass, einen Schwerpunkt der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen auf den künstlerischen Linolschnitt zu legen. Die umfangreiche, einzigartige Sammlung der Städtischen Galerie besitzt Linolschnitte von rund 300 Künstlern und bietet einen repräsentativen Querschnitt von 1900 bis heute.


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483 / -819
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de



Wir laden Sie herzlich ein zur Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung

Linolschnitt heute X
Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen

am Freitag, 15. Juli 2016, 19 Uhr




16.04.2016 - 03.07.2016
ZweiKlang. Sophie Taeuber und Hans Arp

Pressemitteilung
Während Europa vom Ersten Weltkrieg beherrscht wird, lernen sich in Zürich Sophie Taeuber (1889–1943) und Hans Arp (1886–1966) kennen und entwickeln rasch eine tiefe Verbundenheit, die sich nicht zuletzt in gemeinsamen künstlerischen Grundsätzen offenbart. Mit dem Künstlerpaar präsentiert die Ausstellung zwei wichtige Protagonisten der Hauptströmungen in der Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Längst gelten ihre Werke als »Wegweiser der Moderne«: Während der Maler, Bildhauer und Dichter Hans Arp als Pionier der organischen Abstraktion gilt, basiert das vielfältige Werk der Malerin, Textilgestalterin und Innenarchitektin Sophie Taeuber-Arp auf den Ausdrucksmitteln der geometrischen Abstraktion. Diese offensichtlich gegensätzliche Bildsprache bereichert den individuellen Schaffensprozess und in den gemeinschaftlichen Arbeiten gelingt es ihnen, die unterschiedlichen Formen zu spannungsvollen Kompositionen zu vereinen. Dies zeigt sich nicht zuletzt in Projekten wie der Ausgestaltung des Vergnügungspalais‘ »Aubette« in Straßburg zu einem der größten avantgardistischen Gesamtkunstwerke dieser Zeit.

In der Schweiz gehören Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp der Dada-Bewegung an, die zu ihrem 100. Jubiläum dieses Jahr groß gefeiert wird. Die bahnbrechende Bedeutung dieser Kunstform zeichnet sich vor allem durch die radikale Abkehr von allen künstlerischen und gesellschaftlichen Konventionen aus. Dada inspiriert entscheidend die nachfolgenden Künstlergenerationen, liefert der gattungsübergreifenden Fluxusbewegung in den 1950er Jahren sowie den Happenings und Performances deren ideelle Voraussetzungen und wirkt bis in die Gegenwartskunst hinein. Hans Arp gehört überdies zum Kreis der Surrealisten im Paris der 1920er Jahre.

In der Ausstellung wird in einzelnen Kapiteln den Gestaltungsprinzipien der beiden Künstler nachgegangen: gemeinsamen wie der abstrahierenden Figuration ebenso wie individuellen. So bedient sich Hans Arp beispielsweise gerne Zufallsmethoden und hat eine Vorliebe für fließende Umrisse, während Sophie Taeuber-Arp sehr gezielt ihre klaren geometrischen Formen setzt. Beide wiederum streben nach der Darstellung einer potenziell endlosen Vielfalt, die durch das variable Anordnen formal gleicher Elemente erreicht wird. Ein Überblick über das jeweils in sich geschlossene und zugleich ungemein variantenreiche Gesamtwerk Sophie Taeuber-Arps und Hans Arps ergibt sich in der Ausstellung anhand von mehr als 120 Skulpturen, Gemälden, Collagen, Papier- und Textilarbeiten. In Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck, dessen Leihgaben ergänzt werden durch Werke der Stiftung Arp e.V., Rolandswerth/Berlin.

Begleitprogramm


Öffentliche Führungen
Jeden Sonn- und Feiertag, jeweils 11.30 Uhr


Führung für Lehrkräfte
Montag, 18. April, 17 Uhr


»Der Mond ist aber auch eine große Träne«
Kuratorenführung mit Dr. Petra Lanfermann
und szenische Rezitation mit Lisa Kraus und Rüdiger Erk
Donnerstag, 12. Mai, 18.30 Uhr
Donnerstag, 23. Juni, 18.30 Uhr


Dada-Soirée
Tollkühn-absurdes Schauspiel mit Texten von Hans Arp, Hugo Ball, Tristan Tzara, Max Ernst und Kurt Schwitters
Von und mit der Berliner Schauspielerin und Sängerin Cora Chilcott sowie Papagei Schacko, auch Frauenbeißer genannt...
12 €, ermäßigt 10 €
Dienstag, 31. Mai, 19.30 Uhr


Kunsttag Straßburg
Tagestour mit Spillmann Reisen: Sonderöffnung mit Führung durch die Ausstellung »ZweiKlang« und anschließender Besuch in Hans Arps Heimatstadt mit Führung im restaurierten Vergnügungspalais »Aubette«, mit Mirja Kinzler
Samstag, 25. Juni, 8 Uhr ab Stuttgart
Anmeldung unter: 07142 97880 oder reisen@spillmann.de
Infos unter: http://www.spillmann.de/reisen/hauptmenue/kunst/kunstausfluege


Workshops für Kinder und Jugendliche

Architektur spricht! Wir experimentieren mit Raum
Samstag, 16. April, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Alles Dada oder was? Eine praktische und garantiert lustige Annäherung an die Kunst von Sophie Taeuber und Hans Arp
Samstag, 7. Mai, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 9 bis 12 Jahren

Textil-Collage mit Sophie
Samstag, 18. Juni, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Workshopwochen für Schulklassem aller Altersstufen
30. Mai bis 9. Juni, Uhrzeit nach Absprache
im Anschluss wird eine Auswahl der kreativen Ergebnisse ausgestellt!

Anmeldung für alle Workshops unter: 07142 74-483

Städtischer Kindertag
Samstag, 2. Juli, 10–18 Uhr auf der Metterinsel
Kostenlos, ohne Anmeldung und für Kinder jeden Alters!


Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am 15. April, 19 Uhr


Studioausstellung

Einblick in die Sammlung:
Adam Lude Döring zum 90. Geburtstag
16. April bis 26. Juni 2016
Anlässlich des runden Geburtstags des renommierten Sachsenheimer Künstlers Adam Lude Döring zeigt die Städtische Galerie Gemälde und Zeichnungen aus der eigenen Sammlung, darunter auch bisher nicht ausgestellte Neuerwerbungen der letzten Jahre.



Demnächst…
Ab 16. Juli zeigt die Städtische Galerie die Ausstellung
Linolschnitt heute X. Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen



Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag, alle Feiertage 11–18 Uhr


Eintritt frei jeden letzten Freitag im Monat!
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Öffentliche Führungen 3 € zzgl. Eintritt
Spezialführungen 5 € zzgl. Eintritt
Dada-Soirée 12 €, erm. 10 €
Private Gruppenführungen 55 € / 65 € zzgl. erm. Eintritt
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de



23.01.2016 - 28.03.2016
Wunder der sofortigen Schönheit. Cornelius Völker

Pressemitteilung
Der Düsseldorfer Maler Cornelius Völker (*1965) ist für seine großformatigen, farbenprächtigen Gemälde bekannt. Die Ausstellung rückt nun seine bisher kaum gezeigte Malerei auf Papier in den Fokus. In seinen Aquarellen und Ölarbeiten nimmt der Künstler ganz gewöhnliche Dinge in den Blick: Austern, Sprotten, Himbeeren, Oliven oder Arrangements von Flaschen und Cocktailgläsern, von Hausmüll und achtlos hingeworfenen Kleidungsstücken. Die Werke mit alltäglichen Gegenständen sowie Menschen bei verschiedenen Tätigkeiten sind farbgewaltig, aber auch fein und zart, irritierend banal und visuell höchst anziehend – und zeugen teils von subtilem Witz. Die Papierarbeiten dienen Cornelius Völker dazu, ein Motiv im kleineren Format und einfacher zu handhabendem Material künstlerisch zu umkreisen, um seine Bildwürdigkeit zu erproben, ohne aber etwas Improvisiertes, Vorläufiges oder gar Unschlüssiges auszustrahlen. Neben rund 120 Arbeiten auf Papier ermöglicht die Gegenüberstellung mit einigen Gemälden einen spannenden Vergleich der Motive und Techniken. In Kooperation mit der Kunsthalle Emden.


21.11.2015 - 20.03.2016
Edel Zimmer. Zwischen Spur und Natur

Pressemitteilung
Edel Zimmer prägt seit mehr als zwei Jahrzehnten das künstlerische Geschehen ihrer Wahlheimat Bietigheim-Bissingen. Ihre Arbeiten kenn zeichnet ein souveräner Umgang mit Hochdrucktechniken auf verschiedenen – oft textilen – Trägern und eine Vorliebe für ausdrucksstarkes Schwarz auf Weiß mit akzentuierenden Farben. Meist herrscht eine offene, dezentrale Komposition vor mit Spuren von natürlichen Druckstöcken oder auch Arbeitsvorgängen in der Natur. Das Meditative und Rhythmische, die Bewegung und Energie sind Leitmotive für Edel Zimmers bildnerische Überlegungen. Die Ausstellung zeigt insbesondere Objekte, Papier- und Stoffarbeiten, die jüngst entstanden sind und sich zugleich schlüssig im Gesamtwerk der Künstlerin verorten lassen – Spuren im Hier und Jetzt.

Abbildung: Ohne Titel, 2013, Handdruck auf Gewebe in Landschaft

Zur Eröffnung am Freitag, 20. November 2015, um 19 Uhr, laden wir Sie herzlich ein!

Es sprechen:
Jürgen Kessing, Oberbürgermeister
Dr. Petra Lanfermann, Städtische Galerie

Musikalische Einlagen von Uwe Böttger


Begleitprogramm

Kurzführung für Lehrkräfte
Montag, 25. Januar, 17 Uhr

Öffentliche Führung
mit Dr. Petra Lanfermann
Sonntag, 17. Januar, 11.30 Uhr

Künstlergespräche
Edel Zimmer im Gespräch mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
Donnerstag, 18. Februar, 18.30 Uhr
Edel Zimmer im Gespräch mit Dr. Petra Lanfermann
Sonntag, 20. März, 11.30 Uhr

Workshops für Kinder
Mit Draht gezeichnet
für Kinder von 8 bis 12 Jahren
Samstag, 23. Januar, 14.30–17.30 Uhr

Experimente mit Druck
für Kinder von 6 bis 10 Jahren
Samstag, 12. März, 14.30–17.30 Uhr
Anmeldung unter: 07142 74-483


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstr. 60–64 · 74321 Bietigheim-Bissingen
Tel. 07142 74-483 · Fax 07142 74-446
www.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag, 26.12./1.1./6.1. 11–18 Uhr
24./25./31.12. geschlossen

Eintritt frei
Öffentliche Führung 3 €
Künstlergespräch 5 €
Gruppenführung 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstr. 60–64 · 74321 Bietigheim-Bissingen
Tel. 07142 74-483 · Fax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

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24.10.2015 - 10.01.2016
In Other Worlds. Gegenwartskunst aus Finnland

Pressemitteilung
»In Other Worlds« entführen acht finnische Künstlerinnen und Künstler die Betrachter in der Ausstellung: in spannende, teilweise auch rätselhafte und geheimnisvolle alternative Welten und Möglichkeitsräume, die sie in Fotografien, Gemälden, Objekten und Videoinstallationen kreiert oder dokumentiert haben. Die Inspirationen für ihre Arbeiten finden die Beteiligten in der genauen und scharfen Beobachtung ihrer Umwelt und ihres Umfeldes, doch ebenso spielen ihre eigenen Wünsche und Sehnsüchte, Träume und Erinnerungen bei dem Entstehungsprozess der Werke eine wesentliche Rolle. Dabei ist die Spannbreite der künstlerischen Strategien groß und äußerst vielfältig. So lässt sich mitten in Süddeutschland die rege zeitgenössische Kunstszene Finnlands entdecken und erleben.



Die abwechslungsreiche Ausstellung zeigt dokumentarische Fotografien Ari Saartos, der in seiner Serie „IN SITU“ in Helsinki und Tokio Behausungen von Obdachlosen festgehalten hat, sowie großformatige Fotoarbeiten von Ilkka Halso mit einer überraschenden, inszeniert fiktiven Parallelwelt, in welcher die Natur in Lagerhäusern aufbewahrt wird. Die Nähe und Beziehung des Menschen zur Natur spielt gleichfalls für die Fotografin Susanna Majuri eine wichtige Rolle, die ihre poetisch-märchenhaften Szenerien mit und im Wasser arrangiert. Zu entdecken sind auch die expressiv gemalten Visionen zwischen Traum und Wirklichkeit von Anna Tuori sowie die figurativen Gemälde Robert Lucanders, der Vorlagen aus Massenmedien für seine Werke verarbeitet und sich dabei mit feiner Ironie zwischen Sein und Schein bewegt. Außergewöhnlich sind die Objektinstallationen von Kaarina Kaikkonen, die Altkleidung eine neuartige Existenz verleiht. Situationen zwischen Fiktionalität und Realität zeigen die Videoarbeiten von Tuomas A. Laitinen oder Lauri Astala, die verschiedene Räume und Zeiten suggerieren – letzterer macht die Betrachter zu Akteuren, indem er sie raffiniert in die Installation involviert.

Begleitprogramm



Öffentliche Führungen

Sonntag, 1. November, 11.30 Uhr

Sonntag, 15. November, 11.30 Uhr

Sonntag, 29. November, 11.30 Uhr

Sonntag, 13. Dezember, 11.30 Uhr

Sonntag, 10. Januar, 11.30 Uhr



Führung für Lehrkräfte

Montag, 26. Oktober, 17 Uhr





Die Finnen: Land und Leute, Kunst und Kultur

Rundgang mit dem persönlichen Blick der Halbfinnin und Kunsthistorikerin Mirja Kinzler

Sonntag, 22. November, 11.30 Uhr

Sonntag, 20. Dezember, 11.30 Uhr





Rakkaus! Außergewöhnliche Lesung mit Christian Gasser

Der Schweizer Schriftsteller und Teilzeitfinne Christian Gasser liest aus seinem »Rakkausromaani« (finnisch: Liebesroman), lässt prominente Finnen wie Aki Kaurismäki oder M.A. Numminen zu Wort kommen und legt finnische Tangomusik auf.

Sonntag, 10. Januar, 18 Uhr, 8 € / 6 €

VVK/Verbindliche Anmeldung unter 07142 74-483 oder galerie@bietigheim-bissingen.de



Italienisch im Museum

mit Katrin Held

4 x mittwochs: 11. November bis 2. Dezember, jeweils 14.30–16 Uhr

Anmeldungen bei Schiller-VHS (für Kurs 15B 460906): 07141 144-1666





Workshops für Kinder und Jugendliche



Wie in einer anderen Welt

Samstag, 14. November 2015, 14.30–17.30 Uhr

Für Kinder von 8 bis 12 Jahren



Bau Dir Deine eigene Welt

Samstag, 9. Januar 2016, 14.30–17.30 Uhr

Für Kinder von 6 bis 10 Jahren



Weihnachts-Workshops:



Pop-Up-Weihnachtskarten

Samstag, 28. November 2015, 14.30–17.30 Uhr

Für Kinder von 8 bis 14 Jahren



Verspielt-verrückter Baumschmuck

Samstag, 12. Dezember 2015, 14.30–17.30 Uhr

Für Kinder von 6 bis 10 Jahren



Anmeldungen für alle Workshops unter 07142 74-483



Die Städtische Galerie verschenkt Kunstbücher und Plakate!

Aktion zum »Sternlesmarkt«: Ausstellungsplakate und Literatur zum Mitnehmen

Samstag, 12. Dezember, 11–18 Uhr



Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am 23. Oktober, 19 Uhr





Öffnungszeiten

Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr

Donnerstag 14–20 Uhr

Samstag, Sonntag 11–18 Uhr

Am 1. November, 26. Dezember, 1. und 6. Januar ist die Städtische Galerie jeweils von 11–18 Uhr geöffnet.

Am 24., 25. und 31. Dezember ist geschlossen.



Eintritt frei

Öffentliche Führung: 3 €

Rundgang/Finissage: 5 €

Lesung: 8 € / 6 €

Gruppenführung: 55 € / 65 €

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung.





Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Hauptstraße 60–64

74321 Bietigheim-Bissingen

Telefon 07142 74-483

Telefax 07142 74-446

http://galerie.bietigheim-bissingen.de

galerie@bietigheim-bissingen.de




24.07.2015 - 11.10.2015
Die Schärfe der Bilder. Die Radierung im Umkreis der Stuttgarter Akademie

Pressemitteilung

Seit dem 16. Jahrhundert wurde die Radierung als Reproduktions- und Vervielfältigungstechnik geschätzt und genutzt. „Peintre-graveurs“ wie Albrecht Dürer, Jaques Callot, Rembrandt und die Romantiker experimentierten mit dem Tiefdruck und schufen eigenständige Kunstwerke. Die Ausdrucksmöglichkeiten und Verfahren perfektionierten sich im Laufe der Zeit und führten zu einer beeindruckenden Bandbreite. Das Raffinement des Handwerklichen verbunden mit dem einzelnen Bildfindungsprozess begeistert die Kunstschaffenden wie die Betrachter bis heute – die mysteriös-faszinierende Alchemie der Tiefdrucktechnik ebenso wie die Bildideen, die ganz aus den spezifischen Bedingungen des Materials heraus generiert werden.

An der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart spielen die druckgrafischen Medien seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Die Werkstätten für Radierung und Lithografie haben eine lange Tradition, die sich bis heute trägt, denn sie werden von jungen Künstlerinnen und Künstlern als „Labor“ für innovative Bildfindungen genutzt. Die Ausstellung präsentiert viele unbekannte Arbeiten von ehemals und aktuell Lehrenden sowie Studierenden aus dem Fundus der Stuttgarter Kunstakademie, ergänzt um Leihgaben aus Museums- und Privatbesitz. Gezeigt werden nicht nur grafische Blätter bedeutender Professoren der Akademie wie Bernhard Pankok, Willi Baumeister, K.R.H. Sonderborg, Alfred Hrdlicka oder Wolfgang Gäfgen, sondern auch Radierungen von zu Unrecht Vergessenen aus allen Epochen sowie aktuelle Arbeiten ganz junger Künstlerinnen und Künstler. Es bietet sich also eine Vielzahl von Entdeckungen und es ergibt sich nicht zuletzt ein spannender Überblick zur Geschichte der Radierkunst im 20. und 21. Jahrhundert.

Der Kupferstich, die Kaltnadel- und Ätzradierung, die Aquatinta- und Mezzotintotechnik oder das Vernis mou-Verfahren geben den gegenständlichen und den abstrakten Motiven einen ganz eigenen Reiz und Ausdruck, der in der Ausstellung anhand von mehr als 150 Blättern anschaulich wird. Dabei spannt sich der Bogen von der „Maler-Radierung“ um 1900 bis hin zur unmittelbaren Gegenwart: von kleinformatigen, detailliert ausgearbeiteten Szenen bis hin zu großflächig angelegten Entwürfen. Einzelne Radierplatten, Probeabzüge und Zustandsdrucke geben Einblick in den Entstehungsprozess einer Radierung – einem nach wie vor höchst lebendigen Medium.


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 9. August, 11.30 Uhr
Sonntag, 23. August, 11.30 Uhr
Sonntag, 6. September, 11.30 Uhr
Sonntag, 20. September, 11.30 Uhr
Sonntag, 11. Oktober, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 27. Juli, 17 Uhr


Druckvorführungen
Studierende der Stuttgarter Akademie zeigen die einzelnen Schritte zu einer Radierung: vom Bearbeiten der Platte über den Farbauftrag bis hin zum Druckvorgang
Donnerstag, 27. August, 18.30 Uhr
Donnerstag, 8. Oktober, 18.30 Uhr


Expertenblick: Die Lust an der Radierung
Rundgang durch die Ausstellung mit Prof. Volker Lehnert von der Stuttgarter Akademie
Donnerstag, 17. September, 18.30 Uhr


Kulturtag XXL
Samstag, 26. September, 15–23 Uhr
Spannende Kurzführungen, interessante Druckvorführungen, anregende Workshops und unterhaltsame Musik in der Ausstellung. Das detaillierte Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer zum Bietigheimer Kulturtag XXL! Eintritt frei!


Workshops für Kinder und Jugendliche

Sommerferienworkshops:
Ritze Ratze Radierung
Donnerstag und Freitag, 30. und 31. Juli
9–12 Uhr für Kinder von 6 bis 10 Jahren
13–16 Uhr für Kinder von 11 bis 16 Jahren
Donnerstag und Freitag, 27. und 28. August, 14.30 bis 17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren


Mit spitzer Nadel
Samstag, 11. September, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 14 Jahren

Anmeldung für alle Workshops unter 07142 74-483



Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Donnerstag, 23. Juli, 19 Uhr


Studioausstellung

Einblick in die Sammlung:
Hermann Rombach zum 125. und Leonhard Oesterle zum 100. Geburtstag
8. August bis 1. November 2015




Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr

Eintritt frei
Öffentliche Führung / Expertenführung / Druckvorführung 3 €
Gruppenführung 55 € / 65 €

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Katalog zur Ausstellung und Sammlung der Stuttgarter Akademie 24 €


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de


24.07.2015 - 11.10.2015
Die Schärfe der Bilder. Die Radierung im Umkreis der Stuttgarter Akademie

Pressemitteilung
Seit dem 16. Jahrhundert wurde die Radierung als Reproduktions- und Vervielfältigungstechnik geschätzt und genutzt. „Peintre-graveurs“ wie Albrecht Dürer, Jaques Callot, Rembrandt und die Romantiker experimentierten mit dem Tiefdruck und schufen eigenständige Kunstwerke. Die Ausdrucksmöglichkeiten und Verfahren perfektionierten sich im Laufe der Zeit und führten zu einer beeindruckenden Bandbreite. Das Raffinement des Handwerklichen verbunden mit dem einzelnen Bildfindungsprozess begeistert die Kunstschaffenden wie die Betrachter bis heute – die mysteriös-faszinierende Alchemie der Tiefdrucktechnik ebenso wie die Bildideen, die ganz aus den spezifischen Bedingungen des Materials heraus generiert werden.



An der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart spielen die druckgrafischen Medien seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Die Werkstätten für Radierung und Lithografie haben eine lange Tradition, die sich bis heute trägt, denn sie werden von jungen Künstlerinnen und Künstlern als „Labor“ für innovative Bildfindungen genutzt. Die Ausstellung präsentiert viele unbekannte Arbeiten von ehemals und aktuell Lehrenden sowie Studierenden aus dem Fundus der Stuttgarter Kunstakademie, ergänzt um Leihgaben aus Museums- und Privatbesitz. Gezeigt werden nicht nur grafische Blätter bedeutender Professoren der Akademie wie Bernhard Pankok, Willi Baumeister, K.R.H. Sonderborg, Alfred Hrdlicka oder Wolfgang Gäfgen, sondern auch Radierungen von zu Unrecht Vergessenen aus allen Epochen sowie aktuelle Arbeiten ganz junger Künstlerinnen und Künstler. Es bietet sich also eine Vielzahl von Entdeckungen und es ergibt sich nicht zuletzt ein spannender Überblick zur Geschichte der Radierkunst im 20. und 21. Jahrhundert.



Der Kupferstich, die Kaltnadel- und Ätzradierung, die Aquatinta- und Mezzotintotechnik oder das Vernis mou-Verfahren geben den gegenständlichen und den abstrakten Motiven einen ganz eigenen Reiz und Ausdruck, der in der Ausstellung anhand von mehr als 150 Blättern anschaulich wird. Dabei spannt sich der Bogen von der „Maler-Radierung“ um 1900 bis hin zur unmittelbaren Gegenwart: von kleinformatigen, detailliert ausgearbeiteten Szenen bis hin zu großflächig angelegten Entwürfen. Einzelne Radierplatten, Probeabzüge und Zustandsdrucke geben Einblick in den Entstehungsprozess einer Radierung – einem nach wie vor höchst lebendigen Medium.





Begleitprogramm



Öffentliche Führungen

Sonntag, 9. August, 11.30 Uhr

Sonntag, 23. August, 11.30 Uhr

Sonntag, 6. September, 11.30 Uhr

Sonntag, 20. September, 11.30 Uhr

Sonntag, 11. Oktober, 11.30 Uhr



Führung für Lehrkräfte

Montag, 27. Juli, 17 Uhr





Druckvorführungen

Studierende der Stuttgarter Akademie zeigen die einzelnen Schritte zu einer Radierung: vom Bearbeiten der Platte über den Farbauftrag bis hin zum Druckvorgang

Donnerstag, 27. August, 18.30 Uhr

Donnerstag, 8. Oktober, 18.30 Uhr





Expertenblick: Die Lust an der Radierung

Rundgang durch die Ausstellung mit Prof. Volker Lehnert von der Stuttgarter Akademie

Donnerstag, 17. September, 18.30 Uhr





Kulturtag XXL

Samstag, 26. September, 15–23 Uhr

Spannende Kurzführungen, interessante Druckvorführungen, anregende Workshops und unterhaltsame Musik in der Ausstellung. Das detaillierte Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer zum Bietigheimer Kulturtag XXL! Eintritt frei!





Workshops für Kinder und Jugendliche



Sommerferienworkshops:

Ritze Ratze Radierung

Donnerstag und Freitag, 30. und 31. Juli

9–12 Uhr für Kinder von 6 bis 10 Jahren

13–16 Uhr für Kinder von 11 bis 16 Jahren

Donnerstag und Freitag, 27. und 28. August, 14.30 bis 17.30 Uhr

für Kinder von 8 bis 12 Jahren





Mit spitzer Nadel

Samstag, 11. September, 14.30–17.30 Uhr

für Kinder von 8 bis 14 Jahren



Anmeldung für alle Workshops unter 07142 74-483







Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Donnerstag, 23. Juli, 19 Uhr





Studioausstellung



Einblick in die Sammlung:

Hermann Rombach zum 125. und Leonhard Oesterle zum 100. Geburtstag

8. August bis 1. November 2015









Öffnungszeiten

Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr

Donnerstag 14–20 Uhr

Samstag, Sonntag 11–18 Uhr



Eintritt frei

Öffentliche Führung / Expertenführung / Druckvorführung 3 €

Gruppenführung 55 € / 65 €



Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung





Katalog zur Ausstellung und Sammlung der Stuttgarter Akademie 24 €





Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Hauptstraße 60–64

74321 Bietigheim-Bissingen

Telefon 07142 74-483

Telefax 07142 74-446

http://galerie.bietigheim-bissingen.de

galerie@bietigheim-bissingen.de


25.04.2015 - 12.07.2015
Die Neue Frau? Malerinnen und Grafikerinnen der Neuen Sachlichkeit.

Pressemitteilung
Die Epoche zwischen den beiden Weltkriegen ist jene der „Neuen Frau“, die insbesondere als Bildmotiv mit Bubikopf und Zigarette bekannt ist. Gerade Künstlerinnen waren die Protagonistinnen und Sinnbilder dieses Typus’ und verarbeiteten in ihren Werken die soziale, gesellschaftliche sowie politische Rolle der Frau. Die wichtigen Bildmotive der 1920er Jahre wie Kinderbildnisse oder Selbstporträts, die Darstellung von Arbeitslosen oder Freizeitvergnügungen im Café, Zirkus und Varieté werden in der Ausstellung gleichfalls umfassend präsentiert. Mehr als 100 Gemälde und Grafiken aus Museumsbesitz und Privatsammlungen von 17 beeindruckenden Künstlerinnen sind zu entdecken, darunter Lea Grundig, Grethe Jürgens, Elfriede Lohse-Wächtler, Jeanne Mammen, Hanna Nagel und Gerta Overbeck.


24.01.2015 - 12.04.2015
Suspense. Christian Brandl und Sebastian Speckmann

Pressemitteilung
Ob sich in gleißendem Sonnenlicht Paare wortlos voneinander trennen oder sich ein junger Mann mit schreckgeweiteten Augen von einer Himmelserscheinung abwendet, ob in strömendem Regen ein erleuchtetes Haus auf einem Hügel oder ein leerer Stuhl auf einem dämmrigen Dachboden den Blick auf sich zieht – spannungsgeladene Szenen sind garantiert bei Christian Brandl (geb. 1970 in Erfurt) und Sebastian Speckmann (geb. 1982 in Wolfen). Christian Brandl wurde vom Erfurter Kunstverein gerade eine umfassende monografische Ausstellung in der dortigen Kunsthalle ausgerichtet. Sebastian Speckmann war 2007 erster Preisträger des Grafikpreises der Stadt Bietigheim-Bissingen »Linolschnitt heute«. Unter dem Motto »Suspense« lässt die Städtische Galerie die Werke der beiden Leipziger Künstler miteinander in Dialog treten.

Christian Brandls großformatige Gemälde in gebrochenen, soften, doch stark kontrastierenden Farben zeigen Personen zwischen akkurat gestutzten Vorstadthecken, in gepflegten Interieurs vor Streifentapete oder im Smoking vor Hochgebirgslandschaften. Seine – trotz ihres 1960er-Jahre-Stylings – zeitlosen Protagonisten wirken häufig deprimiert oder deplatziert, wie auf der Flucht oder in Gedanken versunken, in jedem Falle geheimnisumwittert. Die Motive von Sebastian Speckmanns Holz- und Linolschnitten, die sich durch hartes Schwarz-Weiß auszeichnen, sind hingegen meist menschenleere, nächtliche Szenerien verlassener Baracken und Innenräume oder einsamer Wald- und Sumpfgebiete. Seine emotional aufgeladenen, monochrom-dunklen Interieurs und Landschaften schöpfen aus dem medialen und damit kollektiven Bildfundus.

So formal unterschiedlich die Werke der Künstler sind, so ist ihnen beiden eine unheimliche, beunruhigende Atmosphäre eigen, die eine Nähe zu den Thrillern von Alfred Hitchcock oder David Lynch aufweist. Daher verwundert nicht, dass die rund achtzig in der Städtischen Galerie präsentierten Gemälde und Grafiken an Filmstills und -szenen erinnern, die ein Davor und Danach suggerieren, ihr Geheimnis dem Betrachter jedoch nicht offenbaren.




Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Donnerstag, 29. Januar
18.30 Uhr
Sonntag, 8. Februar, 11.30 Uhr
Donnerstag, 26. Februar
18.30 Uhr
Sonntag, 8. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 22. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 12. April, 11.30 Uhr

Familienführungen
Sonntag, 22. Februar, 11.30 Uhr
Freitag, 10. April, 16.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 2. Februar, 17 Uhr

Wandelkonzert: Führung
mit Konzerteinlagen
in der Ausstellung
Schüler der Musikschule
Bietigheim-Bissingen unter
der Leitung von Tom Werner
Donnerstag, 26. März 2015,
18.30 Uhr

Italienisch im Museum
mit Katrin Held
4 x mittwochs: 4. bis 25. März,
jeweils 14.30 –16 Uhr
Grundkenntnisse erforderlich
Anmeldungen bei Schiller-VHS
(für Kurs 15A 463006):
07141 144-1666

Workshops für Kinder

Psssttt...
nicht wegschauen...
Samstag, 7. Februar
14.30 –17.30 Uhr, für Kinder
von 8 bis 12 Jahren

Gruselstimmung
in der Galerie
Samstag, 11. April,
14.30 –17.30 Uhr, für Kinder
von 8 bis 12 Jahren

Anmeldung für Workshops:
07142 74 – 483

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de



22.11.2014 - 06.04.2015
Die geheimen Bilder. Aiga Rasch und "Die drei ???"

Pressemitteilung
Seit nunmehr schon einem halben Jahrhundert lösen die drei Detektive Justus, Peter und Bob einen Kriminalfall nach dem anderen, anfänglich im Auftrag des Filmregisseurs Alfred Hitchcock. Für das prägnante und unverwechselbare Design der berühmten Jugendbuchserie Die drei ??? zeichnet Aiga Rasch (1941–2009) verantwortlich: Nachdem sie für den Stuttgarter Kosmos-Verlag bereits einige Kinder- und Jugendliteratur illustriert hatte, entwarf sie 1969 zur drei ???-Ausgabe Der Fluch des Rubins das erste Titelbild. Ab 1979 zierten ihre farbstarken und aussagekräftigen Illustrationen zusätzlich auch die Hörspiele des Tonstudios Europa. Diese trugen maßgeblich dazu bei, dass die ursprünglich aus dem Amerikanischen übersetzte Krimireihe vor allem in Deutschland Kultstatus genießt; ihre Motive kamen aber auch in Russland oder China zum Einsatz. Der hohe Wiedererkennungswert und zugleich assoziative Stil Aiga Raschs lässt der eigenen Fantasie viel Raum und begründete den nachhaltigen Ruhm der drei ??? – das von ihr etablierte schwarze Layout mit weißer bzw. roter Schrift um die quadratischen Titelbilder wird bis heute verwendet.

Aus Anlass des 50. Jubiläums der drei ??? zeigt die Ausstellung einen exklusiven Einblick in die Covergestaltung von Aiga Rasch, die aus Stuttgart stammte, zuletzt in Leinfelden lebte und deren Nachlass sich im Landkreis Ludwigsburg befindet. Bisher lagerten die unbekannten Skizzen, Alternativentwürfe und Bildvorlagen in Archiven oder auf Festplatten – ein Schatz, der nun gehoben wird. Wie ein gelungenes Cover mit einem Bild eine ganze Geschichte erzählt, so steckt auch hinter jedem Cover eine umfangreiche Entstehungsgeschichte. Damit sind in der Ausstellung die vielen Varianten zu den 89 von Aiga Rasch begleiteten Folgen zu entdecken und auch die originalen Reinzeichnungen oder späteren Computerzeichnungen für die schlussendliche Covergestaltung zu sehen. Dergestalt wird die spannende Ideenfindung zu den plakativen und eindrücklichen Titelbildern mit den Tiergestaltungen, Figuren und (Tat-)Orten nachvollziehbar. In der Regel ließ Aiga Rasch die drei Detektive nicht selbst in Aktion treten sondern entwarf eine visuelle Anspielung auf den Inhalt. In der Ausstellung sind außerdem die Buchausgaben anderer Länder aus der ganzen Welt zu sehen und an Hörstationen kann man in die Fälle eintauchen oder Aiga Rasch im Interview lauschen – ein ganzer Kosmos rund um Die drei ???, der nicht nur der großen Fangemeinde spannende neue Einblicke bietet.

Öffentliche Führungen
Sonntag, 23. November 2014, 14.30 Uhr
Sonntag, 21. Dezember 2014, 14.30 Uhr
Sonntag, 18. Januar 2015, 11.30 Uhr
Sonntag, 1. Februar 2015, 11.30 Uhr
Sonntag, 1. März 2015, 14.30 Uhr

Familienführungen
Sonntag, 14. Dezember 2014, 11.30 Uhr
Donnerstag, 19. Februar 2015, 18.30 Uhr
Sonntag, 22. März 2015, 14.30 Uhr


Führung für Lehrkräfte
Montag, 24. November 2014, 17 Uhr

„Wir lösen den Fall auf jeden Fall!“
Autorenlesung mit Christoph Dittert
Freitag, 9. Januar 2015, 16 Uhr für Kinder und Jugendliche / 19 Uhr für erwachsene Fans
Freitag, 13. Februar 2015, 16 Uhr für Kinder und Jugendliche / 19 Uhr für erwachsene Fans
Autorenlesung mit Marco Sonnleitner aus der Folge Die Rache des Untoten (2014)
Freitag, 20. März 2015, 16 Uhr für Kinder und Jugendliche / 19 Uhr für erwachsene Fans
Vorverkauf / Reservierung ab 22. November in der Städtischen Galerie

Aiga Rasch und Die drei ???
Führung mit Hintergrundinformationen aus erster Hand von dem Sammler und Nachlassverwalter Matthias Bogucki
Donnerstag, 15. Januar 2015, 18.30 Uhr
Donnerstag, 5. März 2015, 18.30 Uhr


Workshops für Kinder und Jugendliche

Um was geht’s – geht’s um was?
Samstag, 22. November 2014, 11–14 Uhr
Für Kinder ab 9 Jahren
Im Rahmen der Kinder- und Literaturtage der Otto-Rombach-Bücherei

Ein Bild kann alles entscheiden...
Samstag, 24. Januar 2015, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Ein Krimi in Bildern...
Samstag, 14. März 2015, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren


Workshops für Kinder und Jugendliche

Um was geht’s – geht’s um was?
Samstag, 22. November 2014, 11–14 Uhr
Für Kinder ab 9 Jahren
Im Rahmen der Kinder- und Literaturtage der Otto-Rombach-Bücherei

Ein Bild kann alles entscheiden...
Samstag, 24. Januar 2015, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Ein Krimi in Bildern...
Samstag, 14. März 2015, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Weihnachts-Workshops:
Das Engelchen mit dem güldenen Haar...
Samstag, 6. Dezember 2014, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 6 bis12 Jahren

Wenn die Tage kürzer werden und das Licht heller, dann ist Weihnachten....
Samstag, 20. Dezember 2014, 14.30–16.30 Uhr
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Anmeldungen für alle Workshops unter 07142 74-483

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr

Eintritt frei
Öffentliche Führung / Familienführung / Sammlerführung: 3 €
Lesung: Erwachsene 8 € / Kinder 4 €
Gruppenführung 55 € / 65 €

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Jubiläumsbildband Die drei ??? und die geheimen Bilder. 175 Cover und ihre Geschichte, Kosmos Verlag 2014: 39,99 €


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de


25.10.2014 - 11.01.2015
Lass Dich von der Natur anwehen...Landschaftszeichnung der Romantik und Gegenwart

Pressemitteilung

Die Romantiker standen in einer neuen, tief empfundenen Beziehung zur Natur. Der Leitgedanke für die Ausstellung entstammt Ludwig Tiecks
berühmtem Künstlerroman Franz Sternbalds Wanderungen von 1798, in dem der Titelheld einem Künstlerfreund rät: „Lass Dich manchmal von der guten, freundlichen Natur anwehen“. Der Blick in die Natur wurde zum Blick in den Spiegel der individuellen Seele und die Landschaftskunst zum sichtbaren Ausdruck des Inneren. So gilt die Romantik als Epoche, die den Weg in die Moderne ebnete. Die Landschaftsdarstellung etablierte sich zur zentralen Gattung, insbesondere im Medium der Zeichnung, die in ihrer Nähe zum Schreibprozess in dieser literarisch geprägten Zeit besondere Wertschätzung genoss.

Die Ausstellung umfasst alle wichtigen Bildmotive, die als Inbegriff der
Romantik gelten: Gesteins- und Wolkenformationen, Pflanzenstudien und Wasserfälle, Bäume und Ruinen als entscheidende Stimmungs- sowie
Bedeutungsträger. In ihrer gefühlsbetonten Wahrnehmung entdeckten die Romantiker die Natur auch aus nächster Nähe und legten darin den Keim zu einer realistischen Landschaftsauffassung. Italien wurde zum Sehnsuchtsland schlechthin und die Reise zum prägenden künstlerischen
Erlebnis. Neben dem Kunstreichtum der Ewigen Stadt waren es die landschaftlichen Reize und die Bergdörfer bis hin zum Golf von Neapel, welche die Künstler inspirierten. Viele Zeichnungen wirken wie unvollendete Landschaften, war doch die Fragmentarisierung eine Ausdrucksform, die der romantischen Weltanschauung entsprach – sie eröffnete die Möglichkeit, das Unendliche im Begrenzten zu vermitteln. Wenn Abstraktion und naturgetreue Wiedergabe in ein spannungsvolles Wechselspiel treten, ist der Betrachter in seiner Vorstellungskraft gefordert und wird zum „erweiterten Autor“ im Sinne von Novalis.

Die Ausstellung zeigt eine repräsentative Auswahl an Meisterzeichnungen und Ölskizzen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus dem reichen
Bestand der Kunsthalle Bremen von rund 30 Künstlern, darunter Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus, Ernst Fries und Friedrich Nerly. Diese eindrucksvollen Werke treten in einen spannungsvollen Dialog mit Landschaftszeichnungen von sechs zeitgenössischen deutschsprachigen Künstlerinnen und Künstlern, die sich seit vielen Jahren im Medium der Zeichnung mit dem Thema Landschaft befassen. Die Gegenüberstellungen werfen Fragen auf, inwiefern das Romantische auch heute noch eine Rolle in der Kunst spielt und inwieweit sich Gegenwartskünstler nach wie vor von der Natur anwehen lassen.


Beteiligte Gegenwartskünstler:

Bettina Blohm (* 1961, lebt und arbeitet in New York und Berlin)
Bertram Hasenauer (* 1970, lebt und arbeitet in Berlin)
Ulrike Heydenreich (* 1975, lebt und arbeitet in Düsseldorf)
Manfred Holtfrerich (* 1948, lebt und arbeitet in Hamburg)
Nanne Meyer (* 1953, lebt und arbeitet in Berlin)
Malte Spohr (* 1958, lebt und arbeitet in Berlin)

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 26. Oktober, 11.30 Uhr
Sonntag, 9. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 23. November, 11.30 Uhr
Donnerstag, 4. Dezember, 18.30 Uhr
Sonntag, 7. Dezember, 11.30 Uhr
Sonntag, 21. Dezember, 11.30 Uhr
Donnerstag, 8. Januar, 18.30 Uhr
Sonntag, 11. Januar, 11.30 Uhr


Führung für Lehrkräfte
Montag, 3. November, 17 Uhr


Die Blaue Stunde
Führung mit Dr. Petra Lanfermann und szenische Rezitation mit Lisa Kraus und Rüdiger Erk
Donnerstag, 13. November, 18.30 Uhr
Freitag, 2. Januar, 16.30 Uhr


Italienisch im Museum
mit Katrin Held
4 x mittwochs: 5./12./19./26. November, jeweils 14.30–16 Uhr
Grundkenntnisse erforderlich
Anmeldungen bei Schiller-VHS (für Kurs 14B 463106): 07141 144-1666


Workshops für Kinder und Jugendliche

Die Magie der Zeichnung: Weiß auf Schwarz
Samstag, 15. November 2014, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 8 bis 14 Jahren

Du als Natur-Wesen
Samstag, 10. Januar 2015, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 6 bis 12 Jahren

Weihnachts-Workshops

Das Engelchen mit dem güldenen Haar...
Samstag, 6. Dezember 2014, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 6 bis 12 Jahren

Wenn die Tage kürzer werden und das Licht heller, dann ist Weihnachten....
Samstag, 20. Dezember 2014, 14.30–16.30 Uhr
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Anmeldungen für alle Workshops unter 07142 74-483

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Am 1. November, 26. Dezember, 1. und 6. Januar ist die Städtische Galerie jeweils von 11–18 Uhr geöffnet.
Am 24., 25. und 31. Dezember ist geschlossen.

Eintritt frei
Öffentliche Führung: 3 €
Die Blaue Stunde: 5 €
Gruppenführung: 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung.


Katalog: 32 €


26.07.2014 - 12.10.2014
Nicht nur Skulptur! Die Bildhauer der Skulpt(o)uren in Bietigheim-Bissingen

Pressemitteilung
Skulpturen von bekannten Bildhauern des 20. Jahrhunderts gehören in Bietigheim-Bissingen zum vertrauten Stadtbild. Längst sind Werke wie Alfred Hrdlickas Porträt Dietrich Bonhoeffer, Gerhard Marcks Stehender Jüngling, Arme über dem Kopf verschränkt oder Waldemar Ottos Adam isst die Frucht zu modernen Wahrzeichen der Stadt geworden. Die Ausstellung würdigt 16 Bildhauer und präsentiert nicht nur Vorarbeiten zu den realisierten Skulpturen, sondern auch weitere reizvolle Facetten der einzelnen künstlerischen Positionen.


12.04.2014 - 06.07.2014
Marianne Werefkin. Vom Blauen Reiter zum Großen Bären

Pressemitteilung
Marianne Werefkin (1860–1938) gehört zu den bedeutendsten Malerinnen und Künstlerpersönlichkeiten am Beginn der Klassischen Moderne. Sie wird in ihrer Heimat bereits früh als „russischer Rembrandt“ gefeiert, stellt dann aber 1896 die eigene künstlerische Tätigkeit für zehn Jahre zurück, um Alexej Jawlensky zu fördern. Gemeinsam ziehen sie nach München, wo Marianne Werefkin einen Salon gründet, in dem bald ein lebhafter Austausch mit Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und vielen weiteren modernen Künstlern stattfindet. Hier wird 1908 die Idee der Neuen Künstlervereinigung München geboren, aus der 1911 Der Blaue Reiter hervorgehen sollte. Werefkin bringt die Entwicklung des deutschen Expressionismus massiv voran. In ihrer malerischen Auffassung ist sie ihren heimischen Künstlerkollegen und sogar den Ideen der Fauves oftmals einen Schritt voraus.

Marianne Werefkins Werk besticht mit farbkräftigen Landschafts- und
Gesellschaftsdarstellungen – ihre Schilderung der Naturerhabenheit ist ebenso bemerkenswert wie ihre Wiedergabe der Arbeiterschaft. Sie reagiert unmittelbar auf den modernen Zeitgeist: Sie bannt Freizeitvergnügen wie Varietétanz, Café- und Zirkusszenen ebenso auf ihre Bilder wie Fabrik-arbeiter, Wäscherinnen oder Fischer. Stets spielen die Menschen eine
wesentliche Rolle – auch vor imposanten Landschaftskulissen, auch zur Staffage reduziert. Bereits 1900 schreibt Werefkin nieder: „Um einen Ausdruck, ein Gefühl wiederzugeben, braucht man nicht hundert Figuren. Im Gegenteil: Das Gefühl ist einfach. Das Gefühl ist das ursprüngliche Element der gegenwärtigen Kunst. Es ist eine unteilbare Einheit. Man kann nicht gleichzeitig zwei Schmerzen fühlen, zwei Lichter sehen, zwei Töne hören... Je einfacher darum das Gefühl wiedergegeben wird, umso mehr wird es eins mit der Form des Ausdrucks. Je stärker sich das Gefühl ausdrückt, umso mehr Stil enthält es. Um die Trauer eines Abends darzustellen, seine letzten Sonnenstrahlen, seine herabsteigende Dämmerung, das ersterbende Leben, braucht es keine traurige Jungfrau, keine Urne, kein heimkehrendes Vieh, kein Rauch aus der Hütte und keinen Nebel über dem See.“

Ausgedehnte Reisen nach Frankreich und Litauen, nach Murnau und
Prerow, sowie schließlich ihre durch den Ersten Weltkrieg bedingte Übersiedlung in die Schweiz bieten Marianne Werefkin wichtige Anregungen. In ihrer neuen Wahlheimat Ascona am Lago Maggiore findet sie Anschluss an den dortigen Künstlerkreis, ist 1924 Mitbegründerin der Vereinigung Der Große Bär und ihre farbgewaltige und tiefgründige Bildsprache reift weiter aus. Marianne Werefkins künstlerischer Ideenreichtum ist bis zu ihrem
Tode schier unerschöpflich: Ihr Spiel mit kühnen Farbkombinationen und forcierten Perspektiven, ihr Blick in die Natur und auf Industriebauten sowie ihre Wahrnehmung der Menschen ihrer Umgebung führt zu stets neuen, spannenden Bildfindungen.

Den beeindruckenden Gemälden, Zeichnungen und Skizzen dieser außergewöhnlichen Künstlerin werden einige Arbeiten ihrer „Schwestern im Geiste“ an die Seite gestellt: Gabriele Münter (1877–1962), Erma Bossi (1875–1952), Else Lasker-Schüler (1869–1945), Maria Marc (1876–1955), Natalia Gontcharova (1881–1962), Elisabeth Epstein (1879–1956) und Elena Luksch-Makowsky (1878–1967) hatten wie Marianne Werefkin in der damaligen männlich dominierten Kunstwelt einen schweren Stand, doch sind ihre Werke wahre Entdeckungen. Auch Werefkins Künstlerkollegen vom Großen Bären werden mit Einzelwerken vorgestellt. Die Ausstellung mit hochkarätigen Leihgaben von der Fondazione Marianne Werefkin in Ascona und aus europäischen Museumssammlungen sowie Privatbesitz würdigt Marianne Werefkin zum ersten Mal im Südwesten Deutschlands. Anschließend wandert die Ausstellung ans Paula Modersohn-Becker
Museum Bremen, das mit der Jacobs University im September ein internationales Symposium ausrichtet.


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Jeden Sonn- und Feiertag, jeweils 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 28. April, 17 Uhr

„Die Farbe beißt mich ans Herz!“
Kuratorenführung mit Dr. Petra Lanfermann
und szenische Rezitation mit Lisa Kraus
Donnerstag, 24. April, 18.30 Uhr
Donnerstag, 12. Juni, 18.30 Uhr

Der persönliche Blick
Ausstellungsrundgang mit Dr. Bernd Fäthke, Werefkin- und Jawlensky-Experte
Donnerstag, 8. Mai, 18.30 Uhr

Anders hingeschaut!
Ausstellungsrundgang mit Barbara Springmann, Diplomrestauratorin
Donnerstag, 22. Mai, 18.30 Uhr
Donnerstag, 5. Juni, 18.30 Uhr

Kunst-Genuss
Kuratorenführung und anschließendes 3-Gänge-Menü à la Werefkin
Donnerstag, 15. Mai, 18 Uhr
Donnerstag, 3. Juli, 18 Uhr
In Kooperation mit dem Café Fräulein Bentz
29 € inkl. Eintritt
Anmeldung unter 07142 74-483

Italienisch im Museum
mit Katrin Held
4 x mittwochs: 7., 14., 21., 28. Mai, jeweils 14.30–16 Uhr
Grundkenntnisse erforderlich
Anmeldungen bei Schiller-VHS (für Kurs 14A 463106): 07141 144-1666


Workshops für Kinder und Jugendliche

Vulkanausbruch nach Werefkin
Samstag, 26. April, 14 – 17 Uhr
für Kinder von 5 bis 11 Jahren

Fortsetzung folgt…
Samstag, 17. Mai, 14 – 17 Uhr
für Kinder von 8 bis 14 Jahren

Eine Reise durch die Welt der Farben
Samstag, 28. Juni, 14 – 17 Uhr
für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Anmeldung für Workshops unter: 07142 74-483

Städtischer Kindertag
Samstag, 5. Juli, 10–18 Uhr auf der Metterinsel
Keine Anmeldung erforderlich

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag, alle Feiertage 11–18 Uhr

Eintritt frei jeden ersten Freitag im Monat!
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Öffentliche Führungen 3 € zzgl. Eintritt
Spezialführungen 5 € zzgl. Eintritt
Private Gruppenführungen 55 € / 65 € zzgl. erm. Eintritt
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Katalog zur Ausstellung 28 €


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de





18.01.2014 - 30.03.2014
Raw Materials. Vom Baumarkt ins Museum

Pressemitteilung
Spanplatten, Abflussrohre, Schleifpapiere, Paletten und Farbeimer – seit den 1960er Jahren verwenden immer mehr Künstler solche einfachen Materialien aus dem Baumarkt für ihre Arbeiten, und dies gerade weil sie so gewöhnlich und alltäglich, leicht verfügbar, meist günstig und eigentlich jedem Betrachter sehr vertraut sind. Das Material, das nicht gemäß seinem eigentlichen Verwendungszweck eingesetzt, sondern in einen neuen Kontext überführt wird, kommt dabei immer nahezu unverstellt zur Geltung: mal rau und sperrig, mal glatt und clean. Die industrielle Fertigung und die damit verbundene massenhafte Verfügbarkeit der immer gleichen Produkte bedeuten auch, dass die Waren aus dem Baumarkt zunächst neutral und bedeutungsoffen sind. Sie haben, anders als Materialien vom Sperrmüll oder aus dem Trödelladen, (noch) keine individuelle Geschichte, die der Betrachter in ihnen erkennen könnte. Es ist diese Offenheit, aber auch die Normierung über Laden-, Stadt- und sogar Ländergrenzen hinweg, welche viele Künstler besonders schätzen.
Die Ausstellung »Raw Materials« stellt diesen bemerkenswerten Aspekt der internationalen zeitgenössischen Kunst umfassend vor. Knapp dreißig renommierte Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Generationen sind mit Skulpturen, Wandarbeiten, Videos, Fotografien und Rauminstallationen vertreten, in denen die wohlbekannten Alltagsmaterialien überraschende ästhetische Wirkungen entfalten und häufig auch mit viel Witz behandelt werden. Die künstlerischen Auseinandersetzungen sind vielfältig und reichen von Materialuntersuchungen über ästhetische Befragungen von Kontext und Wahrnehmung bis hin zu humorvollen Brüchen mit Erwartungen von dem, was Kunst sei. So bietet die Ausstellung eine einzigartige Reise zu bekannten Materialien, die hier unter einer völlig neuen Perspektive wahrgenommen werden können – und durch die sicherlich auch der nächste Besuch im Baumarkt eine ganz neue Erfahrung wird.

Beteiligte Künstler/innen:
Hartmut Böhm (*1938)
Tony Cragg (*1949)
Stefan Eberstadt (*1961)
Mike Figgis (*1948)
Peter Fischli (*1952) & David Weiss (1946–2012)
Christian Frosch (*1968)
Tom Früchtl (*1966)
Rolf Glasmeier (1945–2003)
Knut Henrik Henriksen (*1970)
Ottmar Hörl (*1950)
Christian Jankowski (*1968)
Camill Leberer (*1953)
Stefan Löffelhardt (*1959)
Russell Maltz (*1952)
Mathieu Mercier (*1970)
Patrick Fabian Panetta (*1977)
Katinka Pilscheur (*1974)
Thomas Rentmeister (*1964)
Kai Richter (*1969)
Benjamin Sabatier (*1977)
Haim Steinbach (*1944)
Gerold Tagwerker (*1965)
Heiko Tappenbeck (*1936)
Günther Uecker (*1930)
Timm Ulrichs (*1940)
Martin Wöhrl (*1974)
Erwin Wurm (*1954)
Beat Zoderer (*1955)

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 26. Januar, 11.30 Uhr
Sonntag, 9. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 23. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 9. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 23. März, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 20. Januar, 17 Uhr

Streifzug durch Baumarkt und Schrottplatz
Freitag, 14. März, 15 Uhr
Nach einer Kurzführung durch die Ausstellung geht’s mit dem Künstler
Camill Leberer gemeinsam zum Baumarkt und auf den Schrottplatz.

Jubiläumsfest
Sonntag, 30. März, 11–18 Uhr
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Städtischen Galerie und des Stadtmuseums Hornmoldhaus findet ein gemeinsames Jubiläumsfest statt:
Kurzführungen durch die Ausstellung und museumspädagogische Aktionen für Kinder (ganztägig)
Finissagekonzert um 18 Uhr mit Katharina Micada, Vizeweltmeisterin auf der Singenden Säge
Workshops für Erwachsene
mit dem Künstler Robert Würth

Der Baumarkt druckt
Experimenteller Hochdruck mit „exotischen“ Materialien aus dem Baumarkt
Samstag, 8. März, 11–17.30 Uhr, und Sonntag, 9. März, 11–17 Uhr

Der Baumarkt komponiert
Material-Bilder aus den Regalen und Restekisten des Baumarktes
Samstag, 15. März, 11–17.30 Uhr, und Sonntag, 16. März, 11–17 Uhr
Pro Wochenende 69 € zzgl. Material


Workshops für Kinder

Schmuckdiwupp – Baumarkt is a girl’s best friend
Samstag, 25. Januar, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 10–14 Jahren

Raumschiffe für Ameisen
Samstag, 8. Februar, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 7–12 Jahren

Alles Schlauch oder was?
Samstag, 22. März, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 6–10 Jahren

Anmeldungen für alle Workshops unter: 07142 74-483


Italienisch im Museum
mit Katrin Held
3 x mittwochs: 22. und 29. Januar, 5. Februar, jeweils 14–15.30 Uhr
4 x mittwochs: 12., 19., 26. März und 2. April, jeweils 14.30–16 Uhr
Grundkenntnisse erforderlich, Anmeldungen bei Schiller-VHS (für Kurs 13B 4632 06 bzw. 14A 4630 06): 07141 144-1666

Studioausstellung

Sie haben die Wahl!
Die Lieblingswerke unserer Besucher
Ausstellung mit Werken regionaler Künstler
8. Februar – 6. Juli 2014

Anlässlich des städtischen Jubiläums 2014 sowie des 25-jährigen Bestehens der Städtischen Galerie sind die Bürgerinnen und Bürger Bietigheim-Bissingens sowie alle Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich aus der umfangreichen Sammlung der Städtischen Galerie ihre Lieblingsstücke zu wählen. Die erste Ausstellung präsentiert vom 8. Februar bis 6. Juli die Auswahl regionaler Kunst: Hier standen schwäbische Klassiker wie Gustav Schönleber, Hermann Rombach oder Walter Strich-Chapell, sowie aktuelle Positionen etwa von Sabine Braun, Roland Bentz oder Robert Würth zur Debatte. Der zweite Wahldurchgang zum künstlerischen Linolschnitt beginnt ab 8. Februar 2014 und die dazugehörige Ausstellung wird vom 26. Juli bis zum 2. November 2014 zu sehen sein.


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr


Eintritt frei
Öffentliche Führung 3 €
Gruppenführung 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


19.10.2013 - 06.01.2014
Von Tagebuch bis weblog
Tägliche Strategien in der Gegenwartskunst

Pressemitteilung
Ausgehend vom Prinzip des Tagebuches – einem Phänomen, das für gewöhnlich unter literarischen, soziologischen, psychologischen und kulturhistorischen Aspekten beleuchtet wird – widmet sich die Ausstellung den täglichen Strategien in der zeitgenössischen Bildenden Kunst. Per definitionem ist das Tagebuch eine autobiografische Aufzeichnung, die durch Subjektivität, Regelmäßigkeit und Chronologie gekennzeichnet ist. Seit den 1960er Jahren entwickeln Künstlerinnen und Künstler in verschiedenen Medien täglich oder kontinuierlich fortschreitende Werkkonzepte: von schriftlichen Notaten über serielle Malerei bis hin zu fotografischen und filmischen Visual Diaries. So exponieren sie – zwischen Selbstdarstellung und Selbstreflexion – ihre eigene Person und machen ihren privaten Alltag öffentlich oder aber sie entwerfen nur vermeintlich authentische Ego-Dokumente in fiktiven Inszenierungen. Dem Ausstellungsprojekt geht es jedoch nicht vorrangig um den Aspekt der Intimität und der Ichbezogenheit. Vielmehr steht bei der Künstlerauswahl die tägliche Strategie, die Kulturpraxis der (Tages-)Taktung im Vordergrund.

Den Ausgangspunkt bilden Künstlerinnen und Künstler, die sich immer wiederkehrende künstlerische Aufgaben stellen, welche – in bewusster Abkehr vom Persönlichen – den Verlauf von (Lebens-)Zeit erfahrbar machen: die Tagwerke werden so zu Lebenswerken. Von solchen strengen Langzeitprojekten und klassischen Positionen wie On Kawaras »Date Paintings« oder Peter Drehers Serie von Gläsern »Tag um Tag guter Tag« setzen sich die verschiedenen temporären Projekte jüngerer Künstler ab. So spannt die Ausstellung einen weiten Bogen bis zur künstlerischen Auseinandersetzung mit der aktuellsten Form des Tagebuchs, dem weblog, in dem die einstmals intime Privatheit öffentlich und kollektiv wird.

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 27. Oktober, 11.30 Uhr
Sonntag, 3. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 17. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 1. Dezember, 11.30 Uhr
Sonntag, 15. Dezember, 11.30 Uhr
Sonntag, 5. Januar, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 21. Oktober, 17 Uhr

Morgen ist heute schon gestern
Kuratorenführung und Rezitation mit Rüdiger Erk und Lisa Kraus
Donnerstag, 28. November, 18.30 Uhr
Donnerstag, 2. Januar, 18.30 Uhr

Italienisch im Museum
mit Katrin Held
4 x mittwochs: 6., 13., 20. und 27. November, jeweils 14–15.30 Uhr
Grundkenntnisse erforderlich
Anmeldungen bei Schiller-VHS (für Kurs 13B 463106): 07141 144-1666

Die Städtische Galerie verschenkt Kunstplakate!
Aktion zum »Sternlesmarkt« mit Sonderposten-Verkauf
Samstag, 14. Dezember, 11–18 Uhr


Workshops für Kinder:

Geliebtes Tagebuch
Samstag, 26. Oktober, 14–17 Uhr
für Kinder von 8–12 Jahren

Reisetagebuch eines Kuscheltiers
Samstag, 16. November, 14–17 Uhr
für Kinder von 6–10 Jahren

Christmas Song
Samstag, 7. Dezember, 14–17 Uhr
für Kinder von 8–12 Jahren

Pop-Up Weihnachtskarten
Samstag, 21. Dezember, 14–17 Uhr
für Kinder von 6–10 Jahren


Workshopwochen zur Ausstellung »Von Tagebuch bis weblog« für Schulklassen aller Altersstufen
4. bis 28. November
mit anschließender Ausstellung der kreativen Ergebnisse bis 6. Januar 2014

Bildunterschrift:
Susanna Hertrich, Chrono Shredder, 2011


20.07.2013 - 06.10.2013
Linolschnitt heute IX. Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen

Pressemitteilung
Zum nunmehr neunten Mal wurde der Wettbewerb »Linolschnitt heute« von der Stadt Bietigheim-Bissingen ausgeschrieben. Der 1989 gestiftete Preis hat sich längst zu einem der wichtigsten internationalen Grafikauszeichnungen entwickelt. In dreijährigem Turnus mit Preisgeldern von insgesamt 10.000 € und zusätzlichen Juryankäufen fördert die Stadt zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, die sich entweder schon lange mit dem Linolschnitt auseinandersetzen oder sich erst seit kurzem für diese traditionsreiche Technik begeistern. Seit Anbeginn unterstützen die Deutschen Linoleumwerke, heute Armstrong DLW GmbH, den Wettbewerb – so auch dieses Jahr, in dem das Material Linoleum zudem seinen 150. Geburtstag feiert. Durch Zufall entdeckte der englische Chemiker Sir Frederick Walton 1863, dass sich aus Leinöl, Korkmehl und Harzen ein Fußbodenbelag herstellen lässt. Die Bestandteile von Linoleum haben sich seither nicht verändert. Mit seiner industriellen Produktion wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts zum wichtigen Bestandteil der zeitgenössischen Architektur: Bruno Taut, Henry van de Velde, Peter Behrens, Mies van der Rohe und Walter Gropius haben den Bodenbelag außerordentlich geschätzt wie auch mitgestaltet.

Seit der Klassischen Moderne haben sich bildende Künstlerinnen und Künstler das Linoleum zu Nutze gemacht, darunter Gabriele Münter, August Macke, Christian Rohlfs, Henri Matisse, Marc Chagall und nicht zuletzt Pablo Picasso, der mit dieser Hochdrucktechnik außergewöhnliche Werke schuf. Auch dieses Mal bewarben sich wieder über 500 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt um den Grafikpreis »Linolschnitt heute IX«. Nach einer Vorauswahl anhand eingereichter Fotos, wurden 105 Teilnehmer aus 25 Ländern eingeladen, ihre Werke im Original einzusenden. Die fünfköpfige Jury nahm dann alle eingereichten Arbeiten in Augenschein, sie diskutierte, sortierte, debattierte – bis schließlich die drei Preisträger feststanden. Ihre Werke werden nun zusammen mit 42 weiteren ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern in der Ausstellung präsentiert. So bietet sich den Besuchern ein repräsentativer Einblick in den aktuellen künstlerischen Linolschnitt – darunter viele bekannte Namen wie auch Neuentdeckungen aus ganz Europa bis nach China und Australien. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 19. Juli statt.


20.04.2013 - 07.07.2013
Conrad Felixmüller. Zwischen Kunst und Politik

Pressemitteilung
Conrad Felixmüller (1897–1977) gehörte zwischen 1915 und 1933 neben Otto Dix zu den bekanntesten und erfolgreichsten jungen deutschen Künstlern. Beide zählen heute zu den wichtigsten Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Bereits im Alter von 15 Jahren wurde Felixmüller an der Königlichen Kunstakademie in Dresden aufgenommen und erfuhr in der Geburtsstadt der Expressionistengruppe Die Brücke wichtige Impulse. Bereits seine kubistisch-konstruktivistischen Arbeiten bis 1919 sowie sein spätexpressionistisches Werk der frühen 1920er Jahre und die anschließende sachlich-realistische Phase zeigen eindrucksvoll sein außergewöhnliches künstlerisches Talent.

Seine Bilder, in denen stets der Mensch im Vordergrund steht, spiegeln kraftvoll das alltägliche Leben und den Zeitgeist wieder. Dabei stellte Felixmüller seine Kunst in den Anfangsjahren der Weimarer Republik dezidiert in einen politischen Kontext, was durch seine Mitarbeit an den in der Ausstellung präsentierten Zeitschriften Die Aktion und Menschen deutlich wird. Es ist vor allem sein druckgrafisches Œuvre, das diesen Abschnitt seiner Entwicklung dokumentiert. Nachdem Felixmüller 1920 mit dem Sächsischen Staatspreis ausgezeichnet wurde, entschied er sich, das Stipendium nicht für den traditionellen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom zu verwenden, sondern in die Bergbaugebiete an der Ruhr zu gehen und dort das Leben der Minenarbeiter zu studieren. Einzigartig ist seine Erfassung der industriellen Arbeitswelt in all ihrer Vielschichtigkeit: Armut, Härte und Streik mit sozialkritischem Impetus ebenso wie Glücksmomente und Selbstbewusstsein des Arbeiters.

Die Ausstellung zeigt darüber hinaus Felixmüllers private Motivgruppen, die von großer Intimität und Einfühlungsvermögen zeugen: seine Selbstbildnisse und Doppelporträts mit seiner Frau, seine Liebespaardarstellungen sowie seine Familien- und Kinderbildnisse. Hinzu kommen die zahlreichen Porträts von Freunden und Künstlerkollegen, so dass damit alle wesentlichen inhaltlichen Aspekte von Felixmüllers Schaffen aufgefächert sind. Mehr als 120 Werke – Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen – aus dem Museum Gunzenhauser der Kunstsammlungen Chemnitz, dem Lindenau-Museum Altenburg und weiteren großen deutschen Museen sowie selten oder noch nie gezeigte Leihgaben aus Privatsammlungen geben so einen hervorragenden Einblick in Felixmüllers Werk.




23.03.2013 - 07.07.2013
Fred Stelzig: "Der kürzeste Nenner ist Poesie" - Werke aus 50 Jahren

Pressemitteilung
Fred Stelzig (1923–2006) prägte mit seiner Kunst am Bau öffentliche und private Räume, besonders das Stadtbild Besigheims, wo er 61 Jahre lang lebte. Neben der angewandten Kunst, etwa dem Entwerfen und Fertigen von Wandteppichen, arbeitete Stelzig auch in den klassischen Bereichen bildender Kunst. Während die frühen Arbeiten der 1940er Jahre einen noch deutlich gegenständlichen Charakter aufweisen, findet der Künstler in dem darauffolgenden Jahrzehnt zu seiner abstrahierten Formensprache. Angeregt durch die Landschaftseindrücke längerer Reisen, unter anderem nach Finnland, Italien und in die Türkei, erzielt er in seinen Werken eine poetische Wirkung. Dadurch macht Stelzig die Kunst – in einer von Missständen geprägten Welt – zu einem »ruhenden Pol« für die Menschen. Zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus dem Nachlass bereichern seit 2010 den Bestand der Städtischen Galerie und werden nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Damit würdigt die Ausstellung mit Werken aus 50 Jahren Schaffenszeit einen der vielseitigsten und bedeutendsten Künstler der Region, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Als besonderes Highlight steuert Simone Westerwinter, die heute in Stelzigs ehemaligen Haus und Atelier lebt und arbeitet, eine künstlerische Intervention bei.

Das Werk der Konzeptkünstlerin Simone Westerwinter (*1960) umfasst eine enorme mediale Bandbreite. Sie malt, modelliert, performed, lässt performen, unterrichtet, installiert und interveniert. Die eigens für die Ausstellung »Fred Stelzig: Der kürzeste Nenner ist Poesie« geschaffene Videoinstallateion thematisiert die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Raum und zwischen Künstler und Kunstbetrachter – der Schauplatz der Szenerie ist das ehemalige Atelier Fred Stelzigs, in dem Simone Westerwinter heute arbeitet. In dem Video entdeckt ein älterer Herr nicht nur die Kunst, die sich in den Räumen befindet, sondern er lernt auch die Künstlerin mit der goldenen Maske kennen. Schließlich sind es die Goethe’schen »sich ereigneten unerhörten Begebenheiten« mittels derer die gewohnte Ordnung durchbrochen wird und zu welcher der Mensch – als Mitwirkender und Betrachter – durch ein Ja oder Nein Stellung beziehen muss.



19.01.2013 - 07.04.2013
Kalte Rinden - Seltene Erden. Die Landschaft in der Gegenwartskunst

Pressemitteilung
Das Landschaftsgenre ist im 21. Jahrhundert ins Repertoire der zeitgenössischen Kunst zurückgekehrt. Die Ausstellung zeigt dies eindrucksvoll anhand von elf Positionen der Gegenwartskunst verschiedener Medien wie Malerei, Fotografie, Video und Installation. Darunter finden sich Werke von Armin Boehm, Elger Esser, Valérie Favre, Mariele Neudecker, Yehudit Sasportas und David Schnell, welche die Landschaft als Bildinhalt, Bedeutungsträger und Gegenstand der Wahrnehmung darstellen und analysieren – als Versuch einer Aneignung der Welt.

Bildunterschrift:
Sven Drühl, E.T.C. (Neon), 2012
courtesy Galerie Hartwich, Sellin auf Rügen
© VG Bild-Kunst, Bonn 2012


21.07.2012 - 02.09.2012
Mangelnde Gewinnerzielungsabsicht
Uta Zaumseil und Peter Mell

Pressemitteilung
Uta Zaumseil (*1962) wurde bereits zwei Mal bei dem internationalen Grafikwettbewerb „Linolschnitt heute" ausgezeichnet, den die Stadt Bietigheim-Bissingen alle drei Jahre auslobt. Nun zeigt sie gemeinsam mit ihrem Lebenspartner, dem Maler Peter Mell (*1939), ihre außergewöhnlichen Linol- und Holzschnitte. Ihre auf zartes Japanpapier im Handabzug gedruckten Werke – meist Unikate in großen Formaten – überzeugen durch ihre differenzierte Farbigkeit in subtilen Abstufungen und ihre sinnlich-malerische Wirkung, die im Verfahren des Hochdrucks einzigartig ist. Häufig beruhen ihre Figuren- und Landschaftsdarstellungen auf eigenen fotografischen Vorlagen und hier treffen sich die Bildinteressen der beiden Künstler. Peter Mell, dessen Werk durch eine ungewöhnliche Vielseitigkeit gekennzeichnet ist, dienen Fotografien ebenfalls als Inspiration und nicht zuletzt als Arbeitsgrundlage für Übermalungen. Daneben präsentiert er Beispiele seiner gänzlich ungegenständlichen, meist flächigen Malerei.

Katalog 25 €


21.04.2012 - 08.07.2012
Hereinspaziert!
Zirkus und Jahrmarkt von Macke bis Matisse

Pressemitteilung
Dieses Thema lässt nicht nur Kinderaugen leuchten: Die Welt des Zirkus‘ und des Jahrmarkts faszinierte und inspirierte zahlreiche Künstler insbesondere seit Ende des 19. Jahrhunderts. Ihre Werke mit Clowns und Jongleuren, Balanceakten und Tierdressuren feiern die Magie der Manege ebenso wie sie die tiefgründige Symbolik ihrer Protagonisten und Darbietungen erfassen. Die Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken von der Klassischen Moderne bis in die Nachkriegszeit zeigen die ganze Vielfalt an Darstellungsmöglichkeiten mit kühnen Perspektiven, spektakulären Auftritten und dem Blick hinter die Kulissen. Um die Mannigfaltigkeit der sich anbietenden Motive zu verarbeiten, schufen viele Künstler eindrucksvolle grafische Zyklen, die als epochemachende und herausragende Arbeiten des 20. Jahrhunderts gelten.

Ab dem Moment, als sich der Zirkus unabhängig vom Jahrmarkt als festes Unterhaltungsprogramm etablierte, wurde er zum beliebten Publikumsmagneten neben Theatern, Cabarets und Varietés. So nahmen sich auch viele Künstler des Themenkomplexes an und hielten Momentaufnahmen der Aufführungen fest. Die Artisten wurden alsbald zur Metapher schlechthin: Etwas schier Unmögliches und Tollkühnes vollbringen, sich zur Schau stellen und anpreisen – darin sahen bildende Künstler Spiegel- und Zerrbild ihrer selbst und entdeckten Parallelen zur eigenen gesellschaftlichen Außenseiterrolle. Denn dem ‘romantischen‘ Bild eines ungebundenen Daseins stand ein entbehrungsreiches Wanderleben gegenüber und dem glamourösen Auftritt im Scheinwerferlicht folgte ein harter, von Entfremdung wie Einsamkeit geprägter Existenz- und Konkurrenzkampf: ein Leben wie ein Drahtseilakt.

In der französischen Kunst wurde die lange Tradition der Pierrot- und Gauklerdarstellungen wieder neu belebt. Ebenso sind Schausteller und Artisten aus dem Bildrepertoire des deutschen Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit kaum wegzudenken. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg knüpften viele Künstler hieran an – der Zirkus diente erneut als Symbol der Freiheit wie als Mittel zur Selbststilisierung. Der bunte Kosmos rund um das fahrende Volk begeistert bis heute Groß und Klein. In der Ausstellung spiegelt er sich in mehr als 120 Werken von Max Beckmann, Marc Chagall, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Fernand Léger, August Macke, Henri Matisse, Reinhold Nägele, Max Pechstein, Pablo Picasso, Georges Rouault und Henri de Toulouse-Lautrec. Hereinspaziert!

Katalog zur Ausstellung 22 €



Begleitprogramm


Öffentliche Führungen
sonn- und feiertags, jeweils 11.30 Uhr und 14.30 Uhr
donnerstags, jeweils 18.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 23. April, 17 Uhr


Anders hingeschaut!
Ausstellungsrundgang mit Hermann Sagemüller, Gesellschaft der Circusfreunde e.V.
Freitag, 4. Mai, 18 Uhr

Vorhang auf! Familienführungen
Samstag, 5. Mai, 26. Mai und 16. Juni, jeweils 15 Uhr
für Kinder von 5 bis 12 Jahren mit Eltern und Großeltern

Kinderfest »Manege frei« mit vielen Attraktionen zum Staunen und Aktionen zum Mitmachen für Groß und Klein!
Unterhaltsame Kurzführungen sowie Zirkuskostüme, Tiermasken, Zirkusfiguren basteln mit den Museumspädagoginnen Anita Mathony, Gesine Pitzer und Julia Rein
Mitmachaktion für Kinder von Zirkusgruppen der Kunstschule Labyrinth unter der Leitung von Till Schneidenbach
Sonntag, 24. Juni, 11–18 Uhr
Ermäßigter Eintritt für Erwachsene mit Kind(ern)


Workshops für Kinder

Träume unterm Zirkuszelt
Samstag, 28. April, 14–17 Uhr
für Kinder von 5 bis 8 Jahren

Tanzende Bären und gefährliche Löwen
Samstag, 19. Mai, 14–17 Uhr
für Kinder von 6 bis 10 Jahren


Workshopwochen für Schulklassen
mit Gesine Pitzer und Julia Rein
Montag, 7. Mai bis Freitag, 25. Mai
Im Anschluss wird eine Auswahl der kreativen Ergebnisse ausgestellt!


Öffnungszeiten

Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag, alle Feiertage 11–18 Uhr

Eintritt frei jeden ersten Freitag im Monat!
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Eintritt frei für Kinder bis 12 Jahren
Eintritt ermäßigt für Jugendliche (12–18 Jahre), Studenten, Schwerbehinderte, geschlossene Gruppen ab 10 Personen
Öffentliche Führungen, Familienführungen, Ausstellungsrundgang: je 3 € zzgl. Eintritt
Gruppenführungen: 55 € / 65 € zzgl. ermäßigtem Eintritt
Workshops: 5 € pro Kind
Workshopwochen: 3 € pro Schüler

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung: 07142 74-483


06.04.2012 - 02.09.2012
Manege frei!
Werke aus der eigenen Sammlung

Pressemitteilung
Studioausstellung
In den über zwanzig Jahren ihres Bestehens hat die Städtische Galerie eine attraktive Sammlung an Linolschnitten und an regionaler Kunst zusammengetragen. Parallel und ergänzend zur Ausstellung »Hereinspaziert! Zirkus und Jahrmarkt von Macke bis Matisse« werden ausgewählte Werke von Heinrich Ehmsen über Hermann Rombach bis Adam Lude Döring präsentiert, die sich diesem Themenkreis widmen. Außerdem sind originalgetreue Zirkus-Modelle und Kostüme zu sehen, welche die Gesellschaft der Circusfreunde zur Verfügung stellt – ein besonderes Highlight!



21.01.2012 - 09.04.2012
iRonic. Die feinsinnige Ironie der Kunst

Pressemitteilung
Ironie ist ein wesentlicher Bestandteil unserer verbalen und visuellen Kommunikation. Sie umfasst Übertreibung und Untertreibung, Bedeutungsauflösung und Bedeutungsaufladung. Sie untergräbt und schafft Distanz im gleichen Atemzug. Erhält sie in Zeiten gravierender politischer wie gesellschaftlicher Umbrüche und sich global auswirkender Katastrophen wieder eine größere Bedeutung, auch im künstlerischen Diskurs?

Elf international renommierte Künstlerinnen und Künstler präsentieren in der Ausstellung unterschiedliche Facetten von Ironie als einem zentralen Ausdrucksmittel ihrer Kunst. In den Gemälden, Skulpturen, Installationen, Fotografien und Videos greifen sie gesellschaftlich relevante Themen auf und setzen sich mit politischen Slogans, Geschlechterrollen, Forschungsmethoden der Wissenschaft oder unserem Umgang mit der Natur auseinander. Ironie erscheint hier als Mittel des Spiels, auch des Sprachspiels, als Mittel der Analyse, der Kritik oder als Ausdruck von Grenzerfahrung. Auch die Kunst wird hinterfragt, wenn es etwa um die Erwartungen des Kunstbetrachters oder des Künstlers an sich selbst bzw. die Definition der Rolle des Künstlers in der Gesellschaft geht. Die präsentierten Werke zu diesen Themen sind lustig und listig, hintergründig und feinsinnig – Ironie als heiteres und zugleich treffsicheres Stilmittel.

Die in Kooperation mit dem Kunstpalais Erlangen entstandene Ausstellung zeigt Arbeiten von Shannon Bool (CDN), Thorsten Brinkmann (D), Mark Dion (USA), Anton Henning (D), Brigitte Kowanz (A), Ragnar Kjartansson (IS), Peter Land (DK), Patrick Mimran (F), Ahmet Öğüt (TR), Şener Özmen (TR) und Claude Wall (D) – alles Künstlerinnen und Künstler, die sich an den Betrachter als Verbündeten im Geiste wenden. Durch diese Komplizenschaft mit dem Betrachter treffen die Künstler in einer als absurd empfundenen (Kunst)Welt den Nerv unserer Zeit. Wir müssen uns den Ironiker wohl als einen glücklichen Menschen vorstellen.

Katalog 32 €


26.11.2011 - 04.03.2012
Anja Luithle. Der Wolf hat rote Kreide gefressen

Pressemitteilung
Die in Bissingen aufgewachsene Künstlerin Anja Luithle (*1968) hat bereits 2002 bei der vielbeachteten Schau „Joystickduett und Katharsismaschine. Kunst-Apparate von baden-württembergischen Künstlern“ in der Städtischen Galerie das Publikum begeistert. In ihrer Einzelausstellung spannt sie nun einen großen Bogen von ihren Skulpturen und kinetischen Objekten bis hin zu den jüngst entstandenen Linolschnitten. Viele ihrer Werke erscheinen zunächst betörend schön, doch dies ist eine Täuschung – das Abgründige kommt bald zum Vorschein, Opfer und Täter tauschen dabei gelegentlich ihre Rollen. Wie Märchen sprechen die Arbeiten von Wünschen und Ängsten, gesellschaftlichen Rollen und Regeln. Hintergründig-ironisch fordert Anja Luithle die Betrachter auf, das eigene zwischenmenschliche und geschlechtsspezifische Verhalten zu überdenken. Und wir haben unseren Spaß daran, auch wenn uns das Lachen manches Mal im Halse stecken bleibt.

Katalog 15 €

Titelbild: Trophäen: rechter Schuh Elisabeth, 2011, Gießharz, Holz, Ölfarbe • Foto: Frank Kleinbach

Künstlergespräch
Donnerstag, 12. Januar, 18.30 Uhr

Führung für Sehbehinderte und Blinde
Mittwoch, 8. Februar, 18 Uhr
Anmeldung unter: 07142 74-483

Künstlergespräch und Finissage
Sonntag, 4. März, 11.30 Uhr

Workshop für Kinder
Die tanzenden Schuhe
für Kinder von 8 bis 12 Jahren
Samstag, 3. März, 14–17 Uhr
Anmeldung unter: 07142 74-483


29.10.2011 - 08.01.2012
Der Zeichnung Raum geben
Bettina van Haaren, Pia Linz, Brigitte Waldach

Pressemitteilung
Jedes Kind kritzelt, jeder Mensch zeichnet. Die Zeichnung ist das ursprünglichste und spontanste künstlerische Medium, das momentan in großen Überblicksausstellungen wiederentdeckt wird. Der konzentrierte Blick auf die zeitgenössischen Künstlerinnen Bettina van Haaren (*1961), Pia Linz (*1964) und Brigitte Waldach (*1966) zeigt drei spannende Positionen, die auf besondere Weise die Zeichnung mit dem Raum – also Zweidimensionales mit Dreidimensionalem – verknüpfen. Während Bettina van Haaren in der Fläche mit grafischen Geflechten Räumlichkeit erzeugt, reflektiert Pia Linz mit ihren Einritzungen in Acrylglasobjekte den Umraum. Individuell für den jeweiligen Ausstellungsort konzipiert Brigitte Waldach rote Raumzeichnungen, teilweise direkt auf die Wand gebracht, teilweise durch rote Fäden in den Realraum erweitert.

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen

Sonntag, 6. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 27. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 11. Dezember, 11.30 Uhr
Sonntag, 8. Januar, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 7. November, 17 Uhr

Kunst-Plausch
Exklusiver Ausstellungsrundgang mit Bettina van Haaren und anschließender Austausch bei Sekt & Selters
Mittwoch, 16. November, 20 Uhr
Exklusive Kuratorinnenführung und anschließender Austausch bei Sekt & Selters
Mittwoch, 7. Dezember, 18 Uhr
5 €, Anmeldung unter 07142 74-483


Workshop für Erwachsene
Schnelles Zeichnen: räumliche Skizzen
mit dem Künstler Robert Würth
3 Dienstage: 8. November, 15. November, 22. November, jeweils 11–14 Uhr
3 Sonntage: 27. November, 4. Dezember, 11. Dezember, jeweils 11–14 Uhr
Beide Terminblöcke können einzeln gebucht werden, Anmeldung unter 07142 74-483


Workshops für Kinder
Verstrickungen
Samstag, 5. November, 14–17 Uhr
für Kinder von 7 bis 12 Jahren

Alle Jahre wieder…
Samstag, 26. November, 14–17 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Rund um die Kordel – Geschenke schnüren
Samstag, 17. Dezember, 14–17 Uhr
für Kinder von 5 bis 9 Jahren

Die Gedanken sind frei…
Samstag, 7. Januar, 14–17 Uhr
für Kinder von 10 bis 14 Jahren

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14 bis 18 Uhr
Donnerstag 14 bis 20 Uhr
Samstag, Sonntag, alle Feiertage 11 bis 18 Uhr

Eintritt frei
Öffentliche Führung 3 €
Gruppenführung 55 € / 65 €

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Anmeldung für Workshops unter: 07142 74-483

Katalog 16 €

Bildunterschrift:
Brigitte Waldach, Großes Kino, 2007
Sammlung Rausch, Potsdam


23.07.2011 - 09.10.2011
Power Up!
Female Pop Art

Pressemitteilung
Die bis heute vor allem mit männlichen Protagonisten verbundene Kunstrichtung der Pop Art wird in dieser Ausstellung einer Neuinterpretation durch herausragende weibliche Positionen unterzogen. Plastik, grelle Farben, reduzierte Formen und grafische Konturen – die Arbeiten der Künstlerinnen ähneln in vielem denen ihrer männlichen Kollegen. Auch die Popfrauen treffen den Geschmack der Masse, bleiben jedoch als feministische Vorreiterinnen kämpferisch und kritisch: zeigen die Oberflächlichkeit der Konsumkultur, thematisieren die Klischees der Massenmedien und korrigieren die üblichen Frauendarstellungen der damaligen Zeit. Die in Kooperation mit der Kunsthalle Wien entstandene Ausstellung zeigt Gemälde, Skulpturen, Collagen, Zeichnungen und Siebdrucke von Evelyne Axell, Sister Corita, Christa Dichgans, Rosalyn Drexler, Jann Haworth, Dorothy Iannone, Kiki Kogelnik, Marisol und Niki de Saint Phalle.
Mit umfangreichem Begleitprogramm
unter www.bietigheim-bissingen.de

Öffentliche Führungen
Jeden Sonn- und Feiertag, 11.30 Uhr

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11–18 Uhr

Eintritt frei jeden ersten Freitag im Monat!
Eintritt 5 €, ermäßigt 3 €
Öffentliche Führungen 3 €
Gruppenführungen 55 € / 65 €




Bildtitel:
Evelyne Axell, Ice Cream, 1964, Courtesy Serge Goisse, Belgien
© Estate of Evelyne Axell und VG Bild-Kunst, Bonn, 2011, Foto: Paul Louis


16.04.2011 - 09.10.2011
Liebesgeschichten aus der eigenen Sammlung

Pressemitteilung
In den über zwanzig Jahren ihres Bestehens hat die Städtische Galerie eine attraktive Sammlung an grafischen Werken des 20. und 21. Jahrhunderts zusammen getragen. Parallel und ergänzend zur Ausstellung »Die Liebe ist ein seltsames Spiel... Liebesgeschichten von Klinger bis Picasso«werden ausgewählte Werke von August Macke über Christian Rohlfs und Heinrich Hoerle bis hin zu Philipp Hennevogl gezeigt, in denen sich das Gefühl der Liebe mit all ihren ambivalenten Facetten spiegelt.

Bildunterschrift:
Uta Zaumseil, Where is the Love (I), 2006
Linolschnitt, 85 x 114,8, Unikat


16.04.2011 - 10.07.2011
Die Liebe ist ein seltsames Spiel...
Liebesgeschichten von Klinger bis Picasso

Pressemitteilung
Seit jeher beschäftigt die Liebe Musiker, Literaten und Bildende Künstler. Sie umfasst die Sehnsucht und den Rausch des Glücks ebenso wie die Eifersucht und das quälende Leid. Grafiken vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre hinein legen die unterschiedlichenkünstlerischen Vorstellungen von der Liebe anhand bedeutender Positionen dar, u. a. von Max Beckmann, Marc Chagall, Otto Dix, HAP Grieshaber, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Max Klinger, Joan Miró, Otto Mueller, Edvard Munch, Emil Nolde, Pablo Picasso, Henri de Toulouse-Lautrec und Niki de Saint Phalle. Anhand der Werke aus fast100 Jahren wird deutlich, wie häufig und in welcher Bandbreite sich die Künstler mit dem Thema beschäftigten. Dergestalt eröffnet die Ausstellung den Blick auf die Vielfalt und Bedeutung der Ausdrucksmöglichkeiten, die Künstler für dieses seltsame Spiel gefunden haben, das in unseren Köpfen und Herzen umgeht. Ein Großteil der Werke stammt aus dem reichen Bestand des Sprengel Museums Hannover, ergänzt durch Blätter aus anderen qualitätvollen Grafiksammlungen.
Bildunterschrift:
Otto Mueller
Zigeuner-Liebespaar 2 (aus der Mappe Otto Mueller – Lithografien), 1921/22
Lithografie
Sprengel Museum Hannover
Foto: Michael Herling/Aline Gwose

Öffentliche Führungen
sonn- und feiertags, jeweils 11.30 Uhr und 14.30 Uhr
donnerstags, 5. Mai, 19. Mai, 16. Juni, 7. Juli, jeweils 18.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 18. April, 17 Uhr

Es ist, was es ist…
Kuratorenführung und szenische Rezitation von Rüdiger Erk und
Lisa Kraus
Jeden letzten Donnerstag im Monat: 28. April, 26. Mai, 30. Juni,
jeweils 18.30 Uhr
3 € zzgl. Eintritt

Kunst-Genuss: Liebe geht durch den Magen…
Exklusive Führung und anschließendes 3-Gänge Menü mit
aphrodisierenden Kreationen
Freitag, 13. Mai, 18 Uhr
Freitag, 10. Juni, 18 Uhr
In Kooperation mit dem Café Galerie
24 €, Anmeldung unter: 07142 74-483
Nun, ihr Musen, genug…
Liebeslieder des 19. und 20. Jahrhunderts
concerto vocale bietigheim
Sonntag, 29. Mai, 19 Uhr
10 €, erm. 8 €


Workshop für Erwachsene
Beziehungskiste Bild
Zeichnen und Drucken mit dem Künstler Robert Würth
Samstag, 21. Mai und Sonntag, 22. Mai, jeweils 11–17 Uhr


Workshops für Kinder

Farbenfrohes Maskenspiel
Samstag, 7. Mai, 14–17 Uhr
für Kinder von 6 bis 9 Jahren

Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt
Samstag, 25. Juni, 14–17 Uhr
für Kinder von 10 bis 14 Jahren

Geschichtenwerkstatt
Samstag, 2. Juli, 14–17 Uhr
für Kinder von 7 bis 12 Jahren


Workshopwochen für Schulklassen
mit Gesine Pitzer und Julia Rein
Montag, 2. Mai bis Freitag, 20. Mai
Im Anschluss wird eine Auswahl der kreativen Ergebnisse ausgestellt.

Anmeldung für Workshops unter: 07142 74-483



22.01.2011 - 03.04.2011
Vincent Tavenne. Déplie-toi! Entfaltung und Illusion

Pressemitteilung
Der in Berlin lebende französische Bildhauer Vincent Tavenne (*1961) ist durch seine aufsehenerregenden textilen Zeltskulpturen bekannt geworden. Aktuelle begehbare Konstruktionen, deren unscheinbare äußere Hüllen ihr spektakuläres Innenleben nicht erahnen lassen, werden neben Assemblagen, Gouachen und Skulpturen surreal verfremdeter Alltagsgegenstände präsentiert. Zudem stehen großformatige Holz- und Linolschnitte mit seriellen Motiven im Fokus der Ausstellung, die damit auch an den Hochdruck-Schwerpunkt der Städtischen Galerie anknüpft. So wird der Betrachter in der Ausstellung von der dreidimensionalen in die zweidimensionale Welt überführt, wobei alle Werke – bis hin zu den Drucken – einen objekthaften Charakter besitzen. Dergestalt blitzt das Selbstverständnis des Künstlers als Bildhauer stets durch.


27.11.2010 - 20.03.2011
Studioausstellung:
Der ganz normale Wandalismus
Papierarbeiten von Wanda Aniko-Lützner

Pressemitteilung
Die gebürtige Bietigheimerin und in Pleidelsheim ansässige Künstlerin Wanda Aniko-Lützner (geb. 1949) zeigt erstmals in der Städtischen Galerie Werke aus ihrem umfangreichen, seriellen Schaffen, darunter die sogenannten „Hundertschaften“ – gezeichnete Köpfe und Porträts von bekannten und unbekannten Persönlichkeiten, von Mischwesen und Grimassen – die sie als Bildteppich präsentiert. Den Betrachtern zugänglich gemacht werden auch zahlreiche Künstlerbücher, die nicht als Skizzenbücher zu verstehen sind, sondern als autonome, sehr reizvolle Werkgruppe. Häufig arbeitet sie auf Zeitungspapier, so dass die Bilderwelt und die Schlagzeilen der Medien mit der individuellen Zeichnung in Dialog treten. Neben der Collagetechnik und der begrenzten, doch ausdrucksstarken Farbigkeit – die Künstlerin hat eine Vorliebe für Schwarz und Rot – zeichnet ihr Werk eine große Dynamik, aber auch eine an die ostasiatische Kalligrafie erinnernde Konzentration auf das Wesentliche aus.


23.10.2010 - 09.01.2011
Linolschnitt heute VIII
Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen

Pressemitteilung
Der nunmehr zum achten Mal ausgelobte Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen „Linolschnitt heute“ hat inzwischen einen festen Platz unter den großen internationalen Grafikbiennalen und –triennalen. Rund 500 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt nehmen an diesem Wettbewerb teil, der zeitgenössische Künstler fördert, die sich entweder schon lange mit dem Linolschnitt auseinandersetzen oder aber sich erst seit kurzem für diese traditionsreiche Technik begeistern. Die Ausstellung präsentiert die Werke der Preisträger sowie eine von der Jury getroffene Auswahl und bietet damit einen repräsentativen Einblick in den aktuellen künstlerischen Linolschnitt. Der Wettbewerb wird auch in diesem Jahr wieder von der Armstrong DLW AG Bietigheim-Bissingen großzügig unterstützt.


24.07.2010 - 10.10.2010
Säen und Jäten
Volkskultur in der zeitgenössischen Kunst

Pressemitteilung
Der Herausbildung einer globalen weltumspannenden Kultur steht eine erneute Hinwendung zu überlieferten regionalen Traditionen gegenüber. In den westlichen Gesellschaften tauchen volkskulturelle Bräuche, Techniken und Symbole in den letzten Jahren verstärkt nicht nur in den Medien und der Mode, sondern auch in der Bildenden Kunst wieder auf. Dem Ausstellungsprojekt geht es dabei nicht um Laienkunst, sondern um die künstlerische Orientierung an dem Konstrukt einer „alten“, regional geprägten Volkskultur, die heute auf unterschiedlichste Weise in die ästhetische Produktion einfließt und neue Verbindungen mit dem Zeitgeschmack eingeht. Die Werke der 25 Künstlerinnen und Künstlern geben so einen Überblick, wie internationale Gegenwartskunst regionale Volkskultur aktualisiert.


24.07.2010 - 10.10.2010
Studioausstellung:
Ernten und Pflügen

Pressemitteilung
Parallel zur Ausstellung „Säen und Jäten“, die sich mit der Reflexion von Volkskultur in der zeitgenössischen Kunst auseinandersetzt, werden ausgewählte Objekte aus der Sammlung des Stadtmuseums Hornmoldhaus präsentiert: Gegenstände, deren Nutzung vom heutigen Betrachter nur noch erahnt oder selbst von Volkskundlern gar nicht mehr eruiert werden kann. Die Ausstellung wird die Exponate jedoch nicht historisch aufbereiten, sondern durch fiktiv-literarische, auch skurrile Texte einen unterhaltsamen und phantasievollen Zugang zu den Dingen und ihrer Sprache bieten.


24.04.2010 - 11.07.2010
Reisen im Land der aufgehenden Sonne
Meisterwerke des japanischen Holzschnitts aus der Kunsth

Pressemitteilung
Die neuartige Ästhetik, die kühnen Kompositionen und das feine Kolorit des japanischen Farbholzschnitts lösten im Europa des ausgehenden 19. Jahrhunderts eine Welle der Begeisterung aus und haben an Faszination bis heute nichts eingebüßt. Die Ausstellung rückt nun erstmals das Thema der Landschaft und des Reisens in den Fokus der Betrachtung. Im Mittelpunkt stehen die Darstellungen von Hokusai und Hiroshige, den bekanntesten Meistern des japanischen Holzschnitts, und insbesondere deren Serien zum Tokaido. Der Tokaido war die wichtigste Reiseroute im alten Japan und führte entlang des Pazifiks von Edo , dem Regierungssitz des Shogun, zur Hauptstadt Kyoto, dem Sitz des Kaisers. In beeindruckenden Blättern können die Betrachter alle Stationen der »Ostmeerstraße« kennen lernen, erfahren dabei von regionalen Besonderheiten und kulinarischen Spezialitäten ebenso wie von Gedanken und Ängsten der Reisenden, die weder auf Unterhaltung durch Geishas noch auf ihr abendliches Bad verzichten mussten. Die Tokaido-Serien sind damit einzigartige Kaleidoskopenicht nur der japanischen Landschaft, sondern auch des Edo-zeitlichen Lebens. Die darin dargestellten Figuren, Geschichten und Situationen werden in der Ausstellung durch weitere aufschlussreiche Holzschnitte anderer Künstler ergänzt. Die mehr als 150 grafischen Blätter aus der Ukiyo-e-Sammlung der Kunsthalle Bremen treffen außerdem auf originale Objekte dieser Epoche – wie Reisekasten oder Kimono – aus dem Linden-Museum Stuttgart. Die Schau
erschließt somit viele Aspekte der faszinierenden Kulturgeschichte Japans – des Alltags, der Religion, der Mythen und Sagen. Nach der Kunsthalle Emden und der Hamburger Kunsthalle ist diese Ausstellung mit der Kunsthalle Bremen nun die dritte Kooperation in Folge mit bedeutenden Museen Norddeutschlands.

Sonderöffnungszeiten:
Dienstag–Sonntag 11 bis 18 Uhr
Donnerstag 11 bis 20 Uhr
Alle Feiertage 11 bis 18 Uhr

Eintritt 5 €, ermäßigt 3 €
Teilnahme an den öffentlichen Führungen 2 €
Gruppenführung 50 € / 60 €

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung: (07142) 74-483


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen jeden Sonn- und Feiertag, 11.30 Uhr und 14.30 Uhr
jeden Donnerstag, 18.30 Uhr
(3 € zzgl. Eintritt)


Führung für Lehrerinnen und Lehrer
Montag, 26. April, 17 Uhr


Die wunderbare Welt der Ukiyo-e
Vortrag zur Einführung in die Ausstellung
Dr. Susanne Germann, Japanologin und Kunsthistorikerin
Samstag, 24. April, 19 Uhr
Veranstaltungsort: Bürgerzentrum Stuttgart West
in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Baden-Württemberg

Japanische Volkslieder & westliche Jazzismen
Walter Lang und Takuya Taniguchi lassen die Piano-Kultur des alten Europa auf Klangwolken der Taiko Trommeln treffen
Mittwoch, 28. April, 20 Uhr
Kronenzentrum
Eintritt frei


(K)eine einfache Sache
Ausstellungsrundgang und technische Einführung in den japanischen Holzschnitt und -druck
mit dem Bildhauer und Grafiker Herbert Goeser
Donnerstag, 6. Mai, 20 Uhr (3 € zzgl. Eintritt)

Anders hingeschaut!
Ausstellungsrundgang mit der Papier-Restauratorin Eva Fastenau,
Linden-Museum Stuttgart, Abt. Ostasien
Donnerstag, 10. Juni, 20 Uhr (3 € zzgl. Eintritt)

Ist Papier geduldig?
Ausstellungsrundgang und technische Einführung in die Kunst der Papierherstellung
mit Prof. Dr. Irene Brückle, Lehrstuhl für Restaurierung von Grafik, Archiv- und Bibliotheksgut, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Donnerstag, 1. Juli, 20 Uhr (3 € zzgl. Eintritt)



Kunst-Genuss nach Feierabend:


Kuratorenführung und traditionelle Teezeremonie mit der japanischen Teemeisterin Yaeko Heinisch
Freitag, 21. Mai, 17 Uhr (7 € zzgl. Eintritt)

Kuratorenführung und original japanisches Menü, zubereitet von
Yumiko Staguhn
In Kooperation mit dem Café Galerie
Freitag, 18. Juni, 17 Uhr (22 € zzgl. Eintritt)

Anmeldung zum Kunst-Genuss unter: 0 71 42 74-483




Workshop für Erwachsene


Unter Hochdruck – der mehrfarbige Holzschnitt
mit dem Künstler Robert Würth
Samstag, 8. Mai und Sonntag, 9. Mai, jeweils 11–18 Uhr (35 € pro Tag)
(Termine auch einzeln buchbar)





Workshops für Kinder


Hiroshiges Origami-Abenteuer
Samstag, 8. Mai, 14–17 Uhr
für Kinder von 6 bis 9 Jahren (5 €)

Von Tigern, Pferden, Drachen und Hunden – japanische Mythologie in Mangas
Samstag, 12. Juni, 14–17 Uhr
für Kinder von 10 bis 14 Jahren (5 €)

Unterwegs auf der Handelsstraße Tokaido
Samstag, 10. Juli, 14–17 Uhr
für Kinder von 10 bis 12 Jahren (5 €)

Workshopwochen für Schulklassen
mit Gesine Pitzer
Montag, 7. Juni bis Freitag, 25. Juni
Anmeldung bis 21. Mai
Ausstellung ausgewählter Werke vom 29. Juni bis 11. Juli

Aktion zum Kindertag: Ein farbenfroher Garten!
Japanische Karpfenflaggen, Origami-Tiere und Bäume voller Wünsche
mit Gesine Pitzer
Samstag, 3. Juli, 10–18 Uhr



Anmeldung für alle Workshops sowie für die Workshopwochen unter: 0 71 42 74-483




Abbildung:
Andō Hiroshige, Die 53 Stationen entlang des Tōkaidō: Yoshiwara. Links der Fuji, 1833–36
© Kunsthalle Bremen – Kupferstichkabinett – Der Kunstverein in Bremen
Fotos: Lars Lohrisch


02.04.2010 - 06.06.2010
Studioausstellung:
Schenkung Karlheinz Groß

Pressemitteilung
Als Studioausstellung präsentiert die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen ab Karfreitag, 2. April bis zum 6. Juni Werke von Karlheinz Groß. Der 2009 verstorbene Künstler war mit der Stadt Bietigheim-Bissingen eng verbunden und hinterließ der Städtischen Galerie eine großzügige Schenkung. Seit 1971 stellte der Grafiker, Karikaturist und Illustrator sowie Erfinder von Bildergeschichten für die Kinderprogramme verschiedener Fernsehanstalten auch eigene, freie Arbeiten aus. Der 1943 im Harz geborene Künstler lebte 1966 bis 1993 in Bietigheim-Bissingen, bevor er in Mundelsheim ein Atelierhaus bezog. Die Städtische Galerie, die Karlheinz Groß 1993 und 2004 umfassende Einzelausstellungen gewidmet hat, stellt nun einen Großteil der vermachten Arbeiten vor, die einen retrospektiv angelegten Überblick über sein künstlerisches Schaffen geben: Von frühen aquarellierten Landschaften bis zu späten, großformatigen Stillleben in Acryl. Während er bei dem Thema Landschaft stets tatsächlich Gesehenes in Zeichnungen erfasste, dann in farbige Tinten übersetzte und schließlich in Acryl malerisch abstrahierte, beruhen die Stillleben selten auf realen Arrangements – ohne vorbereitende Skizzen führte er diese zügig in Acryl aus. So zeigt sich auch in dieser kleinen, feinen Auswahl gleichfalls der Variantenreichtum wie die Kontinuität im Schaffen von Karlheinz Groß.


Biografische Daten
1943 in Nordhausen/Harz geboren. 1960–65 Studium Grafik-Design und Illustration an der Werkkunstschule Merz und an der Höheren Fachschule für das grafische
Gewerbe in Stuttgart. Ab 1966 selbständiger Grafiker und Illustrator in Bietigheim: Karikaturist bei Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen, Plakat-Designer, Kinder- und Jugendbuchillustrator, TV-Bildergeschichten-Zeichner (Sandmännchen, Sendung mit der Maus, Löwenzahn). 1971 erste Ausstellung im Hornmoldhaus Bietigheim-Bissingen. Ausgedehnte Malreisen in den folgenden Jahrzehnten durch Europa, vor allem in den Mittelmeerraum. 1983 Auszeichnung der Stiftung Buchkunst für „Das schönste Buch des Jahres“. Ab 1986 Erfolge mit eigenen „Billy Backenzahn“ Sand-männchen-Geschichten, im Anschluss zahlreiche Autorenlesungen. In den 1980er Jahren zunehmende Ausstellungstätigkeit mit Zeichnungen, Aquarellen und Acrylbildern im In- und Ausland. Ab den 1970er Jahren Dozententätigkeit für Mal- und Zeichenkurse. 1996–98 Inhaber der Galerie in der Wendelinskapelle, Marbach am Neckar. Zur Jahrhundertwende 2000 großer Bildband „Farbenzauber“ mit Aquarellen vom gesamten Kreis Ludwigsburg. 2002–07 Erfolge mit künstlerisch gestalteten Kochbüchern und größtenteils eigenen Rezepten. 2007 Mitglied im VBK Künstlerbund Baden-Württemberg. Am 21. Juni 2009 verstarb Karlheinz Groß unerwartet.


23.01.2010 - 11.04.2010
Höllenpferd, Schattenwesen und Blaue Seelen
Das druckgrafische Werk von Asger Jorn

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Das vielfältige Werk des großen dänischen Künstlers Asger Jorn (1914–1973), der nach dem Zweiten Weltkrieg Mitbegründer der internationalen Künstlergruppe Cobra war, ist zwischen Figuration und Abstraktion angesiedelt. Aus Anlass der Neuauflage des überarbeiteten Werkverzeichnisses seiner Druckgrafik widmet die Städtische Galerie dem umfangreichen grafischen Schaffen Jorns eine retrospektiv angelegte Schau.
Bereits in jungen Jahren schuf Asger Jorn Linolschnitte und Radierungen – zunächst noch in kleinen Formaten. Später wandte er sich auch anderen Techniken zu und griff in seinen Lithografien, Holzschnitten sowie wenigen Siebdrucken Motive oder Ideen früherer Arbeiten wieder auf und interpretierte sie neu. Deutlich zeigt sich aber auch Jorns zunehmend experimentellere Handschrift, seine reiche Fabulierkunst sowie sein steter Austausch mit anderen Künstlern, etwa der süddeutschen Gruppe Spur. Die ausgestellte Grafik aus vier Jahrzehnten bietet so einen repräsentativen Einblick in die farbstarke und dynamische, von nordischen Mythen wie von aktuellen Ereignissen geprägte Bildwelt Jorns. Die weit über 100 Exponate stammen vornehmlich aus der reichen Sammlung des Silkeborg Kunstmuseums, das den Nachlass Jorns pflegt, und werden anschließend im Kunstmuseum Bayreuth als zweiter Ausstellungsstation zu sehen sein.

387: Blaue Seele, 1970, Holzschnitt, Silkeborg Kunstmuseum, © Donation Jorn, Silkeborg
© VG Bild-Kunst, Bonn 2010 / Foto: Lars Bay




21.11.2009 - 21.03.2010
Karl-Henning Seemann. Portäts

Pressemitteilung
Durch zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum ist der Bildhauer Karl Henning Seemann (geb. 1934) weit über seine Heimat hinaus bekannt. Sein 75. Geburtstag ist für die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen und die Städtischen Museen Heilbronn willkommener Anlass, diesen Aspekt seines künstlerischen Schaffens in zwei parallel laufenden Ausstellungen zu präsentieren. In Bietigheim werden Seemanns Porträts gezeigt, die zumeist für Denkmäler entstanden sind, etwa für Gießen (Georg Büchner), Bad Wildbad (Gioacchino Rossini) oder Brackenheim (Theodor Heuss). Neben den Skulpturen werden zahlreiche Zeichnungen und plastische Entwürfe vorgestellt, so dass der faszinierende Entstehungsprozess dieser Arbeiten nachvollziehbar wird.

Abb.: Rossini, Heilung im Bade suchend (Detail), 1998, Bronze


24.10.2009 - 10.01.2010
Es werde Dunkel!
Nachtdarstellungen in der zeitgenössischen Kunst

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Im Haus der Kunst München fand 1998/99 die spektakuläre Ausstellung „Die Nacht“ statt, die Werke vom 15. Jahrhundert bis zur Klassischen Moderne zu diesem Thema versammelte. Die Städtische Galerie präsentiert nun mit zeitgenössischen künstlerischen Auseinandersetzungen eine Fortsetzung und untersucht damit, welche Stränge der Tradition des Nachtstücks weiterleben. Die erholsame Ruhe von der Hektik des Tages und die im Dunkeln lauernden Ängste, das Betrachten des unendlichen Alls und das Abtauchen in die innere Traumwelt markieren nur einige Aspekte der faszinierenden Ambivalenz der Nacht, die in den Gemälden, Fotografien, Filmen und Installationen der Künstlerinnen und Künstler aufgegriffen werden.


25.07.2009 - 11.10.2009
Pop Polit Pin ups
Pop-Art-Grafik aus der Sammlung Beck

Pressemitteilung
Minirock und Woodstock, Vietnamkrieg und Studentenrevolte: Die 1960er Jahre sind ein mittlerweile legendäres Jahrzehnt, das gleichermaßen von einer Popularisierung wie von einer Politisierung der Kultur geprägt war. Die Lust an einem neuen Lebensgefühl und die politischen Spannungen der Zeit spiegeln sich denn auch in der Bildenden Kunst dieser Epoche besonders deutlich wieder. Konsequenterweise spielt dabei das als demokratisch betrachtete Medium der Druckgrafik eine Hauptrolle. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl der wichtigsten internationalen grafischen Positionen der Pop Art und ihres Umfelds – ergänzt durch eine Reihe von Multiples – aus der bedeutenden Sammlung Beck, die sich heute im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen befindet.So werden sowohl die amerikanischen und englischen Klassiker der Pop Art zu sehen sein wie Robert Indiana, Allen Jones, Roy Lichtenstein, Eduardo Paolozzi, Robert Rauschenberg, Andy Warhol oder Tom Wesselmann als auch renommierte Vertreter anderer Länder, insbesondere auch der deutschen Variante der Pop Art wie Werner Berges, Thomas Bayrle, Sigmar Polke, Gerhard Richter oder Wolf Vostell. Ihre Motive entnahmen die Künstler der Alltagskultur, der Welt des Konsums, der Musik, der Massenmedien, der Comics, der Modewelt oder der Werbung – gemäß Warhols Motto „All is pretty“. Die Reproduktion dieser alltäglichen Bilderwelten steht dabei nicht im Widerspruch zu ihrer künstlerisch-kritischen Durchdringung und dem generell aufklärerischen Anspruch der Kunst der 1960er Jahre. In den ausgestellten Arbeiten ist der Zeitgeist dieses umtriebigen und spannungsreichen Jahrzehnts eingefangen und wird in der facettenreichen Zusammenschau erneut erlebbar.

Eröffnung: 24. Juli 2009, 20 Uhr
Begleitprogramm

Öffentliche Führungen

Donnerstag, 30. Juli, 18.30 Uhr
Donnerstag, 20. August, 18.30 Uhr
Sonntag, 6. September, 11.30 Uhr
Donnerstag, 17. September, 18.30 Uhr
Sonntag, 27. September, 11.30 Uhr
Sonntag, 11. Oktober, 11.30 Uhr

Führung für Lehrerinnen und Lehrer
Montag, 21. September, 17 Uhr

Gespräch über den künstlerischen Siebdruck
Donnerstag, 10. September, 18.30–20 Uhr
Ausstellungsrundgang mit Michael Domberger,
Edition Domberger, Filderstadt

Workshops für Kinder

Sommerferienprogramm
Druckabenteuer
dreitägig, Mittwoch–Freitag, 2.–4. September, 14–17 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Donald Duck trifft Sponge Bob
Samstag, 19. September, 10–13 Uhr
Collagetechnik für Kinder von 6 bis 9 Jahren

Marilyn Monroe trifft Vanessa Hudgens
Samstag, 19. September, 14–17 Uhr
Collagetechnik für Kinder von 10 bis 14 Jahren


Workshopwoche für Schulklassen

Druckfrisch! Linolschnitt
Montag–Freitag, 5.–9. Oktober, je 2,5 Stunden
Anmeldung bis 21. September: (07142) 74-483

Workshop für Erwachsene

Pop unter Hochdruck
Samstag, 19. September, 10.30–17.30 Uhr
Ausstellungsrundgang und Druckworkshop mit Robert Würth


Kulturtag »Bietigheim XXL«
Samstag, 26. September, 11–24 Uhr
Musik, Kurzführungen, Kulinarisches und vieles mehr



Öffnungszeiten

Dienstag–Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11–18 Uhr
Am Tag der Deutschen Einheit ist die Galerie geöffnet.

Eintritt frei
Teilnahme an den öffentlichen Führungen 2 €
Gruppenführung 50 € / 60 €

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Anmeldung für Workshops unter: (07142) 74-483

Postkartenbuch 8,50 €

In Kooperation mit dem Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen

Die Bildunterschrift lautet:
Roy Lichtenstein, This must be the place!, 1965, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein
© VG Bild-Kunst, Bonn 2009; Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart


25.04.2009 - 12.07.2009
Sommerausstellung:
Spiegel geheimer Wünsche
Stillleben aus fünf Jahrhunderten

Pressemitteilung
Stillleben faszinieren seit Jahrhunderten Betrachter und Künstler gleichermaßen – doch wie werden unsere Sinne angesprochen, welche Wünsche und Begehrlichkeiten werden geweckt? Die in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle entstandene Ausstellung rückt insbesondere die sensuellen und phänomenologischen Aspekte der Stillleben in den Mittelpunkt: die raffinierten Illusionseffekte, das lustvolle Spiel mit der Augentäuschung und die verschiedenen Strategien der Künstler, um die Wahrnehmung der Betrachter zu lenken. Der außergewöhnliche Reiz dieser Darstellungen liegt außerdem in ihrer eigentümlichen Rätselhaftigkeit und verborgenen Symbolik.

Den Auftakt der Schau bilden die opulent gedeckten Tische des 17. Jahrhunderts. In der Blütezeit der Stilllebenmalerei schwelgten Abraham van Beyeren, Pieter Claesz, Willem Claesz Heda, Johann Georg Hinz, Isaak Soreau oder Juriaen van Streeck in üppigen Blumenarrangements und überbordenden Tafeln, Ensembles mit raffinierten Chinoiserien und exotischen Früchten, mit hauchzarten Gläsern und schweren Silberplatten. Zum Spiel mit Kunst und Natur laden ebenso die Künstler des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne ein. Hier wird das Stillleben immer mehr zum malerischen Experimentierfeld für neue Stilrichtungen, wie beispielsweise in den Gemälden von Max Beckmann, Giorgio Morandi, Gabriele Münter, Karl Schmidt-Rottluff oder Alexander Kanoldt. Auch die zeitgenössischen Künstler schrecken keineswegs vor gefüllten Regalen, toten Tieren und gedeckten Tischen zurück. Ihre Stillleben zeugen von den veränderten Wahrnehmungsbedingungen der Moderne und öffnen sich für neue Materialien und Medien. In überraschenden Kombinationen treten daher Fotografien und Installationen von Mona Hatoum, Annette Messager, Christopher Muller, Jörg Sasse, Wolfgang Tillmans oder Jeff Wall mit den älteren Werken in einen spannenden Dialog.

Die rund 90 präsentierten Werke stammen zum Großteil aus dem reichen Sammlungsbestand der Hamburger Kunsthalle und werden durch bedeutende Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen ergänzt. Der Betrachter kann so in einem abwechslungsreichen Gang durch die Jahrhunderte die Gattung des Stilllebens in seiner ganzen Vielfalt entdecken.



31.03.2009 - 08.11.2009
20 Jahre Städtische Galerie

Pressemitteilung
1979 war es noch eine Zukunftsvision. Damals hatte der Gemeinderat von Bietigheim-Bissingen eine Kulturkonzeption verabschiedet, in der eine eigene Städtische Galerie als Wunsch(traum) formuliert war. Als diese dann zum 1200-jährigen Stadtjubiläum realisiert und am 31. März 1989 eröffnet wurde, war dies der Startschuss für eine kulturelle Institution, die bald überregionale Bedeutung erlangen sollte. In der großen historischen Scheuer, die für die anspruchsvollen An-forderungen eines modernen Ausstellungsbetriebes umgebaut worden war, fanden von Beginn an hochkarätige Ausstellungen statt. Die allererste Schau war Gustav Schönleber gewidmet, der – 1851 in Bietigheim geboren – als Professor an der Karls-ruher Akademie zu einem wichtigen Protagonisten moderner Landschaftsauffassung wurde. Vielbeachtete Ausstellungen zur Klassischen Moderne folgten: zu Vertretern des deutschen Expressionismus wie Erich Heckel, Max Pechstein oder Gabriele Münter, aber auch zu Pablo Picasso, Heinrich Vogeler oder Egon Schiele. Diese Ausstellungen prägten das Profil der Städtischen Galerie ebenso wie jene zum künstlerischen Linolschnitt und Hochdruck – ein Schwerpunkt, der sich durch die in Bietigheim ansässigen Deutschen Linoleumwerke anbot.

Ein Meilenstein in der kulturellen Entwicklung der Stadt war die Galerie bereits bei ihrer Eröffnung. Der im Jahr 2000 fertig gestellte, streng funktionale Anbau nach dem Entwurf des Stuttgarter Architekten Prof. Hans Kammerer, der die Ausstellungsfläche auf insgesamt 1000 m2 vergrößerte, unter-strich die Bedeutung des Hauses. Zudem ermöglichte der Neubau ein erweitertes programmatisches Profil. So konnte sich die Galerie für andere zeitgenössische Kunstformen und Medien öffnen, die mehr Hängefläche und Platz benötigen. Ambitionierte Überblicksausstellungen wie „KinderBlicke. Kindheit und Moderne von Klee bis Boltanski“ oder „Garten Eden. Der Garten in der Kunst seit 1900“, die eine Vielzahl von Werken der klassischen und aktuellen Kunst in Dialog treten lassen, wurden ebenso möglich wie spannende Themenausstellungen, darunter „Krieg Medien Kunst“ oder „Home Stories“, die eine größere Anzahl von zeitgenössischen Künstlern unter einer Fragestellung vereinigen und ein breites, insbesondere auch jüngeres Publikum ansprechen.

Anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums präsentiert die Städtische Galerie dieses Jahr in regelmäßigen Bilderwechseln einen spannenden Querschnitt durch ihren eigenen reichen Sammlungsbestand.


31.01.2009 - 13.04.2009
Sculpt-o-mania
Neue Skulptur aus Deutschland

Pressemitteilung
»Skulptur ist das, woran du stößt, wenn du zurücktrittst, um ein Gemälde zu betrachten«, konstatierte Barnett Newman in den 1950er Jahren. Unabhängig von Newmans abwertender Intention kommen in dieser eigenwilligen Definition die spezifischen Merkmale einer bildhauerischen Arbeit zum Ausdruck: Dreidimensionalität, Positionierung im Raum und ihre haptische Erfahrbarkeit – Aspekte, die in unserer zunehmend mediatisierten Wirklichkeit Konjunktur zu haben scheinen. Der in letzter Zeit wiederholt ausgerufenen »Renaissance der Skulptur« wird in der Ausstellung anhand individueller bildhauerischer Positionen der aktuellsten skulpturalen Bild- und Formensprache nachgegangen. Die Schau vereint dafür Werke von zwölf jungen deutschen Künstlerinnen und Künstlern, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen und spannende neue Ansätze bieten. Sie arbeiten mit äußerst unterschiedlichen künstlerischen Strategien und Materialien. Figürliche Werke werden neben Raumexperimente mit direktem Architekturbezug gesetzt. Kunstimmanente Fragestellungen finden ebenso Eingang wie die Auseinandersetzung mit alltäglichen Realitäten und Aspekten der Materialästhetik. Mit kunsthistorischen Bezügen zeigen die präsentierten Werke, dass die Künstlerinnen und Künstler auch am Anfang des 21. Jahrhunderts unterschiedlichste Versuche unternehmen, einen auf seine Dreidimensionalität reduzierten, klassischen Skulpturbegriff zu hinterfragen und die Grenzen der Gattung auszuloten. So gibt es in der Ausstellung Werke, die den skulpturalen Ansatz in Richtung Installation ausweiten und solche, die Aspekte der Malerei einbeziehen. Wieder andere arbeiten mit zeitlichen Veränderungen oder haben interaktiven Charakter. Die in Kooperation mit der Stadtgalerie Kiel konzipierte Ausstellung »Sculpt-o-mania« bietet damit einen Skulpturenparcours, der die Vielfalt dieser Gattung auf hintergründige und unterhaltsame Weise ausbreitet.

Abbildung:
André Tempel, Visitors, 2008, VG Bild-Kunst, Bonn 2009, Foto: Helmut Kunde, Kiel

Künstlerinnen und Künstler

Nándor Angstenberger (*1970), Berlin
Robert Barta (*1975), Prag und Berlin
Anja Ciupka (*1975), Düsseldorf
Dennis Feddersen (*1979), Berlin und Braunschweig
Jan Klopfleisch (*1972), Berlin
Hendrik Lörper (*1977), Kiel
Antonia Low (*1972), Berlin
Daniel Rode (*1971), Dresden
Oliver Ross (*1967), Hamburg
Jan Scharrelmann (*1975), Köln und Düsseldorf
André Tempel (*1970), Dresden
Stefan Wischnewski (*1974), München

Katalog 12 €


Begleitprogramm:

Führungen

Öffentliche Führungen

Sonntag, 15. Februar, 11.30 Uhr
Donnerstag, 26. Februar, 18.30 Uhr
Sonntag, 15. März, 11.30 Uhr
Donnerstag, 26. März, 18.30 Uhr
Sonntag, 5. April, 11.30 Uhr

Montag, 2. Februar, 17 Uhr
Führung für Lehrerinnen und Lehrer

"Mit den Händen sehen"
Führung für Blinde und Sehbehinderte
Donnerstag, 5. März, 18.30 Uhr
(Anmeldung unter 07142/74-483)


Workshops für Kinder

"Poppige Welten"
Samstag, 21. Februar, 14–16.30 Uhr
Für Kinder von 6 bis 9 Jahren

"Außerirdische Städte"
Samstag, 14. März, 14–17 Uhr
Für Kinder von 9 bis 12 Jahren

"Sockenmonster"
Samstag, 4. April, 14–16.30 Uhr
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren


Workshop für Erwachsene

"Mit dem Bleistift in den Raum"
Dienstag, 3., 10., 17. Februar, jeweils 9–12 Uhr
Zeichnen vor Figuren und Objekten mit dem Künstler Robert Würth

Anmeldung für alle Workshops: (07142) 74-483



29.11.2008 - 15.03.2009
China goes Stuttgart
Jingfang Li, Xianwei Zhu, Yan Zhang, Yi Sun

Pressemitteilung
Mit dieser Ausstellung setzt die Städtische Galerie ihren diesjährigen Chinaschwerpunkt fort. Nachdem sich bei der »Gelben Ente und andere Chinoiserien« zwei deutsche Künstler vom Reich der Mitte inspirieren ließen, nimmt »China goes Stuttgart« den umgekehrten Blickwinkel ein. Die Ausstellung stellt vier junge chinesische Künstlerinnen und Künstler vor, die an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studieren oder studiert haben. Sie gehören zu einer Generation, die sich selbstbewusst als Teil einer globalisierten (Kunst)Welt begreift. So lassen sie klassische chinesische Motive auf europäische Alltagssituationen treffen und nehmen sich nationaler und künstlerischer Klischees an. Ironische Distanz zur westlichen Konsumgesellschaft lässt sich ebenso feststellen wie die Reflexion über das Fremdsein in der Ferne. In ihren zumeist gegenständlichen Werken nutzen sie die gesamte Bandbreite künstlerischer Techniken – von farbkräftigen Gemälden über filigrane Zeichnungen bis hin zu gläsernen Buchobjekten – und künden darin auf höchst unterschiedliche Weise von der ›Inspiration Deutschland‹.

Yan Zhang (geb. 1982)
Yi Sun (geb. 1975)
Xianwei Zhu (geb. 1971)
Jingfang Li (geb. 1973)


Eröffnung:
28. November 2008, 19 Uhr


Künstlergespräch
Donnerstag, 12. Februar 2009, 18.30 Uhr
Ausstellungsrundgang mit anschließendem chinesischem Essen
in Kooperation mit dem Café Galerie, 20 €, Anmeldung unter (0 71 42) 74-483


Die Ausstellung wird von der Industrievereinigung Bietigheim-Bissingen unterstützt.


25.10.2008 - 11.01.2009
Oskar Kokoschka. Bilder zur Weltliteratur

Pressemitteilung
Oskar Kokoschka war nicht nur ein herausragender expressionistischer Maler und Zeichner, sondern auch ein Schriftsteller von hohem Rang. Sein von lebendiger Fantasie getragenes Verständnis der Literatur spiegelt sich in zahlreichen grafischen Einzelblättern sowie Zyklen zu Dramen, Epen, Erzählungen wider. Diese Werke sind beredtes Zeugnis der intensiven Auseinandersetzung des Künstlers mit der von ihm bildnerisch umgesetzten Dichtung, die von biblischen Themen und griechischen Klassikern über Shakespeare bis zu Karl Kraus und Siegfried Lenz reicht. Die in Kooperation mit der Kunsthalle Aschaffenburg, der Städtischen Galerie Delmenhorst und dem Museum Baden Solingen entstehende Ausstellung aus einer Hamburger Privatsammlung zeigt diese Werkgruppe erstmals vollständig.

Katalog: 19€

Begleitprogramm

Führungen
Öffentliche Führungen jeden Sonntag, 11.30 Uhr

Montag, 3. November, 17 Uhr
Führung für Lehrerinnen und Lehrer


Führung und Rezitation
mit dem Besigheimer Schauspieler und Regisseur Rüdiger Erk

Donnerstag, 13. November 2008, 18.30 Uhr
Donnerstag, 4. / 11. Dezember 2008, 18.30 Uhr
Donnerstag, 8. Januar 2009, 18.30 Uhr


Kunstpädagogische Workshops für Kinder

Die eigene Bildergeschichte als Leporello
Samstag, 15. November 2008, 14–17 Uhr
Workshop für Kinder von 10 bis 14 Jahren

Nachwuchsillustratoren gesucht!
Samstag, 10. Januar 2009, 14–17 Uhr
Workshop für Kinder von 6 bis 9 Jahren



Alle Jahre wieder zur Vorweihnachtszeit:

Weihnachtswerkstatt
Samstag, 6. Dezember 2008, 14–17 Uhr
Workshop für Kinder von 6 bis 12 Jahren

Weihnachtsschachtel
Samstag, 13. Dezember 2008, 14–16.30 Uhr
Workshop für Kinder von 6 bis 11 Jahren


19.07.2008 - 12.10.2008
Robert Würth. Parkleitsysteme

Pressemitteilung
Die erste Einzelausstellung Robert Würths in der Städtischen Galerie zeigt die einzigartige Mischung aus traditioneller Technik und fortschrittlicher Dynamik, die den spezifischen Reiz seiner Arbeiten ausmacht. Etwa 100 Gemälde, Linol- und Holzschnitte laden dazu ein, sich in aller Ruhe mit den Eigenheiten der alltäglichen Bilderflut auseinanderzusetzen: schnellen Filmschnitten, Überblendungen, Fehlfarben und computergrafischen Deformationen. Seine Motive gewinnt er von Reisereportagen oder Postkarten. Er kopiert sie, zerschneidet sie, setzt sie neu zusammen oder bearbeitet sie digital. Hierfür setzt der 1962 in Bissingen geborene Künstler ein hohes Maß an handwerklichem Können und technischer Finesse ein. »Die von neuen Medien geprägten Sehgewohnheiten« möchte der Maler und Druckgrafiker, der seit vielen Jahren zu den Protagonisten der Kunstszene in unserer Region gehört, »in eine klassische Kunstform zurückübersetzen«.


18.07.2008 - 16.11.2008
Die gelbe Ente und andere Chinoiserien von Johannes Grützke und Christoph Haupt

Pressemitteilung
Der Berliner Realist Johannes Grützke (geb. 1937) und der Nürnberger Künstler Christoph Haupt (geb. 1961) setzen sich in Gemälden, Linolschnitten, Aquarellen, Gouachen und Zeichnungen auf äußerst originelle und fantasievolle Weise mit Stereotypen und Absurditäten aus dem Land der »Teehausmädchen« und »Pflaumenblüten« auseinander. Sie schildern humorvoll und hintersinnig die Merkwürdigkeiten, Eitelkeiten, Traditionen und natürlich die Frauen aus dem Reich der Mitte. Ihre zumeist figurativen Arbeiten zeigen kleine, intime Szenerien, stets mit absurdem Touch und zuweilen mit physiognomisch grotesk überzeichneten Personen: eigenwillige Impressionen, die bei Christoph Haupt auf ausgedehnten Chinareisen basieren. Die technische Meisterschaft und außergewöhnliche Farbigkeit seiner Druckgrafiken haben 2007 bereits Jury und Besucher beim Grafikwettbewerb »Linolschnitt heute« begeistert.


19.04.2008 - 06.07.2008
Sommerausstellung:
Garten Eden. Der Garten in der Kunst seit 1900

Pressemitteilung
»Willst Du ein Leben lang glücklich sein, dann werde Gärtner«, sagt ein chinesisches Sprichwort. Auch im Westen ist die vielleicht bekannteste Metapher vom Glück der Garten Eden. Die Ausstellung bietet ein Kaleidoskop eindrucksvoller Darstellungen von tatsächlichen Gärten, manipulierter Natur und blumenreicher Sehnsuchtsorte.
Berühmte Klassiker wie Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff werden in Dialog gesetzt mit hochkarätigen Werken internationaler Künstler jüngerer Generation. Aus dieser anregenden Begegnung eröffnen sich neue Perspektiven auf das klassische Sujet des Gartens. Die in Kooperation mit der Kunsthalle in Emden geplante Ausstellung zeichnet Entwicklungen sowie aktuelle Trends von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart im Umgang mit diesem zu jeder Zeit aktuellen Thema nach. Gemälde, Fotografien, Skulpturen, Videos und Installationen fügen sich dabei zu einem farbenfrohen Weltengarten zusammen.


26.01.2008 - 06.04.2008
China macht Druck. Zeitgenössische Chinesische Druckgrafik

Pressemitteilung
Das ›Reich der Mitte‹ macht von sich reden. Die Wirtschaft boomt, die Olympischen Spiele erregen weltweit Aufmerksamkeit und auch in der internationalen Kunstszene sind die Chinesen derzeit die Stars. China macht also mächtig Druck. Im wörtlichen Sinn auch in der gleichnamigen Schau, mit der nun das spannende Feld aktueller chinesischer Druckgrafik in einer eigens zusammengestellten Gruppenausstellung vorgestellt wird. Der doppeldeutige Titel verweist auf die lange druckgrafische Tradition im Mutterland des Holzschnitts und illustriert zugleich die gegenwärtige Aufbruchsstimmung und ungeheure Dynamik auf künstlerischem Gebiet.

Die junge Kunst aus China hat in den vergangenen Jahren auch im Westen großes Interesse gefunden. Mit dieser Ausstellung präsentiert die Städtische Galerie eine Auswahl der wichtigsten und einflussreichsten chinesischen Künstler der Gegenwart. Einige führen die große Vergangenheit des chinesischen Holzschnitts zu neuer Blüte. Mit konzeptuellen Ansätzen in zum Teil raumgreifenden und großformatigen Arbeiten eröffnen sie dieser künstlerischen Gattung neue Möglichkeiten. Viele von ihnen sind jedoch nicht vorwiegend Grafiker, sondern verleihen ihren Motiven insbesondere in der Malerei oder Bildhauerei Gestalt. Über die Faszination Druckgrafik hinaus erhalten die Besucher so ein hervorragender Einblick in die Bildideen der zeitgenössischen Kunstszene Chinas.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben chinesische Künstler die tiefgreifende politische, kulturelle, ökonomische und ideologische Umwälzung ihres Landes erlebt. Ihre künstlerische Vielfalt ist der Spiegel einer extrem heterogenen gesellschaftlichen Wirklichkeit. Zahlreiche Arbeiten zeigen die Beschäftigung mit der eigenen Tradition, mit nationaler und kultureller Identität. In diesen Zusammenhang fällt auch die Auseinandersetzung mit dem Westen, beispielsweise als ironischer Kommentar zu westlicher Kunst, Kunstgeschichte und Kunstmarkt. Andere Positionen behandeln das Spannungsverhältnis von kulturrevolutionärer Vergangenheit und offizieller sozialistischer Gegenwart bei einer sich gleichzeitig in rasantem Tempo vollziehenden Öffnung gegenüber westlichen Statussymbolen und Konsumgütern. Die beeindruckende Bandbreite in den verschiedenen grafischen Medien reicht von figurativ bis abstrakt, von farbstark bis schwarzweiß, von kinoleinwandgroß bis buchstabenklein und verdeutlicht die zentrale Rolle der Druckgrafik in der zeitgenössischen chinesischen Kunst.

Das Gros der etwa 130 Holzschnitte, Radierungen, Lithografien und Siebdrucke entstammt einer Privatsammlung aus Peking und war zum allergrößten Teil noch nie zuvor in Deutschland ausgestellt. Weitere hochkarätige Werke aus deutschen und internationalen Sammlungen ergänzen die chinesischen Leihgaben, so dass »China macht Druck« einen ausgezeichneten Überblick über die zeitgenössische Druckgrafik aus dem ›Reich der Mitte‹ gibt.

Beteiligte Künstler:
Fang Lijun
Hou Chun-ming
Kang Jian Fei
Liu Wentao
Liu Ye
Lu Hao
Ren Rong
Song Yonghong
Su Xinping
Tan Ping
Wang Guangyi
Xin Haizhou
Xu Bing
Xue Song
Yang Shaobin
Ye Yongqing
Yue Mingjun
Zeng Fanzhi
Zeng Hao
Zhang Xiaogang
Zhou Chunya
Zhou Tiehai


Begleitprogramm:

Führungen:

Donnerstag, 7. Februar, 18.30 Uhr (Tag des chinesischen Neujahrsfests)
Sonntag, 2. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 30. März, 11.30 Uhr
Donnerstag, 3. April, 18.30 Uhr

Montag, 28. Januar, 17 Uhr
Führung für Lehrerinnen und Lehrer


Kalligrafie zum chinesischen Laternenfest
Donnerstag, 21. Februar, 18.30 bis 21 Uhr
Kurzführung und Praxis mit Chen Ming


Scherenschnitte
Donnerstag, 6. März, 18.30 bis 21 Uhr
Kurzführung und Praxis mit dem chinesischen Künstler Ren Rong



Workshops für Erwachsene:

Einführung in den Holzschnitt
Samstag, 1. März, 11 bis 17 Uhr
mit dem Bietigheimer Künstler Robert Würth

Köpfe schneiden
Samstag, 29. März, 11 bis 17 Uhr
mit dem Bietigheimer Künstler Robert Würth



Kunstpädagogische Workshops für Kinder:

Geheimbotschaften
Samstag, 26. Januar, 14 bis 17 Uhr
Workshop für Kinder von 7 bis 11 Jahren

Zufall(s)gestalten
Samstag, 9. Februar, 14 bis 17 Uhr
Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Exlibris
Samstag, 15. März, 11 bis 14 Uhr
Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Lachen oder Weinen
Samstag, 5. April, 14 bis 17 Uhr
Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren




Anmeldung für Kalligrafie, Scherenschnitt und Workshops unter (07142) 74-483


Studioausstellungen
Parallel zur Ausstellung »China macht Druck« findet bis 30. März 2008 die »Rosemarie Gerst. Retrospektive« statt.

Schwerpunkt China: »Die gelbe Ente und andere Chinoiserien von Johannes Grützke und Christoph Haupt« vom 19. Juli bis 16. November 2008 und »China goes Stuttgart. Chinesische Künstlerinnen und Künstler an der Kunstakademie Stuttgart« vom 29. November 2008 bis 15. März 2009.


Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr
Donnerstag 14 bis 20 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11 bis 18 Uhr

Eintritt frei
Teilnahme an den öffentlichen Führungen 2 €
Gruppenführung 50 € / 60 €

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Katalog 25 €




01.12.2007 - 30.03.2008
Rosemarie Gerst

Pressemitteilung
Aus Anlass ihres 80. Geburtstags widmet die Städtische Galerie Rosemarie Gerst eine retrospektiv angelegte Ausstellung. Die Künstlerin aus Bietigheim-Bissingen, die an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studierte, präsentiert Gemälde, Grafiken und Collagen aus verschiedenen Schaffensphasen. Ihre im Laufe der Jahre immer abstrakter werdenden Werke zeichnen sich durch eine farbstarke, energiegeladene Dynamik oder durch transparente, zarte Strukturen aus und überzeugen durch einen sensiblen Umgang mit Farbe und Material.

Begleitprogramm:

Künstlergespräch (2 €)
Donnerstag, 10. Januar 18.30 Uhr
Ausstellungsrundgang mit Rosmarie Gerst


Am 24., 25., 31.12. geschlossen, am 26.12. geöffnet.


27.10.2007 - 13.01.2008
Man Ray bis Sigmar Polke
Eine besondere Fotogeschichte. Sammlung Barbara und Horst Hahn

Pressemitteilung
Die Ausstellung zeigt mit insgesamt 220 Fotografien Höhepunkte der Fotokunst des 20. Jahrhunderts. Von den berühmten, multimedial interessierten Klassikern der künstlerischen Avantgarde, die das »Neue Sehen« begründeten, Vertretern einer dadaistischen, surrealistischen und experimentellen Fotografie und konstruktivistischen Künstlern zieht die Privatsammlung den Bogen über neusachliche Kamerakunst der zwanziger und dreißiger bis hin zur künstlerischen Fotografie der fünfziger und sechziger Jahre. Einige Künstlerfotografen der achtziger und neunziger Jahre runden den Überblick ab. Pressefotografie und Sozialreportage sind durch bedeutende Fotografen und bewegende Bilder vertreten. Sehr persönliche Bilder verdanken wir den Positionen biographisch-subjektiver Dokumentarfotografie. Inszenierte Fotografie und alchemistische Fotokunst spielen mit der Bildwirklichkeit. Einen besonderen Reiz hat die Sammlung durch mehr als vierzig Selbst- und Künstlerporträts (Samuel Beckett, Marcel Duchamp, André Gide, James Joyce, René Magritte, Man Ray,Wolf Vostell u.v.a.). Die Kölner Privatsammlung wird in Kooperation mit der Städtischen Galerie Delmenhorst erstmals öffentlich präsentiert.


21.07.2007 - 14.10.2007
Linolschnitt heute VII
Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen

Pressemitteilung
Für 2007 hat die Stadt Bietigheim-Bissingen den Wettbewerb um ihren Grafikpreis »Linolschnitt heute« zum siebten Mal ausgeschrieben. Der Preis, der 1989 gestiftet und erstmals vergeben wurde, hat längst seinen festen Platz unter den großen internationalen Grafikbiennalen und -triennalen, sodass sich mittlerweile Künstler aus allen Erdteilen um ihn bewerben. Ziel des Wettbewerbs ist es, zeitgenössische Künstler zu fördern, die mit dem Linolschnitt arbeiten, bzw. andere für diese traditionsreiche künstlerische Technik neu zu gewinnen. In der Ausstellung werden die Werke der Preisträger sowie eine von der Jury getroffene Auswahl von Arbeiten präsentiert. Der Wettbewerb wird auch in diesem Jahr wieder von der Armstrong-DLW AG Bietigheim-Bissingen großzügig gefördert.

Begleitprogramm


Führungen
Sonntag, 22. Juli, 11.30 Uhr
Sonntag, 2. September, 11.30 Uhr
Sonntag, 16. September, 11.30 Uhr
Donnerstag, 27. September, 18.30 Uhr
Donnerstag, 4. Oktober, 18.30 Uhr
Montag, 17. September, 17 Uhr: Führung für Lehrerinnen und Lehrer


Kunstpädagogische Workshops
für Kinder

Montag bis Mittwoch, 6. bis 8. August,
3-tägig, jeweils 10 bis 13 Uhr
Drucken nach Lust und Laune
Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Samstag, 8. September, 14 bis 17 Uhr
Wir werden Linolschnitt-Experten!
Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Samstag, 6. Oktober, 14 bis 16.30 Uhr
Aus dem Gesicht geschnitten
Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren


Workshop für Erwachsene
Samstag, 15. September, 12 bis 17 Uhr
Kratzen, Schaben, Schneiden
Experimente in Linol mit Robert Würth

Für die Workshops ist eine Anmeldung
unter (0 71 42) 74-483 erforderlich.


Kulturtag »Bietigheim XXL«
Samstag, 22. September, 11 bis 24 Uhr
In der Galerie Druckaktionen, Musik,
Kurzführungen und vieles mehr

Parallel zur Ausstellung »Linolschnitt heute VII« findet vom 21. Juli bis zum 18. November die Studioausstellung »Aus dem Gesicht in Linol geschnitten. Aus der eigenen Sammlung« statt.

Eintritt frei, Teilnahme an den öffentlichen Führungen 2 Euro, Gruppenführung 50 Euro /60 Euro
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Katalog 18 Euro

Der Wettbewerb wird von der Armstrong DLW AG Bietigheim-Bissingen großzügig gefördert.

Städtische Galerie
Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon (0 71 42) 74-483
Telefax (0 71 42) 74-446
www.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr
Donnerstag 14 bis 20 Uhr
Samstag, Sonntag 11 bis 18 Uhr
Am Feiertag, 3. Oktober, ist die Galerie
von 11 bis 18 Uhr geöffnet.


28.04.2007 - 08.07.2007
Sommerausstellung:
Die Künstlerkolonie Worpswede. Ein Stück vom Himmel?

Pressemitteilung
Der kleine Ort Worpswede am Rande des Teufelsmoores nördlich von Bremen ist die vielleicht bekannteste deutsche Künstlerkolonie. Ab 1889 kamen hier Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Fritz Overbeck, Hans am Ende, Carl Vinnen und Heinrich Vogeler zusammen. Sie alle fanden in der weiten, flachen Moorlandschaft mit dem hohen Himmel und den intensiven Lichtspielen ihre Bildthemen. Die als urtümlich empfundene Landschaft mit den charakteristischen Moorkaten, Kanälen, Torfkähnen und die einfachen Lebensverhältnisse der Bauern galten für die Künstler als Inbegriff eines Lebens in unmittelbarer Auseinandersetzung mit der Natur. Ihr Interesse galt nicht klassisch-idealistischen Landschaftskompositionen, sondern realistischen Naturdarstellungen, welche die besonderen atmosphärischen Stimmungen und Farbwerte der Tages- und Jahreszeiten einfangen und von dämmrigen Gewitterhimmeln bis zu frühlingshellen Sonnentagen reichen. Das Alltägliche sollte darin als einzigartig erfahrbar werden.

Die Ausstellung zeigt jedoch nicht nur Gemälde und Grafiken der ersten Künstlergeneration, sondern widmet sich ebenso den »Malweibern«. Neben der für die Entwicklung der Moderne herausragenden Paula Modersohn-Becker werden Werke von Malerinnen wie Hermine Overbeck-Rohte, Ottilie Reylaender und Marie Bock sowie der Bildhauerin Clara Rilke-Westhoff präsentiert. Der Fortbestand der Kolonie über die Einschnitte der Jahrhundertwende und des Ersten Weltkriegs hinaus belegt die ungebrochene Attraktivität des Ortes: »Künstlerkolonie Worpswede. Ein Stück vom Himmel?«. Die Ausstellung veranschaulicht das »Phänomen Worpswede« von der Gründergeneration bis zu den außergewöhnlichen Positionen der 1920er Jahre. In den expressionistischen Gemälden von Künstlern wie Willy Dammasch oder Albert Schiestl-Arding und in den Skulpturen von Bernhard Hoetger wird sowohl die Kontinuität als auch der Wandel von Worpsweder Motiven deutlich. Die reiche kunsthandwerkliche Produktion des Ortes wird exemplarisch an Bestecken, Wandschmuck und Möbeln von Heinrich Vogeler und Bernhard Hoetger vorgestellt, die das Anwachsen der Malerkolonie zur »Kunstwerkstatt« belegen.

Die von der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen konzipierte und nur hier präsentierte Ausstellung versammelt mehr als 130 Grafiken und Gemälde aus zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen.

Begleitprogramm

Führungen

Öffentliche Führungen
jeden Sonn- und Feiertag, 11.30 Uhr und 14.30 Uhr
jeden Donnerstag, 18.30 Uhr

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Worpsweder Soirée
Donnerstag, 14. Juni 2007, 20 Uhr
Lesung von Marina Bohlmann-Modersohn,
musikalisch umrahmt von Viktoria Lakissova (Klavier)
Eintritt 5 € / 3 €


Ausstellungsrundgang
Donnerstag, 28. Juni 2007, 20 Uhr
Künstlerkolonie Worpswede. Maltechnik im Vergleich
Ausstellungsrundgang mit Diplomrestauratorin Barbara Springmann


Kunstpädagogische Workshops für Kinder
Die Workshops am 28. April, 12. Mai, 9. Juni und 7. Juli 2007 sind bereits ausgebucht.

Zusätzlich finden statt:

Samstag, 19. Mai 2007, 14–17 Uhr
Märchenfiguren als Stabpuppen
Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Samstag, 9. Juni 2007, 10–13 Uhr
Traumgärten – Gartenträume
Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren


Workshop für Erwachsene

Dienstag, 12., 19., 26. Juni 2007, jeweils 9–12 Uhr
Weite Landschaft, hoher Himmel, spitzer Bleistift
Landschaften zeichnen mit Robert Würth
Anmeldungen über die VHS Kreis Ludwigsburg
Tel. (07141) 933155, Kurs 07102135


Kunstreise
Donnerstag, 5. bis Sonntag 8. Juli 2007
Künstlerkolonie Worpswede. Ein Stück vom Himmel?
Reise zu den Originalschauplätzen Worpswede, Fischerhude und Bremen mit Dr. Oliver Kornhoff, Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen.
In Kooperation mit der Agentur für Kunstvermittlung Stuttgart und Spillmann Reisen Bietigheim-Bissingen. Information und Anmeldung unter (07142) 97880



Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr
Donnerstag 11–20 Uhr
alle Feiertage 11–18 Uhr


Eintritt 5 € / erm. 3 €
Teilnahme an den öffentlichen Führungen 2 €
Gruppenführung 50 € / 60 €

Katalog »Künstlerkolonie Worpswede. Ein Stück vom Himmel?« 24 €


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon (07142) 74-483
Telefax (07142) 74-446
www.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de




28.04.2007 - 08.07.2007
Studioausstellung:
Alfred Kollmar

Pressemitteilung
Parallel zur großen Überblicksschau der Worpsweder Künstlerkolonie präsentiert die Städtische Galerie die erste Einzelausstellung Alfred Kollmars (1886–1937). Der bisher nur Eingeweihten bekannte Maler stammt ursprünglich aus Besigheim, dem Nachbarort Bietigheim-Bissingens, und ließ sich 1919 in Worpswede nieder. Seine ausdrucksstarken Werke, mit denen er zur in den frühen zwanziger Jahren sich formierenden Gruppe der Worpsweder Expressionisten zu zählen ist, sind eine echte Entdeckung. Vor allem die in grellen und dunklen Farbakkorden gehaltenen, expressiven Porträts belegen eindrucksvoll Alfred Kollmars eigenständigen Beitrag zur Moderne, die auch in Worpswede Einzug gehalten hatte. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Worpsweder Kunsthalle Kunststiftung Friedrich Netzel und dem Landesmuseum Oldenburg.

Führungen

Öffentliche Führungen siehe Ausstellung „Künstlerkolonie Worpswede“
jeden Sonn- und Feiertag, 11.30 Uhr und 14.30 Uhr
jeden Donnerstag, 18.30 Uhr

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr
Donnerstag 11–20 Uhr
alle Feiertage 11–18 Uhr


Eintritt 5 € / erm. 3 €
Teilnahme an den öffentlichen Führungen 2 €
Gruppenführung 50 € / 60 €


Katalog »Alfred Kollmar. Von Besigheim nach Worpswede« 14 €



17.02.2007 - 15.04.2007
Studioausstellung:
Anton Stankowski - Linolschnitte

Pressemitteilung
Aus Anlass von Anton Stankowskis 100. Geburtstag stellt die Städtische Galerie ihre Sammlung von Linolschnitten dieses international hoch angesehenen Gestalters (1906–1998) vor. Der Künstler hat nur kurze Zeit in dieser Technik gearbeitet, weshalb die Linolschnitte im Vergleich zu anderen umfangreichen Werkkomplexen relativ unbekannt geblieben und heute eine echte Entdeckung sind. Die Städtische Galerie präsentiert die wichtigsten Aspekte in einer konzentrierten Ausstellung. Dabei zeugen konstruktive Lineaturen und geometrische Progressionen von Anton Stankowskis Bemühen um das »finden, vereinfachen, versachlichen«, während andere Blätter den Linolschnitt eher fantasievoll-spielerisch nutzen. Ergänzt werden die eigenen Bestände durch Leihgaben aus der Stankowski-Stiftung, so dass sich Anton Stankowskis Motto der »Einheit von freier und angewandter Kunst« in den Drucken, Druckstöcken und sogar Stoffentwürfen eindrucksvoll nachvollziehen lässt.

Donnerstag, 9. November, 18.30 Uhr
Führung mit Karl Duschek, Geschäftsführer Stankowski-Stiftung


17.02.2007 - 15.04.2007
Studioausstellung
Aus der eigenen Sammlung: Aus dem Gesicht in Linol geschnitten

Pressemitteilung
In zwei Ausstellungen werden Linolschnitte aus der eigenen Sammlung der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen präsentiert – auf einer Etage Etage Porträts unter dem Motto »Aus dem Gesicht in Linol geschnitten« und ab dem 21. Juli auf einer weiteren Etage unter dem Motto »Schwarz auf weiß« Werke in der klassischen Technik des Schwarz-Weiß-Schnittes vom Expressionismus bis in die Gegenwart.


27.01.2007 - 09.04.2007
Wolfgang Häberle. Sehen und gesehen werden

Pressemitteilung
Lange hatte sich der in Bietigheim geborene Maler und Grafiker Wolfgang Häberle (geb. 1951), der an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart studierte, ganz der Landschaft als Motiv verschrieben. Zunächst legte er in feinnerviger Zeichnung die Grundformen der heimischen Weinberge, Täler und Flüsse frei, um dann ab Mitte der 1980er Jahre sein Motivrepertoire in der Malerei zu erweitern.

Ab 1999 tritt der Mensch auf die Bühne seiner Gemälde und seither entstehen oft vielfigurige Szenarien. Wolfgang Häberles großformatige und starkfarbige Einzelbilder und Triptychen sind voller symbolischer, mythologischer, literarischer und historischer Bezüge. Sie erinnern an das seit dem Mittelalter viel zitierte Motiv des »Welttheaters« und sind künstlerische Reflexionsmodelle für Historie und Gegenwart. Der in Löchgau lebende und arbeitende Künstler spickt seine in kraftvollem Duktus gemalten Rätselbilder nicht selten auch mit (lokal)politischen Anspielungen. Dem Bietigheimer Marktplatz widmet er sogar eine eigene Bildfolge, die er zu einem Rundum-Panorama gruppiert hat. »Sehen und gesehen werden«: Sein Bildpersonal will dabei nicht nur betrachtet werden, sondern scheint selbstbewussten Blickes häufig seinerseits den Kontakt zum Betrachter aufzunehmen, um ihn geradezu herauszufordern, die oft kritischen Bildsujets zu entschlüsseln. So sind beispielsweise die seit 2003 entstehenden Tischgesellschaften sowie Speisestillleben künstlerische Metaphern für gesellschaftliche (Tisch-)Sitten und Unsitten und vermitteln zugleich malerisch-sinnliche Freude an opulenten Speisen und Getränken.

Wolfgang Häberle gehört zu den profiliertesten Künstlern unserer Region. In seinen Gemälden verbindet er auf faszinierende Weise Figuration, Wirklichkeitsnähe und Expressivität und nimmt dadurch eine eigenständige künstlerische Position ein. Die bisher umfassendste Ausstellung ist in thematische Werkgruppen gegliedert und gibt einen vertieften Einblick in die komplexe Bildwelt des Künstlers. Die mehr als 120 Temperagemälde und Zeichnungen spannen den Bogen von den 1980er Jahren bis heute, wobei der Schwerpunkt auf den Arbeiten der letzten zehn Jahre liegt. Die jüngsten Gemälde verbindet dabei die unbunte Farbigkeit und der Einsatz von Ölkreide mit der zeichnerischen Meisterschaft von Wolfgang Häberles frühesten Arbeiten. Diese großformatigen Werke sind extra für die Räumlichkeiten der Städtischen Galerie entstanden.

Führungen:

Sonntag, 4. Februar, 11.30 Uhr
Dr. Isabell Schenk-Weininger

Sonntag, 25. Februar, 11.30 Uhr
Dr. Oliver Kornhoff

Sonntag, 25. März, 11.30 Uhr
Dr. Isabell Schenk-Weininger

Montag, 29. Januar, 17 Uhr
Führung für Lehrerinnen und Lehrer



Künstlergespräche:

Donnerstag, 8. und 29. März, jeweils 18.30 Uhr
Ausstellungsrundgang mit Wolfgang Häberle
im Anschluss Käse-Verkostung in Kooperation mit dem Café Galerie
13 €, Anmeldung unter (07142) 74-483


Kunstpädagogische Workshops für Kinder:

Samstag, 10. Februar, 14–17 Uhr
'Bild an Bild'
Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Samstag, 10. März, 14–17 Uhr
'Wir malen uns!'
Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Samstag, 24. März, 14–16.30 Uhr
'Akrobaten'
Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren


Wir laden Sie herzlich ein zur
Eröffnung am Freitag, 26. Januar 2007, um 19.30 Uhr


Eintritt frei


28.10.2006 - 28.01.2007
Studioausstellung:
Short (Home) Stories
in Zusammenarbeit mit der Filmakademie Ludwigs

Pressemitteilung
Im Kontext der großen Schau »Home Stories« widmet sich die freie Filmemacherin Gudrun Weiler, Absolventin der Filmakademie Ludwigsburg, dem Thema »Wohnen« vor Ort. Sie realisierte dafür mehrere Projekte, die sich mit der Lebenssituation in unserer Stadt beschäftigen. So versprechen das »Kollektive Wohnzimmer«, die von ihr geführten Interviews zu Straßennamen und die filmischen Studien in einem Möbelhaus überraschende Perspektiven auf ›Gewohntes‹ und ›Ungewohntes‹. Außerdem präsentieren Studenten und Absolventen der Filmakademie Wohnlandschaften, die als Szenenbilder für Animationsfilme dienten, sowie einen Dokumentarfilm über einen Mann, der sich ein U-Boot in den Keller gebaut hat.


28.10.2006 - 14.01.2007
Home Stories
Zwischen Dokumentation und Fiktion

Pressemitteilung
Neben Nahrung und Kleidung ist Wohnen ein Grundbedürfnis des Menschen. Die Kontinuität der Sehnsucht, sich im häuslichen Bereich Sicherheit und Geborgenheit zu schaffen, zeigt sich darin, dass modische Begriffe wie »New Homing« oder »Cocooning« das traditionelle »My home is my castle« abgelöst haben. Über die Erfüllung primärer Funktionen hinaus sind die eigenen vier Wände ein idealer Projektionsraum für die individuellen Selbstentwürfe ihrer Bewohner. Eine spezifische Wohnsituation zeugt von einer bestimmten Lebensphase und einem bestimmten Lebenskonzept. Unser Bemühen um Individualität in der Gestaltung unseres Zuhauses, aber auch die Ansammlung alltäglicher Gegenstände verleiten dazu, diese Dingwelten regelrecht als Stellvertreter für die Person anzusehen. Dass sich in Einrichtung und Wohnform jedoch nicht nur der persönliche Geschmack, sondern auch die kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen spiegeln, macht die Auseinandersetzung mit der Thematik umso spannender. Obwohl inzwischen überkommene Lebensformen zunehmend infrage gestellt werden und vielfach über den modernen Menschen als Nomaden, der überall und nirgendwo zu Hause ist, sinniert wird, scheint Wohnen als Wert jedoch – vielleicht auch gerade deshalb – weiter zu steigen. Die Übersetzung von »home« in »Haus, Heim, Heimat« veranschaulicht die ganze Bandbreite des Begriffs.

Die Ausstellung »Home Stories. Zwischen Dokumentation und Fiktion« widmet sich zeitgenössischen künstlerischen Positionen zum Thema »Wohnen« als einem individuellen und gesellschaftlichen Phänomen. Präsentiert werden Werke von 15 deutschen Künstlerinnen und Künstlern. »Home Stories« künden von der Sehnsucht nach Geborgenheit und Identitätsstiftung, von Unordnung und Unorten, von Einraumwohnungen und Wohngemeinschaften. »Home Stories« erzählen von mobilen Gehäusen und erinnerten Räumen, von alltäglichen Dinguniversen und häuslichen Klangwelten. Die künstlerischen Ansätze – in den Medien Fotografie, Video, Malerei und Installation – reichen dabei von dokumentarischen Verfahren bis hin zu rein fiktiven Inszenierungen.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Stadtgalerie Kiel und der Städtischen Galerie Wolfsburg.

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 27. Oktober 2006, um 19 Uhr


Begleitprogramm

Führungen:

Sonntag, 5. November, 11.30 Uhr
Dr. Oliver Kornhoff

Sonntag, 19. November, 11.30 Uhr
Dr. Isabell Schenk-Weininger

Sonntag, 3. Dezember, 11.30 Uhr
Dr. Isabell Schenk-Weininger

Sonntag, 17. Dezember, 11.30 Uhr
Dr. Isabell Schenk-Weininger

Sonntag, 14. Januar, 11.30 Uhr
Dr. Oliver Kornhoff

Montag, 6. November, 17 Uhr
Führung für Lehrerinnen und Lehrer

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung



Ausstellungsrundgänge mit Künstlern und „Experten“:

Donnerstag, 16. November, 18.30 Uhr
mit Pia Lanzinger, Ute Weiss Leder und Wolfgang Plöger, Sinus Sociovision GmbH, Heidelberg (Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut)

Donnerstag, 30. November, 18.30 Uhr
mit Sara Focke Levin, Claus Richter und Prof. Dr. Kaspar Maase, Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen



Kunstpädagogische Workshops für Kinder:

Samstag, 4. November, 14.30–17.30 Uhr
Mein Traumzimmer
Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Samstag, 18. November, 14.30–17.30 Uhr
Your own Home Stories
Workshop für Kinder von 10 bis 14 Jahren

Samstag, 13. Januar, 14.30–17.30 Uhr
Mein Wohnhaus
Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Alle Jahre wieder zur Vorweihnachtszeit:

Samstag, 25. November, 14.30–17.30 Uhr
Nikolaustüten und Metallsterne
Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Samstag, 16. Dezember, 14.30–17.30 Uhr
Leuchtende Bilder
Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Eintritt frei



29.07.2006 - 15.10.2006
Bodo Korsig
Where can I buy a new brain?

Pressemitteilung
Was geschieht im Gehirn eines Verliebten oder eines Amokläufers? Wie funktioniert das Gedächtnis oder das Empfinden von Schönheit? Was macht die Persönlichkeit eines Menschen aus? Sowohl Mediziner und Psychologen als auch Philosophen und Kulturwissenschaftler beschäftigen sich mit solchen Fragen nach den Strukturen menschlicher Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen, deren hochkomplexe Prozesse an die Grenzen der jeweiligen Fachgebiete führen.

Bodo Korsig geht dem biologischen Aspekt unserer Gedanken und Gefühle mit den spezifischen Erkenntnismitteln der Kunst nach. In seiner Werkgruppe »Where can I buy a new brain?«, die seit dem Jahr 1999 entsteht, kombiniert der Künstler in großformatigen Holz- und Linolschnitten stark reduzierte Formen mit kurzen schriftlichen Statements. Die sprachlichen Botschaften sind poetisch oder provokativ, rätselhaft oder schlagwortartig. Die abstrakten Bildmotive erscheinen fremd und doch eigentümlich vertraut, erinnern häufig an medizinische Darstellungen, an Nervenzellen oder Synapsen, und sind offen für vielfältige Assoziationen.

Sein Formenrepertoire entwickelt der Künstler zudem ins Dreidimensionale und kreiert dabei ausdrucksstarke, teilweise monumentale Chiffren. In der Ausstellung treten die farbstarken grafischen Arbeiten mit seinen monochrom schwarzen Skulpturen aus Holz, Aluminium und Keramik in einen spannenden Dialog, so dass Bodo Korsigs spielerisch-künstlerische Auseinandersetzung mit der Neurobiologie und die Faszination für wissenschaftlich noch wenig erforschte Phänomene auch räumlich erfahrbar wird.


Bodo Korsig wurde 1962 in Zwickau geboren. Heute lebt und arbeitet er sowohl in Trier, wo er Dozent an der Europäischen Akademie für Bildende Kunst ist, als auch in New York. Neben den in der Ausstellung gezeigten Skulpturen, Holz- und Linolschnitten umfasst sein Werk auch Malerei, Zeichnung und Fotografie. Er präsentierte seine Arbeiten in zahlreichen Gruppen- und mehr als dreißig Einzelausstellungen im In- und Ausland. Den Besuchern der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen ist er durch den Wettbewerb „Linolschnitt heute“ bekannt.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstraum Potsdam und dem Leonhardi-Museum Dresden.



06.05.2006 - 08.10.2006
Studioausstellung:
Gustav Schönleber an Nordsee, Ostsee, Mittelmeer

Pressemitteilung
Der in Bietigheim geborene Landschaftsmaler Gustav Schönleber (1851–1917) war Zeit seines Lebens auf (Maler-)Reisen. Seine Vorliebe galt dabei Motiven der italienischen Riviera und der holländischen Nordseeküste. Im Vergleich mit den Gemälden, Zeichnungen und Grafiken erlauben Requisiten und Fotografien aus dem Nachlass des Künstlers einen aufschlussreichen Einblick in die Bildfindungen des an der Großherzoglichen Badischen Kunstschule Karlsruhe lehrenden Malers. Schönlebers Werke bilden eine spannende Ergänzung zu jenen des eine Generation jüngeren Künstlerkollegen in der Ausstellung „Erich Heckel an der Ostsee“.




06.05.2006 - 16.07.2006
Sommerausstellung
Erich Heckel an der Ostsee

Pressemitteilung
Mit der Ausstellung „Erich Heckel an der Ostsee“ lenkt die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen erstmals das Augenmerk auf die regelmäßigen Sommeraufenthalte des Künstlers an der deutschen Ostseeküste. Was Paul Gauguin in der Südsee gesucht hatte, schufen sich die Künstler des deutschen Expressionismus an den Küsten der Nord- und vor allem der Ostsee. Während der langen Monate in oft abgelegenen Fischerdörfern suchten sie fern der Zivilisation ein naturnahes Leben zu realisieren, um zu unverfälschten künstlerischen Ausdrucksformen zu gelangen. In Osterholz an der Flensburger Förde fand auch Erich Heckel (1883–1970) einen Ort, der ihn während seiner jährlichen Sommeraufenthalte von 1913 bis 1944 zu einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mit der Landschaft, dem Meer und den badenden Menschen inspirierte. Nachdem der Künstler sich bis dahin im engen Wirkungskreis der Künstlergruppe „Brücke“ bewegt und sich dort teilweise ein Kollektivstil herausgebildet hatte, traten nun an der Ostsee deutlicher Erich Heckels persönliche künstlerische Interessen in den Vordergrund und er entwickelte seine eigene, individuelle Bildsprache.

Hatte das Studium von nackten Menschen unter freiem Himmel seit den Anfängen in Dresden zur Programmatik der „Brücke“ gehört und sich in den an den Moritzburger Teichen entstandenen Bildern eine unbeschwerte Heiterkeit ausgedrückt, bestimmten nun – nach Auseinanderbrechen der Künstlergruppe – zunächst unruhige Pinselstriche und düstere Farben, dann kristalline Formen und scharfe Kanten die Szenerien. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich bei Erich Heckel die zerrissene Stimmung des Vorkriegsexpressionismus im Holzschnitt fort, während in der Malerei insbesondere durch die rund geschwungenen Küsten- und Horizontlinien allmählich eine fast meditative Ruhe einkehrte. Auch die Figuren strahlen in ihrer Statuarik einen würdevollen Ernst aus. Ab den 1920er Jahren setzte er sich verstärkt mit der reinen Landschaftsdarstellung auseinander. Erich Heckels Aquarelle und Gemälde dieser Zeit sind erfüllt von einer geradezu transzendenten Helligkeit und lassen ihn als einen modernen Vertreter innerhalb der romantischen Tradition erscheinen.

Rund 100 Gemälde, Skulpturen, Aquarelle und Grafiken veranschaulichen eindrücklich die Vielseitigkeit von Erich Heckels Werk, bei dem sich unter dem Einfluss der „Inspiration Ostsee“ die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen aufs Engste miteinander verbinden. „Erich Heckel an der Ostsee“ ist eine Kooperation mit dem Brücke-Museum Berlin und dem Museumsberg Flensburg.

Führungen

Öffentliche Führungen
jeden Sonn- und Feiertag, 11.30 Uhr und 14.30 Uhr
jeden Donnerstag, 18.30 Uhr

Montag, 8. Mai, 17 Uhr
Führung für Lehrerinnen und Lehrer

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Vorträge

Donnerstag, 18. Mai 2006, 20 Uhr
Der Rhythmus der geschlossenen Form. Erich Heckel als Bildhauer
Dr. Oliver Kornhoff, Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Donnerstag, 29. Juni 2006, 20 Uhr
Zwischen Ekstase und Alltag. Badeszenen der "Brücke" im Licht der Lebensreform
Dr. Ulrich Pfarr

Donnerstag, 13. Juli 2006, 20 Uhr
Gustav Schönleber und Erich Heckel. Maltechnik im Vergleich
Ausstellungsrundgang mit Diplomrestauratorin Barbara Springmann



Kunstpädagogische Workshops für Kinder

Samstag, 13. Mai 2006, 14.30–17 Uhr
Boote, Schiffe und Kähne
Workshop für Kinder von 5 bis 8 Jahren

Samstag, 27. Mai 2006, 14.30–17 Uhr
Wiederholung des Workshops vom 13. Mai

Samstag, 10. Juni 2006, 14.30–17.30 Uhr
Wir tauchen ein ins Meer
Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Samstag, 17. Juni 2006, 14.30–17.30 Uhr
Weite Aussicht
Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Samstag, 8. Juli 2006, 14.30–17 Uhr
Himmel, Meer und Sand
Workshop für Kinder von 10 bis 14 Jahren


Öffnungszeiten während der Sommerausstellung:
Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr
Donnerstag 11–20 Uhr
alle Feiertage 11–18 Uhr

Eintritt 5 € / erm. 3 €
Teilnahme an den öffentlichen Führungen 2 €
Gruppenführung 50 € / 60 €
Katalog „Erich Heckel an der Ostsee“ 19 €





11.02.2006 - 23.04.2006
Studioausstellung:
Künstlerporträts von Michael Nether

Pressemitteilung
Der Bietigheimer Fotograf Michael Nether (geb. 1946) hält in seinen Porträtserien befreundete Künstler und Künstlerinnen häufig beim Arbeiten im Atelier fest. Neben den Fotografien werden Werke der Porträtierten aus der Sammlung der Städtischen Galerie gezeigt, so dass ein – subjektiver – Überblick über die regionale Kunstszene entsteht.

Eintritt frei



21.01.2006 - 17.04.2006
Luisa Richter
Wandernde zwischen zwei Welten

Pressemitteilung
Luisa Richter ist eine der meistbeachteten Künstlerinnen Südamerikas. 1928 in Besigheim geboren war sie an der Stuttgarter Akademie Schülerin von Willi Baumeister, bevor sie Mitte der fünfziger Jahre nach Venezuela übersiedelte. 1978 vertrat sie ihre neue Heimat auf der Biennale in Venedig. Die Städtische Galerie präsentiert nun eine der faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten, die unsere Region hervorgebracht hat, in einer umfassenden Ausstellung. Die repräsentative Auswahl von rund 100 Gemälden, Collagen, Grafiken und Zeichnungen bietet einen vertieften Einblick in sämtliche Werkphasen von den Anfängen bis in die Gegenwart und dokumentiert Luisa Richters geografische und künstlerische Wanderung zwischen den Kontinenten wie auch zwischen Figuration und Abstraktion.

Eintritt frei